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Rears und Center zusätzlich an einen Stereoverstärker?

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Andreas_K.
Inventar
#1 erstellt: 17. Apr 2007, 12:20
Hallo,

ich habe eine Zweitkette welche ich fast nur zum Fernsehen nutze. Diese besteht aus einem Verstärker Yamaha 492, sowie ein Paar McVoice Senator 110 Standlautsprecher.

Die LS Waren ein erster Versuch etwas bessere Musik zu hören und da ich die nicht verkaufen kann, hab ich Sie einfach behalten.

Nun hab ich ein paar Rears und einen Center von Kenwood bekommen und hab die Rears einfach mal zu Probe als zweites paar Lautsprecher an die freien anschlüsse des Yamaha angeschraubt.
Im ersten Augenblick gab es eine deutliche Verbesserung der gesamten wiedergabe im Bereich der Mitten und Höhen.

Jetzt die Frage... kann ich den Center einfach irgendwie mit anschließen? Ich dachte daran jeweils ein Paar Anschlusskabel entweder von den Lautsprecher an den Center zu führen oder direkt ab Verstärker den linken und rechten Kanal zusätzlich an den center zu führen.

Die Kanwood sind für 6 Ohm ausgelegt und der yamaha bietet 4 Ohm.

Ich möchte hier einfach mal ein wenig experimentieren ohne etwas zu beschädigen.
Die McVoice bieten einen netten Bass, sind aber in den Mitten und Höhen zu schwammig. mit den Rears kommt die Musik wie gesagt besser rüber und ich frag mich was passiert wenn der Center mit dazwischen geschaltet wird.

DominikS
Stammgast
#2 erstellt: 17. Apr 2007, 12:38
Hi,
4 Boxen an zwei Ausgängen geht im Normalfall, aber als "Rear" laufen die dann ja nicht, nur ihre Position ist halt die der Rears. Den Center noch mit einzuspeisen find ich nicht sinnvoll, mit Stereo hörst du normale Musik eh am besten.

Außerdem:
dein Verstärker ist für 4 Ohm ausgelegt, das heißt du solltest ihm die auch geben. Widerstände parallel geschaltet haben einen anderen Widerstand als die bloße Summe und die Impedanz geht in den Keller, wenn du zuviel anschließt. Wenn du aber nicht sehr laut hörst, ist es weniger problematisch als bei extemen Leistungen, denn dann wird der Verstärker "unterlastet". Wenn nämlich die ganze hohe Leistung durch zwei parallele 4-Ohm-Boxen läuft, dann sind es nur noch 2 Ohm und das gleicht einem Kurzschluss. Wenn dein Verstärker eine Schutzschaltung hat, dann ist gut, sonst ist aber schlecht...
Gib am besten mal die kompletten Impedanzen an.

Gruß,
Dominik

Edit:
Zu deinem Bild: das ist exakt die selbe Schaltung, aber die zweite ist kabelsparender.


[Beitrag von DominikS am 17. Apr 2007, 12:40 bearbeitet]
DominikS
Stammgast
#3 erstellt: 17. Apr 2007, 12:55
Achtung! Ich hab's mir gerade mal aufgemalt und: wenn du den Center an beide Pluspole schließt (was eigentlich logisch klingt), dann springen die Signale von beiden Endstufen auf alle Boxen über, sprich: du hast dann ein 5.0 Mono-System. Von der Impedanz mal ganz zu schweigen, denn: nehmen wir mal an, alle deine Boxen haben eine Impedanz von 6 Ohm, dann hast du fünf mal 6 Ohm parallel verteilt auf zwei Endstufen, macht (5/6)^-1 Ohm Gesamtimpedanz, also 1,2 Ohm. Selbst wenn die anderen 4 Boxen 100 Ohm hätten, hättest du nur noch (31/150)^-1 also etwa 4,84 Ohm... verteilt auf zwei Endstufen! Und nehmen wir mal an, es kommt links ein Signal und rechts nicht, dann fließt der Strom vom linken Pluspol auch in den rechten Pluspol, weil dann durchaus Potential zwischen Plus und "Plus" vorhanden ist, was die Endstufe bestimmt auch nicht gut findet.

Kurz: Lass es lieber sein!!!

