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Zeitverzögertes Geräte-Ausschalten (Master-Slave-System)

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BWoll1997
Neuling
#1 erstellt: 14. Aug 2016, 09:33
Hallo ihr Lieben,

Ich nutze die virtuelle Orgelsoftware Hauptwerk in Verbindung mit einem Steinberg UR 44 sowie einem Subwoofer aus dem Hause Canton.

eine Frage beschäftigt mich seit langem:
Wie kann man es einrichten, dass mit einem Knopfdruck alle Geräte der Hauptwerk-Anlage ein- und dann am Ende wieder ausgeschaltet werden, ohne das ein Gerät davon Schaden nimmt?

Aktuell habe ich es bei mir so gelöst:
Master-Slave-System, Computer an Dauerstrom als Master, An- und Ausschalter des Computers an den Spieltisch verlegt. Der Rest schaltet sich dann sofort ein, wenn ich den Computer vom Spieltisch aus starte. Beim Hochfahren klappt alles ganz gut, nur beim Ausschalten gibt es ein Problem:
Mein Subwoofer bekommt am Ende, wenn das Soundinterface (an dem er angeschlossen ist) ausgeschaltet wird, ein lautes Knacken, was ihm auf Dauer sicher schaden wird.

Die Lösung würde heißen, das Soundinterface NACH dem Subwoofer auszuschalten. Dabei kam mir die Idee, ob es irgendwie möglich ist, eine Art Energiepuffer als Steckdosenaufsatz einzubauen, was das Interface so ca. 5 Sekunden länger mit Strom versorgt (auch wenn die Steckdose bereits ausgeschaltet ist).
Dann wären Subwoofer sowie Nahfeldmonitore bereits aus, und der Ausschalt-Knall vom Interface würde nirgendswo mehr schaden anrichten können.

Gibt es solche Geräte, die einen kurzfristig mit Energie versorgen (Ich weiß von diesen sogenannten USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung), allerdings sind die für meine Zwecke viel zu teuer und zu groß dimensioniert).

Über Ideen, Anregungen, Tipps bin ich wie immer sehr dankbar!

Herzliche Grüße!
Benedikt Woll
Rabia_sorda
Inventar
#2 erstellt: 14. Aug 2016, 10:54
Das wird es als fertige Lösung nicht geben.
Hier musst du wohl selber etwas bauen.

Eine Idee wäre:
In die Signalleitung (Cinch?) des Sub ein 5V-Relais schalten, dass über den geschalteten USB-Port des PC´s aus/eingeschaltet wird. Bei abgeschaltetem PC wird das Relais den "heissen Draht" auf Masse legen und dadurch die Signalleitung des Soundinterface zum Sub kurzschliessen.

Materialliste:
Ein Kunstoff-Gehäuse oder eine Abzweigdose,
Ein USB-Kabel,
Ein 5V-Relais mit 1x Öffnerkontakt.
Evtl. 2x Cinch-Einbaubuchsen (um das Cinchkabel nicht zerschneiden zu müssen)

(Lötkolben, Lötzinn, Litzen)

Oder das Netzteil des Soundinterface höher zu puffern. Hier müssten vom Wert her größere Elkos eingebaut werden, die die Spannung nach dem Ausschalten noch eine Zeitlang aufrecht halten.


[Beitrag von Rabia_sorda am 14. Aug 2016, 10:58 bearbeitet]
BWoll1997
Neuling
#3 erstellt: 14. Aug 2016, 12:32
Vielen Dank für die Antwort. Die zweite Lösungsmöglichkeit klingt zwar gefährlicher (ich traue mich nicht, dieses Netzteil zu öffnen), scheint mir aber sinnvoller zu sein.

Gibt es vielleicht schon fertige Netzteile, die einen solchen Puffer haben?
*Nightwolf*
Inventar
#4 erstellt: 14. Aug 2016, 14:47
Eine andere Möglichkeit wäre ein sog. Nachlaufrelais, wie es z.B. für Lüfter in Sanitärräumen genutzt wird. Ich kann aber nicht sagen, ob es da welche gibt, die nur ein paar Sekunden nachlaufen - da müsstest du dich mal einlesen.
Mickey_Mouse
Inventar
#5 erstellt: 14. Aug 2016, 15:02
also wenn es nur um das Knacken des Subwoofers beim Ausschalten geht, dann sollte der das schon abkönnen, außer er schlägt jedesmal an?!?
wie kommst du auf die Idee, dass ihm das Schaden könnte?
BWoll1997
Neuling
#6 erstellt: 14. Aug 2016, 15:06
Naja, es ist schon ein richtig lautes Knallen in dem Moment wo das Interface keinen Strom mehr bekommt.
Mir ist noch eingefallen: Man könnte vielleicht das Netzkabel hinter dem Transformator auftrennen und dort einen Elko mit entsprechender Kapazität einbauen? Geht das so einfach?

