Zusammenhang: Kurzstrecke und Batterieladung

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X-TR4
Stammgast
#1 erstellt: 11. Feb 2010, 14:12
Ich misch mich hier jetzt einfach mal mal mit ein ;).

Und zwar hat mir dieser Satz etwas zu denken gegeben.

"AGM-Batts im Kofferaum sterben nach ca. 2Jahren, wenn sie nicht gut (CTEK) geladen wurden..."

Ich wollte meine Stromversorgung (zZ 20mm, 5m) im Kofferraum optimieren mit einer AGM Batterie
SSB SB 12-26 (26AH)
das 20er kabel kommt also zusammen mit 20mm Massekabel an die batterie, und von da aus gehts mit 2x50mm zu einer PA1054 (2x114+450W) diese ist ausserdem mit einem 1F Cap von dietz gepuffert. Ausserdem ist noch eine kleine Carpower verbaut.

Der Wagen wird fast nur am Wochenende gefahren, ~20km Strecken. Heisst das jetzt also, dass die batterie bereits nach ~2 jahren den geist aufgeben könnte, wenn ich sie nicht extra lade? Weil so ein teures Ladegerät wollte ich nicht noch extra anschaffen.
-=BOOMER=-
Inventar
#2 erstellt: 11. Feb 2010, 15:34

X-TR4 schrieb:
Der Wagen wird fast nur am Wochenende gefahren, ~20km Strecken. Heisst das jetzt also, dass die batterie bereits nach ~2 jahren den geist aufgeben könnte, wenn ich sie nicht extra lade? Weil so ein teures Ladegerät wollte ich nicht noch extra anschaffen.

Ich bin der Meinung: ja (leider)!

Da die AGM-Batterien generell gerne bis zu 15V Ladespannung haben wollen und im Gesamtnetzwerk mit der Frontbatterie auch nie ganz geladen werden von der LiMa bzw. nie ihr höheres Ruhespannungsniveau erreichen, wegen Ausgleichsladungen.
Es ist jedoch nicht so, dass schlagartig alle Lichter aus sind nach 2 Jahren. Der Prozess geht schleichend vorran entsprechend der chemischen Alterung, welche durch Nicht-Vollladung beschleunigt wird.
Jede Batterie altert einfach ... mit Pflegeladung (und Trennrelais) kann man da entsprechend verlangsamen.
X-TR4
Stammgast
#3 erstellt: 11. Feb 2010, 15:49
Was könnte ich denn an kostengünstigen Methoden unternehmen um die Batterie zu schonen?

Würde ein Trennrelais, welches nach abstellen des Wagens den Stromkreis unterbricht (dann wären Cap und AGM mit den endstufen nurnoch verbunden) die Lebensdauer (um mehr als ein paar %) erhöhen?
-=BOOMER=-
Inventar
#4 erstellt: 11. Feb 2010, 16:01
Ein viel diskutiertes Thema!
Ein Trennrelais klaut auch wieder Strom und v. A. Spannung (0,x Volt) aus dem Motorraum, die die AGM Batt zum laden braucht.

Ich würde kein Relais verbauen, sondern alles mit den AGMs so laufen lassen bis man den Verschleiß wirklich merkt (evtl. nach rund 4 Jahren erst).
Wenn du eine Kostenrechnung machst ist das sogar billiger nach dieser Zeit eine neue Batterie einzubauen.
Also mach dir jetzt nicht so viel Sorgen - das läuft erstmal sicher.

Bei einer wirklich teuren CarHifi-Batt würde sich ein Trennrelais und das besagte CTEK lohnen. Oder statt dem Relais einfach vorne auch eine gute AGM reinknallen und das Gesamtsystem regelmäßig pflegeladen.
WarlordXXL
Inventar
#5 erstellt: 11. Feb 2010, 19:39
Desweiteren brauchen die meisten AGM Batterien gar nicht so eine hohe Ladespannung. Viele geben sich mit 14,4V zufrieden. Also wenn du im Sommer mal jeden Monat über nacht n normales Ladegerät ranhängst und im Winter evtl alle 2 Wochen passt das

