World OF Hifi in Hamm Hörerfahrungen

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Killkill
Inventar
#1 erstellt: 28. Jun 2005, 11:35
Moin Jungs,

es ist zwar schon gut ein paar Wochen her, aber einen eigenen Thread dazu habe ich noch nicht gesehen.

Ich war mit meiner Freundin auf der o.a. messe, habe mir vier Anlagen angehört: Die "billigste" mit der Tannoy Eyris (enttäuschend), die zweitteuerste (35000 €, mit der Quadral Vulkan Aurum) (angesichts der preis-leistungsverhältnisses RICHTIG schlecht, größte Enttäuschung ), die teuerste (MBL mit dem großen Teac Player) Kette (sehr cool, souverän, gesetzt, weiträumig, aber nicht perfekt).

Am besten gefiel mir - wider erwarten - die in einem extrem ungünstig aufgestellte Backes & Müller Kette. dabei halte ich eigentlich garnix von B&M, aber die Boxen waren der Knaller, vor allem in dem L-Förmigen Raum mit Bar, der akustisch sehr ungünstig gewesen sein dürfte.

Haben einige von euch ähnliche Erfahrungen gemacht?

KK


[Beitrag von Killkill am 28. Jun 2005, 11:37 bearbeitet]
Monsterdiscohell
Stammgast
#2 erstellt: 28. Jun 2005, 14:26
Also die MBL -Kette hat in meinen augen völlig versagt.
Die Lautsprecher sind für so einen großen Raum überhaupt nicht ausgelegt.Der Hochton war ätzend scharf und die Bässe schwammig und dröhnig.Mein Vater hat sogar noch nach einigen Stunden,Pfeifen davon getragen.Mal abgesehen von der schlechten Musik(die auch noch bei Vinylaufnahmen extrem kratzte)war es ein wirklicher Reinfall.Am besten haben mir die Quadral Lautsprecher gefallen,wobei ich sagen
muss,dass die Accuphase Powerstation und überteuerte Verstärker/SACD-Player-Kombi nicht hätten sein müssen.Die
"billige" oder eher teure Kette mit den Tannoy war auch sehr schlecht(der Hub der Tieftöner war unnatürlich groß ,selbst bei leichten Bassattacken).Die Aurum Lautsprecher waren auch nicht von schlechten Eltern,konnte sie aber nicht mehr lange genug hören um mir ein gesamtes Urteil über die Wandler zu geben.
terr1ne
Stammgast
#3 erstellt: 28. Jun 2005, 15:54
Eigentlich komisch. Hoeren die, wenn sowas aufgestellt wird sowas nicht? Vielleicht ist deren gehoer inzwischen so schlecht geworden, das sie nur so noch etwas mitbekommen. Nen Workshop fuer schlechte Raumakustik wars ja nicht oder?

gruesse
terrine
lilux
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 28. Jun 2005, 16:08

terr1ne schrieb:
Nen Workshop fuer schlechte Raumakustik wars ja nicht oder?



Doch, genau das trifft zu. Mir ist keine Hifi World bekannt, wo die benutzten Räume
auch nur annnähernd ihren Zweck erfüllen. Dürfte auch schwierig sein. Und die
vorgeführten Anlagen sorgen regelmäßig für Lachsalven. Was hat z.B. eine Vulkan in einer
35.000.-€ Zusammenstellung zu suchen? Das weckt doch bloß eine Erwartungshaltung, die nur
enttäuscht werden kann. Weniger könnte da manchmal mehr sein...imho.

Gruß
Olaf
Killkill
Inventar
#5 erstellt: 29. Jun 2005, 21:46

Also die MBL -Kette hat in meinen augen völlig versagt.
Die Lautsprecher sind für so einen großen Raum überhaupt nicht ausgelegt.Der Hochton war ätzend scharf und die Bässe schwammig und dröhnig.Mein Vater hat sogar noch nach einigen Stunden,Pfeifen davon getragen.Mal abgesehen von der schlechten Musik(die auch noch bei Vinylaufnahmen extrem kratzte)war es ein wirklicher Reinfall.Am besten haben mir die Quadral Lautsprecher gefallen,wobei ich sagen
muss,dass die Accuphase Powerstation und überteuerte Verstärker/SACD-Player-Kombi nicht hätten sein müssen.Die
"billige" oder eher teure Kette mit den Tannoy war auch sehr schlecht(der Hub der Tieftöner war unnatürlich groß ,selbst bei leichten Bassattacken).Die Aurum Lautsprecher waren auch nicht von schlechten Eltern,konnte sie aber nicht mehr lange genug hören um mir ein gesamtes Urteil über die Wandler zu geben.


