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Beyerdynamic DT 990 Edition -> 250 Ohm oder 600 Ohm?

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mksilent
Inventar
#1 erstellt: 07. Aug 2011, 19:53
Hi!

Ich hatte mich nach meiner ausgiebigen Hörprobe (siehe -> hier <-) bei einem Händler in meiner Nähe für den Beyerdynamic DT 990 Edition mit 250 Ohm entschieden.

Ich bin auch wirklich begeistert von diesem KH. Er macht richtig Spaß und lässt mich viele Musikstücke neu entdecken.

Jedoch fällt mir ein kleiner Effekt (nur bei manchen Songs) auf, der mich eventuell dazu bewegt meinen Beyer gegen die 600 Ohm Variante zu tauschen.
Bei manchen Songs gibt es im Hochtonbereich gewisse Spitzen, welche ganz leicht anfangen können zu kratzen. Das ist nicht unbedingt so sehr störend wie sich das jetzt ließt, aber wenn ich bei dem Song XY jedes mal darauf achte ("gleich kommt wieder die Stelle wo es etwas kratzt"), dann frage ich mich, ob diese kleine Nuance der 600 Ohm Beyer nicht evtl. besser macht?

Was meint ihr? Wie ist eure Erfahrung bezüglich der beiden 990 Editionsmodellen? Erkannt habe ich diesen Eindruck sowohl direkt am PC, wie auch direkt am KH Ausgang vom CD Player.

Vielen Dank für Eure Hilfe!


[Beitrag von mksilent am 07. Aug 2011, 19:54 bearbeitet]
HuoYuanjia
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 08. Aug 2011, 09:51

mksilent schrieb:
Erkannt habe ich diesen Eindruck sowohl direkt am PC, wie auch direkt am KH Ausgang vom CD Player.

Sehr wahrscheinlich wird die 600 Ohm-Variante bei den Quellen wenig Spaß machen und einfach zu lasch und zu müde klingen.
Um was für einen CD-Player handelt es sich denn?
mksilent
Inventar
#3 erstellt: 08. Aug 2011, 11:06
Hallo HuoYuanjia,

es handelt sich um einen Marantz CD 67, welcher an der FB über eine eigene Lautstärkeregelung verfügt. Bei 50% Lautstärke ist mein 990 Edition mit 250 Ohm schon sehr laut (für meine Ohren fast max. Pegel).

Am PC gab es eigentlich auch noch genügend reserven.

Ich wollte mir evtl. auch noch eine höherwertigere Soundkarte wie z.B. eine "ASUS Xonar Essence ST/STX" kaufen, womit ein 600 Ohm Kopfhörer auch gut laufen sollte.

Die Frage ist, ob sich klanglich etwas zum positiven ändern kann? Von 250 Ohm auf 600 Ohm zu wechseln!?


[Beitrag von mksilent am 08. Aug 2011, 12:53 bearbeitet]
mksilent
Inventar
#4 erstellt: 08. Aug 2011, 21:56
Niemand mehr ne Idee?

HuoYuanjia
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 08. Aug 2011, 22:11
Ich habe leider nur die 600 Ohm-Version besessen, also kann ich nicht vergleichen. Die Höhen waren auf jeden Fall nervig, aber eher scharf als spitz, und auch dann nur dumpf im Vergleich zum Ultrasone PRO 900. (Getestet am A1.)

Wenn die Höhen nerven (ich habe die damals beim Beyer per EQ um 3db gesenkt) würde ich direkt zum DT-880 wechseln. Zumindest beim Tiefbass dürfte es zum 990 nur einen geringen Unterschied geben.
mksilent
Inventar
#6 erstellt: 08. Aug 2011, 22:14
Hallo HuoYuanjia,

danke für den Tipp mit dem 880er. Diesen konnte ich schon ausgiebig testen... hier meine Höreindrücke und meine Begründung warum ich zum 990er gegriffen habe: http://www.hifi-foru...ad=8363&postID=69#69

Wieso hast Du Dich für die 600 Ohm und nicht für die 250 Ohm Version entschieden?
HuoYuanjia
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 09. Aug 2011, 05:32
Ich hatte den 990/600 Ed. günstig bekommen. Deshalb hatte ich auch nicht den 880 geholt, den ich eigentlich lieber gehabt hätte.

Also wenn du den 880 nicht geholt hast, weil er "zu flach" klang, dann würde ich dir raten den doch nochmal zu testen. Auf Dauer kann "flach" nämlich das angenehmere sein. (Sage ich und habe gerade den PRO 900 auf, haha! )
mksilent
Inventar
#8 erstellt: 09. Aug 2011, 09:28
Ich fahre heute nun noch mal zu dem sehr netten Händler und werde meinen aktuellen DT 990 Edition (250 Ohm) mit dem DT 990 Edition (600 Ohm) und dem DT 880 (600 Ohm) vergleichen. Ich bin gespannt...
Aenos
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 09. Aug 2011, 10:46
Ich habe den 990 Pro mit 250 Ohm gegen den 880 Edition mit 600 Ohm getauscht. Als ich den 880er zum ersten Mal auf dem Kopf trug, dachte ich, er klinge furchtbar flach. Das legte sich bald und ich empfand den 880er fortan als butterweich. Den 990er fand ich dagegen zu, wie soll man sagen, viel zu drückend. Ich habe den 990er verkauft und den 880er behalten. Nie wieder würde ich einen 990er gegenüber dem 880er bevorzugen.

Testen ist also eine gute Idee, aber gib dem 880er einige Minuten Zeit mit Pausen zwischendurch.