Ich hab auch kein Cetek und seid über 3 Jahren ne Zusatzbatt im Kofferraum. Bisher läuft noch alles Prima

MFG

Warlord
-=BOOMER=-
Inventar
#6 erstellt: 11. Feb 2010, 19:51

WarlordXXL schrieb:
Desweiteren brauchen die meisten AGM Batterien gar nicht so eine hohe Ladespannung. Viele geben sich mit 14,4V zufrieden. Also wenn du im Sommer mal jeden Monat über nacht n normales Ladegerät ranhängst und im Winter evtl alle 2 Wochen passt das

Da hab ich halt das Gegenteil gehört!
Wenn mans genau nimmt braucht die AGM sogar ne spezielle Ladekennlinie. Allerdings sind AGMs deutlich zyklenfester und verkraften viel.
goelgater
Inventar
#7 erstellt: 11. Feb 2010, 22:39
hi
IUOU Kennlinie
WarlordXXL
Inventar
#8 erstellt: 11. Feb 2010, 23:47

goelgater schrieb:
hi
IUOU Kennlinie



Hab mich mal gerade belesen.....die IUOU Kennlinie sagt ja nur aus, dass mit konstanter Spannung und Strom geladen wird. Das ist ja nix besonderes...macht ja eigentich jedes Ladegerät so. Es läd mit dem Strom den es kann, bis die Ladeschlusspannung erreicht ist und dann wird es halt entsprechend weniger.....

Das OU sagt nur aus, dass das Ladegerät auf Erhaltungsladung über geht. Also nicht mehr mit 14,4V läd sondern etwas weniger......


Also das ist ja heutzutage bei fast jedem Ladegerät alles standart....das kann sogar mein 20Euro Weconic........

MFG

Warlord


[Beitrag von WarlordXXL am 11. Feb 2010, 23:50 bearbeitet]
goelgater
Inventar
#9 erstellt: 12. Feb 2010, 00:03
hi
nicht ganz,die billigen mit W können keine gel oder agm batts.laden
W-Kennlinie:

Die einfachsten Typen von Ladegerät besitzen die W-Kennlinie. Vertreter dieses Typs sind die simplen Batterieladegeräte aus dem Automarkt. Dem Ladestrom ist hier freier Lauf gelassen – er wird durch den Innenwiderstand des Akkus bestimmt.

Beobachtet man den Stromfluss, so ist er bei einem entladenen Akku zunächst hoch, lediglich durch die interne Strombegrenzung des Ladegerätes im Zaum gehalten. So, wie die Ladung des Akkus steigt, steigt auch die Ladespannung bei gleichzeitig abnehmendem Strom. Wegen der fehlenden Spannungsbegrenzung endet dieser Vorgang aber nicht bei Erreichen der Gasungsspannung. Da die Ladung dabei weiter zunimmt, steigt auch die Ladespannung kontinuierlich über die Gasungsspannung hinaus. Sofern die Kennlinie nicht um den Notstop „ae" erweitert ist, wird die weiter ansteigende Ladespannung den Ladestrom schließlich sogar wieder verstärken – die Stromkurve steigt rapide an. Wenn nicht schon vorher die Gasung zur Zerstörung des Akkus geführt hat, ist es spätestens jetzt geschehen. Die ständige Beobachtung des Ladezustandes sei daher angeraten.

Üblich sind besonders Kombinationen, z.B.



IU-Kennlinie:

Komfortabler sind Ladegaräte mit IU-Kennlinie. Der HL erfolgt anfänglich mit konstantem Strom und konstanter Spannung. Letztere allerdings stellt sich aber erst nach einer gewissen Ladezeit ein. Da die Nenn-Ladespannung nicht über der der Gasungsspannung liegt, wird auch der Ladestrom vor Erreichen der Gasungsspannung automatisch begrenzt (im Gegensatz zur W-Kennlinie). Bei einem gesunden Akku fließt am Ende der NL nur noch ein Strom von ca. 0,2 A. Bei einem sulfatierten Akku würden hier noch rund 1 A fließen. Sofern man über ausreichende Messmöglichkeiten verfügt, bietet sich hier eine gute Kontrolle des Akku-Zustandes.

