Überteuerte Hifi-Geräte

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whatawaster
Inventar
#1 erstellt: 05. Aug 2006, 10:48
Hallo,

mich würde interessieren, was eure Meinung im Allgemeinen zu den Preisen von Hifi-Geräten ist. Ich höre zwar ausschließlich Stereo, trotzdem bin ich der Meinung, dass seit dem Triumphzug von Heimkino, die Preise von reinen Stereo-Gerätem sehr überteuert sind.

Ich habe meinen Rotel RA-01 Verstärker gestern - nach nun 2,5 Jahren Gebrauch - geöffnet, um die Innereien schön reinigen - sprich vom Staub freiblasen - zu können. Ich decke den Verstärker bei Nichgebrauch zwar immer mit einem Tuch ab, damit nicht unnötig Staub ins Innere gerät, aber nach 2,5 Jahren sammelt sich da trotzdem schon etwas an.

Also, es ist eigentlich zum Lachen, was in so einem Verstärker für 400 Euro so steckt. Wenn ich mir da die Bilder von Heimkono-Komponenten in diversen Zeitschriften ansehe, dann muss ich schon sagen, dass bei einem 400 Euro Surround-Receiver viel mehr drinnensteckt.
Viele sagen zwar, dass man die Entwicklung und das Know-How mitbezahlen muss, aber das ist doch Blödsinn. Transistorenverstärker sind ja schon seit Jahrzehnten auf einem sehr ähnlichen technischen Stand.
Ich könnte also nicht einmal behauoten, mit dem Rotel etwas technisch Exklusives zu bekommen.
Bitte nicht falsch verstehen, ich habe den Rotel ja sehr gern, finde nur, dass es allein am Marketing liegt, dass Stereo Komponenten so teuer verkauft werden dürfen/können.

Um mal bei Rotel zu bleiben. Wie kann man bitte für ihren billigsten CD-Player 600 Euro verlangen. Lusstig ist, dass der hauseigene Einstiegs-DVD-Player 200 Euro weniger kostet. Was steckt bitte in so einem CD-Player, was diesen hohen Preis rechtferigt, wobei - wie schon beim Stereo-Amp - die Technologie bewährt und ausgereift ist.
Gut vielleicht stecken da etwas bessere Ausgangstransistoren drinnen, aber das rechtfertigt den Unterschied noch lange nicht.

Un dies gilt nicht nur für Rotel, sondern auch für die anderen Hersteller.

Ich bin sehr neugierig, was eure Meinung dazu ist, bzw. wie sich das ganze erklären lässt.

Schöne Grüße

Peter
HiFi_Addicted
Inventar
#2 erstellt: 05. Aug 2006, 11:12
Bei Cambridge Audio schauts ähnlich aus Da ist auch nix drinnen was die geräte Teuer machen kann..... Jedenfalls ist in meinem Alesis RA 500 mehr drinnen obwohl er um ~50€ billiger war als die Cambridge Endstufen....besser klingen tut er auch noch und Leistung hat er auch mehr... 2x250 @4 Ohm anstelle von 2x85 @ 6Ohm bei den Cambridge.....

Um Hifi geräte werd ich wohl einen weiten Bogen in zukunft machen wenn man schaut was man im PA / Studio bereich ums gleiche Geld bekommt.

MfG Christoph
Don-Pedro
Inventar
#3 erstellt: 05. Aug 2006, 11:18
Angebot und Nachfrage.

Dvd-player will jeder haben: ergo: 40,- Euro
AV-Receiver will jeder haben: ergo: ab 399,- Euro

Leute, die sich heute noch reine CD-Player kaufen suchen Qualität und das Besondere und sind deshalb auch bereit so viel Geld auszugeben, bzw. möchten sogar so viel Geld ausgeben, da der Wert auch unterbewusst den Gegenwert symbolisiert.
whatawaster
Inventar
#4 erstellt: 05. Aug 2006, 11:29

Angebot und Nachfrage.

Dvd-player will jeder haben: ergo: 40,- Euro
AV-Receiver will jeder haben: ergo: ab 399,- Euro

Leute, die sich heute noch reine CD-Player kaufen suchen Qualität und das Besondere und sind deshalb auch bereit so viel Geld auszugeben, bzw. möchten sogar so viel Geld ausgeben, da der Wert auch unterbewusst den Gegenwert symbolisiert.


Ja ja, das ist es eben, man hat durch den Preis das Gefühl etwas Besonderes zu habe. Leider ist dem aber in den meisten Fällen nicht so.

Cheers
andi_gapp
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 05. Aug 2006, 11:52
hallo whatawaster,

was du da ansprichst ist ein generelles problem unseres wirtschaftssystem. "Problem" nur für die Käufer, Segen für die (großen) Unternehmen. Angebot und Nachfrage ist Schwachsinn. Ganz naiv gesehen stimmt es auch, aber dieser angebliche Mechanismus zur Marktregulation läuft unter Rahmenbedingungen, auf die die Wirtschaft zugriff hat und die sie zu ihren Gunsten veränderen -> z.B. die Medien. Beispiel Parfüm: Parfüms kosten in der Herstellung nicht mal eine Bruchteil dessen, was sie für Konsument kosten. Damit man trotz dieses angeblichen Regulationsmechanismus von Angebot und Nachfrage solche Preise halten kann, ist es z.B. notwendig, Parfüms mit Assoziationen wie gesellschaftliche hochstehend und so shit zu belegen (siehe z.b. diese ganzen Ästhetik Bilder in Parfüm Werbungen). Analog dazu der ganze High End wahnsinn im Hifi-Bereich, den die Hifi-Magazine immer schön am kochen halten, die ganzen Ranking, was jetzt "das beste" ist usw. -> das nennt man Erzeugung von Mehrwert. Die Medien spielen diese Rolle, weil sie fianziell abhängig von Investoren sind -> das ist die Wirtschaft. Und wer das Geld gibt, gibt auch den Ton an.


[Beitrag von andi_gapp am 05. Aug 2006, 11:53 bearbeitet]
Don-Pedro
Inventar
#6 erstellt: 05. Aug 2006, 11:52
Womit wir auch das Thema Bose anschneiden, etc. Marketing und Wertschöpfung sind einfach zwei "schöne" Dinge, die alles am laufen halten.

Andererseits ist es wohl auch so, dass mit derartigen Gewinnspannen wirklich Entwicklungskosten gedeckt werden können, so im Falle von Rotel evtl. zum Beispiel für die digitalen Endstufen, die jetz neu rausgekommen sind.
Don-Pedro
Inventar
#7 erstellt: 05. Aug 2006, 11:58
@andi-gapp: Wenn ich sage, dass der Preis sich über den Markt reguliert, so ist das kein Schwachsinn, da es genau so passiert. WIE man die Nachfrage erzeugt hat damit nichts zu tun. Wenn die Hersteller zu derartigen Preisen keine CD-Player mehr verkaufen könnten, so würden sicherlich die Preise fallen.

