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Einspielzeit beim AKG K712 Pro?

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cramwit
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 29. Jun 2016, 07:08
Aloha,

wegen eines Defektes musste ich mich von meinem Beyer DT880 trennen und dieser wurde durch einen AKG K712 Pro ersetzt. Als KHV kommt ein Meier Corda Aria zum Einsatz.

Der im Bereich des Gesangs/der Sprache wird der AKG hier im Forum als sehr klar beschrieben, ich habe aber bei meinem Modell den Eindruck, dass es dumpfer klingt als beim Beyer.

Legt sich das nach einer gewissen Einspielzeit, habt Ihr bei Euren Modellen Veränderungen in den verschiedenen Bereichen feststellen können?

Gruß, Marc
Tob8i
Inventar
#2 erstellt: 29. Jun 2016, 07:26
Naja, so klar ist der K712 nicht mehr. Das wären eher die anderen Modelle der Reihe. Die neuen Polster beim K712 scheinen den Klang im Vergleich ein Stück dunkler und wärmer werden zu lassen.

Außerdem musst du dich vermutlich auch erst mal an den Klang gewöhnen. Der DT880 hat in den Höhen eben die berühmte Betonung, die ihn da recht detailreich erscheinen lässt, aber einigen zu spitz ist.
Firschi
Stammgast
#3 erstellt: 29. Jun 2016, 16:45
Um deine Frage zu beantworten: 0 (in Worten: null) Sekunden
gua*
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 29. Jun 2016, 16:47
"Burn in" bei Kopfhörern ist der große Bruder vom "Kabelklang", oder?
milio
Stammgast
#5 erstellt: 29. Jun 2016, 17:12
Ganz so schlimm ist es nicht.

Der "Kabelklang" ist, wenn technische Rahmenbedingungen eingehalten werden, nur Einbildung.

Das "Einbrennen" von Kopfhörern entspricht eigentlich der Umgewöhnungsphase des Gehirns auf die Charakteristik eines anderen Kopfhörers. Das läuft aber normalerweise innerhalb von ein paar Minuten ab (und geschieht bei jedem Kopfhörer-Wechsel, manchmal bewusst, manchmal unbewusst).

Kompletter Blödsinn ist es dagegen, wenn man einen Kopfhörer tage- oder wochenlang (ohne ihn auf zu haben) einfach nur mit irgendwelcher Musik oder noch besser, mit rosa Rauschen bespielt. Davon hat das Gehirn nämlich nichts. Aber z.B. bei head-fi werden hunderte von solchen Geschichtchen gepostet. Einen Kopfhörer, der später vorrangig zum Hören von Jazz benutzt werden soll, darf man eigentlich auch in der Einbrenn-Phase nur mit Jazz bespielen.


Blechdackel
Stammgast
#6 erstellt: 29. Jun 2016, 18:36
Mit einer Erfahrung von 25 Jahren mit Kopfhörern von 40 Mark bis 400 €.
Neu gekaufte Kopfhörer waren davon Sennheiser HD 33, Beyerdynamic DT 75, DT 331 und T 90 und NOS-Neu ein AKG K 240 Sextett.

Nein ich glaube nicht an die Einspielzeit, oder die obenstehende Hörer brauchten das zufällig alle nicht.

Heiko


[Beitrag von Blechdackel am 29. Jun 2016, 18:37 bearbeitet]
cramwit
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 29. Jun 2016, 20:10
Ich hatte im letzten Jahr einen RMA-Fall und das war die Antwort des Herstellers:

> Hi Marc,
>
>
> Thanks for your RMA form. Did you play the unit for about 100hrs yet ?
>
> The bass (dynamic speaker) if that is "crackling" develops during this
> time and can sound different from the end result under "burn in" process.
> So please play at 60% volume for aprox. 100hrs and let us know if it
> is still crackling. If so we will of course exchange this item.

Gruss, Marc
IPv6
Stammgast
#8 erstellt: 29. Jun 2016, 20:42
Ich hatte zwar mit Kopfhörern bisher nicht viel zu tun aber wieso ist es so abwegig, dass ein mechanisches System nach einigen Stunden Betrieb seine Parameter geringfügig verändert?
Bei größeren Lautsprechern ist der Effekt, dass die Sicke ihre Härte verändert, ja durchaus messbar.
Oder ist das bei Kopfhörern aufgrund der verwendeten Materialien ausgeschlossen?
Firschi
Stammgast
#9 erstellt: 29. Jun 2016, 21:29

IPv6 (Beitrag #8) schrieb:
Bei größeren Lautsprechern ist der Effekt, dass die Sicke ihre Härte verändert, ja durchaus messbar.

