SABA 9241 reparieren

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chaosben
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 15. Apr 2006, 15:17
Hi!

Da ich in 2 Threads schon gesehen, habe das ihr hier geballtes Wissen über den SABA 9241 habt, möchte ich mein Anliegen hier vorbringen.
Ich habe diesen Receiver von einem Verwandten in defektem Zustand bekommen und bin nun auf der Suche nach der Ursache. Folgenden Stand habe ich:
Ich kann das Gerät einschalten woraufhin ein kurzer Relais-Klack aus der Trafo-Ecke kommt. Sichtbar wird nur die Scalen-Beleuchtung, nicht aber die digitale Anzeige. Desweiteren kommt auc nichts, was im entferntesten an einen Ton erinnern könnte. Nach ein bißchen rum-messen, habe ich festgestellt, das an den 3 (gelb, schwarz, rot) Pins auf der Netzteilplatte rechts oben (die imho die Endstufe versorgen), keine Spannung anliegt. Die Sicherungen auf der Platte sind i.O..

An welcher Stelle muss ich denn jetzt weitersuchen, bzw. was muss ich tauschen ... ?

Noch ein Wort zu mir:
Ich bin in Sachen Hifi nicht gerade die Leuchte. Und was Elektronik angeht, gehts über den Leistungskurs Physik nicht weit hinaus. Ich kann zwar einen Diode auf Funktionsfähigkeit testen und mit dem Lötkolben bin ich auch firm. Aber erwartet bitte keine Wunder.
hifi-collector
Stammgast
#2 erstellt: 15. Apr 2006, 15:50
Hallo Chaosben,

miß mal die 4 großen Siebelkos (im Metallbecher) auf der Netzteilplatine durch. Oft ist einer davon defekt und verursacht einen Kurzschluß, der die Betriebsspannung zusammenbrechen läßt. Das Messen geht am einfachsten mit einem Durchgangsprüfer mit Piepton (hat mein Digitalmultimeter eingebaut). Wenns piept, hat der Elko einen Schluß und muß ausgetauscht werden.

Gruß

Andreas
chaosben
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 15. Apr 2006, 16:05
Hi hifi-collector!

Danke für die schnelle Antwort.

Ich hab jetzt die 4 Elkos getestet (im eingebauten Zustand, richtig?) und mindestens 3 sind durchgängig.
Kann ich jetzt einfach unter dem Stiichwort Elko bei Conrad suchen und welche mit passender Spannung und Kapazität bestellen?
hidodi
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 15. Apr 2006, 16:49
Hallo Chaosben,
habe ebenfalls einen 9241 im Hobbykeller mit dem gleichen `Husten`.Weder ihn jetzt mal wieder hervorholen und ebenfalls die Elkos messen. Wenn ich etwas anderes noch finde, melde ich mich.

Gruss
Jochen
hifi-collector
Stammgast
#5 erstellt: 15. Apr 2006, 17:35
@Chaosben,

löte die verdächtigen Elkos aus und miß sie nochmals durch. Die, die dann auch noch Durchgang haben, ersetzt Du durch Elkos mit gleicher Kapazität und Spannungsfestigkeit (die kann auch größer sein), achte beim Bestellen aber auf die Einbaumaße. Laß Dir etwas Zeit beim Messen, da auch während des Aufladevorgangs des jeweiligen Elkos Strom fließt, was einen Durchgang vortäuscht. Du kannst den Receiver auch ohne die eingebauten verdächtigen Elkos mal einschalten und schauen, was sich tut. Ggf. tut er es auch ohne die Elkos, aber die Spannungen werden natürlich nicht geglättet... also vorichtig!

Gruß

Andreas
chaosben
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 15. Apr 2006, 21:00
Alles kloar, ich werd das morgen testen.
Danke schön.
Trafo
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 15. Apr 2006, 21:56
Hallo chaosben,

vielleicht hilft der nachfolgende Reparaturbericht:

http://mb.abovenet.de/forum3/showtopic.php?threadid=324

Gruß

Trafo
chaosben
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 16. Apr 2006, 07:48
Morgen!

Danke für den Link. Mal sehen ob ich davon was nutzen kann.

Der Stand der Dinge ist der folgende: 3 Elkos (603,623,633) waren durchgängig und sind jetzt ausgelötet. Jetzt habe ich gehofft, das ich dem guten Gerät noch einen Mucks entlocken kann; aber leider liegt immer noch keine Spannung an der Endstufe an.

Darf ich eigentlich erwarten, das mit fehlenden 3 Elkos was geht?

//edit: Jetzt bin ich grad am Bestellen und fang mich an zu wundern:
Auf dem C623 steht "Elko" darauf. Auf den anderen nicht. Sind denn C633 und C603 keine Elkos? Und kann mir jemand mit einem Schaltplan aushelfen? Dann brauch nicht so dusslige Fragen stellen.


[Beitrag von chaosben am 16. Apr 2006, 08:55 bearbeitet]
hf500
Moderator
#9 erstellt: 16. Apr 2006, 10:02
Moin,
Licht geht, LS-Relais zieht kurz an.
Meiner Meinung nach keine Angelegenheit der Netzteilelkos fuer die Endstufe.
Elkos fallen sehr selten mit Schluss aus.
Ein Schluss an dieser Stelle fackelt die Netzsicherung ab.

Wenn das Relais nicht anziehen will, Ausgang der Endstufen auf Gleichspannungsfreiheit pruefen.

73
Peter
chaosben
Schaut ab und zu mal vorbei
#10 erstellt: 16. Apr 2006, 10:30

hf500 schrieb:
Moin,
LS-Relais zieht kurz an.


