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was läuft zunehmend schief im Geschäftsfeld HIFI?

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Yamahaphilist
Stammgast
#2808 erstellt: 02. Mai 2026, 16:35
Raumakustik zu optimieren ist das eine, die eigenen Ohren zuvor auf Einschränkungen untersuchen zu lassen das andere. Im Idealfall klingt es für jeden, der den Raum nutzt, anschließend besser und nicht nur für einen.
8erberg
Inventar
#2809 erstellt: 02. Mai 2026, 17:11
Hallo,

und was sagt Dir das Audiogramm?

Peter
rat666
Inventar
#2810 erstellt: 02. Mai 2026, 17:11
Natürlich ist ein optimierter Raum für jeden angenehmer als ne Bahnhofshalle.
Gerade Menschen mit eine Höreinschränkung profitieren davon umso mehr.

Erlebe ich regelmäßig in meinem privaten Umfeld.
DJ_Bummbumm
Inventar
#2811 erstellt: 02. Mai 2026, 17:44
Wer kann sich einen Architekten/Raumoptimierer leisten?
Die meisten Menschen müssen sich mit dem Raum begnügen, in dem sie gerade wohnen dürfen.

BB
DerHilt
Inventar
#2812 erstellt: 02. Mai 2026, 18:03

DJ_Bummbumm (Beitrag #2811) schrieb:
Wer kann sich einen Architekten/Raumoptimierer leisten?

Na die, die Archiktektenleistungen oder Akustikerleistungen brauchen und sich darüber echauffieren, dass die jeweils nur ihr eigenes Fachgebiet beackern. Wenn die sich das nicht leisten könnten, würden sie nicht darüber nachdenken!
Und ich schließe mal aus deiner Entrüstung, du gehörst nicht dazu.
ardina
Inventar
#2813 erstellt: 02. Mai 2026, 18:29
Und wieder die allgemeine schwarz/weiß Sichtweise, entweder man lebt in einer Bahnhofshalle, oder man braucht einen Akustiker.

Ich denke da gerade an das elterliche Wohnzimmer 1972. 1972 deshalb, weil in diesem Jahr eine formidable Musik-Kommode mit Röhrenradio gegen eine moderne japanische Stereoanlage aus Einzelbausteinen ersetzt wurde.

Gut 30qm, Teppichboden plus großer Orient-Brücke, dicke Polstergarnitur mit zwei Sessel und die obligatorische schwere Holz-Wohnwand mit ca. 4m breite. Eine Raumseite zwar mit sehr großer Fensterfront, aber mit kleinem Urwald davor, Gardinen und natürlich schwere Übergardienen. Unter der Decke waren irgendwelche Strukturplatten und an den Wänden schwere Strukturtapete.

Das war typisch für die Zeit und „warm“, sicher nicht optimal, aber gar nicht schlecht, akustisch gesehen. Das Räume heute anders aussehen, ist eine persönlich und individuelle Entscheidung.
Yamahaphilist
Stammgast
#2814 erstellt: 02. Mai 2026, 19:26

8erberg (Beitrag #2809) schrieb:
Hallo,

und was sagt Dir das Audiogramm?

Peter


Ja und nein, an sich ein guter Einwand, aber ich habe die Erfahrung gemacht, daß das individuelle Hörvermögen den Unterschied macht.
Unterschiede in der Schallempfindlichkeit und Hörfähigkeit (z. B. Altershörigkeit) führen dazu, dass manche Frequenzbereiche als störend oder angenehm empfunden werden.
Zwar verbessern Maßnahmen wie das Reduzieren von Nachhall (durch Absorber) oder das Vermeiden von Reflexionen fast immer die Sprachverständlichkeit usw. und eine hochwertige akustische Optimierung ist ganz sicher eine objektive Verbesserung der physikalischen Bedingungen, aber ob das Ergebnis als "angenehm" empfunden wird, hängt stark vom Nutzer und der Nutzung ab.
Manch eine Ehefrau kommt aus der Küche gelaufen, um zu sagen: >Wat klingt dat schräg. Machma leiser, die Nachbarn!<
DJ_Bummbumm
Inventar
#2815 erstellt: 02. Mai 2026, 19:28

ardina (Beitrag #2813) schrieb:

Gut 30qm, Teppichboden plus großer Orient-Brücke, dicke Polstergarnitur mit zwei Sessel und die obligatorische schwere Holz-Wohnwand mit ca. 4m breite. Eine Raumseite zwar mit sehr großer Fensterfront, aber mit kleinem Urwald davor, Gardinen und natürlich schwere Übergardienen. Unter der Decke waren irgendwelche Strukturplatten und an den Wänden schwere Strukturtapete.

1972 war das noch möglich, heute verbietet es der Zeitgeist.

BB
kölsche_jung
Moderator
#2816 erstellt: 02. Mai 2026, 19:38

DJ_Bummbumm (Beitrag #2815) schrieb:

ardina (Beitrag #2813) schrieb:

Gut 30qm, Teppichboden plus großer Orient-Brücke, dicke Polstergarnitur mit zwei Sessel und die obligatorische schwere Holz-Wohnwand mit ca. 4m breite. Eine Raumseite zwar mit sehr großer Fensterfront, aber mit kleinem Urwald davor, Gardinen und natürlich schwere Übergardienen. Unter der Decke waren irgendwelche Strukturplatten und an den Wänden schwere Strukturtapete.

1972 war das noch möglich, heute verbietet es der Zeitgeist.

BB

... und der Zeitgeist kommt jeden Monat bei dir vorbei und kontrolliert, dass du irgendwelche imaginären Regeln einhältst?

Mit dir will ich echt nicht tauschen ...
rat666
Inventar
#2817 erstellt: 02. Mai 2026, 21:04
Ist halt nicht mehr modern und will auch heute keiner mehr haben.

Aktuelle Archtektur ist auch eher offen mit großen Glasflächen, dazu meist harte Böden.

Z.B. mein Wohnzimmer,(Neubau) großer Raum, dank Erker in einer unmöglichen Form komplett offen hin zur Küche und zum Esszimmer. alle Räume mit großen bodentiefen Fenstern raus in den Garten. Harte Böden. Zum Wohnen für meinen Geschmack schön und hell aber akustisch wird da nie was vernünftiges draus. Nachhall geht gefühlt sogar aber symmetrische und akustisch sinnvolle Positionierung der LS unmöglich.
Anlage und große sichtbare LS auch aus optischen Gründen nicht gewollt.

Ich bin mir fast sicher, dass ich nicht der einzige mit diesen "Problemen " bin, wenn ich bei Freunden und Bekannten bin sieht es akustisch nicht viel anders aus.

Einziger Ausweg war ein eigener Raum für die Anlage, wurde beim Bau auch so mitgeplant.


[Beitrag von rat666 am 02. Mai 2026, 21:20 bearbeitet]
DJ_Bummbumm
Inventar
#2818 erstellt: 02. Mai 2026, 22:50
Vielleicht ist das einer der Gründe für den Niedergang:
früher konnte man sich die Anlage einfach ins Wohnzimmer stellen.
Heute bedarf es eines eigenen Hörraums, über den die wenigsten verfügen.

BB
8erberg
Inventar
#2819 erstellt: Gestern, 07:35
Hallo

naja, mit modernen Methoden und einigen Aufwand bekäme man was hin aber das wird nicht billig (wenn man sich von der Idee mit 2 Boxen trennt)

Nur geht es ja um "klassisches Hifi" und das wird nix

Peter
sohndesmars
Inventar
#2820 erstellt: Gestern, 08:41

DJ_Bummbumm (Beitrag #2818) schrieb:
Vielleicht ist das einer der Gründe für den Niedergang:
früher konnte man sich die Anlage einfach ins Wohnzimmer stellen.
Heute bedarf es eines eigenen Hörraums, über den die wenigsten verfügen.

