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Bose 601

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Uwe_1965
Inventar
#52 erstellt: 06. Jan 2018, 16:23
Zwischenbericht:
Habe die 2 Tieftöner komplett ausgebaut. Jeweils an den Plus + an den Hochtöner abgelötet. Sofitte ist draußen.

KrokoKlemme an den Kondensator 3,4µ ich nenne ihn mal C1 ( der zwischen Sofitte und Schalter) und dann Krokoklemme jeweils an die freien Kabel Rot (Front L) und Orange (Rear L) jeweils auf Stellung Sym / Asym 3,343 µF.
Dann an die freien Kabel Weiß/Rot (Front R) und Weiß/Orange ( Rear R) bei Asym 1,694 µF und bei Sym 27pf.
Bestätigt auch das Ergebnis, welches ich schon vorher mit Tieftöner hatte und auch jeweils an den Pin Kontakten 3/5 direkt am Schalter hatte.
Also es tut sich schon was.

BildPlanFQ-M1

Ich habe doch nochmal mein Bild genommen, weil ich habe etwas, was ich nicht erklären kann. wenn ich ausgehend von der Messmarke vor C1 ausgehe und messe dann erhalte ich auf Pin 2 bei Asym 1,694µF und bei Sym 3,344 µF
Wenn ich auf Pin 1 also nach C1 umklemme und wiederum bei Pin 2 messe, bekomme ich bei Asym 3,424 µF (also C2) und bei Sym nur Werte zwischen 4,3 und 5,31 Ohm also R1 das beschäftigt mich gerade etwas

Gruß Uwe

Edit. Habe es beim Schreiben bemerkt, daß ist ja das abschalten Manchmal sieht man vor lauter Bäumen den...


[Beitrag von Uwe_1965 am 06. Jan 2018, 18:10 bearbeitet]
Mechwerkandi
Inventar
#53 erstellt: 06. Jan 2018, 18:24
Das Du zwischen den Schalterkontakten kleine Kapazitäten messen kannst, liegt in der Natur der Dinge und hat auf das Ergebnis keinen Einfluss. Zwei parallele Leiter beliebiger Art hätten auch irgendeine Kapazität.
Du misst da auch eher die Summe mehrerer Kapazitäten.

Als zweckmäßig hat sich herausgestellt, die Gesamtkonstruktion zunächst in einzelne Funktionen zu zerlegen.

Sind in der Schaltstellung "links" am Schalter Pin 1 & 2 gebrückt?
Wenn ja, wird der R in der Schaltstellung über den C2, also frequenzabhängig, kurzgeschlossen.

Ich benutze zum Testen "Audiotester", die läuft noch unter Win 2K.
Es hat da in der externen Beschaltung nur einen Referenzwiderstand einfacher Art.
Uwe_1965
Inventar
#54 erstellt: 06. Jan 2018, 19:44
Hallo Andi,
um zu testen wie die Verbindung innerhalb des Schalters zwischen 1und2 ist hätte ich alles ablöten müssen.
Anbei meine Liste, die ich mitgeschrieben habe.
Bei 4/5 und 3/2 waren es bei Stellung Asym nur Ohm Werte, die anderen (rot) geschriebenen sind die ESR Werte zu den Kapazitäten. Blau geschrieben war die erste Messung rot die zwei.


Messung

Bei Fragen...

Gruß Uwe

Ich mache mich gerade nochmal schlau mit der Impedanz Messung


[Beitrag von Uwe_1965 am 06. Jan 2018, 19:46 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#55 erstellt: 06. Jan 2018, 22:36
Sodele, mit meinen bescheidenen Rechenkünsten mal angefangen

Rechenkünste

... Einwenig die Ohren quälen, und dann kam das auf die Schnelle raus

Impedanz Verlauf

... der unten sieht zwar professioneller aus

PrifiVerlauf

Bei 20 kHz habe ich Schluss gemacht deshalb geht da dann bergab, vielleicht hätte ich weiter machen sollen, aber der Mader und die Fledermaus wurden schon nervös.
Gruß Uwe


[Beitrag von Uwe_1965 am 06. Jan 2018, 22:37 bearbeitet]
Mechwerkandi
Inventar
#56 erstellt: 07. Jan 2018, 12:24
Wenn ich das richtig interpretiere, dann hast Du über Deine Chassis die anliegende Spannung mit einem üblichen Vielfach-Messgerät ermittelt und die Werte dann in einer Tabellenkalkulation abgetragen, richtig?

