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Monoprice Monolith Planar Kopfhörer

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Senderson
Stammgast
#101 erstellt: 21. Jul 2017, 13:50
Er ist im übrigen schon wieder im Preis gefallen.... 350 Euro all in, laut ebay Endabwicklung.

Und nein, ich hab mich immer noch nicht getraut
Patrick284
Ist häufiger hier
#102 erstellt: 21. Jul 2017, 13:59
Ja das ist mir bewusst, also dass er einfach sehr linear abgestimmt ist... scheinbar bevorzuge ich eine leichte Mittenabsenkung, bzw. eine leichte Badewannenabstimmung. Eine Absenkung von um 2-3 DB von rund 150 Hz - 2000 Hz würde mir bereits reichen. Scheinbar passt die Harman Kurve recht gut zu meinem persönlichem Empfinden.

Das ganze ist natürlich auch eine Frage der Gewöhnung, und nach einigen Wochen habe ich mich daran gewöhnt, bei der Stimmenwiedergabe ist diese Abstimmung auch immer wieder toll!

Ich werde wohl irgendwann die Pads abpellen und andere Pads probieren, ich denke das kann was bringen. Habe hier Brainwavz angeld in echt Leder und hybrid, ich schätze aber das vollvelour am besten passt, muss ich mir dann noch besorgen.
Schade, dass sehr wahrscheinlich die originalen Pads dabei zerstört werden, daher hab ich das auch bisher nicht gemacht.
letlive
Stammgast
#103 erstellt: 21. Jul 2017, 14:19

Senderson (Beitrag #101) schrieb:
Er ist im übrigen schon wieder im Preis gefallen.... 350 Euro all in, laut ebay Endabwicklung.

Und nein, ich hab mich immer noch nicht getraut :.

Hehe, bin auch am überlegen Ich habe nur die Befürchtung, dass er ähnlich wie wie der HE-400i klingt bzw. nicht meinen Klangvorlieben entspricht.
MLSensai
Inventar
#104 erstellt: 21. Jul 2017, 16:00
Sobald der HE400i bei mir eintrifft, kann ich dir die Frage beantworten.
Da werde ich beide sowieso vergleichen.

In den USA geht ja der HE400i derzeit für 249 USD über die Ladentheke!
Momoprice ick hör dir trapsen.
letlive
Stammgast
#105 erstellt: 24. Jul 2017, 14:50

MLSensai (Beitrag #104) schrieb:
Sobald der HE400i bei mir eintrifft, kann ich dir die Frage beantworten.
Da werde ich beide sowieso vergleichen.

Bin gespannt!
Patrick284
Ist häufiger hier
#106 erstellt: 24. Jul 2017, 19:34
Auf den Vergleich bin ich auch sehr gespannt, da ich den H400i zuvor ganz oben auf meiner Wunschliste hatte, bis halt der die Hörer von Monoprice Wellen im Internet schlugen!
robodoc
Inventar
#107 erstellt: 24. Jul 2017, 19:59
So ... bei mir ist auch einer im Zulauf
MLSensai
Inventar
#108 erstellt: 24. Jul 2017, 20:27
Ein M1060? Ein HE400i? Oder beide?
Schlappen.
Inventar
#109 erstellt: 24. Jul 2017, 20:46
Ich finde, der HE-400i lohnt sich nur, wenn man noch keine anderen KHs besitzt. Ansonsten bietet der wenig spektakuläres oder außergewöhnliches.
Ein klanglich sehr ordentlicher Kopfhörer, aber halt ohne WOW- Effekt.
Hier mal ein kleines Review von mir zum 400i, dass ich woanders mal geschrieben hatte.
Vielleicht hilft das ja dem einen oder anderen weiter.


So, Ihr Lieben, dann kommen wir mal zum Hifiman HE-400i, dem Nachfolger des alten HE-400.
Ich bin vom ersten Klangeindruck schwer begeistert.
Er spielt sehr klar und präzise, die Auflösung empfinde ich nochmal drei mal besser, als bei meinem Philips X1.

Der Bass fügt sich excellent ein, auch wenn er für meinen Geschmack noch einen Ticken druckvoller hätte ausfallen können.
Die Mitten sind ein Traum, Stimmen klingen total schön und natürlich. Keine Tendenz zum "Schreien".
Die Höhen sind für meinen Geschmack gerade richtig, nicht zu spitz und auch kaum Sibilanz-Gefahr.

Das Kabel empfinde ich jedoch als suboptimal, aber das war ja schon länger bekannt.
Es ist nur 1,5 Meter lang, sehr störrisch und hat einen abgewinkelten 3,5 Klinke Stecker.
Ein Alternatives Kabel gibt es nicht.

Also Bass- /Grundton Bereich empfinde ich eher als schlank, aber nicht ausgedünnt. Da ist noch genug Fundament vorhanden, jedenfalls mehr, als bei einem Beyerdynamic.
Die Mitten sind äußerst klar und für mich unverfärbt.
Ich finde, er klingt weder besonders hell, noch besonders dunkel. Ich finde, er klingt extrem "richtig", was immer das heißen mag.
In Ansätzen vergleichbar mit einem HD600, aber wesentlich klarer und transparenter mit schön aufgelösten und durchaus brillanten Höhen.

Auch bei höheren Pegeln bleibt er sehr sauber, ohne zu plärren, eine Eigenschaft, die ich schon am HE-500 zu schätzen wusste.
Im Gegensatz zum HE-500 wirkt er etwas spritziger und dynamischer.

Tragekomfort ist auch sehr gut, allerdings ist er nicht für übergroße Wasserköpfe geeignet. Ich hab schon ne große Rübe und bei mir ist die Höhenverstellung schon im letzten Loch.
Die Pads haben ungefähr die Größe eines Beyerdynamic DT... d.h. die Ohrläppchen liegen auf, was mich aber nicht stört.
Der Anpressdruck an den Ohren ist ordentlich, aber nicht zu stark.

So, kurzes Endfazit zum HE-400i.

Klanglich macht das Ding fast alles richtig, einzig die ganz leicht zum Zischeln neigenden, stimmlosen S-Laute könnten einen Tick smoother kommen. Aber das ist wirklich Jammern auf höchstem Niveau ich bin diesbzgl. auch fast schon überempfindlich.

