Welche 3-Weg Klassiker?

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mdRokkor
Neuling
#1 erstellt: 16. Dez 2018, 23:53
Abend zusammen!

Ich überlege mir ein "neues" gebrauchtes paar Lautsprecher zu besorgen, allerdings kann ich mich nicht entscheiden.
Ich schwanke zwischen den Magnat All Ribbon 10p2, den All Ribbon pro 15 und den msp 70.

Es müssen nicht speziell diese sein, am liebsten wären mir aber ein 3-Wege system aus diesem "Zeitalter".

Mein Budget ist leider mit 200€ recht beschränkt, allerdings denke ich das ich dafür schon was vernünftiges bekomme.
Als Verstärker habe ich einen Technics su-v660 mit 140w pro Kanal.
Ich höhre viel Rock und Punk, deswegen sollten die Höhen auch entsprechend gegeben sein.
Ein warmer Sound ist mir nicht so wichtig, Druck ist mir da lieber.

Ich würde mich über Antworten freuen!
Und schöne Vor-Weinachtszeit euch allen!

LG
Simon
Blueline56
Stammgast
#2 erstellt: 17. Dez 2018, 00:52
Solche LS hatte ich über 20 Jahre im Betrieb, haben einen guten Bass und durch die Bändchen sehr schöne, nicht aufdringliche Höhen .

https://www.ebay-kle...r/1002176154-172-993

Siehe auch
https://www.mackern.de/index.php/2010/01/28/technics-sb-7/


[Beitrag von Blueline56 am 17. Dez 2018, 00:53 bearbeitet]
M_arcus_TM88
Stammgast
#3 erstellt: 17. Dez 2018, 01:05
Hallo Simon,
jetzt hast du mich abgeholt.
Schau mal ob du ein paar Arcus TM88 bekommen kannst. Allerbeste Bestückung und ein 3-Wegerich.
Habe die auch per Zufall bekommen. Bin total begeistert.
Gruß
Markus
Rabia_sorda
Inventar
#4 erstellt: 17. Dez 2018, 01:47
Die Technics SB-X5 sind da auch eine Art Geheimtipp
Wuhduh
Inventar
#5 erstellt: 17. Dez 2018, 02:54
@ Markus:

Bitte neige nicht zu Übertreibungen bei den TM88. Sowas signalisiert nur Begeisterung bis zum Nicknamen, aber keine Fachkenntnisse.

MFg,
Erik
RocknRollCowboy
Inventar
#6 erstellt: 17. Dez 2018, 07:05
Wie lautet denn Deine PLZ?
Zwecks den Kleinanzeigen in Deiner Umgebung.

Gruß
Georg
M_arcus_TM88
Stammgast
#7 erstellt: 20. Dez 2018, 00:34
@Erik
Ich gebe ja zu das ich ein Arcusenthusiast bin. Das hängt auch viel mit der Geschichte von Arcus und Klaus Heinz (Mitgründer) zusammen.
Mein Nickname allerdings stellt nur ein Wortspiel dar und wurde rein pragmatisch ins Leben gerufen.
Trotzdem halte ich Arcus immer für eine Empfehlung gerade im Low Budget.
LG
Markus
mdRokkor
Neuling
#8 erstellt: 24. Dez 2018, 15:13
5212, bin allerdings aus Österreich weshalb das teils etwas problematisch ist...
Ich hätte in der Nähe ein Paar Solton gefunden, ja ok, das sind mehr Lautsprecher in die PA richtung, aber kann mir wer etwas zu dem Klang von Solton sagen?
mdRokkor
Neuling
#9 erstellt: 24. Dez 2018, 15:14
Top danke für alle Antworten!
burningtiger
Stammgast
#10 erstellt: 24. Dez 2018, 17:34

Wuhduh (Beitrag #5) schrieb:
Bitte neige nicht zu Übertreibungen bei den TM88. Sowas signalisiert nur Begeisterung bis zum Nicknamen, aber keine Fachkenntnisse.

Da muss ich ihn jetzt auch mal in Schutz nehmen: Arcus sind tolle Boxen, sowohl die 8er als auch noch mehr die 10er Serie, sowohl TM wie TL.
Leider nur noch selten in intaktem Original-Zustand zu bekommen.
Wenn ich noch eine hätte, wäre ich auch begeistert. Ich hab ATL PROs, 707 und 12 und bin auch begeistert davon.
Dir würde eine weniger negative Attitüde auch gut zu Gesicht stehen
M_arcus_TM88
Stammgast
#11 erstellt: 24. Dez 2018, 23:27
Hi Mick.
Danke für den beherzten Beistand.

Aber ich nehme es dem Erik nicht übel. Meistens verstehen wir uns gut.

Und ja, ich bin begeisterungsfähig. Das macht die ganze Hifisache noch viel besser und sollte zu jedem Hobby dazugehören. Die Arcus waren die ersten LS die ich wieder aufgepäppelt habe. Damit fing bei mir wieder alles an. Als junger Bursche habe ich immer von Arcus TL1000 geträumt, nun habe ich wenigstens ein paar olle TM88. Hehe, das Leben kann so schön sein.

Allen hier im Thread noch angenehme Festtage.

Gruß
Markus
Wuhduh
Inventar
#12 erstellt: 26. Dez 2018, 03:39
Moin !

@ burningtiger:

Als jahrzehntelanger Boxenbastelbruder zuckte ich zusammen ob der Übertreibung zur TM88: " allerbeste Bestückung "

IZZ NICH' !

Möchte ich aber nicht zur Diskussion stellen.

,
Erik
mdRokkor
Neuling
#13 erstellt: 27. Dez 2018, 20:35
Danke für alle Antworten, ich hab mir jetzt aber 2 Solton v12 geholt.
Allerdings ist ein Tieftöner kaputt bzw. Kratzt. Kann mir wer sagen um welches Model es sich da handelt und/oder ob man den Lautsprecher reconen kann, also ob es da ein set gibt?
Auf dem Lautsprecher ist zwar etwas draufgedruckt, allerdings werd ich dadraus nicht schlau.
Ich denk ich mach da mal einen neuen Thread auf.
Maxihighend
Stammgast
#14 erstellt: 28. Dez 2018, 16:56
Servus,

ich wohne um die Ecke und hätte ein Pärchen MSP-70 übrig! Ein Hochtöner ist durch. Stehen auf Ständern und sind ganz gut beinander.

