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Laptop - S/PDIF oder DAC

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Autor
Beitrag
daschxx
Neuling
#1 erstellt: 13. Okt 2015, 19:23
Hallo,
Ich wollte mir einen neuen Verstärker kaufen und dadurch meine Anlange ein wenig aufwerten.
Ich habe ein Thinkpad T400 und über die Dockingstation auch einen S/PDIF Ausgang.
Nun stellte sich mir die Frage, ob ich mir einen Verstärker mit Digitaleingang kaufen soll oder einen mit nur Analogeingängen und einen DAC.
Die Frage ist eigentlich, wie die Qualität über den S/PDIF Ausgang ist und ob diese mit einem externen DAC mithalten kann.
Mein Budget liegt bei 300-400€, lohnen sich dabei die Überlegungen überhaupt?

Ich hoffe auf hilfreiche Antworten,

daschxx
Mickey_Mouse
Inventar
#2 erstellt: 13. Okt 2015, 19:35
über S/PDIF werden die Daten digital 1:1 zum Verstärker übertragen. Nimmst du einen externen DAC, dann läuft das genauso, nur evtl. per USB.
bis dahin besteht also kein Unterschied.
bei der D/A Wandlung ist das so eine Sache, heutzutage sind die Lösungen so gut, dass für wenige Euro ein Gerät gebaut werden kann, dass klanglich eigentlich nicht zu übertreffen ist.
aber selbst wenn es dann Unterschiede gibt, es kommt auf die gesamte Kette an. Was nutzt dir ein Kettenglied aus super gehärtetem Titan, wenn der Rest einfaches Blech ist, das man mit der Nagelschere zerschneiden kann?

Ich würde mir an deiner Stelle den Yamaha 501 angucken. Da bekommst du ein solides Gerät innerhalb deiner Preisklasse mit digitalen Eingängen und auch noch eine regelbare Loudness.
Werner_B.
Inventar
#3 erstellt: 13. Okt 2015, 19:40

daschxx (Beitrag #1) schrieb:
... Die Frage ist eigentlich, wie die Qualität über den S/PDIF Ausgang ist und ob diese mit einem externen DAC mithalten kann.
Mein Budget liegt bei 300-400€, ...

In dem Rahmen: sie kann, wenn optisch (TOS-Link). Damit verhinderst Du auch zuverlässig Masseschleifen, musst nur im Forum hier suchen: es gibt dazu unzählige Anfragen, weil sich die Leute Brummen oder andere Störgeräusche eingefangen haben.

Bei USB-DACs kann man Geräte mit galvanischer Trennung (was Masseschleifen unterbricht) am USB-Eingang bekommen, das sind aber eher teure Geräte, die billigsten mir bekannten liegen bei ca. EUR 350-500. Und es gibt nur sehr wenige, auch bei den teuren ist das bei weitem nicht selbstverständlich.

Gruss, Werner B.


[Beitrag von Werner_B. am 13. Okt 2015, 19:41 bearbeitet]
cr
Moderator
#4 erstellt: 13. Okt 2015, 21:18
Auch bei koaxialer Verbindung ist der ursprünglich meist vorhandene Übertrager dem Sparstift zum Opfer gefallen, bleibt nur mehr Lichtleiter.
Slatibartfass
Inventar
#5 erstellt: 14. Okt 2015, 07:54

daschxx (Beitrag #1) schrieb:
Hallo,
Nun stellte sich mir die Frage, ob ich mir einen Verstärker mit Digitaleingang kaufen soll oder einen mit nur Analogeingängen und einen DAC.
Die Frage ist eigentlich, wie die Qualität über den S/PDIF Ausgang ist und ob diese mit einem externen DAC mithalten kann.

Deine Frage ist im Prinzip, ob der externe DAC ein eigenes Gerät sein soll, oder ob dieser bereits im Verstärker integriert sein soll.
Über S/PDIF oder USB werden die Audiodaten digital ausgegeben. Hat der Verstärker einen Digital-Eingang, hat er einen internen DAC, mit dem die Digital-Analog-Wandlung durchgeführt wird. Daher geht es eher um die Frage, ob der interne DAC des Verstärkers mit einem externen DAC mithalten kann.
Das ist dann natrülich eine Frage zu konkreten ungenannten Geräten. Der Unterschied dürfte aber sehr gering sein und ggf. nur auf einer sehr hochwertiegen Anlage im direkten Vergleich hörbar sein. Wichtiger ist eher die Konfiguration des Rechners für eine unverfällschte Ausgabe (Stichwort ASIO).

Slati
daschxx
Neuling
#6 erstellt: 14. Okt 2015, 16:41
Ok, erst einmal vielen Dank für die vielen Antworten.

Im Grunde habe ich es mir so gedacht wie ihr alle geschrieben habt.
Digital ist Digital und muss zu Analog gewandelt werden, egal ob im Verstärker oder im DAC.
Für Verwirrung sorgten dann Geräte wie der Musical Fidelity V-Link II, was tun dieser tolles, das sie hunderte Euros kosten?

Ich habe folgende Verstärkern mit digital Eingang gefunden:
Onkyo A-9010, Yamaha A-S301, Yamaha A-S501
Welchen würdet ihr empfehlen?

