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Was ist wichtiger, Ls oder Amp?

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Autor
Beitrag
ilikemusic
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 01. Jun 2004, 03:11
Hi zusammen, bin noob, bitte nicht hauen!!

Mich würde interessieren was in einer Hifi Anlage mehr Gewichtung für guten Klang hat. Die Lautsprecher oder der Verstärker?

Ich weiss ja, dass es abgestimmt sein muss um das beste Ergebnis erzielen zu können aber mal angenommen man hat nur ein begrenztes Budget. Wo sollte man mehr investieren oder vielleicht ist die Frage nicht ganz richtig formuliert da Preis ja nicht ausschlaggebend ist...

Verstärker gut- Boxen nicht so gut- gesamt Mist !
Verstärker nicht so gut - Boxen gut- gesamt wieder Mist, oder wie?


[Beitrag von ilikemusic am 01. Jun 2004, 03:21 bearbeitet]
Markus
Inventar
#2 erstellt: 01. Jun 2004, 04:45
Hallo ilikemusic,

wichtig sind beide, weil wenn eins fehlt, ist das andere nutzlos.

Im Ernst: wenn Du mit "wichtig" meinst, bei welchem sich größere Klangunterschiede ausmachen lassen, dann sind dies eindeutig die Lautsprecher. Allerdings ist dieser Komponente in Wichtigkeit gleichrangig nicht etwa der Verstärker, sondern die Raumakustik.

Nichts desto trotz wäre es ideal, wenn Du bei Deiner Suche nach Verstärker und/oder Lautsprecher die Gesamtkette in Deinen 4 Wänden probehören könntest. Manch einer hat sich schon gewundert, wie eine Anlage zu Hause klingen kann, wenn diese einem doch beim Händler so gut gefallen hat.

Gruß,

Markus.
allgemeinheit2
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 01. Jun 2004, 05:27
Als Universal-Patentrezept kann ich nur empfehlen,
alle 184.394 Hersteller von Lautsprechern abzuklappern,
preislich in Frage kommende übers Wochenende auszuleihen und im Doppelblindtest probezuhören.

Nach 9.287 Jahren wird man dann sicherlich die beste Box für's Geld gefunden haben.

Oder man kauft halt einfach irgendwas Mainstream-mäßiges.
Reicht völlig.

Bedenke: Nicht alles, was dem Ohr kurzfristig gefällt (z. B. vorlaute Bässe), muß langfristig gefallen.

Z. B. stehen stärker verzerrende Boxen im Ruf, dynamischer, lebhafter zu klingen - wohl wegen der lauter wahrgenommenen Obertöne.
Oder Boxen mit bescheidenstem Abstrahlverhalten klingen besonders "räumlich", hat aber nix mit präziser Stereoabbildung zu tun.
ilikemusic
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 01. Jun 2004, 05:36
Hi Markus,
ta, also es läuft immer wieder aufs Probehören in den eigenen 4 Wänden hinaus.

Aber ich frag mich wie wohl so ein Händler auf so einen Kunden wie mich reagieren würde, der erstmal 5-10 Kombinationen testen will und sich dann imer noch nicht sicher ist, weil jede kombination ihre Eigenschaften haben die sich nicht als besser oder schlechter ausmachen sondern nur anders.

Ich gehöre leider zu den Leuten, die sich nur sehr schwer entscheiden können, gerade wenn es um eine grössere Investition geht die von Dauer sein soll.- Man möchte halt keinen Fehlkauf machen und sich nachher ärgern, man hätte noch was besseres für's Geld bekommen können.

Aber die Frage sollte hier in diesem Thread nur allgemein sein. Oh man, ich hab noch millionen von Fragezeichen in meinem Kopf rumschwirren- das Thema Hifi ist so wahnsinnig interssant...aber Danke auf jeden Fall..
ilikemusic
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 01. Jun 2004, 05:38
HA, da hat mir allgemeinheit2 ja aus der Seele gesprochen...:-)
Fidelio
Stammgast
#6 erstellt: 01. Jun 2004, 07:13
Hallo allgemeinheit2,

mit


Bedenke: Nicht alles, was dem Ohr kurzfristig gefällt (z. B. vorlaute Bässe), muß langfristig gefallen.

Z. B. stehen stärker verzerrende Boxen im Ruf, dynamischer, lebhafter zu klingen - wohl wegen der lauter wahrgenommenen Obertöne.


hast Du meine volle Zustimmung. Wenn auch mit meiner eigenen Auslegung .


Hallo ilikemusic,

wenn ich noch mal die Wahl hätte, dann würde ich zuerst mit den für meinen Geschmack und Raum passenden Lautsprecher aussuchen. Denn bei den Lautsprechern, passiert die größte Beeinflussung den Klangs. Viel größer, wie bei Quelle und Verstärkung.

Diese Frage wurde vor kurzer Zeit schon mal ausgiebig bearbeitet, unter http://www.hifi-foru...1&hl=gewichtung&z=0#. Das Ergebnis ist eindeutig.
PPM
Stammgast
#7 erstellt: 01. Jun 2004, 08:28
Hallo ilikemusic,

nicht der Amp oder die Box ist wichtiger, sondern die Kombination muß miteinander harmonieren. Es nützt nichts, Testsieger blind miteinander zu kombinieren und blind auf Audio-Kennzahlen zu achten, das kann auch nach hinten losgehen. Da spreche ich aus eigener leidvoller Erfahrung.
Bei mir persönlich war es bisher so, daß es stets ein "object of desire" (sei es Amp ODER Box) gab, das ich dann mit der passenden Box oder Amp kombiniert habe. Fehlgriffe waren dabei, das gebe ich zu, aber ein seriöser Händler leiht Dir Geräte auch mal probeweise aus (vorher abklären!)

@Fidelio: nicht mehr zufrieden??

Gruß
cr
Moderator
#8 erstellt: 01. Jun 2004, 08:36
Ein gut konzipierter, laststabiler Verstärker sollte prinzipiell mit allen gängigen Lautsprechern zurande kommen (die Infinity-8. und -9. Probleme mal ausgenommen). Daher würde ich primär mit den Lautsprechern experimentieren und dazu dann einen stabilen Verstärker suchen und nicht umgekehrt.
Fidelio
Stammgast
#9 erstellt: 01. Jun 2004, 09:10
Hallo Patrick,

nee, ich bin vollstens zufrieden. Du bekommst die Dinger nicht günstig von mir .