BB


Früher hat man meistens vollkommen ignoriert, dass der Raum die Musik macht. Den HIFI-Turm an die Wand platziert, die beiden Lautsprecher irgendwo, wo sie am wenigsten stören hingestellt, und sei es auf oder im Bücherregal und fertig war das Heimkonzert.

Einer der Hauptgründe für den Niedergang des gepflegten UE-Geschäfts waren die großen Kistenschieber, die Entwicklung der Geräte mit bei Konsumerware immer geringerer Gewinnspanne und das stark zugenommene Streaminggeschäft. Dazu noch die leistungsfähige IT, die mittlerweile so ziemlich alles ersetzen will.
hifi_raptor
Inventar
#2821 erstellt: Gestern, 08:54
Morgähn
Ja die mir bekannten Wohnräume, egal ob moderne Etagenwohnungen oder kleine Häuser, sind nicht für klassische Anlagen geeignet.
Ich habe jetzt eine Eckcouch im Wohnzimmer, also fällt die ehemalige Wand an der die Anlage stand weg. Zudem stand eine Box in der Ecke. Die Wohnwand in der der TV steht lässt auch keine sinnvolle Anordnung von LS zu.
Seit das "Kind" aus dem Haus ist habe ich ein Zimmer wo ich die LS mit den Mindestabständen stellen kann. Potthässliche Basotect Platten um die Boxen und Dirac sorgen für weitgehenden Wohlklang. Falls aber das Schlafzimmer zurück muss, war's das. Im dem Zimmer wo jetzt das Schlafgemach ist, geht dann auch nur noch eine Naim Muso. Die ist dann klanglich eher oversized für meine dann alten Ohren.
in modernen Wohnräumen gehen sinnvoll nur noch Kompaktanlagen mit integrierten LS. Aber irgendwie kann man damit nur "monoral" hören.
Der ambitionierte Musikhörer hat dann eine Kombi aus DAP, DAC und KH.
Ich stehe nicht gerade auf Musik über KH.
Wohl dem der eine luxuriolösere Wohnsituation genießt. Der kauft auch eher HiEnd.
Ich steige nicht mehr auf LP ein, aber gestern habe ich ein Fender X MoFi Precision Deck gesehen. Von Design ganz genau mein Ding. Der ist noch "billig" mit 4k, aber die Mofi Decks gibt's auch für 9k - ohne Haube! Nur habe ich dann keinen Platz mehr für eine ausufernde Plattensammlung.
Diese Wohnsituation dürfte aber in Metropolen die Mehrheit vorfinden. Wer dann noch die exorbitanten Mieten zahlen kann, kauft HiFi.bei Temu.
Schönen Sonntag
8erberg
Inventar
#2822 erstellt: Gestern, 09:52
Hallo,

dann nur die Frage warum man sich dann nicht auf ein kontrollierbares Nahfeld konzentriert statt Unsummen in Quark und Dummtûch zu stecken und nie "weiterzukommen".

Letztlich m.e. der Hauptgrund: irgendwann wird die nächste Ausgabe dann selbst dem Käufer zu dämlich und er lässt den Verkäufer kopfschüttelnd stehen.

Standardantwort: "hättste auch früher merken können". Man fühlt sich wie der Kerl der jahrelang von seiner Frau betrogen wurde, jeder im Bekanntenkreis hat's begriffen nur man selber nicht.

