Bericht Mini-Meet BS: AKG, Beyerdynamic, EMU, Grado, Meier, Ultrasone

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rpnfan
Inventar
#1 erstellt: 08. Dez 2007, 22:45
[Editiert: am Ende einiger Absätze etwas hinzugefügt. Nicht so schüchtern mit Kommentaren und eigenen Erfahrungen oder Ideen für mögliche 'Weiterentwicklung'... :-) ]

Bilder vom Meet

Hi,

wir haben vorhin unser Mini-Meet gehabt. Leider konnte Christian nicht kommen :-( Das nächste Mal bei dir!? Außer Christian hatten noch zwei weitere "abgesagt", bzw. sich nicht mehr gemeldet. So waren wir zu dritt: Burkhard, Thomas und ich (Peter).

An KH hatten wir dabei:

Burkhard: AKG K1000 mit AKG-Class-A-Verstärker für K1000, HD414

Thomas: DT770 (32 Ohm), Sennheiser HD-25 (die Variante mit Doppelbügel)], Ultrasone Proline 650

Peter: K701, K280 Parabolic, K26P, iGrado, DT880, Alessandro MS1

Verglichen wurde an 3 CD-Spielern (CDP-Klinke) bzw. an Thomas' Cantate-KHV oder an meinem EMU 0404 USB-Interface.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich nochmal 'n Mini-Meet machen würde. Wir waren uns ziemlich schnell einig welcher KH der absolute Überflieger dieses Tages ist: der Ultrasone Proline 650! Er klang einfach ingesamt überzeugend. Nachdem das dann klar war und keiner mehr einen anderen KH hören wollte ging das Gerangel los. Der erste griff sich den Hörer und rannte aus dem Zimmer, aber die beiden anderen hinterher und "auf ihn". Nach einem wüsten Handgemenge hatten wir den Salat. Der Proline lag in Einzelteilen auf dem Boden.... - so ähnlich könnte es aussehen, wenn ich heute nacht schweißgebadet aus meinem Traum gerissen werde. ;-)

Nach dem kleinen Spaß -- ja, würde nochmal ein Mini-Meet machen oder teilnehmen -- hier jetzt mal die richtige Zusammenfassung:

Qualitäts-Sieger: K1000
Preis/Leistungssieger: MS1

Wir alle konnten dem K1000 sehr viel abgewinnen und finden es schade, dass so ein toller KH nicht mehr produziert wird. Der "Verlierer" des Tages war der Ultrasone und konnte klanglich keinen von uns überzeugen. Er klang einerseits hohl, aber auf der anderen Seite mit total überzogenem Bass. Auch die wohl hochgelobte Räumlichkeit konnten wir nicht ausmachen, wobei man zugeben muss, dass sich keiner lange mit dem KH aufgehalten hat, da es einfach _gar_ keinen Spaß machte mit ihm zu hören. Neben dem K1000 konnte auch der K701 "punkten" und auch der MS1 schlug sich sehr wacker.

Thomas und Burkhard ergänzen hoffentlich ihre Eindrücke, bzw. beschreiben was Sie anders empfunden haben. Im großen und ganzen waren wir aber ähnlicher Meinung. Ich fang' mal an, was ich bei den einzelnen KH/KHV für mich gehört habe:

K1000
toller, ungewöhnlicher KH. Der Tragekomfort ist, sagen wir, gewöhnungsbedürftig. Thomas formulierte es so, dass man das Gefühl hat, dass zwei Klemmen am Kopf eine Strommessung machen ;-) Burkhard mag den K1000 unter anderem deswegen, da man die kleinen Kopf-Lautsprecher auch abwinkeln kann und damit Einfluss auf die Räumlichkeit hat. Das geht dann wohl zugunsten des Basses. Mit verschiedenen Winkelungen habe ich keine Versuche gemacht. Die frei hängende Lautsprecher vor den Ohren fand ich aber vom Klang sehr angenehm und würde das für meinen KH bevorzugen. Die Räumlichkeit ist nicht wie beim Hören mit LS, aber auf eine eigene Art etwas besonderes . Dem konnte ich viel abgewinnen. Ganz viel Spaß und meiner Meinung nach sehr natürliches Hören hatte man bei natürlichen Instrumenten (Gitarre, z.B. Michael Hedges), aber auch Pop-Stücke (Joe Jackson's 'Steppin out') wurden sehr überzeugend übertragen. Man muss den Hörer dann sicher mal längere Zeit komplett in Ruhe mit verschiedenen Sachen hören, aber ich hatte den Eindruck, dass man sehr entspannt lange Zeit damit Musik hören kann und der Spaß an der Musik dabei nicht zu kurz kommt. Rockigere Nummern (B52, Alice in Chains) waren dann aber nicht ganz sein Revier. Aber selbst das könnte man noch ganz ordentlich damit hören. Tja, ich bin jetzt fast froh, dass es den Hörer nicht mehr regulär im Programm gibt und er mir wohl auf Dauer auch zu unbequem wäre. Aber vom Klang her kommt der meinem Ideal schon sehr nahe. Würde AKG einen K1000-Nachfolger bauen, der dann auch bequemer wäre (der Jecklin Float war dagegen bequemer, soweit ich das richtig in Erinnerung habe), könnte ich sicher schwach werden. Schön fände ich, wenn der Hörer an einer normalen Klinke laufen würde, aber auch der Anschluss am Lautsprecherausgang wäre für mich nicht ein absolutes KO-Kriterium. Zum Joggen ist der K1000 wahrscheinlich eh' nicht ganz das Optimum ;-)

