Bericht: Hörentscheidung für Regallautsprecher - Dali, Sonus Faber, B&W, KEF

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Mathias_Jell
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 16. Aug 2016, 09:44
Ich war vor gut einer Woche Probehören, da ich mir Regallautsprecher zulegen wollte (und auch getan habe). Nun möchte ich meine Erfahrungen hier teilen, vielleicht kann manch einer damit etwas anfangen (oder auch nicht)... Und wie wichtig es ist, unbedingt "anhören" zu gehen, oder zu fahren! Ich schreibe hier meine persönlichen Eindrücke nieder, so wie ich es wahrgenommen hatte! Als zweites Paar Ohren hatte ich mir meinen Onkel mitgenommen, der auch im Bereich Hi-Fi weit mehr Erfahrung hat als ich!

Also, empfohlen wurden mir vom Verkäufer für meine Musikrichtung Rock/Pop (Queen, Tina Turner, Joe Cocker, Phil Collins, etc.) DALI, B&W sowie MONITOR AUDIO.

Gehört haben wir letztendlich:
DALI RUBICON 2, DALI ZENSOR 3, B&W CM1 S2, SONUS FABER VENERE 2.0 und die KEF R300.

Wir starteten die "Hörsession" mit einem Paar DALI RUBICON 2. Und die machte dann gleich mal ein großes Fass auf... Sehr luftig und präsent in den Höhen, recht trocken im Bass. Sie machte eine sehr große Bühne - toll, gefiel mir sehr gut. Auch der Verkäufer meinte, dass er selbst überrascht gewesen ist, wie gut die wirklich ist. Hier möchte ich auch noch erwähnen, dass sich der Verkäufer sonst während des Hörens sehr zurückgehalten hat, nichts "aufschwatzen" wollte und wenn wir was wissen wollten, dann seine Meinung/Vorschläge abgab - das gefiel mir auch. Die Verarbeitung der DALI konnte auch überzeugen - "top", meinte mein Onkel. Beim Preis kam ich dann ins Grübeln. "Ca. 900€/Stück.", merkte der Verkäufer an. Lag eigentlich dann fast schon außerhalb des Budgets. Ich hakte sie jedoch noch nicht ganz ab.

Als nächstes stellte der Verkäufer ein Paar B&W CM1 S2 dazu, die Kleinste im Hörtest. Sehr schick in Schwarz - Hochglanz... Sie enttäuschte uns! Jedoch gar nicht so sehr im Bass, sondern in den Höhen. War die DALI luftig und offen, klang die B&W irgendwie "zu" oder "eingeengt", wie wenn plötzlich jemand einen Vorhang vor die Bühne gezogen hätte. Wir konnten dann immer wieder durch Umstecken an der Wand die DALI oder die B&W hören. Die CM1 S2 wollte nicht gefallen. "Die enttäuscht mich wirklich!", meinte mein Onkel. Ich schloss die B&W auch aus.

Mein Onkel wollte dann noch ein Paar SONUS FABER VENERE 2.0 hören. "Wenn es dir nichts ausmacht!"... Ich ließ ihn auch hören. Der Verkäufer holte die VENERE 2.0 und meinte: "Die ist eher ein Lautsprecher für Klassik..." Sie klang sehr sanft, bezaubernd auf irgendeine Art, aber definitiv nichts für Rock/Pop. Für Schlager könnte sie aber funktionieren... lol!

Dann wollte ich zum Vergleich das Paar DALI ZENSOR 3 hören, welches im Hörraum stand, da ich beim Preis der RUBICON etwas "happig" war. "Sie ist halt die Einstiegsklasse von DALI...", meinte der Verkäufer. Und für die Einstiegsklasse klang sie garnicht so schlecht. Natürlich anders, vielleicht nüchterner, als die RUBICON 2. Aber nicht schlecht, schloss sie jedoch ebenfalls dann aus! Zu sehr sagte mir die RUBICON 2 zu...

Ich erspähte dann noch ein Paar KEF R300 und der Verkäufer steckte sie an. "Ebenfalls ein britischer Lautsprecher, sie klingt ähnlich der B&W.", meinte der Verkäufer. Mit der KEF wurde ich allerdings weit glücklicher als mit der B&W. Sie klang für mich weit besser und offener als die B&W und machte die DALI streitig! Etwas gutmütiger in den Höhen als die DALI (die RUBICON war noch offener), aber nicht so "eingeengt" wie die CM1 S2. Der Bass gefiel mir gut, sehr solide, obwohl nicht so trocken wie die DALI. "Die klingt schön rund und warm. Ich glaube, dass die bei dir in der Wohnung gut passen könnte. Du hast glatte Wände, eine Fensterfront und keinen Teppich, nur Parkett. Die DALI könnte da zu viel sein!", meinte mein Onkel. Ich hörte noch einige Minuten die KEF, sah sie mir an (ebenfalls eine sehr gute Verarbeitung) und schickte den Verkäufer um die tatsächlichen Preise der DALI und der KEF.

Letztendlich schloss ich dann mit der KEF R300 in Hochglanz-Schwarz ab. MONITOR AUDIO habe ich dann leider gar nicht mehr angehört. Elektronik war ein YAMAHA AVENTAGE AVR (schlagt mich nicht, ich habe ihn nicht weiter beachtet), die Musik hat der Verkäufer über Spotify gestreamt. Gehört habe ich Queen, Status Quo,...

Soweit meine Erfahrungen!


[Beitrag von Mathias_Jell am 16. Aug 2016, 10:00 bearbeitet]
bergie991
Stammgast
#2 erstellt: 17. Aug 2016, 09:46
Hallo Mathias,

Probehören macht immer Spaß, wobei es mir irgendwann auch reicht.
Nach der vierten oder fünften Box war es mir genug für eine Sitzung
Wobei mein Hifi-Händler so etwas wie Streaming oder mp3s als Demo-Material verächtlich abgelehnt hätte.

Vielleicht solltest Du Dir doch noch mal etwas von Monitor Audio anhören, die Silver 1 sind wirklich gut.

Viele Grüße

Olaf
Mathias_Jell
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 19. Aug 2016, 11:18
Ja, mehr wollte ich dann auch nicht mehr hören. Darum blieb die Monitor Audio auch außen vor (leider). Sie doch noch anzuhören würde aber keinen Sinn mehr ergeben, da ich die KEF gekauft habe. Sie ist mittlerweile per Paketdienst auf dem Weg zu mir, da sie nicht lagernd war.

Aber ich habe gesehen und erfahren, wie wichtig Probehören ist. Ich erwartete mir von B&W einiges und sie gefiel dann überhaupt nicht.

Ich hatte leider keine CDs mit, da wir mehr oder weniger "auf gut Glück" hin sind und nicht wussten, ob es möglich ist auch spontan Probe zu hören. Es war aber nicht viel los, so war es eh kein Problem.
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