Hast du mal ein paar Links zu dieser Aussage?
Mickey_Mouse
Inventar
#10 erstellt: 29. Jun 2016, 21:37
zu den KH selber:
der AKG hat halt nicht diesen Beyer-Peak, der zwar beim DT880 nicht ganz so extrem ausgeprägt ist wie bei anderen Beyerdynamic KH aber immer noch mehr als deutlich ist.

zum Einspielen:
wir haben es hier mit einem mechanischen System zu tun.
WENN dieses System seine Eigenschaften nach 10, 20 oder 30 Betriebs-Stunden deutlich ändert, wer garantiert mir dann, dass die sich anschließend über die nächsten 7000 Stunden (10 Jahre lang 2 Stunde pro Tag) absolut gar nicht mehr ändern?

Meine Meinung: wenn sich der Klang eines HiFi Geräts innerhalb der ersten Stunden deutlich verändert, dann gebe ich es zurück! Das ist für mich ein Anzeichen eines Defekts!
ZeeeM
Inventar
#11 erstellt: 29. Jun 2016, 23:04

Firschi (Beitrag #9) schrieb:

IPv6 (Beitrag #8) schrieb:
Bei größeren Lautsprechern ist der Effekt, dass die Sicke ihre Härte verändert, ja durchaus messbar.

Hast du mal ein paar Links zu dieser Aussage?


Messbar, aber kaum der Rede wert.
http://www.audioholi...ct-or-fiction-page-2
IPv6
Stammgast
#12 erstellt: 30. Jun 2016, 06:34
Na immerhin schonmal messbar, das gibts beim Kabelklang nicht
Tob8i
Inventar
#13 erstellt: 30. Jun 2016, 09:11
Bei In-Ear Kabeln kann man das teilweise auch messen. Gab es vor kurzem hier in einem Thread. Liegt aber auch nur daran dass wir bei empfindlichen In-Ears teilweise von so kleinen Impedanzen reden, dass selbst die Impedanz des Kabels einen zumindest kleinen Unterschied machen kann.
thewas
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 30. Jun 2016, 10:50

IPv6 (Beitrag #12) schrieb:
Na immerhin schonmal messbar, das gibts beim Kabelklang nicht :D

Auch bei Kabeln kann man sehr kleine Unterschiede messen die aber fast immer deutlich unter den Hörschwellen liegen.
Lustlizard
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 30. Jun 2016, 11:19
Allerdings gibt es keine wissenschaftlichen Untersuchungen zu der Frage, was in einem solchen Fall die "Hörschwelle" ist.
thewas
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 30. Jun 2016, 11:48
Es gibt schon paar "anerkannte" Hörschwellen zu Klirr und Frequenzgangabweichungen (auch abhängig vom Frequenzbereich und Breite), komplexer wird es jedoch wenn es um eine Mischung von solchen Fehler/Verfärbungen geht.
IPv6
Stammgast
#17 erstellt: 30. Jun 2016, 13:12
Seis drum, ich wollte keine Offtopic Diskussion auslösen.

Ich bin aber auch der Überzeugung, dass sich beim Enispielen am Lautsprecher groß nichts verändert und sich hauptsächlich das Ohr an den indivituellen Klang gewöhnt. Klar, dass man da nach ein paar Wochen plötzlich Details wahrnehmen kann, wenn man rausgefunden hat, auf was man achten muss.
thewas
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 30. Jun 2016, 13:27

Ich bin aber auch der Überzeugung, dass sich beim Enispielen am Lautsprecher groß nichts verändert und sich hauptsächlich das Ohr an den indivituellen Klang gewöhnt.

Alle mir bekannten bisherigen Untersuchungen scheinen das auch zu untermauern.
Firschi
Stammgast
#19 erstellt: 30. Jun 2016, 20:53

thewas (Beitrag #14) schrieb:
Auch bei Kabeln kann man sehr kleine Unterschiede messen die aber fast immer deutlich unter den Hörschwellen liegen.
:prost

Kannst du da mal einen Link posten? Dass unterschiedliche Kabelwiderstände den FG beeinflussen können ist ja kein Geheimnis und fällt auch nicht in die Kategorie "Kabelklang".