Mich ärgert nur, daß ich so viele Stunden und Euros mit anderen Lautsprechern "verschwendet" habe. Das ist aber wie immer ein Lernprozess, der später oft wieder zurück zu einfacheren Dingen führt .

Andererseits gibt es auch kein Hobby, bei dem man zu Beginn die Ausrüstung kauft, die einem in den Tod begleiten wird.

Anfänglich abschreckende (und absurde) Preise werden mit der Zeit ganz normal, bis sie einem günstig erscheinen.

Beispiel bei mir der CDP. "250Euro muss man schon für was rechtes ausgeben.", dann waren es 900Euro, Upgrade des selben auf ca 1500Euro. Nun bin ich bei 3000Euro.
allgemeinheit2
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 01. Jun 2004, 09:32
3000 Euro für einen CDplayer - warum nicht?

Mein Papi fährt jetzt einen AMG, da geht auch gut was von der Erbschaft ab.
Aber wenn's Ihm Spass macht...


bis sie einem günstig erscheinen.


Es gibt kein "günstig" oder "teuer". Letztlich müssen Hersteller, Händler etc. von was leben. Fast nur darum gehts.
Und das der Preis bei Qualitätssprüngen von 98% auf 99% um das ca. 100-fache steigt, ist ja nix neues (mal abgesehen davon, dass ich bei HiFi nicht unbedingt von eindeutigen Qualitätsmerkmalen reden würde)


[Beitrag von allgemeinheit2 am 01. Jun 2004, 09:35 bearbeitet]
allgemeinheit2
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 01. Jun 2004, 09:59
Ach ja, wie sagte doch Elac-Cara-Chefentwickler:
wenn der LS 1x macht,
macht der Raum 2-3x aus.

Also: Der Raum ist wichtig!
Oliver67
Inventar
#12 erstellt: 01. Jun 2004, 12:07

Mich würde interessieren was in einer Hifi Anlage mehr Gewichtung für guten Klang hat. Die Lautsprecher oder der Verstärker?


Ich empfehle folgende Vorgehensweise:

vom Budget min. 50 Prozent für die Boxen einplanen (geistig). In diesem Preissegment suchen, nach Forenaussagen, Größe, Testberichten eine gewisse Vorauswahl treffen. Boxen probehören, bis die richtige gefunden ist. Verstärker dazu, der preislich und von der Leistung her passt - fertig.

Wenn Du nur CD hörst sparst Du Dir am besten den Verstärker, kaufst Dir gute Aktivboxen und schließt den Player direkt an. Oder natürlich Vorverstärker zur Quellenwahl. Ist aber relativ teuer, billige Vorverstärker gibt es leider (fast) nicht mehr.

Siehe auch Umfrage http://www.hifi-foru...um_id=30&thread=4915 die zeigt Dir, wie die meisten Forumsmitglieder die Gewichtung setzen.

Oliver
micha_D.
Inventar
#13 erstellt: 01. Jun 2004, 12:37
Hallo

Ich würde mein ganzes Augenmerk zu allererst auf die Boxen und den Raum richten in dem sie nacher spielen....Dieses dürfte ungefähr schon zu 90% Klangbildend deiner zukünftigen Anlage sein.Der Verstärker kann den Grundcharakter der LS noch unterstützen,reisst dir aber nie ein schlechtes klangbild wieder raus,der durch die Lautsprecher oder den Raum entsteht.

Gruß Micha
pinkrobot
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 01. Jun 2004, 14:51
Hallo Micha,

man soll also sein restliches Leben in der Studentenbude hocken, weil die
tollen, neuen Boxen so gut mit der Raumakustik harmonieren??
Ich bin in den letzten 4 Jahren 3mal umgezogen, hätte ich mir jedesmal
neue Boxen kaufen sollen??? ;-)
Nee, Kompromisse muß man IMHO schon machen.
Viele Grüße
Andreas
micha_D.
Inventar
#15 erstellt: 01. Jun 2004, 14:55

Hallo Micha,

man soll also sein restliches Leben in der Studentenbude hocken, weil die
tollen, neuen Boxen so gut mit der Raumakustik harmonieren??
Ich bin in den letzten 4 Jahren 3mal umgezogen, hätte ich mir jedesmal
neue Boxen kaufen sollen??? ;-)
Nee, Kompromisse muß man IMHO schon machen.
Viele Grüße
Andreas


Mehr Malochen und Kohle ranschleppen..


Micha
allgemeinheit2
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 01. Jun 2004, 15:29

Nee, Kompromisse muß man IMHO schon machen.


Genau das ist der Punkt.

Wer das mal kappiert hat, sucht eben nicht mehr nach "dem optimalen Klang", "dem besten Auto",
Ist weniger anfällig für hokus-pokus.

Denn wass nützt literweise C37-Lack, wenn der Raum hallig wie ein Bahnhof ist?
micha_D.
Inventar
#17 erstellt: 01. Jun 2004, 15:43


Nee, Kompromisse muß man IMHO schon machen.


Genau das ist der Punkt.

Wer das mal kappiert hat, sucht eben nicht mehr nach "dem optimalen Klang", "dem besten Auto",
Ist weniger anfällig für hokus-pokus.

Denn wass nützt literweise C37-Lack, wenn der Raum hallig wie ein Bahnhof ist?



Hat nur nix mit der eigentlichen Frage zu tun...

Tatsachen ändern sich auch durch Kompromisse nicht.(leider)

Micha
Patrick
Stammgast
#18 erstellt: 01. Jun 2004, 15:58

man soll also sein restliches Leben in der Studentenbude hocken, weil die
tollen, neuen Boxen so gut mit der Raumakustik harmonieren??
Ich bin in den letzten 4 Jahren 3mal umgezogen, hätte ich mir jedesmal
neue Boxen kaufen sollen??? ;-)
Nee, Kompromisse muß man IMHO schon machen.

Akustikelemente kann man mitnehmen.

