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Gehäuseabmessungen von Hifi-Geräten

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Purzello
Stammgast
#1 erstellt: 10. Dez 2003, 08:27
Kann mir irgendjemand sagen, warum Hifi-Komponenten immer unterschiedliche Tiefen haben müssen. Eigentlich wollte ich mir einen Arcam A65 mit CD73 zulegen und die Geräte (ich weiss, man sollte es nicht tun) aufeinanderstellen. Ich musste dann allerdings feststellen, dass auch diese vom designerischen vorbildlichen Geräte unterschiedlich tief sind. Das hat mir dann irgendwie die Lust verdorben. Beim Gang durch Hifi-Abteilungen immer das gleiche Bild: Riesen Verstärker/Receiver mit einem CD/DVD-Spieler drauf, der 5 cm weniger Tiefe hat. Ist das so schwer oder gibt's da einen anderen Grund?
richi44
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 10. Dez 2003, 11:21
Nehmen wir die grössten Komponenten: Eine Endstufe von 2x1000W. Sie ist 3 HE, also etwa 13 cm hoch, 43 cm breit (19 Zoll ohne Befestigungswinkel) und halt so tief, wie die Elektronik Platz braucht, also beispielsweise 40 cm.
Und nun nimm einen CD-Player. Er könnte ja in einem Portablegerät sitzen, das kaum grösser als die CD selbst ist. Oder ein Minidisc oder ein MP3-Teil. Alles Winzlinge. Und die willst Du nun allen Ernstes in ein solches Riesen Gehäuse für einige zig EUR verpacken?
Und wenn Du es gekauft hast und mal rein schaust, sprichst Du dann möglicherweise von Mogelpackung?
Die Breite ist heute weitgehend genormt, die Höhe eigentlich auch. Und wenn Du Geräte professionell in einen Geräteschrank schraubst, dann lässt Du eh etwas Luft dazwischen, wegen der Kühlung. Dann spielt die Tiefe keine Rolle mehr.
Aber Du hast recht, aufgestapelt sieht es meist fürchterlich aus. Also kauf Dir ein Gehäuse ums Gehäuse. Ist immer noch billiger und kleiner als 5 Mogelpackungen.
Purzello
Stammgast
#3 erstellt: 10. Dez 2003, 11:51
Ja, aber meistens handelt es sich doch nur um wenige Zentimeter. Die hätte man doch wirklich noch hinten dranpacken können. Mir ist dann völlig egal, wieviel in dem Gerät tatsächlich drinsteckt. Beispielhaft in dieser Hinsicht war wohl die Fa. BRAUN, deren Atelier-Geräte alle die gleichen Maße hatten, sogar der Videorecorder passte in das Raster (war allerdings etwas höher als die restlichen Geräte). Was Arcam betrifft muss ich mich allerdings berichtigen. Die Geräte haben alle die gleiche Fläche. Die Angaben im Prospekt schließen Knöpfe und Anschlussklemmen ein, so dass der Verstärker logischerweise etwas tiefer als der CD-Player ist.
EWU
Inventar
#4 erstellt: 10. Dez 2003, 12:38
ja, es gab auch außer der Firma Braun nocht etliche andere, die sehr auf´s Design geachtet haben.Und wo sind diese geblieben?Die sind fast alle vom Markt verschwunden, weil die Verbraucher keine Lust hatten, dieses Design zu bezahlen und stattdessen lieber diese schwarzen Kästen gekauft haben.
_axel_
Inventar
#5 erstellt: 10. Dez 2003, 14:10
tja, es ist ja nicht nur das Material.
auch beim Transport können Gewicht und Kistendimensionen geringer ausfallen. das spart.
schön ist's natürlich nicht.
andererseits: von der Seite sieht es häufig eh doof aus.
Cyrus hat einheitliche Gerätetiefen (+Höhen+Breiten).
bei T+A zumindest die M-Serie (die brAun-Design-"Erben").
Schon mal bei den Skandinaviern geguckt (Thule, Electrocompaniet)?
Axel
DrNice
Moderator
#6 erstellt: 10. Dez 2003, 14:11
@ EWU
Das sehe ich anders! Es sind genügend Leute bereit, viel Geld alleine für das Design zu bezahlen. B&O hält sich damit seit Jahren über Wasser - und diese Anlagen sehen besser aus als sie sich anhören, was man von den (ebenfallls nicht billigen) Braun-Geräten nicht behaupten konnte. Meines Wissens hat Braun den U-Elektronikbereich eingestellt, weil er einfach zunehmend unrentabler wurde, was durchaus legitim ist, in Anbetracht der Tatsache, dass Braun über sehr viele Geschäftsfelder verfügt, während sich z.B. B&O allein durch Unterhaltungselektronik über Wasser halten muss. Auch Nokia hat sich aus dieser Branche zurückgezogen; und da konnte von "Design" in diesem Sinne keine Rede sein. Ebenso Siemens, wobei dort zum Schluss die Geräte von Grundig zugekauft und mit Siemensschildchen versehen wurden.
Werner_B.
Inventar
#7 erstellt: 10. Dez 2003, 14:29
@DrNice1984:


Meines Wissens hat Braun den U-Elektronikbereich eingestellt, weil er einfach zunehmend unrentabler wurde, ...


Die Braun U-Elektronik ging irgendwann an Gillette, dann an a/d/s. a/d/s ist meines Wissens nur noch im Profisektor tätig (ist aber unsicheres Wissen). Ähnlich Klein+Hummel ... Die letzten Serien unter dem Label Braun waren von a/d/s entwickelt worden. Zumindest damals war a/d/s eine amerikanische Firma mit Sitz in Boston.

