PA-Endstufe will auch nach etlichen Versuchen nicht am AVR

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Daniel14
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 29. Okt 2018, 19:57
Hallo zusammen,

ich möchte im Wohnkino für den Betrieb von Passiv-Subwoofern eine PA-Endstufe nutzen. Als AVR nutze ich einen Denon AVR X1400H.

Zunächst hatte ich einen t.amp E-800 über ein Chinch-XLR-Kabel von Stagg angeschlossen, mit dem Ergebnis, dass die Endstufe kein Eingangssignal bekommen hat. Also habe ich selbst eines gelötet, Pin 1+3 auf die Abschirmung und Pin 2 auf Phase. Selbes Ergebnis. Auch die +3dB durch ein Y-Kabel brachten keinen Erfolg.

Also ging der t.amp Retour und ein neuer kam, wieder kein Signal. Dann alles an einem anderen, zweiten Denon AVR X1400H probiert, selbes Ergbnis, auch an einem älteren Onkyo-AVR.

In der Zwischenzeit konnte ich lernen, dass Consumer-Endstufen eine viel niedrigere Eingangsempfindlichkeit haben, als im PA-Bereich und die AVR deshalb eben auch eine geringere Spannung am Sub-Out anliegen haben.

Mit einem empfohlener Vorverstärker (Behringer PP400) hatte ich nun zwar ein Signal, was sich aber furchtbar anhörte. Im Nachhinein wurde mir erklärt, dass dieser Vorverstärker für den Einsatz von Schallplatten gedacht ist und für meinen Zweck gänzlich ungeeignet, da er das Signal wohl verzerre.

Also ging alles zurück und auf Empfehlung hin eine Behringer NX3000D vorbestellt, da diese einen DSP mit an Bord hat, was auch notwendig ist, da ich die Subwoofer selbst bauen werde. Zwei Monate gewartet, dann kam die Ernüchterung, wieder kein Signal.

Da ich häufig gelesen habe, dass ein Mischpult die Lösung sein soll, habe ich einen Thomann Millenium Pocket Mix-Kleinmixer und einen Behringer MX400-Kleinmixer gekauft. Wenn ich nun im AVR den Level des Subwoofers um +12dB angehoben und den Bass-Boost auf +12db, den Kleinmixer auf 3/4 und die Endstufe auf Maximum gestellt habe, dann hatte ich ein Signal und der Subwoofer spielt.

ABER nur sehr leise, im etwa so laut wie das Rauschen eines Heizkörpers. Wenn ich dann den Level am Kleinmixer noch etwas erhöht habe, dann ging die Endstufe sofort ins Clipping, was der Subwoofer auch deutlich wiedergab. Auch die Verwendung von Chinch auf Klinke 6,3mm-Eingang brachte keine Veränderung.

Als Subwoofer spielt derzeit testweiße ein Mivoc AWM124 in einem sehr häufig gebauten BR-Gehäuse (Forum Poisonnuke und Bauplan von Strassacker). Natürlich hatte ich auch schon einen anderen Subwoofer (Sinuslive SL-W365) versucht, welcher sich absolut identisch verhielt.

Vor ein paar Tagen habe ich dann die Finte ins Korn geworfen und die NX3000D zurückgeschickt und schon fast einen Reckhorn A-409 bestellt. Sicherlich ein sehr guter Verstärker, welcher aber bei weitem nicht die Power der NX3000D hat. Und diese Power möchte ich als Leistungsreserven für die Zukunft. Und nachdem ich gestern Abend in einem Baubericht von einem HK wieder PA-Endstufen gesehen habe, hat mich der Ehrgeiz wieder gepackt. Ich weiß, dass es funktioniert und dass auch bei vielen Personen. Nur leider konnte mir bisher keiner helfen.

Deshalb meine Frage, wer weiß Rat? Wer nutzt PA-Endstufen i.V.m. welchen Zubehör?
Kann es evtl. am symmetrischen Signal liegen welches gewandelt werden sollte?