Insofern reguliert sich das von selbst.
Und wer das Geld hat gibt wirklich den Ton an, denn wenn niemand die teuren CD-Player kauft, so werden diese billiger oder aus dem Programm genommen.

Und den Konsumenten als armes Opfer der Werbung darzustellen geht mir auf die Nerven. Jeder kann für sich selbst entscheiden und niemand ist gezwungen im Elektronikbereich die hochpreisigen Geräte zu kaufen.

Genauso wenig wie man gezwungen ist teure Parfums zu kaufen.

Das ist doch Unfug daran rütteln zu wollen. Die Nachfrage nach teuren Produkten ist da, also werden diese angeboten, siehe Burmester, Bose, Restek, T+A und wie die alle heißen. Wer also das Geld ausgeben möchte, der kann das tun.
Ohne Zwang.


[Beitrag von Don-Pedro am 05. Aug 2006, 12:00 bearbeitet]
andi_gapp
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 05. Aug 2006, 12:07
ich will da jetzt keine Diskussion daüber führen, ich will nur noch anfügen, dass ich nicht gesagt habe, dass Konsumenten "wie ferngesteuert" das machen, was die werbung sagt und sich nicht selber entscheiden können. das halte ich auch für überzogen und das ist so eine ... populärtheorie.

und ich kaufe ja schließlich auch son Zeug

ach ja Don-Pedro .. wie ich das so agressiv gesagt habe .. angebot und nachfrage wären schwachsinn, das war nicht gegen dich mit deiner aussage diesbezüglich gerichtet. ich habe mit dem thema aber auch anderweitig zu tun und bin da deswegen schon ein bisschen .. vorgeheizt


[Beitrag von andi_gapp am 05. Aug 2006, 12:18 bearbeitet]
Wolfgang_K.
Inventar
#9 erstellt: 05. Aug 2006, 13:56
Das einzige was diese hohen Preise bei diesen Hifi-Geräten rechtfertigt ist die lange Lebensdauer (so ca. mindestens zehn Jahre), die Qualität der Verarbeitung und die Fähigkeit der Firma ihre Produkte auch noch nach Jahrzehnten reparieren zu können.

Dazu ein Beispiel wie es nicht sein sollte: Sony brachte einmal vor 15 Jahren einen superchicken und superteuren High-End-Spieler (ES CDX 779/777) auf den Markt für etwa 3500 DM. Nur heute kann Sony dieses tolle Gerät nicht mehr reparieren, weil es dafür einfach keine Ersatzteile mehr gibt. Kunden die sich damals noch eine Swoboda-Platine einbauen ließen schauen heute nicht selten in die Röhre, denn diese Modifikation kostete noch einmal extra 2500 DM.

In früheren Jahren waren manche Sachen im höheren Preissegment (denke da besonders an Yamaha) einfach besser verarbeitet, da machte ein höherer Anschaffungspreis einfach auch Sinn.

Bei der heutigen Einstellung die zu diesen Sachen weit verbreitet ist (ex und hopp) und die Geiz ist geil- Mentalität (besorg dirs richtig billig) ist es ja naheliegend, daß man um teurere Produkte einen weiten Bogen zu macht.
whatawaster
Inventar
#10 erstellt: 05. Aug 2006, 14:23
Hallo!

Für mich hat diese Erkenntnis (nämlich zu wissen, wie es um den wahren Wert von Hifi-Produkten steht) schon ihre Wichtigkeit.
Ich versuche mal zu erklären warum.

Vor noch nicht allzu langer Zeit habe ich auch geglaubt, dass die Klangqualität von Hifi-Produkten sozusagen proportional zum Preis steigt (irrsinnig teures High-End jetzt mal außen vor gelassen). Dem ist aber nicht so und ich betone, dass ich wirklich nur vom Klang spreche.
Denn ganz selbstverständlich hat das meiste teure Zeug eine hochwertigere Verarbeitung, sieht viel edler aus und die Anfassqualität ist auch wesentlich besser. Bestimmt auch die Langzeitstabilität, was ich aber nicht beurteilen kann.

Wenn ich jetzt sozusagen unbeschränkte finanzielle Möglihckeiten hätte, dann würde ich mir natürlich diejenigen Geräte kaufen, die mir optisch und vom "Nimbus" her am besten gefallen. Diese Möglichkeit ist für mich aber leider nicht gegeben.

Ich habe ziemlich oft Geräte getauscht und musste draufkommen, dass die neu angeschafften Sachen klanglich den vorhandenen nicht oder kaum überlegen waren. So ein "Reinfall" war für mich z.B. der Audio Analogue Puccini, der neu ca. das doppelte wie der Rotel kostet. Leider hat der klanglich keine Vorteile gebracht. Sowas ist mir aber schon auch mit CD-Playern passiert.
Ich hatte mal einen Onkyo DX-7333 von dem ich auf einen Cambridge Azur 640C wechselte. Auch da konnte ich - selbst mit guten Kopfhörern - keine klanglichen Unterschiede feststellen.
Neulich kam ich sehr billig an gebrauchte Kimber Kabel (habe sie wirklich praktisch als Geschenk von einem Bekannten bekommen). Nun, die Verbindungskabel sind Kimber PBJ und die LS-Kabel Kimber 4PR. Diese werden beide von der Fachpresse gelobt, ich aber kann gar keinen Unterschied zu meinen Billigkabeln hören. Das Cinchkabel hat wenigstens den Vorteil, dass es sehr dünn und leicht ist, weshalb die Buchsen am Gerät nicht belastet werden
Das kimber LS-Kabel ist ganz normaler Kupferdraht, nur eben in jeweils drei einzelne Adern für + und - aufgeteilt. Ich sehe darin nichts besonderes. Natürlich ist die Laufrichtung an beiden Kabeln - IC und LS - markiert

Der einzige Bereich im Hifi, wo ich bisher (von der absoluten Einstiegsklasse wie z.B. Mordaunt-Short oder Wharfedale bis zu meinen jetzigen ASW Cantius II) wirklcih eine kontinuierliche Verbesserung hören konnte, das waren die Lautsprecher. Aber ich glaube, dass selbst dort ab einem bestimmten Preis eigentlich Schluss mit wirklichen Verbesserungen ist.

Was ich mit meinem Posting sagen möchte ist, dass es für Leute mit einem kleinen Geldbeutel absolut ausreicht sich sozusagen Hifi-Basisgeräte anzuschaffen, um eine klanglich zufriedenstellende Anlage zusammenzustellen. Das einzige, wo man wirklich mehr Geld reinstecken muss/sollte, sind die Lautsprecher.