Das ist leider recht ungenau, weil diese Messgeräte im AC Bereich Schwierigkeiten mit Frequenzen <> 50 Hz haben.

Was man aber schon mal herauslesen kann:
>> Der "Kamelhöcker" ist die klassische BR Abstimmung. Der erste Höcker ist die Gehäuse-, der zweite die Chassisresonanz. Der Tiefpunkt dazwischen ist die tiefste übertragbare Frequenz im System, unterhalb davon bewegt sich die Lautsprechermembran völlig ungebremst freifliegend, das sollte man tunlichst vermeiden. Zwei 8-Ohm Chassis parallel = 4 Ohm Summenimpedanz, das hast Du da auch gemessen.
Ganz "klassisch" wären beide Höcker auch noch gleich hoch.
>> Irgendwo bei ~ 1kHz greifen die Weicheneffekte, das ist dieser Knick in der Linie, und bei ~ 4 kHz tut sich da auch noch mal was. Die Verringerung der Impedanz ist ein Indiz für die Arbeit weiterer Chassis (MHt), die Summenimpedanz stellt sich dann als Parallelschaltung von Einzelimpedanzen dar.

Von wo schreibst Du da eigentlich?
Uwe_1965
Inventar
#57 erstellt: 07. Jan 2018, 12:42
Hallo Andi,
das Fluke Multimeter geht bis 100kHz, das passt schon. Bin mit dem SinusGenerator (siehe auch #51) mit 0,775 V erst auf den Lastwiderstand 8 OHm und dann in Reihe dazu über die LS und habe jeweils den Spannungsabfall über die beiden bei der jeweiligen Frequenz abgelesen und ins OpenOffice gepackt. Die 0,775 V das war Hörtechnisch auch noch zu ertragen.

Anbei eine korrigierte Version, habe die Werte zwischen 10-200 Hz einwenig genauer ins Diagramm gepakt, die Abstufung 10 Hz in dem Bereich war zu ungenau.


[/quote]
Von wo schreibst Du da eigentlich?
[quote]

Das versteh ich nicht???

Gruß Uwe

Edit: Text etwas geändert


[Beitrag von Uwe_1965 am 07. Jan 2018, 13:03 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#58 erstellt: 07. Jan 2018, 12:59
Irgendwie klappt das mit dem Bild nicht:

Impedanz korrigiert

Uwe
Mechwerkandi
Inventar
#59 erstellt: 07. Jan 2018, 13:08

Uwe_1965 (Beitrag #57) schrieb:

Von wo schreibst Du da eigentlich?
Das versteh ich nicht???

Meint: Wo steht die Kiste?
Im Wohnzimmer. Guter Witz.

Besser: In welcher Ecke von der Welt?
Ich sitze hier in Hamburg-Mitte, und wenn das nicht zu weit weg ist, hätte man das Bose Ding mal an den Audiotester geklemmt.

Wenn man jetzt noch eine zweite Vergleichsmessung macht, mit umgeschalteter Weiche, sollte man eigentlich aus dem Impedanzschrieb herauslesen könne, was sich da tut.
Uwe_1965
Inventar
#60 erstellt: 07. Jan 2018, 13:27
der war gut, komme aus der Nähe von Bingen am Rhein.
HH ist schon ne Ecke.
Die Messung war bei Stellung Symmetrie.
Kann die Tage mal Asym probieren.
Gruß Uwe
Mechwerkandi
Inventar
#61 erstellt: 07. Jan 2018, 13:44

Uwe_1965 (Beitrag #60) schrieb:

Kann die Tage mal Asym probieren.