K701
Der K701 als Quasi-Nachfolger und/oder kleiner Bruder des K1000 konnte uns auch gut gefallen. Ich persönlich empfinde aber, dass der K1000 doch eine andere Klasse -- nicht nur preislich -- ist. Thomas hat den K701 dem DT880 (den er früher auch mal hatte) klanglich vorgezogen und fand das Klangbild voller als beim DT880. Ich selbst finde den K701 (nach ca. 120h Einspielen) immer noch ein wenig zu trocken und ein wenig leblos. Das hängt allerdings sehr stark von der Musik und den Aufnahmen ab. Im wesentlichen erscheint er mir von den Grundtugenden ähnlich dem K500, den ich früher mal hatte. Den K500 habe ich verkauft, da er zwar wirklich sehr luftig und 'rund' geklungen hat. Es hat auch viel Spaß gemacht damit Musik zu hören. Das galt aber nur für wirklich sehr gute Aufnahmen. Bei weniger guten Aufnahmen (und das ist im Pop-Bereich ja eher Regel als Aussahme) hörte man dann die Mängel der Aufnahme sehr deutlich heraus und die Musik tritt dann in den Hintergrund, da ein wenig die mangelnde Klangqualität nervt. Ich bin _kein_ High-End-Fan, sondern möchte einfach 'nur' gut Musik hören. Wenn man aber während des Hörens ein "Na ja"-Gefühl bekommt ist das nicht optimal. Ich habe daher den K500 verkauft und mir den schlechter auflösenden K280 Parabolic gekauft. Damit habe ich unterm Strich mehr Spaß beim Musikhören gehabt, auch wenn ich bei den tollen Aufnahmen gerne die Qualitäten des K500 gehabt hätte. Der K701 zeigt mir persönlich etwas zu sehr die Grenzen der Aufnahme und die Musik klingt für mich dann nicht mehr 'rund'. Das trifft besonders an meiner EMU 0404 USB zu. Mit dem Cantate war der Klang doch 'ne Ecke wärmer/gerundeter. Da müsste ich mehr Zeit haben, um festzustellen, ob das meine Kombi sein könnte. Generell gefällt mir der K701 gut für akustische Aufnahmen. Bei rockigeren Stücken (SRV) oder durchschnittlichen Aufnahmen ("Street Life" - Crusaders), macht es mir nicht so viel Spaß damit Musik zu hören. Tragekomfort ist im wesentlichen gut. Mein alter K280 hat ja im Grunde die gleiche Mechanik, aber sitzt deutlich bequemer/lockerer. Störend am K701 ist der etwas höhere Anpressdruck und die blöden "Nuppel" auf dem Kopfband, statt eines einfachen weichen (Leder-)bands. Klanglich sehe ich im wesentlichen die "Vorurteile", sehr ausgeglichener klarer, manchmal (durch Aufnahme) fast schon etwas zu steriler und weiträumiger Klang. Mein Eindruck war aber auch, dass der K701 sich mehr als andere KH mit der Lautstärke verändert. Leise klingt er für mich oft weniger gut, bei mittlere und leicht höherer Lautstärke (sehr laut höre ich eigentlich nie), gewinnt er deutlich am gefühlten Fundament und der gefühlten Ausgewogenheit. Die Aussagen beziehen sich aber alle auf das Hören an der EMU 0404. Über den Cantate hatte ich leider nur zu kurz Gelegenheit, um da abschließend ein Urteil über den KH oder die Kombi für mich zu finden.