Hi Monsterdiscohell,

darf ich mal fragen wo du denn bei der MBL-Vorführung so gesessen hast, weil sich das mit meinen Hörerfahrungen *überaupt* nicht gedeckt hatte., ich habe mittig hinteres drittel gesessen, und die Anlage klang fast genau umgekehrt wie du es beschrieben hast. Sehr weiträumig und souverän, fein aufgelöst, schon fast zu zurückghaltend und trotzdem mit Substanz im Bass.

dagegen klang die Quadral Aurum wirklich schrecklich. ich habe mich sogar während der Vorführung noch umgesetzt, weil ich glaubte mich verhört zu haben, aber der Bass klang total aufgequolen, und die shclechten Höreispiele gab es dort, und nicht bei der MBL-Vorführung.

Dass die Raumakustik vielen Vorführungen einen Strich durch die rehcnung macht sehe ich * fast* genauso, um so mehr habe ich mich bei der B&M Vorführung gewundert, die klang nämlic im akustisch shclechtesten Raum absolut am besten, ohne große tricks, nur durch die digitale Einmessung.

Wir waren zweimal in der Vorfühurng uns sassen einmal fast ganz hinten und beim zweiten mal in der dritten reihe, beides mal war es klasse....

KK
Towny
Inventar
#6 erstellt: 29. Jun 2005, 23:01
man muß nicht gleich 35.000€ ausgeben um enttäuscht zu sein...

in den Hotelzimmern bei der World of Hifi in Leipzig habe ich mir u.a. die NAIM Kette 5i mit Ariva angehört... ... das lag hoffentlich nur an dem besc...... Raum


[Beitrag von Towny am 29. Jun 2005, 23:02 bearbeitet]
Killkill
Inventar
#7 erstellt: 30. Jun 2005, 01:52

man muß nicht gleich 35.000€ ausgeben um enttäuscht zu sein...

in den Hotelzimmern bei der World of Hifi in Leipzig habe ich mir u.a. die NAIM Kette 5i mit Ariva angehört... ... das lag hoffentlich nur an dem besc...... Raum


Hm, die Kette hätte für mich auch besch.... geklungen, wenn sie nur 5000 € gekostet hätte. Meine Freundin saß dabei, die hat die welt nicht mehr verstanden.

Ich glaube auch ehrlich gesagt eher an einen fehler im Aufbau, verkabelung oder aufstellung, denn sooo schlecht darf so ein Equipment eigentlich nicht klingen....

KK
Monsterdiscohell
Stammgast
#8 erstellt: 07. Jul 2005, 16:36
Hallo killkill,
sorry,dass ich mich erst jetzt melde(hatte viel um die ohren) .Ich saß etwa in der 4ten Reihe zwischen rechtem Mbl-Lautsprecher und der Tonbase(Mit Mulitiformat-player und Vorverstärker) .Zur musik kann ich nur sagen:Subjektiv ,obwohl man die New York(Frank Sinatra) Inerpretation von Ella Fitzgerald(mit ihrer allerweltsstimme) nicht gerade als klangliches Highlight bezeichnen.Achja,was hast du eigentlich für Lautsprecher Zuhause stehen,dass du dich erdreistest die Bässe der Aurum aufgequollen(ich denke mal du meinst damit schwammig?) zu nennen?Etwa eine Nautilus 800D oder Audiophysik Chronos?,wennja dann würde ich auch so denken
wie du .Jetzt wieder zur musik(diesmal bei den Quadrals:Al di Meola(Gott der Gitarre),Hugh Masekela(afrikanisches Jazz-Mastermind) und James Horner(Sci-Fi Soundtrck-Ikone),natürlich in top Qualität,würde ich nicht als schlechte Musik bezeichnen,aber eben subjektiv .Der B&M-Vorführung habe ich leider nicht beigewohn .