Das Poblem ist leider, dass man dies eigentlich nur kostspielig auf der eigenen Haut erfahren kann. Solange man keine Erfahrungen hat, wird man auch von den sog. Fachzeitschriften irre geführt. Da wird nämlich vermittelt, dass ein 800 Euro CD-Spieler einem 200 Euro CD-Spieler haushoch überlegen ist. Das ist aber leider nicht wahr.

Um es zusammenzufassen: ich habe z.B. sehr viel Geld auf diese Weise aus dem Fenster geworfen (zumindest für meine Verhältnisse).

Schöne Grüße

Peter
belanglos
Stammgast
#11 erstellt: 05. Aug 2006, 14:33
Zu überteuert kann ich nur sagen: man zahlt eben den Namen mit. Und je bekannter und renommierter der Name, desto höher der Aufschlag. Ich erinnere mich noch gut an die Anfänge von TAG McLaren. Wer sich richtig umgeschaut hat, hat gleiche Technik fast zur Hälfte dessen bekommen was TAG McLaren verlangt hatte.


[Beitrag von belanglos am 05. Aug 2006, 14:34 bearbeitet]
Wolfgang_K.
Inventar
#12 erstellt: 05. Aug 2006, 14:33
Hallo Peter!

Diese Erfahrung die Du da gemacht hast, ist wohl symptomatisch für viele von uns. Und diese sogenannte Fach-Presse tut viel dafür. Diese Blättchen können die Leser geschickt manipulieren, da wird sogar Voodoo hoffähig gemacht. Und das ist auch genau der Grund warum ich mir seit über zehn Jahren diese Blättchen eben nicht mehr kaufe. Außerdem gibt es hierzulande kaum noch mehr Firmen die gutes Hifi zu moderaten Preisen herstellen können. Wo sind denn Dual, Thorens, ReVox (um nur einige zu nennen)alle geblieben? Gut wenn ich mir heute eine neue Komponente kaufen müßte wäre ich wahrscheinlich auch gezwungen zu Firmen wie Restek, T+A, etc. zu wechseln. Gut das ist zwar eine einmalige Anschaffung aber dafür hat man dann für lange Zeit Ruhe.

Der Markt zwingt einen förmlich dazu. Obwohl ich der Meinung bin daß auch preiswerte Komponenten ihr Geld wert sein können.
Manowar05
Stammgast
#13 erstellt: 05. Aug 2006, 14:35

Solange man keine Erfahrungen hat, wird man auch von den sog. Fachzeitschriften irre geführt. Da wird nämlich vermittelt, dass ein 800 Euro CD-Spieler einem 200 Euro CD-Spieler haushoch überlegen ist. Das ist aber leider nicht wahr.


Hallo whatawaster,

ich kann Dein Meinung nicht teilen. Ein 800,-- CD-Player wird einem 200,-- Euro CD-Player klanglich überlegen sein. Die Verarbeitung wird auch wesentlich besser sein. Als Beispiel: Medion DVD-Player Preis 79,--Euro oder einen Denon 1720 Preis 179,-- Euro. Den Unterschied wirst Du beim Bild, Ton und Verarbeitung feststellen.
Manowar05
Stammgast
#14 erstellt: 05. Aug 2006, 14:41

Gut wenn ich mir heute eine neue Komponente kaufen müßte wäre ich wahrscheinlich auch gezwungen zu Firmen wie Restek, T+A, etc. zu wechseln. Gut das ist zwar eine einmalige Anschaffung aber dafür hat man dann für lange Zeit Ruhe.


Hallo Wofgang K.,

ich war bei Tag der offenen Tür bei der Firma T+A. Da konnte ich sehen wie diese Geräte hergestelt werden und welches Entwicklung dahinter steht. Wenn man das gesehen hat, kann man auch verstehen warum diese Gerät wesentlich teuerer sind als die Massenprodukte.
whatawaster
Inventar
#15 erstellt: 05. Aug 2006, 15:19
Hallo Manowar05!

Das mit dem DVD-Vergleich wird schon stimmen. Ich will ja auch nicht sagen, dass ein 800 Euro CD-Player gar nicht besesr ist als ein 200 Euro Player. Die Unterschiede sind aber sicherlich marginal.
Für 200 Euro bekommt man z.B.einen Onkyo DX-7333 für 600 Euro einen Rotel RCD-06, für 800 Euro sagen wie einen RCD-1070/1072.
Ich würde bezweifeln, dass die klanglichen Unterschiede so groß wären. Auch über die Langzeitstabilität lässt sich streiten, denn meistens ist es die Laseroptik die den Geist aufgibt, und diese ist in den meisten Geräten Ware von der Stange (Philips/Sony), heutzutage haben sogar Nobelspieler DVD-ROM Laufwerke eingebaut. Sicher nicht schlecht, aber auch nichts besseres für den Preis.

Der Kern meiner Aussage sollte folgender sein: wenn jeamnd knapp bei Kasse ist, dann soll er/sie sich z.B. ruhig einen 200 Euro CD-Player nehmen als um jeden Preis auf einen 800 Euro Player zu sparen, da der klangunterschied sehr klein, für die meisten sogar gar nicht hörbar ist. Dann kann man nälich sogar noch für 300-400 Euro einen Verstärker kaufen und es bleiben noch immer 200 Euro übrig, die man zum Budget der Boxen hinzuschmeißen kann.

Ich habe ja selbst gesagt, dass auch ich eine "teure" Anlage kaufen würde, wenn ich das Geld dazu hätte. Sinnvoll wäre es aber nicht. Ich meine bloß, dass wenn man es akzepiert, dass die meisten Hifi-Komponenten überteuert sind, dann kann man sein Geld viel effizienter einsetzen.

Ein konkretes Beispiel:

Meine Anlage besteht aus Rotel RA-01, Philips DVD 963SA und ASW Cantius II Lautsprechern.
Nehmen wir an ich möchte einen neuen Verstärker kaufen. Den Rotel könnte ich vielleicht für die Hälfte des NP, also ca. 200 Euro verkaufen. Um mir einen RA-1062 zulgen zu können, müsste ich noch 700 Euro drauflegen. Nun glaube ich nicht, dass ich mit dieser Investition klanglich viel verbessern würde. Man muss hier auch bedenken, dass ich zu 95% bei Zimmerlautstärke Musik höre. Was bringt es mir also, wenn z.B. ein RA-1062 unter extremen Bedingungen mehr bietet? Der Preis eines solche Gerätes ist m.E. nicht gerechtferigt. Für 900 Euro steckt in einem AV-Receiver eine Unmenge von Technik und Material drin.
Ich habe ja in meinem Rotel nachgeschaut, da sind nicht einmal aufwendigere Potentiometer drin.