Liebe Grüße
Benedikt
Mickey_Mouse
Inventar
#7 erstellt: 14. Aug 2016, 15:22
bitte tue dir selber den Gefallen, wenn du über derart "geringes gefährliches Halbwissen" verfügst und nichtmal den Unterschied zwischen Gleich und Wechselstrom kennst, bzw. was ein Kondensator "macht", dann lasse bitte, bitte die Finger von allem was Netzspannung führt und fange nicht an daran zu basteln!
Rabia_sorda
Inventar
#8 erstellt: 14. Aug 2016, 17:38

Man könnte vielleicht das Netzkabel hinter dem Transformator auftrennen und dort einen Elko mit entsprechender Kapazität einbauen?


Du meinst bestimmt das sekundäre Niedervoltkabel nach dem Netzteil, nicht die primäre 230V-Zuleitung?
Das würde funktionieren.
BWoll1997
Neuling
#9 erstellt: 14. Aug 2016, 17:41
Genau, hinter dem Transformator (also dem Gerätchen, was man in die Steckdose steckt).
Es kommen 12V AC bei 1.5 A raus.
Rabia_sorda
Inventar
#10 erstellt: 14. Aug 2016, 17:44
AC bedeutet Wechselstrom (allgem. als Wechselspannung bezeichnet) und würde nicht funktionieren.
Die Spannung wird erst im Interface gleichgerichtet, somit muss im Interface "Hand angelegt" werden, oder die Gleichrichtung ausgelagert werden.
BWoll1997
Neuling
#11 erstellt: 14. Aug 2016, 17:54
Habe mich verlesen..
Input ist AC.
Beim Output steht nur 12 V incl. diesem Zeichen (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/9f/Direct_current_symbol.svg/90px-Direct_current_symbol.svg.png), was meiner Meinung nach für Gleichstrom steht. Weiterhin die Angabe der Stromstärke, nämlich 1.5 A.

Dann müsste es ja klappen. Bleibt nur noch die Suche nach der passenden Kondensatorgröße.
Frage nur, ob dieses Vorhaben in irgendeiner Weise die Arbeit des Steinbergs beeinflusst:
Brummschleife, Erdungsproblem?
Rabia_sorda
Inventar
#12 erstellt: 14. Aug 2016, 17:55

*Nightwolf* (Beitrag #4) schrieb:
Eine andere Möglichkeit wäre ein sog. Nachlaufrelais, wie es z.B. für Lüfter in Sanitärräumen genutzt wird.


Das ist in der Theorie machbar, aber leider in der Praxis nicht unbedingt als "Laie" umsetzbar. Hier muss einiges beachtet werden (VDE), da man mit 230V-Netzspannung arbeitet. Auch der Schaltimpuls wird hier über 230V geschaltet, wobei hier auch ein Problem mit den einzelnen Phasen entsteht (eine Dauerphase, und eine geschaltete Phase wird benötigt). Hier müsste man dann aus einer Steckdose die Dauerphase nehmen und aus der M/S-Steckdose die geschaltete Phase. Das Ganze in eine Abzweigdose wurschteln, usw...Gott bewahre!
Rabia_sorda
Inventar
#13 erstellt: 14. Aug 2016, 17:59

Beim Output steht nur 12 V incl. diesem Zeichen (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/9f/Direct_current_symbol.svg/90px-Direct_current_symbol.svg.png), was meiner Meinung nach für Gleichstrom steht.


Richtig.


Bleibt nur noch die Suche nach der passenden Kondensatorgröße.


Anfangen könntest du mit 4700μF oder 6800μF (min.16V), und dann probieren. (Auf die Polarität achten, ggfls. messen!)


Frage nur, ob dieses Vorhaben in irgendeiner Weise die Arbeit des Steinbergs beeinflusst:
Brummschleife, Erdungsproblem?


Gibt kein Problem.


[Beitrag von Rabia_sorda am 14. Aug 2016, 18:08 bearbeitet]
BWoll1997
Neuling
#14 erstellt: 14. Aug 2016, 18:43
Es reicht doch dann eigentlich ein Kondensator auf die Phase zu setzen oder?
Der Nullleiter braucht doch keinen?

Edit: Habe mal nach der Formel für die Kapazität gegoogelt:
C=Q/U
Q=I*t

I=1,5A
t=15 Sekunden
U=12V

Ich komme auf 1,875 Farad.
Das wären dann 1875000μF.

Wie kamst du auf die Werte 4700μF oder 6800μF?


[Beitrag von BWoll1997 am 14. Aug 2016, 19:00 bearbeitet]
*Nightwolf*
Inventar
#15 erstellt: 14. Aug 2016, 19:58

BWoll1997 (Beitrag #14) schrieb:
Es reicht doch dann eigentlich ein Kondensator auf die Phase zu setzen oder?
Der Nullleiter braucht doch keinen?