Aenos
mksilent
Inventar
#10 erstellt: 09. Aug 2011, 11:26
Hallo Aenos,

vielen Dank für Deinen Tipp!

Den 990 Pro kann man meiner Meinung nach aber nicht mit dem 990 Edition vergleichen (ich hatte beide in der 250 Ohm Version bereits gehört).

Einige hier im Forum sagen, es liegt am unterschiedlichen Anpressdruck. Mir ist egal woran es liegt, aber der 990 Pro ist im Bass noch dominanter als der 990 Edition. Deswegen hatte ich mich auch letztendlich für den 990 Edition entschieden, weil dieser für meinen Geschmack eine gute Lösung zwischen 880 Edition und 990 Pro war.

Trotzdem bin ich nun sehr gespannt, inwiefern die 600 Ohm Modelle sich beim 990 Edition und beim 880 Edition unterscheiden. Der 880 ist wirklich als ziemlich "flach" im Kopf hängen geblieben. Vermutlich werde ich auch mit diesem Modell beim testen anfangen.
mksilent
Inventar
#11 erstellt: 10. Aug 2011, 08:56
Guten Morgen,

leider war bei dem Hörtest gestern kein DT 880 Edition in 600 Ohm vorrätig, so dass ich diesen nicht testen konnte. So blieb mir nur der erste Vergleich zwischen DT 990 Edition mit 250 und 600 Ohm. Für mich pers. ergab sich gestern kein nennenswerter Unterschied. Da ich sehr gerne auch noch den 880er testen wollte und diese auch bestellt sind, werde ich wohl nächste Woche noch mal dort testen und mich dann entscheiden.

Mal abgesehen von der Entscheidung 880 oder 990 (momentan tendiere ich eher zum 990), bleibt für mich die Frage, ist es sinnvoller den 250 Ohm oder den 600 Ohm zu nehmen?
vaneyk
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 01. Sep 2011, 20:26
Bei der Frage DT-990 250/600 Ohm oder DT-880 würde ich mal raten, den DT-770 mit 600 Ohm zu testen.
Löst sehr fein auf mit angenehmem, differenziertem Bass.
DEAF-RUSH
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 13. Mai 2013, 22:31
So, 2 Jahre später revive ich diesen Thread mal.

Stecke in einer ähnlichen Situation. Habe eine ESI Juli@ und einen Denon PMA-710AE in der Hinterhand, also genug Strom, um die 250, sowie die 600 Ohm Variante des DT 990 zu betreiben. Nur fragt sich nun, welchen ich nehmen soll.
Die 250 Ohm Variante kostet round about 160€. Die 600 Ohm Variante um die 200€.
Machen die 40€ was aus? Beide will ich nicht

Irgendwelche Langzeitberichte?

und einen schönen weiteren Abend noch!
mksilent
Inventar
#14 erstellt: 13. Mai 2013, 22:54
Hi!

Ich hatte ja auch erst für ein paar Tage das 250 Ohm Modell und bin dann nach erneutem probehören im Laden (Madooma in Dortmund kann ich da wirklich nur sehr empfehlen/loben!!!) auf das 600 Ohm Modell gewechselt. Es sind wirklich nur Nuancen, aber für mich persönlich empfand ich das 600 Ohm Modell als etwas "weicher", "runder"... schwierig zu beschreiben. Ist natürlich nur mein subjektives empfinden, aber ich bereue die Entscheidung auf keinem Fall - hätte diese mit dem 250 Ohm Modell vermutlich aber auch nicht. Wenn Du jedoch genug Power hast, dann wüsste ich nicht was gegen den 600er sprechen sollte. Ausser der Preis - den ich in Deinem Fall eh nicht so ganz nachvollziehen kann, weil ich auf Idealo/Geizhals/Amazon keine ähnlichen Preise finde.

- 250 Ohm ab 229€
- 600 Ohm ab 249€

Auf jeden Fall wirst Du viel Freude mit dem KH haben. Konntest Du diesen denn schon mal probe hören?
DEAF-RUSH
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 14. Mai 2013, 14:12
http://www.madooma.c...opfhoerer_DT990.html

Konnte den 250 Ohmer schon hören, den mit 600 nicht. Klanglich sehr ansprechend

, aber kein Bier vor Vier!
mksilent
Inventar
#16 erstellt: 14. Mai 2013, 14:39
Hi!

Gut das Du den Link gepostet hast. Du darfst hier etwas nicht verwechseln.

Beyerdynamic DT 990 Edition und
Beyerdynamic DT 990 Pro
sind zwei unterschiedliche Kopfhörer!

Der Pro klingt aus meiner Sicht (das 150€ Modell) bezüglich P/L auch gut, aber ist nicht mit den Editions Modellen vergleichbar, bzw. nur geringfügig.

Die Abstimmung der Pro Serie deutlich stärkere Bässe und Höhen als es der 990 Edition schon hat (die sind dort auch etwas angehoben). Für meinen Geschmack war es beim Pro zu viel des guten. Der 990 Edition war somit für mich der ideale Mittelweg zwischen dem 880 Edition (sehr neutral abgestimmt) und dem 990 Pro (zu starker Bass/Höhen).

Dann ein Glas Cola (vor Vier!)
DEAF-RUSH
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 16. Mai 2013, 00:24
Jetzt bin ich verwirrt. Jeder behauptet was anderes Die einen behaupten, die Pro und Editionsmodelle unterscheiden sich nur "äußerlich" (Anpressdruck, Kabel, Polster), die anderen meinen, dass es komplett verschiedene Kophörer sind.

Was nun?`

Auf jeden Fall ist JEDES Modell ein enormer step-up zu dem, was ich momentan benutzen muss.

