Audacity - Installationsanleitung für Windows XP

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Inventar
#1 erstellt: 23. Sep 2007, 11:20
Audacity ist ein mittlerweile über viele Betriebsysteme verbreiteter kostenlos erhältlicher OpenSource Wav-Editor. Grund genug hier mal eine Anleitung zu platzieren, die ich ohnehin für ein anderes Forum angefertigt habe.

Will man ihn ausprobieren so lädt man sich von der Homepage mit einem Klick auf Download Audacity xxx (aktuell v1.2.6) das Hauptprogramm, startet den Installer und nach dem ersten Start hat man nach einer Abfrage eine deutschsprachige Oberfläche.



Auf der selben Seite gibt es auch die passende deutschsprachige Online-Hilfe samt Handbuch.

Will man auch MP3 weiterverarbeiten so wird man von der Download-Seite aus auch gleich an die Installation des LAME-Codecs verwiesen und nebenbei finden sich links in der Seitenleiste auch noch weitere Links auf deutschsprachige Tutorials zu dieser Anwendung.

Download

Nach dem Download findet man ein libmp3lame-win-3.97.zip im bevorzugten Downloadpfad seines Rechners.

Im ZIP befinden sich drei Dateien, die man an irgendeinen Ort auf dem Rechner packen, wie man grad lustig ist.

Beim ersten Aufruf des MP3-Exports kommt dieser Hinweis:





Ein Suchfenster geht auf, das man auf den Pfad der entpackten Dateien führt.



Es folgt eine Abfrage welche ID3-Tagvariante man bevorzugt.



Das wars dann auch schon, denn der Export der Datei beginnt.



Dieses Einbinden einer Lame_enc.dll ist nur einmal nötig, Audacity merkt sich den Pfad zum Encoder.

Auch bringe ich an dieser Stelle immer gern den Hinweis, dass man den Export nach MP3, also in ein verlustbehaftetes Endbenutzer-Format nur nach Abschluss aller Bearbeitungsschritte machen sollte. Denn wenn man MP3 mehrfach als Quellformat einliest und wieder als Export-Format speichert degeneriert das Signal nach einigen Bearbeitungen, weil jedes einzelne [url0http://www.audiohq.de/index.php?showtopic=556]erneute Encodieren[/url] oder transcodieren über mehrere verlustbehaftete Audioformate wieder Signalanteile nach unterschiedlichen Charakteristiken"herausrechnet".

Fürs Rumschnippeln an verlustbehafteten Dateiformaten gibts spezielle Programme die das Signal nicht mehrfach encodieren müssen.

Ein Beispiel wäre hier mp3directcut

Hinweise:

Entgegen einigen veralteten Beschreibungen in den Online-Hilfen kann Audacity auch das mittlerweile sehr verbreitete FLAC-Format einlesen.



Der einzige Stolperstein der mir noch einfiele, wäre der wenn man den Suchdialog zur Lame_enc.dll auf ein nicht entpacktes ZIP führt, dann sieht man zwar dank der ZIP-Erweiterung des Explorers die Datei Lame_enc.dll und vrlinkt auch darauf, aber der Export könnte möglicherweise dennoch nicht funktionieren, weil der Encoder für das Programm in der ZIP nicht erreichbar ist.
Paesc
Moderator
#2 erstellt: 23. Sep 2007, 11:48
Sehr gut, well done! Baust Du die Anleitung hier noch aus bzw. postest einen Link, wo man sich nachträgliche Erweiterungen anschauen kann? Sobald ich meine externe Soundkarte habe, interessiert mich unter anderem das Aufnehmen von externen Quellen (vor allem ab MD/Digitalisierung von Tapes). Auch Streaming soll mit Audacity möglich sein.


Hyperlink schrieb:
Entgegen einigen veralteten Beschreibungen in den Online-Hilfen kann Audacity auch das mittlerweile sehr verbreitete FLAC-Format einlesen.


Habe unter Vista die Version 1.3 Beta laufen. Kann damit FLAC auch schneiden. Am Anfang und Ende muss der weggeschnittene Teil mindestens 2 Sekunden betragen, zudem finde ich die Platzierung eines Anfangspunktes etwas grob. Man kann aber damit leben, evtl. wird sich das ja noch verbessern...

Greez
Paesc
Hyperlink
Inventar
#3 erstellt: 23. Sep 2007, 12:40

Paesc schrieb:
Sehr gut, well done! Baust Du die Anleitung hier noch aus bzw. postest einen Link, wo man sich nachträgliche Erweiterungen anschauen kann?


"Schaun mer mal",

wie groß die evtl. vorhandene positive Rückmeldung hier wird.

