mal ne frage für die techniker!

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menime
Inventar
#1 erstellt: 12. Jan 2009, 22:02
Der Ausgang eines bestimmten Verstärkers kann als Spannungsquelle mit einem Innenwiderstand von 4 Ohm aufgefasst werden.
Bei Belastung mit einem Lautsprecher von 4 Ohm entsteht am Verstärkerausgang eine Klemmenspannung von 22V.

Welche Klemmenspannung ergibt sich, wenn zwei Lautsprecher von 4 Ohm parallel an den Ausgang des Verstärkers angeschlossen werden??
Wie groß ist in beiden Fällen die in den Lautsprechern umgesetzte Ausgangsleistung?

wer hilft mir?

mfg
erik
Audiklang
Inventar
#2 erstellt: 12. Jan 2009, 22:31
hallo

das ist meines wissens anders

ein verstärker hat einen Innenwiderstand von deutlich unter ein ohm und stellt eine konstantstromquelle dar

der strom wird über die angeschlossenne last in deinen fall vier ohm lautsprecher bestimmt

der verstärker kann an dieser last mit dem daraus resultierenden strom eine bestimmte spannung maximal abgeben

veringerst du die last auf zwei ohm verdoppelt sich der strom was bei gleichbleibender spannung eine höhere leistung endspricht

wer es besser weiss bitte berichtigen!

Mfg Kai
brmlm
Stammgast
#3 erstellt: 12. Jan 2009, 22:44
so habe ich es auch im kopf!
die spannung ist ja das einzige was man regulieren kann!
der wiederstand ist ja "fix" (impedanzverlauf mal vergessen )
und der strom ergiebt sich ja dan durch den weiderstand und die spannung!

also bleibt die maximale spannung immer gleich, egal ob nun 2 oder 4 ohm!
menime
Inventar
#4 erstellt: 13. Jan 2009, 13:51
nein die spannung bleibt nicht gleich! ich schreib heut abend mal die formeln und ein teilergebnis hin!

erik
Ämblifeier
Stammgast
#5 erstellt: 13. Jan 2009, 14:27
Hallo,
ein Verstärker kann näherungsweise schon als Spannungsquelle mit Innenwiderstand betrachtret werden.
Nur ist der Widerstand nicht konstant.

Spannungseinbrüche bei hohen Belastungen entstehen weniger durch die eigentliche Endstufe sondern viel mehr durch die vom Netzteil bereit gestellte Spannung.

Deswegen ist die maximale Leistung bei Anschluss nur eines LSP höher als wenn zwei Kanäle gleichzeitig genutz werden.
Sie beinflussen sich also gegenseitig.

Dadurch ist bei ungeregelten Netzteilen auch meist weniger als eine Leistungsverdopplung bei halber Impedanz vorhanden.

Bei geregelten Netzteilen ist fast eine Verdopplung erkennbar, sofern der Rergler noch nicht an der Regelgrenze ist.


[Beitrag von Ämblifeier am 13. Jan 2009, 14:30 bearbeitet]
Onkel_Alex
Inventar
#6 erstellt: 14. Jan 2009, 07:50
Hört sich an wie eine e-Technik-Aufgabe aus dem ersten Semester.

ich bin zwar kein Techniker (...90% derer haben sowas in der Schule eh verpennt... ), aber ich löse mal...

gegeben: Spannungsteiler R1/R2 mit jeweils 4ohm, bei 22V an R2 ergibt sich als Spannung der Spannungsquelle Ub zu 44V
Ub = (44V/R2) * (R1+R2)

jetzt wird die Spannung an R2, also UR2 für den Fall R2 = 2ohm gesucht.