Peter
hifi_raptor
Inventar
#2823 erstellt: Gestern, 10:29
Morgen
Geht doch nix über merkwürdige Vergleiche. Superfetisch Auto und Frauen. Aber hier im Forum gibt's es nur alte weiße Männer.
Trotz allem räumlichen Unzulänglichkeiten will ich meine Anlage nicht missen. Das ganze Leben ist ein einziger Kompromiss.
Warum sollte ich deswegen Temu HiFi kaufen?
Würde ich mir einen Mofi Dreher leisten, wäre ich nur hinter adäquatem Tonträgermaterial hinterher. Um dann doch wieder dieses zu digitalisieren.
Sinnlos.
Wie Ferrari haben, aber Tempo 100 auf der BAB.
Schönen Restsonntag
NoControl2560
Schaut ab und zu mal vorbei
#2824 erstellt: Gestern, 11:02

hifi_raptor (Beitrag #2823) schrieb:
Morgen
Geht doch nix über merkwürdige Vergleiche. Superfetisch Auto und Frauen. Aber hier im Forum gibt's es nur alte weiße Männer.

Jep, das sieht man auch daran, dass dir der T70 nicht das Trommelfell pierct :-) Sorry, konnte nicht widerstehen; der ist schon gut.

jandus
Stammgast
#2825 erstellt: Gestern, 11:13

hifi_raptor (Beitrag #2823) schrieb:
Wie Ferrari haben, aber Tempo 100 auf der BAB.

Diese Menschen wird es geben, die das Potenzial eines Supersportwagens nicht ausschöpfen können(sie werden zwar nicht mit Tempo 100 auf der BAB unterwegs sein...), weil es an Erfahrung und hartes Training fehlt.

Genau bei Hifi/High-End, es gibt genügend Menschen die das Potenzial ihrer Anlage nicht ausreizen können, weil es irgendwo fehlt...

Aber der Besitz reicht vielleicht vielen aus...
NoControl2560
Schaut ab und zu mal vorbei
#2826 erstellt: Gestern, 11:20
Eine weitere Möglichkeit wäre es, dass es kein Potenzial, jenseits von HiFi, von den "HighEnd"-Anlagen gibt.
jandus
Stammgast
#2827 erstellt: Gestern, 11:22
Mit dem Potenzial meinte ich Raum/Lautsprecher
NoControl2560
Schaut ab und zu mal vorbei
#2828 erstellt: Gestern, 11:26

jandus (Beitrag #2827) schrieb:
Mit dem Potenzial meinte ich Raum/Lautsprecher :prost


Ok, das habe ich falsch verstanden.

hifi_raptor
Inventar
#2829 erstellt: Gestern, 11:26

Hast Du was gegen den T70?
Zum Glück nutze ich KH grundsätzlich wenig.
War halt meine Wahl.
Gab’s aber nicht mit persönlicher Höranpassung.
Piercing ist gut
Schönen Restsonntag
jandus
Stammgast
#2830 erstellt: Gestern, 11:32
Wenn man sieht wie Walter Röhrl mit seinem Audi Quattro umging und das ohne Fahrhilfen!

Es steckt soviel Potenzial in Raum/Lautsprecher...


[Beitrag von jandus am 03. Mai 2026, 11:34 bearbeitet]
NoControl2560
Schaut ab und zu mal vorbei
#2831 erstellt: Gestern, 11:35

hifi_raptor (Beitrag #2829) schrieb:
:D
Hast Du was gegen den T70?


Nein, überhaupt nicht. Er ist allerdings so ab 7-8 KHz fordernd. Ich höre gerne über KH; Raumanpassungs-Sorgen auf 0 gestellt.

NoControl2560
Schaut ab und zu mal vorbei
#2832 erstellt: Gestern, 11:37

jandus (Beitrag #2830) schrieb:
Wenn man sieht wie Walter Röhrl mit seinem Audi Quattro umging und das ohne Fahrhilfen!

Ja, Legende!

W.R.-Zitat: „Übersteuern ist, wenn der Beifahrer Angst hat. Untersteuern, wenn ich Angst habe“

flexiJazzfan
Inventar
#2833 erstellt: Gestern, 11:49
Ich stimme den Überlegungen zu dem sich ändernden Wohnstil zu. Ich persönlich finde ja die Hinwendung zu einem klaren Stil, der nicht zuletzt durch IKEA (und nicht durch das Bauhaus) weite Verbreitung gefunden hat, sehr angenehm. Leider wird oft das Kind mit dem Bade ausgeschüttet und die Wohnlichkeit, Gemütlichkeit, das dänische „hygge“ zugunsten einer Art punkigem Brutalismus vernachlässigt.