Einen ausführlichen und kommentierten Link-Katalog kann ich mir aber durchaus vorstellen.

Die mittlerweile wirklich große Audacity-Community über die populäreren Betriebssysteme hinweg machts einem, weil Anleitungen und Tutorials bereits existieren und nur noch verlinkt werden. Nicht jeder möchte sich durch endlose Forenthreads quälen und das bereits vorhandene Material ist schon so umfangreich und auch gut, wird zudem auch gepflegt, dass es keinen wirklichen Sinn macht meinerseits das Rad neu zu erfinden.

Für ebenso förderungswürdige OpenSource-Anwendungen wie etwa musikCube würde ich mir da schon eher Zeit nehmen wollen. Die deutsche Sektion im Wiki zu MC stammt ja bereits von mir, bzw. ist eigentlich aus einem abgewandelten Artikel entstanden. Da läßt sichs halt auch einfacher darauf aufbauen, bzw. ausbauen, zumal den Ausbau vorab dann auch besser planen kann.

Übrigens ist natürlich jeder (auch Du Paesc) bei Interesse eingeladen, bei solchen quellfreien Anwendungen in der Doku mitzuhelfen. Charakteristisch für solche Programme ist ja gerade, dass der Support durch die Benutzer gewährleistet wird und dadurch Verbesserungen eingearbeitet werden können. Ich bin ja auch nur auf diesem Wege unterwegs, als kleines DankeSchön für viele tolle Programme aus den verschiedenen OpenSource-Bereichen ab und an mal ein paar Sätze zu schreiben. Mir fällt das jedenfalls leichter, als beim programmieren oder mit Spenden zu helfen.

Gruss

PS:

Auf die Schnelle lassen sich natürlich schon bei bereits vorhandener Übung bebilderte Kurz-Tutorials schreiben. Aber irgendwann sollten auch diese so man einige davon sammelt auf eine sinnvolle Art und Weise indiziert und zusammengefasst werden.

Auf die Schnelle sieht dann auch schon mal so aus:

Beispiel:

Kanäle L+R vertauschen

Man lädt die zu bearbeitende Datei, nachdem Import/Öffnen sieht man links neben den zwei Spuren des Stereosignals ein Bedienfeld.



Nach einem Klick auf den zugehörigen Pfeil kommt man in das Kontextmenü dieser beiden anfangs noch zusammengehörigen Spuren. Mit einem Klick auf Stereotonspur aufteilen trennt man Stereo in zwei Spuren.



Links und Rechts werden danach mit ihren Kontextmenüs angezeigt.



Nach einem Klick auf Tonspur nach unten verschieben wechseln linke und rechte Tonspur ihre Position.





Im vorletzten Schritt machen wir aus den beiden Spuren wieder ein Stereo-Projekt mit einem Klick auf Stereotonspur erstellen.



Danach kann über das Datei-Menüdas Projekt in WAV exportiert werden.



Aber auch ein Export in MP3 ist möglich.



[Beitrag von Hyperlink am 23. Sep 2007, 13:15 bearbeitet]
Paesc
Moderator
#4 erstellt: 23. Sep 2007, 14:22

Hyperlink schrieb:
"Schaun mer mal",

wie groß die evtl. vorhandene positive Rückmeldung hier wird.

Einen ausführlichen und kommentierten Link-Katalog kann ich mir aber durchaus vorstellen.


Hoffe mal, dass da noch mehr kommt – wenn Du Zeit und Lust dazu hast. Du und Frank Bicking habt euch ja längst den Ruf angeeignet, verständliche und ausführliche Anleitungen zu schreiben.


Hyperlink schrieb:
Nicht jeder möchte sich durch endlose Forenthreads quälen und das bereits vorhandene Material ist schon so umfangreich und auch gut, wird zudem auch gepflegt, dass es keinen wirklichen Sinn macht meinerseits das Rad neu zu erfinden.


Yep. Sich durch duzende Threads und Berichte zu ackern macht nicht wirklich viel Spass, „durfte“ ich auch schon feststellen. Sollten zu den meisten Punkten bereits Berichte vorhanden sein, macht es Sinn, Links aufzuführen und noch nicht Verfasstes hinzuzufügen. Im Allgemeinen finde ich es aber angenehmer, wenn jemand komplette Anleitungen und Berichte selber verfasst – dies, weil dann jeweils die gleiche Struktur (Aufbau der Themen, Organisation usw.), Sprache etc. angewendet wird, was das Ganze verständlicher macht und nicht laufend neue Links angeklickt werden müssen. Meine Meinung.