Mach mal. Dann wird's interessant.

Der "Audiotester" ist in dem Kontext eigentlich nichts anderes, nur etwas smarter.
Kabel anklemmen, Skalierung einstellen und los.
Die Impedanzgeschichte ist imho zur Beurteilung eines Systems oft nützlicher wie ein Frequenzschrieb.

Ich habe vor Jahren mal eine japanische CB probiert, deren Tieftonwidergabe "berüchtigt" war. Aus dem Impedanzschrieb konnte man die Gehäuseabmessungen herauslesen...


[Beitrag von Mechwerkandi am 07. Jan 2018, 13:45 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#62 erstellt: 08. Jan 2018, 08:18
Moin,
ich schaue mal ob ich es heute schaffe, dann kann ich auch gerade mal meinen anderen Kanditaten durchnudeln (Sansui SPX-8700 zeige ich dann in einem anderen Thread).
Vielleicht noch zur Info. Ich habe gerade die ganzen Dämmmatten draußen bei der Box, ich denke ich werde noch eine Messung mit der rechten Box machen im Vergleich mit Dämmung.
Anbei noch das Datenblatt von dem Tieftöner: Da steht Resonanzfrequenz 82 Hz, ich hatte bei mir aufgeschrieben bei der Messung 73,2 Hz. kommt ja gut hin mit dem zweiten Höcker. und der Übertragungsbereich 50 bis 7500 Hz wozu brauche ich dann noch die Hochtöner

Spez. NDY810

Der Knick bei 1 kHz, der ist eventuell erklärbar mit der Umschaltung vom Messbereich bei meinem Sinusgenerator. Ist halt nicht mehr das neuste, aber bezahlt.

Gruß Uwe


[Beitrag von Uwe_1965 am 08. Jan 2018, 08:20 bearbeitet]
Mechwerkandi
Inventar
#63 erstellt: 08. Jan 2018, 09:20

Uwe_1965 (Beitrag #62) schrieb:

Ich habe gerade die ganzen Dämmmatten draußen bei der Box, ich denke ich werde noch eine Messung mit der rechten Box machen im Vergleich mit Dämmung.

Ich habe aus einem alten Projekt noch eine Vergleichsmessung BR mit-ohne Dämmung.
Man sieht deutlich, dass die Resonanzen geringer ausfallen und die untere Grenzfrequenz leicht nach unten verschoben wird.
SubIVimp

Uwe_1965 (Beitrag #62) schrieb:

Da steht Resonanzfrequenz 82 Hz, ich hatte bei mir aufgeschrieben bei der Messung 73,2 Hz.

Die angegebene Resonanz bezieht sich auf das "freifliegende" Chassis. Im eingebauten Zustand liegt die mehr oder weniger tiefer

Uwe_1965 (Beitrag #62) schrieb:

wozu brauche ich dann noch die Hochtöner

Weil das Chassis vielleicht noch 7,5 kHz abstrahlt, aber bei der Frequenz keinen brauchbaren Pegel mehr produziert.
Obendrein neigen Konuslautsprecher zum "beaming", d.h. die Töne werden mit steigender Frequenz mehr und mehr gebündelt. Du würdest die hohen Töne nur noch direkt in der Achse des Lautsprechers hören, und das will man natürlich nicht.
Uwe_1965
Inventar
#64 erstellt: 08. Jan 2018, 10:58
Danke für die Erläuterungen, die sind echt Top.

Also anbei die Geschichte mit Asym/Sym im Vergleich, im unteren Frequenzbereich habe natürlich auch nichts erwartet, aber oben tut sich schon was.