Moea
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 07. Jan 2019, 15:28
Hallo,

ich hätte dieselbe Frage. Ich suche ältere, sehr neutral spielende 3-Wege Boxen mit sehr guter Auflösung. Ich kenne bis jetzt nur die Grundig Hifi Box 100 - war nicht mein Fall im Mittelton, vielleicht aber auch, weil eine dicke Staubschicht auf der klebrigen Kalotte saß und den Klang sicher verändert hat.

Hier in meiner Nähe (Postleitzahl 71686, nahe Stuttgart) finde ich gerade nur diese Quadral Fortune.
Budget ist 50 bis max 200 Euro.

Die Magnat All Ribbon 4 und 6 mit Kalotte gefallen mir vom Aussehen am besten, damit Ihr wisst, was ich genau suche.


[Beitrag von Moea am 07. Jan 2019, 15:42 bearbeitet]
M_arcus_TM88
Stammgast
#16 erstellt: 07. Jan 2019, 15:41
Hallo Moea,
ich würde 40 - 50€ anbieten, da machst du nichts falsch. Eine Box scheint ein wenig ramponiert. Die MT könnten noch Schaumstoffsicken haben. Alles Argumente um ein wenig am Preis zu drehen. Die Farbe, naja.
Klanglich kenne ich sie nicht, aber bei dem Preis. ... Quadral ist jedenfalls kein Schrott.
Gruß
Markus
busch63
Stammgast
#17 erstellt: 07. Jan 2019, 15:47
Ich würde hier durchaus Magnat All Ribbon / MiG Ribbon sehen.
Auch die Braun L730 / SM1004 bzw. L630 / SM1003 (wenn es etwas kleiner sein soll) sind prima. Daneben kann ich auch noch Canton Quinto 520/ 530 oder GLE 70 empfehlen.
Natürlich sind Arcus, Acron, Pilot, Phonar, Elac, etc. auch nicht zuverachten, allerdings sind die Verfügbarkeiten und Zustände oft nicht so gut.....

Ich habe aktuell Braun L730, L630, Magnat Sonobull und HECO Phon 3 verfügbar und könnte Vergleichshören anbieten.
Standort ist Dortmund.
M_arcus_TM88
Stammgast
#18 erstellt: 07. Jan 2019, 16:00
Dann werf ich mal die MB Quart 390 ins Rennen. Die Optik ist m. E. auch nett und eine gute Box.
Die Canton CT 800 wäre auch eine Möglichkeit.
Gruß
Markus


[Beitrag von M_arcus_TM88 am 07. Jan 2019, 16:04 bearbeitet]
Moea
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 07. Jan 2019, 16:44
Danke erstmal. Die Elac EL 110_II könnte ich noch kriegen, ist aber keine 3 Wege Box. Aus Erfahrung löst ein kleiner Mitteltöner im Präsenzbereich einfach besser auf, als ein Tiefmitteltöner. Die letzten Jahre hatte ich die Kenwood LS 200g-die lösen mir bei geringer Lautstärke einfach zu schlecht auf, außerdem klingen sie irgendwie unnatürlich. Wie würdet Ihr die Elac einschätzen im Vergleich zu den Magnat Klassikern?


[Beitrag von Moea am 07. Jan 2019, 16:49 bearbeitet]
Antek36
Stammgast
#20 erstellt: 07. Jan 2019, 16:55
Ich besitze aktuell auch ein Paar All Ribbon 16Pro und habe auch schon diverse Elac EL 80 / 110 / 130 II und ähnliche besessen. Die Magnaten gehen tiefer, was bei einem 25cm-TT auch kein Wunder ist. Bessere Auflösung wirst du aber bei den Elac 110 haben. Im Hochton sind sie auch deutlich brillianter.
Ebenfall besitze/basaß ich viele Technics-Verstärker. Auch deinen SU-V 660. Und der kommt mit den Elacs deutlich besser zurecht. Die Paarung spielt einfach stimmiger. Das leicht "gesoundete" des Technics mit den klaren Höhen der Elacs passt einfach besser. Letztenendes hilft aber nur Hören.Die Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich.

BG
Andreas
Moea
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 07. Jan 2019, 17:00

Antek36 (Beitrag #20) schrieb:
Bessere Auflösung wirst du aber bei den Elac 110 haben. Im Hochton sind sie auch deutlich brillianter.


Ja, ich möchte in den Höhen sowie in den Mitten eine gleichmäßig gute Auflösung und nicht angehobene Höhen und matschige Mitten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Elac in den Mitten besser auflösen.
M_arcus_TM88
Stammgast
#22 erstellt: 07. Jan 2019, 17:04
Hallo Moea.
Die Elac EL 110 2 habe ich gehabt. Das sind gute LS mit angenehmen Klangbild.
Gruß
Markus
Antek36
Stammgast
#23 erstellt: 07. Jan 2019, 17:05
Ich kenne deinen Verstärker (in und auswendig) und die von die präferierten Lautsprecher in Kombination. Probier es einfach aus und mach deine eigenen Erfahrungen. Und wenn du weniger "gematsche" haben willst dann schaff Dir nen Yamaha-Amp an. Die sind komplett neutral über den ganzen Bereich abgestimmt. Und ich bin ein echter Technics-Freund. Mehr kann ich dazu nicht mehr schreiben.
BG
Andreas


[Beitrag von Antek36 am 07. Jan 2019, 17:07 bearbeitet]
Moea
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 07. Jan 2019, 17:22
Ich mach mir bei den Elacs halt auch Sorgen wegen etwaig eingetrocknetem Ferrofluid bei den 25 Jahre alten Dingern.
M_arcus_TM88
Stammgast
#25 erstellt: 07. Jan 2019, 17:33
Moea, du machst dir zu viel Kopf. Bei deiner Budgetvorstellung bleibt ein gewisses Restrisiko. Bei den Elac hast du Bedenken bei den Magnat / Quadral nicht? Du kannst nur durch probieren und hören zu einer Entscheidung und Erfahrung kommen. Keine Sorge, bei Lautsprechern geht nicht so viel kaputt.
Gruß
Markus
Moea
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 07. Jan 2019, 22:25
Die Braun, Magnat und Canton scheinen mir etwas teuer gehandelt zu werden, wenn man ihr Alter betrachtet. Ich habe nach allen Empfehlungen gesucht, leider sind nicht alle gerade bei ebay zu finden, deshalb habe ich diese hier bis jetzt in die Auswahl gefasst:

Phonar-Compact-1-1
MB-Quart-QL-SP-X-2-
Arcus-TS-400
Quadral-Merin-Mk-II


[Beitrag von Moea am 07. Jan 2019, 22:27 bearbeitet]
M_arcus_TM88
Stammgast
#27 erstellt: 08. Jan 2019, 00:04
Okay, ich als Arcusfan würde die Arcus nehmen.
Aber warte mal ab was die anderen sagen.
Gruß
Markus
Moea
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 25. Jan 2019, 15:04
So,

ich habe mir die Arcus TS 400 und davor noch die Elac El 110 gekauft.

Von der Elac war ich zunächst gar nicht begeistert. Zu starker Präsenzbereich - die oberen Mitten klangen zu laut, die Höhen etwas zu stark, der Bass eine Frechheit - eigentlich nur Gedröhne, statt sauberem Bass, und nicht ansatzweise Tiefbass. Kein Wunder, dass die Dinger bei Partys schon öfter draufgegangen sind - man hort einfach keinen gescheiten Bass, egal, wie laut man ihn aufdreht.
Ein Problem dieser Box ist, dass sie wirklich nur natürlich klingen, auf Ohrhöhe ungefähr zwischen Hochtöner und oberem Tiefmitteltöner. Alles darüber oder darunter klingt falsch. Das liegt daran, dass es beinahe eine D'Appollito-Box ist, d.h., dass es unter Winkeln zu starken Interferenzen der Schallwellen kommt, weil der obere und untere Tiefmitteltöner beidsamt die Mitten abstrahlen. Hier spielt das obere Chassis bis 2000 Hz und das untere bis 2500 Hz. Bei den allermeisten Boxen kommt der Mittelton nur von einem Chassis. Horizontal ist das Abstrahlverhalten aber wiederum super.
Der Bass klingt wesentlich sauberer mit geschlossenen Bassreflexrohren, dann muss man den Bass allerdings sehr stark nach oben regeln (mehr, als die meisten Vertärker zulassen).
Und richtig aufgestellt klingen sie auf einmal super: tolle Auflösung, tolle Ortbarkeit bei Klassik, sehr natürliche Darstellung von Violinen. Rock und Metal macht einfach Spaß. Der Hochtöner ist der Hammer und nervt nie, auch wenn ich die Höhen ab 10 KHz um 2dB absenken musste. Auch die Mitten lösen sehr gut auf und machen einfach Spaß. Grundton ist schwach bzw. nicht mehr so präzise, dafür schrammt der "Schrammelbass", wie man ihn oft bei Metallica, Pantera oder Nevermore hören kann ordentlich. Midbass ist dann nicht mehr besonders gut und Tiefbass wie gesagt nicht vorhanden.

Ein paar Tage später sind die Arcus angekommen: völlig anderer Klang: voluminös und warm. Auflösung im Hochton fast gleichgut, dafür im Grundton wesentlich besser. Höhen etwas angehoben, aber gefällt mir eigentlich. Bass sehr sauber und tief spielend. Insgesamt sehr homogen klingende, gut abgestimmt Box. Die Kalotte zischelt allerdings etwas, klingt für mich unnatürlich - dieses Problem habe ich aber eigentlich mit allen weichen Kalotten - außer mich würde es wohl niemanden stören. Auf Höhe vom Mitteltöner find ich den Klang am Besten. Man hört eigentlich alles, vom Bass bis in die Höhen eine tolle Auflösung. . Aber - sie machen einfach überhaupt keinen Spaß! Alles klingt Langweilig. Die Räumlichkeit ist auch übertrieben und die Staffelung nicht ganz so sauber, wie bei den Elac. Werd sie also wieder verkaufen.
M_arcus_TM88
Stammgast
#29 erstellt: 25. Jan 2019, 15:50
Hallo,
interessant daß du den Elacs den Vorzug gibst. Ich hatte den gleichen Vergleich der 110er mit meinen TM88. Auch ich kam ins grübeln, habe aber die Arcus behalten und den Elacs sofort nachgetrauert. Ich habe die 110er als extrem angenehm empfunden. Aber die Arcus hat einfach untenrum mehr Potenzial mit einem präzisen Bass.
Zur Zeit stehen neben den Arcus meine IQ 4180 AT. Eine klanglich sehr wuchtige Box mit sonorem Basscharackter. Aber sie hat klangmässig Ecken und Kanten und das kennt die Arcus nicht. Sie ist irgendwie gut erzogen.
Jedenfalls erstmal viel Spaß mit den Elacs.
Gruß
Markus


[Beitrag von M_arcus_TM88 am 25. Jan 2019, 15:52 bearbeitet]
Passat
Moderator
#30 erstellt: 25. Jan 2019, 16:25

Moea (Beitrag #28) schrieb:
Ein Problem dieser Box ist, dass sie wirklich nur natürlich klingen, auf Ohrhöhe ungefähr zwischen Hochtöner und oberem Tiefmitteltöner. Alles darüber oder darunter klingt falsch. Das liegt daran, dass es beinahe eine D'Appollito-Box ist, d.h., dass es unter Winkeln zu starken Interferenzen der Schallwellen kommt, weil der obere und untere Tiefmitteltöner beidsamt die Mitten abstrahlen. Hier spielt das obere Chassis bis 2000 Hz und das untere bis 2500 Hz. Bei den allermeisten Boxen kommt der Mittelton nur von einem Chassis. Horizontal ist das Abstrahlverhalten aber wiederum super.


Das ist so gewollt.
Die Lautsprecher sind so abgestimmt, das die Abstrahlrichtung nicht, wie bei den meisten Lautsprechern, direkt nach vorne gerichtet ist, sondern leicht nach oben. Dadurch soll die etwas geringe Höhe für eine Standbox kompensiert werden.
Deshalb klingen die auch nicht, wenn sich der Hochtöner auf Ohrhöhe befindet.

