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***TEST: SONY VPL-HW45***

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George_Lucas
Inventar
#1 erstellt: 23. Aug 2016, 19:18
TEST – SONY VPL-HW45

Der Sony VPL-HW45 ist ein kompakter und leiser Heimkino-Projektor. Er bietet spektakuläres 3D, normnahe Farbeinstellungen ab Werk sowie ein knackscharfes Bild – und das zu einem überaus attraktiven Preis.


Sony VPL-HW45 - Foto Michael B. Rehders
Der Sony VPL-HW45 unterscheidet sich äußerlich nicht vom Vorgängermodel, dem VPL-HW45.

Styling und Verarbeitung

Sony setzt beim VPL-HW45 erneut auf das bewährte Design. Äußerlich unterscheidet sich dieser Projektor nicht vom Vorgängermodell. Der Projektor ist in den Farben Schwarz und Weiß erhältlich. Während sich das weiße Modell in hell eingerichtete Wohnräume anbietet, um es dort weitgehend unauffällig zu integrieren, eignet sich das schwarze Modell bestens für dunkle Heimkinoräume, weil dort keine zusätzlichen hellen Streulichtflächen erwünscht sind.
Der Projektor fühlt sich sehr solide und wertig an. Die Spaltmaße fallen vorbildlich exakt aus.

Sony VPL-HW45 - Fernbedienung unbeleuchtet - Foto Michael B. Rehders
Die Fernbedienung liegt sehr gut in der Hand. Die Tasten können beleuchtet werden, so dass die Navigation auch in dunklen Räumlichkeiten flott von der Hand geht.


Ausstattung und Technik
Der Sony VPL-HW45 projiziert eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixel. Dabei soll er eine Maximallichtleistung von 1800 Lumen erzielen. Dank der SXRD-Technik ist aus üblichen Sitzabständen keine Pixelstruktur (Fliegengitter) mehr erkennbar. Dadurch erscheinen Filme wunderbar natürlich.
Die Aufstellung gestaltet sich angenehm leicht und flexibel. Dazu tragen das Zoom-Objektiv bei, das ein zwei Meter breites Bild aus einer Projektionsentfernung von 2,72 – 4,32 Meter ermöglicht, und die Lens-Shift-Regler auf dem Projektor. Der VPL-HW45 muss also nicht genau mittig vor der Leinwand stehen, sondern kann ein gutes Stück nach rechts/links/oben/unten versetzt positioniert werden. Leider sind die Optikeinstellungen nicht motorisiert, sondern müssen direkt am Projektor vorgenommen werden. Ein großer Vorteil ist hingegen die Lüfteranordnung. Diese befinden sich nämlich vorne am Gerät, so dass die Zu- und Abluft an der Gerätefront erfolgt. Infolgedessen kann der VPL-HW45 direkt an die Wand geschoben werden. Es wird nach hinten also kein Platz verschenkt.
Eine automatische Blendenregelung besitzt dieses Modell nicht. Aufgrund des guten Schwarzwerts kann darauf aber verzichtet werden. Somit werden Spitzlichter in dunklen Bildinhalten nicht unnötig „gedimmt“, sondern mit voller Maximalhelligkeit auf die Leinwand gebrannt. Beispielsweise leuchten Straßenlaternen bei Nacht so hell und realistisch, dass allein diese Abbildung eine wahre Pracht ist.
3D wird von Sony auch weiterhin unterstützt. Infolgedessen gibt der VPL-HW45 alle Filme auf den 3D-Blu-rays wieder. Im Gegensatz zum Vorgängermodell erfolgt die Synchronisation der 3D-Brillen nun mir HF-Technik. Damit entfallen die teilweise aufgetretenen Störungen anderer Heimkinokomponenten, wenn diese während der 3D-Projektion mit ihren Infrarot-Fernbedienungen gesteuert werden sollten. Außerdem erreicht der integrierte HF-Sender eine größere Reichweite.
Die „Motionflow“-Technik sorgt für schärfere Details in bewegten Inhalten. Die „Reality Creation“ verbessert darüber hinaus den Schärfeeindruck.


Sony VPL-HW45 - Anschlüsse - Foto Michael B. Rehders
Der Sony VPL-HW45 besitzt lediglich zwei HDMI-Eingänge und einen USB-Port, über den Updates durchgeführt werden können. Auf weitere Schnittstellen zur Bildsignalübertragung hat Sony verzichtet.

Sony VPL-HW45 - Objektiv - Foto Michael B. Rehders
Während sich die Bildgröße und die Schärfe feinfühlig am Objektiv einstellen lassen, haben die Lens-Shift-Regler auf dem Projektor ein wenig Spiel. Allerdings funktionieren sie nicht mehr so schwammig wie am Vorgängermodell. Das Bild lässt sich daher auch sehr präzise in der Achse verschieben.


Einstellungen und Messungen
Bevor wir zum ausgedehnten Sehtest kommen, muss der VPL-HW45 erstmal einen umfangreichen Messparcours durchlaufen.
Der Bildmodus „Referenz“ kommt den bestmöglichen Einstellungen bereits recht nahe, wenn die HDTV-Norm „Rec.709“ für die Bilddarstellung gewünscht ist.
Out-of-the-Box erreicht der VPL-HW45 ordentliche 1179 Lumen. Das reicht für Bildbreiten bis 3,70 Meter, wenn die strengen Vorgaben von THX für das digitale Kino (DCI) eingehalten werden.
Nach der Kalibrierung auf Rec.709 und den „D65“-Punkt fällt auf, dass der Projektor nicht dunkler geworden ist, sondern ganz im Gegenteil noch minimal an Lichtleistung hinzugewann. Am Ende kamen exakt 1180 Lumen kalibriert heraus.
Der native On/Off-Kontrast beträgt ordentliche 7073:1.
Diese guten Ergebnisse werden im Sony VPL-HW45 erreicht, in dem das Farbtemperatur-Preset „D65“ für die Einstellungen genutzt wird – und nicht „Benutzer“. Während im „Benutzer“-Preset die Regler bis zum Anschlag gedreht werden musste, ohne dass eine 100 % optimale Einstellung gelang, bedurfte es im „D65“-Preset nur geringfügiger Änderungen, um ein nahezu perfektes Ergebnis zu erhalten.