P.S.:Jeder hat seine eigene Meinug(und das ist auch gut so),wäre ja wohl auch kaum denkbar.
Ich hoffe,wir können uns noch vertragen ,wirst mir aber bestimmt zustimmen,wenn ich sage,dass ich für die mehr oder minder gute MBL-Kette im Leben keine 170 .000 Euronen ausgeben würde

Metallic Regards
fjmi
Inventar
#9 erstellt: 07. Jul 2005, 17:11

Killkill schrieb:
... die klang nämlic im akustisch shclechtesten Raum absolut am besten, ohne große tricks, nur durch die digitale Einmessung.


vlt. doch nicht so schlecht dieses böse zeugs
Killkill
Inventar
#10 erstellt: 11. Jul 2005, 01:39

Hallo killkill,
sorry,dass ich mich erst jetzt melde(hatte viel um die ohren) .Ich saß etwa in der 4ten Reihe zwischen rechtem Mbl-Lautsprecher und der Tonbase(Mit Mulitiformat-player und Vorverstärker) .Zur musik kann ich nur sagen:Subjektiv ,obwohl man die New York(Frank Sinatra) Inerpretation von Ella Fitzgerald(mit ihrer allerweltsstimme) nicht gerade als klangliches Highlight bezeichnen.


Also bei uinserer Vorführung lief was gan anderes, Al Mi Meola, eine unlaublich schlechte interpreatation von Orffs "O Fortuna" (Carmina Burana), ein passabler track aus Südafrike, dessen interpreten ich vergessen habe. KLang aber alles recht schwach, und meiner Meinung klang der ransrotos Plattenspieler NOCHMAL schlechter als das MAterial von CD ( was bei der MBL-Kette nicht der Fall war, da klang der Platenspieler hervorragend, IMO).




Achja,was hast du eigentlich für Lautsprecher Zuhause stehen,dass du dich erdreistest die Bässe der Aurum aufgequollen(ich denke mal du meinst damit schwammig?) zu nennen?Etwa eine Nautilus 800D oder Audiophysik Chronos?,wennja dann würde ich auch so denken


Ich hbe uadio Physic tempo plus Luna subwoofer. Ich will auch nix gegen die Quadral titan selbst sagen, denn ich glaube wirklich ncith, dass die wirklich so schlecht klingt wie sie DORT gespielt hatte. BAer ich erinnere mich noch, dass irgendwo eine Giarre das Volumen eines Kontrabasses hatte, der schwarze Sänger (dessen Namen ich oben schon nicht beibringen konnt) hatte einen Brustkorb vom 1,5 meter Drchmesser, etc.

Ich sass zuerst Mittaganz rechts, asserhalb des Stereodreiecks, habe mich dann noch ganz nach hinten gesetzt, aber das klang auch nicht viel besser. sicherlich keine ideale Hörposition, aber die hatten wir in anderen Vorführungen auch nicht, iund da klang es *wesentlich* besser....

MBL-Kette:
Nein, 170.000 € würde ich dafür auch nie ausgeben, aber das erebsnis "hatte" auf jeden Fall was....

Also wie gesagt, die B&M vrführung war LANG besser als die Quadral und sogar die MBL-Vorführung...

Ich frage mich nur, wieso unsere Interpretationen der Qudral- Vorführung so unterschiedlich ausfallen konnten....

KK
Monsterdiscohell
Stammgast
#11 erstellt: 11. Jul 2005, 18:00
Der afrikanische Sänger hies bestimmt Hugh Masekela und es kamen bestimmt auch Sprechgesang und viel Perkussion in dem von dir gehörten Stück vor?

Zu unseren weit auseinanderdriftenden Meinungen weiss ich auch keinen Rat Eventuell nimmt jeder das "Musikgeschehen" anders auf bzw. empfindet die gespielten Instrumente für zu groß(oder zu klein) als im wirklichen Leben
Oder es liegt an den Zuhause stehenden Hifi-Ketten,die den
Referenzwert für unser "alltägliches" Anlagenhören vorgeben
GandRalf
Inventar
#12 erstellt: 13. Jul 2005, 10:58
Moin auch,

Das dürfte zwar etwas O.T. werden, aber ich denke das ist hier einfach der richtige Thread.