Braun hatte auch schöne rückwärtige Geräteblenden, so dass man die Kisten auch frei im Raum aufstellen konnte ohne kabelige Hässlichkeiten. Das gibt's meines Wissens gar nicht mehr (ausser T+A M-Reihe vielleicht?).

Zurück zum Thema, na ja nicht ganz: was mich eigentlich mehr stört sind diese A/V-Receiver-Dinosuariere, die 40-50 cm und noch mehr tief sind. Welche wohnzimmertauglichen Regale besitzen schon eine solch immense Tiefe? Die Stecker wollen ja auch nochmal ca. 3 cm extra ... Da bliebe nur die Küche mit ihren 60 cm Standardtiefe.

Gruss, Werner B.
Purzello
Stammgast
#8 erstellt: 10. Dez 2003, 14:42
BRAUN Geräte sahen meiner Meinung nach nicht nur zeitlos aus (mit wenigen Ausnahmen aus den 70er Jahren), sie waren auch funktional und von vorne bis hinten durchdacht. Wenn ich da diese neue eierige B&O-Anlage sehe, wird mir als Freund des rechten Winkels ganz anders. Aber zurück zum Thema: Vieles was heut' so im bezahlbaren Bereich angeboten wird, ist irgendwie nicht richtig zuende gedacht. Aber diese Arcam-Kette (A65, CD73) gefällt mir immer besser...
_axel_
Inventar
#9 erstellt: 10. Dez 2003, 15:14

sie waren auch funktional und von vorne bis hinten durchdacht.

nun ja. ich bin kein braun-experte, aber z.b. die kasetten-schubladen waren irgendwie nicht der bringer (zumindest bedienungstechnisch). auch nicht bei brAun. und an relativ popelige schalterchen hinter klappen kann ich mich auch noch dunkel erinnern ... und überhaupt: gleichförmige schalter für alles und jedes sind zwar schön, aber praktisch?
mein fazit: zugunsten von design reduzierter bedingungskomfort.
aber der kompromiss lauert eben überall

axel
p.s.: um mein gedächtnisses zu prüfen, habe ich mal nach bildern der alten braun geräte gegooglet. nix gefunden. hat jemand einen tip?
Purzello
Stammgast
#10 erstellt: 10. Dez 2003, 15:38
Unter "www.radiodesign.de" findest Du (fast) alles zum Thema "BRAUN". Die Schalter und Tasten waren ja auch nicht alle gleich sondern je nach Bedeutung größer oder kleiner, versteckt oder sichtbar. Allerdings muss ich sagen, dass mir die Geräte aus den fünfziger und sechziger Jahren besser gefallen haben. Aber das war ja damals noch kein Hifi. Aber in punkto Übersichtlichkeit, Ehrlichkeit und Funktionalität könnte sich da manch ein Hersteller heutzutage eine Scheibe abschneiden.
_axel_
Inventar
#11 erstellt: 10. Dez 2003, 17:07
danke für den link. schöne seite (bis auf das plöde java-script ... du siehst: ich finde immer was zu meckern).

Die Schalter und Tasten waren ja auch nicht alle gleich sondern je nach Bedeutung größer oder kleiner

ja das stimmt wohl einigermassen. aber:
z.B. beim CD2³ sind alle(!) sichtbaren schalter außer dem netzschalter gleichgroß und gleichrund. beim CD5 hat nur die open/close taste einen andere form als alle anderen. unter der klappe (vom CD5) gibt es neben der 10er-tastatur noch weitere 10 (mini)tasten mit gleicher bauart für unterschiedliche funktionen.
aber ich will ja auch gar nicht mosern (ehrlich). nur darauf hinweisen, dass bei minimalistischem design (wenn nicht gepaart minimalistischer funktionalität) wohl zwangsläufig die übersichtlichkeit+bedienbarkeit leidet.

um die tasten an meinem CDP ist es _wirklich_ schlecht bestellt. aber i.d.R. wird eh per FB kommandiert :-)
und hier habe ich glücklicherweise eine lernfähige universal-FB mit schön großen, wunderbar gnubbeligen und angenehm unterschiedlich geformten tasten.
die tastengräber der üblichen beipack-FBs sind mir ein echtes greuel.

gruß
a.
cr
Moderator
#12 erstellt: 10. Dez 2003, 17:20
Apropos Schwarze Kisten: Bis in die 70er Jahre waren die Geräte alle silber (einige champagner). Schwarze Geräte waren eine Sensation und mußten anfänglich extra importiert werden.
timmkaki
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 10. Dez 2003, 18:09
@cr

Bis in die 70er Jahre waren die Geräte alle silber


zumindest die Fronten; da gab's nämlich auch fürchterlich viel Holz(-Imitat) drumrum, tw. sogar abschraub- + austauschbar.

Ach diese wunderschönen Akai-TB-Maschinen!! Ich Idiot hab sie mal verramscht, als ich Geld brauchte

Gruß Timm
richi44
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 11. Dez 2003, 14:11
Ich gebe zu, dass Geräte eines Herstellers, zumindest innerhalb der selben Klasse, durchaus gleiche Abmessungen haben sollten.
Aber ich habe einen Verstärker von NAD (schwarz), einen Tuner von Technics (schwarz), einen CD von Sony (schwarz), ein Kassettengerät von Sharp/Optonica (silber mit Holz-Seitenteilen, 48 cm breit) und einen PCM-Prozessor von Sanyo (Silber). Da kann ich nicht erwarten, dass die Gehäusetiefen gleich sind.
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