Sony VPL-HW45 - Farbkorrektur Rot
Die Primär- und Sekundärfarben konnten in Windeseile eingestellt werden. Das Farbmanagement funktioniert im VPL-HW45 so gut, dass die Kalibrierung nur knapp 5 Minuten dauerte.

Sony VPL-HW45 - Messungen - Werkseinstellung - Farbraum Tabelle
Werkseinstellung Farbraum: Bereits aus dem Karton sind die Voreinstellungen so gut, dass die DeltaE-Werte allesamt unter 3 liegen. Im Grunde kann sich jeder Nutzer hier eine Kalibrierung schenken. Ich wollte es aber genauer wissen, auch wenn Rot/Grün/Blau nur minimal neben ihren Sollpunkten im CIE liegen.

Sony VPL-HW45 - Messungen - Kalibriert - Farbraum Tabelle
Kalibrierter Farbraum: Alle Werte sehen jetzt noch ein wenig besser aus.

Sony VPL-HW45 - Messungen - Werkseinstellung - Graustufenverlauf Tabelle
Werkseinstellung Graustufenverlauf: Bereits ab Werk ist der Graustufenverlauf relativ gleichmäßig. Allenfalls Rot und Blau sind ab 40 IRE leicht erhöht. Die Farbtemperatur beträgt bereits sehr gute 6573 Kelvin.

Sony VPL-HW45 - Messungen - Kalibriert - Graustufenverlauf Tabelle
Kalibrierter Graustufenverlauf: Alle DeltaE-Werte liegen jetzt buchstäblich im grünen Bereich. Ab 20 IRE gibt es kaum noch etwas zu kritteln. Die Farbtemperatur macht mit 6504 Kelvin sogar eine Punktlandung.

Sony VPL-HW45 - Messungen - Werkseinstellung - Gamma Diagramm
Werkseinstellung Gamma: Ganz offensichtlich hat Sony am Gamma Hand angelegt, denn so ein gutes Werksgamma habe ich bislang bei noch keinem Sony-Projektor in dieser Preisklasse gemessen. Das Gamma fällt nur ganz leicht ab. Eine aufwändige Gammakorrektur halte ich deshalb für nicht erforderlich.


Bildeindrücke
Zunächst werden die üblichen Testbilder dem Projektor zugespielt, um die Schärfe und Durchzeichnung zu überprüfen. Der Sony VPL-HW45 stellt alle 256 Graustufen dar, die das 8-Bit-Quellmaterial besitzt. Somit sind alle Details im Bild zu sehen, die sich nahe Schwarz und Weiß befinden.

Sony VPL-HW45 - Screenshot - Pixelauflösung_MBR8473
Jeder einzelne Pixel, den das zugespielte Full-HD-Signal besitzt, wird vom Sony VPL-HW45 exakt abgebildet. Die leichten Farbsäume sind allenfalls noch mit der Nasenspitze vor der Leinwand zu sehen, spielen aber auf übliche Sitzabstände keine Rolle.

Sony VPL-HW45 - Schärfe Leinwand Links, Mitte
Das Bild ist über die gesamte Projektionsfläche knackscharf. In der Bildmitte (Kreuz rechts) ist aus nächster Nähe sogar das feine Grit des Projektors noch zu erahnen. Zum Rand hin (Kreuz rechts) nimmt die Schärfe nur ganz leicht ab. Auf übliche Sitzabstände fallen auch diese Unterschiede nicht mehr auf.

Sony VPL-HW45 - Grautreppe_MBR8482
Den vorzüglichen Graustufenverlauf offenbart dieses Testbild von Burosch. Shading oder andere sichtbare Verfärbungen sind schlicht und ergreifend nicht zu sehen. Darüber hinaus werden alle Abstufungen dargestellt. Dieser Screenshot geht mit den hervorragenden Messergebnissen, die im obigen Diagramm der „Graustufen“ abgebildet sind, Hand in Hand einher.

Sony VPL-HW45 - Screenshot - Hamburg_MBR8481
Die Originalaufnahme habe ich aus der 21. Etage geschossen. Dieser Screenshot ist eine Ausschnittsvergrößerung des projizierten Bildes. Die Farben reproduziert der Sony VPL-HW45 originalgetreu. Sowohl der Doppeldecker als auch der graue Asphalt weisen keinerlei Makel auf. Der Hauseingang ist fein durchgezeichnet, so das links noch die Strukturen der Tür aufgezeigt werden. Der goldfarbene Schriftzug „STADTRUNDFAHRT“ wird ebenfalls originalgetreu dargestellt.

Sony VPL-HW45 - Schloss Charlottenburg_MBR8483
Zum Zunge-schnalzen schön erscheint mein Foto vom Schloss Charlottenburg auf der Leinwand. Dank des vorzüglichen Kontrastumfangs werden die feinen Wolkenstrukturen bestens herausgeschält. Die einzelnen Dachschindeln behalten sogar ihren dunkelroten Look. Der Goldfarbton des Erdgeschosses sieht ebenfalls natürlich aus. Das unebene Kopfsteinpflaster erscheint ausgesprochen plastisch.


Stellt ihr euch auch immer wieder die Frage: Ist eine Kalibrierung des Projektors wirklich notwendig? – An dieser Stelle muss die Antwort „nein“ lauten.
Die Werkseinstellung des Testgerätes ist bereits so gut, dass die Optimierung der Farben zu keiner nennenswerten Verbesserung im Bild führen. Auf eine (teure) Kalibrierung kann in diesem Fall problemlos verzichtet werden.
Um das zu veranschaulichen, habe ich zwei Screenshots gemacht – vor und nach der Kalibrierung:

Sony VPL-HW45 - Farbkorrektur Vergleich 3
Review: BATMAN V SUPERMAN – DOWN OF JUSTICE
Nachdem die Eltern von Bruce Wayne ermordet wurden, bekämpft Bruce als Erwachsener das Verbrechen in Gotham City. Dafür nimmt er die Gestalt einer Fledermaus an und wird zu BATMAN. Obwohl SUPERMAN General Zod in Metropolis besiegt hat ("MAN OF STEEL"), richtet Bruce Wayne seine Kritik offen gegen SUPERMAN. Denn während des Kampfes in Metropolis, den die beiden Überlebenden von Krypton ausgefochten haben, sind tausende Menschen ums Leben gekommen. Lex Luthor erforscht indes die Leiche von General Zod und erweckt diesen wieder zum Leben. Darüber hinaus erpresst er SUPERMAN, in dem er Martha Kent umzubringen droht, falls es SUPERMAN nicht gelingen sollte, BATMAN zu töten. Es beginnt eine finale Schlacht, in der völlig unerwartet ein neuer Superheld auftaucht...
SUPERMAN V BATMAN bietet kurzweilige Unterhaltung und viel Action, dem es aber leider etwas an "Seele" fehlt. Audiovisuell kann die Blu-ray auf ganzer Linie überzeugen, obwohl nicht wirklich viel Detailliebe in die 3D-Effekte gesteckt worden ist.
Die Ultimate-Version macht den Film zwar nicht besser, aber mit Hilfe der 30 Minuten längere Laufzeit gelingt es, die offenen Fragen in der Kinofassung hinlänglich zu beantworten.
Damit dieses stilisierte Bild auch zu Geltung kommt, sollte der Projektor die Farben so originalgetreu wie möglich reproduzieren – und genau das tut der Sony VPL-HW45 bereits in der Werkseinstellung.

Sony VPL-HW45 - Farbkorrektur Vergleich 2
Es spielt keine Rolle für die Bilddarstellung, ob dieser Projektor „Out oft the Box“ betrieben wird oder mit kalibrierten Setup. Die Unterschiede sind in diesem Film nicht sichtbar, gleichwohl aber (siehe obige Diagramme) in den Messcharts ersichtlich.

Sony VPL-HW45 - 3D-Screenshot
Die Filmemacher haben sich für die 3D-Blu-ray-Auswertung große Mühe gemacht. Während an die Kinobetreiber damals teilweise fehlerhafte DCPs (Festplatte mit Film darauf) ausgeliefert wurden, erscheint die 3D-Film-Version auf Blu-ray fehlerlos.
Selbst die weiße Titelschrift auf dunklem Hintergrund, die oftmals zu deutlich sichtbaren Ghosting (Crosstalk-Effekte) führt, wird perfekt abgebildet. Das deckt der Screenshot eindeutig auf, den ich durch eines der 3D-Brillengläster geschossen habe.

Der Sony VPL-HW45 schafft ein überragendes 3D-Erlebnis. Der Zuschauer kann förmlich ins Filmgeschehen eintauchen. Störende Crosstalk-Effekte sind mir bei „BATMAN V SUPERMAN – DOWN OF JUSTICE“ zu keinem Zeitpunkt aufgefallen.
Wer auch in 3D „fließende“ Bilder bevorzugt, der kann sich über die „Motionflow“-Technik freuen, die sich auch im 3D-Modus jederzeit aktivieren lässt.

Sony VPL-HW45 - 3D-Brille - Foto Michael B. Rehders_MBR8458
Die leichte und bequem sitzende 3D-Brille ist optional erhältlich.


Fazit
Der kompakte Sony VPL-HW45 kommt lobenswert erwachsen daher. Ohne nennenswerte Schwächen projiziert dieser 3D-Projektor herausragende Bilder, die knackscharf und originalgetreu auf der Leinwand abgebildet werden. Bereits in der Werkseinstellung sind normnahe Farben vorhanden, die mittels des umfangreichen Farbmanagements wunschgemäß geändert werden können. Der große Zoomfaktor und die Lens-Shift-Funktion ermöglichen zudem eine flexible Aufstellung, die ob der wahlweise erhältlichen schwarzen und weißen Gehäuse fürs dedizierte Heimkino und das gemütliche eingerichtete Wohnzimmer gleichermaßen geeignet sind. Das Gesamtpaket des Sony VPL-HW45 ist in sich stimmig, inklusive eines sehr fairen Preises.


Messergebnisse und technische Daten:
Maximalhelligkeit: 1180 Lumen (D65)
Schwarzwert: 0,16 Lumen (D65)
Kontrast: 7073:1 (On/Off) / 438:1 (ANSI)
Farbtemperatur: 6515 Kelvin (D65)
Technik: SXRD
Auflösung: 1920 x 1080 Pixel
Abstand für 2 Meter Bildbreite: 2,72 – 4,35 Meter
Abmessungen: 407,4 x 179,2 x 463,9 mm
Gewicht: 9 kg
Preis (UVP): 2499,- Euro
Website: sony.de


Pro & Kontra
+ sehr hell mit knapp 1180 Lumen (D65)
+ Normnahe Werkseinstellungen der Farben im Bildmodus „Reference“
+ 3D mit RF-Technik
+ Frame Interpolation auch im 3D-Modus
+ vorbildlich funktionierendes Farbmanagement

- keine motorische Optik


Test, Text und Fotos: von mir!



Aktuelle Testberichte von mir:
TEST: Sony VPL-VW520ES
TEST: Sony VPL-HW65
TEST: Sony VPL-HW45
TEST: Sony VPL-HW40
TEST: BenQ W3000
TEST: BenQ W2000
TEST: BenQ W1070+W inklusive Wireless-Full-HD-Kit
TEST: LG PF1500G

Erste Bildeindrücke: JVC DLA-X5000

Leinwand: TEST: WS Spalluto - WS P Design GrandCinema


[Beitrag von George_Lucas am 23. Aug 2016, 19:24 bearbeitet]
Sturmkrähe
Stammgast
#2 erstellt: 23. Aug 2016, 19:38
Vielen Dank für deinen ausführlichen Test George Lucas.
Da du nun beide Projektoren (HW45 +HW65) getestet hast: für welchen würdest du dich entscheiden? Der HW45 hat ja einen besseren Schwarzwert und Kontrast zu bieten. Kann der HW65 das überhaupt mit der DI wettmachen?

Schöne Grüße
förgi
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 23. Aug 2016, 20:37
Danke für diesen Test.Was mir aufgefallen ist ,der 40er hatte einen on/off Kontrast von über 11000 und der 45 er über 7000. Kann das stimmen? Währe ja nen Rückschritt zum 40er.
Gruß
George_Lucas
Inventar
#4 erstellt: 23. Aug 2016, 21:25

förgi schrieb:
(...)der 40er hatte einen on/off Kontrast von über 11000 und der 45 er über 7000. Kann das stimmen? Währe ja nen Rückschritt zum 40er.

Der VPL-HW 40 war zweifelsfrei ein Ausreißer nach oben. Der Projektor ging anschließend zur Redaktion der HEIMKINO, die ganz ähnliche Werte ermittelt hatte wie ich. Insofern schließe ich in beiden Fällen Messfehler aus.