Natürlich gibt es auch Sachen, die ein absoluter Schmarn sind, wie der erwähnte DVD-Player für 40 Euro. Aber die Hifi-Einstiegsgeräte bieten schon eine ordentliche Qualität. Unter Einstiegsgeräten verstehe ich z.B. die Basismodelle von Marantz, H/K, Denon, NAD, Yamaha, Rotel, Onkyo usw. Diese bieten nämlich für das verlangte Geld einen guten Klang und umso mehr bleibt für die LS übrig.

Cheers

Peter
Manowar05
Stammgast
#16 erstellt: 05. Aug 2006, 15:53
Hallo whatawaster,

also ich kenne auch den kleinen Rotel-Verstärker. Für diesen Preis wirst Du nur schwer etwas besseres bekommen.Habe den Verstärker voriges Jahr für eine Bekannte neugekauft.

Ich gebe Dir Recht, das sind der Aufstieg zum RA-1062 nicht lohnt.


Für 900 Euro steckt in einem AV-Receiver eine Unmenge von Technik und Material drin.


Aber klanglich ist er Deinem Rotel im Stereobereich nicht gewachsen.

Wenn man ein begrenztes Budget hat, sollte man die Teile schon aufeinander abstimmen. z.b. Der Marantz CD5001 hört sich für 250,-- Euro geil an und wenn Du noch etwas handeln kannst bekommst Du Ihn für ca. 220,-- Euro mit.


Nun, die Verbindungskabel sind Kimber PBJ und die LS-Kabel Kimber 4PR.


Den Unterschied wirst Du hören, ich weiss wovon ich sprechen. Es gibt da einen guten Spruch:
Fadel ist nur ein kabel. Und eine Stradivari ist nur eine Geige


[Beitrag von Manowar05 am 05. Aug 2006, 15:53 bearbeitet]
HiFi_Addicted
Inventar
#17 erstellt: 05. Aug 2006, 15:57

Manowar05 schrieb:

Fadel ist nur ein kabel. Und eine Stradivari ist nur eine Geige :.


Witzig. Von den elektrischen Parametern her würde ich die Fadel kabel eher als Kabelschrott bezeichnen.....

MfG Christoph
Manowar05
Stammgast
#18 erstellt: 05. Aug 2006, 16:00

Witzig. Von den elektrischen Parametern her würde ich die Fadel kabel eher als Kabelschrott bezeichnen.....


Klanglich aber nicht
ta
Inventar
#19 erstellt: 05. Aug 2006, 16:19
was meiner Meinung am überteuersten ist, sind die modernen Baustein-Tuner.

Oft ist da ja wirklich nicht viel drin. Irgendwelche vorgefertigten Chips, auf denen der RDS-Tuner auf wenigen cm² integriert ist.

In MP3-Player und Stereoreceivern werden diese Schaltkreise quasi als Dreingabe mitgeliefert, nur im Extra-Gehäuse verbaut werden sie schweineteuer.
blackjack2002
Stammgast
#20 erstellt: 05. Aug 2006, 20:09
Servus an alle.

Ich glaube, solange das Bestreben besteht, immer etwas "Neueres" und "Besseres" haben zu müssen oder zu wollen, werden uns die "Hifi Komponenten Erzeuger" dies liefern. Ob dies in Endefekt besser ist, als dies wir momentan besitzen, sei dahingestellt. Jedenfalls werden uns dies die HIFI- Zeitschriften und Händler so weiter eintrichtern wollen. Schliesslich ist dies eine riesige Industrie, die auch "leben" will.

Ich bin jedenfalls momentan mit meinen Komponenten sehr zufrieden, obwohl es sicherlich besseres gibt. Aber ich bin eben nicht bereit, x-tausende von Euros alle paar Jahre hinzublättern. Für mich reicht der gute alte Technics SA-TX50 mit dem AELITE Two LS. Es ist genug "Druck" da um den LS Dampf zu machen und nebenbei ein guter Heizkörper .

Schöne Grüße
Werner
Duncan_Idaho
Inventar
#21 erstellt: 05. Aug 2006, 23:45
Bin mit meinen Komponenten auch mehr als zufrieden.... und das obwohl das Design meiner 50t über 10 Jahre alt ist.

Leider wird wirklich vieles teurer als notwendig verkauft.... z.B. leistet der Rotel 1080 klanglich weniger als meine SAC kostet aber mehr... nimmt mehr Platz weg und die vorderen Kühlrippen sind auch nur Atrappe. Leider verlangt der Kunde in der Regel viel umbauten Raum.... nur im AV-Bereich wird meist der Raum noch voll ausgenutzt.

@Fadel
Naja... wer Sounding mag.

@Studio
Gutes ist dort auch nicht billig... ein guter Wandler wie die Apogee Rosetta kostet auch schnell mal 4stelliges.... aber dafür bekommt man weniger Voodoo mitgeliefert.
HiFi_Addicted
Inventar
#22 erstellt: 06. Aug 2006, 09:39
Der Rosetta 200 kostet 2000€ und der 800er 3000€

MfG Christoph
braunschweiger35
Stammgast
#23 erstellt: 07. Aug 2006, 13:27
Tag zusammen,
obwohl ich selbst inzwischen Besitzer der "teuren" Rotel Komponenten (u.a. RA 1062) bin, vermute ich das whatawaster recht hat (obwohl ich den RA01 nicht probegehört habe) und der Preisunterschied zwischen einem Rotel RA 01 und einem 1062 nicht alleine durch den Klang gerechtfertigt werden kann und noch dazu evtl. nicht überragend ist. Trotzdem habe ich genau diesen Verstärker gekauft und die Kohle auf den Tisch gelegt. Und dies noch nicht einmal bereut!
Das Phänomen, das Qualität/Klang/Perfortmance und ähnliches nicht linear mit dem Preis zunimmt, läßt sich nach meiner Erfahrung auf so ziemlich alle Branchen/Produkte übertragen. Insbesondere jedoch auf die Produkte, die im Interesse von "Experten", "Hobbiisten" oder einfach "Freaks" (wie uns) liegen wie z.B. Fahrräder, PC-Grafikkarten, LCD-Fernseher, Zelte aber auch Füllfederhalter oder Waschmaschinen(!!)

Denn ich denke niemand kann vernünftig z.B. den Preis einer Miele Waschmaschine begründen.. trotzdem empfiehlt sie jeder. Meistens werden recht fadenscheinige, kaum objektiv nachprüfbare Argumente oder Vorteile mit zweifelhaftem Nutzwert angeführt. Bei Fahrrädern ist es z.B. das Gewicht, bei Waschmaschinen vielleicht die Langlebigkeit und bei Hifi-Komponenten der Klang.

