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Alterung von Hifi-Geräten

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shyguy
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 24. Nov 2005, 14:54
hallo,
über die suchfunktion bin ich nicht fündig geworden, deshalb frage ich mal drauf los.

ich habe eine musikanlage, die nun fast zwanzig jahre als ist und frage mich, inwieweit die geräte der alterung unterliegen. besonders bei den lautsprechern (teufel m200/m4000), müsste sich die zeit doch an gummi-sicken und anderem bemnerkbar machen, oder? das heisst: klingen die boxen heute eigentlich noch genauso wie ende der 80er oder findet ein schleichender verfall statt, der im direkten vorher/nachher-vergleich sofort auffallen würde?

wie sieht es mit der elektronik aus? kann die noch mit heitigen geräten mithalten (audio exklusiv p2 und restek tensor) oder werden die von heute halb so teuren geräten locker an die wand gespielt? in diesem zusammenhang stellt sich eine weitere frage: lohnt es sich, die geräte für teures geld upzugraden? für beide sind für mehrere hundert euro jeweils upgrades verfügbar. ist so etwas sinnvoll, oder sollte man das geld sparen und auf neue geräte setzen, falls die alten den nicht mehr langen. ;-)

vielen dank für eure antworten
shyguy
Bassoon
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 24. Nov 2005, 14:59
Hatte zwar noch keinen Vergleich mit Hifi-Equpiment, aber dafür mit Egittarem Boxen.
Das waren 2 gleich 4x12 Zoll Boxen, aber unterschiedlich oft gespielt.(Bekannter)
Vor 20 Jahren war da kein Unterschied zu hören, hat mein Bekannter gemeint.
Als letztens Mal darüber "geklampft" habe, war aber deutlich zu hören, dass die viel und laut gespielte Box irgendwie flacher klang. Fehlte irgendwie an Biss.

Weiß nicht ob dir das hilft...
chilman
Inventar
#3 erstellt: 24. Nov 2005, 21:00
naja wahrscheinlich wurde der gitarren-amp doch ziemlich heftig gespielt, ich denke das ist kein vergleich zu hifi-boxen.
zudem wird bei gitarren amps (also verstärker/ltsprcher.-kombo) bewusst in kauf genommen, dass der lautsprecher an der grenze spielt, zum teil entstehen die verzerrungen bewusst erst im lautsprecher.
trotzdem wird man bei hifi-kram doch etwas hören, wenn die z.B die sicke ausleiehrt, gibt es nicht mehr so hohe rückstell-kräfte.
dann müsste die untere grenzfreq. sinken, aber auch die dynamik, der "punch" verschwindet, IMHO.
bei elektronik verlieren die elkos an kapazität, ich denke da wird der klang auch "schlapper".
ausserdem verschmutzen und brennen die kontakte von schaltern allmählich weg, insbesondere bei den lautsprecher-schaltern, evt. auch relais.
meist hilft etwas kontakt-spray rein, oder ienfach mal bei voller power betätigen.
opelkadett
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 24. Nov 2005, 21:08
apropo altern. Wo wir grade beim Thema wären. Wie kann ich knisternde Potis reinigen? Hab das nich gepeilt mit dem reinigen. hier ist dauernd die rede davon. Ich dachte immer da sein Kohle drinnen? wie reinigt man die teile also? Einfach auseinander bauen oder wie? Sorrya für die dummen fragen aber thx

Gruß,
Alex
Bassoon
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 24. Nov 2005, 22:00

chilman schrieb:

naja wahrscheinlich wurde der gitarren-amp doch ziemlich heftig gespielt, ich denke das ist kein vergleich zu hifi-boxen.zum teil entstehen die verzerrungen bewusst erst im lautsprecher.
.