Sturmkrähe schrieb:
Da du nun beide Projektoren (HW45 +HW65) getestet hast: für welchen würdest du dich entscheiden? Der HW45 hat ja einen besseren Schwarzwert und Kontrast zu bieten. Kann der HW65 das überhaupt mit der DI wettmachen?

Beim HW65 kann ich mir inzwischen gut vorstellen, dass dieses Modell ein Ausreißer nach unten war. Die Messaufbauten für die Projektoren sind identisch und reproduzierbar. Außerdem führe ich immer noch Kontrollmessungen durch. Daher kann ich einen Messfehler auch hier ausschließen.

Ich persönlich würde mir den Sony VPL-HW45 kaufen, weil mir die Arbeitsweise jeder (!) dynamischen Blende missfällt.
Vor allem 3D hat mir mit diesem Projektor gefallen.

Außerdem war ich doch ein wenig darüber erstaunt, dass der VPL-HW45 schärfer war als mein JVC DLA-X30.
Mal schauen wie andere Profi-Labore den VPL-HW45 testen. Mein Modell ging nach dem Test direkt zum AV-T.O.P.-Labor, das die Messungen für die Audiovision macht.


[Beitrag von George_Lucas am 24. Aug 2016, 09:04 bearbeitet]
trancemeister
Inventar
#5 erstellt: 24. Aug 2016, 07:51
Prima Bericht, Danke!
Sturmkrähe
Stammgast
#6 erstellt: 24. Aug 2016, 08:11
Danke George Lucas.
Ich schätze deine Tests sehr. Deine Messwerte vom HW65 sind vergleichbar mit denen der Audiovision. Von daher lege ich viel Vertrauen in deine Testberichte.

Für mich spricht auch alles für den HW45. Ich werde mir aber dennoch beide Modelle vom Fachhändler vorführen lassen.

Schöne Grüße
Galactus
Stammgast
#7 erstellt: 24. Aug 2016, 10:12
Gibt es eigentlich schon Erkenntnisse zu der Farbraumproblematik bei den aktuellen Sonys?
$hai7aN
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 24. Aug 2016, 11:10
Sehr sehr schöner Test! Jetzt freue ich mich noch mehr auf mein Gerät.

Eine kleine Frage eines Neueinsteigers...
Wie ist die Hitzentwicklung bei dem Beamer bzw Beamern allgemein.
Ich hab das Gefühl das mein 2014er Philips wie ne Heizung ist. Werden die Dinger auch so warm?
Sorry falls das hier ggf nicht reinpasst oder ihr euch denkt "hä, was will er denn" ^^


[Beitrag von $hai7aN am 24. Aug 2016, 11:11 bearbeitet]
Cine4Home
Gesperrt
#9 erstellt: 24. Aug 2016, 11:41

George_Lucas (Beitrag #4) schrieb:

Beim HW65 kann ich mir inzwischen gut vorstellen, dass dieses Modell ein Ausreißer nach unten war. Die Messaufbauten für die Projektoren sind identisch und reproduzierbar. Außerdem führe ich immer noch Kontrollmessungen durch. Daher kann ich einen Messfehler auch hier ausschließen.



7000:1 passt schon beim HW45.
Seit zwei oder drei Generation pendeln die Sony HW Beamer so um 6,800:1 kalibriert im Serienschnitt.

Gruß,
Ekki


[Beitrag von Cine4Home am 24. Aug 2016, 11:42 bearbeitet]
Rafunzel
Inventar
#10 erstellt: 25. Aug 2016, 06:18
Von mir ebenfalls ein dickes Dankeschön für den Ausführlichen Test. Auch Klasse 3D Teil!
Werde mir das Gerät, wenn ich mal Zeit finde, bei meinem Händler in Aktion anschauen.

Gruß____
Rafunzel
audiohobbit
Inventar
#11 erstellt: 25. Aug 2016, 12:02
Die Schärfe erstaunt mich schon.
Entweder ein Golden Sample oder Sony hat hier tatsächlich was getan.
Der HW50 war nämlich damals nie und nimmer (nativ) schärfer als mein X30 damals.
George_Lucas
Inventar
#12 erstellt: 25. Aug 2016, 12:08

audiohobbit (Beitrag #11) schrieb:

Der HW50 war nämlich damals nie und nimmer (nativ) schärfer als mein X30 damals.

Auch der HW40 erreicht nicht die native Schärfe meines JVC DLA-X30. Deshalb fand ich die gute Schärfe des VPL-HW45 erwähnenswert.


[Beitrag von George_Lucas am 25. Aug 2016, 12:08 bearbeitet]
Augustiner
Stammgast
#13 erstellt: 25. Aug 2016, 13:04
Hallo Lucas,

Danke für deinen Test, wie würdest du den HW45 im Vergleich zu einem funktionierenden HW50 einschätzen?

Danke
George_Lucas
Inventar
#14 erstellt: 26. Aug 2016, 10:46
Der HW45 ist eine konsequente Weiterentwicklung des HW50. Der Sony VPL-HW45 ist heller als der HW50, hat einen besseren Kontrastumfang und 3D sieht besser aus, weil hier die neue HF-Technik von Sony genutzt wird.
Darüber hinaus soll der Farbraum/Gamma/Kontrasteinbruch beim HW45 nicht mehr auftreten, weil Sony dieses Problem nach eigener Aussage behoben hat.

Ein Störgeräusch war beim Sony-VPL-HW45-Testmodell übrigens nicht vorhanden, wie ein hochfrequente "Fiepen" oder ein "Netzteilbrummen". Der Projektor surrte schön leise vor sich hin. Im Eco-Modus war er praktisch gar nicht zu hören.

Hier noch mal ein Foto vom Sony VPL-HW45, während er in meinem Heimkino "Lumière" farbneutrale Bilder projizierte.
Sony VPL-HW45 - Foto Michael B. Rehders_MBR8504


[Beitrag von George_Lucas am 26. Aug 2016, 10:49 bearbeitet]
Augustiner
Stammgast
#15 erstellt: 26. Aug 2016, 12:54
Danke für die Info
MoDrummer
Inventar
#16 erstellt: 27. Aug 2016, 05:47
Sehr gut erläutert und dargelegt.
Danke dafür.
DamnItsD
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 12. Okt 2016, 22:28
Hallo Georg
Vielen Dank für dein Testbericht.