Kompromisse machen hört sich toll an. Bedeutet aber in der Realität oft "darauf verzichten" und nicht "alle Eigenschaften gegeneinander abwiegen und dann das beste wählen".
pinkrobot
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 01. Jun 2004, 17:02
Hallo Patrick,

natürlich habe ich meine Anlage jedesmal mitgeschleppt
(beim letzten Umzug ist mir leider mein Verstärker runtergefallen :-( )

Kompromisse machen bedeutet "verzichten", daß siehst Du schon richtig.
Aber was ist so schlimm daran?
Es gibt IHMO keine optimale Anlage für den optimalen Raum. Mein Hörraum
hat z.B. 6 Raumecken und noch andere raumakustische Schwachstellen, aber ich möchte keinen anderen Raum;
ich verzichte also.
Trotzdem höre ich gerne gute Musik. Und darauf kommt es mir an.
Denn meine Erfahrung ist: je mehr ich auf Raumakustik usw. achte, desto oberflächiger wird mein "Musikhören"
Ich achte also nur noch auf den Klang und das richtige Stereobild. Das eigentliche musikalische Geschehen
tritt somit in den Hintergrund.

Viele Grüße
Andreas
ilikemusic
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 03. Jun 2004, 03:01
Hi Leude,

also kann ich jetzt davon ausgehen, dass die Meisten der Meinung sind, die Boxen machen mehr am Gesamt-Klangbild aus?
Und man sollte daher mehr an die Boxen investieren?

-Raum hin oder her, da kann man eh nichts ändern...!


[Beitrag von ilikemusic am 03. Jun 2004, 03:02 bearbeitet]
Deziberl
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 03. Jun 2004, 04:51
Meine Liste, nach Priorität würde so aussehen:
1., Quelle: Laufwerk, CD, Tuner, Tape, etc....
2., Vor/Endstufe(o.Vollverstärker)
3., Lautsprecher

Warum?
Irgendwo logisch für mich. Wenn die Quelle ein Schaß ist, kann der Verstärker nur "Schaß" verstärken. Wenn die Quelle sehr gut bis hervorragend ist, kann ein minderqualitativer Amp nur ein bisserl "verschlimmern", aber immerhin brauchst du dann nur den Verstärker wechseln.

Ein kurze Geschichte:
Vor 10 Jahren befiel meine Frau und mich der Wahnsinn und wir, bisher Sony, Fisher, Peerles, etc. "Verwöhnt", legten ein Budget von ca.2.500 Eier um uns neue Hörteile zu beschaffen. Nach einem(!) Jahr immer wieder probehören, ließen alle Vorsicht fallen und bewegten uns mit High-Speed Richtung Bankrott, vervierfachten unser Budget und stürzten uns ins High-End vergnügen.

Immer überzeugt davon, daß die Anlage mit guten Boxen anfängt, begann ich damals auch mit der "Selektion" und nach guten Boxen zu suchen; dann Verstärker usw..
Das ging das erste Monat, bis mir ein Test die Augen geöffnet hat:
Im Hörraum meines Händlers(an der Wand standen diverse Boxen) erschallte für einen Kunden gerade Hans Thessink, in sehr angenehmer Lautstärke, nicht übertrieben bass-stark, aber ausreichend "suggestiv". Dann schlug er seinem Kunden noch Bob Dylans "The man with the long black coat"(LP Oh Mercy), eine absolute Referenzplatte in Sachen Stimme und Akkustik und schließlich noch Marcus Miller(Jazz-Bassist/früher auch Miles Davis).
Auf die Frage welche Komponenten denn da erklingen kam die Antwort:
Naim CD3
Linn Vor/End und
Sanyo 3 Weg-Boxen aus einer uralt Kompaktanlage!!

Er hat dann auf systemadäquate LS umgeschalten, den Unterschied hat man gehört, aber ich war erstaunt, was gute Elektronik aus "schlechten" Boxen rausholt!!
Wir haben das Spiel dann umgekehr gespielt, mit demselben Aha-Effekt:
Minderwertige Quelle(Fisher-CD)
guter Verstärker (nait3 von naim)
Linn Keilidh, dann Kaber, dann Naim-aktiv Boxen in Kombi mit naim Vorstufe, dann musical-fidelity, mark levinson usw....
Das Ergebnis war immer dasselbe:
Bei schlechter Quelle kann ein Spitzenamp nur das Signal verstärken, dass die Quelle eben liefert. Da mag der Bass schon mal beeindrucken, mit Qualität hat das aber nichts zu tun.

Grüße aus Wien
gnu
Stammgast
#22 erstellt: 03. Jun 2004, 06:16
Kann man pauschal sagen wie Verstärker von den einzelnen hersteller sich auf das Klangbild auswirken. Oder kann man dies wie bei LS nur selbst heraus finden?
PPM
Stammgast
#23 erstellt: 03. Jun 2004, 07:49
Die einzelnen Verstärkerhersteller haben schon so etwas wie eine eigene Klangphilosophie, sprich "Hausklang" (mehr oder weniger).
Das fiese ist aber, daß z.B. Röhrenamps an versch. Speakern den Klangcharakter (des gesamten Musikwiedergabesystems) verändern...z.B. Lautstärkeanhebung im Bereich steigender/hoher Impedanz

Am besten die in Frage kommenden Kombis selber hören.

Gruß
sommerfee
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 03. Jun 2004, 08:20

also kann ich jetzt davon ausgehen, dass die Meisten der Meinung sind, die Boxen machen mehr am Gesamt-Klangbild aus?


"mehr"? Ja, quantitativ auf jeden Fall. Aber auch qualitativ?

(Auch) Ich gehöre zu den Verrückten, die Klangunterschiede von CD-Spielern und Verstärkern nicht nur wahrnehmen, sondern als (teilweise) wichtiger (nicht als größer!) empfinden. Was nützt mir die beste Box, wenn ich z.B. den CD-Spieler als nervig und unruhig empfinde? Oder der Verstärker so tot und leblos klingt, daß ich mir das Musikhören auch genauso gut sparen könnte? Eine Violine hat nunmal auch Klangfarben und die will ich hören, eine Querflöte soll nach Querflöte klingen und nicht nach Tönen und wenn mich die Stimme von Mme Kasarova live anspricht, dann erwarte ich auch, daß es die CD auch tut, ansonsten brauche ich keine Hifi-Anlage. An eine schlechtere, verfärbende Box kann ich mich da schon viel eher gewöhnen.


Und man sollte daher mehr an die Boxen investieren?


Nein, das kann ich so pauschal schon gar nicht unterstreichen! Überhaupt halte ich von solchen pauschalen Aussagen recht wenig.