Ein wesentlicher Parameter wird bei diesen Vergleichsmessungen fast immer außer Acht gelassen, nämlich die Temperatur. Dass die elastischen Elemente eines Lautsprechers oder eines Treibers bei geringeren Temperaturen eine höhere Resonanzfrequenz annehmen, kann den FG beeinflussen. Das kann man sogar auf einer einfacher Station messen.

Eine elementare Frage stelle ich mir beim Thema "Einspielen" immer wieder: Warum verändert sich das Klangbild immer zum Besseren?
thewas
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 30. Jun 2016, 21:00

Kannst du da mal einen Link posten? Dass unterschiedliche Kabelwiderstände den FG beeinflussen können ist ja kein Geheimnis und fällt auch nicht in die Kategorie "Kabelklang".

Kabel"klang" ist hier OT und wenn man bisschen sucht kann man auch dementsprechende Messungen finden.


Ein wesentlicher Parameter wird bei diesen Vergleichsmessungen fast immer außer Acht gelassen, nämlich die Temperatur. Dass die elastischen Elemente eines Lautsprechers oder eines Treibers bei geringeren Temperaturen eine höhere Resonanzfrequenz annehmen, kann den FG beeinflussen. Das kann man sogar auf einer einfacher Station messen.

Richtig, zudem gibt es bei manchen Elastomeren tastächlich eine leichte Veränderung ihrer Steifigkeit nach einigen Schwingungszyklen, nur ist dieser Prozess auch teilweise reversibel, das heißt sie "spielen" sich jedes Mal beim Hören nach längerem Stillstand wieder "ein".


Eine elementare Frage stelle ich mir beim Thema "Einspielen" immer wieder: Warum verändert sich das Klangbild immer zum Besseren?

Und genau solche logischen Fragen machen auch solche Themen einem denkenden sehr schnell klar.


[Beitrag von thewas am 30. Jun 2016, 21:01 bearbeitet]
vanda_man
Inventar
#21 erstellt: 30. Jun 2016, 23:11
Hallo,

man sagt, ein Kopfhörer braucht ca. 100h Stunden Einspielzeit, um sein Potential voll auszuschöpfen.
Du kannst es dir wie beim Sport vorstellen, da muss sich der Körper erstmal aufwärmen, um seine Leistung zu erbringen.
Einen Kaltstart würde ich darum auch möglichst vermeiden.

Meine Devise: wie beim Sport den Kopfhörer warmlaufen lassen und die Lautstärke kontinuierlich bis zur gewünschten Lautstärke erhöhen.
ZeeeM
Inventar
#22 erstellt: 01. Jul 2016, 06:08

vanda_man (Beitrag #21) schrieb:
Hallo,

man sagt, ein Kopfhörer braucht ca. 100h Stunden Einspielzeit, um sein Potential voll auszuschöpfen.
Du kannst es dir wie beim Sport vorstellen, da muss sich der Körper erstmal aufwärmen, um seine Leistung zu erbringen.
Einen Kaltstart würde ich darum auch möglichst vermeiden.


Das stimmt, solange Kopfhörer aus Muskel und Sehnen gebaut werden oder Materialien die sich ähnlich verhalten. Nur baut Niemand aus solchen Materialien Kopfhörer, sondern aus welchen, die sich konstant verhalten. Meist wird Mylar verwendet, das selbst noch die Einspannung darstellt. Da spielt sich nix ein. Aus dem Material dient/diente als Trägermaterial für Tonbänder und die sind nicht dafür bekannt, das sie erst nach 100 Stunden ihre Endlänge erreichen.
thewas
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 01. Jul 2016, 07:50
Ich glaube der Beitrag war eher sarkastisch gemeint, daher auch das Smiley.
ZeeeM
Inventar
#24 erstellt: 01. Jul 2016, 08:35
Ja, so auf dem 2. Lesen und nach mehreren Tassen Kaffee. ..
kurtimwald
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 01. Jul 2016, 15:01
Sorry, die Diskussionen um die Einspielzeit sind schon manchmal komisch und ich frage mich, ob die Menschen überhaupt richtig hören können oder nur Messinstrumente anstarren und obendrein falsch interpretieren.