Da ich zurzeit unschlüssig bin, ob ich weiterhin abwarten soll ob Epson die FI probleme beim 7300er durch ein update in den Griff bekommt, oder ob ich auf einen eh tw 920per oder jetzt den neuen hw45 oder den hw65 zurückgreifen soll, wollte ich fragen ob du mir da eine Empfehlung aussprechen könntest.

Vielen Dank im voraus

Daniel
Wolfgang1133
Inventar
#18 erstellt: 12. Okt 2016, 22:38
Bin zwar nicht der George, aber ich glaube der kann Dir in dem Bezug keine Empfehlung geben, da jeder einen anderen Geschmack bzw. Empfinden hat. Schau Dir die einzelnen Projektoren im Vergleich an.
Bei deinen ausgewählten hat mir z.B. der HW65 vom Bild am besten gefallen. Der 9300 ging wegen der schlechten FI gar nicht.
DamnItsD
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 12. Okt 2016, 23:19
Hallo wolli

Danke für dein feedback... eben deshalb haben sich der 7300 und der 9300er bisher ausgeschieden, da die FI absolit untragbar ist... weis jetzt nur nicht ob ich einen 9200er oder besser 65 oder neuen 45er nehmen soll... im hkr in münchen hatte mir der 65er schon zugesagt... nur hat der halt lediglich full hd u d kein 4k upscalling...
Wolfgang1133
Inventar
#20 erstellt: 12. Okt 2016, 23:35
Hi Daniel. UHD hat der 9200 ja auch nicht. Ich muss dir aber ganz ehrlich sagen. Habe mir den Vergleich UHD beim 9300 mit den Film "Der Marsianer" angesehen. Das war bei der Epson Vorführung. LW Breite 4 Meter. Von der Auflösung habe ich da keinen großen Unterschied gesehen. Und im direkten Vergleich, hat mir sogar das FullHD Bild (Farben) der Blu-Ray besser gefallen.
Daher steht für mich fest: UHD brauche ich nicht.
Ich für meinen Teil tendiere zum 65er. Es gibt eigentlich nur vier Punkte, die mich stören.
1. surrendes Netzteil, welches ja angeblich der Vergangenheit angehört.
2. gelegentlich flackernde Lampe
3. eventuell helle Ecken
4. untere Bildkrümmung

So und jetzt könnt ihr mich steinigen.
trancemeister
Inventar
#21 erstellt: 13. Okt 2016, 07:11
Da gibts nix zu steinigen. Ich denke das trifft die Sony Situation sehr gut!
Heiko_SVW
Neuling
#22 erstellt: 13. Okt 2016, 10:51
Hallo George Lucas,

vielen Dank für Deinen Test.

Momentan habe ich einen Benq W1070 mit einer normalen 1.0 mattweißen Leinwand im Wohnzimmer im Einsatz, welches dazu größtenteils abgedunkelt wird.

Zukünftig möchte ich gerne einen leisen Beamer haben, den ich auch bei Restlich mit einer Saker Cinegrey 5D Kontrastleinwand betreiben kann.

Die Leinwand soll entweder 243 oder 265 cm sichtbare Breite haben, der Raum ist 2,45m hoch und der Beamer soll direkt unter der Decke mit einem Abstand zur Leinwanjd ab Linse von ca. 4,30m projezieren.

Wie ist Deine Meinung zu meinem Vorhaben, Reicht die Lumenzahl des Sony HW 45 für mein Vorhaben aus? Ist er hell genug?

Vielleicht kann mir auch jemand von Euch anderen etwas dazu sagen ...

VG

Heiko


[Beitrag von Heiko_SVW am 13. Okt 2016, 11:00 bearbeitet]
Fake
Stammgast
#23 erstellt: 16. Okt 2016, 23:13
Hallo

Wie schlägt sich der Hw45 bei 3D gegen einen Dlp Projektor wie zb den W2000?

Konnte das schon jemand testen?
George_Lucas
Inventar
#24 erstellt: 17. Okt 2016, 09:31
Es gibt ein paar technisch bedingte Unterschiede, die im 3D-Bild dann auch zu sehen sind.

Der Sony VPL-HW45 besitzt minimal mehr Helligkeitsflimmern als ein BenQ W2000, wenn 3D-Filme projiziert werden. Das liegt an der Bildwiedergabefrequenz. Während der Sony VPL-HW45 Spielfilme in 3D mit 96 Hz wiedergibt, stellt der BenQ W2000 Spielfilme in 3D mit 144 Hz dar. Mich stört das leichte Helligkeitsflimmern des Sony nicht.

Der bessere Kontrastumfang inklusive dunklerem Schwarz des Sony VPL-HW45 ist auch im 3D-Modus durch die 3D-Brille gut zu erkennen. Ebenso fällt mir beim BenQ W2000 der RBE (Regenbogen-Effekt) regelmäßig auf.

Störende Crosstalk-Effekte (Ghosting) stellt der Sony dank RF-Technik nur selten dar - mit dem BenQ sind diese Effekte eigentlich gar nicht mehr zu sehen.
Roger15
Neuling
#25 erstellt: 17. Okt 2016, 21:08
Hallo! Habe keine Beamer Erfahrung. Bin aber dran mir einen hw45 zuzulegen. Mir ist gerade 3D sehr wichtig. Vor allem sehe ich im 3 D Modus Bewegungsunschärfe sehr deutlich und empfinde es auch als sehr störend. Wenn ich die fi zuschalte stören mich die dann entstehenden unscharfen Umrisse oder Halos (weiß nicht wie ich es besser beschreiben soll) extrem, so dass ich jetzt eben hoffe, dass der Sony für mich das richtige ist. Hab ihn mal probegesehen, aber nur mit einem speziellen 3D Demofilm und da fand ich ihn im Vergleich zu meinem Philips tv und meinem Panasonic um klassen besser von der Bewegungsschärfe und den Halos bei eingeschalteter fi. Mehr konnte ich aber nicht testen. Wäre für mein "Problem" evtl. ein dlp Beamer besser oder meint ihr der Sony wäre passend?

Danke schonmal für Euere Antworten!
icke1984
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 13. Nov 2016, 20:45
Ich habe den hw45 vor ein paar Tagen zusammen mit meiner Freundin bei einem Händler gegen den X5000 gesehen.
Ich selbst habe zzur Zeit noch einen X3.