Gute Händler sollten dazu in der Lage sein, in sich stimmige Ketten (sowohl in preislicher als auch klanglicher Hinsicht) zusammenzustellen und vorzuführen. Weiterhin sollten sie willens sein, vorzuführen, wie sich die Gesamtcharakteristik der Kette ändert, wenn man ein Glied der Kette ändert.

Diese Anlagen würde ich dann immer als Komplettkette beurteilen, anstatt sich Regeln zusammenbasteln zu wollen, die eh' nicht für alle Hifi-Gerätschaften stimmen können. Wenn dir eine Komplettkette gefällt: Kaufe sie oder habe sie als langfristiges Endziel vor Augen. Wenn du Zweifel hast und bei einer konkreten Kette meinst, ein billigerer CD-Spieler würde es vielleicht auch tun, dann probiere es vor Ort aus. Es könnte durchaus sein, daß dich das Ergebnis überrascht.

Liebe Grüße,
Axel


[Beitrag von sommerfee am 03. Jun 2004, 08:20 bearbeitet]
micha_D.
Inventar
#25 erstellt: 03. Jun 2004, 08:49
Hallo

Der Lautsprecher ist die Elektrotechnisch gesehen minderwertigste Komponente.Der LS hat die unsägliche Aufgabe
elektrische Energie in mechanische Arbeit umzuwandeln.Deshalb ist der LS das schwächste Glied in der Kette und demzufolge auch als solches anzusehen..Die einfachste Elektronik arbeitet um "Lichtjahre"präziser.......Deswegen kommt die meiste Klangbeeinflussung vom Lautsprecher...mit der zugehörigen Raumakustik! Wenn die Lautsprecher einen Niedrigen Qualitätsstandart haben,dann klingt der Weltbeste CDP genau so wie der von Aldi für 29 Euro! Ist auch ganz einfach festzustellen....Das GUTE Quellgerät mal an die Kompakte von Sharp dran.. Anschließend die GUTEN Boxen dran...

Da stellt sich dann ganz schnell die höhere Gewichtung heraus! Die Restkette muss natürlich auch noch stimmig sein..wenn auch nur ein "Falscher"Ton stört,kann einem das Klangerlebnis komplett vermiest werden..

Gruß Micha


[Beitrag von micha_D. am 03. Jun 2004, 09:01 bearbeitet]
Jazzy
Inventar
#26 erstellt: 03. Jun 2004, 10:30
Hallo Deziberl!
Das ist natürlich Unsinn,durch schlechte Boxen kann man keine gute Quelle hören. Alles muss aufeinander abgestimmt sein.
Hat man aber ein zu kleines Budget,spare man nicht an den Boxen! Hat man dann allerdings sehr gute Boxen,will man auch gute Verstärker und Quellgeräte,denn nun hört man es wirklich deutlich.
So ging es jedenfalls mir.
micha_D.
Inventar
#27 erstellt: 03. Jun 2004, 10:38

Hallo Deziberl!
Das ist natürlich Unsinn,durch schlechte Boxen kann man keine gute Quelle hören. Alles muss aufeinander abgestimmt sein.
Hat man aber ein zu kleines Budget,spare man nicht an den Boxen! Hat man dann allerdings sehr gute Boxen,will man auch gute Verstärker und Quellgeräte,denn nun hört man es wirklich deutlich.
So ging es jedenfalls mir.



Präzise Ausgedrückt!


Gruß Micha
Deziberl
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 03. Jun 2004, 10:53
Sorry, ihr habt mich mißverstanden.
Ich sagte "subjektiver" Klangeindruck. Beim Betreten des Hörraums standen dies Billigstboxen einfach so rum und ich hätte meine Eier verwettet, daß es niemals diese Kübeln sein können. Klar, anschließend war´s um Ecken besser, aber es war doch verblüffend.
Eigentlich wollt´ich damit nur sagen, daß die meisten Leute ihr HiFi-Pferd falsch herum satteln und die meisten Lautsprecher ohnehin nicht ausgereizt sind.

Frage: seid ihr mit euren Be-Urteilen von wegen "Unsinn" immer so schnell? Oder liegt´s an meiner etwas umständlichen Schreibe?

P.S:
Ein Freund von mir fährt auf Mark Levinson Vorstufe, 2x Pass-Aleph Mono-Blöcke, hat ´nen Proceed(?) CD-Player und einen Sota-Saphyre Plattendreher mit ´nem sauteuren Arm und MC-System.
Seine Boxen?: Altec-Lansing(2-Weg), ich glaub´Baujahr ´78, und zwar Regalboxen(zumindest von der Größe her).
Mit ihm high-endle ich schon seit Jahren, doch keine noch so teure Box klingt in seinem(zugegeben kleinen)Raum so, daß er sich von diesen Teilen trennen würde.

Ansonsten nehm ich euch das esoterische "Unsinn" nicht übel. Ihr seid sicher begnadete Kenner der Materie, aber von mir Erlebtes und Empfundenes als "Unsinn" abzutun halt ich einem Neuling gegenüber schlichtweg für unhöflich.
Ich bin eh so sensibel....
kalia
Inventar
#29 erstellt: 03. Jun 2004, 11:16
Hallo
Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass man keine Komponente isoliert sehen sollte.
Meiner Erfahrung nach können auch qualitativ hochwertige Lautsprecher an einem hochwertigen Verstärker bescheiden klingen, wenn die Kombination nicht stimmt. Günstigere Lautsprecher können aber auch durch einen guten Verstärker/Quelle ganz ungeahnte Qualitäten entwickeln.
Ich hab mal meine ausrangierten Linn Index an einen guten Verstärker eines Freundes gehängt, ich war mehr als erstaunt, was die können. Dennoch würde ich es komisch finden (LS 400.-von 1988/amp 3300.-1999)

Wichtig ist, dass die Kombination passt. Eine pauschale Aussage würde ich nicht machen.
Ganz wichtig finde ich, dass man ein Ziel vor Augen, und sich erst mal darüber bewusst wird, was man eigentlich will. ("Guter Klang" ist ja ein weitgestreutes Feld)und dazu gehört einfach viel Probehören.

Ich denke aber auch, dass die Lautsprecher einen gewissen Mindeststandard haben sollten. Für Anfänger ist es sicherlich sinniger erst mal mehr in Diese zu stecken.

Gruss Lia
Fidelio
Stammgast
#30 erstellt: 03. Jun 2004, 11:28
Hallo Deziberl,


von mir Erlebtes und Empfundenes als "Unsinn" abzutun halt ich einem Neuling gegenüber schlichtweg für unhöflich.


das wirst Du allerdings noch häufiger erleben.