Ich verwende Ubuntu als Betriebssystem, wie schaut es da mit ASIO bzw. allgemein mit der Audioqualität aus?
8Quibhirfd8
Stammgast
#7 erstellt: 14. Okt 2015, 22:48

Für Verwirrung sorgten dann Geräte wie der Musical Fidelity V-Link II, was tun dieser tolles, das sie hunderte Euros kosten?


Sowas kann durchaus Sinn machen, denn auf die USB-SPDIF Umsetzung ist mehr Wert zu legen als auf die nachfolgende D/A Wandlung, die kann auch ein 20 € Chip machen.Oftmals läßt die USB-Anbindung von USB-DAC´s (auch von teuren) zu wünschen übrig. Aber hunderte Euro dafür...na ja ist halt Musical Fidelity. Da reicht auch einer von InLine für 50 € mit einem C-Media Cipsatz. Habe ich selber und ist das beste was ich bisher hatte, mit einem nachfolgenden 25 € D/A Wandler ( ohne ASIO ).


Ich verwende Ubuntu als Betriebssystem, wie schaut es da mit ASIO bzw. allgemein mit der Audioqualität aus?


Dann lass mal deinen SPDIF-Ausgang am Notebook so wie er ist. Ob da was anderes läuft ist erst mal fraglich. Bei Ubuntu gibt es kein ASIO sondern ALSA, mit einer fest einzustellenden Samplefrequenz von 44,1 Khz. Von daher kannst du mit Ubuntu genau so gut bedient sein, allerdings mit weniger Möglichkeiten als bei Windows.
smutbert
Stammgast
#8 erstellt: 15. Okt 2015, 10:16

8Quibhirfd8 (Beitrag #7) schrieb:
[…]Von daher kannst du mit Ubuntu genau so gut bedient sein, allerdings mit weniger Möglichkeiten als bei Windows.

Das mit den weniger Möglichkeiten wage ich zu bezweifeln

Aber um das etwas näher auszuführen:
Normalerweise will man am PC in der Lage sein mit mehreren Anwendungen gleichzeitig Töne auszugeben. Früher hat es Soundkarten gegeben, die das in Hardware erledigt haben, aber nachdem die Rechenlast, die das verursacht schon lange nicht mehr ins Gewicht fällt und alle modernen Betriebssysteme das in Software erledigen können, sind solche Soundkarten schon lange nicht mehr üblich und bei den wenigen, die es noch geben mag, liegt diese Fähigkeit normalerweise brach.

Damit man aber die Audioausgaben mehrerer Anwendungen mischen kann muss man sie erst in ein einheitliches Format umrechnen, also die gleiche Sampletiefe, Kanalzahl und vor allem die gleiche Samplerate.
Gerade das Umrechnen der Samplerate ist vor nicht allzulanger Zeit oft mit einfachsten Algorithmen passiert. Inzwischen ist das (zumindest unter Linux) bereits in der Standardkonfiguration zwar nicht mehr der Fall, aber manchen HiFi-begeisterten (bis zu einem gewissen Grad mich eingeschlossen - auch wenn es Unsinn ist) ist es ein Dorn im Auge, wenn irgendetwas am Audiomaterial verändert wird.

Um also dem Resampeln aus dem Weg zu gehen nutzen unter Windows viele WASAPI (das ist die übliche Softwareschnittstelle für Audioanwendungen) im exklusiven Modus oder auch ASIO. Beide umgehen den Mixer, der die Ausgaben unterschiedlicher Anwendungen mischen würde und geben soweit es die Treiber und die Hardware zulassen den Audiodatenstrom so wieder wie er vorliegt, was auch bedeutet, dass nur eine einzige Anwendung Zugriff auf die Soundkarte erhält.

Unter aktuellen Linuxdistributionen sieht die Situation mit Pulseaudio etwas besser aus, weil Pulseaudio in der Lage ist von zwei möglichen Samplerate, die geeignetere auszuwählen und für das Mischen der Audioausgaben zu verwenden. In der Standardkonfiguration wählt es zwischen den von der Audio-CD her bekannten 44100 Hz und den abseits von Musik üblichen 48 kHz. Rein aus Prinzip und weil diese "Umschalterei" von anderen Audioanwendungen blockiert werden kann, wollen das aber trotzdem einige umgehen, was kein Problem ist. Man nutzt einfach das zugrundeliegende Alsa um Pulseaudio, das nur eine Hardwareabstraktionsschicht ist, zu umgehen und den Ton direkt auf der Soundkarte auszugeben.


Ich bin übrigens mit dem analogen Ausgang des onboaord-Sounds genauso zufrieden wie mit dem (m)einer sehr guten Soundkarte. Dasselbe gilt für die optischen Verbindung (toslink) zum Verstärker, mit dem bereits erwähnten Vorteil der galvanischen Trennung. Außerdem lassen sich mittels toslink bei mir problemlos 15m überbrücken.
(Tatsächlich sind es 7-8m, bei denen ich auch auf analogem Wege keine Einbußen befürchte. Toslink habe ich der galvanischen Trennung wegen genommen und ich habe damals nur ein 15m Tosling-"Kabel" bekommen - die photonen drehen also ein paar audiophile Ehrenrunden bevor sie zum Verstärker kommen.)

USB mag ich nicht so sehr und längere Kabel verursachen bei USB auch gerne Probleme.
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