Hinter meiner Hörposition benötige ich Akustikpaneele zur Schallabsorption?

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djpundro
Stammgast
#1 erstellt: 28. Mrz 2026, 13:21
Mir ist klar geworden, dass die Raumakustik der entscheidende Faktor ist. Ich nutze derzeit mein Yamaha R-N800A YPAO Raummesssystem mit Elac DBR62 Lautsprechern und einem zusätzlichen Elac RS 500 Subwoofer. Mein Raum ist 14 Quadratmeter groß.

Was meinen Sie? Hinter meiner Hörposition befindet sich eine Backsteinwand. Benötige ich Akustikpaneele zur Schallabsorption?

sealpin
Inventar
#2 erstellt: 28. Mrz 2026, 13:45
An dem Hörplatz wirst Du in jedem Fall eine Bassanhebung erfahren, die du auch mit Akustik Panelen nicht weg bekommst.
Man kann natürlich die Wand mit Akustik Panelen belegen, aber ohne das man weiß, bei welchen Frequenzbereichen man tatsächlich Probleme hat, ist das nicht wirklich zielführend.

Ich bin eher ein Freund von Diffusoren hinter dem Hörplatz.

Aber wie gesagt, Bassanhebungen kriegst Du an dem Hörplatz so nicht in den Griff.
djpundro
Stammgast
#3 erstellt: 28. Mrz 2026, 15:41
Du meinst so etwas Diffusor ?
Für wie große Fläche brauchen wir so etwas Ca wie der ganze Bett ?Breit 2m X Hoch 0,5m

oder ein Set wie diese


[Beitrag von djpundro am 28. Mrz 2026, 15:51 bearbeitet]
sealpin
Inventar
#4 erstellt: 28. Mrz 2026, 16:08
eher so was:
https://www.thomann.de/de/diffusoren.html

Aber ich würde vor jedem Kauf erstmal checken, ob Du den primären Hörplatz von der Wand weg bekommt (wobei Diffusoren hinter Dir sicher immer ok sind.)

Dann würde ich die Erstreflexionen links der linken und rechts der rechten Box angehen (Spiegelverfahren --> einfach nach googeln).
DB
Inventar
#5 erstellt: 29. Mrz 2026, 10:30
Der Teppich ist ein guter Anfang. Die Wände aber sind reichlich kahl (was in Einrichtungshäusern und -zeitschriften zu finden ist, soll das Auge, nicht das Ohr zufriedenstellen). Abgesehen von der Akustik, auf der Bettkante zu sitzen stelle ich mir als Hörposition ziemlich anstrengend vor.
Knüpf dir einen Wandteppich mit deinem Wunschmotiv selbst und mach den an die Wand. Der ist auch einfacher sauberzumachen als solche Akustikelemente: über die Teppichstange hängen und ausklopfen.

MfG
DB
djpundro
Stammgast
#6 erstellt: 29. Mrz 2026, 11:06
Hinter Höhr platz passt bei mir ?Oder was meinst damit genau ?
Was ist mit Fenster eine Vorhang vorhanden ,und hinten Lautsprecher auch ?
Bilder mit rot gegengezeichnet .






[Beitrag von djpundro am 29. Mrz 2026, 11:10 bearbeitet]
djpundro
Stammgast
#7 erstellt: 29. Mrz 2026, 11:19
So etwas hilft auch ?



[Beitrag von djpundro am 29. Mrz 2026, 11:28 bearbeitet]
djpundro
Stammgast
#8 erstellt: 29. Mrz 2026, 13:19

DB (Beitrag #5) schrieb:
Der Teppich ist ein guter Anfang. Die Wände aber sind reichlich kahl (was in Einrichtungshäusern und -zeitschriften zu finden ist, soll das Auge, nicht das Ohr zufriedenstellen). Abgesehen von der Akustik, auf der Bettkante zu sitzen stelle ich mir als Hörposition ziemlich anstrengend vor.
Knüpf dir einen Wandteppich mit deinem Wunschmotiv selbst und mach den an die Wand. Der ist auch einfacher sauberzumachen als solche Akustikelemente: über die Teppichstange hängen und ausklopfen.

MfG
DB


Hilft auch aus Stoff wie Leinwand (zum selbst Bemalen) als Diffusoren oder gegen schlechte Raumakustik ? (mein frau Hobbymaler )

sealpin
Inventar
#9 erstellt: 29. Mrz 2026, 13:47
Vorbemerkung: der Raum wird in der aktuellen Ausstattung nie perfekt werden, also nicht zu verbissen nach dem Maximalen streben. Die wichtigsten Probleme kann man sicherlich abmildern.

Jedwede Maßnahme, die hinter dem Hörplatz den Schall streut, ist hier sinnvoll. Wenn Du das mit vorhandenen Mitteln hinbekommst, cool.
Dämpfende Materialien sind der reinen Lehre nach dort eher semi geeignet, da diese unterschiedliche Frequenzen unterschiedlich behandeln würden.
Daher sind IMHO Diffusoren wie die verlinkten besser.