K26P
Mein Reisekopfhörer. Den hat keiner getestet. Thomas hat sowieso den gleichen. Der Frequenzgang ist etwas wellig und die Abstimmung sicher nicht ganz optimal, liefert aber für meinen Geschmack relativ brauchbaren Bass, nicht zu dünn oder zu fett und ist in geräuschvoller Umgebung relativ stimmig, da dort ja eh' immer Lärm von Zug usw. mit reinkommt. Ist sicher kein Knaller-KH, aber für den Einsatzzweck als portabler KH mit ordentlicher Dämmung taugt er gut.

DT880

Ganz eigener Klang. Irgendwo hat er einen starken Bass, aber auf der anderen Seite wirkt er dann trotzdem weniger ausgewogen und dünner als der K701. Das ist aber stark vom Musikstück abhängig. Ich finde es sehr schwer den Klang in Worte zu fassen -- gerade bei dem DT880. Wir drei fanden den alle nicht schlecht, aber keiner konnte sich jetzt besonders dafür begeistern. Tragekomfort ist eigen. Mir war der Druck des DT880 Pro (wir hatten nicht die Hifi-Variante) etwas unangenehm. Obwohl die Polster als solches schön weich sind. Ich finde, dass der DT880 unbedingt selbst gehört werden muss, da er vielleicht dem einen oder anderen auch gut gefällt.

DT770, 32 Ohm
Thomas' "Stammkopfhörer". Mir gefällt der ingesamt runde Klang sehr gut, aber finde den Bass doch etwas zu prominent. Kann mir gut vorstellen, dass das ein KH sein kann, der den Geschmack von vielen Leuten (gerade für Pop/Rock/Electronica?) trifft. Ich selbst habe ihn aber nicht lange aufgehabt. Hatte früher mal beim probehören von E-Pianos den DT770 auf dem Kopf und habe auch damals den Klang im wesentlichen ausgewogen, aber etwas zu bassig empfunden. Der Tragekomfort ist, gerade für einen geschlosssenen KH, doch ganz ordentlich.

Sennheiser HD414, AKG K280 Parabolic
Die beiden durften außer Konkurrenz mitlaufen und mal zeigen, was man so als Hifi-Klassiker heute noch drauf hat. Wir würden wohl heute keinen mehr von beiden als Hauptkopfhörer nutzen wollen, aber für Ihre Zeit haben die KH schon eine ordentliche Leistung gebracht. Lange hat aber keiner von uns die beiden alten Helden verglichen, da wir dann doch mehr Neugier auf die aktuellen KH hatten und die beiden Oldies im direkten Vergleich dann schon verlieren. Beide haben im Vergleich zu heutigen guten KH deutlich weniger Details. Der HD414 klingt, wenn ich das Recht in Erinnerung habe, ein wenig dünn.

Proline 650

'nuff said! (bin übrigens kein spezieller SF-Fan :-)

MS1

Nach diversem Lesen von Meinungen auf Head-Fi, aber auch auf Nickchens Empfehlung hin, seit Anfang des Jahres mein Ersatz für den K280. Ich bin _sehr_ zufrieden mit dem KH. Er ist klanglich nicht perfekt, aber es macht einfach Spaß damit Musik zu hören. Dabei gibt es für mich keinen Stil, bei dem er passen muss. Sicher ist Großklassik nicht seine Hauptstärke, aber die höre ich so gut wie nie. Für Rock/Pop/Jazz/Akustik/Soul gefällt er mir sehr gut und ist, auch mit der leichten Mittenbetonung, ein sehr guter und (für meine Ohren) ausgewogener Allrounder mit guter Auflösung. Wir haben uns den Spaß erlaubt mal ein Teststück zuerst mit dem Proline 650 zu hören und dann das gleiche Stück mit dem MS1. Mit dem MS1 wurden plötzlich ganz neue Instrumente hörbar! Sowohl Thomas und Burkhard fanden den KH klanglich sehr gelungen, auch wenn der K701/K1000 natürlich doch eine andere Klasse, besonders bezogen auf Auflösung, sind. Der MS1 ist aber einfach musikalisch und das ist ja letztlich das entscheidende. Der Tragekomfort des MS1 wurde von allen als ausgesprochen angenehm empfunden. Ich habe meinen MS1 mit gelochen HD414-Polstern, die _nicht_ verkehrt herum, sondern normal montiert sind. Dadurch ist der Bass für mich genau in der richtigen Stärke gegeben und der Tragekomfort des sehr leichten KH optimal. Reversed 414er geben einen etwas räumlicheren Klang mit ein wenig Bassverlust (wäre auch noch o.k. für mich), aber verlieren für meinen Kopf doch sehr an Komfort, so dass ich keine Bowls oder Reversed_414er nutze. Absolut gesehen konnte der MS1 uns gut gefallen und es ist schon erstaunlich wie nahe er den klanglichen Qualitäten der großen (K701) kommt. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass er von den heute getesteten "großen" KH, der billigste ist, bin ich mit dem Kauf sehr zufrieden und man muss von einem richtigen Preis/Leistungskracher sprechen. Irgendwo im Netz schwirrt eine Homepage rum, bei der ein Musiker den SR60 von Grado (verwandt mit dem Alessandro MS1) als seinen optimalen KH empfiehlt. Da kann ich nur sagen, dass ich das gut verstehen kann, da der SR60/MS1 einfach sehr musikalisch sind.

