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Vorteil Hifi-Händler

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Autor
Beitrag
Mr.Stereo
Inventar
#1 erstellt: 21. Sep 2004, 09:34
Muss an dieser Stelle mal ne Lanze für den Einzelhandel brechen. Mir fällt hier im Forum, aber auch im Dschungel da draußen auf, dass mißverständlich mit dem Einzelhandel umgegangen wird. Der Hifi-Händler um die Ecke wird oft als arrogant, zu teuer, schlecht sortiert, usw. tituliert, aber man nutzt dann trotzdem seine Beratung und die von ihm angebotenen Hörvergleiche, um sich ein Bild zu machen.
Gekauft wird dann aber bei Ebay oder beim Billigversender.
Leute überlegt doch mal, wo das hinführt, und auch vielerorts schon hingeführt hat! Der Einzelhandel wird in dieser Form weiter aussterben, schon jetzt beklagt man sich unter anderem hier, dass man für seine Hörtests so weit fahren muß. Wo wollt ihr euch also in Zukunft beraten lassen, wo Geräte anfassen, ausprobieren, probehören. Wo gibt man euch mal nen Geheimtipp oder hilft euch bei der Aufstellung der Anlage. Ein guter Händler kann euch auch helfen, Geld zu sparen - ja wirklich - indem er euch richtig berät, und so einen teuren Fehlkauf erspart.
Wenn es also irgendwann keine Hifi-Fachgeschäfte mehr gibt, müßt ihr eure Informationen aus der Werbung oder pseudoneutralen Testzeitschriften beziehen, und der Tipp "dann geh dir die Boxen doch einfach mal bei deinem Händler anhören bevor du sie dann bei Ebay kaufst" bekommt dann etwas zynisches.
Ihr könnt dann natürlich noch zu den dicken Märkten rennen, wo sich die Beratung oft auf die Nennung des Preises reduziert, und der dort vom Mainstream bestimmten Auswahl fröhnen.
Viel Spass
Oliver67
Inventar
#2 erstellt: 21. Sep 2004, 09:53
Deinen Ausführungen kann ich nur zustimmen - nicht nur im HiFi-Bereich. Das Thema hatten wir zwar schon ziemlich oft (bis hin zu Anhören um die Ecke und Direktimportieren aus China), aber es ist wichtig genug, es den Schnäppchenhaien immer wieder zu sagen. (Diese Meinungsäußerung mache ich nicht als Moderator)

Oliver
aveli
Stammgast
#3 erstellt: 21. Sep 2004, 11:25
Mit der Ungerechtigkeit werden die HiFi-Händler leben müssen...

Probehören beim Händler ist ohnehin nicht das Wahre.
Teufel machts gut. Bestellen, Probehören (IN DEM RAUM, WO SIE WIRKLICH HINSOLLEN) und dann entscheiden.
Der Einzelhandel wird ohnehin aussterben. In vielen Bereichen. In den Blöd- und Geizmärkten findet man bald nur noch den Billigschrott für den Mainstream.
That's the way it is, that's the way it goes...


[Beitrag von aveli am 21. Sep 2004, 11:26 bearbeitet]
rubicon
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 21. Sep 2004, 11:38
Möchte den Ausführungen von Mr Stereo und Oliver67 völlig zustimmen. Diese "Geiz-ist-geil"-Mentalität, die Jagd nach vermeintlich Schnäppchen, ohne die Möglichkeit einer ausführlichen Beratung und Vorführung zu Hause unter seinen eigenen Bedingungen kann langfristig gesehen nur zu Enttäuschungen führen. Da wird oft die Katze im Sack gekauft, dubiose Garantieversprechen gegeben, im Reparaturfall steht der Kunde im Regen.

Die Preise bei einem seriösen Händler sind zwar in der Regel höher, dafür ist man jedoch auf der sicheren Seite - und gute Händler lassen einen auch nach dem Kauf nicht alleine.

Ich möchte deshalb hier auch eine Lanze für den seriösen Einzelhandel brechen. Wir alle helfen damit auch im volkswirtschaftlichen Sinne...

Gruß
rubicon
Mr.Stereo
Inventar
#5 erstellt: 21. Sep 2004, 11:57
zu Aveli,
Teufel war nicht immer ein reiner Versender, zu Beginn gab es auch viele Einzelhändler, die sich für diese und andere Marken stark gemacht haben, auch wenn die dann heute meinen, auf das Engagement der Händler verzichten zu können.
Außerdem kann der Umtauschservice von 2-3 Direktvertrieblern
nicht die individuelle Beratung eines guten Händlers ersetzen.
Es gibt doch viele Leute, die überhaupt nicht wissen, was sie wollen, bzw. was der Markt überhaupt für sie zu bieten hat. Da kann ein geschickter (ich meine jetzt nicht schlitzoriger) Verkäufer, durch die richtigen Fragen doch viel besser das für den Kunden richtige ermitteln.
Wenn du krank bist, bestellst du dir ja auch nicht im Internet irgendein Medikament und probierst es dann 14 Tage aus, oder...
Eine individuelle Beratng ist in vielen Bereichen Goldwert, und da es bei Hifi oft um ein Stück Lebensqualität geht,sollte man hier nicht am falschen Ende sparen.
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 21. Sep 2004, 12:09

aveli schrieb:
Mit der Ungerechtigkeit werden die HiFi-Händler leben müssen...

Probehören beim Händler ist ohnehin nicht das Wahre.
Teufel machts gut. Bestellen, Probehören (IN DEM RAUM, WO SIE WIRKLICH HINSOLLEN) und dann entscheiden.
Der Einzelhandel wird ohnehin aussterben. In vielen Bereichen. In den Blöd- und Geizmärkten findet man bald nur noch den Billigschrott für den Mainstream.
That's the way it is, that's the way it goes...


Hallo aveli,

1. Ohne einen Vergleich hast du bei Ware die du zuhause hörst eigentlich nur die Chance einer Funktionsprüfung.

2. Schon mal überlegt, was passiert wenn es keine polypolistischen Marktzüge mehr gibt? Ich möchte als Verbraucher IMMER von guten Service und günstigen Preisen profitieren. In einem Atemzug. Wenn aber immer mehr verdrängt wird, wird irgendwann ein Preisdiktat kommen. Und garantiert nciht zum Vorteil des Kunden.

3. Viele Fachhändler probieren mit ihren Kunden solange rum, bis es beim Kunden passt! Es gibt verschiedene Vorangehensweisen.

Markus
Quetschi
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 21. Sep 2004, 12:17
ich habe meine erste Hifi-Anlage beim 'richtigen' Händler gekauft und hab damals (vor 10 Jahren) einen Weg von ca. 200km in Kauf genommen, da es in meiner näheren Umgebung (Bayerischer Wald) zu dieser Zeit noch keinen Händler gab.

Meine ersten Boxen gingen dann leider 3mal hintereinander kaputt, jedesmal war das Baßchassis der linken Box durch. Hab die Boxen dann stets zum Händler zurückgeschickt und umgehend Ersatz bekommen...

hätte ich mal interessiert was man mir im Media-Markt erzählt hätte wenn ich denen gesagt hätte dass bei meinen LS der Baß den Geist aufgegeben hat. da ich damals erst 16 war hätte die Antwort mit hoher Wahrscheinlichkeit so ausgesehen: "Tja, Junge, was sollen wir da machen?? ist doch klar dass du zu laut aufgedreht hast und die Dinger durchgeschossen hast..."

Mein Händler hat mir jedenfalls geglaubt und als ich dann zum 3. mal angetanzt bin hat er mir angeboten meine LS zum vollen Kaufpreis (nach 9 Monaten und 3 kaputten Baßchassis!!!) zurückzunehmen und ich mir andere aussuchen kann.... Gesagt - Getan.... und seitdem hör ich seit knapp 10 Jahren mit der gleichen Anlage und jeden Tag freut sie mich ein bisschen mehr...