Wir waren beide vom hw45 regelrecht überwältigt!
Kontrast, aber vor allem die Plastizität waren fabelhaft.
Meine Freundin sagte, man wolle fast ins Bild hineingreifen.

Komischer Weise waren wir vom X5000 nicht gerade sooo begeistert.
Im A-B Vergleich bei dem Film Baraka war der Hw45 in jedem Bild plastischer, hatte die bessere Schärfe und knalligere Farben.
(beide Beamer sollten kallibriert gewesen sein)
Fast schon enttäuscht war ich vom Schärfeabfall/ Deteilverlust des X5000 bei Objekten im Hintergrund.
So haben wir beim Sony bei einer Berglandschaft feinste Deteils und Riefen in den Felsen erkennen können, wohingegen der JVC fast schon verwaschen aussah.

Zu Hause habe ich den Film Baraka nochmal auf meinen X3 geworfen. Von der Bildtiefe abgesehen, zeige mein X3 ein schärferes Bild in besagten Szenen, konnte aber nicht mit dem HW45 mithalten.

Mein Fazit wäre also an dieser Stelle, dass ich leider vom X5000 enttäuscht bin, während ich den HW45 echt für eine kleine Sensation halte.

Vielleicht kann ja nochmal jemand was dazu sagen.
Gerade die Bildtiefe des HW45 überrascht mich. Bisher dachte ich, dass hier JVC die Nase vorn hat.
blaufichte
Inventar
#27 erstellt: 13. Nov 2016, 20:54
Hi,

guck mal in den anderen Faden, da hab ich meine heutige Sichtung beschrieben und gehe mit
deiner ziemlich konform !

Grüße fichte
*Mori*
Inventar
#28 erstellt: 13. Nov 2016, 21:31

icke1984 (Beitrag #26) schrieb:


Komischer Weise waren wir vom X5000 nicht gerade sooo begeistert.
Im A-B Vergleich bei dem Film Baraka war der Hw45 in jedem Bild plastischer, hatte die bessere Schärfe und knalligere Farben.
(beide Beamer sollten kallibriert gewesen sein)
Fast schon enttäuscht war ich vom Schärfeabfall/ Deteilverlust des X5000 bei Objekten im Hintergrund.
So haben wir beim Sony bei einer Berglandschaft feinste Deteils und Riefen in den Felsen erkennen können, wohingegen der JVC fast schon verwaschen aussah.
....
Gerade die Bildtiefe des HW45 überrascht mich. Bisher dachte ich, dass hier JVC die Nase vorn hat.

Das erinnert mich an meine Sichtungen. Mich hat damals insbesondere diese Tiefenschärfe der 4K Geräte von Sony beeindruckt. Da hatte ein HW50 oder 55 in meinen augen keine Chance. Auch der X500 nicht. Damit meine ich ausdrücklich nicht die Farben, sondern die Details und die allgemeine Schärfe. Den 45er habe ich nicht gesehen, aber den 65er und da war ich doch sehr positiv überrascht, was da IMO im Vergleich zu den Vorgängermodellen verbessert wurde.

Was die Farben und das "Verwaschen" des JVC anbelangt, muss man wissen, dass die JVC der letzten Generationen einem Gamma Drift obliegen, der möglicherweise ursächlich für diese Beobachtung ist. Normalerweise ist ein gut eingestellter JVC keineswegs verwaschen und kann selbstverständlich auch ein tolles Bild liefern.
George_Lucas
Inventar
#29 erstellt: 13. Nov 2016, 23:52

icke1984 (Beitrag #26) schrieb:

Fast schon enttäuscht war ich vom Schärfeabfall/ Deteilverlust des X5000 bei Objekten im Hintergrund.

Ich habe die Projektoren ja auch schon hier gehabt. Wenn ich Deine Beobachtung aber richtig deute, dann muss der JVC DLA-X5000 mächtig verkurbelt gewesen sein.



*Mori* schrieb:
Was die Farben und das "Verwaschen" des JVC anbelangt, muss man wissen, dass die JVC der letzten Generationen einem Gamma Drift obliegen, der möglicherweise ursächlich für diese Beobachtung ist.

Das wäre zumindest eine Erklärung für die Beobachtung.


[Beitrag von George_Lucas am 13. Nov 2016, 23:54 bearbeitet]
icke1984
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 14. Nov 2016, 16:54
Schonmal danke für die schnellen Antworten.
Ich kann also auch davon ausgehen, dass der VPL HW45 in Sachen Bildtiefe/ Plastizität einem JVC X35 überlegen ist!?
Danke nochmals
carpot17
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 19. Nov 2016, 22:13
Eine Frage habe ich,

Lohnt sich der Umstieg von einem HW40 zum HW45?
George_Lucas
Inventar
#32 erstellt: 20. Nov 2016, 03:34
Ich würde nicht wechseln, wenn es keinen Farbraum/Gamma/Kontrastdrift gibt.
Dicke_Sicke
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 20. Nov 2016, 12:46
Das muss man sich überlegen ob sich der Wechsel lohnt.Ich bin vom HW55 auf den HW45 umgestiegen.
Der HW 55 hatte rotes Shading in weissen Bildberreichen was mich gestört hat.
Der HW 45 hat mich voll überzeugt.Von Shading keine spur.Die fehlende blende vermisse ich überhaupt nicht.
Das Bild hat jetzt vielmehr Punch und auch der Kontrast ist höher.
Airwavesesser
Stammgast
#34 erstellt: 20. Nov 2016, 17:47
Hallo George,

danke für den informativen Bericht!

Kannst du etwas zum Helligkeitsabfall zu den Rändern sagen (wenn überhaupt vorhanden)?
Ich habe momentan noch den BenQ W1070 und der hat doch recht deutlich einen Helligkeitsabfall.
Ist mir nie wirklich aufgefallen, aber seit ich eine CineGrey 3D besitze haben sich Hotspotbildung und Helligkeitsabfall addiert.
DasDing)
Hat sich gelöscht
#35 erstellt: 20. Nov 2016, 18:29

Airwavesesser (Beitrag #34) schrieb:
Hallo George,

danke für den informativen Bericht!