Zuletzt habe ich mit den Beyerdynamic-Velours Pads gehört und noch eine dünne Schaumnetzscheibe reingelegt.
Hiermit kommt das Ding schon ziemlich geil, keine Frage.

Die Mitten sind ein Traum. Punkt.
Das Kabel ist Mist. Auch Punkt.

Aber nochmal zum HE-400i zurück.
Rein klanglich zieht der mMn so manchem Mitbewerber die Lederhosen aus. Dennoch gibt es da einige Sachen, ich zu bemängeln habe. Die Original-Pads sind neuerdings auf den Ringen verklebt, Außerdem sind sie sehr schlecht verarbeitet/genäht, und sehen einfach nur billig aus.

Die ganze Bügelkonstruktion wirkt schon sehr fragil und ich frage mich, wie lange es dauert, bis der Lack an diesem Metallstreifen abgeht. Auch die Kabelanschlüsse unten sind immer noch derartig fummelig und in Sachen Haltbarkeit hab ich dort auch meine Bedenken.
Zum Kabel wurde ja schon alles gesagt. Das ist so steif und störrisch, dass damit ein Schlangenbeschwörer wahrscheinlich mehr Spass hätte ;-)

Viele Grüße
Schlappen


[Beitrag von Schlappen. am 24. Jul 2017, 20:50 bearbeitet]
MLSensai
Inventar
#110 erstellt: 24. Jul 2017, 22:10
Doch so schlecht liest sich das damalige Review gar nicht.

Und bei welchem Kopfhörer im Fortgeschrittenen Bereich gibt es schon noch einen richtigen WOW-Effekt?

Igendwann geht es nicht mehr um “besser“, sondern um “anders“.

Also ich bin gespannt auf den Vergleich Focal Elear, Monoprice Monolith M1060 und Hifiman HE-400i.
Senderson
Stammgast
#111 erstellt: 24. Jul 2017, 22:50
die Frage die mich noch so bisschen quält.....ob der M1060 eher die Kategorie "diskreter Passivbesudler" ist wie der Audioquest Nighthawk, soll heißen Musik wird eher wenig impulsiv, eher gediegen/geschmeidig, mit großer Distanz und guter außer Kopf Lokalisation wiedergegeben

oder die Kategorie "Musik voll in die Fresse" wie der Focal Elear, impulsiv, kopflastig, dynamisch, direkt

den Nighthawk besitze ich noch, der Elear hat mich ja wieder verlassen.
MLSensai
Inventar
#112 erstellt: 25. Jul 2017, 06:16
Ich besitze ja nach wie vor alle drei von dir genannten.

Tonal sind sich Elear und Monolith M1060 schon sehr ähnlich, ganz anders der Nighthawk. Der hat den angefetteteren Bass und ist im stimmlichen Bereich doch zurückhaltender. Gefällt mir aber genauso gut wie die anderen beiden.

Der Monolith spielt sogar noch etwas linearer im Bereich obere Mitten und Hochton als der Elear ab Werk. Auch klingt er räumlicher. Jedoch hat er nicht diesen Kick, diese Dynamik des Elears. Da gejt der Monolith eher in die Richtung des Nighthawk, wobei der M1060 nichz ganz so gediegen/geschmeidig ist, um deine Worte zu nutzen. Da liegt er zwischen Elear und Nighthawk.

Ich habe noch einen auf linear gemoddeten Senni HD600, das war mein Ausgangspunkt zu meinem Elear. Der klingt unspektakulär im.positivsten Sinn. Das ist ein absoluter Langzeithörer, jedoch auch ohne diese Elear-Dynamik und deutlich weniger vofhandenem Tiefbass. Der Monolith ist im direkten Vergleich in allen Belangen mindestens eine Klasse besser.
Tragekomfort und linearer Klang mit mehr Tiefbass sind beim Monolith bemerkenswert. Wobei dessen Komfort für mich auf Nighthawk-Niveau ist.

Also zusammengefasst ist der Monolith der offenere, breitbühnigere und etwas linerarere Elear und Tragekomfort auf Nighthawk Niveau. Der Monolith liegt geschätzt bei 80% Dynamik des Elear und somit noch vor dem Nighthawk und bei 80% des Nighthawks Geschmeidigkeit.

Ob dir das alles nun aber hilft?


[Beitrag von MLSensai am 25. Jul 2017, 06:35 bearbeitet]
Patrick284
Ist häufiger hier
#113 erstellt: 25. Jul 2017, 10:32
Oh Robodoc das freut mich, ich bin auf deine Messungen und deine Mod Vorschläge gespannt.

Seit ich den M1060 besitze, also seit 2 Monaten, habe ich zu keiner Sekunde einen Kaufreflex bei anderen Kopfhörern erlebt, alle Benachrichtigungen über beobachtete ebay Angebote wurden unterbewusst ignoriert ;-)
So gut gefällt er mir, trotz "meckern" über die Mittenpresenz!
Schlappen.
Inventar
#114 erstellt: 25. Jul 2017, 11:53

MLSensai (Beitrag #112) schrieb:
ganz anders der Nighthawk. Der hat den angefetteteren Bass und ist im stimmlichen Bereich doch zurückhaltender.

Wobei man aber immer dazu sagen sollte, dass das nur für die AQ Polster gilt. Mit den Brainwavz Polstern wird daraus ein ganz anderer Hörer, sowohl in Bezug auf Bass, wie auch auf Mitten und Höhen.


[Beitrag von Schlappen. am 25. Jul 2017, 11:53 bearbeitet]
Schlappen.
Inventar
#115 erstellt: 25. Jul 2017, 11:55

Patrick284 (Beitrag #113) schrieb:
Oh Robodoc das freut mich, ich bin auf deine Messungen und deine Mod Vorschläge gespannt.

Na, da bin ich aber auch mal gespannt. *duckundweg*
MLSensai
Inventar
#116 erstellt: 25. Jul 2017, 12:20
@Schlappen
Klar, ich spreche auch nur vom Zustand ab Werk.
Gerade der Nighthawk ist ja ein bemerkenswerter Verwandlungskünstler.