Habe gerade die druckfrische "STEREO" August aus dem Briefkasten gezogen. Darin ist unter "News & Trends" ein kleiner Artikel zur WoH in Hamm.
Thema: Diebstahl eines Portemonaie einer Stereo-Mitarbeiterin und von zwei Klangschalen von "Acoustic System".
Scheinbar haben die Schälchen doch bleibenden Eindruck hinterlassen, oder ein Zeitgenosse will die unbedarften Hifi Fans vor diesem VooDoo schützen.

Letzter Satz in dem Bericht:

Im Namen aller netten und ehrlichen Besucher der Veranstaltung sagt STEREO: Pfui! Auf "Gäste" wie Euch können wir verzichten.

Killkill
Inventar
#13 erstellt: 14. Jul 2005, 17:58

Der afrikanische Sänger hies bestimmt Hugh Masekela und es kamen bestimmt auch Sprechgesang und viel Perkussion in dem von dir gehörten Stück vor?


An dem Namen kann ich mich echt nicht mehr erinnern, aber es war nicht sonderrlich perkussiv. Das Stück fing mit irgendwelchen Eisenbahngeräuschen an, und hatte einen politischen Hintergrund... Gitarre war dabei, ich glaube mehrstimmiger Gesang.


Zu unseren weit auseinanderdriftenden Meinungen weiss ich auch keinen Rat. Eventuell nimmt jeder das "Musikgeschehen" anders auf bzw. empfindet die gespielten Instrumente für zu groß(oder zu klein) als im wirklichen Leben
Oder es liegt an den Zuhause stehenden Hifi-Ketten,die den
Referenzwert für unser "alltägliches" Anlagenhören vorgeben


Gruß,

KK
Meine Freundin fand' den KLang sogar noch enttäuschender als ich. Derzeit kann ich mir nur noch die Sitzpositiion als störenden Faktor vorstellen, oder vielleicht haben wir auch an unterschiedlichen Tagen gehört, denn die klangliche Performance wqar meine meinung auch weit ausserhalb von dem, was man sich an Hören anerziehen lassen kann. Und zwei weitere Anlagen (Die MBL-Kette und die B&M Kette) waren ja auch deutlicvh näher am ideal....

Stefan
martin
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 14. Jul 2005, 18:33

Im Namen aller netten und ehrlichen Besucher der Veranstaltung sagt STEREO: Pfui! Auf "Gäste" wie Euch können wir verzichten.


*LOL* Aus der Schmutzzeitung trieft die Moral
Killkill
Inventar
#15 erstellt: 16. Jul 2005, 11:42

*LOL* Aus der Schmutzzeitung trieft die Moral


Also ich halte Stereo bis dato noch für eine der sriöseren Audio-Zeitschriften aus dem Markt.

Hast du belege dafür, dass da gekungelt wird, oder willst du selbst nur mit Schmutz um dich werfen...

KK
Laserfrankie
Stammgast
#16 erstellt: 16. Jul 2005, 12:23
Worin unterscheidet sich eigentlich ein Raum in einem Wohnhaus akustisch von einem Hotelzimmer?

Für mich besteht da kein qualitativer Unterschied.

Insofern sollte JEDER Aussteller in der Lage sein, mit seinem Equipment in einem normalen Zimmer eine akustisch überzeugende Vorführung auf die Beine zu stellen. Dabei sollte man natürlich bedenken, daß sich eine Hifi-Anlage immer nur auf einen einzigen Ort im Raum optimal abstimmen läßt und an dem sollte man sich natürlich aufhalten, wenn man ein Urteil fällen möchte.

Klingt es auch dann nicht gut, liegt es meiner Erfahrung nach in den allermeisten Fällen weder an der Raumakustik, noch an der Unfähigkeit der Aussteller, sondern schlicht und einfach an der mangelhaften Qualität der Anlage. Und der Preis spielt dabei absolut keine Rolle.

Aber weil viele sich eben denken: "Hmmm, also da stehen jetzt Komponenten für XXXXX Euro und die wurden auch alle gut getestet und müßten daher eigentlich gut sein", wird die Erklärung für das Versagen auf den Raum oder den Vorführer oder die Musikaufnahme oder was auch immer geschoben.