Noch was:
nach 6 Jahren (die Boxen hatten 5 Jahre Garantie) ist mir eine der Anschlussklemmen abgebrochen, weil das Gewicht eines 6mm Kabels scheinbar doch etwas zu sehr daran gezerrt hatte. - Händler angerufen und nach 2 Wochen bekam ich 4-Stück neue Anschlussklemmen kostenlos zugeschickt!!

Irgendwann werde ich mir mal wieder was neues leisten, vielleicht einen neuen Verstärker oder neue LS... aber eins weiß ich gewiss: Ich werde wieder zum Händler gehen und mir da was neues holen und werd wie auch jetzt schon immer hämisch grinsend einen Blick in die 'Hifi'-Abteilung des hiesigen Media-Markts werfen, wenn sich so ein armer Mensch sich mit Wattzahlen vom Verkäufer bombadieren lässt...
Wolfgang_K.
Inventar
#8 erstellt: 21. Sep 2004, 12:30
Ich kenne in Nürnberg nur zwei Läden, wo man für sein Geld noch echte Leistung bekommt.

Kölbl und Kalb

Die Steiner Box

Ich würde mich gerne korrigieren lassen.

Bei KuK bin ich schon über zehn Jahre Kunde, ich habe mich bei denen noch nicht einmal bekauft. Nachdem ich 1994 schweren Herzen mein Saba 9241 digital verschrotten mußte, bin ich dann auf ein Geheimtip auf Kölb und Kalb gestoßen.

Fazit: Ein Laden der nichts zu wünschen übrig läßt, obwohl er nicht zu den Billigheimern gehört.


Tja es gibt nicht so viele von denen.....
Mr.Stereo
Inventar
#9 erstellt: 21. Sep 2004, 12:32
Hi Quetschi,
rührende Geschichte, die du da erzählst, aber im Ernst, mit Sicherheit kein Einzelfall. Solche Händler kann man durch eigene Kundentreue und wackere Empfehlungen gar nicht genug unterstützen... hoffe der hat die ganzen "bin doch nicht blöd und Geiz ist geil - Kunden überlebt.
Und falls es in einem der Blödmärkte einen solchen Verkäufer geben sollte, so hätte er mit Sicherheit nicht die Handhabe, mit seinen Kunden so umzugehen...Schade!
Quetschi
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 21. Sep 2004, 12:54
Rührend??? Wenn du's so nennen magst *ggg*

ich wollt in erster Linie meine positiven Erfahrungen mit meinem Händler hier schildern, wenn du beim Lesen in Tränen der Rührung ausgebrochen bist, dann sorry...

ne, also über diese Blödmärkte-Käufer kann ich mich erst dann nicht mehr wundern, wenn Sie Ihre BMW's, Mercedes und was weiß ich was beim Lidl oder Aldi um die Ecke kaufen.

ich hab damals meinen Händler vielen meiner Freunde empfohlen... gekauft hat von denen aber keiner was bei dem... und als ich dann sah, was sie sich immer so geholt haben, war ich irgendwie sogar froh dass sie meinen Händler nicht mit Fragen nach mehr Watt und mehr Bass-Bumms gelöchert haben... mal im Ernst, ein vernünftiger Händler würde mit dieser Clientel wohl eh nicht sorecht froh werden...


[Beitrag von Quetschi am 21. Sep 2004, 12:54 bearbeitet]
aveli
Stammgast
#11 erstellt: 21. Sep 2004, 19:22

Markus_P. schrieb:


Hallo aveli,

1. Ohne einen Vergleich hast du bei Ware die du zuhause hörst eigentlich nur die Chance einer Funktionsprüfung.

2. Schon mal überlegt, was passiert wenn es keine polypolistischen Marktzüge mehr gibt? Ich möchte als Verbraucher IMMER von guten Service und günstigen Preisen profitieren. In einem Atemzug. Wenn aber immer mehr verdrängt wird, wird irgendwann ein Preisdiktat kommen. Und garantiert nciht zum Vorteil des Kunden.

3. Viele Fachhändler probieren mit ihren Kunden solange rum, bis es beim Kunden passt! Es gibt verschiedene Vorangehensweisen.

Markus


Nun, wenn mehr Händler dieses Konzept des Daheimprobehörens hätten, könnte man wirklich aussagekräftige Vergleichshörungen machen.
Und wenn es das Daheimprobehören gibt, dann entsteht der gleiche Preiskampf zwischen den Herstellern. Ein weiteres Positivum. Die Schundhersteller wagen es gar nicht erst, solch einen Service anzubieten, weil sie dann meist in den Wohnungen entlarvt werden, wo die Akustik schwieriger ist, als in einem optimalen Hörraum beim Einzelhändler...

Man muss das ganze nur mit etwas mehr Weitsicht angehen...
bukowsky
Inventar
#12 erstellt: 21. Sep 2004, 19:42

Wolfgang_K. schrieb:
Ich kenne in Nürnberg nur zwei Läden, wo man für sein Geld noch echte Leistung bekommt.

Kölbl und Kalb

Die Steiner Box

Ich würde mich gerne korrigieren lassen.

Bei KuK bin ich schon über zehn Jahre Kunde, ich habe mich bei denen noch nicht einmal bekauft. Nachdem ich 1994 schweren Herzen mein Saba 9241 digital verschrotten mußte, bin ich dann auf ein Geheimtip auf Kölb und Kalb gestoßen.

Fazit: Ein Laden der nichts zu wünschen übrig läßt, obwohl er nicht zu den Billigheimern gehört.


Tja es gibt nicht so viele von denen.....


Hallo Wolfgang,
nachdem ich Deine "Saba-Leidensgeschichte" schon in einem anderen Thema gelesen habe, mache ich mir Gedanken um die Qualität der Reparaturwerkstatt. Ich wüsste - außer der nervigen Digitalanzeige, die man aber zumindest stilllegen könnte - wirklich keinen Grund, warum man ein solches Gerät nicht wieder repariert bekommen könnte. Soweit ich weiß, sind sämtliche Bauelement darin Standardbauteile, die man überall für kleines Geld kaufen kann.
HiFi_Addicted
Inventar
#13 erstellt: 21. Sep 2004, 20:18
Na ja bei uns in Gmunden (östrreich) ist die Versorgungssituation als sehr gut zu bezeichnen. Direkt in Gmunden gibts den Lifestyle Accoutics der hat gute Preise die Beratung ist sehr gut. Der Geschäftsführer ist selbst ein totaler (Kabel)freak (Van den Hul The First und Clearwater im Auto)und nimmt sich für die Problemchen der Kunden zeit.
Ich wollte mir ursprunglich eine Cambridge Azur 640 Verstärker kaufen um ~500€ dann hat er gemeint ich soll mir den Marantz PM7000 um 325€ anhohren wie der mir gefällt. Im vergleich war der Mazantz um einiges Dynamischer als der Cambridge immerhinn war ich von 0900-1800 im vorführraum. So solls sein. zu wohle des kunden einen billigeren verstärker verkauft.

