Best Practices: CD's als Musikdatenbank aufbauen

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klaus_moers
Inventar
#1 erstellt: 28. Dez 2018, 15:19
Hallo zusammen,

nach dem Umzug mit Kisten voller CDs kam der Wunsch auf, CD's auf die Festplatte (NAS: QNAP) zu bringen.

Nach Anfängen über iTunes oder mp3 Convertern habe ich in den letzten Tagen im Netz das Tools EAC für mich entdeckt. Leider gab es bei der Ablage in der NAS das Problem, dass z.B. VLC die Alben nicht korrekt interpretieren konnte. Da wurde viel getrennt, was zusammengehört. Bevor ich jetzt weitermache, mit möglicherweise Anfängerfehler, die mich Monate kosten, kurz mal hier nach dem Best Practice fragen. Ich befürchte, es gibt viele Details, die man nicht alle kennen kann.


Meine all-in Wünsche:


  • verlustfreie Speicherung
  • Verwendung einer NAS
  • passendes Dateiformat für hohe Kompatibilität zur externen Musikprogrammen (Datenbank mit Genre, Alben, etc.)
  • Speicherung von Musikinformationen (Album, Jahrgang, Interpret, Genre, etc.)
  • keine Abhängigkeit von einzelnen Programmen (weder Apple noch Windows)
  • Cover-Datenbankabfrage zur Ablage im Verzeichnis des Albums
  • Verwendung beliebiger Streamingdienste (VLC, AV-Receiver, iTunes, QNAP Musik, iphone, Android, whatever...


Wenn es wirklich so einen Best Practice Ansatz gibt, wäre ein Leitfaden als Resultat des Threads eine coole Sache.


Viele Grüße,
Klaus
vstverstaerker
Moderator
#2 erstellt: 28. Dez 2018, 17:26
Hallo Klaus, es sei mal gleich gesagt, dass das relativ problemlos möglich ist.
EAC ist dabei schon gar nicht verkehrt, ich bin aber irgendwann davon abgekommen. foobar2000 kann das auch und ist eh mein bevorzugter Player, also warum einen eigenen Ripper verwenden...

1. Speicherung als verlustlose .flac - stell es dir vor wie zip oder rar Container. Du kannst jederzeit das Original wiederherstellen, aber der Speicherbedarf ist geringer als wave und es ist zudem in andere Formate beliebig wandelbar.

2. Aufs NAS muss es dann ja nur kopiert werden. Ich rippe immer zuerst auf den PC, man könnte aber auch direkt ohne Zwischenschritt auf das NAS speichern. Einstellungssache in foobar2000 oder einem anderen Ripper.

3. .flac lässt sich mächtig taggen, sprich allerlei Informationen, die man auch in mp3 speichern kann, kann auch flac speichern. Das sollte gleich beim Rippen korrekt gemacht werden, dann hat man nie wieder Arbeit. Wichtig ist, dass man sich im Vorfeld Gedanken macht. Wenn du z.B. von einem Album verschiedene Pressungen aus unterschiedlichen Jahren hast, dann muss man sich schon überlegen, wie man das sinnvoll archiviert. Bei mir wächst z.B. derzeit die Klassiksammlung und ich habe foobar2000 beigebracht, dass es nun auch nach Komponisten in meiner Sammlung suchen kann Bei meiner sonstigen Rock und Metal Musik ist der Komponist mir nun weniger wichtig gewesen.

4. .flac kann von etlichen Programmen abgespielt werden. Ansonsten siehe 6.

5. Ich benutze dafür den AlbumArtDownloader. Er durchsucht unzählige Datenbanken und Händler wie amazon und findet von auch nur halbwegs bekannten CDs auch extrem hoch aufgelöste Cover. Auch eine Einbindung in foobar2000 ist wohl möglich. Ich würde dann immer empfehlen das Cover als folder.jpg im Albumordner zu speichern. Ein Einbinden in die Dateien führt bei einigen externen Geräten zu Problemen.

6. Kommt drauf an, ob z.B. der AVR flac unterstützt. Inzwischen ist das Format sehr weit verbreitet.
Wenn die Musik z.B. auf einen mp3 Player oder ins Auto soll, kann man mit wenigen Klicks die gewünschte Musik nach mp3 umwandeln, direkt mit foobar2000. Wobei selbst manche Autos schon flac lesen können. Wichtig ist, dass du mit flac das ideale Ausgangs- und Archivformat hast.


Vieles kann man viel detaillierter erklären, darauf verzichte ich aber erstmal, weil das alles schon im Forum steht, nur vielleicht noch nicht so gebündelt.
Wenn das dann für dich alles so richtig ist, kann man das vielleicht im Detail hierher kopieren, damit ein How to entsteht.


