Baubericht: Wohnzimmerkino mit einer klappbare Rahmenleinwand

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Android1986
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 14. Jul 2020, 20:52
Hallo Gemeinde,

ich würde gerne meine Planung für mein Wohnzimmerkino vorstellen, auch wenn ich mich noch in der Rohbauphase befinde. Ich erhoffe mir hierdurch, ein paar Verbesserungsvorschläge zu bekommen, um das Wohnzimmerkino zu optimieren.

Mein Ziel ist es mit einem Knopfdruck (welches ich in mein KNX Bus System integriere), dass Wohnzimmer in einen Wohnzimmerkino zu verwandeln.

Insbesondere hätte ich gerne einen Tipp oder Erfahrungsbericht, wie ich bei Auro 3d die Front high am besten installieren soll. Auch hätte ich gerne einzelne Meinungen gehört, ob das, wie ich es geplant habe, zu realisieren ist oder ob ich es am besten sein lassen soll.

Ich habe mich bereits im Vorfeld in die Thematik Lautsprecheraufstellung eingelesen, sowie ein bisschen in die Thematik Raumakustik. Ich möchte vorab erwähnen, dass ich bestimmt die Thematiken nicht hundertprozentig durchgerungen habe, daher würde ich mich über ein paar Tipps freuen.

Das Setup:

Was ich mir vorgestellt habe, ist ein 5.2.4 System zu realisieren. (Nach Auro 3d: 9.2)
5x Dali Phantom M 375, warum Dali, weil ich den Hybridhochtöner gut finde. Ferner möchte ich mir diese auch in der Wand bzw. klappbaren Rahmenleinwand montieren. Ich könnte mir aber auch andere Lautsprecher einbauen. Ich bin für Vorschläge offen, da ich mir die noch nicht gekauft habe. Eventuell auch Bowers & Wilkins.

2 x InWall Subwoofer (Bowers & Wilkins ISW-4), welche ich in meine klappbaren Rahmenleinwand montieren möchte. Hierbei bin ich noch unentschlossen, eventuell werden es auch zwei normale Subwoofer. Ich habe auch eine 390 cm breite Wohnlandschaft aus Stoff. Ich hoffe, dass hierdurch viel Tiefton geschluckt werden kann.

4 x Dali Fazon Sat, für die Höhenlautsprecher.

Als Beamer soll der JVC N5 oder 7 kommen.

Als AVC habe ich an den Denon 4700h oder 6700h gedacht.

Hier mal eine Skizze vom Wohnzimmer zur Vorstellung.

Bild 1

Im Moment sieht es etwas chaotisch aus, ich bitte das zu vernachlässigen. Der Raum ist 522 cm lang und 448 cm breit und hat eine Deckenhöhe mit Bodenbelang von 246 cm. Meine Decke im Wohnzimmer ist in der ersten Ebene um 13 cm und in der zweiten Ebene um 12 cm abgehangen, somit insgesamt um 25 cm abgehangen.

Bevor ich auf die einzelnen Konfigurationen eingehe. Möchte ich vorab sagen, dass ich eine klappbare Rahmenleinwand mittels einem Rolladenmotor (120 Nm) in der ersten Ebene mit einer Bildbreite von 3 Meter installiert habe. Die Seile in der Diagonalen werden mittels zwei Federzügen eingezogen. Insgesamt ist die Aussparung für die Leinwand 315 cm breit.

Als akustisch transparente Leinwand möchte ich mir die BS65K von Hollywood-Zuhause holen.

Warum eine klappbare Rahmenleinwand?

Bild 2

Bild 3

Hierbei sehe ich mehrere Vorteile. 1. Der Center wäre direkt hinter der Leinwand. 2. Ich hätte die Möglichkeit zwei InWall Subwoofer in der Wand zu installieren, welche somit nicht sichtbar wären. (Hierbei müsste ich gucken, ob es sinnvoll ist oder nicht) 3. Im ausgeklappten Zustand wäre die Decke oben Schwarz, diese möchte ich mit DC-Fix oder Black Velvet überziehen. 4. Da ich eine Tiefe bis zur Rahmenleinwand von 10 cm hätte, möchte ich diese auch akustisch behandeln, gedacht habe ich an Steinwolle. Eine Art Mini Baffle Wall. 5. Im eingeklappten Zustand kann man auf den ersten Blick nicht erkennen, dass im Wohnzimmer eine Rahmenleinwand installiert ist.

Lautsprecheraufstellung: 5.2-Surround-Kanäle

Durch eine Sitzposition und Abstand (339 cm) zur Leinwand lässt sich das Stereodreieck nicht realisieren, es wäre spitzwinklig. Ich bin bereits mit dem Sweetspot 110 cm von der Wand entfernt, mehr geht leider nicht, da die Wohnlandschaft dann im Raum stehen würde.