MfG hiFi_Adicted
Darkness-GFX
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 21. Sep 2004, 20:41
Um mal meine unwichtige und völlig unpassende Meinung abzulassen - Gäbe es Händler die mit Vintage Modellen ihr Geschäft machen - ich wäre ihr bester Kunde.
Moosman
Stammgast
#15 erstellt: 21. Sep 2004, 22:11
Mr.Stereo und aveli haben beide recht!

dummerweise geht die allgemeinentwicklung sehr stark in richtung niedergang des einzelhandels: das gros der kunden denkt nämlich wirklich, dass geiz geil ist!
die logische konsequenz ist billigware und die entspricht dem geist der wegwerfgesellschaft.
blöd ist halt nur, dass gerade hifi vom grundkonzept her nicht mit dieser wegwerfmentalität vereinbar ist.
ergo wird hifi wohl in absehbarer zeit ein seltenes luxushobby sein. die meisten leute werden sich dann wohl mit aus heutiger sicht minderwertiger klang- oder zumindest verarbeitungsqualität ohne raum für individualismus zufrieden geben (müssen). man sieht es ja schon heute bei den geräten, und auch die popmusik bewegt sich auf eine breite inhaltslosigkeit zu...

...na, wir werden sehen.
aveli
Stammgast
#16 erstellt: 21. Sep 2004, 22:31
Ich sage nicht, dass man sich im Internet Billigware bestellen soll. Nur wie ich bereits anführte:
Wenn ein Hersteller wie Teufel die Möglichkeit bietet, sich das Zeug zu Hause anzuhören und man so einen WIRKLICHEN Hörtest machen kann, dann ist das wesentlich besser, wie wenn man sie nur in einem optimalen Hörraum testen kann.
Und außerdem, warum soll man teilweise wesentlich mehr für eine Box zahlen, wenn man die GLEICHE Box (also keine Billig ware, sondern den gleichen hochwertigen Artikel) im Internet ein gutes Stück günstiger haben kann?
Das nennt sich dann freie Marktwirtschaft.

Wie gesagt. Die Zukunft liegt im daheim probehören und Entscheiden. Die Pseudo-Checker aus dem Einzelhandel werden früher oder später aussterben...
Vor dem Fortschritt braucht man keine Angst haben. In der Geschichte sind schon einige Wirtschaftszweige ausgestorben, weil sie überflüssig wurden.
Und zur Geiz-ist-geil-Fraktion ist zu sagen, dass die ohnehin für alles in den Baumarkt, Blödmarkt oder Supermarkt gehen. Solche Leute hören nicht Probe, sondern vergleichen NUR den Preis. Das ist traurig, aber der Anspruch der Bevölkerung sinkt ja in allen Bereichen des Lebens. Aber nu Schluss hierzu, sonst wirds schon fast ein Philosophie-Thema...
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 21. Sep 2004, 23:11

aveli schrieb:
Man muss das ganze nur mit etwas mehr Weitsicht angehen...


Hallo,

aveli. Du sagst es!
Direktversender entziehen sich schon heute weitesgehend einer Vergleichbarkeit und gehen ihren eigenen Weg. Ob das immer zum Vorteil des Kunden ist/bleiben wird usw. muss jeder für sich selbt beantworten.

Aber langfristig kann man dann besser "seinen " Preis diktieren. Die "Gefahr" besteht. Oder etwa nicht?

Markus
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 21. Sep 2004, 23:18

aveli schrieb:

Wie gesagt. Die Zukunft liegt im daheim probehören und Entscheiden.


Hallo,

das ist eigentlich früher noch mehr im Handel Usus (Üblich) gewesen als heute. Heute gibt es zu Recht die Angst des Händlers ausgenutzt zu werden. Weil geiz ist ja inn.

Man hat nur vor 20 Jahren seine positiven Eigenschaften als Händler nicht nach vorne bringen können.

Es ist somit üblicher als du denkst, aveli!

Markus
aveli
Stammgast
#19 erstellt: 21. Sep 2004, 23:28

Markus_P. schrieb:

Aber langfristig kann man dann besser "seinen " Preis diktieren. Die "Gefahr" besteht. Oder etwa nicht?




Nein, weil, wenn Teufel seine Boxen vertreibt und Nubert seine und die andern auch alle selber vertreiben, gibts einen Preiskampf zwischen denen. Ahmn. Kapitalismus, Marktwirtschaft etc. Schlag mal im Lexikon nach *fg*
Und wenns ein Monopol wie bei den Ölkonzernen gibt, dann haben wir sowieso alle Pech gehabt, ob nun Einzelhandel, Versand oder reiner Direktvertrieb... *g*


[Beitrag von aveli am 21. Sep 2004, 23:32 bearbeitet]
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 21. Sep 2004, 23:30
Hallo,

somit ist doch ein polypolistischer Markt in seiner kompletten Vielfalt das beste was dem Verbraucher passieren kann. Oder?

Schlag mal nach "polypolistischer" Markt.

Deine Argumentation würde sicherlich greifen, wenn die Verbraucher BEIDE Modelle jetzt schon bestellen würden. Wird aber leider nicht gemacht. Zumindest nicht allzu oft. Oder?

Markus
aveli
Stammgast
#21 erstellt: 21. Sep 2004, 23:34
Wer das nicht tut ist selber Schuld.
Das gleiche mit Autos! Wer nur zu Audi geht und probefährt, soll sich dann nicht nacher beschwerden, wenn ihm ein anderes Auto besser zugesagt hätte.
Da haperts dann wirklich an der Dummheit der Käufer... sorry
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 21. Sep 2004, 23:41
Hallo aveli,

und wo liegt jetzt, wenn alle Verbraucher so intellegent sind, das Problem das es auch den Vor-Ort Handel geben darf?

Wäre doch schöner, wenn vieles ehrlicher und gerechter wäre....

was du ja leider favorisierst. Freue dich doch einfach und vielleicht kannst du es sogar unterstützen, das es viele Anbieter gibt. Du siehst ja offensichtlich ein, das es für dich als Verbraucher positiv ist möglichst viele Anbieter, Konkurrrenten, zu haben!



Mit der Ungerechtigkeit werden die HiFi-Händler leben müssen...


Markus
aveli
Stammgast
#23 erstellt: 21. Sep 2004, 23:44
Naja, der Versand ist billiger, als so ein Pseudo-Profi der im Laden steht und das Probehören ist besser an dem Ort, wo die Boxen mal stehen sollen als in irgendeinem Hörraum.
Das sagte ich ja bereits und deßhalb sehe ich keine Kathastrophe darin, wenn die Einzelhändler in diesem Sektor aussterben...


/// Und ich sehe nichts schlimmes darin, dass wenn man Boxen, die man zu Hause nicht probehören kann beim Händler hört und dann im Internet billiger bezieht (als Notlösung zur oben genannten) Dann sterben die Einzelhändler aus und der Probehören-Zuhause-Service MUSS Einzughalten...


[Beitrag von aveli am 21. Sep 2004, 23:46 bearbeitet]
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 21. Sep 2004, 23:47
Hallo aveli,

warum ist Versand per se billiger? Waren Neckermann, Quelle oder Otto günstiger als die Warenhäuser?

Warum kannst du nicht einfach auch sagen, das der serviceorientierte Fachhandel, der dir sogar mehr Möglichkeiten als der Versand bietet sicherlich sinnvoll ist.

Markus
aveli
Stammgast
#25 erstellt: 21. Sep 2004, 23:52
Weils praktisch gesehen einfach veraltet ist.
Gerade bei Lautsprechern gibt es soviele akustische Probleme, dass man nur in den eigenen 4 Wänden SICHER sagen kann, wie sie klingen. Und sich das Zeug dann schicken lassen ist wesentlich bequemer als zum Einzelhändler zu rennen.

Bitte... wems spass macht ein Pläuschchen mit so Einzelhändlertypen zu halten, der solls tun, aber sowas ist in den meisten Fällen ohnehin Zeitverschwendung.


[Beitrag von aveli am 21. Sep 2004, 23:54 bearbeitet]
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 21. Sep 2004, 23:57
Hallo,

ich finde den Unterton sehr schade "Zeitverschwendung" "bequemer"....
Aber egal. Mach deine Erfahrungen in dieser Welt. So wie ich die meinige habe und sehr viel persönlich als Verbraucher vom Vor-Ort Handel in allen Belagene halte.