Und jetzt verfolge ich wieder meine Logik: Wenn der moderne Wohnstil zu so akustisch schlechten Zuständen führen kann, müssen doch die Fachleute das in ihrer Beratung (und Planung) berücksichtigen! (Und wenn hier jemand meint, dass die „alten Männer“ immer noch in holzvertäfelten, mit Antiquitäten vollgestopften Fuchslöchern hausen, so irrt er sich. Auch da muss man mit Steinfußboden, malerischem Sichtbeton und „japanischer“ Nichtmöblierung rechnen.)

Was könnte ein Architekt (auch wenn er Hochbau als Fachrichtung hatte) angesichts dessen bei Neubau oder Sanierung raten? Zum Beispiel: bauen sie wenigstens eine Akustikdecke ein und Akustikpanele im vorgesehenen Sitzbereich.

Was könnte ein Hifi Händler fragen und raten: Wie ist ihr Wohnstil? Wo steht der Fernseher? Denken sie einmal daran Lautsprecher zum Musikhören nahe am Sitzbereich zu installieren statt irgendwo in der Ecke.

Ich, als Bauherrenschaft oder Hifi Käufer, hätte dann den Eindruck, dass sich jemand wirklich um meine individuelle Situation kümmern will – und nicht ausschließlich seinen „Abschluss“ im Kopf hat. Hier im Forum gibt es für Teilnehmer, die Beratung wünschen, eine Checkliste mit Basisinformationen. Solche Checklisten gibt es in den wenigsten Bereichen, obwohl sie z.B. im Luftfahrtbereich von der Fertigung bis zum täglichen Flugbetrieb immer angewandt werden. Alle anderen (auch Mediziner!) verwenden dagegen das Verfahren der täglichen Improvisation (unter dem Deckmantel von Routine und Erfahrung).
Ein weiterer kleiner Beitrag zum Thema, wie könnte man Kompetenz im Hifigeschäft zeigen und Vertrauen aufbauen.

Gruß
Rainer
Beaufighter
Inventar
#2834 erstellt: Gestern, 12:32
Moin,

@flexiJazzfan. Du schreibst mir aus der Seele.


Luftfahrtbereich von der Fertigung bis zum täglichen Flugbetrieb immer angewandt werden. Alle anderen (auch Mediziner!) verwenden dagegen das Verfahren der täglichen Improvisation (unter dem Deckmantel von Routine und Erfahrung).

Und wenn manche wüssten wie viel effizienter man werden könnte dabei.
Man muss die Dinge auch einfach mal so ignorieren wie sie sind.

Bei den jungen wohnenden Leuten ist der Mid Century Style sehr schwer in Mode.

Das Problem der Akustik im Raum ist auch oftmals die bessere Hälfte die auch mit im Haus wohnt. Viele High End Kunden dürfen in ihre Ecke ein bisschen spielen, aber das ganze Wohnzimmer dem ganzen unterwerfen? Man kann sich als Händler mit solchen Fragen und Vorschlägen auch 50% Feindschaft einfangen.