Und übrigens, die Brainwavz Hybrid Pads auf dem Elear lassen ihn auch noch besser werden als er sowieso schon ist. Bei dem sage ich hinsichtlich Frequenzverlauf in Bezug auf meine Vorlieben...

Besser geht es nicht!
robodoc
Inventar
#117 erstellt: 25. Jul 2017, 20:42

Schlappen. (Beitrag #115) schrieb:

Patrick284 (Beitrag #113) schrieb:
Oh Robodoc das freut mich, ich bin auf deine Messungen und deine Mod Vorschläge gespannt.

Na, da bin ich aber auch mal gespannt. *duckundweg*



.... und ich erst
MLSensai
Inventar
#118 erstellt: 27. Jul 2017, 08:15
Moin, gestern ist der Hifiman HE-400i angekommen.

Wer wie ich einen kräftigen Tiefbass und von dort aus ein leicht lineares Gefälle Richtung Hochton mag, der kommt um den M1060 nicht herum.

Im direkten Vergleich klingt der Hifiman deutlich dünner. Die Mitten sind ab etwa 1kHz hörbar reduziert und bei etwa 8kHz gibt es einen recht breit auslaufenden Peak. Der HE-400i spielt für sich genommen sehr gut. Natürlich hat er noch nicht die angegebenen 150 Stunden Einspielzeit hinter sich. Doch wenn sich etwas tut, dann nicht in dem Umfang, wie ich es mir im Vergleich zum M1060 wünschen würde.

Die flache Abstimmung des M1060 ist sicherlich auch nicht jedermanns Sache, doch er klingt auch über lange Zeit beeindruckender als der Hifiman, ohne Abstriche in Auflösung, Bühne und Tiefe zu haben.

So viel zu meinem ersten Eindruck.
Messungen reiche ich noch nach.


Mein Fazit bisher

Auch der reduzierte HE400i in USA kann mit dem M1060 nicht mithalten. Dort ist der Hifiman nun sogar etwas günstiger!


[Beitrag von MLSensai am 27. Jul 2017, 08:20 bearbeitet]
Schlappen.
Inventar
#119 erstellt: 27. Jul 2017, 11:32
Mark, wie ist denn eigentlich die Bühne des M1060.?
Eher nach links und rechts in die Breite gezogen, ähnlich wie beim AKG-K7XX oder eher kompakt und rund, wie beim LCD-2 oder HD650.?
Ich persönlich mag es ja nicht, wenn die Separation, bzw. Abgrenzung zwischen den Instrumenten zu stark ist.
MLSensai
Inventar
#120 erstellt: 27. Jul 2017, 12:39
Nun denn... die Bühne des M1060. Am einfachsten fällt mir der Vergleich zum Elear, da beide tonal sehr ähnlich sind. Der M1060 hat die breitere Bühne, dennoch übertreibt es der Monolith nicht.

Ausgehend von breitester (und auch schon unnatürlicher) Bühne bis hin zum Im-Kopf-Spielen möchte ich einige Kopfhörer so platzieren

Für mich bildet der AKG bildlich wie folgt ab:
Ich sitze als Zuhörer in der MItte eines Kreises und das Orchester mit den verschiedenen Instrumenten sitzt gefühlt in einem erweiterten Halbkreis (210°) um mich herum. Beim Elear ist die Bühnendarstellung für mich korrekt, sprich ich sitze in den ersten Reihen im Konzertsall und das Orchester spannt etwa 150° vor mir auf. Beim letzten, dem OnEar Vento sind es gefühlt 90°, was dann schon eher zwischen den Ohren im Kopf stattfindet.

AKG K702
Beyerdynamik DT990 Custom/Pro
Hifiman HE-400i
Monoprice Monolith M1060
Audioquest Nighthawk
Focal Elear
Hifiman HE-350
Philips Fidelio X2
Sony MDR Z7 (ho)
Sennheiser HD600
Lasmex H95 (mod ho)
Beoplay H7 (g)
Fostex T20RP (mod ho)
Meze 99 Classics/Neo (g)
BeoPlay H6 v2 (g)
Soundmagic HP150 (g)
Soundmagic Vento P55 (g)


hier sind nicht nur offene Kopfhörer (nicht gekennzeichnet) vertreten sonder bewusst auch halboffene und geschlossene

PS:
Bitte dran denken, meine persönlichen Eindrücke nur bildlich dargestellt -> keine wissenschaftliche Betrachtung
Die Reihenfolge entspricht meiner Einordnung entsprechend meiner Erinnerung, gefestigt durch sich stets wiederholenden Hörsessions mit verschiedenen Kopfhörern
sealpin
Inventar
#121 erstellt: 27. Jul 2017, 12:40
ich verfolge den Fred eine Weile schon.
Aktuell suche ich noch einen (finalen) KH für den (hoffentlich) demnächst verfügbaren Smyth Realizer A16.
Bisher war ich noch etwas in Richtung HD800(s) gepolt, aber irgendwie ist mir der zu teuer.
Der A16 misst auch KH (am Kopf) ein und eigentlich müsste man nach dieser Logik nicht zwingend ein höchstpreis Modell nehmen.

Frage: kann jemand etwas zum Sound des Monoprice im Vergleich zum HD800(s) schreiben?

ciao
sealpin
MLSensai
Inventar
#122 erstellt: 27. Jul 2017, 12:47
Der HD800S hat für mich einfach etwas dünn geklungen. Zwar etwas besser als der HD800, doch im Vergleich zum M1060 extrem analytisch.

Salopp aus meiner Sicht gesagt... da liegen Welten zwischen, was den Spaßfaktor angeht. Und trotzdem spielt der Monolith für mich hinreichend präzise und brillant. Die Messung zeigt auch, dass er nahezu linear abgestimmt ist. Sogar noch mehr als mein Elear mit Stock Pads.