Asym Sym im Vergleich

Edit: Die Beschriftung ist falsch, blau ist SYM und Orange ist ASYM (sorry)

Bin jetzt mal gespannt
Gruß Uwe


[Beitrag von Uwe_1965 am 08. Jan 2018, 12:21 bearbeitet]
Mechwerkandi
Inventar
#65 erstellt: 08. Jan 2018, 12:08
So langsam lüftet sich der Schleier...
Wie ich schon schrob: Simpel, aber tricky.

Grob überschlägig lässt sich sagen: niedere Impedanz > geringerer Widerstand > mehr Strom > mehr Hub > lauter

So was ähnliches hatte ich erwartet.
Bose hebt in der Schaltstellung "ASYM" den Bereich der hohen Mitten etwas an und senkt dafür die Höhen ab, am ehesten mit einer Art "Präsenzschaltung" zu beschreiben.
Das macht im Kontext der Zeichnung aus dem Manual auch Sinn, man versucht damit die Überbetonung der hohen Töne durch Reflektionen an nahen schallharten Wänden zu verringern.
Richtig krass ist das, wenn ein Lautsprecher direkt neben einer Glasfront (bodenlange Fenster im Neubau) steht.

Gleichzeitig verschiebt Bose die tonale Balance zwischen den Hochtönern, ob das bei dem geringen Montageabstand allerdings hörbar was ändert, glaube ich noch nicht so recht.

Das ist wirklich interessant, setzt aber wie beinahe überall bei dem Hersteller voraus, das man für die geplante Wiedergabe einigen Aufwand bei der Gestaltung des Hörraumes betreibt.
Heute würde man das vielleicht über einen DSP lösen, das war aber in dem Umfeld noch nicht gefragt.


[Beitrag von Mechwerkandi am 08. Jan 2018, 12:11 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#66 erstellt: 08. Jan 2018, 12:37
Hallo Andi,

erstmal ein ganz großes Danke an Dich für die Interpretation. Da ich den Raum nicht dafür habe, ist es kaum hörbar der Unterschied.
Wobei eine Frage aus dem Anfang des threads beschäftigt mich immer noch, Original waren die Bass Chassis parallel geschaltet, als es um Ersatz ging wurde von Bose gesagt, das es die Chassis nur noch in einer niedrigeren Impedanz gibt und dann in Reihe geschaltet werden müßten. Waren das vielleicht 16 Öhmer im Original, des es soll ja eine 8 Ohm Box sein?

Ich habe ja versprochen das ich meine Sansui mal dagegen antreten lasse, das Ergebnis ist hier Sansui vs Bose zu finden.
Ich sage nur ohne Worte.

Gruß Uwe
Mechwerkandi
Inventar
#67 erstellt: 08. Jan 2018, 12:54
Na ja, was Du da gemessen hast, ist definitiv 4 Ohm.

Was es da früher hatte, ist etwas spekulativ. Ich persönlich halte nicht so wirklich viel von der Reihenschaltung von Tieftonchassis, weil die Schwingspule des einen ja letztlich auch eine Induktivität darstellt und in Reihe damit den Frequenzgang des anderen irgendwie beeinflusst.
Eine Summen-Impedanz von 8 Ohm deutet allerdings auf eine Parallelschaltung von zwei 16 Ohm Chassis hin, wobei ich das nicht nachgemessen weis.

Es hat eine ganze Reihe von Lautsprecherherstellern gehabt, die früher mal mit solchen Weichen-Umschaltungen versucht haben, den Kundenwünschen mehr oder weniger glücklich entgegenzukommen.
Ein L-Pad (Drehregler für MHt) macht ja auch nichts anderes.
Uwe_1965
Inventar
#68 erstellt: 08. Jan 2018, 13:04
Ich habe noch mal ab Beitrag #7ff gelesen und die neuen Ersatzchassis von Bose scheinen 4 Ohmer zusein, deshalb wohl in Reihe und meine Vermutung, die ursprünglichen waren 8 Ohm.

Gruß Uwe.
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