Besonders wenn Leute mehr ihrem Taschenrechner und Lehrbuch vertrauen wie ihren Herzen und Ohren.

Ich hatte die Boxen als wichtigstes Element angegeben, da diese eine Grundeigenschaft unabdingbar besitzen müssen, um überhaupt Musik (nicht Klang!!!) glaubhaft vermitteln zu können. Nämlich Lebendigkeit.

Wenn diese gegeben ist, dann ist die "absolute" Qualität (Frequenzgang u.ä.) nicht mehr ganz so wichtig, wie bei einer transusigen Schnarchtüte von "Referenzlautsprecher", bei der der Klang immer beeindruckender werden muss, um die Unfähigkeit Musik zu machen zu vertuschen.

Ist aber eh alles nur gelogen. Ich muss nur meine Boxen schönreden, weil ich mir keine besseren leisten kann.

Beim Beispiel mit der Edelkombi an der Altec-Lansing ist es sicher genauso.

@lia:


Ich denke aber auch, dass die Lautsprecher einen gewissen Mindeststandard haben sollten. Für Anfänger ist es sicherlich sinniger erst mal mehr in Diese zu stecken.


hoppla, da haben wir wohl gerade das selbe gedacht, während ich am Schreiben war.
Albus
Inventar
#31 erstellt: 03. Jun 2004, 11:37
Tag,
dann grabe ich auch in Erinnerungen, weil mit MAIM, LINN, B&W-Matrix verbunden.

Beim örtlichen NAIM-Großmann auf Suche nach LS. Wir, der interessierte Verkäufer und ich, wählten eine Schallplatte, Mendelsohn, Violinkonzert, op. 64, e-moll, DG-Aufnahme, mit Wyung-Cha-Shung etc. LS, Standlautsprecher von Mission, grad sehr gelobt, Verstärker zuerst ein simpler Naim Nait, frühe Version (ja, etwas her), DM 600 oder so (damals schon etwas Geld), Plattenspieler Linn mit zuerst Ortofon ..., dann (an Vorstufe) Troika. Einvernehmliches Urteil: ein Geschmauchel mit Violine. Man hangelte sich alsdann im Verstärkungs-Bereich der Anlage hoch, einfache Vor-End, dann Vor- und doppelte Endstufen, dann Netzteile ... erst in der höchsten Ausbaustufe, DM 36.000, damals, fanden wir: "Ah, das mulmende Orchester taucht auf!". Noch waren's die AnfangsLS. DM 600 gegen DM 36.000 - der Preis für den Fortschritt.

Dann hatten wir die Mission-LS gewechselt gegen gerade Furore machende B&W Matrix, StandLS, nicht viel anders, der Klangeindruck. Gemeinsam erkannten wir nach weiteren Hörvergleichen, dass das Troika keine Bruststimme einer mir persönlich bekannten Sängerin zu Gehör bringt, obgleich auf der Platte, die hatte ich - natürlich - dabei.

Ende vom Lied? Der Verkäufer bedankte sich für die interessante Vorgehensweise und ich kaufte ihm ein NAIM-Kabel ab, Cinch und DIN-Stecker.

Worauf es letztendlich ankommt, das kommt fallweise draufan.

MfG
Albus

PS: Die Gruppe Dradiwaberl hatten wir auch gehört: "Psychoterror" und "Ausgeflipter Lodenfreak", Kottan ermittelt. Heute nicht mehr.
A.


[Beitrag von Albus am 03. Jun 2004, 12:12 bearbeitet]
micha_D.
Inventar
#32 erstellt: 03. Jun 2004, 11:59
Für ein gleichwertiges übles Ergebnis hätte ich dann die billigste Variante gewählt. oder garnix von beiden..und auch lieber die Strippe genommen.


Micha
Deziberl
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 03. Jun 2004, 12:05
Jaja, die guten alten Zeiten mit Austro-Zappa Stefan Weber und seine "Drahdiwaberl". Nett
Stimmt schon, das Gesamtbild muß passen.
Für mich ist aber der Ausgang der Töne, also die Quelle und eigentlich vorher noch der Tonträger, das Ursprungssignal, daß dann natürlich so natürlich wie möglich weitergeleitet und dann von den LS in Schall umgewandelt werden soll. Großartiges hat da übrigens meinse Vaters alter Mono-Röhringer im Nußholzkasten geleistet, ich schwelge heute noch in Erinnerung ans "Betthupferl" des Rundfunks - seine Meßdaten?

Mir geht es übrigens sehr wohl um die Interpretation der jeweiligen Musik, um den Inhalt und um die Form dann in zweiter Linie, sonst dürft´ ich mir meine alten Errol Garner solo-pianos oder andere alte Aufnahmen nicht anhören.
Ansonsten:
1., Quelle
2., Amps
3., LS

...und die passenden Verbindungen

...übrigens, wer Lust auf ´nen Wien Trip mit umfangreichster musikalischer Dauerbeschallung hat, der möge sich am 19.6. nach Wien begeben. Mit einem Ticket kann man in der "Langen Nacht der Musik" an bekannten Wiener Veranstaltungsorten(Konzerthaus, Oper,.....) die feinsten Konzerte und Gigs hören. Vom Rock über Klassik bis Jazz. Bekannte und weniger Bekannte Künstler treten auf.
Info: www.orf.at (unter events)

Wem´s um Musik geht.....

lg aus Wien
Leisehöhrer
Inventar
#34 erstellt: 03. Jun 2004, 12:51
Hallo,

ich habe bisher die Erfahrungen gemacht das an erster Stelle die Raumakustik steht. Dann kommt lange garnichts.
Wenn dann die Anlage kommt sind die Boxen am meissten für den Klang bestimmend. Verstärker dann noch ein bisschen.
CD Spieler fand ich keinen Unterschied von 200 Euro Gerät zu 600 Euro Gerät.
Aktivlautsprecher sollten ausprobiert werden. Vorverstärker gibt es z.B. von Cambridge noch für 300 Euro.
Oder gleich den kleinsten Vollverstärker von Cambridge für 300 Euro. Der hat Vorverstärkerausgang.