Insofern fühle ich mich mit meinen vermutlich überteuerten Rotel-Komponenten richtig wohl. :-)

Schöne Grüße aus der Konsumentenwelt
whatawaster
Inventar
#24 erstellt: 07. Aug 2006, 15:07
Grüß Dich braunschweiger35!

Du hast absolut Recht und auch deine Beispiele machen den Sachverhalt sehr gut fassbar.

Nur finde ich, dass z.B. CD-Player oder eben Stereo-Verstärker vom technischen Gesichtspunkt aus nichts besonderes sind. Das Problem liegt meiner Meinung nach z.B. darin, dass ein AV-Receiver, der die selben oder sehr ähnliche Bauteile verbaut hat, wie ein Stereo-Verstärker so viel weniger kostet.

Nehmen wir z.B. das Beispiel Fahrrad oder auch Armbanduhr. Da werden Teile verbaut, die direkt für dieses eine Produkt hergestellt werden müssen, und das in sehr kleinen Stückzahlen. Da es keine wirklichen Alternativen gibt, muss der Fahrrad- oder eben der Uhrenfreak zu dem teuren und exklusiven Produkt greifen. Aber er hat damit auch wirklich etwas Exklusives. In einem Rotelverstärker (oder auch bei anderen Marken) sind die selben Teile verbaut, wie z.B. bei einem AV-Receiver. Nur sind dort für weniger Geld viel mehr von diesen Teilen drinnen. Das selbe gilt für CD-Spieler.
Sicher ist ein Porsche, ein Maserati oder ein Ferrari auch überteuert, ist aber auch wirklich exklusiv, hat z.B. keinen 1.6 Liter VW Motor und Getriebe drinnen.
Wenn man sich aber das Innere von Hi-Fi Komponenten anschaut, dann ist da meistens nichts Besonderes drinnen, sondern nur Teile die man von der Stange kaufen kann.

Vielleicht übertreibe ich ein bisschen, aber ich Grund habe ich - glaube ich - recht.

Schöne Grüße

Peter
Manowar05
Stammgast
#25 erstellt: 07. Aug 2006, 16:23

Das Problem liegt meiner Meinung nach z.B. darin, dass ein AV-Receiver, der die selben oder sehr ähnliche Bauteile verbaut hat, wie ein Stereo-Verstärker so viel weniger kostet.


Hallo whatawaster,

nehmen wir mal Dein Beispiel Stereoverstärker und AV-Receiver auf. Jedes Jahr zur IFA kommt ein neues Modell von einen AV-Receiver heraus. Beispiel Denon oder Marantz. Von Deinen kleinen Rotel Verstärker ist dieses Jahr das neue Modell auf der High End in München vorgestellt worden. Um den Stereoklang von Deinem Rotel bei einem AV-Receiver zubekommen, legst Du ca. 1.200,-- auf dem Ladentisch.

Wenn Du nach den hochwertigen Stereoverstärker guckst, die sehen vom Innenleben anderes aus. Siehe T+A, McIntosh, Accuphase und wie sieh alle heißen.
Der Wiederverkaufpreis sieht da nach Jahren auch ganz anderes aus.
whatawaster
Inventar
#26 erstellt: 07. Aug 2006, 17:22
Ja, kann schon sein, aber wie lässt sich das erklären? Ich habe noch keinen AV-Receiver direkt mit einem Stereo-Verstärker vergleichen können. Aber ein Freund von mir hat sich gerade eine Denon DVD-Player/AV-Receiver bestellt, der auf meine Adresse geliefert werden wird. So werde ich einen kleinen Vergleich machen können.

Gestern jedenfalls habe ich meinen 7 Jahre alten Sony TA-FA 320R (der jetzt von meinem Bruder benutzt wird) mit meinem Rotel verglichen und habe kaum Unterschiede feststelllen können, vielleicht klingt der RA-01 etwas transparenter, aber einen großen Unterschied habe ich nicht feststellen können.

Nicht, dass ihr mich missversteht, ich mag meinen kleinen Rotel, mir sind bloß die Unterschiede in den Preisen (zu AV-produkten zum Beispiel) nicht ganz klar.

Wie schon gesagt der Rotel DVD-Player RDV-03 kostet z.B. 399,- Euro, somit 200 Euro weniger als der CD-Player RCD-02. Nun, ich weiß nicht, was der CD-Spieler verbaut hat, was diesen Unterschied rechtfertigen würde.

- vom Gehäuse her sind sie fast identisch, daran kann es also nicht liegen
- produziert werden beide von der selben Firma in der selben Fabrik
- das Netzteil wird wahrscheinlioch ebenfalls das selbe sein. Außerdem verbraucht so ein Gerät kaum Strom. Es ist also nicht wie bei einem Verstärker, dass größere Leistungsreserven gebraucht werden
- das ein anderer D/A-Wandler und vielleicht einige Kondensatoren und dergleichen 200 Euro Unterschied ausmachen wage ich zu bezweifeln

Ich glaube eher, dass dies bedeutet, dass Rotel sehr wohl auch den RCD-02 oder RCD-06 zu einem ähnlichen Preis anbieten könnte.

Schöne Grüße

Peter
Manowar05
Stammgast
#27 erstellt: 07. Aug 2006, 19:03

Ich glaube eher, dass dies bedeutet, dass Rotel sehr wohl auch den RCD-02 oder RCD-06 zu einem ähnlichen Preis anbieten könnte.


Hallo whatawaster,

also es gibt Unterschiede zwischen reinen CD-Player und DVD-Player. Die Laufwerke und Laser sind unterschiedlich.Die Wandler sind beim CD gegenüber dem vom DVD-Player hochwertig bei der Stereowiedergabe.

Tip:

Leihe Dir doch mal beide Player aus und höre darüber mal Deine Lieblings-CD's. Den Unterschied wirst Du hören.
lumi1
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 07. Aug 2006, 20:46
N`Abend!

Die Unterschiede für den Normal-User im Klang, special seit Einführung der Digitaltechnik als Signallieferant, sowie der übrigen Digitalisierung und aller damit einhergehenden "Ableger" wie etwa die DSP´s etc,
sind tatsächlich vernachlässigbar gering geworden.

Alles andere, wo ich vorbehaltslos übereinstimme, wurde hier schon geschrieben.
Wirtschaft, Preis,Nachfrage,Luxus etc.

Ich könnte höchstens etwas an Manowar05´s Aussage kritisieren.

also es gibt Unterschiede zwischen reinen CD-Player und DVD-Player. Die Laufwerke und Laser sind unterschiedlich.Die Wandler sind beim CD gegenüber dem vom DVD-Player hochwertig bei der Stereowiedergabe.

Dies trifft leider nicht immer zu.

Es kann sogar von einem Gerät gleichen Typ´s innerhalb der Serie variieren.
Bei DVD wie CD-Playern.
Ebenso gibt es genügend DVD-Player, welche besser klingen, als reine CD-P´s.
Dieses wiederum kann man auch nicht immer auf den Preis schieben.
Kommt in der 100 Euro-Klasse genauso vor, wie bei 1000.