KH und LS sind den Musikinstrumenten vergleichbar, gebaut aus Material. Und jeder Musiker muss ein neues Instrument erst Zeit geben zum Einspielen bevor es klingt wie es soll.

Und dabei ist es egal, ob das Instrument eine Blockflöte, eine Gitarre, Trompete, Orgel oder sonst was ist.

Einzig Instrumente die aus künstlichen Materialien billigst hergestellt sind (z.B. Kunststoff-Flöten), brauchen wenig Einspielzeit. Aber die klingen auch nie wirklich gut und werden nur zum Üben, nie bei der Vorführung benutzt.

Und so ist es auch bei LS und KH. Meine ELAC haben ihre Einspielzeit gebraucht wie auch mein Grado KH

Gruß kurt(imwald)


[Beitrag von kurtimwald am 01. Jul 2016, 15:03 bearbeitet]
thewas
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 01. Jul 2016, 15:05
Dann kannst du ja im Blindtest ein eingespieltes Exemplar doch locker von einem uneingespielten Unterscheiden, bisher kenne ich keinen solchen dokumentierten erfolgreichen Versuch.
Firschi
Stammgast
#27 erstellt: 01. Jul 2016, 15:08

kurtimwald (Beitrag #25) schrieb:
KH und LS sind den Musikinstrumenten vergleichbar, gebaut aus Material.

Richtig, wäre das nicht der Fall wären es sogenannte Nicht-KH und Nicht-LS.


kurtimwald (Beitrag #25) schrieb:
Einzig Instrumente die aus künstlichen Materialien billigst hergestellt sind[...]

Und Membranen, Sicken und Treiber sind aus massiver Eiche gefertigt?


kurtimwald (Beitrag #25) schrieb:
[...]mein Grado KH[...]

Achso, da liegt der Hase im Pfeffer begraben
kurtimwald
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 01. Jul 2016, 15:22
...
warum sollte es solch einen "dokumentierten Versuch" geben für etwas, das für jeden Musiker selbstverständlich ist. Nehmt doch einfach mal Kontakt mit den Herstellern von HighEnd- Geräten auf und lasst euch beraten.

Neben diesem Forum hier bin ich noch in mehreren HiFi-Foren. Interessant ist, das die Einspielzeit bei HigEnd-Geräten nur hier in diesem Forum in Frage gestellt wird.

Und: im Unterschied zu anderen Foren wird beim Thema Klang hier immer von Messinstrumenten geredet, wogegen in anderen Foren der Hörvergleich, z.B. zu einem Original- Konzert, einem realen Konzertsaal oder einer Orgel (Kirche) eine viel größere Rollen spielt.

Und man kauft für viele TEuro doch keine Geräte für andere Messgeräte, sondern für Menschen die Musik hören und das als Kunst verstehen wollen.

Gruß kurt(imwald)
Mickey_Mouse
Inventar
#29 erstellt: 01. Jul 2016, 15:26
jetzt mal eine blöde Frage (ich kenne mich mit Musikinstrumenten wirklich Null aus):
braucht ein "Nicht-BlasInstrument" (also etwas was nicht mit Spucke in Berührung kommt) tatsächlich eine "Einspielzeit"?

wenn ich zwei identische E-Gitarren nehme, eine wurde schonmal gespielt, die andere nicht. Beide werden für einen "ausreichenden" Zeitraum unter exakt denselben Bedingungen gelagert (Temperatur, Luftfeuchtigkeit usw.) klingt die neue dann tatsächlich anders?
Und falls ja, wonach richtet sich die Einspielzeit? Angenommen jemand würde nur eine Saite spielen, reicht das dann aus um den Körper einzuspielen oder müssen alle Saiten genutzt werden?
Ich rede jetzt explizit nicht von den Saiten selber, dass die altern ist klar und dafür gibt es ja auch "Ausgleichsschrauben".
kurtimwald
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 01. Jul 2016, 15:35
... wenn du dich mit Musik nicht auskennst, ist das so auch schwer zu erklären.

Einfach gesagt: eine Einspielzeit bei einem Instrument ist dann beendet, wenn das Instrument konstant gut und richtig klingt wie es soll und sich im Klang während einer übliche Vorführzeit auch nicht mehr verändert. Das braucht bei einem Piano länger als bei einer simplen E-Gitarre.
Klar, ein Blasinstrument muss nach einer gewissen Spielzeit erst wieder "trocken" werden, aber dann wieder konstant klingen wie es soll.