[Beitrag von Beaufighter am 03. Mai 2026, 12:33 bearbeitet]
Yamahaphilist
Stammgast
#2835 erstellt: Gestern, 13:10
Aber da haben wir doch die existenzsichernde Marktlücke fürs darbende HiFi Gewerbe: audiophile Bauberatung und Baubegleitung, anschließende Inneneinrichtung und Weitere Serviceleistungen. Da lassen sich von Kabelkanälen unter doppelter Trittschalldämmung, speziellen Wandputzen, abgehängten audiophilen Deckendämmplatten bis Noppenwänden und resonanzhemmendem Blattgrün allerhand Kreatives an den Bauherrn bringen. Danach müssen die Kabelkanäle noch mit entsprechenden Klangkabeln bestückt, die monströsen Alteisenblöcke drapiert und die Rundumstrahler hergerichtet werden, Anfahrten, Aubaustunden, Betreuungsleistungen, Richtfestparty, usw. Das läßt sich doch sicher noch servicetechnisch um weitere Abrechnungspositionen erweitern… vielleicht gleich im Sinne einer Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) 10-15% der anrechenbaren Nettobaukosten nun die Honorarordnung für HiFi Betreuung (HO-HiFi), gern auch 10-15% zuzüglich Material….
DJ_Bummbumm
Inventar
#2836 erstellt: Gestern, 13:22

Yamahaphilist (Beitrag #2835) schrieb:
… vielleicht gleich im Sinne einer Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) 10-15% der anrechenbaren Nettobaukosten nun die Honorarordnung für HiFi Betreuung (HO-HiFi), gern auch 10-15% zuzüglich Material…. :D

Hoffentlich war das ironisch gemeint.

BB


[Beitrag von DJ_Bummbumm am 03. Mai 2026, 13:23 bearbeitet]
Yamahaphilist
Stammgast
#2837 erstellt: Gestern, 13:45
Bierernst
8erberg
Inventar
#2838 erstellt: Gestern, 13:55
Hallo

Die Highend-Kundschaft kapiert überwiegend selbst die Grundlagen der Akustik nicht, wer kann annehmen die würden sich wirklich beraten lassen?

Kannste kniggen.

Peter
rat666
Inventar
#2839 erstellt: Gestern, 14:01
Das technische Verständnis der meisten Highender tendiert generell gegen Null.
Yamahaphilist
Stammgast
#2840 erstellt: Gestern, 14:21
Toll, das ruft doch den audiophilen HiFi Fachberater auf den Plan.
snickers
Stammgast
#2841 erstellt: Gestern, 14:28

rat666 (Beitrag #2817) schrieb:

Z.B. mein Wohnzimmer,(Neubau) großer Raum, dank Erker in einer unmöglichen Form komplett offen hin zur Küche und zum Esszimmer. alle Räume mit großen bodentiefen Fenstern raus in den Garten. Harte Böden. Zum Wohnen für meinen Geschmack schön und hell aber akustisch wird da nie was vernünftiges draus. Nachhall geht gefühlt sogar aber symmetrische und akustisch sinnvolle Positionierung der LS unmöglich.
Anlage und große sichtbare LS auch aus optischen Gründen nicht gewollt.

Ich bin mir fast sicher, dass ich nicht der einzige mit diesen "Problemen " bin, wenn ich bei Freunden und Bekannten bin sieht es akustisch nicht viel anders aus.

Einziger Ausweg war ein eigener Raum für die Anlage, wurde beim Bau auch so mitgeplant.


Alles richtig gemacht Es gilt die tatsächlichen Anforderungen zu berücksichtigen. Wer braucht im Wohnzimmer mit Restfamilie eine optimale Stereo oder gar Multikanalbeschallung? Wohl die wenigsten. Dezente Hintergrundbeschallung (vielleicht sogar im ganzen Haus) und kleines Heimkino für die Familie. Kompromissloses Stereo oder Heimkino in der Männerhöhle, um sich selbst und die Kumpels zu beeindrucken.
snickers
Stammgast
#2842 erstellt: Gestern, 14:40

8erberg (Beitrag #2838) schrieb:
Hallo

Die Highend-Kundschaft kapiert überwiegend selbst die Grundlagen der Akustik nicht, wer kann annehmen die würden sich wirklich beraten lassen?

Kannste kniggen.