Grüße
Roman
Moea
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 25. Jan 2019, 16:26
Ja, der Bass ist wie ich schon schrieb eine Frechheit bei der Boxengröße. Aber die Tiefmitteltöner sind sind einfach super Mitteltöner, und wenn die Resonanzfrequenz tiefer wäre und die Membranmasse größer, dann wären die Mitten nicht mehr so gut. Ich wusste aus Erfahrung, dass ich auf Große Staubschutzkalotten aus Pappe bei Mitteltönern stehe, habe die Arcus trotzdem probiert. Inverse Dustcaps klingen immer komisch wie aus einem Trichter. Kleine klingen auch nicht gut für mich. Leider gibt's hauptsächlich nur noch inverse, die natürlich den Vorteil habe nicht eingedrückt werden zu können, aber komisch klingen.


[Beitrag von Moea am 25. Jan 2019, 17:16 bearbeitet]
Moea
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 25. Jan 2019, 16:28

Passat (Beitrag #30) schrieb:

Das ist so gewollt.
Die Lautsprecher sind so abgestimmt, das die Abstrahlrichtung nicht, wie bei den meisten Lautsprechern, direkt nach vorne gerichtet ist, sondern leicht nach oben. Dadurch soll die etwas geringe Höhe für eine Standbox kompensiert werden.
Deshalb klingen die auch nicht, wenn sich der Hochtöner auf Ohrhöhe befindet.

Genau. Aber auf richtiger Höhe ist die Ortbarkeit und Räumlichkeit besser, als bei herkömmlichen 2-Wegern.


[Beitrag von Moea am 25. Jan 2019, 16:29 bearbeitet]
Moea
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 02. Feb 2019, 19:27
Ich habe letztes Mal etwas Wichtiges vergessen: ich habe die Weiche der Elac EL 110 II schon am zweiten Tag angepasst, weil mir die oberen Mitten zu vorlaut waren:
-Kondensator von 6,8 μF an + und --Pol des unteren Tieftöners (auf keinen Fall an den Oberen, das verändert den Klang ganz anders!)
-ein in Reihe geschaltetes RC-Glied mit 1 Ohm und 22 μF in Reihe zum Hochtöner an + oder --Pol, um die Höhen an die jetzt leiseren Mitten anzupassen.

mittlerweile habe ich die 6,8 μF durch eine 15 μF-10 Ohm-Reihenschaltung ersetzt. Hochtöner wie oben beschaltet.

Damit höre ich jetzt auf Hochtönerhöhe. Beim Orchester kann ich genau orten, wo die Violinen sind, wo die Blechbläser usw...das hatte ich noch nie . Damit der Oberbass etwas entschärft wird, habe ich die gesamten Wattematten über das obere Bassreflexrohr gestopft und unten eine Packung Watte aus der Drogerie (200g Viskose, keine Baumwolle) unten rein gestopft. Diese Watte ist eine etwas haarige Angelegenheit, d.h. kleine Härchen bleiben überall kleben, aber sie besitzt durch ihre Schwere gute Eigenschaften, um einen vorlauten Oberbass etwas in die Schranken zu weisen. Die vorhandenen Matten haben dazu eine viel zu geringe Dichte. Ich werde nächste Wochen noch eine Packung mehr pro Box versuchen.

Hier der Weichenaufbau. ACHTUNG: Die roten Bauelemente habe ich hinzugefügt. Die Induktivitäten sind nur ganz grob geschätzt!!


angepasste Weiche Elac EL 110 II


Frequenzgang elektrisch angepasst
Die oberen Mitten klingen zwar immer noch etwas gewöhnungsbedürftig, vor Allem Stimmen klingen etwas unnatürlich, aber wie schon gesagt: sie machen Spaß.
Vielleicht kommt an den unteren TT noch ein Saugkreis mit ca. 1,8mH, 10μ und 8-10 Ohm. Muss ich nochmal messen. Die Messung hier ist zwischen HT und oberem TT. Bassreflexrohre geschlossen. Pegel nicht kalibriert, d.h. meine Messungen sind immer nur qualitativ und nicht absolut; Bass und Höhenregler natürlich neutral..
Jan 15 13_47_27 rechts Boxsim 13.01.18 6.8uF an unteren TT & 1Ohm&22uF vor HTgeschlossen

_____________________________________________________________________________________________________________________________
Zusatz zu den Arcus TS 400:
Mein Hörabstand beträgt 3 Meter, da gefallen mir die Arcus nicht (nur zur Stimmwiedergabe würde ich sie bevorzugen). Bei 1,5 m Abstand und unter ca. 15-20° seitlicher Anwinkelung gefallen sie mir schon wesentlich besser. Da ist der Mittenbereich dann so präsent, wie ich ihn haben will, aber die Höhen sind dann wirklich zu viel des Guten (man könnte vielleicht 2 Ohm vor den HT tun(würde aber die unteren Höhen zu sehr verringern), oder 0,02mH in Reihe mit 1 Ohm vor den HT; aber ich lass das, weil sie mir dann trotzdem nicht gefallen würden und weil ich sie wieder verkaufen will:Arcus TS 400 ebay Kleinanzeigen). Bass wird am Verstärker immer voll aufgedreht, sonst geht bei mir als Leisehörer nichts. Ich halte nichts von Pure-Direct o.Ä., auch, da jede Box in jedem Raum an jeder Stelle anders klingt und man zumindest Bass/Treble regeln können sollte, um zu anständigen Ergebnissen zu kommen. Die Boxen sind bis auf den etwas vorlauten Hochton eigentlich perfekt abgestimmt und Nichtgefallen der Box auf Nichtgefallen der Treiber zurückzuführen. An der Abstimmung sehe ich kein Verbesserungspotential.
Messung der Arcus am selben Hörplatz, wie die Elac oben im Abstand von 3 m.:
Jan 23 15_21_39  rechts MT auf Ohrhöhe


[Beitrag von Moea am 03. Feb 2019, 18:24 bearbeitet]
Moea
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 26. Feb 2019, 23:02
Elac EL 110 II Neustart:

Die zusätzliche Watte hat dem Bass eigentlich nichts gebracht. Bin dann auf die glorreiche Idee gekommen, die Sicken, die sich mehr nach einer Gummi-Plastik-Mischung angefühlt haben, als nach Gummi mit Silikonspray zu benetzen. Anleitung Lautsprechersicken wieder weich machen
Das hat vor Jahren bei mir schon mal Wunder gewirkt und hat auch jetzt funktioniert. Ich habe erst eine Box bearbeitet, und die Unterschiede beider waren danach unüberhörbar. Der Bass ist jetzt immerhin da - nicht toll, aber nicht nur Oberbass, wie vorher. (Der Bass ist nicht schwach, nicht falsch verstehen, stärker als bei den Arcus, aber obenrum immer noch zu hart und nicht tief genug). Die oberen Mitten wurden jetzt viel leiser, sodass ich die gesamte Weichenänderungen zurücknehmen musste. Jetzt klingt es mit Originalweiche wieder richtig, sogar warm. Nur der Superhochton ist mir noch etwas zu stark gewesen, sodass ich vor die gesamte Box eine vor Jahren selbst gewickelte Spule mit ca. 0,03 mH geschaltet habe. Mal sehen, ob sich in den nächsten Tagen noch was tut. Wieviel die zusätzliche Masse des Silikons bei der Klangänderung da mit reinspielt weiß ich nicht.

Edit: Sicken sind schon wieder etwas härter geworden, aber trotzdem viel besser als vorher.

Wer diese Boxen hat: bitte Silikonspray auf die Sicken auftragen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass nur meine so hart geworden sind!
Ich schreib genaueres, wenn ich Lust habe...

----------------------------------------------------------------------------
Haha: Hochtöner Arcus TM 88
Die TM 88 hat also dieselben Hochtöner, wie die TS 400, nämlich die Vifa D25 TG-01 ->nix für mich!


[Beitrag von Moea am 27. Feb 2019, 18:13 bearbeitet]
Moea
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 02. Mrz 2019, 17:58
Das ist echt ärgerlich. Die Sicken sind schon wieder hart und der Klang wie vorher Kein Bass und überpräsente Mitten.. Scheinbar hat eher das Flussmittel im Silikonspray das Gummi kurzzeitig aufgeweicht und nach dem Verdunsten ist die Sicke so hart wie zuvor. Weiß nicht, was da drin ist. Die unteren Tieftöner sind auch eindeutig schwergängiger, als die Oberen - haben wohl mehr Sonne abgekriegt, wobei sie aber kurz nach der Silikonbehandlung gleich leichtgängig waren.

Der Klang hat mir die die zwei Tage, als sie weich waren aber so gefallen, dass ich die Sicken nun gerne erneuern würde. Sind sicher nicht die besten Boxen auf der Welt, aber sie nerven mich in keinster Weise, und das ist schon sehr viel Wert - eigentlich nerven mich fast alle Boxen auf die ein oder andere Art. Klanglich geht für mich halt nichts über Pappmembrane mit großer Pappstaubschutzkalotte - lösen gut auf, haben eine gute Räumlichkeit (im Gegensatz zu inversen Staubschützern), und sind trotzdem gnädig zu schlechten Aufnahmen, was ich von Alu oder Polypropylen nicht sagen kann (vielleicht gibt's ja doch welche...). Irgendwelche High-Tech Materialien hab ich daheim noch nicht hören dürfen und beim Hören im Laden traue ich mir kein Urteil zu. Der Hochtöner ist halt auch klasse: keine Schärfe oder Agressivität (ganz im Gegensatz zur Arcus), kein Zischeln, gutes "Anspringen" von Tönen im Übernahmebereich (2,5 KHz), was Leichtmembrankalotten vielleicht wegen ihrer geringen Masse nicht realitätsgetreu können. Ist die erste Metallkalotte, die ich daheim habe, kann deshalb nicht sagen, wie andere klingen.

Weiß jemand, wo es passende Sicken gibt? Ich finde keine Passenden. Die hier sind von den Maßen noch am besten:
1 x GUMMI 6,5 Zoll Sicke für verscheidene Lautsprecher Flexible Gummi Sicke - A=121 | B=142 | C=155 | D=12 | E=112
650-inch-speaker-surround-r165/

Maße Gummisicke Elac EL 110 II


Ich hab übrigens ordentlich was draufgesprüht, also zuwenig war das nicht! Man muss halt aufpassen, dass nichts auf die Pappe kommt. Verrieben habe ich das Spray mit einem Wattestäbchen.

Foto1118


[Beitrag von Moea am 02. Mrz 2019, 20:16 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#36 erstellt: 03. Mrz 2019, 01:14
Zum "Behandeln" von Gummisicken ist hier eher Glycerin zu nehmen. Entweder holt man sich es aus der Apotheke oder man verwendet einen Gummipflegestift (Sonax, Nigrin,...) aus dem Kfz-Bereich.
CHICKENMILK
Inventar
#37 erstellt: 06. Mrz 2019, 11:00

mdRokkor (Beitrag #13) schrieb:
Danke für alle Antworten, ich hab mir jetzt aber 2 Solton v12 geholt.
Allerdings ist ein Tieftöner kaputt bzw. Kratzt. Kann mir wer sagen um welches Model es sich da handelt und/oder ob man den Lautsprecher reconen kann, also ob es da ein set gibt?
Auf dem Lautsprecher ist zwar etwas draufgedruckt, allerdings werd ich dadraus nicht schlau.
Ich denk ich mach da mal einen neuen Thread auf.