Gruß!

PS: Spielst du ein Instrument? Wenn ja, welches, und klingt dieses über die Kopfhörer genau so wie in "echt"?
Zalerion
Inventar
#18 erstellt: 16. Mai 2013, 00:50
Es ist definitiv dieselbe Technik verbaut. Nachzulesen hier

Natürlich können sich Unterschiede durch Abstand der Hörer (Anpressdruck/Polster u.ä.) ergeben, aber diese sind ähnlich, wie von Kopfform zu Kopfform.
Ich hatte allerdings noch keinen Edition (sehr wohl aber einige von den Pros) auf dem Kopf, kann somit nur sagen, wie es sich zwischen diesen verhält.
mksilent
Inventar
#19 erstellt: 16. Mai 2013, 08:27
Moin!

Mag sein das in beiden KH die gleiche Technik verbaut ist. Die Frage die bleibt ist ob diese unterschiedlich abgestimmt sind? Für mich war der Klang wie beschrieben auf jeden Fall unterschiedlich. Ob es am unterschiedlichen Anpressdruck liegt (der Pro ist strammer als der Edition) mag ich nicht beurteilen.

@Zalerion
In Deinem Link (bezüglich 880 Pro + Edition) schreibt Beyerdynamic ja selber, dass es einen Klangunterschied gibt.

@DEAF-RUSH
Ja, ich spiele ein Instrument (Schlagzeug), aber inwiefern darf ich nun Deine Frage verstehen?
In dem Preissegment in dem man sich jetzt bewegt sollte man davon ausgehen, dass die Instrumente nahe der realität wiedergegeben werden.
DEAF-RUSH
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 16. Mai 2013, 12:57
Wow, Zufälle gibt's Ich spiele auch Schlagzeug.
Nunja, ich meine ob es wie ein Schlagzeug klingt, oder eher wie ein Edrum
Satt, dynamisch, und nicht künstlich.

Die DT 990 Pro die ich hörte waren diesbezüglich echt gut. Ich hasse es, wenn in Musik der Hintergrund verschwindet.


mksilent
Inventar
#21 erstellt: 16. Mai 2013, 13:15
Ja, lustiger Zufall!

Jepp, Schlagzeug klingt wie Schlagzeug und E-Gitarre wie E-Gitarre.

Ne, ganz ehrlich... ich bin sehr zufrieden mit dem KH (990 Edition). Der 880 Edition klingt etwas flacher, aber ich mag den Sound des 990ers, weil die Bässe und Höhen leicht angehoben sind, dass kommt meinem persönlichen Hörempfinden etwas entgegen, wenn Songs etwas mehr Dynamik haben. Beim 990 Pro ist das genau so, jedoch war mir das dann zuviel des guten. Wenn Du das Geld hast, würde ich zum Edition greifen, weil ich glaube das man damit länger angenehm Musik hören kann als mit dem Pro (zu hoher Anpressdruck, zu stark angehobener Bass/Höhen).
quadrophoeniX
Inventar
#22 erstellt: 16. Mai 2013, 13:17
Muss ich doch auch noch meinen Senf dazugeben... (angemerkt sei, dass ich mksilent's Ausführungen in dem anderen Thread von 2011 vorher durchgelesen habe )

Ich will auch hier gar keine Diskussion lostreten und akzeptiere, dass Dir der Ed persönlich am Besten gefällt und das ist auch gut so. Aber ich möchte doch gerne ein wenig Licht in den dunklen mystischen Wald bringen. Mit den Ausführen kann dann jeder anfangen was er will, inkl. mich in Grund und Boden argumentieren.

Fakt ist: Sämtliche Pro/Ed Modelle verwenden definitivexakt die selben Treiber, da gibt es nichts zu rütteln. Auch die restliche Mechanik inkl Kopfband unterscheidet sich keinen Deut - gleiche Artikelnummern bei Kopfband, Scharnieren, Bügeln etc....

Die einzigen Unterschiede sind:
- leicht anderes Gehäuse (dass das den Klang derart verbiegt, wage ich gerade bei einem offenen aber zu bezweifeln.) und Kopfpolster (dazu gleich mehr)

Was nämlich im anderen Thread schon gesagt worden ist und ich gern wiederhole: maßgeblich füpr den wahrgenommenen Klang sind Anpressdruck, Abstand Treiber Ohr sowie die genaue Position auf dem Schädel. Das kann den gleichen Hörer komplett unterschiedlich klingen lassen. Und diese Faktoren werden wieder von 2 Faktoren bestimmt, deren Relevanz immer wieder unterschätzt wird:
- Kopfpolster (Position und Anpressdruck - und hier untrescheiden sich Pro und Ed)
- Ohrpolster - und das ist die größte Variable. Hier hat Beyer etliches verändert ohne es jemals dokumentiert zu haben. Es gab komplett geschlossene Rückseiten, Rückseiten mit Loch, gelochstes Kunstleder und Netz. Vorne dann Softskin, Velour in silber und schwarz (die wegen unterschiedlichem Stoff auch unterschiedlich klingen), neuerdings Mikrofaser und eine variierende Stärke der Füllung. Die nudelt zudem je nach Nutzung ( und Aufbewahrung!!) schneller aus als man denken möchte.