Peter


Das ist bei Beratung der springende Punkt: der Auftraggeber einer Berratungsdienstleistung verfügt selbst nicht über ausreichende Kenntnisse oder Erfahrung oder wenig Zeit sich diese selbst anzueignen. Finanzielle Mittel sind hingegen vorhanden. Sowweit nicht verwerflich.

Dummerweise hat ein optimierter Raum keinen "Boah ehy" Faktor. Es gibt wenig zu sehen, Keine angesagten Marken, keine armdicken Lautsprecherkabel. Selbst der Klang ist eher im positiven Sinne unspektakuär.
rat666
Inventar
#2843 erstellt: Gestern, 14:57


Dummerweise hat ein optimierter Raum keinen "Boah ehy" Faktor


Doch genau den hat er, sobald man drinsteht und ein wort sagt, war bei meinem Besuch bisher immer so.

Sehen tust du natürlich bestenfalls wenig bis nichts davon.
DJ_Bummbumm
Inventar
#2844 erstellt: Gestern, 16:00
Der "Raum" erscheint in keiner Bestenliste und hat somit auch keine Punkte.
Alle Aussagen zur Qualität sind daher rein subjektiv.

BB
DerHilt
Inventar
#2845 erstellt: Gestern, 16:19

DJ_Bummbumm (Beitrag #2844) schrieb:
Alle Aussagen zur Qualität sind ...rein subjektiv.

Das war das echte Wort zum Sonntag! Man muss es immer wieder sagen, weil's in der allgemeinen Aufgeregtheit ständig untergeht!
kölsche_jung
Moderator
#2846 erstellt: Gestern, 16:40

DJ_Bummbumm (Beitrag #2844) schrieb:
Der "Raum" erscheint in keiner Bestenliste und hat somit auch keine Punkte.
Alle Aussagen zur Qualität sind daher rein subjektiv.

BB

ist das dein Ernst oder machst du gerade nen Witz? ...
rat666
Inventar
#2847 erstellt: Gestern, 17:00
Die Qualität des Raumes lässt sich messen und es gibt aucvh Empfehlungen wie sich der Raum akustisch zu verhalten hat.
Somt lassen akustische Maßmahmen ebnso messen wie die Parameter der Geräte und LS.
DJ_Bummbumm
Inventar
#2848 erstellt: Gestern, 17:40

rat666 (Beitrag #2847) schrieb:
Die Qualität des Raumes lässt sich messen

Theoretisch ja, aber man braucht entweder Kenntnisse sowie eine teure Ausrüstung oder man muss noch teurere Fachleute engagieren.

BB
stoske
Inventar
#2849 erstellt: Gestern, 17:42
Mit einem akustisch klug gestalteten Raum kann man sich nicht brüsten, nicht angeben und sich auch nicht profilieren. Also bleibt nur Wissen und/oder eigenes Interesse, und das geht bei der Mehrheit der Zielgruppe gegen Null. Also ist dieser Aspekt weder kommerziell noch argumentativ irgendwie von Belang.
rat666
Inventar
#2850 erstellt: Gestern, 17:47

Theoretisch ja, aber man braucht entweder Kenntnisse sowie eine teure Ausrüstung oder man muss noch teurere Fachleute engagieren.


Ernsthaft? Ein Messmikrofon kostet 100€ und die Software ist umsonst, Wissen muss man sich natürlich aneignen.


Also bleibt nur Wissen und/oder eigenes Interesse, und das geht bei der Mehrheit der Zielgruppe gegen Null


Ist halt aufwendiger und komplexer als Kabeltausch und "ich höre es doch".


[Beitrag von rat666 am 03. Mai 2026, 17:49 bearbeitet]
flexiJazzfan
Inventar
#2851 erstellt: Gestern, 17:48
Es gibt die DIN 18041, die sich auch mit Wohnräumen mit „speziellen Anforderungen“ beschäftigt. Man sollte sich nicht davon beeindrucken lassen, dass es hier eben in der Regel um gewerbliche Räumlichkeiten geht. Es ist doch klar, dass in privaten Räumen jeder das Recht hat, seine Wohnhöhle optisch und akustisch so gut/schlecht einzurichten, wie es ihm beliebt. Es bleibt aber jedem unbenommen die Vorschriften dieser DIN sinngemäß auf seine eigenen Gemäuer anzuwenden bzw. anwenden zu lassen. Die Bezeichnungen „Sprachverständlichkeit“ und „Musikdarbietungen“ verlangen da auch keine technischen oder wissenschaftlichen Vorbildungen.