Kannst du etwas zum Helligkeitsabfall zu den Rändern sagen (wenn überhaupt vorhanden)?
Ich habe momentan noch den BenQ W1070 und der hat doch recht deutlich einen Helligkeitsabfall.
Ist mir nie wirklich aufgefallen, aber seit ich eine CineGrey 3D besitze haben sich Hotspotbildung und Helligkeitsabfall addiert.



Das liegt aber eher daran das du den 1070 nicht weitgenug stellen kannst....Der Sony hat einen größeren zoom den kannst du deutlich weiter weg stellen. Dadurch dann weniger bis kein Hotspot.
Airwavesesser
Stammgast
#36 erstellt: 20. Nov 2016, 18:44
...Er steht schon an den Grenzen seines Zoom Bereichs.

Den HW45 könnte ich noch weiterweg platzieren. Wobei der BenQ auch schon das Leinwandbreit/Beamerabstand Verhältnis erfüllt.

Trotzdem habe ich von dem Helligkeitsabfall gelesen. Mir solls hier nicht um den BenQ gehen. Will nur eine Aussage über den Sony.
George_Lucas
Inventar
#37 erstellt: 20. Nov 2016, 19:11

Airwavesesser (Beitrag #36) schrieb:
...Er steht schon an den Grenzen seines Zoom Bereichs.

Den HW45 könnte ich noch weiterweg platzieren. Wobei der BenQ auch schon das Leinwandbreit/Beamerabstand Verhältnis erfüllt.

Trotzdem habe ich von dem Helligkeitsabfall gelesen. Mir solls hier nicht um den BenQ gehen. Will nur eine Aussage über den Sony.


Um mal die Unterschiede bezüglich der Ausleuchtung/Uniformity zu veranschaulichen, habe ich von beiden Projektoren vergleichbare Testbilder aufgeführt:

BenQ W1070+W - Screenshot Schärfe - linker Bildrand und Bildmitte - Fadenkreuze von links
BenQ W1070+W - Fadenkreuz links (linke Leinwandseite), Fadenkreuz rechts (Bildmitte)

Sony VPL-HW45 - Schärfe Leinwand Links, Mitte
Sony VPL-HW45 - Fadenkreuz links (linke Leinwandseite), Fadenkreuz rechts (Bildmitte)

Die Screenshots zeigen die Unterschiede in der Helligkeitsverteilung gut auf. Beide Projektoren bewegen sich auf einem sehr guten Niveau, was die Homogenität der Lichtverteilung auf der Leinwand anbelangt. Im realen Filmbild sind keine/kaum nennenswerte Unterschiede zu sehen.
Erst Messungen und die separate Screenshots decken auf, dass der Sony VPL-HW45 eine noch gleichmäßigere Ausleuchtung besitzt.


[Beitrag von George_Lucas am 20. Nov 2016, 19:13 bearbeitet]
Airwavesesser
Stammgast
#38 erstellt: 21. Nov 2016, 13:24
Danke!

Woher kommt die Vignettierung der BenQ Screenshots?
George_Lucas
Inventar
#39 erstellt: 21. Nov 2016, 13:53
In diesem Fall ist die Ursache eine zu kurze Belichtungszeit.
Deshalb hatte ich die Fotos auch im Test nicht genutzt.
Airwavesesser
Stammgast
#40 erstellt: 25. Nov 2016, 21:19
@George

Noch eine Frage.

Du schreibst hier von überragendem 3D, was der Hw45 liefert. Habe schon von anderen gehört, dass das 3D bei Weitem nicht mit dem 3D eines DLP Projektor mithalten kann. Was sagst du dazu? Wird der Hw45 in dieser Hinsicht gegen meinen BenQ W1070 verlieren?

Habe mir heute den Sony live angesehen, aber das 3D ist vor lauter Schwarzwert und FI völlig untergegangen.
stefan.sch
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 26. Dez 2016, 17:04
@George_Lucas

Vielen Dank für deinen Test des Sony VPL Hw45. Ich schwanke derzeit zwischen dem Sony VPL Hw45 und dem BenQ W3000. Optimaler Weise wurden ja beide Beamer von dir getestet. Mir scheint es so, dass der Sony bei Filmen im 2D Bereich die Nase vorne hat (
besonders wegen der leiseren Lüfter-Lautstärke, dem besseren Schwarzwert und dem höheren Kontrast). Beim tollen Farbraum/der Farbdarstellung (Rec 709) scheinen beide Beamer gleichauf zu liegen. Dafür scheint der BenQ im 3D Bereich ca. 50 Hz mehr an Bildwiederholung zu haben. Das ist schon ein großer Unterschied. Welcher von beiden Beamer würdest du sagen hat im Vergleich insgesamt die Nase vorn?

Beste Grüße
Stefan


[Beitrag von stefan.sch am 26. Dez 2016, 17:40 bearbeitet]
George_Lucas
Inventar
#42 erstellt: 18. Jan 2017, 13:05
3D besteht ja nicht nur durch die 144-Hz-Technik. Auch der Kontrast des Projektors wirkt sich aus.
So punktet der Sony VPL-HW45 in 2D/3D mit seinem On/Off-Kontrast, während der BenQ W3000 bei 3D-Filmen weniger flimmert.
Trotzdem gefällt mir das 3D-Bild des Sony hervorragend, weil durch die Funktechnik nur selten störende Crosstalk-Effekte auftreten. Beim BenQ sind hingegen gar keine Crosstalk-Effekte sichtbar.

Ohne FI ruckeln bewegte Elemente mit dem BenQ leicht, während dieselben Szenen mit dem Sony nicht ruckeln. Mit der FI im niedrigen Modus finde ich, dass beide Projektoren ein scharfes und weitgehend artefaktfreies Bild darstellen.

Der BenQ ist technisch bedingt etwas schärfer.

Ich würde in der Summe zum Sony VPL-HW45 greifen, weil ich leider den RBE deutlich wahrnehme.