Kurzum - ich habe mit unterschiedlichen Polstern troz nur 3 Hörern schon so viele DT880er, 770er und T90 zu Hause gehabt, dass ich das Zählen aufgehört habe


Allerdings unterliegen auch Produktionschargen immer Fertigungstoleranzen. Ich habe selber schon Klangunterschiede zwischen ein und denselbem Modell bei länger auseinanderliegenden Chargen feststellen können. (Meinen alten DT770Pro/600 "from my cold dead head", der neuere hier auf Arbeit klingt auch bei zeitgleich neu aufgezogenen Polstern definitiv anders)

Will sagen: auch ein DT990Ed/600 klingt nicht zwangsläufig wie ein anderer DT990Ed/600, wenn die anderen Parameter gleich sind. (und jetzt bitte keine "Einspiel" diskussion )

So das war's, für mich waren und sind Ed und Pro beim Gegenhören im Signifikanzbereich jedenfalls immer gleich.

Jetzt kann man also losgehen, und sich das Geld sparen und einen Pro kaufen (wobei Beyer hier den Unterschied - insbesondere beim 880 -auch schon etwas korrigiert hat), mit Polstern experimentieren, oder einfach glücklich sein, mit dem was man hat......
mksilent
Inventar
#23 erstellt: 16. Mai 2013, 13:28
Kein Problem "quadrophoeniX".

Unterschiedliche Ohren/Geschmäker -> unterschiedliche Meinungen. Ist doch völlig normal/legitim.

Doch Du schreibst es doch selber (und Beyerdynamic auch in ihren FAQs), dass sich durch den unterschiedlichen Anpressdruck/Polster (Abstand Ohr <-> Treiber) der Klang unterscheiden kann. Nichts anderes behaupte ich ja. Ich habe ja nicht gesagt das es sich um zwei technisch unterschiedliche KH handelt...
Für mich klang der Pro und der Edition nun mal nicht gleich. Woran das nun liegt ist mir auch ehrlich gesagt egal, vielleicht am Anpressdruck oder der Polster?

So interessant und gut geschrieben Dein Beitrag auch ist. Dein Schlusssatz kann ich so nicht stehen lassen:
"Jetzt kann man also losgehen, und sich das Geld sparen und einen Pro kaufen"

Für mich persönlich trifft das so nicht zu! Mag sein das dies für Dich nach dem probehören die logische Konsequenz gewesen wäre. Ich habe mich für den KH mit dem gefälligeren Gesamtklangbild entschieden und das war nun mal der Edition - warum auch immer.


[Beitrag von mksilent am 16. Mai 2013, 13:30 bearbeitet]
quadrophoeniX
Inventar
#24 erstellt: 16. Mai 2013, 18:25

mksilent (Beitrag #23) schrieb:
Dein Schlusssatz kann ich so nicht stehen lassen:
"Jetzt kann man also losgehen, und sich das Geld sparen und einen Pro kaufen"
Für mich persönlich trifft das so nicht zu![...] Ich habe mich für den KH mit dem gefälligeren Gesamtklangbild entschieden und das war nun mal der Edition - warum auch immer.
:prost


Und genauso war der Schluß des Schlußsatzes "einfach glücklich sein, mit dem was man hat...... " gemeint
mksilent
Inventar
#25 erstellt: 21. Mai 2013, 11:32
@quadrophoeniX

Na dann sind wir uns ja doch noch einig.


@DEAF-RUSH
Wie ist der aktuelle Stand?
DEAF-RUSH
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 21. Mai 2013, 19:31
Danke der Nachfrage, bin momentan am Geld zählen. War die letzten Tage zu beschäftigt, habe aber nun frei, also wird das Thema morgen genau angegangen. Ein Member hat mir ein Angebot für die 250 Ohm Editionsmodelle gemacht. Muss aber gucken, ob das, was ich spare, sich lohnt im vgl. zu einem Neukauf.

:prost, a beer a day keeps the liver at work, oder wie der Spruch ging.
alochter
Stammgast
#27 erstellt: 21. Dez 2015, 19:20
Hallo zusammen,

ich habe heute einen DT 990 Edition in der 250 Ohm Variante bekommen. Voller Freude ausgepackt und dann die totale Ernüchterung. Der klang so unterirdisch, dass ich es gar nicht glauben wollte. Ich betreibe meine Kopfhörer an einem Maier Audio Corda Jazz und habe unter anderem einen AKG 550, der damit recht gut klingt. Zum Vergleich wollte ich mir immer schon mal eine Beyerdynamic zulegen, doch der ging heute gar nicht. Total keinen Bass und ganz spitze Höhen. Also echt wie Badewanne. Ich kann das irgendwie nicht glauben und gehe eher von einem Defekt aus (evtl. Masse nicht angeschlossen). Wenn ich den Stecker etwas rausziehe, wird der Sound nämlich deutlich besser. Was sagt Ihr Besitzer eines DT-990 dazu?

LG


[Beitrag von alochter am 21. Dez 2015, 19:26 bearbeitet]
cyfer
Inventar
#28 erstellt: 21. Dez 2015, 19:30
Ja, scheint dann wohl ein Defekt zu sein, wenn es beim Rausziehen wirklich besser ist. Aber spitz wird er immer bleiben.
alochter
Stammgast
#29 erstellt: 21. Dez 2015, 19:38
Naja, war irgendwie total hohl. Also echt wie in ner Badewanne so ganz weit weg. Ich hatte ja gelesen, dass der eine gewisse Zeit benötigt zum Einspielen, aber so wie der klang, wird das auch nach Jahren nichts. Ich tippe darauf, dass irgend etwas mit der Masse nicht stimmte. Mal sehen, habe eben Ersatz angefordert und das Teil schon wieder auf den Rückweg geschickt.
Endman
Stammgast
#30 erstellt: 21. Dez 2015, 19:40
Das mit den Höhen entspricht dem Charakter des Beyer, aber "total kein Bass", da stimmt was nicht...
alochter
Stammgast
#31 erstellt: 21. Dez 2015, 19:42
Bin gespannt auf den Ersatz. Werde berichten.
Marco_1984
Stammgast
#32 erstellt: 24. Dez 2015, 16:02
Ist der DT990 Edition der selbe wie der DT990 Manufaktur?