iGrado
Wurde von uns nur kurz als mobiler KH gehört und konnte im wesentlichen klanglich gefallen. Der iGrado ist im Gegensatz zum MS1 noch nicht eingespielt und hat die Standardpolster (ungelocht). Dadurch ist er 'ne Ecke bassiger, aber für meinen Geschmack für MP3-Genuss von rockigeren Sachen unterwegs optimal geeignet. Noch 'n Tick mehr und der Bass wäre dann schon wie beim DT770. Dann wär's mir (wie beim PX100) etwas zu viel. So kann er aber bei mittelguten Aufnahmen noch etwas Fülle reinbringen, die für viele Musikstück bzw. Aufnahmen ganz angenehm/passend ist.

Anmerkungen zur Einspielzeit
Der K701 war noch relativ neu und konnte aus dem Karton überhaupt nicht überzeugen -- klang ziemlich unausgewogen und fast hohl. Nach 40h wurde er deutlich runder. Jetzt nach 120h hat sich vielleicht noch ein bisschen in positiver Richtung getan, aber da bin ich schon nicht mehr ganz sicher, ohne den direkten Vergleich zu haben. Der K701 benötigt aber definitiv etwas Einspielzeit. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum AKG das nicht in der Fabrik macht oder wenigstens einen Hinweis auf den Beipackzettel schreibt, dass der KH mit den ersten zig Stunden klanglich noch etwas ausgewogener und abgerundeter wird. Bin mir hier auch sicher, dass das keine Einbildung war, da ich genau die gleichen Stücke neu und nach 40h gehört habe und der Unterschied sehr deutlich war.

Der iGrado war noch kaum eingespielt (paar Stunden), da kann es sein, dass der sich klanglich noch etwas verbessert. Der MS1 hat mittlererweile ziemlich viele Stunden (500?) und hat sich am Anfang klanglich auch noch etwas zum besseren geändert. Ich habe da die Details aber nicht mehr so genau im Kopf, aber meine, dass er auch "runder" und etwas bassstärker geworden ist.

Der DT880 war praktisch neu und nur ca. 20h eingespielt. Der zeigte aber keine so deutlichen Unterschiede neu im Vergleich zu 20h. Scheint in dem Punkt deutlich weniger empfindlich, als der K701 zu sein.

Alle anderen KH waren wohl schon einige Stunden eingespielt.

Vergleich CDP-Klinke (Marantz CD5001) vs. EMU 0404 USB vs. Meier Cantate
Sehr gespannt war ich auf den Vergleich vom Einfluss des KHV. Ich meine das hab' nur Thomas und ich getestet und unser Eindruck war da ähnlich. Der eingebaute KHV des Marantz CD5001 klingt schon ganz ordentlich. Nicht im direkten Vergleich hatten wir auch den Denon AE700 per Klinkenausgang probiert. Das geht auch schon, der Marantz könnte aber 'n Tick besser sein? Das müsste man aber im direkten Vergleich oder mehr in Ruhe testen. An beiden CDP kann man die KH aber schon sinnvoll betreiben! Meiner Meinung nach braucht man dann nicht unbedingt einen extra KHV. Das heisst aber nicht, dass der keinen Einfluss hätte. Nur macht der vielleicht 20% vom Klang aus, der KH selbst aber 80%. Nach dem Tag heute kann ich mir gut vorstellen, dass es Kombinationen von KH/KHV gibt, die für einen bestimmmten Geschmack besonders gut zusammen passen.

Das EMU 0404 USB Interface als Wandler und KHV genutzt bringt dann nochmal eine Ecke besseren Klang in Form von "runderem" (mir fallen keine besseren Worte ein :-o )Klang mit etwas besserem Bass.