R1 = 4ohm
R2 = 2ohm
Ub = 44V

UR2 = (R2/(R1+R2))*Ub = 14,666...V

in Fall 1 ergibt sich dann P = U² / R = (22V * 22V) / 4ohm = 121W

in Fall 2 ergibt sich (je LS) dann P = U² / R = (14,666...V * 14,666...V) / 4ohm = 53,777...W


...sofern ich mich jetzt nicht verrechnet hab!


edit: 4ohm innenwiderstand... nicht gerade realistisch


[Beitrag von Onkel_Alex am 14. Jan 2009, 07:54 bearbeitet]
Köter
Inventar
#7 erstellt: 14. Jan 2009, 09:16
Sehr schön ausgearbeitet Alex!

Lineare Netzwerke in der Elektrotechnik... beruhigend zu wissen dass es noch andere gibt, die sich damit rumschlagen müssen!
RaceCobra
Stammgast
#8 erstellt: 14. Jan 2009, 17:19
Stichwort "Leistungsanpassung"
Onkel_Alex
Inventar
#9 erstellt: 14. Jan 2009, 19:21

Köter schrieb:
Sehr schön ausgearbeitet Alex!

Lineare Netzwerke in der Elektrotechnik... beruhigend zu wissen dass es noch andere gibt, die sich damit rumschlagen müssen! :L


jupp, denn auch in der digitalen welt geht es sehr oft analog zu...
menime
Inventar
#10 erstellt: 14. Jan 2009, 20:55
Alex hat ne Waschmaschine gewonnen!
hurra dass es doch einer weiß!

NUR:
hätte der verstärker einen innenwiderstand (R1) von 2 ohm würde sich die spannung natürlich erhöhen und auch die rms leistung, denke ich mal.

erik
Köter
Inventar
#11 erstellt: 14. Jan 2009, 21:09
Naja,
das ganze ist eh wenig realistisch, da Gleichstromrechnung...
Wenn das so einfach wäre...

@TE: Wenn ich fragen darf:
Was machst´n du beruflich? Techniker Schule E-Technik?
Oder Studium? Oder Ausbildung?
Gern auch per PM...

Grüße
Onkel_Alex
Inventar
#12 erstellt: 14. Jan 2009, 21:36
komplex wird es etwas komplizierter, aber das prinzip ist das selbe...


an wen war die frage gerichtet?
RaceCobra
Stammgast
#13 erstellt: 14. Jan 2009, 21:57
Auch mit komplexen Widerständen wenig realistisch. Die Ausgangsstufe ist halt keine ideal spg-quelle + Innenwiderstand.
Onkel_Alex
Inventar
#14 erstellt: 14. Jan 2009, 22:08
letzten endes kannst du alles auf eine ideale quelle mit beschaltung zurückführen. es behauptet ja keiner, dass diese nur aus einem widerstand besteht...
Köter
Inventar
#15 erstellt: 14. Jan 2009, 22:40
eigentlich Threadersteller, aber wenn du dich mitteilen willst, gern!
RaceCobra
Stammgast
#16 erstellt: 14. Jan 2009, 22:49

Onkel_Alex schrieb:
letzten endes kannst du alles auf eine ideale quelle mit beschaltung zurückführen. es behauptet ja keiner, dass diese nur aus einem widerstand besteht... ;)

Hat sich so angehöhrt. Die "Beschaltung" kann sehr aufwendig werden, wenn ich zb an die gangzen Kleinsignalmodelle zb Mosfets oder Bipolartranistors denke. Da is nix mehr mit Spanungsteiler ausrechnen so hier. Auf jedenfall ist die Berechnung nichts mit der Realität zu tun.
wernerlicious
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 22. Jan 2009, 18:55
aber ist cool, auf jeden fall. Macht voll spaß den thread zu lesen, meiner meinung nach sollte viel mehr gerechnet werden hier

Lg Marcel
menime
Inventar
#18 erstellt: 22. Jan 2009, 21:17
nunja das mit dem rechnen ist so ne sache...
erstens müsste jemand aufgaben stellen.
man könnte aber ne sammlung von musterbeispielen erstellen mit den passenden formeln dafür.

wenn jemand noch so ne rechenaufgabe hat wärs schonmal ein anfang..

