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Wie seid ihr "drauf"?: Bastler oder Fertigkäufer?

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tubescreamer61
Inventar
#1 erstellt: 08. Apr 2011, 23:29
Nachdem ich nun doch nicht schlafen kann, ohne eine Frage (welche mich ungemein beschäftig)t zu stellen:

"Hört ihr schon, oder lötet ihr noch".

Dahin gehend, seid ihr "reine Konsumenten" oder baut ihr euch auch mal selber was zusammen (die Steigerung wäre: "kupfert" ihr nur nach, oder rechnet/konstruiert ihr auch selber).
Mich persönlich würde mal interessieren, wie groß der Anteil an "schöpferischer Initiative" hier (besonders im 2 kanaligem Bereich der akustischen Reproduktion) wirklich ist.

Nur zum allgemeinen Verständniss: Ich persönlich bevorzuge "den Weg des geringsten Widerstandes" - also greife ich gerne mal auf bestehende kommerzielle Möglichkeiten zurück (wer möchte schon gerne das Rad täglich neu erfinden). ich scheue mich allerdings auch nicht davor bei Bedarf (sofern nicht meinen Vorstellungen entsprechend) mal was "eigenes" zu bauen.
Dabei spielt es keine Rolle, ob`s nur ein "Interconnect" ist, oder gar ein kompletter Amp.
Evtl, seid ihr ja auch nur "an dem Gedankengut anderer interessiert" und kupfert nach was andere "erfunden" haben.

Es geht mir nicht darum, mein eigenes Ego aufzubauen, sondern eher eine vorhandene Intensivität in der Identifikation mit diesem Hobby zu erkennen.
Blöder Gedankengang oder ernst zu nehmende Frage - bitte äussert euch (rein Wertungsfrei) mal dazu.

MfG
Arvid
olli_gt
Stammgast
#2 erstellt: 09. Apr 2011, 07:31
Da mir für meine Anlage nur ein sehr begrenztes Budget zur Verfügung steht und ich gerne bastel, liegt es für mich nahe, häufig selbst Hand anzulegen.

So kaufe ich in der Regel nur günstige Gebrauchtgeräte, welche ich dann gerne mal modifiziere.
Z.B. entferne ich bei meinen CD-Playern die Mutingstufe, erhöhe die Netzteilsiebung und tausche die Operationsverstärker, oder auch Kondensatoren gegen höherwertige.
Kabel konfektioniere ich selber und Lautsprecherboxen werden selbst gebaut.

Dabei lasse ich mich gerne von Projekten inspirieren, welche ich im Internet finde.
Meine elektronischen Kenntnisse sind beschränkt, daher hole ich mir auch schon mal Hilfe von Leuten, die da versierter sind als ich. Z.B. das berechnen einer Frequenzweiche.
Das Löten übernehme ich dann wieder selber.

Dabei macht es eben sehr viel Freude, wenn man im Endeffekt mit möglichst geringem finanziellen Aufwand, möglichst viel erreichen kann und letztendlich etwas "eigenes" hat.

Das Basteln gehört für mich auf jeden Fall unbedingt mit zu diesem Hobby!
sakly
Inventar
#3 erstellt: 09. Apr 2011, 09:01
Hi,

bei mir ist es zwar nicht so, dass ich aus Geldmangel auf Gebrauchtes zurückgreife, aber oft ist es so, dass es die Lösung, die ich suche, gar nicht gibt.
Aus diesem Grund bleibt mir meist nichts anderes übrig, als selbst Hand anzulegen und Vorhandenes zu Modifizieren.
Meine selbstgebauten vollaktiven 3-Weger betriebe ich so mit einem modifizierten AVR, den ich als Vorstufe für Digital- und Analogquellen nutze, die Endstufen aber gleichzeitig mit meinem Digitalcontroller versorgen kann.
Elektronik selbst zu bauen macht zwar sicher Spaß, ist aber aus finanziellen Gründen absolut sinnfrei. Einen Amp mit 7 Endstufen und entsprechender Leistungsfähigkeit kann man für 250€ Teilepreis nicht in der Qualität bauen, die ein gebrauchter AVR mitbringt.