Markus
aveli
Stammgast
#27 erstellt: 21. Sep 2004, 23:59
Die Erfahrungen habe ich bereits gemacht...

Der Unterton "bequemer" und "Zeitverschwendung" gefällt dir nicht? Nun, aber darauf basiert unser System. Die Firmen müssen es den Kunden recht machen. Und solange es noch genug gibt, die zum Einzelhändler gehen, stirbt der Einzelhandel sowieso nicht aus (unabhängig, was ich davon nun halte)...
yakuza82
Stammgast
#28 erstellt: 22. Sep 2004, 01:30
naja aveli
du hast vorstellungen!
gut jedem das seine aber ich habe keinen bock mir irgendwelche bunten bildchen im netz anzusehen und mich von werten beindrucken zu lassen und dann immer wieder päckch holen päckchen wegbringen usw. zu betreiben!
da gehe ich lieber innen laden sehe mir das an und höre auch mal rein!
beim guten einzelhändler isses auch kein problem wiederzukommen und zu sagen is nix habt ihr was anderes!
aber da gehts schneller weil man das paket direkt abgibt und was andres sucht!
wenn ihr grad bei bwl und vwl seit denk mal dran das auch kaufkraft dasein muss!weniger einzelhandel macht weniger arbeit und folglich weniger leute die geld haben und das gibt nen netten kreislauf!
und ob sich das schicken und hören durchsetzt ist abzuwarten weil in jedem preisbereich muss es sich nicht wirklich rentieren!
übrigens bei garantiefällen freut man sich wenn man einen direkt anlabern kann und der dann alles regelt!
ich hab keine bock alles einzuschicken um mir dann irgendein gemotze anzuhören das dieses und jenes nicht in ordnug is und das es probleme mit der garantie gibt!
doombooster
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 22. Sep 2004, 08:54
Eine persönliche Erfahrung:

Als ich mir vor ca. 6 Jahren neue Boxen kaufen wollte, hatte ich mich eigentlich schon nach lesen diverser Zeitschriften für eine Box einer englischen Marke mit 2 Buchstaben entschieden, die hervoragende Testergebnisse erzielt hatte.

Nun, ließ ich es mir jedoch nicht nehmen zum Hifi-Dealer meines Vertrauens zu gehen und mich dort ausführlich beraten zu lassen.

Ich traf mit Ihm zusammen eine Vorauswahl, in der auch meine ins Auge gefasste Box dabei war. Diese ergänzent wir auf 5 Boxenpaare (2 weitere meiner Wahl, 2 die nach Meinung meines Händlers zu mir passten).

Wir vereinbarten einen Termin zu dem ich meine Lieblingsplatten mitschleppte.

Ziemlich schnell viel die angepriesene englische Box aus meinen Favoriten heraus. Die Wahl viel nach einiger Zeit auf eine von meinem Hifi-Händler vorgeschlagene Box einer kleinen deutschen Schmiede mit 3 Buchstaben (wäre vorher nie auf die Idee gekommen mir Boxen dieser Marke anzuhören).

Das schönste war, das diese Box ca. 1.000,- DM günstiger war, als die Boxen die ich ausgewählt habe!

Somit hat mir der Besuch beim "teuren" Hifi-Fachgeschäft mal eben schlappe 1.000,- DM gespart! (War noch zu DM-Zeiten)

(Achja, die Box durfte ich natürlich auch mit nach Hause nehmen und dort probehören....)

Mein persönliche Fazit: Einkaufen im Fachhandel kann viel Geld sparen und macht zufrieden.


[Beitrag von doombooster am 22. Sep 2004, 08:56 bearbeitet]
Hive
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 22. Sep 2004, 09:24
Gegen den Einkauf im Internet spricht nichts WENN man
sich über den Artikel fachkundig gemacht hat. Dies stellt
jedoch einen erheblichen Zeitaufwand meinerseits dar.
(Zeit = Geld)

Ich möchte mich nicht in der Zukunft wegen jedem Artikel
den ich im Internet kaufen will (mangels Fachhändler vor Ort)
durch 30 Foren und getürkte Testberichte wühlen müssen. (Von
getürkten Suchmaschinentreffern u. Billiger.de Ferkeleien
ganz zu schweigen) Diese Zeit habe ich nicht für jeden 50+
Euro Artikel. Wenn einer 10 Euro die Stunde verdient sieht
es vielleicht wieder anders aus.

Aus diesem Grund ist mir ein guter Fachhändler (egal für
was. Bitte nicht nur auf HiFi fixieren) lieb und teuer.
Grundsätzlich. Schwarze Schafe und ungeschulte Gross-
markt Kistenschieber möchte ich außen vor halten.

Gruß Hive

P.S. Streng genommen schädigt auch dieses Forum ungewollt
den Einzelhandel. Gibt ja Hunderte von Posts die sich mit
ihrem Post den Gang zum Fachhändler schenken wollen um den
Artikel beim besten Günstiger.de Treffer online zu be-
stellen.


[Beitrag von Hive am 22. Sep 2004, 09:25 bearbeitet]
Oliver67
Inventar
#31 erstellt: 22. Sep 2004, 09:31

Diese Zeit habe ich nicht für jeden 50+ Euro Artikel.




Oliver
sirloco
Stammgast
#32 erstellt: 22. Sep 2004, 09:39

Muss an dieser Stelle mal ne Lanze für den Einzelhandel brechen. Mir fällt hier im Forum, aber auch im Dschungel da draußen auf, dass mißverständlich mit dem Einzelhandel umgegangen wird. Der Hifi-Händler um die Ecke wird oft als arrogant, zu teuer, schlecht sortiert, usw. tituliert, aber man nutzt dann trotzdem seine Beratung und die von ihm angebotenen Hörvergleiche, um sich ein Bild zu machen.
Gekauft wird dann aber bei Ebay oder beim Billigversender.


mir ist auch was aufgefallen, und zwar dass die meisten reinen, kleinen Hifi-Händler meist nichts mit den sog. Mainstream Marken am Hut haben...zumindest scheint dies hier in Ö so zu sein...

ich kenne keinen Hifi-Händler, der zb. Magnat,Canton,Denon, Harman usw. führen würde...somit kann man , falls man sich für diese "Einsteigerklasse" interessiert, gar keinen Beratungsraub durchführen...

sollte man an was hochwertigem interessiert sein, also die "großen" Serien von B&W, Kef, Klipsch usw. dann bleibt einem sowieso nichts übrig, als zum Fachhändler zu pilgern..

es gibt auch viele Marken, die man NICHT übers Netz beziehen kann, zb. B&W...sehr viele Händler haben nur "Exoten" im Programm, die man nicht beim Kistenschieber bekommt...so bleibt einem gar nichts anderes übrig, als die Ware dann vor ort zu kaufen...dass es ev. masslos überteuert ist, erfährt vielleicht erst später..

ich bleibe bei der Meinung, dass viele Hifi Händler (die ich kenne!), eben manchmal arrogant, überteuert, schlecht sortiert sind...d.h. nat. nicht, dass alle so sind

ich halte es auch gelinde gesagt für eine schweinerei, dass manche Händler einfach nicht auf die aktuelle Situation reagieren und die Preise ev. nach unten korrigieren, um wenigstens halbwegs konkurrieren zu können, nein, sie bleiben einfach stur...

dann muss ich doch quasi im netz bestellen, da der Euro bei mir nicht einfach auf dem Baum wächst..