Um dies zu optimieren, werden die linken und die rechten Lautsprecher im ausgeklappten Zustand mit Teleskopschienen um 52 cm rausfahren. Somit hätte ich bei den Front Lautsprecher einen Azimuth von nahezu 30°. Die Lautsprecher wären dann, aber nur ca. 20 von der Wand (bzw. Fensterseite) entfernt, was suboptimal ist. Auf der anderen Seite, wo der Wohnzimmereingang ist, würden diese auch in den Flur schallen. Alternativ könnte ich diese auch in der klappbaren Rahmenleiwand lassen, jedoch hätte ich dann aber einen Azimuth von 20°. Hierbei wird jedoch mindestens ein Azimuth von 22° empfohlen.

Wie bereits erwähnt wäre meine Sitzposition 110 cm von der Wand entfernt. Die Rear Lautsprecher würde ich in einem Azimuth von 110° positionieren. Laut Lautsprecheraufstellung ideal für Dolby und Auro. Diese wären zwar sehr nah an der anderen Wand (Rückseite). Ich würde hier aber Absorber für die erst Reflexion vorsehen.

Bild 6

Ferner möchte ich noch als Unterstützung zu dem Subwoofer drei Körperschallwander (Reckhorn) unter dem Sofa montieren.

Lautsprecheraufstellung: 4-Höhen-Kanäle

Meine Hörposition ist 105 cm. Für die Rear high, welche ein bisschen in den Raum reinragen, (dennoch in der 10 % Toleranz von Auro sind) komme ich auf eine Elevation von nahezu 30°. (Bild 6) Geplant sind diese im Betrieb mit einem Rollladenmotor runterfahren zu lassen.

(Meine Rechnung: Deckenhöhe (246) minus zweite Ebene (12 cm) minus Hälfte der Fazon Sat (quer) und 1 cm Abstand zur Decke (8 cm). Wäre somit 120,5: tan 30° = 208 cm)

Das andere Problem wäre, aber die Front high Lautsprecher. Und hier hätte ich gerne insbesondere euren Rat / Empfehlungen / Erfahrungsberichte. Die Lautsprecher müssen 235 cm (Bild 1, Zeichnung gelb) von den Frontlautsprecher (Vertikale Achse) in den Raum montiert werden, um auf eine Elevation von 30 Grad zu kommen.

Bild 4

Bild 5

Dies widerspricht aber der 10 % Toleranzregel. Soll ich diese trotzdem an der Decke in 208 cm (Bild 1, Zeichnung blau) vom Sweetspot montieren oder aber über die Frontlautsprecher? Wenn ich diese aber über die Frontlautsprecher montiere, dann hätte ich eine Elevation von nur 20 Grad. Einige könnten sich jetzt denken, warum möchte er das jetzt wissen, obwohl der noch gar nicht so weit ist. Ich möchte die Front high Lautsprecher auch in die Decke montieren, welche dann ausgefahren werden. Ich möchte dann später wieder ungerne die Decke spachteln und schleifen…

Beamer/ Projektionsabstand:

Der Sitzabstand zur Leinwand würde 339 cm betragen. Der Projektionsabstand wäre aktuell 379 cm. Hiermit könnte ich die Leinwandbreite mit dem JVC N5 bzw. N7 noch nicht ausfüllen, dass soll aber mit einem breiten Beamerlift und einen Umlenkspiegel realisiert werden.

Thema Akustik:

Aus der Öffnung sollen dann Deckensegel mittels Teleskopschienen ausfahren.

Bild 7

Ich habe hier an Basotect gedacht, um die erst Reflexionen zu vermeiden. Leider können diese nur eine Stärke von 8 cm haben, ich hoffe das reicht aus.

Die Wand hinter dem Sofa soll ebenfalls um 10cm mit Basotect und Diffusoren verkürzt werden, um die Erstreflexionen der Rear Lautsprecher zu schlucken. Außerdem hätte ich noch die Möglichkeit an den Seitenwänden auch Absorber bzw. Diffusoren zu platzieren. Hierzu werde ich mich aber noch einlesen müssen, um nicht wild irgendwo die Absorber bzw. Diffusoren zu installieren.

Um den Raum abzudunkeln habe ich auf zwei Seiten (am Durchgang und an der Fensterseite) 315 cm (Bild 1, Zeichnung grün) breiten Rolladenmotor Bühnenmolten aufgewickelt (300g), damit weniger Lichtreflexionen vom Beamer entstehen.

Bild 8

Wie sich in meiner späteren Recherche herausgestellt hat, war das wohl keine allzu gute Idee von mir. Da der Bühnenmolten wohl zu viel von den Hochtönern schluckt und die anderen Wellen reflektiert, bzw. durchlässt, sodass diese sich im Raum Totlaufen. Ich könnte aber den Molton ersetzen, wenn ihr da gute Tipps habt, immer her damit. Ich glaube, dass es besser wäre, wenn ich den Molten noch Wellenfalte oder einen anderen Akustikstoff verwende.