Ich könnte hier und jetzt auch keine größere, bekannte Marke nennen, wo dies nicht zutrifft.

Sicher, über Klangunterschiede kann man dennoch streiten.
Es gibt sie, und sie hängen von so vielen Faktoren ab, die ich jetzt hier nicht schreiben kann.
Darüber gibt es schon genügend Threads, mehr oder weniger gehaltvoll.

Überhaupt ist das ein Thema, was wieder das Potential von Seiten hat.
Bei manchen Produkten ist der Preis mehr oder weniger
gerechtfertigt.
Ich verzichte hier bewußt auf das nennen von Namen;
kann bei Sony genauso sein, wie bei Rotel.
Obwohl sich die "großen" wie Sony & Co heute eher vorsichtig mit extrem hochpreisigem verhalten.

Denen gegenüber steht nämlich der wahre "Hochadel" der Unterhaltungselektronik, z.B. ML etc.

Es gibt nur wenige Gründe, die ich guten Gewissens aus jahrzehntelanger Erfahrung nennen kann, etwas tiefer in die Tasche zu greifen:

Die Haltbarkeit
Selbst ein und das selbe billige Bauteil von der Stange kann unter verschiedenen Bedingungen mehr oder weniger lange halten.

Die Servicefreundlichkeit
(vor allem durch einzelne Komponenten)

Die Verfügbarkeit von Ersatzteilen, selbst wenn es nur noch identische Vergleichstypen gibt.

Der Wiederverkaufs- u. Sammelwert.

Der vom Threadersteller genannte Rotel RA-01 wird auch nach 10 Jahren anständigem und vernünftigem Gebrauch noch in Stereo musizieren.
In der Zeit ist jeder gleichteure AV-Mehrkanal-Receiver abgeraucht.
Würde er das nicht mit Sicherheit tu´n, wäre er eh "veraltet".
Und wenn es nur an den Schnittstellen liegt.


[Beitrag von lumi1 am 07. Aug 2006, 20:52 bearbeitet]
Manowar05
Stammgast
#29 erstellt: 07. Aug 2006, 21:10

Denen gegenüber steht nämlich der wahre "Hochadel" der Unterhaltungselektronik, z.B. ML etc.


Hallo lumi1.

Rotel und ML das sind wohl Welten vom Preis her.


Es gibt nur wenige Gründe, die ich guten Gewissens aus jahrzehntelanger Erfahrung nennen kann, etwas tiefer in die Tasche zu greifen:


Kann ich Dir Recht geben. Besitze eine 25 Jahre Endstufe der Firma Kirksaeter die heute noch ihre Arbeit macht. Habe in Deinem Profil auch paar Schätzchen der Firma Luxman entdeckt. Das waren auch in den 80 Jahren keine Billigprodukte.
Leisehöhrer
Inventar
#30 erstellt: 08. Aug 2006, 18:03
Guten Abend,

auch ich habe bisher die Erfahrung gemacht das Klangunterschiede zwischen CD´s und Amp´s geradezu minimal waren. Bei Lautsprecher sind die Klangunterschiede für mich öffters deutlicher.
Wenn ich nur ähnliche Konstruktionen wie z.B. zweiwege
Kompaktboxen mit ähnlicher Gehäuse sowie Treibergrösse vergleiche sind die Unterschiede allerdings nicht immer gut hörbar. Einige klangen für mich kaum unterscheidbar.
Bei Lautsprecher habe ich aber keinen Zweifel das ich mich noch ordentlich steigern kann.
Was die Preise der Geräte angeht so finde ich es nicht OK das trotz fast gleichen Klanges derartige Preise zustandekommen. Für Verarbeitung, Ausstattung oder auch Wertstabilität würde ich den Preis zahlen aber ich glaube der Grossteil dieser Gerätekäufer erwartet deutlichere Klanggewinne und wird von den Hifimedien an der Nase herumgeführt.

Gruss
Nick
Manowar05
Stammgast
#31 erstellt: 08. Aug 2006, 18:25
auch ich habe bisher die Erfahrung gemacht das Klangunterschiede zwischen CD´s und Amp´s geradezu minimal waren.

@Leisehöhrer,

also ich kann Dir da nicht zustimmen. Im Jahr 1999 hatte ich einen Panasonic DVD-Player. Diesen Player habe ich auch als CD-Player genutzt. Der Umstieg auf einen Marantz CD6000 OSE war klanglich eine sehr starke Steigerung. 2004 wurde dieser CD-Player gegen einen T+A 1240 eingetauscht.Der Klangunterschied war einfach geil.

Das selber habe ich auch im Verstärker-Bereich gemacht. Kirksaeter gegen Rotel.Rotel gegen T+A1220. T+A1220 gegen T+A1530.
Klanglich hat mir das Austausch immer eine klanglich Steigerung gebracht. Und jetzt bin ich in Berlin angekommen.
braunschweiger35
Stammgast
#32 erstellt: 09. Aug 2006, 08:12
Auch ich kann Leisehöhrer nicht ganz zustimmen, zumindest was Verstärker angeht:
Die von mir kürzlich gehörten Verstärker von Marantz, Denon, Cyrus, Rotel, NAD und Arcam unterscheiden sich teilweise unerwartet deutlich von einander. Das hat bei mir zu der Überzeugung geführt, dass ich mir z.B. NIEMALS einen Denon-Verstärker zugelegt hätte. Ich fand ihn grottenschlecht.
Natürlich kann das auch durch die verwendeten Lautsprecher unterstützt worden sein, aber der Klangunterschied ist da.
Es gibt allerdings auch Modelle/Hersteller, die ich nicht unterscheiden konnte... und die sich preislich trotzdem unterschieden ;-)
RunT
Stammgast
#33 erstellt: 09. Aug 2006, 13:22
Hallo zusammen,

ich möchte mich auch zu Wort melden als jemand, der für seine Anlage tiefer in die Tasche gegriffen hat - vielleicht sogar überteuerte Geräte gekauft hat.
(LINN LP 12 Plattenspieler, NAIM-Audio CDP und AMP und wieder LINN ESPEK Lautsprecher - alles zusammen wird es neu wohl so knapp 15 KEUR gekostet haben, habe es aber gebraucht für einen Bruchteil erworben)

Es ist richtig, wenn man ab einer bestimmten Klangstufe, z.B. Rotel eine kleine Verbesserung haben möchte, muss man viel mehr Geld ausgeben.