Hier gibt es Ersatz:

https://www.willhabe...tieftoener-294555096
Moea
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 10. Mrz 2019, 22:16
So, ich hab mir jetzt gedacht, bevor ich irgendwelche Sicken mit falschen Abmessungen, schlimmer aber mit falscher bewegter Masse und falscher Rückstellkraft einbaue, versuche ich die Holzhammermethode um Gummisicken weich zu machen:


Weil es hier keine Erfahrungsberichte dazu gibt, musste ich es selbst ausprobieren und habe versuchsweise kleine Streifen Gummi vom Fahrradflickzeugset in Aceton, Astat Universalölspray (stinkt fast genauso , wie das von Carramba und ist dickflüssiger als WD40) und Vaseline eingelegt. Nach ca. 12 Stunden:

Aceton zeigt keine Wirkung, zersetzt das Gummi überhaupt nicht, fühlt sich sogar etwas härter, als der unbehandelte Probefetzen an. In einem anderen Thread habe ich gelesen, dass Aceton die Weichmacher aus dem Kunstoff/Gummi zieht, was das Gummi erst härter macht...weiß nicht ob das stimmt. Trotzdem: Finger weg mit dem Aceton bei Gummi!

Das Universalöl verdunstet nach ein paar Stunden (hinterlässt einen kleinen Rest) und weicht das Gummi schön auf, lässt es aber an einigen Stellen auch aufquellen bzw. beschädigt es. Hier ist Maßhalten angesagt und das Gummi sollte nicht länger als vielleicht 4 Stunden "getränkt" werden!

Vaseline: keine Wirkung. Nach weiteren drei Tagen habe ich mir die Teststreifen noch mal angeschaut und mich gewundert, dass der mit Vaseline behandelte eigentlich genau so weich war, wie der Ölgetränkte; aber er war nicht aufgequollen oder sonst was und fühlte sich besser an. Komisch, dass da noch Vaseline durch's Gummi gezogen ist, obwohl ich es sauber abgewaschen habe.

Meine Idee daher: Sicke dünn mit Vaseline einreiben und nach 12 Stunden mit Spüliwasser säubern. Dann vier Tage abwarten, ob sich was tut (immer nur eine Box einschmieren und die andere als Vergleichsobjekt original lassen), also mit beiden Daumen leicht außerhalb der Staubschutzkalotte gleichmäßig drücken und so die Steifigkeit der Aufhängung im Vergleich testen. Ohrentest ist natürlich auch sinnvoll! Einfachste Möglickeit: Radio auf mono schalten und mit Balance Regler zwischen nebeneinanderstehenden Boxen hin- und herschalten. Ggf. die Prozedur wiederholen, falls die Sicken noch zu hart sind. Und falls mich jemand warnen will: nein, die Sicken werden nicht gleich auseinanderfliegen, wenn die Gummistruktur etwas zerstört wird - sie werden aber natürlich nicht mehr so balastbar sein, wie im Neuzustand - ich würde sie deshalb nicht mehr auf Volllast laufen lassen und diese Weichmachprozedur nur im "Notfall" durchführen. Bei diesen Verhärtungen hier durchaus eine Option, werde mir aber die nächsten Wochen die Teststreifen immer wieder anschauen.
Neue Sicken kann man vielleicht mit Glycerin Pflegen - keine Ahnung - aber KEINESFALLS mit Vaseline!



Aus der kurzen Zeit, zu der die Sicken weich waren kann ich sagen:
Bei den Elac sind die Mitten leiser und die Auflösung der Mitten nach Weichmachen des Gummis schlechter geworden und nicht mehr besonders gut, aber noch ok. Die Boxen klingen aber total natürlich und entspannt, man muss aber etwas lauter machen, weil die Auflösung in Bass, Grundton und jetzt auch Mitten etwas zu wünschen übrig lässt - also zum Leisehören nicht ganz so geeignet. Stimmen klingen wie echt. Auch die Bühne ist aufgrund der verschlechterten Auflösung schlechter.
Der Bass ist da, aber immer noch drittklassig. Das ist eben so bei sehr weichen Zentrierspinnen gepaart mit dicken Gummisicken: das Gummi dämpft die Schwingung zu sehr, so dass der Bass dann matschig wird - meiner Meinung nach schlecht entwickelt. Eine weiche Zentrierspinne sollte IMO nur mit Schaumstoffsicken gepaart werden, und dicke Gummisicken nur bei sehr harten Spiders eingesetzt werden. Schaumstoff hat eine viel geringere Dichte (folglich auch Masse) als Gummi, viel kleinere Rückstellkräfte und sie dämpft die Schwingung kaum - klanglich zu bevorzugen.



____________________________________________________________________________________________________-
Nachtrag zu den Arcus:
Die Arcus sind den Elac eigentlich in allen Belangen überlegen: Auflösung in Bass, Mitten (vielleicht sogar im Superhochton?). Man hört einfach alles, was auf der Aufnahme drauf ist. Bis auf die Übertriebene Räumlichkeit gut als Monitore geeignet für "unnatürliche" Musik. Echte Instrumente und Stimmen klingen für mich nicht natürlich. Das liegt auch daran, dass ich ständig die Beschichtung des Tieftöners, der einen gewissen Eigenklang hat, den weicher klingenden Mitteltöner, der dazu nicht ganz passt und ich dazu den leicht zischelnden, agressiven, sehr gut auflösenden Hochtöner heraushöre. Ich höre leider bei fast allen Boxen die Chassis heraus, genauso klingen Beschichtungen oder Membranmaterialien immer irgendwie auch wenn sie angeblich nach "Expertenmeinungen" nicht klingen. Ich bin kein Experte, ich weiß nur, was ich höre, und in Sachen Natürlichkeit würde ich jederzeit unbeschichtete Pappe bevorzugen (in dem Fall hier auch den Elac Metallhochtöner). Also, sie klingen anstrengend und für mich agressiv im Hochton. Ich bin allerdings auch sehr empfindlich, was Lärm angeht, und den meisten Leuten wird das sicher nichts ausmachen. Die Elac sind dagegen Weichspüler ab den Mitten abwärts, aber auch der Hochton ist sehr angenehm, Stimmen klingen sehr natürlich.



Lustig finde ich noch einen Thread aus dem Nuforum. Wie sich Wahrnehmungen unterscheiden(oder was man sich einreden kann...).
Nuforum Thread


Ich habe seit 2 Tagen ein Paar nuBox 380 zu Hause und höre sie im Vergleich zu Elac EL 110 II (das sind 80cm Standboxen mit D'appolito Anordnung von Anfang der 90er Jahre). Also im Bereich Tonalität sind die Nuberts den Elacs um Längen überlegen, Stimmen sind viel klarer, Triangeln z.B. wesentlich deutlicher, etc. Auch der Bass ist weniger dröhnend und präsizer. Was ich allerdings vermisse ist die klare Ortbarkeit von Stimmen oder Instrumenten.