d.h. aber nicht, dass ich nun stundenlang beim kleinen Händler rumhänge und ihm dann ins Gesicht lache und sage, dass ich die Dinger im Internet bestellen werde...wenn ich Probehöre, dann vielleicht 5-10 Minuten...oder ich lasse es ganz sein und bestelle einfach, ohne die dinger gehört zu haben

ist zwar nicht optimal, aber ich habe eben auch keine Lust, Händler extrem auszunutzen...

aber so kurze Zeitspannen wie 5 oder 10 Minuten (das reicht mir in der Regel, um etwas grob beurteilen zu können) sind imho durchaus ok..

ich will nämlich nicht über den Hersteller quatschen, über Kabel, Akustik oder dergleichen...ich möchte nur, dass die Dinger eingeschaltet werden, und ich hörs mir kurz an...brauche dabei niemanden, der mir die Produkte schönredet usw.

wenn ein Kunde jedoch eine ausführliche Beratung inkl. dem vollen Service verlangt, dann soll der Händler eben einen Pauschalbeitrag verrechnen und diesen ev. beim Kauf dann mit einbeziehen...vielleicht wirds auch schon bei manchen so gehandelt...

ich wär zb auch bereit, für 10 Minuten etwas zu zahlen (nat. nur einen angemessenen Betrag)...so weiß ich wenigstens, dass ich niemanden ausgenützt habe...und anhören konnte ich die jew. Produkte auch

gruß
loco

ps. ich halte nichts davon, hunderte kilo an Boxen und Equipment durch die Stadt zu karren und zu hause probezuhören, der Aufwand ist mir pers. zu groß
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 22. Sep 2004, 09:50

sirloco schrieb:

ich halte es auch gelinde gesagt für eine schweinerei, dass manche Händler einfach nicht auf die aktuelle Situation reagieren und die Preise ev. nach unten korrigieren, um wenigstens halbwegs konkurrieren zu können, nein, sie bleiben einfach stur...


Hallo sirloco,

ich kann deinen Unmut darüber verstehen. Aber bedenke bitte zwei Dinge.
a) vielleicht kann der Händler nicht anders, weil er teuerer eingekauft hat. Also bitte ihm nicht Schweinerei vorwerfen.
Er muss kalkulieren und das möglichst Konkurrenzfähig. Das geht aber nicht immer.


b) Es ist nicht selten vorgekommen das Versender nicht liefern können aber einen Preis schreiben, welcher nicht realisierbar ist. Aufgrund von Politikum. Damit man die Kundenadressen z.B. schön sammeln kann. Also schreiben kann jeder viel. Aber oft wird nicht geprüft ob es lieferfähig ist. Und das macht Preise sehr unfair kaputt. Würde es einen Händlerkodex geben in diesem Punkt wäre es sehr zum Wohle des Verbrauchers.

Markus
sirloco
Stammgast
#34 erstellt: 22. Sep 2004, 10:01
Hallo Markus,

da hast du natürlich recht, kann schon sein, dass der Händler seine Bestände früher gekauft hat und die Marktpreise inzwischen gefallen sind...

wenn wir aber davon ausgehen, dass ein bestimmtes Produkt auch tatsächlich am markt vorhanden ist, und auch noch sehr viel günstiger...

dann würde ich meine Bestände, obwohl damals teuer eingekauft, trotzdem versuchen zu konkurrenzfähigen Preisen zu verkaufen, bevor ich darauf sitzenbleibe...

vielleicht rechnen ja viele damit, dass sich schon irgendein "unwissender" in den Laden verirrt und kauft, ohne sich vorher etwas zu informieren..


Es ist nicht selten vorgekommen das Versender nicht liefern können aber einen Preis schreiben, welcher nicht realisierbar ist. Aufgrund von Politikum. Damit man die Kundenadressen z.B. schön sammeln kann. Also schreiben kann jeder viel. Aber oft wird nicht geprüft ob es lieferfähig ist. Und das macht Preise sehr unfair kaputt. Würde es einen Händlerkodex geben in diesem Punkt wäre es sehr zum Wohle des Verbrauchers.


das ist nat. echt eine Schweinerei...anscheinen ist im Krieg , in der Liebe und im Hifi Handel wirklich alles erlaubt..

sowas wird sich wohl nicht ändern, da es überall genug schwarze Schafe gibt

gruß
loco
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#35 erstellt: 22. Sep 2004, 10:25

sirloco schrieb:


dann würde ich meine Bestände, obwohl damals teuer eingekauft, trotzdem versuchen zu konkurrenzfähigen Preisen zu verkaufen, bevor ich darauf sitzenbleibe...


Hallo,

genau das würde ich als Händler machen. Einmal! Und das Produkt wäre für mich tot!
Dann kommen aber wieder die Kunden ins Spiel, die zu recht nicht verstehen können warum man ein Produkt/Marke gecancellt hat. usw.

Es ist und bleibt einfach schwierig.

Markus
sirloco
Stammgast
#36 erstellt: 22. Sep 2004, 10:34
Hallo,

als Händler könntest du aber auch nach dem Verkauf deiner Bestände die jew. Produkte trotzdem weiterführen, der Einkaufspreis wär doch viel niedriger als früher, und mehr Umsatz hättest du durch höhere Verkäufe (da billiger) auch wieder...

ist aber wie du sagst , auf jeden Fall schwer, denn schließlich wollen Käufer UND Händler ein positives Ergebnis sehen

gruß
loco
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#37 erstellt: 22. Sep 2004, 10:44

sirloco schrieb:
Hallo,

als Händler könntest du aber auch nach dem Verkauf deiner Bestände die jew. Produkte trotzdem weiterführen, der Einkaufspreis wär doch viel niedriger als früher, und mehr Umsatz hättest du durch höhere Verkäufe (da billiger) auch wieder...


Hallo,

das Problem ist nur, reisst es einmal ein, wird es dir immer wieder passieren. Und du MUSST Gewinn machen als Wirtschaftsunternehmen.

Leider ist das eine irrige Annahme eines theoretischen Marktes, das niedrigere Preise automatisch zu mehr Verkäufen führen.
Die meisten Märkte sind begrenzt. Somit müsstest du schon einem Käufer das Produkt 2x verkaufen. Das funktioniert selten bis nie.

Markus
Henning81
Stammgast
#38 erstellt: 22. Sep 2004, 10:52
Hallo,

Im Großen und Ganzen bin ich schon eurer Meinung,
was die Unterstützung des Einzelhandels angeht.
Das gilt nicht nur für den Hi-Fi-Bereich.
Trotzdem muss man meiner Meinung nach realistisch
bleiben. In einer Zeit, in der viele arbeitslos sind
und die Wirtschaft am Boden ist, drehen viele jeden
Euro 10x um, besonders wenn es um Luxusgüter geht.
Ich kaufe auch nix in Blöd-Märkten und dergleichen.
Ganz einfach, weil das Sortiment gerade auf diese
Zielgruppe ausgerichtet ist und die Beratung allenfalls
nervt, aber sonst nix bringt. Besonders was Tonträger
angeht, sind da kleine Läden meistens unschlagbar.
Ganz anders sieht das bei technischen Geräten aller Art
aus.

Beratung:

Jetzt mal ehrlich! Wer von euch würde als normaler
Kunde (ohne Hi-Fi-Kenntnisse) in einen Laden gehen und
sich aufgrund von Beratung ein Gerät für 1000€ kaufen?
Für mich war die Beratung bis jetzt immer nen netter
Zusatz, aber was ich wollte, wusste ich i.d.R schon vorher.
Zumindest grob. Da ich häufig mit PC-Hardware zu tun habe,
habe ich besonders in diesem Segment viele Erfahrungen mit
"Beratung". Das Fachwissen dieser Verkäufer hat mich
zu 99,9% zur Weißglut gebracht. Da reihen sich strikte
Verweigerer von Fachliteratur (die das auch noch zugeben)
an andere, die meinen einen Kunden der schon mit einer
Meinung kommt, beschimpfen zu müssen. Nicht, dass ich grund-
sätzlich Feind anderer Meinungen bin, aber fundiert und be-
gründet müssen sie sein. Da muss man leider lange suchen.
Wenn ich in ein "Fachgeschäft" gehe, dann erwarte ich aus-
gebildete "Fachleute". Das impliziert nicht zwangsläufig
eine Ausbildung, aber zumindest ein wenig mehr als ein
fundiertes Grundwissen. Das habe ich selber.