[Beitrag von George_Lucas am 18. Jan 2017, 14:32 bearbeitet]
Razor187
Inventar
#43 erstellt: 18. Jan 2017, 14:24

stefan.sch (Beitrag #41) schrieb:
@George_Lucas

Vielen Dank für deinen Test des Sony VPL Hw45. Ich schwanke derzeit zwischen dem Sony VPL Hw45 und dem BenQ W3000. Optimaler Weise wurden ja beide Beamer von dir getestet. Mir scheint es so, dass der Sony bei Filmen im 2D Bereich die Nase vorne hat (
besonders wegen der leiseren Lüfter-Lautstärke, dem besseren Schwarzwert und dem höheren Kontrast). Beim tollen Farbraum/der Farbdarstellung (Rec 709) scheinen beide Beamer gleichauf zu liegen. Dafür scheint der BenQ im 3D Bereich ca. 50 Hz mehr an Bildwiederholung zu haben. Das ist schon ein großer Unterschied. Welcher von beiden Beamer würdest du sagen hat im Vergleich insgesamt die Nase vorn?

Beste Grüße
Stefan



Hatte selbst nen benq zuvor und nun nen 45 er. Also 3d ist deutlich besser beim sony, ghosting war jedoch beim benq nie vorhanden und beim sony ist dies ab und an mal zu sehen. Aber nicht wirklich störend. Dafür kst das ganze bild deutlich dem benq überlegen
stefan.sch
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 26. Jan 2017, 15:52
@ George_Lucas
@ Razor187

Vielen Dank für eure Antworten! Eure Antworten helfen mir sehr bei der Entscheidungsfindung.
Bisher hat damit der Sony HW45 die Nase vorn.

Ich überlege jetzt "nur" noch zwischen der Wahl eines Sony HW45 oder eines Epson EH TW7300.

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass der "Spiegel-Trick" mit der 4K Darstellung des Epsons nicht der Grund für eine Entscheidung sein sollte. Außerdem habe ich jetzt an anderer Stelle von jemand gehört, dass sich beim Epson nach relativ kurzer Zeit schon ein paar Staubkörner in der Optik gefunden haben.

Das macht die Entscheidung für mich schwierig. Bei meinem ersten Beamer (der jetzt ersetzt werden soll) hatte ich damals aus Kostengründen auf Full HD verzichtet, da ich der Meinung war, dass es noch dauern wird bis ich die passenden Zuspielgeräte für Full HD anschaffen werde. Doch dann kam Full HD schneller als erwartet und ich habe mich geärgert. Den Fehler möchte ich eigentlich nicht wieder machen.

ABER:
Mein Vorgängerbeamer hatte später auch schon mal Staub in der Optik. Daher möchte ich das Risiko des Staubes in der Optik vermeiden.

Im Ergebnis drehe ich mich daher beim HW45 und TW7300 im Kreis.

Könntet ihr mir vielleicht ein paar kurze Tipps geben, welche aus eurer Sicht für den HW45 oder den TW7300 sprechen würden?
Wie würden ihr den entscheiden?

Vielen Dank für eure Mühe!!!

Beste Grüße
Stefan
Razor187
Inventar
#45 erstellt: 26. Jan 2017, 19:25
Der epson ist fürchterlich was den schwärzerer und Kontrast angeht. War wie erwähnt bei mir auch in der Auswahl, war aber erschrocken wie schlecht das Ding ist

-fi unbrauchbar
-laut
-fliegengitter
-schwarz wert war selbst von meinem BenQ besser

Daher wurde es bei mir der 45 er.

Zudem Sonys Reality creation einen top Job macht und auch hier wie ich finde die epson hinter sich läßt

Ich würde jeden billig BenQ dem 7300 er vorziehen


[Beitrag von Razor187 am 26. Jan 2017, 19:27 bearbeitet]
stefan.sch
Ist häufiger hier
#46 erstellt: 27. Jan 2017, 13:25
@ Razor187

Vielen Dank, für deine Antwort und deinen Erfahrungsbericht!

Dann wird es jetzt der HW45

Beste Grüße
Stefan
Wolfgang1133
Inventar
#47 erstellt: 27. Jan 2017, 13:51
Ein Tipp noch. Achte vor dem Kauf darauf, dass Du ein Exemplar erwischst, wo die hellen Ecken nicht so ausgeprägt sind und dieser auch kein brummendes/surrendes Netzteil bzw. Lüfter hat.
stefan.sch
Ist häufiger hier
#48 erstellt: 02. Feb 2017, 14:42
@ Wolfgang1133

Vielen Dank für den Hinweis!

Gibt es vielleicht noch mehr Dinge auf die ich bei einem Sony Beamer eventuell achten sollte? Ich habe hier im Forum öfters gelesen, dass Beamer von Sony in letzter Zeit (2016) zum Teil Probleme hatten. Leider stand nie dabei, um was für Probleme es sich dabei handelt. Was waren das den für Probleme/Auffälligkeiten im Jahr 2016?


Beste Grüße
Stefan
Wolfgang1133
Inventar
#49 erstellt: 02. Feb 2017, 16:01
Also mir fallen da jetzt nur spontan 5 Sachen ein, die einem eventuell stören könnten.
Obwohl Punkt 5 noch nicht sicher ist.

1. Surrendes Netzteil. Hier gibt es wohl noch Serienschwankungen. Bei dem einen etwas lauter, beim anderen leiser.
Da muss man selber entscheiden, ob dies einem stört.

2. Eventuell aufgehellte Ecken. Diese können schwach aber auch stärker ausgeprägt sein. Auch hier wieder von Exemplar zu Exemplar unterschiedlich. Manch einer empfindet das als störend, dem anderen wiederum ist es egal.

3. Einige berichten von flackernden Lampen im Eco Mode. Dies kann aber erst nach einiger Zeit auftreten.

4. Eine leichte Bildkrümmung zum Ende hin links und rechts (unten). Damit kann man aber Leben. Hat mich jetzt nicht sonderlich gestört. Verschwindet ja auch teilweise in der Maskierung.

5. Und das muss sich erst noch rausstellen, könnte mit der Zeit ein Farbraumdrift entstehen.
Dies soll aber laut Sony mit den neuen Modellen nicht mehr passieren.
Ekki kennt bis jetzt auch noch keinen Fall.


Mehr fällt mir jetzt nicht ein.
stefan.sch
Ist häufiger hier
#50 erstellt: 02. Feb 2017, 17:15
@ Wolfgang1133

Super, vielen Dank für deine schnelle und ausführliche Antwort! Ich glaube ich bleibe trotzdem beim der Entscheidung zum HW45.

Beste Grüße
Stefan
Wolfgang1133
Inventar
#51 erstellt: 02. Feb 2017, 17:34
Gerne Stefan
Viel Spaß mit dem Neuen.
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