Gruß
germi1982
Moderator
#4 erstellt: 09. Apr 2011, 12:39
Meine Kabel mache ich selbst, die DIN-Kabel die man aktuell neu bekommt sind fast allesamt Schrott.

Und gebastelt wird wenn ich ein Gerät nicht in der gewünschten Ausführung bzw. mit gewünschtem Anschlußstandard bekomme...


[Beitrag von germi1982 am 09. Apr 2011, 12:40 bearbeitet]
Giustolisi
Inventar
#5 erstellt: 10. Apr 2011, 11:55
Geräte kaufe ich bisher gebrauchte, da die neuen auch nicht so viel besser sind dass sich der Mehrpreis lohnt.
Bei Lautsprechern lege ich selbst Hand an. Ich habe schon nachgebaut einfach weil jemand anderes die Arbeit bereits gemacht hat. Es gibt aber auch eine Hand voll Konstruktionen, die auf meinem Mist gewachsen sind. Manchmal weil es so einen Lautsprecher noch nicht gab, oder auch einfach aus Spaß an der Sache.
Zur Zeit stehen hier 5 Paar Lautsprecher rum und eigentlich habe ich schon wieder Lust auf das nächste Projekt.
Kägifret
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 10. Apr 2011, 19:42
Mangels technischem Know How kaufe ich fertig.

Aber wenn es in meiner Nähe mal einen Abendkurs "Lautsprecherbau für Anfänger" gäbe, würde ich den wahrscheinlich besuchen wollen.
Hörbert
Moderator
#7 erstellt: 10. Apr 2011, 20:07
Hallo!

Früher habe ich meine Vor-/Enstufen sebst konstruiert und gebaut. Aktuell mache ich allerdings nichts mehr indise Richtung da ich Vintage Geräre sammle.

Nur noch ab und an ein Paar Lautsprecher da ich einfach nicht gesonnen bin Mondpreise für duchschnittlich Konstruke z zahlen.

MFG Günther
sakly
Inventar
#8 erstellt: 11. Apr 2011, 03:38
Moin,

hier reden (natürlich) alle nur von Lautsprechern. Ich sehe das bei allen anderen Dingen genauso. Da, wo ich etwas haben will, was man nicht kaufen kann oder mir das gekauft zu teuer ist, mache/baue ich selbst etwas. Aktuell sind beispielsweise die Gartenmöbel dran. Da wollte ich für draußen auch nicht 2000€ für massive rustikale Tische und Bänke ausgeben.
Wenn man handwerklich nicht ganz ungeschickt ist und etwas kreativ ist, geht das gut. Ideen kann man sich natürlich von den Herstellern holen oder ein paar Bilder im Netz angucken

Gruß
HiFi-Tweety
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 11. Apr 2011, 08:24
Mit den Geräten an sich, habe ich zu wenig elektrotechnische Kenntnisse, als das ich mir es zutrauen würde, dort etwas zusammen zu basteln, was danach meinen hohen Erwartungen entspricht.

Bei Lautsprechern sieht das anders aus.

Dort habe ich mir das gebaut, was ich fertig nicht bezahlen würde, da ich für dieses Geld mir eher ein Haus kaufen/bauen würde.
Diese Lautsprecher waren vollständige Eigenkonstruktionen mit Hilfe eines Freundes!


[Beitrag von HiFi-Tweety am 11. Apr 2011, 08:26 bearbeitet]
Wolfgang_K.
Inventar
#10 erstellt: 11. Apr 2011, 08:39
Ich habe das Problem, daß ich kaum in der Lage bin ansprechende Gehäuse (die nicht so verbastelt wirken) selber zu bauen. Und dann muß man sich auch in den elektrischen Sicherheitsvorschriften auskennen, sonst kann der Eigenbau auch der letzte Eigenbau sein. Sonst hätte ich mich schon längst an einen selbstgebauten (Röhren)verstärker gewagt. Löterfahrung und elektronische Grundkenntnisse sind vorhanden, aber das reicht m.E. nicht aus. Außerdem braucht man dazu einen sinnvollen Arbeitsplatz und das nötige technische Equipment (Meßgeräte, Labornetzteile, etc). Und man baut sich dass in der Regel nur einmal - ob sich der ganze Aufwand dann überhaupt lohnt???