[Beitrag von MLSensai am 27. Jul 2017, 18:58 bearbeitet]
Schlappen.
Inventar
#123 erstellt: 27. Jul 2017, 18:24
Mark, Danke für die Infos.
letlive
Stammgast
#124 erstellt: 28. Jul 2017, 17:47
Danke für deine Eindrücke und für den Vergleich mit dem 400i, Mark. Liest sich so, als könnte mir der Monolith tatsächlich gefallen. Insbesondere da der Fidelio doch nicht das was, was ich mir erhofft hatte.
Schlappen.
Inventar
#125 erstellt: 28. Jul 2017, 22:14
Also mich würde nach wie vor brennend mal ein Vergleich zwischen M1060 und LCD-2 interessieren, speziell was Bass und Mitten angeht.
MLSensai
Inventar
#126 erstellt: 28. Jul 2017, 22:39
Tja... mit dem LCD-2 kann ich nicht dienen. Wird so schnell auch nichts werden, nachdem nun heute der MDR Z7 hier eingezogen ist.
robodoc
Inventar
#127 erstellt: 28. Jul 2017, 23:08
Ich habe keinen LCD-2 mehr hier ... von daher kann ich nicht direkt vergleichen. Nur aus der Erinnerung.
Total gefällt mir der Monolith schon ein wenig besser als der letzte LCD-2 (mit Fazor). Aus der Erinnerung würde ich ihn durchaus mit dem LCD-2 Rev.2 (natürlich ohne Fazor) auf eine Stufe stellen. Der Bass ist kräftiger als in der Fazor Variante. Mitten sind abfallend, siehe meine etwas schräge Messung im prof-x. Das Schräge ist die bekannte Resonanz des M1060 bei 5 kHz (sieht man gut im Wasserfalldiagramm) die merkwürdigerweise auch dafür sorgt, dass meine Messstation voller Freude mit resoniert
Daher muss man dort den Bereich rund um 5 kHz mit Vorsicht geniessen. Im FG ist das leicht abfallend ab ca 1,5 kHz.
Mark hat ja dort auch eine Messung eingestellt und das 5 kHz Problem nicht.
robodoc
Inventar
#128 erstellt: 29. Jul 2017, 17:59
Kleine Operation:

IMG_3481

Brainwavz Velours gewinkelt.


[Beitrag von robodoc am 29. Jul 2017, 18:00 bearbeitet]
Patrick284
Ist häufiger hier
#129 erstellt: 01. Aug 2017, 12:49
Oh interessant, sind die originalen Polster komplett erhalten geblieben? Ich habe mal "irgendwo" aufgeschnappt, dass sie beim abnehmen zerstört werden!?
robodoc
Inventar
#130 erstellt: 01. Aug 2017, 20:40
Nein, wird nichts zerstört.
Die originalen Polster sind gut erhalten. Die haben rückseitig aufgeklebt eine Lage Stoff/Filz, die sich beim Losmachen teilweise etwas löst vom Polster. Das das ganze Paket ohnehin neu verklebt werden muss, ist das aber kein Problem. Pattex und gut. Kaputt ist nichts. Man braucht halt ein wenig doppelseitiges Klebeband oder eben Pattex und ein bisschen Geduld.

Ich habe vor, auch die Audeze Alcantara mal aufzukleben. Im Moment bin ich jedoch mit den Brainwavz Velours sehr zufrieden.

Ein toller Hörer. Die Messung habe ich natürlich wiederholt (siehe dort) und ein wenig bekommt man die Resonanz tatsächlich über die Polster in den Griff. Ganz ist der Effekt jedoch nicht zu beseitigen. Tonal ändert sich durch die Modifikation ebenfalls nicht die Welt. Etwas weniger Bass subjektiv. Und durch Einlage einer Scheibe Filz etwas relaxtere, zurückgesetzte Höhen, siehe Messung. Trotzdem noch eine Badewanne, aber eine der sehr angenehmen Sorte.
Patrick284
Ist häufiger hier
#131 erstellt: 02. Aug 2017, 12:58
Ich wollt noch erwähnt haben, dass auch Serien/Filme mit dem M1060 sehr viel Spass machen. Momentan sehe ich viele US Serien im OT und die Sprachverständlichkeit ist klasse!
DK_FineArt
Schaut ab und zu mal vorbei
#132 erstellt: 06. Aug 2017, 08:06
Hab mich nun auch endlich getraut. Gestern ein gutes Angebot auf Ebay entdeckt. Inkl. Zoll und Versand für 290. Ich denke da kann man nicht meckern. Und hoffentlich auch nichts falsch machen.

Bin wirklich sehr gespannt!
Patrick284
Ist häufiger hier
#133 erstellt: 07. Aug 2017, 13:47
krasser Preis, das war sicher kein Fehler... im Zweifelsfall bekommst den ganz sicher zum selben Preis wieder los....
Sicher, dass ein Revision 2 Modell ist?
DK_FineArt
Schaut ab und zu mal vorbei
#134 erstellt: 07. Aug 2017, 13:49
Jup. War n gebrauchter. Der Euro Kurs steht gut im Moment.

s-l1600


[Beitrag von DK_FineArt am 07. Aug 2017, 13:52 bearbeitet]
robodoc
Inventar
#135 erstellt: 12. Aug 2017, 13:25
Noch eine kleine Operation

vegan

Alcantara vom Audeze LCD-2 auf dem Mono
Patrick284
Ist häufiger hier
#136 erstellt: 14. Aug 2017, 15:45
Das sieht echt gut aus, der klangliche Unterschied zur velour Brainwavz Variante würde mich interessieren, ist ja preislich doch ein großer Unterschied zwischen den Brainies und den LCD Pads.
Dass der Bass bei den Brainies dezent abnimmt lässt mich zögern... solltest du hybrid brainwavz besitzen, dann mach die doch mal drauf... die hab ich nämlich herumliegen ;-)
robodoc
Inventar
#137 erstellt: 15. Aug 2017, 20:46
Ich mach morgen oder übermorgen eine Messung mit den Alcantaras, rein subjektiv tut sich klanglich nicht allzu viel zwischen den Polstervarianten. Vielleicht kann ich auf Grund der Messungen dann mehr sagen.

Die 5kHz Resonanz kann ich bei meinem Exemplar messen und die verändert sich auch erheblich mit den verschiedenen Polstern, verschwindet aber nciht. Hören kann ich die Resonanz jedoch nicht.
sealpin
Inventar
#138 erstellt: Gestern, 11:21
so, eben ist mein M1060 mit Hermes angekommen:

Monoprice M1060

Gleich mal gemessen, so wie er aus der Box kam:
Messung M1060

Rechts sieht ziemlich ählich aus.