Ich hoffe, dass ich alles soweit verständlich klar machen konnte, falls Fragen entstehen sollten, dann würde ich mich über Rückfragen freuen.

Beste Grüße
sakly
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 15. Jul 2020, 06:10
Moin!

Ich kann dir zwar leider Null Infos geben, aber ich finde dein Vorhaben irgendwie lustig und bin auf das Ergebnis gespannt. Deshalb wollte ich dir erstmal gutes Gelingen wünschen und meinen Klappstuhl aufstellen 😊

Eine Frage dennoch: Nachdem ich gelesen habe, dass zig Lautsprecher irgendwo von A nach B gefahren werden - soll das System nicht zwischendurch für Musik genutzt werden, beispielsweise wenn Besuch da ist oder sowas?

Die Subwoofer sind in dem Rahmen aus Aluprofilen mit drin und verschwinden in der Decke? Anstelle der ISW 4 würde ich da definitiv über Selbstbau nachdenken, das spart einiges an Kapital, bzw. bringt am Ende mehr Leistung. In Summe 4x8" ist für Heimkino vielleicht etwas mager. Externe Endstufe mit DSP für 3-400€ + 4x 10 er 12" ist da deutlich potenter und vor allem anpassbarer bezüglich Raummoden, die du definitiv haben wirst.
der_kottan
Inventar
#3 erstellt: 15. Jul 2020, 14:18
Ich nehme hier auch mal Platz.
JokerofDarkness
Inventar
#4 erstellt: 15. Jul 2020, 18:10
Die Idee mit den versenkbaren Deckenlautsprechern find ich Hammer!
meistro.b
Inventar
#5 erstellt: 15. Jul 2020, 21:07
Sind viele gute Ideen dabei, das Gesamtkonzept wirkt auf mich bisher sehr stimmig.
Ich nehme hier auch mal Platz.
binap
Inventar
#6 erstellt: 16. Jul 2020, 09:23
Sehr schön, ein neuer Baubericht.

Gleich mal meiner Linksammlung hinzugfügt:
Sammlung an Links zu Heimkino-Bauthreads

---------------------------------------------------------------------------------
Bauthread von Android1986 (#103) hinzugefügt
Bauthread [Baubericht] Wohnzimmerkino mit einer klappbare Rahmenleinwand von Android1986 NEU !!!


[Beitrag von binap am 16. Jul 2020, 09:28 bearbeitet]
mabuse04
Inventar
#7 erstellt: 19. Jul 2020, 20:49
Mal eine generelle Bemerkung von mir zu den Dali Fazon Sat LS. Viele nehmen die und scheinen auch damit zufrieden zu sein, nur sollte man sich im Klaren darüber sein, dass diese keine 80 Hz abkönnen, sondern besser erst ab 120 Hz getrennt werden sollten.

Ich persönlich wäre eher für andere LS, die weiter hinunter spielen und daher aber auch größer sind. Die Deckenkanäle sind Vollbereichskanäle was aber bezüglich der Praktikabilität und der Größe der Fazon Sat natürlich wieder aufgehoben wird.

Also, eher ein genereller Kommentar von meiner Seite, da ich persönlich größere Deckenlautsprecher bevorzuge. Das ist aber nur eine persönliche Geschmackssache, meinerseits und soll ein Hinweis sein, dass die Fazon Sat eben sehr kleine LS sind, die dementsprechend wenig Bass produzieren.

Ansonsten, alles gut.

Viele Grüße m
rain_air
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 31. Dez 2020, 19:49
Deine Ideen gefallen mir bisher sehr gut, ich lese gespannt mit.
frankenmatze
Stammgast
#9 erstellt: 19. Jan 2021, 11:08
Spannendes Vorhaben.

Guck dir doch mal die Subwoofer-Lösung aus diesem Bauthread an. Vielleicht ist das ja auch eine Lösung für dich.
http://www.hifi-foru...ack=2&sort=lpost&z=1
Splash
Stammgast
#10 erstellt: 01. Feb 2021, 11:34
@Android1986
Kannst du uns mal ein Update geben? Ich möchte einen ähnlichen Umbau realisieren und dabei auch auf die Kombination aus M-375 und Fazon Sat für die Höhen-Effekte setzen.

Wie sieht das fertige Projekt aus? Was sind deine klanglichen Eindrücke, auch im reinen Stereobetrieb bei Musik?
Sind die M-375 in der Lage, auch ohne Subwoofer ein passables Bassfundament zu liefern?
Hast du irgendwelche Tipps, die du noch geben kannst?
Einsteiger1977
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 17. Aug 2021, 18:02
Geht's hier noch weiter?
Android1986
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 24. Aug 2021, 09:01
Hallo Gemeinde,

tut mir leid für die längere Abwesenheit. Ich muss leider aus persönlichen Gründen das Projekt pausieren. Ich hoffe, dass ich im Winter/Frühjahr das Projekt fertigstellen kann. Dann melde ich mich mit dem Update.

Ich bitte um Verständnis und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Android 1986
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