Mein Nubert-Trauma: Vor ca. 10 Jahren war mein Studententraum die Nubox 381, auch weil ich damals nahe Nubert wohnte und ein paar mal da war. Ich hab sie mir dann trotz mangelndem Geld bestellt und war nach dem Anschließen entsetzt - ja, es klang einfach entsetzlich, weil ich etwas ganz anderes erwartet habe. Ich habe zu dem Preis Natürlichkeit erwartet, gute Auflösung, Spaß. Nichts davon konnte die Nubox mir bieten, und ich hatte damals noch meine alten, von mir stark verändeten Aiwa Kompaktboxen (in die ich eine Weiche(die zuvor nur aus Kondensatoren für Mittel- und Hochtöner bestand)nach Gehör entwickelt habe). Sicher nicht linear das Ganze, aber damals gut genug. Also, die Nubox konnte was Auflösung anging nicht mithalten - es kam in den Mitten nur Matsch heraus. Eine E-Gitarre kam fast komplett aus dem Hochtöner, aus dem Tieftöner kam nur Klangbrei (ja, ich übertreibe schon etwas). Den Kickbass fand ich nicht gut, was aber an der Gewöhnung der stark kickenden Aiwas gelegen haben könnte. Grundton war besser. Bass war tief und sauber. Die Höhen zischelten stark und deren Auflösung war schlecht, grob und trotzdem nervig/stressig. Stimmen klangen unnatürlich, nicht nur wegen des Zischelns. Ich habe gedacht, das kann doch nicht sein, die sollen doch so toll sein! Ich habe mir eingeredet: so ist es richtig, so muss es klingen! Aber ich wollte einfach gar keine Musik mehr hören, weil sie mir keinen Spaß machte, sondern nur noch nervte. Ein Versprechen allerdings stimmte. "Ich höre, was, du nicht hörst" oder so ähnlich stand irgendwo drauf. Wirklcih hörte ich auf einmal Dinge, die ich nie zuvor gehört hatte. Grund: die Linearität der Nuberts, die nicht wie die Aiwas die Mitten überbetonten. Ich dachte dann: Linearer Klang ist dann wohl nichts für mich. Wenig später habe ich dann gemerkt: doch linearer Klang (außer im Bass )ist das einzig Wahre, aber jede linear abgestimmte Box klingt anders und muss, wie ich feststellen musste, nicht gut klingen. Es kommt auf die Chassis an. Linear kriegt man alles irgendwie - klingen muss es dann trotzdem nicht.
Ich fühle mich durch die Arcus daran zurückerinnert. Das war mir eine Lehre! Linearer Frequenzgang ist eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für guten Klang, das haben mir die Nuberts gezeigt. Dazu Forenspezialisten, die den Nuberts einen fantastischen, nicht zu überbietenden Klang attestierten. Alles nachgeplappert.
Zum Schluss muss ich noch zugeben, dass ich denke, dass die meisten Leute die Arcus den Elac bevorzugen würden, eben wegen der klar besseren Auflösung und dem besseren Bass. Das liegt aber auch daran, dass für die meisten Leute alle Boxen fast gleich klingen, egal, wie groß die Unterschiede sind - die Glücklichen!


[Beitrag von Moea am 10. Mrz 2019, 22:23 bearbeitet]
Gleitbahn
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 16. Apr 2019, 19:28
Ich kann ja verstehen, daß hier die "Deutschland Deutschland über alles" Fraktion mal wieder
Purzelbäume schlägt , aber außer in den HIFI Läden Verkäufern mächtige Margen und den "Testzeitschriften" erkleckliche Annoncen
zu verschaffen haben die Deutschen Hersteller mit mittelmäßigen Materialien wenigstens die DDR schlagen können !
Höre Dir ein paar gute Pioneer HPM an und staune !
CHICKENMILK
Inventar
#40 erstellt: 17. Apr 2019, 21:53
Ach komm.

Heco Precision 400.
Made in Germany

40 Jahre alt und immer noch weiche Sicken.
Moea
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 22. Apr 2019, 17:29

Gleitbahn (Beitrag #39) schrieb:

Höre Dir ein paar gute Pioneer HPM an und staune ! :*

Na gut, werde mal Ausschau halten nach solchen und beim Probehören ganz genau unter die Lupe nehmen. Mein Problem bei so alten Dingern ist halt, dass man nie weiß, was noch funktioniert, in wie weit es noch original klingt. Getauschte Treiber erkennt man zwar meist, aber - ich weiß auch nicht - für 500 Euro dann Sperrmüll kaufen? Deshalb hab ich mich auf Boxen bis Ende der 80-er beschränkt.
Auch dass sich Pappmembranen klanglich nicht verändern halte ich für ein Gerücht. Ich hatte die Erfahrungen mit alten Autolautsprechern (Breitbänder mit Hochtonkegel) die sich unterschiedlich verfärbt hatten und auch unterschiedlich klangen. Die eine Membran war auch weicher als die andere. Dasselbe mit 70er Jahre Dreiwegeboxen bei denen die Mitteltöner(eigentlich Mittel-Hochtöner) sehr unterschiedlich klangen (einer mit starker Badewanne). Dann noch bei Bluesound24 bestellte Billig-Magnat-Ersatz Tiefmitteltöner: Mitten unterschiedlich laut (der mit den lauteren Mitten hatte auch eine verhärtete Sicke). Dann noch mehr Autolautsprecher....ist jetzt auch egal. Ich weiß nicht, was die Sonne außer dem Ausbleichen der Membran noch macht und ob zu große Luftfeuchtigkeit (Kellerboxen) die Membran aufquellen und dadurch ihre Steifigkeit verlieren lässt. Aber warum eine so unterschiedliche Alterung, das verstehe ich nicht. Nur eine Box bekommt Sonne ab - oder eine Box auf dem Dachboden kriegt ein bisschen Regen ab und die andere nicht.