Gruss

leisehörer
Oliver67
Inventar
#35 erstellt: 03. Jun 2004, 12:52
Jetzt sind wir im schönsten philosophischen Streit:

Quellengedanke (klassischer Linn LP12 Hörer) gegen Kettengedanke (nur eine ganz bestimmte Anlage, die genauestens abgestimmt sein muß)gegen Lautsprecher-Philosophie.

Im Zeitalter des CD-Spielers und der neutralen Verstärker (ich bitte darum, mal einen Blindtest zu machen, mein letzter war - wieder - sehr ernüchternd) halte ich den Lautsprecher für das wirklich wichtige Glied, unter der Voraussetzung, dass der Verstärker die LS adäquat bedienen kann (Laststabil, genug Watt, etc.).

Das zweite wirklich Wichtige sind Absorber! Kosten nur ein paar hundert Euro, haben aber den Effekt von Tausenden.

Oliver
allgemeinheit2
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 03. Jun 2004, 13:03

Das zweite wirklich Wichtige sind Absorber!

Janz genau so isses.

Bzw. wie der Cara-Chefentwickler sagte:
Wenn der Lautsprecher Faktor 1 ausmacht,
dann macht der Raum Faktor 2-3 aus (insofern wäre also zuerst der Raum zu optimieren, bevor man überhaupt eine Anlage kauft)

Seit ich Sofa und Boxen von den Wänden weg habe und das ganze leicht schräg im Raum steht (Cara läßt grüßen), giebt's am Hörplatz vieeeel weniger dröhn.
US
Inventar
#37 erstellt: 03. Jun 2004, 13:16
Hi,


Ich bin eh so sensibel....

Sensibilität ist keine gute Voraussetzung für Überleben in einem Hifi-Forum
Gegenüber Esoterik-Geschwurbel ist eine gewisse Dickhäutigkeit vonnöten

Der "Kettengedanke" ist eine nette Marketingidee eines Plattenspielerverkäufers, die auf fruchtbaren Boden fiel, besonders in esoterisch angehauchten Zirkeln.

Prinzipiell ist das ja auch vollkommen richtig, das schwächste Glied zu optimieren.
Nur ist das halt IMMER Raum und Lautsprecher. Lineare und Nichtlineare Verzerrungen von Schallwandlern sind um Dimensionen schlechter, als bei irgendeinem Cd-Player.
Welcher CDP (außer einige HaiEnt-Gurken) weist Amplitudenabweichungen im ganzzahligen dB-Bereich auf?
THD im Prozentbereich?
Phasendrehungen im Baß von 360° und mehr?

Ich kenne solche Tests mit "Billigboxen" und k€-Elektronik auch. Diese zeigen oft zweierlei:
Viele HaiEnt-Boxen sind maßlos überteuerte Fehlkonstruktionen. Und manche Zeitgenossen sind genügsam bei ihren klanglichen Ansprüchen

Es wäre also mal Zeit für einen Test zwischen verschiedenen Quellgeräten.
Früher gab es diese in Hifi-Zeitschriften. Dabei konnte in einem Blindtest nicht zwischen Schallplatte und CD unterschieden werden. Oder zwischen MC und CD.

Gruß, Uwe
Deziberl
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 03. Jun 2004, 13:31
Hmmm, bitte um Aufklärung was Absorber betrifft. Ich kenn so etwas nicht.
Mache immer wieder mal Blindtests. Es gibt da einen Händler, der immer wenn ich ihn besuche, versucht mir zu beweisen, daß ich blind die Geräte nicht unterscheiden kann. Letztens wieder. Ich hab ihm auf den Kopf zugesagt, daß es wie ein billiger CD-Spieler klingt, der über einen Röhrenverstärker gespielt wird.
Was war´s? Ein uralter Fisher-Röhreverstäker(The Fisher, geiles Teil, nis dato mir unbekannt)gespielt über einen tragbaren CD(!) Player. Er war sauer.
Vielleicht liegt´s daran, daß ich mich wirklich intensivst seit meiner Kindheit mit Musik beschäftige und auch selber welche mache(Klavier u. Schlagzeug,Percussion - hobbymäßig), einreden tu ich mir sicher nix, washätt´ich davon? Ursprünglich wollt ich mir ja nur eine neue Anlage kaufen, via probehören. Nach einem Jahr testen ist´s naim geworden. Eine Marke die ich vorher nicht einmal kannte! Mein Hifi-Horizont hielt Sony für das allerallerbeste.

Aufgehört hab´ich erst, als der hörbare Qualitätssprung Sprung mein Budget noch mehr belastet hätte, als ohnehin schon.

Jetzt denk ich dran, Hi-Caps zu besorgen, um meine Vorstufe und den CD extern zu bestromen - hab´s getestet und die Verbesserung war deutlich. Jetzt heißt´s sparen

Was soll´s. Philosophie ist bekanntlich das Streben nach Weisheit. Und um die geht´s gar nicht mehr, sondern um individuelle Eindrücke.

Was den Hörraum betrifft so geb´ich euch uneingeschränkt recht. Wer sich hochwertige Komponenten kauft sollte zuerst für den geeigneten Platz sorgen um seine Teile so optimal wie möglich zu plazieren.
Und dann würd´ich wieder sagen:
Quelle>Amps>Speaker>>>aufeinander abgestimmt, richtig verkabelt und.....chillout. Das kann auch heißen, daß man mit Bose und Baßwürfel fähr, wenn´s einem gefällt, oder.....

Wenn´s CD Spieler um 200 Eier gibt, die so gut klingen wie mein alter naimCD3, dann bitte ich um Vorschläge - ich kenn keinen. Mit SACS und Audio-CD hab´ich allerdings noch keine Erfahrung. Die dürften allerdings mehr kosten.

Und übrigens: Das einzige von Linn sind meine Boxen und die hab´ich vermutlich noch sehr lange, weil sicher noch nicht ausgereizt.(Keilidh)

Grüße aus Wien
sommerfee
Hat sich gelöscht
#39 erstellt: 03. Jun 2004, 13:40

CD Spieler fand ich keinen Unterschied von 200 Euro Gerät zu 600 Euro Gerät.


Ich in der Regel auch nicht, ob man den 200 Euro-Spieler von Yamaha oder den 600 Euro-Spieler kauft, ist IMHO im wesentlichen Banane. Aber höre dir z.B. mal die kleinsten Spieler von Herstellern an, die im Hochpreissegment rumwildern! Ein kleiner Naim, ein kleiner Linn und plötzlich sieht die Unterschiede-Welt ganz anders aus! Von Cambridge-Spielern habe ich auch allerhand gutes gehört, selber aber solch ein Gerät noch nicht mit den Ohren vernommen.