Oft ist es daber nun mal so, daß ganz einfach die Anlage Mist ist. Und man sollte dann auch den Mut haben das auszusprechen.


Gruß,

Frank
martin
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 18. Jul 2005, 13:32

Also ich halte Stereo bis dato noch für eine der sriöseren Audio-Zeitschriften aus dem Markt.


Meinst du damit die Esoterik-Workshops unter Voodoo-Priester Böde


Hast du belege dafür, dass da gekungelt wird, oder willst du selbst nur mit Schmutz um dich werfen


Vom Offensichtlichen geblendet?


@Laserfrankie



Klingt es auch dann nicht gut, liegt es meiner Erfahrung nach in den allermeisten Fällen weder an der Raumakustik, noch an der Unfähigkeit der Aussteller, sondern schlicht und einfach an der mangelhaften Qualität der Anlage. Und der Preis spielt dabei absolut keine Rolle.


Od die Aussteller unfähig sind oder einfach nicht Willens, weil es für jede Schrottvorführung auch immer noch genug Begeisterte gibt, mag ich nicht zu beurteilen. Jedenfalls würde ich diesen Punkt nicht so unterbewerten wollen, wie Du. Ansonsten stimme ich Dir zu

Grüße
martin
Laserfrankie
Stammgast
#18 erstellt: 19. Jul 2005, 11:55

martin schrieb:

Od die Aussteller unfähig sind oder einfach nicht Willens, weil es für jede Schrottvorführung auch immer noch genug Begeisterte gibt, mag ich nicht zu beurteilen. Jedenfalls würde ich diesen Punkt nicht so unterbewerten wollen, wie Du. Ansonsten stimme ich Dir zu


Ich unterbewerte diesen Punkt keineswegs. Deswegen sprach ich ja auch davon, daß es in den "allermeisten Fällen" daran liegt.

Sollte man den Eindruck bekommen, ein Aussteller oder Vorführer sei gelangweilt, desinteressiert oder ansonsten nicht ganz bei der Sache - aus welchen Gründen auch immer -, so verbietet sich es eigentlich von vorneherein, von den vorgeführten Marken irgendwas für einen späteren Kauf auch nur in Erwägung zu ziehen. Wo kein Herzblut in der Präsentation steckt, kann auch kein Herzblut bei der Entwicklung und Produktion dringesteckt haben.

Jeder Hersteller von Hifi-Komponenten, dem etwas an seinen Produkten liegt, wird immer versuchen, die Leute davon zu begeistern und sich Mühe geben, eine gute und überzeugende Vorführung auf die Beine zu stellen.

Sobald ich das Gefühl habe, da sonnt sich einer zu sehr im Licht seines Markenimages, entsteht bei mir eine Art Abwehrreflex und die Sache interessiert mich nicht mehr. Wer meint, nicht mehr um seine Kunden kämpfen zu müssen und deshalb eins miserable Vorstellung bietet, ist nicht nur unsympathisch, sondern zeigt auch nicht gerade ein sehr weitsichtiges, unternehmerisches Verhalten.
Dabei müßten eigentlich bei den High-End-Mittelständlern momentan sämtliche Alarmglocken läuten, denn einige der Massenhersteller beginnen damit, ihr unglaubliches Potenzial langsam aber sicher in die Entwicklung höchstwertiger Hifi-Komponenten zu stecken. Denon ist so ein Beispiel.
Wenn die "Großen" mal irgendwann aufwachen und erkennen, daß sich mit dem Argument "guter Klang" Geld verdienen läßt, werden auf einmal Edelschmieden wie Burmester wie amateurhafte Bastelklitschen aussehen.

Denon ist z.B. eng mit Herstellern von elektronischen Bauteilen verbandelt und profitiert daher umgehend von Neuentwicklungen in diesem Bereich. Das erklärt, warum vor allem im Heimkinobereich Denon-Geräte derzeit so abräumen.