Klar - mir gefallen die Pioneer schon, vom Konzept her. Ich bin ein Fan von vielen verschiedenen Chassis in einer Box, weil sich erfahrungsgemäß die Schwächen/Eigenarten der Chassis gegenseitig aufheben, wenn man sie schlau kombiniert (habe aber solche Boxen nur in der Billigklasse hören können oder mit Treibern rumexperimentiert). Eine Box mit drei gleichen Tiefmitteltönern ist für mich Schwachsinn, Entschuldigung. Was soll das denn? Schön aussehen wahrscheinlich. Die Treiber können dann Bass, oder Grundton oder Mitten gut, wahrscheinlich aber gar nichts richtig gut. OK- mir fällt gerade ein: bringt natürlich mehr Bassleistung! Aber wenn schon drei gleich große Treiber wegen der Optik, dann wenigstens für den jeweiligen Frequenzbereich optimierte.
Die Sache mit der Aufhebung der Schwächen verschiedener Chassis trifft vor allem zu in Frequenzbereichen zu, wo beide Chassis parallel laufen. Klingt für mich dann immer echter bzw. dynamischer - kann's nicht beschreiben und weiß nicht warum. Problem sind dann leider Phasenschweinereien außerhalb des Sweetspots.
Bin auch kein Fan zu harter Trennung von Hoch/Mittel/Tieftönern, sondern finde akustisch getrennt mit 12 dB genug, eben weil es der Kalotte z.B. klanglich gut tut, wenn sie noch vom Mitteltöner unterstützt wird. Außerdem sinkt das Bündelungsverhalten dann nicht so Sprunghaft beim Übergang von Mitteltöner zu Hochtonkalotte.

Gern mehr solcher Empfehlungen! Ich weiß ja nicht welche von diesen 70er/80er Jahren 4 Wegern was taugen.



CHICKENMILK (Beitrag #40) schrieb:

Heco Precision 400.

Wie sieht's bei denen mit dem Taunussound aus? Ist nämlich nicht mein Ding.

PS: mein behandeltes Gummi ist immer noch weich und unverändert.
Der 1 KHz Buckel der Elac stört schon etwas, außerdem klingen sie auf dem Boden seehr dünn und mittenbetont- wie schon geschrieben ist der Klang nur auf Ohrhöhe zum Hochtöner zu gebrauchen.


[Beitrag von Moea am 22. Apr 2019, 19:50 bearbeitet]
RocknRollCowboy
Inventar
#42 erstellt: 22. Apr 2019, 20:43
Servus.

Die Heco Precision 400 haben einen linearen Frequenzgang. Nix Taunus-Abstimmung.
Die hab ich nämlich selber und sind meine Lieblingslautsprecher.

Ich hab schon neue Speaker in der 2000€ Klasse wieder zum Händler zurück gebracht, weil mich diese nicht gegen die ollen, aber häßlichen, Precisions überzeugen konnten. Die neuen konnten in Teilbereichen zwar meistens etwas besser als die Hecos, aber insgesamt überzeugten dann doch wieder die Hecos.

Gruß
Georg
CHICKENMILK
Inventar
#43 erstellt: 22. Apr 2019, 20:59
Hässlich ja, klanglich wirklich allererste Sahne.

Wem die kantige Optik der Precision 400 nicht gefällt, kann auch zur Presence 543 greifen.
Ziemlich ähnlich klingen auch die Universum LED1800.

Moea
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 22. Apr 2019, 21:36

RocknRollCowboy (Beitrag #42) schrieb:
Servus.

Die Heco Precision 400 haben einen linearen Frequenzgang. Nix Taunus-Abstimmung.
Die hab ich nämlich selber und sind meine Lieblingslautsprecher.

Was war daaa denn los? Hab ich tatsächlich Heco mit Canton verwechselt?
Mal schaun, ob ich in der Nähe welche finde. Das Aussehen ist halt wirklich...sagen wir mal...technisch. Naja.

Was waren das denn für 2000€ Tröten? Aber kann dich verstehen. Mir sagt der moderne Klang auch nicht zu, obwohl Platin-, Gold- und Diamant-Membrane doch eigentlich besser klingen müssten als Pappe - schon komisch. Aber glänzen tun sie manchmal schön, die neuen!

Danke euch für die Tipps!
RocknRollCowboy
Inventar
#45 erstellt: 22. Apr 2019, 22:10
Die Canton Quinto 540 hab ich auch hier.
Sehr, sehr ähnlicher Sound. Unterscheiden sich nur in Nuancen im Mittelton. Mit leichtem Vorteil für die Heco Precision 400.

Wenn Dir also die Canton Quinto nicht zusagen, dann sind auch die Precision nichts für Dich.

Verglichen hab ich die Precision mit
Klipsch Heresey: super Mitten für E-Gitarre. Bass war enttäuschen. Höhen leicht zu schrill
Dynaudio (Typ weis ich nicht mehr): Langweilig
Nubert (Typ weis ich nicht mehr): Auch langweilig, aber etwas besser als Dynaudio
Dann noch KEF und noch ein paar andere.

Versteht mich bitte nicht falsch. Das waren alles gute Lautsprecher!
Es kommt halt immer auf den persönlichen Geschmack und den Raum drauf an.
Und hier bin ich persönlich mit den Heco Precision bis jetzt am besten bedient.
Eventuell kommt ja noch was besseres daher. Sag niemals nie.

Gruß
Georg
Moea
Ist häufiger hier
#46 erstellt: 22. Apr 2019, 22:36

RocknRollCowboy (Beitrag #45) schrieb:

Klipsch Heresey: super Mitten für E-Gitarre. Bass war enttäuschen. Höhen leicht zu schrill

Ja, ich komm für alten Metal auch nicht von im Mittenbereich bündelnden Boxen weg. Typische ab 2 KHz einsetzende Kalotten klingen da einfach nur schrecklich. Von daher bin ich auch skeptisch, was Boxen mit kleinem Kalottenmitteltöner betrifft. Für Klassik sicher super, aber für Metal?
busch63
Stammgast
#47 erstellt: 23. Apr 2019, 21:04
Hatte mal Pilot V300 MK2 hier und war ziemlich angetan. Vielleicht mal ein Tip. Kräftiger Bass, großer MItteltöner , SEAS Bestückung.
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