Gruß,
Dominik


[Beitrag von DominikS am 17. Apr 2007, 12:56 bearbeitet]
Andreas_K.
Inventar
#4 erstellt: 17. Apr 2007, 13:08
OK und danke für den Tipp.
Es ging dabei auch weniger um die Positionen als darum die rears einfach neben die Stand LS zu stellen um im Mittel und Hochtonbereich ein wenig mehr Farbe ins Spiel zu bringen.
Leider spielen die McVoice doch sehr dumpf auf.
Andreas_K.
Inventar
#5 erstellt: 17. Apr 2007, 13:13
ich befürchte ich muss meiner Frau doch das Herz brechen und die McVoice verkaufen (waren ein geschenk von Ihr) und mir noch ein zweites Paar Taurin kaufen.
richi44
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 18. Apr 2007, 07:11
Du kannst gefahrlos folgendes versuchen:
Die beiden Front ganz normal anschliessen.
Die beiden Rear in Serie, also das Pluskabel von links hinten an Plus Links am Verstärker, Minus vom linken Rear-Lautsprecher mit Plus vom rechten Rear-Lautsprecher verbinden. Minus vom rechten Rear-Lautsprecher an Plus rechts des Verstärkers.
Wenn nur links oder nur rechts am Verstärker etwas raus kommt, ergibt dies eine Differenz der beiden Ausgänge und somit tönen die Rear-Lautsprecher zusammen mit dem jeweiligen Frontlautsprecher.
Wenn ein Monosignal kommt, bedeutet das, dass auf beiden Frontkanälen das Gleiche vorhanden ist und es somit keine Kanaldifferenz gibt. Damit sind die Rear ruhig.

Bei Surround-Signalen wird ein Differenzsignal gebildet, also L-R. Das bedeutet, dass die Surroundsignale einer TV-Sendung verstärkt über die Rücklautsprecher wiedergegeben werden.
In dieser Anordnung bekommst Du einen leichten Eindruck von Surround-Klang. Es gibt aber keine Möglichkeit, ein zusätzliches Monosignal zu bilden, um den Center anzusteuern, auf den musst Du bei einem normalen Stereoverstärker verzichten.

Und es gibt durch diese Operation weder ein Kanal-Übersprechen noch sinkt die Impedanz unzulässig ab noch schadet es den Endstufen. Die Rechnung von Dominik ist falsch.
lumi1
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 18. Apr 2007, 10:43
Hallo!

That´s right!

Diesen trick, des sogenannten "Phantomlautsprechers" habe ich schon in meiner Jugend angewendet.
Teils für Musik(z.B.PinkFloyd kam sehr gut), später,Mitte 80er,mit aufkommen der HiFi-Videorecorder für "StereoFilmWiedergabe".
Lächerlich, natürlich war der Soundtrack ja schon Analog-Surround.
War damals mangels bezahlbarer Decoder Mittel der Wahl.

MfG.
Andreas_K.
Inventar
#8 erstellt: 18. Apr 2007, 11:19
Danke für die Tipps!
Der yamaha hat ja zum Glück die Möglichkeit zwei Paar LS anzuschließen und auch beide paar gleichzeitig laufen zu lassen.

Ich hab jetzt auch mal den Canter mit rangenommen, empfand das gesamte Klangbild aber wieder umstimmig.
Die ollen und dumpfen McVoice Stand LS werden aber durch die Kenwood rears etwas aufgewertet, da diese nur im Bereich von 90 Hz bis 20.000 Hz spielen.

Natürlich kein vergleich mit den Taurin, aber schon netter als vorher ohne.
Insg. aber doch noch immer ein ganz schöner Soundbrei....

Das experiment (einfache Stand LS mit anderen LS zu kombinieren) hat mir aber sehr viel spaß gemacht.
Ich glaube ich werde als nächstes mal nach einem aktiven Sub suchen, der die mittleren und oberen Frequenzen an die Rears abgibt (wenn sowas überhaupt machbar ist)

HIFI fieber at it´s best
DominikS
Stammgast
#9 erstellt: 20. Apr 2007, 17:31
Hi,
theoretisch kein Problem. Die meisten Subwoofer unterstützen inzwischen dieses "Einschleifen". Du musst darauf achten, dass sie über einen High Level Ein- und Ausgang verfügen, da schließt du den Sub ganz normal wie "zwei Boxen" dran an, er trennt dann ab einer (meist einstellbaren) Frequenz und den Rest übernimmt er selbst.



So sieht das aus, hier am Beispiel eines B&W ASW 600.

Gruß,
Dominik
Andreas_K.
Inventar
#10 erstellt: 20. Apr 2007, 21:18
vielen Dank für die Hilfe, ich werde mich am Wochende makl schlau machen, was soetwas kosten kann.
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