Der KH rauscht jetzt erstmal die nächsten Stunden vor sich hin...danach messe ich nochmal und schaue, ob sich was verändert hat.

ciao
sealpin

kurzes Update:
der mitgelieferte 3,5 auf 6,3 Adapter erzeugte bei mir einen Wackelkontakt, so dass ab und zu nur Mono gespielt wurde.
Habe ich entsorgt...ich habe davon noch so 8 Stück rumliegen, alle diese funktionieren prima.


[Beitrag von sealpin am 16. Aug 2017, 17:30 bearbeitet]
robodoc
Inventar
#139 erstellt: Gestern, 21:12
Hier auch meine Messung, mit den verschiedenen Polstern die ich bisher ausprobiert habe.

mono3polster

Die rote Kurve ist mit den Originalpolstern vermessen worden. Hier zeigt sich der Resonanzpeak bei um 5 kHz am deutlichsten. Ich habe psychoakutische Glättung (psy) drin, da schlägt der Peak nicht so rein wie in der Rohmessung, die man zusammen mit weiteren Infos hier findet.

Die gelbe Kurve ist mit den Bainwavz Velours vermessen worden. Für mein Empfingen ein deutlich smootherer Verlauf und auch weniger Resonazeffekte bei 5 kHz. Diese waren eine Weile meine Lieblingspolster, weil sie den Monolith klanglich doch stark aufwerten und alles etwas homogener wirken lassen.

Die grüne Kurve ist aktuell von heute mit den Audeze Alcantara. Diese klingen für mich am besten, sind super bequem und zeigen einen nahezu für meinen Geschmack idealen Frequenzgang. Man sieht zwar immer noch Artefakte der Resonanz. Aber zu hören ist davon nichts.
MLSensai
Inventar
#140 erstellt: Gestern, 21:21
@Sealpin
Zunächst Glückwunsch zum Monolith!

Schöne Messung... sieht aus wie bei meinem.
Auch bei dir kein 5kHz Peak.

Oder hast du die Kurve schon geglättet?


@Robodoc
Schade nur, dass die Audeze Alcantara so unheimlich preisintensiv sind.
Sonst könnte ich glatt schwach werden.


[Beitrag von MLSensai am 16. Aug 2017, 21:22 bearbeitet]
sealpin
Inventar
#141 erstellt: Gestern, 21:56
Nein, meine Kurve ist nicht geglättet.
Das ist der Plot des Sweeps vom REW, gemessen mit dem i436 Mic am Messkopf mit der Software Analyzer von DSP Mobile am iPad.

Zu den Audeze Alcantara und Brainwavz Pads: wo kann man die idealerweise kaufen?

Ciao
sealpin
voodoomann
Stammgast
#142 erstellt: Gestern, 23:09
Wo bekomm ich ein Monoprice Monolith M1060 ???...oder besser gesagt wo habt ihr euren KH gekauft und zu welchem Preis ( + versand/Zoll etc.) ???

Danke ..Gruß voodoo
Mighty_Mike
Stammgast
#143 erstellt: Heute, 00:51
MLSensai
Inventar
#144 erstellt: Heute, 09:26
@Voodooman

Die Brainwavz Polster gibt es bei www.headsound.de in alle möglichen Ausführungen
Die Velours angewinkelt 29€

http://www.headsound...271/Products/BRWVZEP


Die Audeze habe ich auf die Schnelle hier gefunden, kosten schlappe 119€

http://www.fair-kaeu...xEAYYASABEgL7VvD_BwE


[Beitrag von MLSensai am 17. Aug 2017, 09:26 bearbeitet]
sealpin
Inventar
#145 erstellt: Heute, 09:28

MLSensai (Beitrag #144) schrieb:
...


Die Audeze habe ich auf die Schnelle hier gefunden, kosten schlappe 119€

http://www.fair-kaeu...xEAYYASABEgL7VvD_BwE


Da habe ich die auch gesehen...und dachte das ist ein Scherz (der Preis...).

bummelig 120 Öcken für Polster...no, so dringend ist das nicht.
Derzeit gefallen mir die originalen Polster recht gut.
Evtl. würde ich die Brainwavz mal testen, € 29,- ist noch ok.

ciao
sealpin
robodoc
Inventar
#146 erstellt: Heute, 09:44

sealpin (Beitrag #145) schrieb:
[
Derzeit gefallen mir die originalen Polster recht gut.
Evtl. würde ich die Brainwavz mal testen, € 29,- ist noch ok.


Ich fand den M1060 mit den originalen Polstern auch recht gut. Erstmal.
Aber irgendwie war der für mich damit nicht langzeittauglich, nervig irgendwie. Deswegen ja die Experimente mit den anderen Polstern. Die Brainwavz Velours machen den schon deutlich relaxter, der Lambda Peak bei 1,5 kHz verwchwindet und das Gezappel bei 5kHz wird ruhiger. Ich vermute, dass diese Dinge zu der Nervigkeit beitragen.

Die teuren Alcantaras machen gleich alles nochmal ein kleines Stückchen besser. Und sind unverhältnismäßig teurer. Tja ... muss jeder selbst wissen
sealpin
Inventar
#147 erstellt: Heute, 09:55
danke fürs Feedback.
Da ich mittelfristig eh den Smythe Realizer A16 nutzen werde, der auch (per Mic im Ohr) eine Korrektur des KH Frequenzganges vornimmt, denke ich dass ich andere Polster nur benötige, wenn die originalen mir nicht bequem genug wären (derzeit komme ich damit klar) und nicht zum "Sounding".

ciao
sealpin
DK_FineArt
Schaut ab und zu mal vorbei
#148 erstellt: Heute, 12:59
(Achtung Rant)

Also meiner ist gestern auch angekommen und hatte zum Glück schon 50 bis 60 Stunden gespielt da gebraucht, daher geh ich davon aus, dass sich nicht mehr viel am Sound ändern wird und....wow.....was soll ich sagen. Ich würds nicht die Enttäuschung ist massiv nennen, aber...quite underwhelmed triffts ganz gut.