Die besten Hifi-Produkte, die ich kennengelernt habe, waren immer die, bei denen sich die Hersteller einen Arm und ein Bein ausgerissen haben, um den potentiellen Kunden was Ordentliches zu bieten. Den Rest kann man vergessen. Entweder sind sie schon so satt, daß es ihnen egal ist, was man von ihnen denkt oder sie haben auf Grund der jahrzehntelangen Symbiose mit den Hifi-Zeitschriften ein derartig mächtiges Markenimage aufgebaut, daß allein schon die Nennung des Markennamens für so viel Donnerhall sorgt, daß viele nach der tatsächlichen Qualität gar nicht mehr zu fragen wagen.

Aber für mich steht außer Frage, daß derjenige, der in Zukunft überleben will, mehr bieten muß, als einen klangvollen Namen, glänzende Gerätefronten und ein paar überschwängliche Testberichte von zweifelhaftem Wert. Man muß dazu mit Primärtugenden um die Gunst der Käufer kämpfen. Und das wird für einige der satten High-End-Schmieden verdammt schwer werden...

Klar, man kann mir vorwerfen, daß ich schon seit 8 Jahren die Cassandra spiele und sich trotz aller Unkenrufe die High-End-Szene mehr oder weniger gehalten hat.
Aber viele High-End-Hersteller führen einen permanenten Balanceakt zwischen Überleben und Pleite vor. Sobald dieses Gleichgewicht durch den kleinsten Schubs gestört wird, gibt es kein Halten mehr.
Das Aufblühen der sogenannten "Voodoo"-Szene ist ja auch ein sehr gutes Indiz, denn das ist noch etwas, wo sich anscheinend mit relativ wenig Aufwand noch gutes Geld verdienen läßt und ich kenne Hersteller, die ohne den Verkauf von Zubehör nicht überleben würden.

Gruß,

Frank


[Beitrag von Laserfrankie am 19. Jul 2005, 12:19 bearbeitet]
martin
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 19. Jul 2005, 12:55
Vortreffliche Analyse
fjmi
Inventar
#20 erstellt: 19. Jul 2005, 14:55
denke mir auch das selbe, vorallem kann z.b. denon aber auch andere mit sicherheit schon selektierte bauteile anfordern, während andere sie erst ausmessen (müssen).

allerdings frage ich mich weshalb ich einen denon und keinen cambridge mehrkanalverstärker kaufen sollte?
Ueli
Inventar
#21 erstellt: 19. Jul 2005, 21:09
@ Frank
Du solltest bedenken, dass die Hersteller, die ihre Geräte zur Verfügung gestellt haben in Bad Hamm, auf die Vorführbedingungen keinen Einfluss hatten. Die gingen zu Lasten des Organisators bzw. der Raumtuning-Experten von Fast-Audio.

Ueli
Laserfrankie
Stammgast
#22 erstellt: 20. Jul 2005, 03:20

Ueli schrieb:
@ Frank
Du solltest bedenken, dass die Hersteller, die ihre Geräte zur Verfügung gestellt haben in Bad Hamm, auf die Vorführbedingungen keinen Einfluss hatten. Die gingen zu Lasten des Organisators bzw. der Raumtuning-Experten von Fast-Audio.

Ueli


Und genau das würde mir als Hersteller ebenfalls Sorgen machen...

Gruß,

Frank
Killkill
Inventar
#23 erstellt: 24. Jul 2005, 15:40


Also ich halte Stereo bis dato noch für eine der sriöseren Audio-Zeitschriften aus dem Markt.


"Meinst du damit die Esoterik-Workshops unter Voodoo-Priester Böde"


Unter anderem ich war schnmal auf einem dieser workshops, und fand die Vorführung sehr gut, undäusserst nachvollziehbar. Und du?

Ausserdem besteht die Zeitschrift nicht nur aus "Esoterik-Workshops", sondern hauptsächlich aus sinnvollen Tipps zum thema Hifi und recht velen hochwertigen Tests....




Hast du belege dafür, dass da gekungelt wird, oder willst du selbst nur mit Schmutz um dich werfen


"Vom Offensichtlichen geblendet?"


Du mienst du könntest mir tasend beispiele nennen, wenn du nur welche wüsstest?

KK
Ueli
Inventar
#24 erstellt: 26. Jul 2005, 20:33
@ Killkill

bisher hab ich nur an zwei Workshops von "stereo" teillgenommen ("Raumtuning" und "Strom"). Die Ergebnisse waren für mich dabei - wenn überhaupt - nur schwer nachvollziehbar und standen in keinem Verhältnis zu den später im Heft zu lesenden drastischen Beschreibungen.