Und "gemessen" wird mit dem Ohr!
ZeeeM
Inventar
#31 erstellt: 01. Jul 2016, 15:39
Schallwandler sind Instrumente?
Tob8i
Inventar
#32 erstellt: 01. Jul 2016, 15:44
Natürlich kann man vergleichen, wie eine Aufnahme wiedergegeben wird und wie es real klingt. Aber dazu bräuchte man einen Direktvergleich, z.B. mit einem absolut isolierenden Kopfhörer in einem Konzertsaal sitzen und dann immer zwischen Kopfhörer und Liveorchester wechseln. Einen Vergleich nur aus dem Gedächtnis heraus kann man wirklich vergessen. Außer man ist Profimusiker und hört sich sein Instrument an, was man täglich sowieso stundenlang spielt. Dann würde ich einen Vergleich aus dem Gedächtnis vielleicht noch zulassen.

In den anderen tollen Foren wird viel behauptet, wenn der Tag lang ist. Daher gefällt mir in diesem Forum sehr gut, dass doch viele Nutzer ernsthaft und wissenschaftlich Dinge hinterfragen. Dann muss man sich z.B. eben fragen, ob ein Kopfhörer wirklich originalgetreu wie das aufgenommene Liveorchester klingen kann, wenn dazwischen Nichtlinearitäten durch Mikrofone und andere Geräte liegen, Rauschen hinzukommt oder approximative Signalverarbeitung betrieben wird, bevor die Musik wieder an den Ohren ankommt.

Übrigens sind Messinstrumente einfach deutlich präziser, linearer und täuschungssicherer als das menschliche Gehör. Deshalb werden sie schließlich auch von den Personen eingesetzt, die teure Geräte entwickeln. Auch mathematische Modelle und Simulationen sind heute absoluter Standard bei der Entwicklung. Da sitzt sicher niemand täglich stundenlang in seinem Labor in feilt so lange an einem Chassis, bis ihm der Klang ihm passt.
kurtimwald
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 01. Jul 2016, 15:49
... die letzte Beiträge sind ein Beispiel dafür, wie messverliebtheit vom Thema abbriungt!

Ich habe geschrieben, das LS oder KH genau so eine Einspielzeit haben wie ein Musikinstrument. Jeder Musiker kennt das.

Und schon werden Zweifel laut, ob ein Musiker das bemerken oder beurteilen kann. Das ist doch vollkommen daneben. Wegen Musiker / Musikmachern kauft man das Zeugs doch und will es wegen den Musikern hören - oder was macht ihr mit euren Geräten?

Tschüss

Kurt


[Beitrag von kurtimwald am 01. Jul 2016, 15:50 bearbeitet]
coreasweckl
Inventar
#34 erstellt: 01. Jul 2016, 15:54

kurtimwald (Beitrag #28) schrieb:
...


....Neben diesem Forum hier bin ich noch in mehreren HiFi-Foren. Interessant ist, das die Einspielzeit bei HigEnd-Geräten nur hier in diesem Forum in Frage gestellt wird.

Und: im Unterschied zu anderen Foren wird beim Thema Klang hier immer von Messinstrumenten geredet, wogegen in anderen Foren der Hörvergleich, z.B. zu einem Original- Konzert, einem realen Konzertsaal oder einer Orgel (Kirche) eine viel größere Rollen spielt.

Und man kauft für viele TEuro doch keine Geräte für andere Messgeräte, sondern für Menschen die Musik hören und das als Kunst verstehen wollen.

Gruß kurt(imwald)


Kurt, du hast völlig recht...
das gilt aber doch nicht nur für High End Geräte..

ich bin auch in anderen Foren unterwegs, z.B. im Dyson Forum. Wo die einhellige Meinung ist, erst nach mind. 300 Stunden bzw. entsprechenden Haushaltstagen bringt der Staubsauger erst seine volle Leistung!!!!!

und dazu müssen die Intervalle möglichst kurz sein. Je fauler man ist und man umso seltener man saugt im Haus (Heinzelmann Effekt), desto mehr kommt noch drauf auf diesen Durchschnittswert von 300 Stunden... Bei vielen Junggesellen dauert das deutlich länger...leider...

auch bei entsprechend langer Einspielzeit habe ich allerdings früher mit anderen Lautsprechern die Orgel zuhause nie geschafft.. Du??