Hänge ich nun in eine Mittelklassekette eine HighEnd Verstärker, so wird der Unterschied nur sehr sehr klein sein, oder sogar garnicht wahrnehmbar.
Wenn ich nun andererseits den Highend CDP aus der Highend Kette gegen einen Mittelklasse CDP austausche, dann wird der Unterschied wesentlich deutlicher. In einer sehr hochwertigen Kette machen dann auch Kabel einen Unterschied - obwohl hier viel Scharlatanerie betrieben wird.
Will sagen, die Summe der Kleinigkeiten macht es nachher aus. Allerdings gibt man für die vielen Kleinigkeiten einen Haufen Kohle aus.
Ob es einem wert ist für sagen wir 5% Klangstegerung die doppelte Kohle rauszutun muss man für sich persönlich selbst entscheiden. Es ist für mich ein Hobby und betrachte es als Teil der Musik - andere Hobbies können auch viel Geld verschlingen.

cu
schönhörer
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 09. Aug 2006, 13:33
hallo RunT,

ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. deshalb hör ich hier jetzt auch schon wieder auf. mein beitrag würde sonst ohnehin auch gelöscht.

liebe grüße,

schönhörer (god bless my friend)
RunT
Stammgast
#35 erstellt: 09. Aug 2006, 14:16

schönhörer schrieb:
hallo RunT,

ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. deshalb hör ich hier jetzt auch schon wieder auf. mein beitrag würde sonst ohnehin auch gelöscht.

liebe grüße,

schönhörer (god bless my friend)




Habe ich jemanden auf die Füsse getreten? Dann tut es mir leid und ich entschuldige mich hiermit in aller Form.

Habe ich mich missvertändlich ausgedrückt?
Habe ich in deinen Augen Dummfug geschrieben?
Dann atme dreimal tief durch, lass die Kraftausdrücke weg oder ersetze sie durch Sternchen und schreib runter was dir nicht passt.

Sachliche Kritik kann ich vertragen, ich nämlich schon groß

cu
horstilein
Stammgast
#36 erstellt: 09. Aug 2006, 14:25
@schönhörer:

Ist wohl besser so

Hallo Whatawaster!

Die Erfahrung hab ich inzwischen auch gemacht. Bin vom NAD c320bee auf einen sony ta-fe500r umgestiegen.
Der soundet zwar minimal, aber ansonsten sind bei Zimmerlautstärke und wenig drüber keinerlei Unterschiede bemerkbar. Und dabei haben meine LS einen eher mickrigen Wirkungsgrad.
Nordmende
Stammgast
#37 erstellt: 09. Aug 2006, 14:55
Hallo !

Ich moechte etwas hinzufuegen was bisher nicht thematisiert wurde, naemlich das:

Wunschdenken !

Es gibt hier einige die sagen, es gibt kaum Unterschiede, andere sagen, die Unterschiede zwischen Verstaerker/CD/DVD/Plattenspieler usw. seien durchaus groß.

Eine Frage dazu: Unter welchen Umstaenden habt ihr diese unterschiede gehoert ? Habt ihr die Blind oder ,,Nicht-Blind" durchgefuehrt ?
Wart ihr auch wirklich neutral beim bewerten oder haben euch Vorurteile oder Meinungen von anderen beeinflusst (auch unterbewusst)?

Ein Beispiel:

Person A liest jahrelang sogenannte ,,Fachzeitschriften". Dort wird von Kabelklang und deutlichen unterschieden zwischen Verstaerkern, CD/DVD/Plattenspieler usw. gepredigt.
Es wird ihm gesagt das ein 200E CD-Spieler einem 1000E Geraet ,,deutlich" unterlegen seien (auch wenn es in wirklichkeit nicht stimmt).
Er glaubt also dies alles (oder manches) und geht jetzt an einen Test zwischen einem 200E und einem 1000E CD-Spieler heran.

Wie wird er wohl entscheiden ?

Natuerlich wird es Unterschiede geben, und diese seien gewaltig. Auch wenn es physikalisch nicht richtig ist, fuer Person A ist es trotzdem so.
Und so, oder so aehnlich, sind viele Leute eingestellt, die Hifi-Geraete (keine Lautsprecher) miteinandner vergleichen.
Sie sind mit Vorurteilen und Meinungen anderer, vielleicht und unbewusst, beeinflusst.

Diese Vergleichstests sind dann zwar weder neutral oder objektiv - aber das interessiert diese Leute nicht !

Hier ein Hinweis:

Man darf natuerlich nicht verallgemeinern - zwischen einem sehr gut konstruierten CD-Spieler fuer 200E und einem sehr schlecht konstruierten CD-Spieler fuer 1000E gibt es natuerlich hoerbare Unterschiede.
Aber allgemein denke ich das die unterschiede von gut konstruierten Geraeten unterschiedlicher Preisklassen nicht sehr groß sind - die Technik ist ausgereift und die Lautsprecher haben eine weitaus groeßeren Einfluss auf den Klang als ein CD-Spieler.

P.S.: Eigentlich mag ich es nicht das man Geraete nach Preisklassen und subjektivem (!!) Empfinden in Listen einordnet.

Warum ordnet man denn Geraete nicht nach Frequenzgangliniearitaet, Wirkungsgrad, Kennschalldruck, Untere Grenzfrequenz, Gehaeuseart usw. ein !?
Diese Kriterien sind meines erachtens besser geeigent als Subjektive Empfinden usw.

Doch hier zu eine Anmerkung: Der Eine wird mehr auf die untere Grenzfrequenz achten, der andere auf den Kennschalldruck usw. - hier sollte man dann flexible Ranglisten nehmen, also solche in denen man als Benutzer selbst die Kriterien auswaehlen kann (dies geht dann aber wiederrum nicht mehr auf Papier, sondern nur auf Computer).

Geschmaecker sind nunmal subektiv, man kann deshalb keine Hifi-Komponente in eine Rangliste einordnen - sich nach solchen zu richten ist Schwachsinnig.

Es gibt ueberall, egal wie aufwenig und teuer ein Geraet ist, gutes und schlechtes.

Vielleicht noch ein Beispiel:

Ich hab hier zuhause einen alten Yamaha RX-V396RDS Mehrkanalverstaerker stehen den ich im Stereomodus betreibe.
Mancher wird jetzt sagen (beeinflusst von Fachzeitschriften-Meinungen, Meinungen anderer, Voodoo usw.):

OMG !

Na und !
Mir gefaellt der Klang meines Verstaerkers, auch wenn er in den ,,Besten"-Listem von Audio, Stereo usw. gnadenlos absch***** wuerde udn vielleicht auch technisch nicht der best-konstruirteste ist.

Doch nach all den Wertungen ueber Hifi die in letzter Zeit gemacht worden sind:

Wann ist eine Geraet besser als eine anderes ?
Wie wird ,,besser" / ,,schlechter" definiert ??


Diese Frage moechte ich gerne an euch weiterreichen, was sagt ihr dazu ?