Außerdem fand ich es bedauerlich, dass

a) Keine Blindtests durchgeführt wurden
b) Die Ergebnisse der Durchgänge seitens des Vorführenden (Herrn Böde) wortreich kommentiert wurden, bevor die Anwesenden sich selbst ein Urteil bilden konnten.


Einen praktischen Nutzen konnte ich für mich auf den Workshops nicht ableiten.

Ueli
terr1ne
Stammgast
#25 erstellt: 26. Jul 2005, 21:16
Das ist mit Masse auch immer das Problem...Suggestion...den Zuhoeren einreden, auf was sie zu achten haben, anstat kommentarlos einfach drauf los musizieren zu lassen und hinterher direkt nachzufragen. Es ist ein leichtes etwas besser 'klingen' zu lassen wenn man meint: 'Jetzt achten sie mal bitte auf den Bassbereich. Dieser klingt nun deutlich strukturierter und kraftvoller.'
Natuerlich tut er das dann...weil man genau dadrauf achtet und es hoeren will....suggestion...der einfachste Verkaufstrick...


[Beitrag von terr1ne am 26. Jul 2005, 21:18 bearbeitet]
Ueli
Inventar
#26 erstellt: 27. Jul 2005, 21:19
@ terr 1 ne

Genau so ist es bei beiden Workshops abgelaufen.

Ueli
HiFi_Addicted
Inventar
#27 erstellt: 27. Jul 2005, 23:33
Naja da bin ich ja der richtige Teilnehmer dafür. Ich war wohl der Einzige der sich auf der High End über den zischenden Hochtöner bei der Burmester Vorführung deutlich wahrnehmbar geärgert hat...... Auf der High End war ich auch bei irgend sowas dabei... Haaresträubend. Naja ist auch nix anderes wie Kaffeefahrten für Pensionisten gibt ja uch die Voodooisten die man über den Tisch ziehen kann. Fängt ja schon mit dem geschwafel über die LS Kabel an. IHMO völlig sinnlos weil die Weichen danach eh noch mehr Dämpfungsverluste erzeugt als das kabel alleine im Stande ist. ausser es ist ein 0,75 oder irgend so ein Dreck.

Auf Netzkabel und Leisten reagier ich besonder allergis weil ich auf der Arbeit vom Lapp eine Kabeltrommel bekommen hab die mit AudioAngile bedruckt ist ...hab ich mal dem Cheffe abgekauft sind immerhin 400m

MfG Christoph


[Beitrag von HiFi_Addicted am 27. Jul 2005, 23:35 bearbeitet]
Killkill
Inventar
#28 erstellt: 28. Jul 2005, 02:24
@ Ueli:

Ich weiss schon was du mienst. ich war bei dem CD / SACD Vorführung bei hifi-Pawlak dabei, und ich empfand es nicht also so drastisch. Ich gebe zwar zu, dass ich nicht alles 100%ig nachvollziehen konnte, was Herr Böde zu hören meinte, aber einige Sachen schon, und zwar war mein Klangeindruck vorher genau deselbe, den er später beschrie. ich weiss noch, dass ich ser überrascht war, dass ein CD Laufwerksupgrade für mich größere Fortschritte machte, als die Cd Wiedergabe von normaler CD und SACD. Insofern glaube ich nicht, dass ich der MAssensuggestion anheim gefallen bin.

Es war auch ein älterer Herr dabei, der meinte, keinen unterschied zwischen CD und SACD zu hören, und dem wurde von Herrn böde nicht wiedersprochen, oder versucht siene mEinung "Auf linie" zu biegen.

Insofern kann ich deinen Endruck wenn überhaupt nur in Teilen zustimmen, und in anderen nicht. Und da Herr Böde ja selbst nix verkauft, ist mir auch keine verkaufssuggestion aufefallen.

Die aufgestellten Ur-Nautilus-Boxen klangen auf der Vorführung übrigens eher enttäuschend. Mag aber auch am Fast quadratischen und akustisch nachteilhaften Vorführraum gelegen haben...

Gruß,

KK
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