[Beitrag von coreasweckl am 01. Jul 2016, 16:13 bearbeitet]
gua*
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 01. Jul 2016, 15:59
Jetzt hab ich Tränen in den Augen
coreasweckl
Inventar
#36 erstellt: 01. Jul 2016, 16:01

kurtimwald (Beitrag #33) schrieb:
...

Und schon werden Zweifel laut, ob ein Musiker das bemerken oder beurteilen kann. Das ist doch vollkommen daneben. Wegen Musiker / Musikmachern kauft man das Zeugs doch und will es wegen den Musikern hören - oder was macht ihr mit euren Geräten?

Tschüss

Kurt


ich warte schon zwei Jahre darauf, daß die Einspielzeit endlich mal zu Ende geht...:|

ich wollte eigentlich schon längst umgezogen sein, habe aber Angst, diesen wichtigen Prozess zu unterbrechen....
dadurch ist jetzt meine Beziehung zerbrochen...


[Beitrag von coreasweckl am 01. Jul 2016, 16:12 bearbeitet]
coreasweckl
Inventar
#37 erstellt: 01. Jul 2016, 16:03

gua* (Beitrag #35) schrieb:
Jetzt hab ich Tränen in den Augen :D


das freut mich natürlich, ist ja auch WE...
catare
Stammgast
#38 erstellt: 01. Jul 2016, 16:12

Und schon werden Zweifel laut, ob ein Musiker das bemerken oder beurteilen kann. Das ist doch vollkommen daneben.

Wenn du dich von dieser Aussage schon angegriffen fühlst, dann sei dir nahegelegt nie den Gang zum HNO zu gehen & dich auch nicht über den sehr begrenzten Merkintervall des Gehörs zu informieren. Dann könntest du vielleicht bemerken, dass wenn man Musiker ist, nicht zwangsläufig am besten beurteilen kann wie genau etwas zu klingen hat und auch wieso. Hinzu kommen bestimmte Dinge, die sich auch dem hör- bzw. beurteilbarem Bereich eines Musikers - teilweise vollständig - entziehen. Der implizite (und nebenbei vollkommen subjektive) Verweis darauf, dass Musiker besagten "Einspieleffekt" doch kennen, ändert an der Tatsache nicht das geringste.

Und was für dich "vollkommen" daneben erscheint, ist für andere die lediglich konsequente Anwendung von Rationalismus & Besinnung auf wissenschaftliche Standards. Wenn das Gefühl/Gehör so allumfassend gestaltet wäre, bräuchte man keine der beiden vorher erwähnten Sachen, inkl. Messgeräte. Das es sie doch gibt, verweist offenbar auf den Umstand, dass Musik/Klang/Schallwellen eben nicht nur mittels Gehör erfasst werden können und zum Teil auch gar nicht erfasst werden können. Wenn du das ignorieren möchtest, bitte sehr...

Wundere dich dann aber nicht über entsprechende Gegenäußerungen, wie sie hier schon vor kamen.


(...) im Unterschied zu anderen Foren (...)

Randständigkeit ist nicht zwangsläufig ein Indiz für falsches, ebenso wenig ist Popularität eines für richtiges. Es bleibt eine quantitative, keine qualitative Bestimmung.


[Beitrag von catare am 01. Jul 2016, 16:18 bearbeitet]
coreasweckl
Inventar
#39 erstellt: 01. Jul 2016, 16:26
bez. Schallwandlern ist Musikern diese ganze Einspielzeit doch so was von Latte, so weit ich das beurteilen kann bez. derjenigen Musiker, die ich kenne.. Die haben nun wirklich Wichtigeres zu tun...

den Irrsinn bez. Einspielzeit von Lautsprechern haben High End Freaks für sich alleine...

Das akustische Instrumente "eingespielt" werden müssen und Holz arbeitet, steht außer Frage..
Wer allerdings Instrumente mit Schallwandlern in einen Topf wirft, der merkt.....