Also, das mit den Verzerrungen im Lautesprecher wäre mir neu... Verzerrungen entstehen im Verstärker durch Übersteuerung der Röhren (Vorstuffe) +Sättigung der Enstufenröhren.Die Box (100w) war allerdings vom 50w Topteil unterfordert, daran kann es nicht liegen.
Wilke
Inventar
#6 erstellt: 25. Nov 2005, 10:21
natürllich altern Boxen und Verstärker.
Bei meinen hochwertigen wHd Boxen bröselte die Sicke, und
ein hochtöner war umzugsbedingt eingedrückt.
Der Verstärker lief nur auf einen Kanal, da die Relais nicht
mehr so gut gingen (Staub!).
Aber man muss sagen: Anlage und Boxen hatten auch schon
24 Jahre auf dem Buckel.
Da aber jeder Verstärker und jede Box altert, habe ich mir
keine super super boxen für viel geld und einen super super
super ----------verstärker gekauft.
1000 euro mußten für Receiver und Boxen reichen.
fretworker
Stammgast
#7 erstellt: 26. Nov 2005, 17:08
Sehe ich auch so, die Geräte altern. Aber trotzdem können sie noch gut sein. Bei Lautsprechern können die Sicken bröseln, da hilft dann nicht mehr viel. Professionelle Finger können die zwar ersetzen (immer paarweise!), aber vermutlich klingen sie dann anders. Bei der Elektronik sind kratzende Potis und Schalter noch das kleinere Übel, mit Kontaktspray ist dann nicht immer was zu machen. Wenn Verstärker anfangen zu "schießen", also leise knallende Geräusche von sich geben, sollte man selber Kondensatoren etc. austauschen können, sonst wird's teuer. Ich hatte zwei hochwertige Stereo-Endstufen aus den Siebzigern, die hat auch der Fachmann nicht wieder hingekriegt. Andererseits habe ich jetzt ca. 35-38 Jahre alte Endstufen, die tadellos laufen.
Bei CD-Spielern ist die Wandlerqualität ständig besser geworden, da würde ich keine Geräte anfassen, die älter als zehn Jahre sind, und auch dann nur, wenn sie wirklich hochwertig waren. Die können auch meistens keine selbstgebrannten CDs lesen, falls man sowas hat. Ausserdem wird der Laser mit der Zeit dunkler. Die nehmen dann nicht mehr jede CD ohne zu murren. Da sind mir mir auch schon hochwertige Spieler gestorben, da diese Reparatur ziemlich teuer ist.
Xaero
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 27. Nov 2005, 14:24

chilman schrieb:
bei elektronik verlieren die elkos an kapazität, ich denke da wird der klang auch "schlapper".


Hmm...ich hab hier noch ne 25 Jahre alte Kraus Electronic Endstufe, die ich gerne mitnehme auf Partys weil diese sehr kompakt ist und 2x100W rms bringt. Meint ihr man kann da noch ein bisschen rausholen wenn man Elkos am Netzteil gegen neue austauscht?
lens2310
Inventar
#9 erstellt: 27. Nov 2005, 18:41
Habe einen alten (ca. 25 Jahre) Dual Verstärker, bei dem die Kanäle zeitweise ausfielen. Lag an den Lautsprecherrelais. Gegen neue ausgetauscht und läuft seitdem wieder einwandfrei. Die Lautstärke-und Klangregelung ist wie auch die Quellenumschaltung elektronisch und ist daher kein Problem. Ein großes Problem auch bei hochwertiger Elektronik stellen die Potis und mechanischen Schalter dar.
Dies ist auch mit Kontaktspray nur kurzzeitig in den Griff zu bekommen. Man kommt um einen Austausch dieser Teile nicht herum.
tommyknocker
Inventar
#10 erstellt: 27. Nov 2005, 19:00
Hi,
da bei vielen alten Geräten auch gutes / haltbares Material verbaut wurde macht sich bei richtig alten Geräten (wenn sie auch damals nicht billig waren) die Alterung bei weitem nicht so groß bemerkbar, wie es viell. in 10 Jahren bei heutigen Geräten auftreten wird.

1. Ab einer bestimmten Grenze sind die Kondensatoren schon recht haltbar. Diese bauen zwar in den Jahren ab, können sich aber in Gebrauch wieder leicht regenerieren. Wenn die Kapazitäten mal tatsächlich zu stark abgefallen sind lohnt sich da ein Austausch.
--Im allgemeinen: Never touch a running system - macht oft nur Verschlechterung

2. Mechanische Komponenten verschleissen natürlich immer. Vielbenutzte Potis verschleissen (sind übrigens meist Metall-Schleifkontakte). Oft sind´s aber nur Ablagerungen, die man z.B. mit Ballistol aufbrechen und ausspülen kann.
Ebenso wenn Relais verbacken sind/ Kontaktschwierigkeiten haben, das ist das kleinste Problem.

3. Bei Lautsprechern: Schaumstoffsicken verhärten unter UV und zerbröseln. Das ist das große Problem bei Vintage-Lautsprechern. Gummisicken halten fast ewig. Über die Jahre macht sich auch da eine geringe Veränderung bemerkbar, die Hauptmerkmale werden bei einem TMT aber über die Zentrierung/Einspannung und nicht die Sicke generiert. Hab aber schon gehört, dass beim kompletten reconen ein deutlicher Unterschied zu hören sei.