Liebe Grüße,
Axel
kalia
Inventar
#40 erstellt: 03. Jun 2004, 13:42
Ich glaube, hier wird aneinander vorbei geredet.
Eine sorgfältige Auffstellung + eine Ausseinandersetzung mit dem Raum ist, egal bei welcher Philosophie, so oder so Grundvorraussetzung.
Ich habe in den letzten Jahre viele Verstärker gehört und konnte trotz ähnlicher Wattzahl + Laststabilität für mich erhebliche Unterschiede ausmachen.
Diese Unterschiede sind sehr fein, für mich aber ausschlaggebend, nämlich in der Art des Berührens der Wiedergabe, der Musikalität.
Von Blindtests halte ich nicht so viel, da ich mich da eher auf Details versteife und es nicht hinkriege die Musik als Ganzes wahrzunehmen (vielleicht der Druck etwas erkennen und beschreiben zu müssen?)
Ich höre eher in Ruhe eine Stunde das eine Gerät, dann mal wieder das andere.. und versuche gerade nicht mich auf Details zu konzentrieren sondern in der Musik zu versinken. Das kann unter Umständen Tage dauern. Und ganz klar, die teureren Gerätschaften sind nicht zwingend für mich die Besseren. Der Quellengedanke und der Kettengedanke schliessen sich nicht aus (oder kennst du jemanden, der einen LP12 an einen x-beliebigen Verstärker + Lautsprecher hängt???)Ich halte die Quellen, neben der Kette auch für extrem wichtig, es ist halt dieser kleine, aber feine Unterschied. Gut klingen können viele Geräte, mich wirklich berühren nur recht Wenige.


(insofern wäre also zuerst der Raum zu optimieren, bevor man überhaupt eine Anlage kauft)


Ich denke, es ist schon besser zu hören was man optimiert...
Bei Raumoptimierung gibt es m.E. genausowenig pauschal gültige Aussagen.
sommerfee
Hat sich gelöscht
#41 erstellt: 03. Jun 2004, 13:43

Jetzt sind wir im schönsten philosophischen Streit:

Quellengedanke (klassischer Linn LP12 Hörer) gegen Kettengedanke (nur eine ganz bestimmte Anlage, die genauestens abgestimmt sein muß)gegen Lautsprecher-Philosophie.


Und das lustige daran ist, daß IMHO alle auf ihre ur-eigene Art und Weise irgendwie recht haben

Es bleibt alles wie es schon immer war: Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters, oder in diesem Falle in den Ohren.

Und natürlich: Versuch macht kluch.

Liebe Grüße,
Ax"Phrasendrescher"el
Jazzy
Inventar
#42 erstellt: 03. Jun 2004, 13:56
@Deziberl: okay,wenn das nur deine subjektive Meinung war,entschuldige bitte.
Aber wenn es als Tipp gemeint war ist es doch wenig sinnvoll. Sanyo-Boxen! Kannst du denn durchs Telefon eine Anlage beurteilen? Eben.
Ich bin übrigens intensiver Musikhörer(auch viel Jazz und Klassik),kein Holzohr oder Messwertehörer.
Aber das waren andere.
Deziberl
Ist häufiger hier
#43 erstellt: 03. Jun 2004, 14:01
Nochmal:
Ich betrete einen Hörraum, höre akzeptables, aber nichts überragendes und auf die Frage des beraters, welche Boxen das wohl sein mögen hätt´ich auf alles getippt, aber nie und nimmer auf diese Büxen. Ich würde so etwas nicht empfehlen.
Es war eine Metapher für:
Die wenigsten wissen, was in ihren Boxen überhaupt drinnen steckt.....
...simma wieder alle gut mit´nander?
Grüße aus wien
Leisehöhrer
Inventar
#44 erstellt: 03. Jun 2004, 18:34
Hi,

das Auseinandersetzen mit Raumakustik ist nicht selbstverständlich. Ich erlebe immer wieder , auch im Forum, das akustische Klangbeeinflussung unterschätzt wird.
Und solange das unterschätzt wird sollten zumindest bei denen die da nichts tun oder keinen entsprechenden Raum haben die Klangunterschiede von CD Spielern und Verstärker unwichtig sein. So jedenfalls denke ich darüber.

Gruss

leisehörer
Deziberl
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 03. Jun 2004, 18:44
@leisehörer

Raumakkustik....
Und solange das unterschätzt wird sollten zumindest bei denen die da nichts tun oder keinen entsprechenden Raum haben die Klangunterschiede von CD Spielern und Verstärker unwichtig sein.


...damit kann ich gut leben.


[Beitrag von Deziberl am 03. Jun 2004, 18:56 bearbeitet]
Evangelos*
Stammgast
#46 erstellt: 03. Jun 2004, 19:56
Hallo zusammen,

also ich denke auch, das die gesamte Kette und die Raumakustik passen sollte, damit es entsprechend klingt.
Ich hab ein echtes Negativ-Beispiel:

Ein guter Freund von mir hat sich vor ein paar Jahren die
Infinity Kappa 9.2 gekauft (Angebot im Blödmarkt für etwa 4000,- DM) und war total happy, rief mich an ich sollte mal
mit aufbauen helfen. Das mußte er mir nicht zweimal sagen.
Nachdem die Monster endlich ausgepackt waren und aufgebaut
in seinem Wohnzimmer ( L-förmig ca. 65 m2 gefliest mit viel Fensterfläche und eine Galerie)standen kam dann der große
Moment und er legte die erste CD ein. Die Erwartung war entsprechend groß........und die herbe Enttäuschung noch viel größer.......die Kappas klangen einfach nur sehr bescheiden...sein Gesicht entsprechend. Die Kette in seinem Fall: ein billig CD-Player und ein kleiner Yamaha-Verstärker der bei etwas mehr Lautstärke sofort in die Knie ging und Standardstrippen. Dann hab ich ihm erklärt, er braucht für diese Monster schon eine Vor/Endverstärkerkombi die sehr Laststabil sein muss!!! Gekauft hat er sich dann
denn größten Yamaha Vollverstärker auch wieder im Angebot (im Blödmarkt)für etwa 1500,- DM, weil alles andere zu teuer sei...!!!??!!! Meiner Meinung klang es immer noch sehr enttäuschend für solche Lautsprecher, ging jetzt aber etwas lauter und er war so halbwegs zufrieden....naja...!!!!
Mittlerweile hat er sich ein paar mal dieHochtöner zerschossen und will die Monster nun verkaufen.
Aber hier hat garnichts gestimmt: weder der Raum (hallt sehr) noch die Quelle und schon garnicht der Verstärker zu den Boxen.