[Beitrag von coreasweckl am 01. Jul 2016, 16:27 bearbeitet]
thewas
Hat sich gelöscht
#40 erstellt: 01. Jul 2016, 16:30
Übrigens sind Hifi Geräte Musikinstrumente nur in der pervertierten Realität der High(l)ender und die werden dann auch noch so vermenschlicht (so wie ein Kind mit seinem Spielzeug) dass die die meisten Profimusiker nur lachen und mit dem Kopf schütteln. Und sogar Profimusiker hören nicht immer dass sie was sie glauben und hoffen zu hören, keiner ist von Täuschung und Einbildung befreit, dafür gibt es wissenschaftliche Prozeduren um den Einfluss dieser auszuschalten und dann kommt sowas raus:
http://www.spiegel.d...divari-a-806748.html
http://www.tagesspie...n-nicht/9729136.html
kurtimwald
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 01. Jul 2016, 16:51

thewas (Beitrag #40) schrieb:
Übrigens sind Hifi Geräte Musikinstrumente nur in der pervertierten Realität der High(l)ender und die werden dann auch noch so vermenschlicht (so wie ein Kind mit seinem Spielzeug) dass die die meisten Profimusiker nur lachen und mit dem Kopf schütteln. ]


Und ein so wertender Beitrag kommt von einem Moderator?! Das ist doch gegen jeden Foren-Benimmregel!!!
coreasweckl
Inventar
#42 erstellt: 01. Jul 2016, 17:13
ach Kurt, trink noch Einen....


[Beitrag von coreasweckl am 01. Jul 2016, 17:17 bearbeitet]
Martneck
Stammgast
#43 erstellt: 01. Jul 2016, 21:44
@thewas:

Schöne links. Das beruhigt, nicht der Meinung der Masse bzw. "Fachleuten" folgen zu müssen.
Schlappen.
Inventar
#44 erstellt: 02. Jul 2016, 08:17
Tja, heilige Kühe zu schlachten, kann manchmal weh tun, u. div. Traumschlösser zusammen fallen lassen.
Mich würde es aber nicht wundern, wenn einige High-End Musikanten nach dem Geigen-Blindtest behaupten, sie hätten zu sehr unter Prüfungs-Stress gestanden und konnten sich nicht richtig konzentrieren, wegen Schweißer-Brille, Parfüm, usw.

Die "Begründungen" sind ja immer die gleichen.
Wobei ich den Profi-Musikern dennoch mehr Ehrlichkeit zutraue, als gewissen High-End Anlagen Hobby Goldohren Besitzern.


[Beitrag von Schlappen. am 02. Jul 2016, 08:23 bearbeitet]
Xa89
Stammgast
#45 erstellt: 03. Jul 2016, 08:28
Nach dem Kauf eines zweiten HD598 oder eines zweiten Beoplay H6 kann ich nicht der Meinung widersprechen, dass viele Kopfhörer eine gewisse Einpielzeit brauchen um gut zu klingen.
Zur Zeit kann ich aber, wenn ich den Kopfhörer wechsle, nur bei der Lautstärke der Kopfhörer einen kleinen Unterschied feststellen.
Anscheinend braucht ein unbenutzter Kopfhörer doch einige Minuten Spielzeit, sonst müsste ich ja anfangs nicht die Lautstärke am DAP erhöhen.
cyfer
Inventar
#46 erstellt: 03. Jul 2016, 09:24

Xa89 (Beitrag #45) schrieb:
Nach dem Kauf eines zweiten HD598 oder eines zweiten Beoplay H6 kann ich nicht der Meinung widersprechen, dass viele Kopfhörer eine gewisse Einpielzeit brauchen um gut zu klingen.
Zur Zeit kann ich aber, wenn ich den Kopfhörer wechsle, nur bei der Lautstärke der Kopfhörer einen kleinen Unterschied feststellen.
Anscheinend braucht ein unbenutzter Kopfhörer doch einige Minuten Spielzeit, sonst müsste ich ja anfangs nicht die Lautstärke am DAP erhöhen.


Das können auch die Polster sein. Neue Polster vs eingetragene Polster = anderer Sitz = anderer Sound
catare
Stammgast
#47 erstellt: 03. Jul 2016, 09:45

Das können auch die Polster sein. Neue Polster vs eingetragene Polster = anderer Sitz = anderer Sound

Das in Verbindung mit einer anderen Erwartungshaltung + variirender Tagesform & man glaubt alles mögliche zu hören.
Zumal man sich objektiv die Frage stellen sollte, inwiefern eine Veränderung der gewohnten Lautstärke etwas mit einem angeblich anderem Klang des Kopfhörers zu tun hat. Bzw. wie schließt man ohne Messungen oder Blind-/ABX-Test aus, dass es sich dabei nicht um psychoakustische Effekte handelt?