Ein bisschen zu meiner Vorgeschichte (hm, einen ausklappbaren Spoiler gibt es wohl nicht, daher rahme ich es mal lieber ein, für die Uninteressierten):

_____________________________________________________________

Musik mache und höre ich schon mein ganzes Leben und hat immer eine große Rolle gespielt - die Technische Abspielung dahinter eher weniger.
Angefangen mit höherwertigen Medien hat alles 2011 mit einem Ultimate Ears UE700. 2014 gabs dann ein Paar Ultimate Ears 900, die ich bis diesen Sommer benutzt habe. Es war nicht die Offenbarung, aber ich dachte, so hört sich die Musik dann eben korrekt an. 2015 habe ich mir dann meinen ersten richtigen Kopfhörer gekauft, ein AKG K550, aufgrund Tylls Empfehlung. Den gabs damals günstig für 1/3 des Preises bei Amazon FR und ich dachte damit hätte ich das erste große Schnäppchen geschlagen. Klang war ähnlich zu meinen UE900s, dachte immernoch, Musik hört sich dann eben so an. Die sind ja offenbar für ihre Neutralität bekannt.

Bis diesen Sommer meine UE900 den Geist aufgegeben haben und ich mir Audio Technica ATH E40 als Zwischenlösung anschaffte. Der Klang war dramatisch anders, endlich hatte Musik richtige Bässe, dafür fehlten die Mitten fast komplett. Da ich im Moment auf der Suche nach neuen bin, hab ich mir aus Scherz ein paar billige China Teile bei Amazon bestellt. Unter anderem auch KZ ZST und was soll ich sagen - noch nie klang Musik für 15€ so gut. Ich war schier beeindruckt. Die Tiefen spektakulär tief, präzise, schnell und klar, die Mitten und Höhen ein Traum. Bloß die Isolation war nicht der Burner und das Kabel war furchtbar mikrofonisch aber in ruhigen Räumen ohne Bewegung ein wahrer Traum. Für 15€. Und ich habe 3 Jahre lang mit meinen 400€ Stöpseln vor mich hin gedümpelt.

Jetzt bin ich zufällig auf ein Video Review vom Philips SHP 9500 gestoßen und dachte das klingt doch nach einem wahren Schnäppchen. Bin auch zufällig auf Ebay fündig geworden für Schlappe 40€. Und was soll ich sagen - ein Traum. Endlich habe ich das erste mal Musik gehört. Im direkten A/B Vergleich mit dem K550 waren Welten dazwischen. Erst hat es sich angehört, als hätte der 9500 keine Höhen und nur die hälfte der Mitten, so krass müssen die Höhen überbetont sein beim AKG. Doch in allen Reviews wurde dem 9500 überbetonte Höhen bescheinigt, was mich irgendwie an mir Zweifeln ließ - waren doch fast die Hälfte aller Frequenzen plötzlich verschwunden im direkten Vergleich mit dem AKG. Offenbar habe ich mich jahrelang an diese massive Überbetonung gewöhnt. Später dazu mehr.

Habe auch eine super Einstellung im Foobar EQ gefunden, weil der 9500 doch etwas schwach auf der Brust untenrum ist. Aber mit EQ ein wahrer Traum.
So kristall klar und dreidimensional habe ich selten Musik gehört und die Tiefen schön zackig und knackig. Ich war begeistert.

Nun habe ich so ziemlich jedes Kopfhörer Review auf Youtube gesehen und könnte jeden Kopfhörer laut aussagen charakterisieren ohne ihn je gehört zu haben - und das ist vielleicht ein Nachteil. Ich habe bisher noch nie richtige Highend Kopfhörer gehört. Kein HD600, kein 800er, kein Audeze, Mr Speaker oder sonst was. Daher bin ich quasi völlig uneingenommen. Mein Gehör bescheinigt mir auch mit 27 noch Marderabwehr in geparkten Autos und Rauchmelder hören zu können - daher behaupte ich jetzt für mich einfach mal, dass mein Gehör noch in Ordnung ist, trotz leichtem Tinitus auf der rechten Seite (eher psychosomatisch - trug mein ganzes Leben Ohrstöpsel auf jeder Party und jedem Konzert).
______________________________________________________________

Nun war es also endlich soweit und ich musste mich dem Hypetrain geschlagen geben und hab den 1060 für günstig auf Ebay geschossen und nach den ersten 5 Sekunden war das Glücksgefühl größtenteils Enttäuschung gewichen.

Ich hatte ein ähnliches Erlebnis wie beim Umstieg von K550 auf 9500. Es fühlt sich an, als würde dem 1060 die hälfte aller Frequenzen fehlen. Der Sound ist super zäh, eingeengt und diffus. Es hört sich an als würde ich in einem 1m² großen, schwarzen Raum ohne Fenster sitzen der gefüllt ist mit Seife. So hört es sich an.

Habe gestern ungefähr 8 Stunden A/B Testing gemacht und ich komm einfach nicht darüber hinweg. Ich weiß nicht, ob der 9500 einfach SO massiv gut - zumal für dieses Geld - ist....aber ich weiger mich zu glauben, dass Musik so klingt, wie sie aus dem 1060 rauskommt.

Hier kommt allerdings wieder der Punkt zum tragen, dass ich die Musik viel mehr liebe, als die Technik zum abspielen (das ist ja bei vielen Leuten die hier so in der Szene agieren eher nicht der Fall hat man immer so das Gefühl), von daher gehe ich davon aus, dass es kein Problem sein würde, Musik von nun an mit dem 1060 zu hören, weil sich das Gehirn doch relativ schnell daran gewöhnt und ohne konkreten Vergleich die Musik irgendwann einfach klingt.
Aber im direkten Vergleich ist der Unterschied massiv und es klingt einfach so falsch.

Bisher habe ich immer auf einem 60€ SMSL USB Dac/Amp gehört und war soweit zufrieden. Als ich den 9500 kaufte hab ich mir zum Testen mal ein Fiio E10k und einen iFi Nano iLSD LE (oder wie auch immer dieses Ding hieß ) bestellt und ich konnte auch nach 3 Stunden A/B keinen konkreten Unterschied feststellen. Vielleicht ist der 9500 nicht gut genug um das rauszuhören, vielleicht sind es meine Ohren, vielleicht ist es auch einfach nur Hokus Pokus. Hab die beiden dann wieder zurückgeschickt und weiter meinen SMSL benutzt.