Jaein, ich nehme an, das Klicken kurz nach dem Einschalten ist das Lautsprecher-Relais. Wenn dem so ist, dann bleibt das LS-Relais bis zum Ausschalten angezogen.
hf500
Moderator
#11 erstellt: 16. Apr 2006, 14:56
Moin,
wenn es angezogen bleibt, sind die Verstaerkerausgaenge gleichspannungsfrei.

Im Sabaforum sollte es einen Weg zu Schalbildern geben.

1. Schritt der Fehlersuche:
Konsequent alle Betriebsspannungen ueberpruefen.
Dann erst Gedanken machen, warum welche fehlen.

Die Ladeelkos der Endstufen sind sehr selten Grund fuer ein totales Versagen des Geraetes.
Da sie an der ueber den staerksten Gleichrichter des Geraetes an der staerksten Trafowicklung haengen,
machen sich hier Fehler eindeutig bemerkbar.

Dem 9241 bleibt hier nur die Netzsicherung als Schutz des Endstufennetzteiles.

Die Sicherungen auf der Netzteilplatte schuetzen die Stromversorgung des Zaehlers.
Das Vorstufennetzteil wird durch den Sicherungswiderstand R601 (1 Ohm) geschuetzt.
Dieses Netzteil erzeugt 12 und 15V fuer den Tunerteil.

Das 45V-Netzteil des Hauptverstaerkers wird durch R641 (10 Ohm) geschuetzt.

Die beiden Endstufennetzteile auf der Hauptplatine haben keine eigene Sicherung.

Die Elkos, die Du ausgebaut (geprueft) hast, sind die Ladekondensatoren des 12/15V-Netzteiles, sowie des
-17 und +9V Netzteiles des Zaehlers. Ohne diese Kondensatoren funktionieren die Netzteile nicht.

Die Kondensatoren, die du ausgebaut hast, sind alle Elkos. Das erkennt man schon an der Kapazitaet von 3300 bzw 4700µF.

73
Peter
chaosben
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 16. Apr 2006, 18:15
Danke für die umfangreiche Antwort.

Ich hab jetzt die defekten Elkos nachbestellt und hoffe das sie bald (*ungeduldig*) eintreffen. Ich werde euch über den weiteren Verlauf auf dem Laufenden halten.
chaosben
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 20. Apr 2006, 15:38
So, nachdem die Elkos gekommen sind und ich nach nochmaligem Messen festgestellt habe, das nur einer (603) defekt war, habe ich ihn ausgetausch. Aber: leider keine Besserung.
Mir scheint, das der Transistor, der das Relais auf der Netzeilkarte bedient nicht schaltet. Aber woran mag das liegen?
hf500
Moderator
#14 erstellt: 20. Apr 2006, 16:24
Moin,
Schaltbild hast Du?

Alle Betriebsspannungen nachmessen und das Steuersignal fuer das Relais
auf der Netzteilplatte zurueckverfolgen.
Das Relais schaltet aber nur den Frequenzzaehler. Demzufolge muss das
Steuersignal nur bei Rundfunkbetrieb da sein.

73
Peter
chaosben
Schaut ab und zu mal vorbei
#15 erstellt: 20. Apr 2006, 17:31
Naja Schaltbild haben und Schaltbild lesen können ist ein Unterschied.
Auf der Zeichnung für das Netzteil-Mod. kann ich gerade mal eine Spannungsangabe lesen. (Und das liegt nicht an meinem Ausdruck.)

Ich hoffe einer von euch kann mir mit der Angabe der Spannungen weiterhelfen.
chaosben
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 20. Apr 2006, 19:24
So, Kommando zurück. Ich hab das Problem gefunden. Der Widerstand 601 auf dem Netzteil-Modul ist zu 100% widerständig. Mal sehen ob ich was baugleiches finde. Kann mann einen 1 Ohm Widerstand auch durch eine Drahtbrücke ersetzen?
Zweck0r
Moderator
#17 erstellt: 21. Apr 2006, 19:53
Moin,

auf keinen Fall. Das ist ein "Sicherungswiderstand" mit definiertem Durchbrennverhalten. In der Ersatzteilliste steht 1 Ohm/0,5 Watt. Ich würde ihn ersetzen durch eine Reihenschaltung aus einem Widerstand 1 Ohm/2 Watt und einer trägen Sicherung mit 0,8 A.

Wenn der Widerstand nicht gewesen wäre, hätte der defekte C603 den Netztrafo zerschossen

Grüße,

Zweck


[Beitrag von Zweck0r am 21. Apr 2006, 19:57 bearbeitet]
hf500
Moderator
#18 erstellt: 22. Apr 2006, 18:07
Moin,
wenn man eine Sicherung verwendet, braucht man das Ohm nicht mehr.
Der Widerstand soll nicht als Widerstand funktionieren, sondern nur als Sicherung, wie du schon sagst.

Beim 9260 wird der Zaehlerversorgungskreis mit einer 0,8A Sicherung abgesichert.
Anscheinend war hier die teurere Sicherung sinnvoller.

73
Peter
chaosben
Schaut ab und zu mal vorbei
#19 erstellt: 22. Apr 2006, 21:18
Den Widerstand habe ich nun durch einen Passenden ersetzt. Ein Weiterer musste auch getauscht werden und nun funktioniert alles super. (Naja, fast. Die digitale Anzeige geht nicht immer 100%ig. Das ist aber ein Kontakt-Problem bei einem IC in der Blackbox)

Danke für eure Hilfe.
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