Finde die Individualisierung etwas schöner. Allein durch das Echtleder Kopfband


Grund ist der Wechsel vom MMX300 zum DT990 da mit das geschlossene KH Design nicht gefällt, besonders wenn man in eine Konferenz sein sollte.
Die neuen KH werden dann wohl mit eine, ModMic erweitert.
80% läuft eh ohne Mic ab von daher reicht mir ein normaler KH mit Zusatz Mic


[Beitrag von Marco_1984 am 24. Dez 2015, 17:01 bearbeitet]
Blechdackel
Stammgast
#33 erstellt: 25. Dez 2015, 12:16
Ja die zur Verfügung stehenden Systeme sind die selben.

Heiko
alochter
Stammgast
#34 erstellt: 25. Dez 2015, 13:31

alochter (Beitrag #31) schrieb:
Bin gespannt auf den Ersatz. Werde berichten.


So, habe nun Ersatz bekommen. Bin allerdings etwas verwirrt. Ersatz habe ich für die DT-990 Edition Variante 250 Ohm erhalten und der klingt nun auch recht gut. Kein Vergleich zu dem ersten, der damit definitiv defekt war. Nun aber zu meiner Verwirrung. Da ich es nicht abwarten wollte/konnte, hatte ich mir den DT-990 Edition in der 600 Ohm Variante bestellt. Somit liegen hier nun beide, was einen Vergleich damit möglich macht. Leider hören sich beide gleich an und somit bin ich etwas misstrauisch geworden und habe mir ein Messgerät aus dem Keller geholt. Und siehe da, beide ca. 250 Ohm. Mir ist klar, dass es sich um Impedanzen handelt, die natürlich frequenzabhängig sind, aber wenn ich beide male sehr ähnliche ohmsche Werte messe und auch beim Umstecken des KHs am KHV sich keine Lautstärkeänderung ergibt (bei 600 Ohm müsste es leiser werden, wenn ich richtig liege), stimmt etwas nicht. Ich gehe davon aus, dass ich 2 250 Ohm KHs erhalten habe. Was meint Ihr zu meinen Beobachtungen?

LG
sebbo76
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 25. Dez 2015, 23:38
Die 600 Ohm-Version sollte am Kabel beim Klinkenstecker eine Kennzeichnung haben, die hat die 250 Ohm-Version nicht. Ist das bei dir der Fall?
alochter
Stammgast
#36 erstellt: 26. Dez 2015, 00:09

sebbo76 (Beitrag #35) schrieb:
Die 600 Ohm-Version sollte am Kabel beim Klinkenstecker eine Kennzeichnung haben, die hat die 250 Ohm-Version nicht. Ist das bei dir der Fall?


Das war doch genau die Info, die ich brauchte. Vielen Dank. Beide Kabel bzw. Klinkenstecker sehen bei meinen KHs gleich aus. Demnach habe ich wohl 2x 250 Ohm erhalten. Da muss ich mich ja auch nicht wundern, wenn die Messwerte beide ca. bei 250 Ohm liegen und keiner der beiden KHs leiser ist
alochter
Stammgast
#37 erstellt: 30. Dez 2015, 01:48
Da meine Erfahrungen zum DT-990 ja besser hier hin passen, als zum T-90 Thread, möchte ich meinen Eindruck mit den beiden Varianten des DT-990 ED gerne hier noch einmal posten. Vielleicht mögt Ihr mir ja Eurer Feedback mitteilen

Heute kam der DT-990 ED 600 Ohm. Ich lasse den gerade mal ein paar Stunden dudeln. Nach dem ersten Eindruck eigentlich am Meier Corda Jazz kein Unterschied zu der 250 Ohm Variante. Evtl. ist der 250er noch minimal räumlicher, aber das kann auch echt Einbildung sein. Der 600er klingt auch echt Spitze und ich bereue es wirklich nicht, den T90 nicht behalten zu haben. Den hab ich mir heute nochmal kurz angehört, aber fand den direkt zu aufdringlich, weil Stimmen und Bass sehr direkt waren. Da finde ich den DT-990 irgendwie weniger aufdringlich.

Beim DT-990 ED 250 Ohm oder 600 Ohm wird dann wohl der Preis entscheiden, denn den 600er konnte ich günstiger erwerben und am iPhone sind beide noch ausreichend laut. Dies ist aber eh nicht mein Anwendungsfall. Meist wird das gute Stück am Corda Jazz rocken.

Ist wirklich schwierig sich zu entscheiden, denn beide klingen so ähnlich. Habt Ihr noch einen Tip, wie man am besten ein "Probehören" gestaltet, damit man wirklich Unterschiede feststellt, seien sie auch noch so klein?


[Beitrag von alochter am 30. Dez 2015, 01:52 bearbeitet]
Mickey_Mouse
Inventar
#38 erstellt: 30. Dez 2015, 01:56
also eigentlich ist 600Ohm immer "besser" wenn die Lautstärke ausreicht.
es ist verwunderlich, dass der 250Ohm Typ ausgerechnet "räumlicher" klingen soll, genau das Gegenteil sollte der Fall sein. Ich vermute daher, dass es sich wirklich um reine Einbildung handelt.