Jetzt wo ich den 1060 habe und wie schon in einem früheren Post dieses Videeo gesehen habe, habe ich mir vorsorglich das gleiche Gerät mal bestellt, mit den gleichen Röhren. Das steht jetzt hier rum. Ich kanns natürlich nicht zwischen den Dac und die Amp Stufe von einem Gerät schalten, daher war ich auf der Suche nach einem seperaten Dac und bin mit dem nagelneuen Pro-Ject Dac Box S2+ fündig geworden, den ich vorbestellt habe. Kommt leider erst Mitte September. Aber das sollte wohl alles sein, was ich jemals benötige an Qualität. Unterstützt selbst MQA und den neuen ESS9038 Pro Chip.

Werde dann also da mal den Tube Pre Amp zwischenschalten und gucken, was sich am Sound noch drehen lässt. Aber selbst mit EQ - egal ob über Foobar oder jetzt neuerdings auch mit Peace für den APO EQ - bekomme ich den 1060 nicht so gedreht, wie er mir gefallen würde. Und hier kommt es dann wohl letztendlich doch darauf an, wie der persönliche Musikgeschmack ist und nicht wie Musik richtig zu klingen scheint.

Allerdings ist auch der Tragekomfort unterirdisch. Das Kopfband kann kaum das Gewicht des eigenen Kopfhörers tragen, weil der Rastermechanismus einfach eine Katastrophe ist (ja, es ist die 2. Version), auch die Auflagefläche an der Oberseite des Kopfes ist - für mich - desaströs gelöst. Es liegt nämlich nur das eine "Kissen" in der Mitte oben auf, sodass darüber das gesamte Gewicht auf eine Stelle gelagert wird. Unfassbar wie man so etwas designen kann. Vom gesamten Gewicht des Kopfhörers mal abgesehen. Metal und Holz schön und gut aber das Gewicht ist unfassbar.

Generell der Tragekomfort im Vergleich zu meinem 9500 ist wie gut und böse. Wer nie einen 9500 auf hatte, sollte sich dringend mal einen besorgen (auch wegen des Sounds!) oder ausleihen. Nie hat die Menschheit einen gemütlicheren und unsichtbareren Kopfhörer als diesen gesehen. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer.

Sollte ich den 1060 behalten müssen auf jeden Fall auch andere Pads dran. Ich kann niemanden verstehen, der sagt er hätte damit keine Probleme. Oder die Kopfhörer wären auch noch gemütlich. Vielleicht bin ich auch einfach nur extrem pingelig.

Ich bin also....etwas ratlos im Moment. Sonst dachte ich immer, was sind das bloß für Menschen, die den Sound eines HD800 mögen (ohne ihn natürlich je gehört zu haben - nur vom Hörensagen). Mittlerweile glaube ich, dass ich wohl einer derjenigen bin, der diesen Sound mögen würde.

Auch hat mich der planar bass etwas bis massiv enttäuscht. Ich habe wie gesagt noch nie einen anderen Kopfhörer gehört, geschweige denn einen Planar magnetischen. Aber die Erwartungen waren hoch. Ich habe nicht weniger als die absolute Revolution erwartet. Das war wohl ein Fehler. Ja gut, er spielt wirklich verhältnismässig tief. Ab 25-30 Hz konnte ich was herausquetschen, aber auch der 9500 spielt mit EQ bis auf 35 Hz runter. Und das klarer und sauberer.

Generell ist es wie eine Offenbarung, wenn ich vom 1060 auf 9500 wechsel. Die Musik öffnet sich. Es klingt wie richtige Musik. Beim 1060 hab ich das Gefühl als würde ich Musik durch eine Milchglasscheibe hören. Furchtbar. Der 9500 hat absolute Klarheit und vor allem Dreidimensionalität die ich beim 1060 absolut vermisse. Es ist zum Verrücktwerden. Ich bin ratlos. Sprachlos.

Nichtsdestotrotz werde ich mal abwarten bis ich die Dac Box geliefert bekomme, den Tube Preamp zwischenschalten, gucken wie sich der Sound verändert und dann entscheiden. Zwischenzeitlich werde ich vielleicht mal Madooma in Dortmund einen Besuch abstatten und meine kleine Sammlung an Hörern mitnehmen und mal einen ausgiebigen Nachmittag dort verbringen und vllt mal einen HD600 oder sogar 800s ausprobieren (mit der Hoffnung, dass ich nicht dann den kaufen will ) und ansonsten mich beim CanJam im November in Berlin umschauen und hoffen, dass ich doch noch irgendwo die Offenbarung finde.

Im 1060 habe ich sie definitiv nicht gefunden. Schade.


[Beitrag von DK_FineArt am 17. Aug 2017, 13:06 bearbeitet]
Schlappen.
Inventar
#149 erstellt: Heute, 14:34
@DK_FineArt:
Wenn Dir der Philips doch so gut gefällt, warum ärgerst Du Dich dann darüber, dass der Monolith nix für Dich ist?

Mir gings damals ähnlich wie Dir, als ich einen LCD-2 zum ersten Mal auf hatte. Die ersten Minuten war ich auch etwas enttäuscht, weil die Erwartungshaltung vorher einfach riesig war.
Aber je länger ich mit ihm Musik hörte, desto mehr wusste ich diese - anfangs etwas mullige - Abstimmung zu schätzen. Details schälten sich immer mehr heraus und irgendwann hörte sich der Audeze für mich einfach "richtig" an.

Egal, vielleicht ist diese (warme) Abstimmung einfach nix für dich. Dann könnte Dir ein HD800 sehr wohl gefallen. Oder ein Beyerdynamic T90.
Oder versuch mal einen HIfiman HE-400i, wenns denn unbedingt ein Magnetostat sein soll.


[Beitrag von Schlappen. am 17. Aug 2017, 14:43 bearbeitet]
sealpin
Inventar
#150 erstellt: Heute, 14:40
so unterschiedlich können Geschmäcker sein.

Das verlinkte Youtube video kommentiere ich mal lieber nicht...soll sich jeder selber anschauen und seine eigene Meinung bilden.