[Beitrag von vstverstaerker am 28. Dez 2018, 17:32 bearbeitet]
ffree
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 29. Dez 2018, 12:05
als Alternative zu EAC und foobar: dbpoweramp CD Ripper.
kostet zwar nach 21 Tagen, es zahlt sich aber aus.

Anbindung an die AccurateRip Datenbank (Qualität der gerippten Files im Vergleich)

https://www.dbpoweramp.com/cd-ripper.htm

Fred
moon1883
Stammgast
#4 erstellt: 29. Dez 2018, 12:25
EAC unterstützt doch auch Accurate Rip...
j!more
Inventar
#5 erstellt: 30. Dez 2018, 11:34

moon1883 (Beitrag #4) schrieb:
EAC unterstützt doch auch Accurate Rip...


Ja. Aber dbPoweramp ist einfacher zu bedienen, sehr komfortabel bei den Metadaten und schnell. Sehr schnell. Wenn man viele CDs rippen will, lohnt die Ausgabe.

Versuch macht kluch. Nach drei Wochen kann man ja entscheiden, ob's einem das wert ist oder nicht.

Ansonsten natürlich EAC .

Und wenn wir schon beim Geld ausgeben sind: JRiver Mediacenter für den ganzen Rest. Kostet auch Geld, kann aber alles (könnte auch rippen, aber nicht so gut wie dbPoweramp) und man hat das ganze Gefrickel nicht, zu dem einen foobar zwingt. Gibt es auch zum Testen.

Ansonsten natürlich foobar.


[Beitrag von j!more am 30. Dez 2018, 11:36 bearbeitet]
vstverstaerker
Moderator
#6 erstellt: 30. Dez 2018, 14:36
Natürlich kann auch foobar AccurateRip

Gefrickel ist relativ. Man kann natürlich foobar brachial an seinen Geschmack anpassen, man kann es aber auch in 10 Minuten einrichten und fertig ist der Lack.

Ach ja, foobar ist bei mir auch schneller beim Rippen als EAC. Kann aber an meinen Einstellungen liegen... Eigentlich ist mir fast egal, wie lange es dauert. Dafür macht man es ja ein mal richtig.
eBill
Inventar
#7 erstellt: 31. Dez 2018, 18:37
Ich habe mehr als 10 Jahre EAC benutzt. Als ich auf FLAC umstellen wollte (vorher Wave), hatte ich einige Probleme mit der Konfiguration. Daraufhin habe ich dBpoweramp ausprobiert und bin bei dBpoweramp bis heute geblieben.

Ein Vorteil von dBpoweramp wurde noch nicht genannt: das Programm kann auf 5 verschiedene Datenbanken mit Tag-Informationen zugreifen! Das ist ein Grund mit, warum dBpoweramp etwas kostet - der Zugriff auf einige Tag-Datenbanken ist kostenpflichtig. EAC und viele andere Programme können nur auf die freie freeDB Datenbank zugreifen.

Meine Empfehlung ist klar auch dBpoweramp! Als Ergänzung zu jedem Rip-Programm kann ich mp3tag empfehlen.


eBill
vstverstaerker
Moderator
#8 erstellt: 03. Jan 2019, 17:08
mp3tag empfehle ich auch, sehr mächtig. Braucht man nicht unbedingt, finde ich aber komfortabler als foobar für einige Dinge.

Wenn aus diesem Thread eine Art How to werden soll, wäre vielleicht gut, wenn ihr auch aktuelle Preise der kostenpflichtigen Alternativen nennt. Ich habe da keine Vorstellung von und die Nennung ist hier auch kein Regelverstoß
Viridarium
Inventar
#9 erstellt: 03. Jan 2019, 19:41
Ich habe gerade mal gegoogelt. DBPoweramp kostet 34 Euro. Gibt es, wie die meiste hier genannte Software, nur unter Windows und Mac. Ich erhalte eigentlich nur noch zum Rippen meiner CDs einen alten Windows-PC am Leben. Eine gleichwertige Alternative für Linux habe ich leider noch nicht gefunden. 34 Euro wären OK, wenn es auf Linux laufen würde.
GKMRico
Stammgast
#10 erstellt: 03. Jan 2019, 20:32
Hi, ich benutze seit Jahren unter Linux das Tool "Asunder" damit speichere ich CDs als .flac .
Es ist einfach zu bedienen und Qualitätsverluste sind mir noch nie aufgefallen.
Viridarium
Inventar
#11 erstellt: 04. Jan 2019, 15:22
Kann das denn AccurateRip?
GKMRico
Stammgast
#12 erstellt: 04. Jan 2019, 18:22

Kann das denn AccurateRip?

Glaub nicht, wenn ich eine 1:1 Kopie will würde ich eine .iso Datei von der CD machen.
Mögliche Ripfehler sind mir hörbar bei "Asunder" noch nie untergekommen.
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