Zusammengefasst:
2 verschiedene Denon AVR X1400H getestet, einen älteren Onkyo
Chinch-XLR Kabel von Stagg und selbstgelötetes, sowie Y-Kabel getestet
2x t.amp E-800 ohne Erfolg
1x Plattenspielen Vorverstärker ohne Erfolg
2x verschiedene Kleinmixer ohne Erfolg
1x Behringer NX3000D ohne Erfolg
2x verschiedene Passiv-Woofer getestet

Bitte helft mir!
Ich bin sicherlich nicht auf den Kopf gefallen, aber im Heim-Hifi-Bereich jedoch noch recht neu. Ich bin für jede Erklärung, jede Berichtigung und jeden Vorschlag offen. Bei Bedarf gebe ich natürlich auch weitere Infos. Aber das Ganze zieht sich nun schon seit fast 5 Monaten und zermürbt mich langsam! Ich schaue auch schon seit Ewigkeiten keine BD mehr, da ich mir die Filme eben aufheben möchte, bis die Bässe laufen.


[Beitrag von Daniel14 am 29. Okt 2018, 20:05 bearbeitet]
Ingor
Inventar
#2 erstellt: 29. Okt 2018, 20:35
Wenn ich dich richtig verstanden habe, möchtest du an den Sub-out des AVR von Denon eine Endstufe anschließen um damit dann richtig Wumms zu haben. Wenn dem so ist, solltest du beachten, dass aus dem Sub out, je nach Einstellung des AVR nur die dem Sub-Kanal zugeordneten Signale kommen. Dies kann bedeuten, dass eben nur bei Effekten etwas aus diesem Kanal kommt.
*Emmel*
Inventar
#3 erstellt: 29. Okt 2018, 21:02
Für mich hört sich das so an, als wenn bei dir aus dem Sub-Out gar kein oder kaum ein Signal rauskommt. Ich kenne mich mit dem Denon AVR nicht aus, aber guck mal nach, das du nicht ausversehen den Bass auf die Frontlautsprecher zugeordnet hast, dann ist der Sub-Out nämlich quasi deaktiviert.

Das was du vor hast, geht bei mir wunderbar.
Ich habe auch eine PA-Endstufe von Yamaha (P7000S) am Sub-Out angeschlossen.
Da wie du richtig gelesen hast, PA-Endstufen hohe Eingangsspannungen brauchen, habe ich noch einen Equalizer von Behringer (FBQ1502HD Ultragraph Pro) dazwischen geschaltet, den ich quasi als Vorverstärker nutze. Damit hebe ich den Input etwas an und regle den Bass nach oben.
Angeschlossen sind daran 2 Mivoc AW 3000 in jeweils einem BR-Gehäuse u. ein weiterer Subw. mit 4 PA-10 Zoll Bässen.
Das drückt ganz ordentlich


[Beitrag von *Emmel* am 29. Okt 2018, 21:04 bearbeitet]
Daniel14
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 30. Okt 2018, 07:46

Ingor (Beitrag #2) schrieb:
Dies kann bedeuten, dass eben nur bei Effekten etwas aus diesem Kanal kommt.


Das versteht sich von selbst. Habe Sinustöne und Filmmaterial eingesetzt.



*Emmel* (Beitrag #3) schrieb:
aus dem Sub-Out gar kein oder kaum... das du nicht ausversehen den Bass auf die Frontlautsprecher zugeordnet hast.


Doch es kommt, auch vollständig, nur eben wie beschrieben sehr sehr leise (bzw. wenn ich dann den Kleinmixer von 3/4 auf Maximum gedreht habe, dann setzte sofort Clipping ein). Im AVR war der Bass natürlich nur dem Sub-Out zugeordnet und wie schon beschrieben der Kanal auf +12dB und der Bass-Boost ebenfalls auf +12dB.