Ich habe jetzt in dem Wirrwarr nicht alles versucht nachzulesen, aber wenn du einen T90 nicht magst (kann ich voll verstehen, der schlechteste KH den ich je gehört habe), wäre dann nicht ein DT880 angebracht? Der 990 ist da ja doch ein Rückschritt, irgendwie...
Peppi-76
Hat sich gelöscht
#39 erstellt: 30. Dez 2015, 02:01
Hallo alochter!
Ich hatte vor dem Kauf meines DT 990 Edition auch beide Varianten getestet. Für mich klang der 990er mit 600 Ohm etwas runder und in den Höhen nicht ganz so aggressiv. Ich benutze ihn aber auch nur zusammen mit einem KHV. An der Kopfhörerbuchse meines normalen Verstärkers klingt er nicht so gut. Vielleicht hat der auch nur einen unterirdischen Kopfhörerausgang.
Aber wenn du keinen Unterschied hörst, dann nimm doch einfach den preiswerteren 990er.
Meiner Meinung nach ein toller Kopfhörer - auch wenn die Meinung hier im Forum gerne mal in eine andere Richtung geht.
alochter
Stammgast
#40 erstellt: 30. Dez 2015, 02:05
Ne, einer der beiden DT-990 ED bleibt jetzt. Ich finde den wirklich toll vom Sound her. Gerade die Räumlichkeit fasziniert mich. Da klang der T90 eher weniger räumlich wie ich fand. Vom Power reicht mein Corda Jazz auf jeden Fall. Auch der Pioneer A-70 und sogar mein älterer Yamaha Receiver locker. Das ist nicht das Problem. Vielleicht muss der 600er tatsächlich erst mal etwas einspielen.
alochter
Stammgast
#41 erstellt: 30. Dez 2015, 02:07

Peppi-76 (Beitrag #39) schrieb:
Hallo alochter!
Ich hatte vor dem Kauf meines DT 990 Edition auch beide Varianten getestet. Für mich klang der 990er mit 600 Ohm etwas runder und in den Höhen nicht ganz so aggressiv. Ich benutze ihn aber auch nur zusammen mit einem KHV. An der Kopfhörerbuchse meines normalen Verstärkers klingt er nicht so gut. Vielleicht hat der auch nur einen unterirdischen Kopfhörerausgang.
Aber wenn du keinen Unterschied hörst, dann nimm doch einfach den preiswerteren 990er.
Meiner Meinung nach ein toller Kopfhörer - auch wenn die Meinung hier im Forum gerne mal in eine andere Richtung geht.


Ich kann mich Deiner Meinung nur anschließen. Toller KH! Mal schauen. Der 600er ist sogar günstiger und macht sich gerade sehr gut am Jazz
alochter
Stammgast
#42 erstellt: 30. Dez 2015, 19:11
So, Entscheidung getroffen für den DT-990 ED 600 Ohm
Ich wollte ja von Anfang an den 600er (wurde ja erst falsch geliefert) und meine Audio-Kette treibt den letztendlich durch den Meier Audio Corda Jazz locker an. Der KH klingt wirklich von Minute zu Minute besser. Höre gerade "Santana". Unglaublich, so viele Details habe ich noch nie gehört. Ich bin sehr zufrieden
Peppi-76
Hat sich gelöscht
#43 erstellt: 30. Dez 2015, 19:33
Hallo!
Freut mich, dass du zufrieden bist.
Aber ob sich Kopfhörer wirklich einspielen können/müssen? Ich weiß nicht .....

Viel Spaß!!
alochter
Stammgast
#44 erstellt: 30. Dez 2015, 19:42

Peppi-76 (Beitrag #43) schrieb:
Hallo!
Freut mich, dass du zufrieden bist.
Aber ob sich Kopfhörer wirklich einspielen können/müssen? Ich weiß nicht .....

Viel Spaß!!


Danke. Keine Ahnung, ob die sich wirklich einspielen, oder ob sich die Ohren dran gewöhnen - ist eh alles Voodoo
alochter
Stammgast
#45 erstellt: 09. Apr 2017, 08:43
Tachchen zusammen.

Habe ja nun seit ca. einem Jahr den DT 990 Edition (600 Ohm) und bin klanglich damit sehr zufrieden. Trotzdem strebt man ja immer nach mehr und daher denke ich über die Anschaffung eines Amiron Home nach. Kennt jemand evtl. beide Kopfhörer und kann etwas zu den klanglichen Eigenschaften sagen? Die Frage ist einfach, ob es Sinn macht auf den Amiron zu gehen, wenn man den DT 990 Ed besitzt? Angetrieben wird mein DT 990 weiterhin mit dem Corda Jazz ff (der Amiron dann auch). Also Power ist genug da.

Würde mich über ein paar Einschätzungen freuen.
Schönes WE.
studio-kiel
Stammgast
#46 erstellt: 19. Apr 2017, 00:38
Ich war heute auch mal los und habe bei meinem Händler einige Kopfhörer probegehört - und man...sind da extreme Unterschiede - nicht nur im Klang, sondern auch hier in diesem Thread. Mir kommt es immer so vor als wenn die Leute, die hier den DT990 Hifi/Edition beschreiben, den DT990 Pro meinen

Hier mal meine klanglichen Erfahrungen:

DT 990
[auch High-End Hifi-Kopfhörer oder Hifi-Edition genannt]
(vor Ort 199€, bei Thomann €155)
- offene Bauweise (aber deutlich dichter als der DT 990 Pro)
- mittelgroße Bühne und tolle Räumlichkeit
- die Transparenz/Detailabbildung ist ok bis gut (mir fehlt etwas Luftigkeit)
- samtweiche Höhen, die "nie" zu spitz werden
- besonders gute Wiedergabe von Stimmen und Streichern (tolle Mitten)
- die Bässe empfand ich als "satt" und raumfüllend - ohne jedoch überbetont zu wirken; bei einigen CDs war er mir zu analytisch und förderte unangenehme Frequenzen bei Bassdrums ans Tageslicht, die dann zu laut und aufdringlich „pochend“ wirkten (u.a. Dark Suns "Everchild"). Ist jedoch – so glaube ich – nicht die Schuld der Kopfhörer, sondern eher die der Produktion, bzw. des Mixes der CD, da ich dieses Phänomen bei diesen CDs auch auf meinen Dali Zensor 5 Lautsprechern vernommen habe.
- Schwereres Gehäuse durch Ohrmuscheln aus Alu (?)
- favorisierter Musikstil: ProgRock, Pop, Jazz, Klassik, Avantgarde (u.a. getestet: iamthemorning "belighted")

FAZIT: „sehr“ ausgewogener und für die Ohren angenehmer Klang für „langen“ und auch lauteren Hörgenuss! P.S.: Beim Wechsel vom DT990 Pro war es ein Gefühl für die Ohren, als würde man von einer Stahlbürste, mit der man am Kopf gekratzt wird, zu einer perfekten, entspannenden Kopfmassage wechseln.

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DT 990 Pro
(auch Studio Stereo-Kopfhörer genannt - vor Ort 159€, bei Thomann 139€)
- offene Bauweise
- dadurch extrem breite, offene Bühne mit sehr transparentem Sound
- neutrale und trotzdem gute und knackig/saftige Basswiedergabe
- Mitten unterbetont
- Höhen zu spitz
- Plastikgehäuse und dadurch extem geringes Gewicht und kaum spürbar
- 3m Spiralkabel
- favorisierter Musikstil: komplexe, elektronische Musik wie Mentallo & The Fixer. Bei Klassik/Pop/Rock/Avantgarde zu mittenarm, ABER durch den sehr neutralen Tieftonbereich fallen die manchmal unschönen, beim DT 990 Edition genannten Frequenzen bei Bassdrums weg.

FAZIT: perfekte Bühne und Transparenz, lässt jedoch Mitten vermissen und ist durch die spitzen Höhen nur sehr kurz oder eher zum „leise Hören“ geeignet. P.S.: Beim Wechsel von anderen Kopfhörern auf den DT990 Pro war es schlichtweg atemberaubend, wie sich plötzlich die Bühne öffnet und man 10x mehr Details hört. Teilweise war mir die Bühne aber fast schon wieder zu breit, so dass man die Musik fast gar nicht mehr als zusammenhängend wahrnehmen konnte. So, als ob das Ohr dabei angestrengt versucht hat alle Klanguellen einzufangen und zusammenzufügen, aber einfach nicht hinterherkommt. Der nachfolgende Wechsel (es wurde mehrfach gewechselt) zum DT990 Edition war eine echte Wohltat.

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DT 880 [auch Hifi-Edition genannt]
(vor Ort 199€, bei Thomann 169€)
- halboffene Bauweise
- etwas gedrungene Bühne
- „sehr“ neutraler und dadurch langweiliger, fast schon mumpfig wirkender Klang
(im Vergleich zu den beiden 990ern – erinnert an AKG 240/271 Studio)
- 3m glattes Kabel
- favorisierter Musikstil: keiner

FAZIT: eher was zum Musik machen und Mischen im Studio

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ANDERE KOPFHÖRER UND MARKEN
Der DT770 Pro (zu enger Kopfbügel, klanglich zwischen DT990 Pro und DT880 plus mehr Bass), Custom One Pro Plus und Custom Studio (Beyerdynamic's Antwort auf die „Beats“-Kopfhörer) lagen irgendwo dazwischen, aber in der Kombination aus geschlossener Bauweise, kleinerer Bühne, mittlerer Transparenz und zu viel Bass, nicht so mein Fall. Allerdings habe ich bei den "Custom's" nicht an den Basseinstellungen rumgespielt. Sennheiser und ein paar andere Marken hatten sehr kleine Ohrmuscheln, billige Plastikgehäuse und Bügel - und waren vom Klang allesamt einfach nicht gut (preislich zwischen 59€ und 149€). Sie hatten noch den „Tesla 1“ in Erst- und Zweitauflage da, aber 999€ für die neue Version und auch die 649€ für die im Preis gesenkte erste Version lagen weit über meinem Budget. Beide waren auch nur im Regal und nicht direkt antestbereit. Den neuen, überall hochgelobten „1990 Pro“ für 599€, der jedoch als Mix- und Mastering-Kopfhörer beworben wird, hatten sie nicht dort. Wahrscheinlich wäre das aber auch nicht der richtige Kopfhörer, weil er zu sehr darauf bedacht ist neutral und linear zu klingen, um Schwächen in der Produktion aufzudecken – ich suche ja einen Kopfhörer, der alles möglichst „schön“ klingen lässt :-)

VIELLEICHT NOCH INTERESSANTE INFOS
Laut Homepage von Beyerdynamik sind DT990 und DT990 Pro identisch von Klang und Bauweise (offen). Dem widersprach mein Händler jedoch deutlich – was auch die Optik sowie der komplett unterschiedliche Klang der beiden Kopfhörer stützt. Der DT990 Pro ist komplett offen und sehr sehr leicht. Das Gehäuse des DT990 ist deutlich geschlossener und aus Alu (?) gefertigt und sollte daher auch eher als „halboffen“ bezeichnet werden, da sich dadurch auch das deutlich „voller“ wirkende Klangbild ergibt, welches zudem auch viel näher am halboffenen DT880 ist, als am DT990 Pro. Die verwendeten Treiber mögen die gleichen sein, aber das andere Gehäuse sorgt für einen extremen Klangunterschied bei den 990ern.