MFG Joschka

(ich hab mich mit dem technischen extra zurueckgehalten, weil ich davon nur wenig weiß und nix voreiliges und falschen sagen moechte)


[Beitrag von Nordmende am 09. Aug 2006, 15:03 bearbeitet]
schönhörer
Hat sich gelöscht
#38 erstellt: 09. Aug 2006, 14:58
hallo RunT,

das funktioniert leider nicht ohne kraftausdrücke. die wirken nämlich wie kleine elektroschocks und erhöhen die aufmerksamkeit. muss jetzt aber leider gehen.

grüße,

schönhörer (i'd like to wish you happy painting)
Manowar05
Stammgast
#39 erstellt: 09. Aug 2006, 15:30

Eine Frage dazu: Unter welchen Umstaenden habt ihr diese unterschiede gehoert ? Habt ihr die Blind oder ,,Nicht-Blind" durchgefuehrt ?
Wart ihr auch wirklich neutral beim bewerten oder haben euch Vorurteile oder Meinungen von anderen beeinflusst (auch unterbewusst)?


Hallo Joschka_Röben,

also ich mache immer eine Hörsitz von min. 6 Personen, bevor ich mir ein neues Teil für meine Kette kaufe.

Die letzte Hörsitz war für den Kauf eines neuen CD-Player gedacht. Testkette CD. Marantz 6000 OSE, Denon DVD 2910, Burmester 963, Burmester 001, T+A 1240 und T+A 1245.

6 von 6 Leute haben den 001 vorgezogen. Der Test wurde mit mehrer Doppel vorhanden CD's gemacht.


Na und !
Mir gefaellt der Klang meines Verstaerkers, auch wenn er in den ,,Besten"-Listem von Audio, Stereo usw. gnadenlos absch***** wuerde udn vielleicht auch technisch nicht der best-konstruirteste ist.


So soll es doch auch sein!!
Manowar05
Stammgast
#40 erstellt: 09. Aug 2006, 15:33

hallo RunT,

das funktioniert leider nicht ohne kraftausdrücke. die wirken nämlich wie kleine elektroschocks und erhöhen die aufmerksamkeit. muss jetzt aber leider gehen.

grüße,



Hallo,

kannst Du Dich nicht vernünftig zu diesem Thema äussern???

Wenn nicht, dann lasse es doch bitte.
RunT
Stammgast
#41 erstellt: 09. Aug 2006, 16:24

Manowar05 schrieb:

hallo RunT,

das funktioniert leider nicht ohne kraftausdrücke. die wirken nämlich wie kleine elektroschocks und erhöhen die aufmerksamkeit. muss jetzt aber leider gehen.

grüße,



Hallo,

kannst Du Dich nicht vernünftig zu diesem Thema äussern???

Wenn nicht, dann lasse es doch bitte. :*


Hallo Manowar05,

kann er nicht, habe mir eben ein Bild gemacht.

cu
Kruemelix
Stammgast
#42 erstellt: 09. Aug 2006, 16:39
Hallo,

überteuert ist ein relativer Begriff; ich denke, man muss immer auch den Verwendungszweck sowie die Umgebung mit berücksichtigen. Ein Tonstudio, bei dem 16 Spuren auf dem Weg vom Mikro zur CD durch Wandler, Kompressor, Mischpult, Limiter, Equalizer etc. gejagt werden, stellt ganz andere Ansprüche an Rauschabstand und Verzerrungsfreiheit als beispielsweise ich, der in einem suboptimalen Raum Rockmusik anhört. Insofern haben hochwertige Studiogeräte durchaus ihre Berechtigung, auch wenn Ottonormalverbraucher mit seiner CDP-Verstärker-Boxen Kette keinen Unterschied zwischen 100dB und 30dB Rauschabstand hört. Und unter solchen Bedingungen erübrigt sich für mich auch der Kauf besonders hochwertiger Komponenten (LS mal ausgenommen).

Wo ich bisher Unterschiede gehört/nicht gehört habe:
- Lautsprecher: deutliche, ab einer gewissen Stufe konnte man allerdings nur noch von "anders", nicht mehr von "besser" sprechen
- Verstärker: ganz geringe
- CDP/DAC: nö
- Kabel: nö

Bezüglich der Frage, wo denn der Preis herkommt:
- Trafo (viel Geld)
- Gehäuse, Kühlung (auch ein nicht zu unterschätzender Faktor)
- Entwicklung (wobei ich hier keine Ahnung habe, wieviel wirklich kostet und wieviel nur Abzocke ist)
- hochwertige Bauteile (ich bastel' gerade an einem Verstärker rum, da kosten allein die Op-Amps, sofern sie mal eine Bandbreite von 100kHz mit einer schnellen Anstiegszeit haben, eine gewaltige Stange Geld). Ansonsten die großen Glättungskondensatoren (wie heisst das Fachwort?) in der Stromversorgung

das sind einige Punkte, die zumindest den Preis für günstigere Geräte rechtfertigen. Dass ein McIntosh für 10k€ überteuert ist, will kich gar nicht bestreiten...

just my 2 cent

Thomas
RunT
Stammgast
#43 erstellt: 09. Aug 2006, 17:13
Hallo Joschka,

tja, wann ist eine Gerät schlechter und wann besser?
IMHO hängt es vom persönlichen Geschmack ab.
Physikalische Messwerte, wie Ausgangsleistung oder SNR kann man nur bedingt zu Rate ziehen, denn meßtechnisch ist ein CDP einem Vinyldreher haushoch überlegen - beim Hörvergleich ist das aber nicht so.
Sicherlich lässt man sich bewusst oder unbewusst von Berichten aus der Presse und von Bekannten oder Forumsmitgliedern beeinflussen, oder sogar vom äußeren Erscheinungsbild eines Gerätes - schliesslich muss man ja irgendwann mal eine erste Wahl treffen.
A/B-Vergleiche oder sogar Blindtests halte ich mittlerweile nicht mehr für das richtige Verfahren um eine Entscheidung zu treffen. Gerade letztens wieder, als ich mich für einen CDP entscheiden wollte. Beim ersten Vergleich war eigentlich schon alles klar, aber ich dachte mir, mach mal noch ein paar Tests mehr, zur Sicherheit. Je mehr ich hin und her geschaltet und versucht habe, desto unschlüssiger wurde ich, ja sogar die Wiederholung des ersten, eigentlich eindeutigen Tests ist im Nirvana geendet.
Ich versuche das Setup meiner Anlage in Ruhe und entspannt zu verbessern, gelegentlich die Lautsprecher umstellen, oder mal für ein Wochenende ein Gerät ausleihen und dann das ganze WE nur damit hören. Man kann solche Eindrücke auch dann noch vergleichen, wenn sie einige Zeit zurückliegen, IMO sogar besser.

cu
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