*Emmel* (Beitrag #3) schrieb:
habe ich noch einen Equalizer von Behringer (FBQ1502HD Ultragraph Pro) dazwischen geschaltet, den ich quasi als Vorverstärker nutze. Damit hebe ich den Input etwas an


Das ist ja mal eine konkrete Prduktempfehlung, danke. Aber in Art und Umfang dann doch überflüssig, da die Endstufe ja einen DSP hat.

Es wundert mich zudem, da ich ja auch schon zwei (bzw. drei) Kleinmixer probiert habe, welche ja das Signal angeblich auch um bis zu 10dB verstärken.

Mit Input anheben meinst du Gain erhöhen?

Und wie hast du alles verkabelt? Mit XLR oder Klinke?


[Beitrag von Daniel14 am 30. Okt 2018, 09:26 bearbeitet]
*Emmel*
Inventar
#5 erstellt: 30. Okt 2018, 21:59
Ich habe einen Harman-Kardon AVR 4000 5.1, also nur einen Cinch-Ausgang für den Subwoofer.
Da steckt ein Y-Cinch-Kabel drauf Amazon-Link,
von da aus gehe ich mit einem Cinch auf Klinke 6,3mm-Kabel Amazon-Link in den Klinken-Eingang des Behringer Equalizer. Vom Equalizer-XLR-Ausgang gehe ich mit einem normalen XLR-Kabel Amazon-Link in den XLR-Eingang der Endstufe.
Am Equalizer habe ich pro Kanal einen Input-Regler, der vergleichbar mit einem Gain-Regler ist, die stehen beide auf ca. 2-3 Uhr. Die Regler für den Bassbereich sind auf Maximum angehoben (+12db bei 25, 40, 63 und 100 Hz).
Bei der Yamaha-Endstufe stehen die Volumen-Regler auf 2-3 Uhr.
Beim AVR ist der Subwoofer nicht angehoben (steht auf 0 db, könnte bis +10 db angehoben werden) und steht bei einer Trennfrequenz von 80 Hz.
In dieser Einstellung, wie gesagt, funktioniert es bei mir wunderbar.
Daniel14
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 31. Okt 2018, 09:31
Danke für deine ausführliche Schilderung. Wenn ich das so lese, glaube ich fasst, dass dein Equalizer das asymmetrische Signal aus dem AVR in ein symetrisches wandelt und das da bei mir der Hund begraben liegt.

Das ist nämlich das einzige, was ich konkret (mittels DI-Box, wie an anderer Stelle gelernt) noch nicht versucht habe.

Also werde ich heute mal die Rückgabe der Kleinmixer einleiten und die NX3000D ein zweites mal ordern, nur diesmal mit einer DI-Box.
soundvernatiker
Inventar
#7 erstellt: 20. Jul 2020, 09:03
Hallo,

also kommt man um die DI Box nicht drumherum?
Liegt es nun am ASymmetrichen Signal oder an zuwenig Spannung am PreOut?
Dr.Dodo
Stammgast
#8 erstellt: 08. Aug 2020, 13:43
Ich nutze einen x2200.
Die Front läuft Vollaktiv über 3 PA Endstufen.
Die Subs Uber Eine t.amp e800. Am Sub hingen aber auch schon andere PA Amps.
Ich hab einen Aufholverstärker zwischen AVR und T.Amp beim Sub, welcher aber nicht zwingend notwendig wäre da die T.Amp genug Saft liefert. Als DSP hängt beim Sub noch ein Thomann 4x4 Mini zum entzerren der Subs.

Ich bin mir sehr sicher das deine Einstellungen nicht stimmen.
Im AVR alle Sub Regler auf 0db?
Filmsignal auch eine Sub Spur?
Zum testen im Menü unter Bass auf LFE+Front stellen, da nimmt der PreOut alles was auch die Front bekommt.
Alternativ ne Trennung bei 80hz und ein DSP aktivieren wie Dolby Musik oder DTS x etc.
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