mfg
erik
wernerlicious
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 23. Jan 2009, 13:09
ich fände es klasse irgendwie. So könnte man sich ganz einfach die ver. Dinge ausrechnen, wie Verlustleistung, die geeigneste Sicherung o.Ä

Wir könnten ja mal ein paar Sachen zusammenstellen, ich werde gleich mal nach Leitungswiderstand schauen im Tabellenbuch.
Meinetwegen erstell ich dann auch ein kleines Tabellchen, wäre ja mal ein Anfang.
Mein Ausbilder sprach von ungefähr 0,5 Ohm bei 16mm² pro halben Meter, ich werd mich aber gleich mal nach der Wirklichketi erkundigen.

Dann sollen mal die Theoretiker loslegen mit ein paar Fragen.

Lg Marcel
wernerlicious
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 23. Jan 2009, 13:36
also ich hätte mein tabellenbuch gar nich aufschlagen brauchen, hier steht ja schon ziemlich viel

http://www.selfmadehifi.de/carallg.htm

doch jetzt frag ich mich wie die bei der Tabelle auf den Widerstandswert gekommen sind
weil in meinem Tabellenbuch steht:

R = Roh * (Länge / Querschnitt)

Bei Cu habe ich einen bei 20°C spezifischem Widerstand von 0,01785 (Roh)
DB
Inventar
#21 erstellt: 23. Jan 2009, 14:13

RaceCobra schrieb:
Die "Beschaltung" kann sehr aufwendig werden, wenn ich zb an die gangzen Kleinsignalmodelle zb Mosfets oder Bipolartranistors denke. Da is nix mehr mit Spanungsteiler ausrechnen so hier. Auf jedenfall ist die Berechnung nichts mit der Realität zu tun.

... ist aber völlig unerheblich, da es sich um einen stark gegengekoppelten Verstärker handelt.
Somit tritt davon kaum was in Erscheinung, solange man nicht übersteuert oder das Gerät bewußt mit so steilflankigen Signalen füttert, daß die Gegenkopplungsschleife nicht mehr korrekt arbeiten kann (was aber in guten Exemplaren mit einer eingangsseitigen Bandbreitenbegrenzung zuverlässig verhindert wird).

Einen modernen NF-Verstärker kann man schon als Spannungsquelle ansehen, sogar als recht gute. Der Innenwiderstand liegt bei wenigen Milliohm. Wenn man also einen Widerstand von sagen wir 8 Ohm anklemmt und daran eine Spannung von 10V mißt, ändert sich die Spannung bei 4 Ohm oder 16 Ohm so gut wie gar nicht.
Diese Messung darf natürlich nicht an der oberen Leistungsgrenze erfolgen, weil dann irgendwann der SOA-Schutz greift.

MfG

DB
mr.booom
Inventar
#22 erstellt: 23. Jan 2009, 15:00

wernerlicious schrieb:
http://www.selfmadehifi.de/carallg.htm

doch jetzt frag ich mich wie die bei der Tabelle auf den Widerstandswert gekommen sind
weil in meinem Tabellenbuch steht:

R = Roh * (Länge / Querschnitt)

Bei Cu habe ich einen bei 20°C spezifischem Widerstand von 0,01785 (Roh)

Die Werte passen doch ... 1mm² hat 17mOhm bei 1m Länge, 10mm² nur noch 1,7. Der Einfachkeit halber wurde halt mit Rho=0,017 gerechnet.
wernerlicious
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 23. Jan 2009, 15:11
ja habs vorhin schon gemerkt gehabt

Die schlawiener

Lg MArcel
RaceCobra
Stammgast
#24 erstellt: 23. Jan 2009, 19:29

DB schrieb:

Einen modernen NF-Verstärker kann man schon als Spannungsquelle ansehen, sogar als recht gute.
DB

Ok. Nur ich komm nicht aus der Welt der NF-Verstärker...
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