Service:

Dann soll ich auch noch
Geld für den Service bezahlen, damit mir dann der Verkäufer
bei einem defekt erzählen kann, ich solle mich doch bitte
an den Hersteller wenden oder ich sei schuld an dem Defekt.
Ich bin bereit etwas mehr für guten Service zu bezahlen,
aber leider habe ich echten Service bis jetzt nur im High-
end Bereich erfahren. Da ist es normal, dass der Berater
(meistens auch der Ladenbesitzer) abends nach der Arbeit das
Objekt der Begierde vorbeibringt und mit aufbaut. Das hat
allerdings auch seinen Preis und ist in Läden mit Preisen
ab 500+ auch zu erwarten. Leute, die dort kaufen, werden dies
aber auch noch in 20 Jahren tun. Wenn ich jedoch ein 30
Jahre altes Gerät zu einer Meisterwergstatt bringe und mir
der sagt, darauf hätte er keine Lust, oder dafür hätte er
keine Zeit, dann nenne ich das besch...eidenen Service.
Auch auf ein nettes Angebot über einen Kostenvoranschlag zum
netten Preis von 30€, der bei einem Reparaturauftrag noch
nicht einmal anteilig verrechnet wird, kann ich gut ver-
zichten. Ebenso eine geringfügige Reparatur oder die Reinigung
eines Gerätes, das im gleichen Laden gekauft wurde,
sollte unter Kulanz fallen, oder zumindest günstiger sein,
wenn es sich um ein teures Gerät handelt. So könnte ich
1000 Dinge aufzählen, über die ich mich geärgert habe.

Preise:

Was die Preise angeht, so ist es klar, dass der Einzelhandel
weder mit Blöd-Markt Preisen noch mit Internetpreisen mit-
halten kann. Das erwartet hier wohl auch keiner. Irgendwo
ist aber auch ne Grenze. Bei einem 150€ gerät sind 49€
auf jeden Fall zu viel. Manche scheinen da den Sinn für
die Realität verloren zu haben, oder informieren sich ein-
fach nicht gut genug. Auch wenn ich ne Anlage für 2000€
kaufe, dann muss zumindest nen Kabel für 30€ drin sein.
Eigentlich ist das ja wohl das Mindeste. Wenn sich ein
Händler da noch den Stolz leisten kann den Kunden gehen
zu lassen, dann will er wohl auch nix verkaufen.


Freundlichkeit:
(keine Schleimerei)
Ist absolut kostenlos und begeistert jeden Kunden!
Scheint aber trotzdem irgendwie Mangelware zu sein.


Ehrlichkeit:

Geht häufig zugunsten des Gewinns den Bach runter.
Ob sich das rentiert?


Fazit:

Das mag sich jetzt nach Miesepeter oder Griesgram anhören,
spiegelt aber nur meine Erfahrungen wieder. Nichts desto
trotz gehe ich aber aus Interesse in jeden Hi-Fi-Laden, dem
ich begegne und jeder hat eine neue Chance. Leider reichen
mir die ersten fünf Minuten meistens.
Auch meine Erwartungen an den Service sind nicht aus der
Luft gegriffen. 12 Km von meinem letzten Wohnort entfernt
gab es einen Meisterbetrieb, in dem quasi alles gestimmt hat
und in den ich trotz 120Km Distanz noch fahre.
Hier (in Bielefeld) habe ich leider noch keinen
vernünftigen Laden gefunden ......

Wenn ich also was brauche, dann bestelle ich es mir, oder
ich informiere mich selbst und kaufe es bei dem günstigsten.
Ist eigentlich schon inkonsequent in einen laden zu gehen,
dessen Service und Personal nicht den Vorstellungen
entsprechen. Das ist aber auf jeden Fall besser, als diese
Riesenketten.


[Beitrag von Henning81 am 22. Sep 2004, 10:54 bearbeitet]
sirloco
Stammgast
#39 erstellt: 22. Sep 2004, 11:12
Hi,


Leider ist das eine irrige Annahme eines theoretischen Marktes, das niedrigere Preise automatisch zu mehr Verkäufen führen.
Die meisten Märkte sind begrenzt. Somit müsstest du schon einem Käufer das Produkt 2x verkaufen. Das funktioniert selten bis nie.


Diese Annahme finde ich aber nicht richtig , da der Markt eben nicht statisch ist und mit einer bestimmten Anzahl an Kunden auskommen muss..

es kommen ja immer neue potentiellen Kunden dazu, wenns nicht so wäre, dann würde es auch keinen hifi markt mehr geben, weil alle Kunden schon vor 20 jahren beliefert worden wären.

es bleibt aber nat. jedem Händler selbst überlassen, welche Produkte man zu welchen Preisen führt...
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#40 erstellt: 22. Sep 2004, 11:15

Henning81 schrieb:

Trotzdem muss man meiner Meinung nach realistisch
bleiben. In einer Zeit, in der viele arbeitslos sind
und die Wirtschaft am Boden ist, drehen viele jeden
Euro 10x um, besonders wenn es um Luxusgüter geht.


Hallo,

aber der Weitsichtige wird an der Situation eine Kausalität erkennen. Viele, die "noch" in Lohn und Brot stehen sparen an ihrem zukünftigen Arbeitsplatz.

Löhne müssen erwirtschaftet werden.

EDIT: @ sirloco. Der Markt ist beinahe statisch. Eine Verdopplung des Marktvolumens ist nicht möglich. Diese Verdopplung hätte bei der durchschnittlich nominellen !! Spanne des deutschen Hifi-Fachhandels eine Preisreduktion um 10% nominell zur Folge. Aber in weiten Teilen ist schon mehr als 10% usus....usw.

Markus


[Beitrag von Markus_P. am 22. Sep 2004, 11:17 bearbeitet]
sirloco
Stammgast
#41 erstellt: 22. Sep 2004, 11:28
gut, selbst wenn der Markt annähernd statisch ist, bleiben wohl genug Kunden für alle...

es würd mich mal interessieren, was für einen Umsatz zb Hirsch-Ille durch ihre günstigen Verkaufspreise erzielt...dürfte gewaltig sein, wobei ich aber nur mutmaßen kann, da ich keine Zahlen hab..

auf jeden Fall kann man durch günstigere Preise (und entsprechender Werbung, damit die potentiellen Kunden auch davon wissen) schon einen wesentlich höheren Umsatz erhalten als mit vergleichsweise hohen Verkaufspreise..

dies heißt nicht aut., dass bei höherem Umsatz auch der Gewinn höher ist...jedoch erhält man dadurch einen weitaus größeren Kundenstock und auch Bekanntheit...

viele dieser Kunden kommen dann mehrmals wieder, da sie mit dem Preis, Abwicklung usw. zufrieden sind..

so funktionieren doch die Kistenschieber...warum lässt sich also dieses Konzept nicht auf die offline-Händler übertragen? (nicht 1:1, da eben wegen Ladenmiete, Lager, Personal usw. , aber so gut es halt geht)

...viele Händler (nicht alle) könnten wohl mit einer Optimierung ihres Geschäftsmodelles sowohl Umsatz und vielleicht etwas langfristiger auch den Gewinn beträchtlich steigern...IMHO
Oliver67
Inventar
#42 erstellt: 22. Sep 2004, 11:47

viele dieser Kunden kommen dann mehrmals wieder, da sie mit dem Preis, Abwicklung usw. zufrieden sind..