Hyperlink schrieb:
Für ebenso förderungswürdige OpenSource-Anwendungen wie etwa musikCube würde ich mir da schon eher Zeit nehmen wollen. Die deutsche Sektion im Wiki zu MC stammt ja bereits von mir, bzw. ist eigentlich aus einem abgewandelten Artikel entstanden. Da läßt sichs halt auch einfacher darauf aufbauen, bzw. ausbauen, zumal den Ausbau vorab dann auch besser planen kann.


Yep. Für einen Bereich, zu dem noch nicht viel geschrieben wurde, werden weniger oder keine Doppelspurigkeiten auftreten. Zudem hilft es natürlich, die Software bekannter zu machen. Bin überzeugt, dass die wertvollen Anleitungen auf AudioHQ wesentlich zur Verbreitung von EAC und Foobar2000 beigetragen haben - und somit heute viele MP3- und andere Musik-Dateien hochwertiger erstellt werden, das Niveau gehoben wurde.

musikCube ist sicher interessant, meine Bedürfnisse werden aber schon durch EAC, Foobar2000, Winamp usw. abgedeckt. Aber sag niemals nie: Ich werde mir musikCube schon mal merken (hatte zuvor noch nie etwas davon gehört). Finde toll, dass Du ehrlicherweise ausdrücklich erwähnt hast, dass musikCube keinen Secure Mode kennt. Ist für meine Ansprüche eine Grundvoraussetzung, trotz Plextor-Laufwerken (kein Laufwerk ist perfekt).


Hyperlink schrieb:
Übrigens ist natürlich jeder (auch Du Paesc) bei Interesse eingeladen, bei solchen quellfreien Anwendungen in der Doku mitzuhelfen. Charakteristisch für solche Programme ist ja gerade, dass der Support durch die Benutzer gewährleistet wird und dadurch Verbesserungen eingearbeitet werden können.


Klar. Wichtig finde ich vier Voraussetzungen:

1. Die Anpassung und Erweiterung einer bestehenden Anleitung sollte möglichst einfach sein (das Paradebeispiel ist hier natürlich Wikipedia). Es gibt je länger je mehr Anleitungen, die auf der Basis von Wikipedia basieren. Natürlich besteht dann aber auch die Gefahr, dass mal jemand etwas falsch anpasst oder sich schlimmstenfalls Trolle einschleichen.

2. Eine gepflegte, gut verständliche Sprache. AudioHQ ist bisher die Einzige Plattform, bei welcher ich las, dass auf ein gepflegtes Deutsch zu achten ist. Für Anleitungen sicher wichtig, für Forenbeiträge ist das meiner Meinung nach weniger relevant – solange man versteht, was gemeint ist, versteht sich.

3. Ein gewisses Fachwissen. Ich meinerseits habe Ende 2005 meine erste MP3-Datei mit EAC erstellt (die ersten MP3s habe ich ebenfalls 2005 mit CDex gemacht) und arbeite weder im PC- noch im HiFi/Tonstudio-Bereich… Du konntest meine Ansichten und Fortschritte ja laufend mitverfolgen, da Du sowohl im EAC-Forum wie auch hier unterwegs bist. Vieles ist für mich noch Neuland – die Erstellung einer MP3- oder FLAC-Datei natürlich nicht mehr, aber dafür anderes. Man kann natürlich aus allem eine Wissenschaft machen oder sich im Detail verlieren, siehe bereits bekannten Thread. Wissen, das ich bereits habe, gebe ich aber gerne weiter.

4. Die Zeit. Je nach Lebenslage ändert sich verständlicherweise das verfügbare Soll an Zeit. Wenn man diese aber hat oder besser gesagt sich bewusst Zeit dafür nimmt, spricht nichts dagegen, seinen Teil im World Wide Web zu platzieren.


Hyperlink schrieb:
Ich bin ja auch nur auf diesem Wege unterwegs, als kleines DankeSchön für viele tolle Programme aus den verschiedenen OpenSource-Bereichen ab und an mal ein paar Sätze zu schreiben. Mir fällt das jedenfalls leichter, als beim programmieren oder mit Spenden zu helfen.


Ist sicher begrüssenswert, wenn man auf seine Weise etwas beitragen kann. Darauf basiert ja das Open-Source-Prinzip auch: Man kann etwas beitragen, wenn man will, ist aber nicht dazu verpflichtet. Ein schönes Stück Freiheit, wie man sie heute leider in vielen Bereichen je länger je weniger kennt.

Greez
Paesc


[Beitrag von Paesc am 23. Sep 2007, 14:33 bearbeitet]
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