Fazit: Die dollsten Boxen klingen bescheiden wenn der Rest nicht miteinander harmoniert!!!!!!!!!!!

viele Grüße

Evangelos
PS: Weiss jemand was ein neuer Hochtöner für die Kappas kostet, weil den will er vor dem Verkauf ersetzen (bislang gings ja immer auf Garantie)
Moonlightshadow
Inventar
#47 erstellt: 03. Jun 2004, 20:11
@Deziberl:

Nur zu deinen Fragen. Die relativ preiswerten Cambridge Player erreichen ungefähr das Niveau des alten CD 3. Allerdings kann nur der CD 3.5 durch ein Hicap aufgerüstet werden, der alte CD 3 nicht.

Übrigens sind in meiner Kette die Amps mit Abstand am teuersten.

@Albus H

Einige deiner Konstellationen sind IMHO mit Naim-Verstärkern anschlussbedingt nicht möglich, aber ich glaub dir trotzdem.

Grüsse


[Beitrag von Moonlightshadow am 03. Jun 2004, 20:24 bearbeitet]
allgemeinheit2
Hat sich gelöscht
#48 erstellt: 03. Jun 2004, 20:24


Fazit: Die dollsten Boxen klingen bescheiden wenn der Rest nicht miteinander harmoniert!!!!!!!!!!!

Janz genauso seh' ich's auch.
Und daher habe ich bei meinem Super-beschissenen Hörraum (ich mag halt Parkett, kahle Wände, wenig Einrichtungsgegenstende) und bei meinem Gehör (schwerhörig) die Maximal-Preisgrenze recht tief bei max. 800 Euro/Box angesetzt (Receiver: 500 Euro; alter CD-Player (500 DM); neuer DVD-Player (140 Euro))

Und wie's klingt? Recht brauchbar für so einen Abhörraum.
Auf dem Balkon allerdings (ohne Reflexionen etc.) klingt's
5x besser - wenn's nur draussen nicht hin und wieder so kalt/feucht wäre...
kalia
Inventar
#49 erstellt: 03. Jun 2004, 21:39

Und solange das unterschätzt wird sollten zumindest bei denen die da nichts tun oder keinen entsprechenden Raum haben die Klangunterschiede von CD Spielern und Verstärker unwichtig sein. So jedenfalls denke ich darüber.

Hmm, okay, wenn jemand gar nicht bereit ist sich mit dem Raum und der Aufstellung auseinander zusetzen, mag das zutreffen.
Das wären Perlen vor die Säue.
Andererseits kann man am Raum Stück für Stück was verändern, und ich hab schon ein paar Leute durch einfaches Verrücken der Lautsprecher von der Wichtigkeit der richtigen Aufstellung überzeugen können. Kompakte werden auch immer wieder gerne sehr wandnah in Regale gestellt(und dröhnen vor sich hin). Mit einem normalen, stabilen Küchenstuhl halbwegs gut aufgestellt, stellt sich dann Erstaunen ein.
(Nicht, dass das meine erste Amtshandlung in jeder Wohnung ist, ich kriege nur öfter zu hören: ja du, mit deiner Highend-Anlage...)
Bei einem unpassenden Verstärker kann ich da nur passen.
Gerade, wenn man weiss, wie der Lautsprecher klingen könnte, finde ich sowas ärgerlich.
Ich mag übrigens eigentlich auch lieber kahle Räume und Parkett - mittlerweile habe ich Teppich und recht viele Vorhänge...irgentwie muss man halt mit Kompromissen leben
Gruss Lia
Deziberl
Ist häufiger hier
#50 erstellt: 04. Jun 2004, 04:35

Gerade, wenn man weiss, wie der Lautsprecher klingen könnte, finde ich sowas ärgerlich.



....nix anderes wollt´ich mit meinem Sanyo-Boxen Beispiel von weiter oben sagen.
Wenn´s net paßt trennen sich viele zuerst von ihren Boxen. Ohne zu wissen was in den Dingern bei richtiger Handhabung drinnen steckt. Ich hab vor Jahren so auch mein Lehrgeld bezahlt.....
Deziberl
Ist häufiger hier
#51 erstellt: 04. Jun 2004, 04:47

Nur zu deinen Fragen. Die relativ preiswerten Cambridge Player erreichen ungefähr das Niveau des alten CD 3. Allerdings kann nur der CD 3.5 durch ein Hicap aufgerüstet werden, der alte CD 3 nicht.


Mit dem Brustton der Überzeugung?

Im ernst:
Hab´s ausprobiert: trifft eindeutig nicht zu - nicht in meiner Kette, nicht bei mir zu Hause. Dieses G´schichtl wollt´mir ein Händler auch schon drucken, dann hat er´s auch mit einem Röhren-CD versucht(war aber net billig). Wenn halbwegs was mitgekommen ist, dann waren´s die Geräte von Arcam.
Der alte CD 3 kann meines Wissens schon mit einem externen naim Netzteil bestückt werden, ebenso wie meine 90er. Ob´s die Hi-Cap, Flat Cap, Snait oder ä. ist, weiß ich nicht. Ich bin da noch nicht so bewandert, hab´ich mich ja bisher auf´s Urteil eines Händler-"Experten" verlassen - und damit war ich verlassen.....
2004 hat mich mein CD 3 kurzfristig verlassen(neu gekauft 1995)- Wandler hin(obwohl das Teil relativ wenig läuft, bin eher analog unterwegs). Es wurde ein neuer Wandler reingetan, der angeblich um einiges besser ist, obwohl ich schon vorher sehr zufrieden war.

....morgendliche Grüße aus dem zur Zeit wieder trockenen Wien.
Hat hohe Luftfeuchtigkeit auch Auswirkungen auf die Raumakkustik - wenn´s Wasser bis zur Fensterunterkante steht? Heuer schwimmt ja die Schweiz - baldige Besserung wünscht ein Vorjahrsgeschädigter...


[Beitrag von Deziberl am 04. Jun 2004, 04:49 bearbeitet]
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