Bei mir persönlich ist es z.B normal, dass ich nach einigen Hörminuten die Lautstärke immer etwas erhöhe, bis ich an meinen subjektiv "gewohnten" Pegel angelangt bin. Wenn ich dann die Musik pausiere & nach ein paar Minuten fortsetze, ist mir genau dieser gewohnte Pegel plötzlich zu laut & drehe etwas herunter, nur um sie nach wenigen Minuten wieder auf die vorherige Lautstärke heraufzuregeln. Das Gehör kann schon richtig launisch sein.

Und mit meinem Gehör ist soweit alles in Ordnung und die Lautstärke bewegt sich in den allermeisten Fällen im subjektiv moderaten Bereich. Laut hören tue ich nur sehr selten & dann auch nur bei bestimmten Songs.
Xa89
Stammgast
#48 erstellt: 03. Jul 2016, 10:55

cyfer (Beitrag #46) schrieb:

Xa89 (Beitrag #45) schrieb:
Nach dem Kauf eines zweiten HD598 oder eines zweiten Beoplay H6 kann ich nicht der Meinung widersprechen, dass viele Kopfhörer eine gewisse Einpielzeit brauchen um gut zu klingen.
Zur Zeit kann ich aber, wenn ich den Kopfhörer wechsle, nur bei der Lautstärke der Kopfhörer einen kleinen Unterschied feststellen.
Anscheinend braucht ein unbenutzter Kopfhörer doch einige Minuten Spielzeit, sonst müsste ich ja anfangs nicht die Lautstärke am DAP erhöhen.


Das können auch die Polster sein. Neue Polster vs eingetragene Polster = anderer Sitz = anderer Sound


Also ändert sich nach ein paar Minuten der Sitz (näher zum Ohr) und damit der Sound.
Ich hab nicht geschrieben, dass nur der neue anfangs etwas leiser klingt sondern der unbenutzte (paar Tage).
aureca
Stammgast
#49 erstellt: 03. Jul 2016, 11:51
Und alt=platt=näher am Ohr =lauter könnte auch erklären, warum du beim Neuen mehr aufdrehen musst.

Edit
Habe deinen letzten Eintrag nicht gesehen. Dennoch könnte es sein, dass der gerade unbenutzte zunächst weiter weg vom Ohr ist und sich im Laufe der Nutzung näher zum Ohr bewegt, oder?


[Beitrag von aureca am 03. Jul 2016, 11:53 bearbeitet]
Xa89
Stammgast
#50 erstellt: 03. Jul 2016, 13:01
Der Anpressdruck dieser Kopfhörer ist nicht groß und selbst wenn ich da nachhelfe mit größerem Druck, ändert sich nichts an der Lautstärke.
Ich tippe eher darauf, dass anfangs eine gewisse Trägheit im Schwingungsverhalten einiger Teile des Kopfhörers besteht.
So oft wechsle ich aber nicht den gleichen Kopfhörer, die doppelten sind jetzt an meinem Arbeitsplatz.
aureca
Stammgast
#51 erstellt: 03. Jul 2016, 13:04
Interessant wäre jetzt ein Blindtest mit neuen Polstern und Pegelabgleich.
Es könnte aber auch eine Toleranz in der Fertigung oder eine Modellpflege des Herstellers dahinter stecken.


[Beitrag von aureca am 03. Jul 2016, 13:07 bearbeitet]
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LovemusicXX am 06.12.2014  –  Letzte Antwort am 15.07.2015  –  53 Beiträge
Ich stecke in einer Kopfhörersackgasse (AKG K612 Pro, K712 Pro, Shure SRH940)
Hörfunk am 26.01.2016  –  Letzte Antwort am 16.02.2016  –  17 Beiträge
AKG K612,Q701, K712 Vergleich
Tungil am 10.02.2014  –  Letzte Antwort am 04.12.2014  –  21 Beiträge
AKG K-702 VS K712
ZeroFail20 am 24.11.2016  –  Letzte Antwort am 19.02.2017  –  36 Beiträge
AKG K612 Pro verzerren?
*BlumentoPferde* am 29.08.2014  –  Letzte Antwort am 01.09.2014  –  19 Beiträge
AKG K530 vs K702 vs K712
Ischi am 09.07.2017  –  Letzte Antwort am 17.07.2017  –  5 Beiträge
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