Ansonsten ist es in Diskussion, ob die eventuelle Entwicklung im Verstärkerbau klanglich durch billigere Konstruktion/IC´s wieder z.T. wettgemacht wird... da kann sich jeder sein eigenes Urteil bilden.

Gruss, Tommy
lens2310
Inventar
#11 erstellt: 30. Nov 2005, 23:01
Mechanische Kontakte :

Nicht nur oft benutzte, sondern auch neue (unbenutzte) Sachen verwarzen. Hatte damals ein "neues" original Balancepoti für einen Hitachi HCA-7500 Vorverstärker gekauft welches auch schon nach ca. 5 Monaten zu kratzen anfing, obwohl kaum in Gebrauch (wer dreht schon ständig daran rum ?).
Außerdem habe ich versucht Relaiskontakte (auch mit Ballistol) zu reinigen. Kein Erfolg. Nur der Austausch gegen neue Teile brachte endlich Ruhe. Übrigends stammen diese Teile alle aus einem Nichtraucherhaushalt !!
tommyknocker
Inventar
#12 erstellt: 01. Dez 2005, 13:07
Nö, Relais auch nicht mit Ballistol, da sind ganz andere Mechanismen am Werk. Und bei denen ist ein Austausch oft eh das einfachste.

Hätte wohl zwischen Verschleiß und Ablagerung noch differenzieren sollen: Das eine durch zu viel Gebrauch/ mangelnde Qualität (jaja, so ist das heute )
- das andere durch wenig Gebrauch, Rauch, Dreck, evtl. harzige Öle ( Da hilft Ballistol aber meist )

Gruss, Tommy
ukw
Inventar
#13 erstellt: 03. Dez 2005, 03:17
Versuch mal das: http://amplifier.cd/...n_im_Verstaerker.htm

Potis sind fast immer ein Problem.

Abhilfe: Stufenpoti oder
"Superconductive Plastik"

Gibts neu bei Thel
oder gebraucht in alten Kenwood KA 907 Verstärkern.

Ich habe einen ganzen Stapel dieser Verstärker im Einsatz.
Alter zwischen 22 und 27 Jahre

Nicht ein einziges Poti kratzt.
Präzise (Gleichlauf) wie die Atomuhr in Braunschweig.
Ich find's klasse
tommyknocker
Inventar
#14 erstellt: 03. Dez 2005, 11:11

Gibts neu bei Thel
oder gebraucht in alten Kenwood KA 907 Verstärkern.

da stellt sich ja fast die Frage welche Variante billiger ist

P.S.: Immer wieder klasse, was ihr alles an Quellen findet, echt hilfreich !

Gruss, Tommy
Hörtswerk
Schaut ab und zu mal vorbei
#15 erstellt: 09. Dez 2005, 19:38
Tach zusammen,
bevor man sie austauscht kann mans ja mal mit Kontaktspray versuchen. Was mich nur wundert, wie soll das funktionieren, die Drehpotis sind doch meistens öffnungslos (hoffnungslos?)
eingekapselt, die LS- Schalter auch. Nehmt Ihr die etwa auseinander???

Schönen Gruß und vielen Dank für eine Antwort, Stephan.
tommyknocker
Inventar
#16 erstellt: 09. Dez 2005, 19:58
Bis jetzt hab ich an Potis usw noch immer ein Loch/Schlitz... gefunden, wo ich reinsprühen konnte. Oder halt zerlegen und Kontakte reinigen (z.B. Schalter).
ukw
Inventar
#17 erstellt: 10. Dez 2005, 03:07
Nope,
die vom KA 907 sind
hermetisch geschlossen (verschraubt)
und mit doppeltem Kugellager.

Das Aluknöpfchen wiegt 212 Gramm
und der Regler läuft mit etwa dem Widerstand
wie der Finger durch Schlagsahne.



In der Mitte (dunkelgrünes Gehäuse)
5 Bahnen (56K, 3K, Loudness)
tommyknocker
Inventar
#18 erstellt: 10. Dez 2005, 14:28
Ok,
ALPS hat auch solche Fader gebaut (mit verschraubtem Gehäuse und Kunststoff müssts auch sein, bei mir im HK pm665vxi). Ob man bei dem Material mit Ballistol was erreicht ist m.M. eh fraglich.

Gruss, Tommy
ukw
Inventar
#19 erstellt: 10. Dez 2005, 14:35
Hey Tommy,
Leitplastik Potis kratzen nicht
tommyknocker
Inventar
#20 erstellt: 10. Dez 2005, 14:42
das wollt ich damit ausdrücken, hab nur mit der Ironie untertrieben.

Gruss, Tommy
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