Das ist ein Irrtum, dem viele aufgesessen sind, die einen Internet-Shop aufgemacht haben. Schnäppchenjäger im Bereich HiFi, PC, etc. sind nicht händlertreu. Die suchen bei jedem Kauf auf's Neue den allergünstigsten Preis sonst nichts. Bist Du beim zweiten mal um 1% teurer - Pech gehabt. Wie soll es auch anders sein, wenn jemand nur über den Preis kauft/verkauft?

Das bedeutet unter anderem: die Margen sind so klein, dass jede Reklamation, allein wegen der Bearbeitung, so viel Geld kostet, dass Du innerhalb von ein oder zwei Jahren insolvent bist. Pech auch für den Kunden, der sich nach 18 Monaten an den Biligheimer mit einer Gewährleistung wendet, den gibt es nicht mehr.

Das ist auch im OFF-Line Handel nicht anders: Medion, der Aldi PC Kistenschieber gibt aus diesem Grund seinen PC-Verkauf auf (Medion erledigt für Aldi auch die Abwicklung der Reklamationen).

Deswegen müssen auch Internethändler, wollen sie länger bestehen, neben dem Preis auch noch andere Vorteile bieten. Und im Off-Line Markt: ich möchte nicht wissen, welchen Prozentsatz an Gewinn Jupiter und Blödmarkt an Geräten und welchen an Verbrauchsmaterialien (Tonerpatronen, etc.) und Kleinkram (Kabel, Akkus) machen.

Oliver
sirloco
Stammgast
#43 erstellt: 22. Sep 2004, 11:58

Das ist ein Irrtum, dem viele aufgesessen sind, die einen Internet-Shop aufgemacht haben. Schnäppchenjäger im Bereich HiFi, PC, etc. sind nicht händlertreu. Die suchen bei jedem Kauf auf's Neue den allergünstigsten Preis sonst nichts. Bist Du beim zweiten mal um 1% teurer - Pech gehabt. Wie soll es auch anders sein, wenn jemand nur über den Preis kauft/verkauft?


ich denke nicht, dass alle Preisjäger auch wirklich als Preisjäger geboren worden sind... was ich meine: viele Kunden kaufen online, weil sie finanziell gesehen gar keine andere Wahl haben..

wenn ich bei mir in der Nähe einen richtigen Händler hätte, der "halbwegs" mit den online Preisen mithalten kann, dann würde ich auf jeden Fall hier kaufen, und auch wieder dorthin zurückgehen, wenn ich was anderes brauche...

und dass ein konkurrenzfähiger offline Händler gegenüber einem reinen online-händler mehr wiederkehrende Kunden hat, erscheint für mich logisch

ich sag ja auch nicht, dass jetzt jeder offliner unbedingt die Preise im Netz unterbieten soll...sollen sie ruhig darüber liegen, aber nicht um Welten!!

sind natürlich nicht alle Händler damit gemeint, also nicht als Pauschalaussage auffassen...ich denke aber, dass mein Standpunkt verständlich ist
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#44 erstellt: 22. Sep 2004, 12:03
Hallo,


sirloco schrieb:
...viele Händler (nicht alle) könnten wohl mit einer Optimierung ihres Geschäftsmodelles sowohl Umsatz und vielleicht etwas langfristiger auch den Gewinn beträchtlich steigern...IMHO


wie gesagt leider nicht. Und wenn du z.b. 10% mehr in Werbung stecken musst um 10% mehr Umsatz zu machen hilft dir das auch nicht viel weiter.



ich denke nicht, dass alle Preisjäger auch wirklich als Preisjäger geboren worden sind... was ich meine: viele Kunden kaufen online, weil sie finanziell gesehen gar keine andere Wahl haben..


Sie werden dazu erzogen. Wobei einige Kunden es gerne bequem haben und davon profitíeren Mythen. Früher dachte man auch im Markt sei es billiger als im Fachhandel. Einige denken das heute noch. Die wenigstens vergleichen. Und es schleichen sich allgmeine Mythen/Phrasen ein. ebay, Aldi, MM MÜSSEN billiger sein. Und das färbt sich dann auf jedes dort angebotene Produkt ab. Das gleiche passiert aktuell mit dem Internet.

Markus
dernikolaus
Inventar
#45 erstellt: 22. Sep 2004, 12:16

Auch auf ein nettes Angebot über einen Kostenvoranschlag zum
netten Preis von 30€


"Mein" Hifi-Laden (ein 1-Mann-Betrieb) überprüft defeke Geräte sogar kostenlos und lässt einen dann entscheiden , ob man das Gerät repariert haben möchte oder nicht. Dieser Händler ist imho wirklich fair. (Er wollte mir sogar mal ein Kabel für 10€ zum testen ausleihen!!!)
sirloco
Stammgast
#46 erstellt: 22. Sep 2004, 12:27

Und wenn du z.b. 10% mehr in Werbung stecken musst um 10% mehr Umsatz zu machen hilft dir das auch nicht viel weiter.


da bin ich anderer Meinung, der Gewinn hat sich zwar ev. nicht erhöht, aber man hat doch dadurch mehr potentielle wiederkehrer...die dadurch entstehende (positive od negative) Mundpropaganda darf man ebenfalls nie ausser acht lassen, kann schon eine wertvolle Werbung sein, kostet aber nichts..

ist aber alles nur theorie. da ich nunmal keinen hifi-laden habe, kann ich das auch nicht wirklich beurteilen

@dernikolaus

du meinst der laden überprüft kostenlos Geräte, die nicht dort erworben wurden, oder? wenn aber die Geräte dort erworben wurden und auch Garantie besteht, dann ist ja wohl die kostenlose Überprüfung selbstverständlich?

dein Händler wollte also 10 € fürs ausleihen haben? oder wollte er dir ein Kabel, welches 10 € Wert ist, leihen?
mifri
Stammgast
#47 erstellt: 22. Sep 2004, 12:33
Hallo Schnäppchenjäger!

Was bei dieser Diskussion immer vergessen wird - und wo ich dann immer penetrant wieder drauf hinweise ...

Letztlich sind die Blödmärkte und Kistenschieber auch die größten Arbeitsplatzvernichter.

WER ALSO AUF DIE POLITIKER SCHIMPFT, DASS SIE KEINE ARBEITSPLÄTZE SCHAFFEN, UND GLEICHZEITIG IM BLÖDMAKRT KAUFT, DER SOLL VOR SEINEN KOPF EIN SCHILD HÄNGEN: WEGEN GESCHÄFTSAUFGABE GESCHLOSSEN !!!!!!

Oder anders: Schnäppchengeile Billigkonsumenten sollten, wenn über Arbeitslosigkeit diskutiert wird, DAS MAUL HALTEN. Oder zumindest zugeben: "Die Arbeitslosigkeit verursache im mit."

Und wenn es soviele Menschen gibt, die sich angeblich keinen Kauf im normalen Einzelhandel leisten können (komisch, Handy-Klingeltöne runterladen sinnlose SMS verschicken oder im Internet rumsurfen können sie dann doch für zig Euro im Monat) dann deshalb, WEIL so viele Deppen nur Billig-Schrott kaufen.

Wäre die Welt gerecht, dann wären wenigstens die Schnäppchenhaie als erste arbeitslos...

Ach ja, Weltschmerz!

Irgendwie läuft alles aus dem Ruder.

Trotzdem: Nicht verzweifeln, und Musik hören!