Durch die konstante Spannungsquelle eignet sich das Ladegerät auch als Netzgerät. Spannungschwankungen im Versorgungsnetz werden ausgebügelt. Die nachfolgend beschriebene IUoU-Kennlinie gilt wegen ihrer EL als prädestiniert für den Dauerbetrieb. Es wäre interessant zu erfahren, ob im Falle der IU-Kennlinie die Nenn-Ladespannung, die ja immerhin unter der Gasungsspannung liegt, langfristig nicht ebenfalls unkritisch für die Lebensdauer eines Akkus ist.



IuoU-Kennlinie:

Zunächst erfolgt der HL und NL nach IU-Kennlinie, dann wird auf EL umgeschaltet. Die dann gebotene Ladeerhaltungsspannung liegt etwas niedriger als die Nenn-Ladespannung, etwa bei 13,8 V. Dabei fließt ein sehr geringer Ladestrom, der gerademal demjenigen der Selbstentladung des Akku´s entspricht. Das geschieht je nach Ausführung in gepulster Form, wobei ein Spannungsdiskriminator auf die Abweichung der Akku-Spannung von der Ideal-Erhaltungsspannung reagiert. Das schont den Akku maximal und rechtfertigt, solche Ladegeräte dauerhaft in Betrieb zu halten. Mit „oU" wird die Fähigkeit angegeben, aus dem EL-Modus herraus bei neuerlicher Belastung, die sich spürbar von der Selbstentladung unterscheidet, automatisch wieder mit dem HL und NL zu beginnen.

Ich möchte es bei der Beschreibung o.g. Kennlinien belassen, denn sie stellen den Löwenanteil der auf dem Zubehör-Markt erhältlichen Typen dar. Höherwertige Ladegeräte sind nicht im Autozubehör, sondern eher im Campingzubehör erhältlich. Oftmals weisen Ladegeräte weitere Features auf, die aus der Kennlinienbezeichnung nicht hervorgehen.
WarlordXXL
Inventar
#10 erstellt: 12. Feb 2010, 00:07
Schön kopiert :-)

Ich glaub kaum, dass es noch Ladegeräte mit W Kennlinie gibt....das war ja tiefster Osten

Eigentlich hat sogut wie jedes billigteil eine maximalspannung von 14,4V.....und das ist unterhalb der Gasungsspannung


Und dazu kommt noch, dass die Ladung bei modernen Cteks auch nicht anders funktioniert. Die Laden auch mit dem Maximalstrom und um so höher die Spannung steigt, um so geringer wird der Stromfluss. Ist nun mal so beim allmähligen Ladungsausgleich.......nur die regeln halt runter beim erreichen der Ladeschlusspannung...

Aber wie gesagt...das kann mein 20Euro Weconic auch...


MFG

Warlord


[Beitrag von WarlordXXL am 12. Feb 2010, 00:08 bearbeitet]
DerWesti
Inventar
#11 erstellt: 12. Feb 2010, 10:23
Darf ich mich hier mal kurz einklinken...

Ich fahre auch viel Kurzstrecke im Winter, höre aber so gut wie nie laut Musik, meistens ist das Radio sogar aus.
Habe dann während der fahrt 14,3V-14,4V an den Batterien hinten (2x Stinger SPV35, vorne Optima Red).

Müsste doch normal reichen, oder?

Gruß Tobi
Amperlite
Inventar
#12 erstellt: 22. Feb 2010, 18:06

DerWesti schrieb:
Habe dann während der fahrt 14,3V-14,4V an den Batterien hinten (2x Stinger SPV35, vorne Optima Red).

Müsste doch normal reichen, oder?

Die Spannung während der Fahrt sagt garnichts aus. Die Ruhespannung bei abgestelltem Motor macht eine Aussage über den Ladezustand der Batterie.

Bleibatterien mögen einen gut gefüllten Ladezustand und sollten möglichst niemals tiefentladen werden. Dies dürfte bei AGM nicht anders sein.
Kurzstreckenbetrieb im Winter fordert der Batterie viel ab und da kann eine gelegentliche Ladung per Steckdose nicht schaden.
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