DT880 (HiFi-Kopfhörer, glattes Kabel) und DT880 Pro (High-End Studio-Kopfhörer, Spiralkabel) unterscheiden sich jedoch wirklich lediglich durch das austauschbare Kopfbügelpolster, was die Benennung durch Hifi- und Studio-Kopfhörer jedoch etwas verwirrend erscheinen lässt. Hierzu wird auf der Homepage des Hersteller erklärt, dass das Spiralkabel und der andere Kopfbügel für festeren Sitz bei Bewegungen im Studio sorgen soll.

UND DIE MORAL VON DER GESCHICHT:
Den perfekten Kopfhörer gibt es nicht – zumindest nicht von Beyerdynamik in der Preisklasse bis 200€. Der DT990 mit der Transparenz und der Bühne vom DT990 Pro – DAS wäre „meiner“ :-) Hätte ich mich heute entscheiden müssen, wäre es wohl der DT990 Edition gewesen, obwohl er mir teilweise zu analytisch und dennoch etwas untransparent ist - und die Bühne etwas größer sein könnte.

P.S.: Die Hörsituation beim Händler war sehr neutral, denke ich. Ein guter Stereo-Verstaerker bei dem alle klangveraendernden Dinge ausgestellt, bzw. auf Мittelstellung waren. Man könnte dem DT990 Pro also bei den spitzen Hoehen etwas beikommen - allerdings fehlen dann immer noch die Mitten...


[Beitrag von studio-kiel am 19. Apr 2017, 01:24 bearbeitet]
alochter
Stammgast
#47 erstellt: 19. Apr 2017, 08:03
Sehr schöner Bericht. Schade, dass Du den DT 1990 nicht testen konntest. Den habe ich zusätzlich zu dem Amiron Home auch als Upgrade für meinen DT 990 ED 600 ins Auge gefasst. Ich habe leider beide noch nicht hören können. Bin mir daher auch nicht sicher, ob es sich lohnt, 600,- auszugeben, wenn man den DT990 ED hat. Na mal schauen, was sich noch ergibt. Auf jeden Fall hast Du meinen Eindruck einmal wieder bestätigt, dass der DT 990 ED ein toller KH ist. Ich werde wohl eine Neuanschaffung nochmal ernsthaft überdenken;-)
studio-kiel
Stammgast
#48 erstellt: 19. Apr 2017, 14:43
Danke - und ja, nun hab ich nochmal eine Nacht drüber geschlafen und werde mir wohl demnächst den DT990 Edition leisten. Vielleicht kann mit meinem 32-Kanal-EQ dann noch etwas näher an meinen Wunschsound herankommen und ihn noch etwas transparenter und detailreicher klingen lassen. Wie gesagt, ich will weg vom analytischen Hören und wieder Spaß beim Musik hören haben - daher ist der DT1990 auch ungehört nichts für mich. Für meine Arbeit im Tonstudio sicher perfekt und ein guter Monitorersatz, bzw. Zweitmonitor...aber da bin ich im Moment noch mit meinen Adam A7X mehr als zufrieden und kann dort auch auch mal lauter aufdrehen, wenn es sein muss.
Jens1066
Inventar
#49 erstellt: 19. Apr 2017, 19:58
Ist schon sehr interessant, zumal Beyerdynamic in den FAQ schreibt........


WORIN UNTERSCHEIDEN SICH DT 880/990 PRO UND DT 880/990 EDITION TECHNISCH?

Die entsprechenden Varianten mit gleicher Impedanz klingen auch gleich. Es werden dieselben Schallwandler verwendet. Allerdings haben die Edition-Modelle einen etwas weicheren Bügel für den Musikgenuss zuhause während die Pro Hörer etwas strammer auf dem Kopf sitzen um auch bei schnelleren Bewegungen im Studioalltag dort zu bleiben.


oder waren es unterschiedliche Impendanzen?


[Beitrag von Jens1066 am 19. Apr 2017, 20:00 bearbeitet]
studio-kiel
Stammgast
#50 erstellt: 19. Apr 2017, 20:10
War heute nochmal mit ein paar anderen CDs beim Händler (Steven Wilson, Slipknot, Katatonia, Skinny Puppy und Front Line Assembly) und habe mich am Ende für den DT990 Edition entschieden. Dieser weiche, seidige, satte, räumliche und nicht überbetonte Klang mit mittelgroßer Bühne und guter Transparenz war einfach am "rundesten" und hat alle Musikrichtungen schön wiedergegeben...

Zuhause angekommen herrscht nun Ernüchterung - er klingt irgendwie hart, fiepst teilweise in den Höhen, so wie ich es in anderen Lesertests gelesen hatte und dachte sie hätten den 990 Edition mit dem 990 Pro verwechselt. Wie kommt das? Der Verstärker beim Händler und auch der bei mir zuhause steht auf "Direct" - also mit möglichst wenig Klangbeeinflussung. Auch am Audio-Interface von Yamaha/Steinberg klingt er jetzt so völlig anders - muss er tatsächlich erst eingespielt werden?

Nun bin ich bin verwirrt und unsicher
alochter
Stammgast
#51 erstellt: 19. Apr 2017, 20:13
Also ich habe genau den DT990 ED ja nun auch schon einige Zeit und meine mich zu erinnern, dass der mir mit zunehmender Spielzeit auch immer besser gefiel. Gib dem mal etwas Zeit;-)
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