Aber nochmal, die mögliche Anhebung im Tiefton bekommst Du am Sitzplatz damit nicht weg. Ob und wie stark die sich auswirkt, kannst Du vor Ort nur erhören oder messen. Da kann sicher auch das Einmessystem was zu beitragen.

Zur Lautsprecheraufstellung:
ideal ist, wenn links vom linken Lautsprecher und rechts vom rechten Lautsprecher die gleichen akustischen Bedingungen bestehen. Also z.B. gleiche Abstände zu Wänden, gleiche Dämpfung durch Vorhänge oder ähnliches.

Ggf. wäre es sinnvoll, den linken Lautsprecher ein klein wenig mehr in die Mitte zu holen. Das verringert zwar die Stereo Basisbreite, aber wenn Du gleichzeitig bei ernsthaftem Hören vor dem Bett oder direkt auf dessen Kante sitzt, passt das. Den Sub kannst Du ruhig ganz in die Ecke packen. Das Einmessystem sollte die dadurch entstehenden Überhöhungen ausgleichen.
Ich kann an den Bildern nicht genau die Abstände abschätzen.

So wie das auf dem Bildern aussieht, hast Du links einen Vorhang, der bestimmt Erstreflexionen dämpft, und rechts eher nichts. Dafür ist rechts mehr Abstand zur reflektierenden Fläche.
Ob und wie man damit umgeht, muss man vor Ort schauen.

Zum Testen. schnapp Dir mal ein Testsignal, und zwar rosa Rauschen (oder besser Bandbegrenztes Rauschen. 100hz- 10khz, kann man sich mit div. Tools selber bauen). Lass dass mal in MONO (! Wichtig!) über die Lautsprecher wiedergeben.
Dann solltest Du am üblichen Hörplatz hören ob das „Geräusch“ mit möglichst kleiner Ausdehnung direkt aus der Mitte zwischen den beiden Lautsprechern kommt. Wenn nicht, dann bringe die beiden Lautsprecher näher zusammen (bzw. den linken mehr nach Rechts), winkel die Lautsprecher auf den Hörplatz mehr ein, auch mal testen, ob eine Einwinklung, deren Achse sich vor dir kreuzt, etwas bringt. Decke mal die Rechte Seite mit einer Dicken Decke ab, bewege Deinen Hörplatz vor und zurück - einfach mal rumprobieren.

Die Maßnahme und der Punkt, an dem das Rauschen wie aus einem Punkt aus dem Zentrum kommt und bei der Du nicht mehr den Eindruck hast, das Geräusch einem einzelnen Lautsprecher zuordnen zu können, der ist der richtige.

Ob und in wie weit man hinter den Lautsprechern ggf. auch noch was dämmt, muss man sehen.

Ich habe gute Erfahrungen mir dem LEDE Prinzip (Live End - Dead End, dazu gerne mal googlen. Wird in vielen Tonstudios so gelebt), was bedeutet, den Front Bereich möglichst mit dämpfenden Maßnahmen zu versehen und den Bereich hinter einem mit diffus reflektierenden.

Wenn Du Dich nicht mit Messungen belasten willst, würde ich die o.g. Ideen erstmal mit „Hausmitteln“ abbilden. Decken, Matratzen, Kissen etc. können da schon mal weiter helfen.

Am Ende willst Du in dem Raum ja auch wohnen und es soll ja kein Tonstudio sein, oder?

Have fun
djpundro
Stammgast
#10 erstellt: 29. Mrz 2026, 14:09

sealpin (Beitrag #9) schrieb:


Am Ende willst Du in dem Raum ja auch wohnen und es soll ja kein Tonstudio sein, oder?

Have fun


Erste mal danke für fachmännische Mitteilung .Ich weiß das zu schätzen!
So und so habe ich schon mit mein Frau Probleme ,bezüglich ganze Raum Änderung .Deswegen möchte ich nicht übertreiben .

Linke Boxen habe ich mit Subwoofer umgetauscht -Ca 2.2 Meter, zwischen boxen sind und auch zu hör platzt 2.3 Meter .Ungefähr ein Dreiereck .(ich gelesen so ist optimal)



sealpin
Inventar
#11 erstellt: 29. Mrz 2026, 14:30
Gerne, dazu ist solch ein Forum ja da

Falls Du mit Dämpfung hinter den Boxen experimentieren willst, stell die ruhig dann mal näher an die Wand und setze Dich mal auf einen Stuhl vor das Sofa …nur zum testen

Ansonsten schreib mal; ob die Methode per Monosignal für dich handhabbar ist und was dabei rauskam.
Man kann noch so viel theoretisieren und anhand von Bilder Vorschläge andenken, die Realität stellt sich meist anders da als man sich das vorstellt


[Beitrag von sealpin am 29. Mrz 2026, 14:31 bearbeitet]
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