Ich bin wahrlich kein Fachmann, aber ich würde behaupten, der Kondensator muss parallel zum Verbraucher geschaltet werden.
Rabia_sorda
Inventar
#16 erstellt: 15. Aug 2016, 00:00

Es reicht doch dann eigentlich ein Kondensator auf die Phase zu setzen oder?
Der Nullleiter braucht doch keinen?


Ich hoffe du meinst immer noch den sekundaeren Gleichspannungsausgang Hier handelt es sich dann um Plus und Minus.
Deine Bezng. trifft für einen 230V Netzanschluss zu.


Wie kamst du auf die Werte 4700μF oder 6800μF?


Erfahrungen....aber wo holst du auf einmal die 15sek. her? Soll oder muss das Interface so lange nachlaufen?

Und ja, der Kondensator muss parallel zum Verbraucher geschaltet werden (An Plus und Minus).

Aber ganz ehrlich........so langsam habe ich echt Sorgen......


[Beitrag von Rabia_sorda am 15. Aug 2016, 00:08 bearbeitet]
cr
Moderator
#17 erstellt: 15. Aug 2016, 01:17
Anderer Ansatz:
Vor dem globalen Ausschalten aller Verbraucher müßte einfach der Eingang des Subs per Relais kurzgeschlossen werden. Das läßt sich leicht und ungefährlich basteln
Vielleicht würde es sogar genügen, dass das Kurzschließen im Moment des Ausschaltens der Geräte erfolgt (hängt davon ab, wann genau der Knacks von der Soundkarte kommt). USB gesteuerte Relais gibt es
Rabia_sorda
Inventar
#18 erstellt: 15. Aug 2016, 09:54

USB gesteuerte Relais gibt es


Tatsächlich. Da habe ich mich noch nie mit befasst, also auch nie was von gehört....interessant.
Das wäre dann ja sowas. Aber gibt es das auch im Gehäuse, ohne wäre mir das zu heikel.
cr
Moderator
#19 erstellt: 15. Aug 2016, 11:33
Ergänzung: Es gibt auch USB-gesteuerte Steckdosenrelais. Auch mit solchen könnte man mittels PC eine geeignete Abschaltrangfolge definieren. Ist halt die Frage, ob sich der Aufwand wirklich lohnt
Werner_B.
Inventar
#20 erstellt: 15. Aug 2016, 19:46

cr (Beitrag #19) schrieb:
Ergänzung: Es gibt auch USB-gesteuerte Steckdosenrelais.

Genau (oder ggf. welche mit Netzwerkanschluss). Das sind meines Erachtens die sinnvollsten Lösungen für das Problem. Die sind auch teilweise speicherprogrammierbar, müssen also nicht dauernd am USB des PC angeschlossen sein, sondern nur zur Programmierung.

Ich habe übrigens mit einer normalen Master-/Slave-Leiste keinen Ausschaltknacks auf den LS, die Vorstufe geht sofort aus, die LS trennen vermutlich sofort das Signal und gehen langsam aus (die LEDs werden langsam dunkler). Letzteres scheint wohl bei den Canton anders zu sein. In dem Zuge hatte ich mich mal mit einer Firma in's Benehmen gesetzt, die Netzleisten auch nach Kundenspezifikation fertigt (als ich noch nicht wusste, dass die normale Master-/Slave-Leiste in meinem Fall genügt). Ergebnis der Idee mit Verzögerungsrelais war im Grunde, dass sich der Aufwand für eine Einzelanfertigung nicht lohnt.

Im übrigen lässt der TE deutlich erkennen, dass er gar nicht die elektronischen Grundkenntnisse hat, um so etwas selbst zu bauen, geschweige denn nach VDE-Regeln. Jeder mag sich nach eigenem Gutdünken in Lebensgefahr bringen - schlimm ist nur, dass dadurch auch Unbeteiligte betroffen sein können. Versicherungen sind nach grober Fahrlässigkeit übrigens nicht sehr spendierfreudig ...

Gruss, Werner B.


[Beitrag von Werner_B. am 15. Aug 2016, 19:47 bearbeitet]
cr
Moderator
#21 erstellt: 15. Aug 2016, 21:58
Ich hatte eigentlich diese Probleme nie und habe wegen der aktiv betrieben LS alles Mögliche, das Probleme machen könnte, wie DSP, digitaler Lautstärkeregler, USB-Soundkarte. Aber alle Geräte, auch die aus der PA-Welt, schalten sofort die Ausgänge kurz und zeitverzögert ein, es gibt weder beim Ein- noch Ausschalten Knackse.
Sollte eigentlich heutzutage Standard sein, und ein Relais, das nur Ausgänge kurzschließt, tut auch nicht weh, weil es nicht im Signalweg liegt
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