Hier ein Link zu einem kleinen Vortrag mit Stichworten:

https://www.google.c...ust=1777755619065000


Gruß
Rainer
8erberg
Inventar
#2852 erstellt: Gestern, 18:00

DJ_Bummbumm (Beitrag #2848) schrieb:

rat666 (Beitrag #2847) schrieb:
Die Qualität des Raumes lässt sich messen

Theoretisch ja, aber man braucht entweder Kenntnisse sowie eine teure Ausrüstung oder man muss noch teurere Fachleute engagieren.

BB


Schmeißt man dann lieber das x-fache für Voodoartikel raus?

Peter
Yamahaphilist
Stammgast
#2853 erstellt: Heute, 07:33
Man kann sich ja zunächst mal eine Raumakustik App aufs Handy laden, um den Nachhall, etc. zu messen.
distain
Inventar
#2854 erstellt: Heute, 07:58
Genau, so ist es!
stoske
Inventar
#2855 erstellt: Heute, 08:04

8erberg (Beitrag #2852) schrieb:

Schmeißt man dann lieber das x-fache für Voodoartikel raus?


Ist das eine Frage? Ja, die Goldohren und Suggestivhörer, viele sind es ja nicht, machen genau das.
Wohlhabende Personen kompensieren laufend Unwissen und Desinteresse mit Geld.
Das ist aber doch nichts Neues.


Yamahaphilist (Beitrag #2853) schrieb:
Man kann sich ja zunächst mal eine Raumakustik App aufs Handy laden, um den Nachhall, etc. zu messen.


Wer mag, macht das. Wir reden hier aber nicht über die Möglichkeiten einzelner, sondern über den heutigen Markt, die Zielgruppe und wie sich beides verändert hat. Die Masse, also Mehrheit, interessiert das nicht. Was hätte sie auch davon? Sie hat weder das Interesse daran, sich das nötige Wissen anzueignen, noch daran, die Hütte umzubauen.
8erberg
Inventar
#2856 erstellt: Heute, 08:12
Hallo,

natürlich sind das nicht viele... aber sie leben in ihrer eigenen Blase und gleichen den Schwund in die Bedeutungslosigkeit durch immer schrillere Dinge aus...

Peter
stoske
Inventar
#2857 erstellt: Heute, 08:49
Wir alle leben in einer Blase. Die meisten in einer sehr großen, die anderen in vielen kleinen.

Und weil der Markt, wie alles andere, vom System zu permanentem Wachstum gezwungen wird, werden laufend neue Mini-Blasen gesucht und erzeugt, in der Hoffnung, dass sie wachsen. In der Regel, wie das in der "Natur" nunmal so angelegt ist, verschwinden sie schnell oder gehen in größere über.

Vor kurzen erst hatte ich Besuch von einem älteren Herren, der mir von seiner "Passion" erzählte. Große Lautsprecher von Backes und Müller, ein Plattenspieler im Wert von >10 k und eine enorme Plattensammlung. Dazu die Angst, dass dies alles wohl bald auf dem Müll landet oder billigst verhökert wird, weil der einzige Sohn nur KI-Musik mit dem Smartphone hört.

Das kann man traurig finden oder für eine ganz normale Entwicklung halten.


[Beitrag von stoske am 04. Mai 2026, 09:07 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#2858 erstellt: Heute, 09:07
Hallo,

tja, dann soll er rechtzeitig loslassen und selber die Kohle verprassen...

Peter
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