Gruss
Michael
dernikolaus
Inventar
#48 erstellt: 22. Sep 2004, 12:33
Er wollte mir ein Kabel, das 10€ wert ist ausleihen. Der Reparaturservice von bei ihm gekauften Geräten ist natürlich kostenlos.
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 22. Sep 2004, 12:34

mifri schrieb:

Trotzdem: Nicht verzweifeln, und Musik hören!

Gruss
Michael


Hallo Michael,

genau!

Markus
sirloco
Stammgast
#50 erstellt: 22. Sep 2004, 13:11
[quote] Letztlich sind die Blödmärkte und Kistenschieber auch die größten Arbeitsplatzvernichter.

WER ALSO AUF DIE POLITIKER SCHIMPFT, DASS SIE KEINE ARBEITSPLÄTZE SCHAFFEN, UND GLEICHZEITIG IM BLÖDMAKRT KAUFT, DER SOLL VOR SEINEN KOPF EIN SCHILD HÄNGEN: WEGEN GESCHÄFTSAUFGABE GESCHLOSSEN !!!!!!

Oder anders: Schnäppchengeile Billigkonsumenten sollten, wenn über Arbeitslosigkeit diskutiert wird, DAS MAUL HALTEN. Oder zumindest zugeben: "Die Arbeitslosigkeit verursache im mit."

Und wenn es soviele Menschen gibt, die sich angeblich keinen Kauf im normalen Einzelhandel leisten können (komisch, Handy-Klingeltöne runterladen sinnlose SMS verschicken oder im Internet rumsurfen können sie dann doch für zig Euro im Monat) dann deshalb, WEIL so viele Deppen nur Billig-Schrott kaufen.

Wäre die Welt gerecht, dann wären wenigstens die Schnäppchenhaie als erste arbeitslos... [/quote]

hast recht, es sollten alle Internetshops und großmärkte geschlossen werden...die Eigentümer enteignen und keine großen Läden mehr zulassen, damit an jeder Ecke 50 kleine Shops sind?

das Arbeitslose hat nicht wirklich was mit Hifi-Händlern zu tun, dennoch möchte ich kurz darauf eingehen..

wer also im bspw. im Blödmarkt einkauft, ist also indirekt an der Arbeitslosigkeit mitschuld, weil man dadurch kleine Händler vernichtet und somit Arbeitsplätze?

man sollte nicht ausser acht lassen, dass der Einzelhandel nur ein Teil des Arbeitsmarktes darstellt...man kann doch nicht alle Arbeitslosen im Handel beschäftigen!!!

die Regierung (Land ist jetzt unwichtig) muss in ALLEN Bereichen Jobs schaffen und besser haushalten!

[quote] WER ALSO AUF DIE POLITIKER SCHIMPFT, DASS SIE KEINE ARBEITSPLÄTZE SCHAFFEN, UND GLEICHZEITIG IM BLÖDMAKRT KAUFT, DER SOLL VOR SEINEN KOPF EIN SCHILD HÄNGEN: WEGEN GESCHÄFTSAUFGABE GESCHLOSSEN !!!!!! [/quote]

sollen sich schnäppchenjäger jetzt als kriminelle fühlen, die schuld an der wirtschaftlichen und arbeitsmäßigen Situation sind? ist doch wohl ein Witz..

wie wärs denn, wenn der Lebensstandard, Löhne, Sozialsystem ((nur als Beispiel könnte man ja die Rüstungsausgaben hierfür verwenden) verbessert wird...wie wärs, wenn große Konzerne nicht im billigstausland produzieren, und dadurch wiederum mehr Arbeitsplätze entstehen...wie wärs, wenn große Konzerne auf etwas Gewinn verzichten und dafür die Gehälter erhöht werden?

mehr Geld, mehr Umsatz, mehr Steuern, mehr Gewinn usw. (für alle!)

ist natürlich alles andere als einfach, die Wirtschaft und das Sozialgefüge eines Landes (bzw. das aller Länder) über nacht zum positiven zu verändern...irgendwann muss man aber anfangen..

--

[quote] Wäre die Welt gerecht, dann wären wenigstens die Schnäppchenhaie als erste arbeitslos... [/quote]

wäre die Welt gerecht, dann müssten nicht so viele Menschen Schnäppchen im Internet suchen...

wäre die Welt gerecht, dann würden viele Schauspieler keine 30 mio Dollar Gage für einen Film erhalten, obwohl sie so gut wie gar nichts dafür getan haben..

wäre die Welt gerecht, dann würden riesige Konzerne aus der Öl, Zigaretten, Alkohol, Softwareindustrie usw. nicht Milliarden über Milliarden Gewinn machen, welcher dann unter einer winzig kleinen Gruppe Menschen verteilt wird...bestes Beispiel Gates und die anderen Heinis von Microsoft

wäre die Welt gerecht, dann würden nicht jedes Jahr Millionen Menschen verhungern oder durch Kriege sterben, weil sie verdammt nochmal nichts zu essen haben /einfach über den haufen geschossen werden!!

aber du hast schon recht, die Schnäppchenjäger (zwangsweise ein "Produkt" unserer heutigen Welt) sind an allem Schuld..

gruß
loco


[Beitrag von sirloco am 22. Sep 2004, 13:13 bearbeitet]
Mario_F
Stammgast
#51 erstellt: 22. Sep 2004, 13:29
Hallo zusammen,

meiner Meinung nach resultiert das derzeitige Händlersterben aus verschiedenen Gründen:

1. Die fallende Nachfrage im Hifi Bereich allgemein. Mittlerweile hören vor allem Jungendlich mit Ihrem PC Musik, die Anlage ist da unnötig geworden. Der PC hat allgeimen des ehemalige "Männerhoby" Hifi verdrängt.

2. Die schon erwähnte "Geiz ist Geil Mendtalität", die die breite Massen in die, "Ich bin doch nicht Blöd Märkte", treibt. Warum der Kunde auf diese Werbung herein fällt, weiß ich nicht, denn im Einzelhandel um die Ecke bekommt man oft sogar günstigere Preise, wenn man handelt. Der Anspruch an Qualität hat allgeimen in unserer Gesellschaft nachgelassen.

3. Die Hausgemachten Probleme des Einzelhandels: Die Aussage, dass viele Händler orogant und unwissend sind, kann ich aus leidiger Erfahrung leider bestätigen. Hier im Köln - Bonner Raum habe ich mich nur bei wenigen Händlern gut beraten gefühlt. Der Kunde verfügt heute oft über aktuellere Informationen als der Händler, da er die neusten Produkte schon aus dem Netz kennt. Der Handel sieht sich heute mit dem Midium Internet konfrontiert, wo siche viele Kunden austauschen. Dadurch ist der Kunde viel besser informiert als je zuvor. Erfahrungsberichte über neue Geräte oder Beschwerden über Händler werden viel schneller ausgetauscht, als je zuvor. Weiterhin gibt es momentan zu viele Händler, die sich um die wenigen Kunden streiten müssen. Dadurch ensteht viel Neid und Misgunst, viele Händler beschuldigen sich untereinander der Unseriösität. Der Handel könnte Musik und die damit verbundenen Emotionen viel mehr vermarkten. Beispielsweise durch kleine Livekonzerte im Laden oder CD und Plattenverkäufe. So könnte man neue Musikbegeisterte Kundenkreise ansprechen und für das Thema Hifi begeistern.

Ein Wegfall des Handesls währe Volkswirtschaftlich natürlich schädlich. Denn wo ist der Konkurenzkampf wohl größer, bei tausenden von Einzelhändlern oder hunderten von Herstellern. Zumal ein Vergleich zwichen 2 Konkurierenden Herstellern dem von Äpfeln mit Birnen gleich käme. Nur beim Einzelhandel kann man verschiedene Hersteller mit einander vergleichen.

Schönen Gruß

Mario
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