Ich glaube kaum, dass ich beim Selbstbau auch etwas sparen kann, gute Komponenten kosten eben Geld - selbst gebaute Computer (als Beispiel) sind ja auch nicht gerade billig.

Früher habe ich auch Pegelanpasser (für Cinch - DIN) selber gebastelt und gelötet. Da gab es passende Bausätze für. Hat richtig Spass gemacht - hochwertige Elektronik kaufe ich mir lieber fertig.

Gruß Wolfgang
Hörbert
Moderator
#11 erstellt: 11. Apr 2011, 12:00
Hallo!

@Wolfgang_K.

Fertige "19"-Gehäuse gib es z.B. bei Monacor, Bohren und Fräsen kann man sich die auch in einer Schlosserwerkstatt lassen. Für Röhrengeräte bietet sich auch ein schickes Holzgehäuse vom Schreiner an. Die recht einfach Elektronik eines Rohrengerätes montiert man dabei auf Lötleiten und auf ein Alu-Montageblech. Die Verdrahtung erfolgt dabei frei. So wurden früher alle Röhrengeräte gefertigt.

Wichtig ist bei solchen Geräten die penible Dokumentation der Verdrahtung sonst sucht man sich bei einem Fehler einen Wolf.

Im Vegleich zu den gerade für Röhrenschaltungen geforderten Mondpreisen kannst du gerade da kräftig sparen, allerdings solltest du dir die notwendigen Schaltpläne vom Netz oder aus einer techniscen Bibilothek beschaffen und die notwenigen Bauteile im Elektronikhandel bei Welter oder BTB kaufen. Bei der verwendung orgefertigter Module von Thel o.ä. zahlst du entschieden drauf.

Das notwendige Meßequipment bei Röhrenschaltungen beschränkt sich im wesentlichen uf ein gutes Multimeter, Oszi und Frequenzgenrator sind da nicht wirklich notwendig.

Auch uf Labornetzgeräte, Trenntrafos u.ä. kann man gut verzichten. Die alten Schaltpläne sind eigenlich recht nacbausicher.

Nur solltest du dir auch im Klaren sein das es für unerfahrene Röhrenbastle immer eine gewise erhöhte Gefahr für Leben und Gesundheit gibt, -andrerseits hat natürlich jeder irgendwann mal klein und unerfahren angefangen- .

MFG Günther
Mimi001
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 11. Apr 2011, 14:22
Bei Phobo wird ja twangsläufig gebastelt ...

Sonst Fertigkäufer.
mrflorian
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 15. Apr 2011, 20:10
Also obwohl viele leute Angst davor haben,

ich habe meine Anlage jetzt komplett gebraucht zusammengestellt (bis auf den Phonoverstärker).
Für jemanden der einfach ne Anlage nach seien Wünschen habe möchte, ist ein Neukauf oder so wie ich gebrauchtkauf das Beste.
Denn selbstbauen ist ein Hobby für sich, welches man nicht einfach mal so macht. Ist zumindest meine Meinung.
Also kann man das nicht wirklich vergleichen, es gibt Leute denen fliegt das einfach so zu. Die bauen nen Verstärker, Lautsprecher etc. einfach selber und es ist der Hammer. Andere brauchen mehr als 3 Versuche und dann ist doch alles Mist. Und dann kann es durchaus teurer werden als ein sehr guter Gebrauchtkauf.

Gruss
Flo
cr
Moderator
#14 erstellt: 15. Apr 2011, 20:49
Außer zur Herstellung von Adaptern oder manchmal Kabeln sowie Zusatzkästchen (zB um Kopfhörer optimal an Endverstärker anzupassen (Spannungsteiler etc)) löte ich eher weniger. Allenfalls bei einfachen Reparaturen.

Früher habe ich mal einen kompletten Verstärker samt Gehäuse gebastelt, aber das lohnt sich einfach nicht mehr, nachdem man gute lüfterlose Stereo-PA-Endstufen (ab 2x100W) schon ab 200 Euro bekommt.
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