Tragekomfort:
ok, Kopfhörer sind wie Schuhe, die müssen passen.
Ich habe div. Kopfhörer und ja, der M1060 gehört nicht zu den bequemsten oder gar leichtesten. Aber so schlecht, wie ich das aus dem Post von DK_FineArt herauslese sind die beileibe nicht.

Ich hatte auch Bedenken bzgl. des Kopfbandes, aber an meinem Schädel sitzen das mittlere größere, sowie die beiden angrenzenden kleineren Polster voll auf. Die äußeren haben noch leichten Kontakt.

Die Polster sind für mich ok, und auch nach 3 Stunden permanentem Tragen habe ich keinerlei Probleme damit (Schweiß oder so...)

Was mir negativ auffällt: der Kopfhörer bleibt bei mir nicht fixiert am Platz sondern hat Spiel nach vorne und hinten, wenn ich den Kopf nicke.
Das wäre nicht so schlimm, wenn sich nicht dadurch der Klang ändern würde...nicht viel, aber hörbar.
--> ein Minuspunkt


Mechanik und Verarbeitung:
- der Rastmechanismus ist recht schwergängig, fixiert dann aber gut.
- die Wandler sind untadelig und sehr ordentlich verarbeitet. Schrauben bündig und gleichmäßig gesetzt. Spaltmaße super ok. Polster sehr gut aufgesetzt und symmetrisch gegeneinander. Anschlussbuchsen gut fixiert (auch wenn ich die 2.x mm Monoklinkenteile nicht gut finde...).
- Bügelkonstruktion: naja, schwarz lackiertes (dünnes) Blech, funktional, aber nun wirklich kein Highlight. Der Drehmechanismus der Bügel an den Wandlern ist sehr leichtgängig.
- Kopfband: auch hier, keine herausragende Ingenieurskunst, funktioniert aber. Materialanmutung wirkt etwas "preiswert"
--> ich würde sagen Schulnote 3, eher funktional denn ästhetisch wertvoll

Klang:
hier versuche ich nicht zu viel zu schwurbeln, den Klang sollte jeder selber herausfinden.
Das folgende ist also x-trem subjektiv und wohl eher nicht nicht übertragbar und dient nur dazu, zu zeigen, dass es unterschiedliche Klangempfindungen gibt. Ich halte gar nichts von so absoluten Aussagen, wie sie auch im youtube video abgegeben werden...

Für mich ist der M1060 im Tiefton und Mittelton sehr dem HD600 (hab ich auch) ähnlich, mit etwas mehr Präzision im Oberbassbereich und mehr Druck bei sehr tiefen Frequenzen (<40 Hz).
Hochton ist "anders" als meine anderen KH. Ich habe den ein oder anderen KH mit ausgeprägter Badewanne und/oder angehobenem Oberbass (VModa M100 z.B.). Die klingen auf den ersten Eindruck "spektakulärer", aber wenn ich den M1060 mit einem zweiten KH im Pegel angepasst* im Vergleich höre, dann fällt mir auf, dass der M1060 irgendwie "ausgeglichener" klingt (kann es nicht anders beschreiben).
Ich habe bei einigen Stücken ab und an den Eindruck, dass der M1060 im Bereich 4-8 KHz etwas harsch klingt, vor allem im Vergleich zu dem HD600 oder dem Fidelio X2.
Allerdings nicht so stark wie beim Avinity (Beyer Clone) oder extremer beim Beyer dt990.
Im Vergleich zu den "Badewannen" KH habe ich das Gefühl, ich höre mehr details obwohl der M1060 vordergründig eher weniger "hell" kingt.

Warum habe ich überhaupt den M1060 gekauft?
ich suche nach einem Kopfhörer, der ausreichend gute Klangqualität mitbringt, um zukünftig von meinem Smyth Realizer A16 betrieben zu werden.
Und ich wollte mal ein anderes Antriebskonzept hören.
STAX ist nicht meine Liga (preislich) und die anderen a la Oppo, Audeze und Hifiman (um mal einige zu nenne) sind mir auch (noch ) etwas zu teuer.

Ist es der M1060?
vom Klang her könnte er es werden, aber ich muss das Teil nochmal länger tragen. Was mich nervt (war beim Sennheiser HD800 auch so) ist, dass sich der Klang ändert wenn sich die Position des KH verschiebt - und das tut sie leider recht leicht.

Im Dezember kommt der H4xx (Massdrop Aktion). Mal sehen, was da geht.


Noch ein Wort zur verwendeten Technik:
ich präferiere KHV mit niedrigem Ausgangswiderstand. Bei Speaka ist das noch ok (wenige Ohm).
Mein sonst verwendeter KH ist ein Funk LPA-2a. Von den technischen Werten her sehr nah am technisch machbaren...das aktuelle Modell hat wohl noch eine "0" mehr bei einigen Werten...wirkt wie ein verstärkender Draht.
KHV mit Röhrenausgangsstufe halte ich für KH für nicht geeignet - aber das wird hier sehr offtopic.
Für mich darf die vorgeschaltete DAC Stufe und der Amp nichts am Signal machen. Das besorgt bei mir (demnächst) der DSP.

Sorry für den langen Post.

ciao
sealpin


* Tipp: ich nutze zwei USB DAC, Typ SPEAKA Professional, DSD 384/32 Bit an einem Windows 8.1 Notebook.
Genutzt werden die nativen Treiber für diese DACs. Die können dann auch DSD.
Damit man beide USB DACs unter Windows mit dem gleichen Signal ansteuern kann, habe ich das Programm VoiceMeter eingesetzt. Damit kann man je USB Device die Lautstärke individuell regeln.
Zum Abgleich setze ich die zu vergleichenden KH auf meinen Messkopf und stelle die mit Rauschen auf die gleiche Gesamtlautstärke ein.
Natürlich ist ein "Blindtest" nicht möglich, dazu fühlen sich die KH zu unterschiedlich auf dem Kopf an, aber das Abgleichen des Pegels ist IMHO auch bei KH Vergleich unabdingbar, ansonsten beschummelt man sich selber.


[Beitrag von sealpin am 17. Aug 2017, 14:45 bearbeitet]
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