Der Cantate dagegen kann zusätzlich nochmal eine Schippe auflegen und bringt noch etwas mehr Bass und ingesamt den wärmsten Klang. Ich selbst fand den Unterschied zwischen CDP/EMU/Cantate jeweils ziemlich deutlich. Bei Thomas hatte ich den Eindruck, dass er unterm Strich auch den Cantate bevorzugt hat, aber die EMU nicht viel schlechter fand und für viele Zwecke als gut geeignet beurteilen würde.

Auch ich bin mit der EMU klanglich zufrieden, war aber überrascht, dass der Unterschied zum Cantate größer war, als ich gedacht hätte. Ich fand den K701 am Cantate "besser" als an der EMU, aber war mir nicht sicher, ob es mir nicht fast schon ein wenig zu viel "Wärme" war. Da würde ich gern mal noch ein/zwei andere hochwertige KHV im Vergleich hören, ob/wo/wie die sich unterscheiden und den Gesamtklang mit dem jeweiligen KH beeinflussen. Die Unterschiede zwischen CDP/EMU/Cantate konnte ich mit dem MS1 und dem K701 feststellen. Die anderen KH habe ich nicht daran verglichen.

Fazit - idealer KH?

Wir waren uns einig, dass es _den_ idealen KH nicht geben kann. Besonders Burkhard und ich wollen aber nicht "zig" KH für verschiedene Zwecke haben, sondern hätten gerne einen guten KH für "alles". Ich selbst könnte mir auch noch vorstellen, dass man zwei verschieden Typen von KH hat, die dann ihre besonderen Stärken dann bei verschiedenen Musikarten zeigen. Für mich sollten dann aber trotzdem beide KH generell Unversalisten sein, auch wenn sie in einem Bereich besonders glänzen.

Ich finde den MS1 nach wie vor ziemlich gut, aber kann mir vorstellen, dass ein anderer KH für mich doch nochmal eine wesentliche Steigerung an Klang/Spaß/Freude beim Musikhören bringt. Der K1000 wäre sicher eine tolle Ergänzung zu einem Grado, aber ist zum einen recht teuer und letzlich ja gar nicht mehr neu erhältlich.

Der K701 konnte mich nur teilweise überzeugen. Wäre er nicht ganz so teuer (250 Euro), würde ich ihn sicher behalten. So bin ich mir noch nicht sicher, ob er mir den dreifachen Preis des MS1 wert ist, da er zwar etliche sehr positive Eigenschaften hat, aber für mein Empfinden unterm Strich im Abstand gar nicht so groß zum MS1 ist. Bei einigen Stücken (eher rockig, nicht ganz ausgefeilte Aufnahmen) gefällt mir der MS1 stellenweise fast besser.

Hätte ich die Möglichkeit den K701 noch an anderen KHV zu hören, könnte ich mir auch gut vorstellen, dass ich dabei _die_ Kombination für mich entdecke. Der Cantate ist für meinen Geschmack aber schon recht teuer. Thomas meint, dass der Arietta fast gleich gut klingt. Evtl. wäre das eine Kombination? Speziell falls der Arietta 'n Tick 'neutraler' (ohne gleich wirklich kühl zu sein) klingen würde.

Schade beim Cantate finde ich aber, dass er keinen optischen/koax. Eingang für den CDP hat und/oder man kein Signal durchschleifen kann. Komisch/doof war auch, dass der Cantate keine echte Nullstellung hat und man immer ein Signal auf dem KH hat. Beim sehr effektiven MS1 war mir das für "ganz leise" schon zu laut!

Da der MS1 sehr viel Musikalität zeigt, aber die höhere Auflösung des K701 auch nicht zu verachten ist, komme ich natürlich ins Grübeln, wie die größeren Grados spielen!? Der MS2 ist mir wahrscheinlich zu schwer und wohl klanglich auch ein wenig "eigen". Der MS Pro oder RS2/RS1 könnte sehr interessant sein, aber ist dann doch auch schon ziemlich teuer. Ich vermute, dass der MS Pro am ehesten mein KH sein könnte, aber blind werde ich sicher nicht soviel bezahlen und dann "mal so" ziemlich viel Geld nach Amerika überweisen.

Gerne hätte ich auch noch den HD600 gehört. Der HD650 ist mir vermutlich nach den Beschreibungen zu dunkel? Den HD600 habe ich schon gehört, aber nur mit (überwiegend) fremder Musik und nur an einer unbekannten CDP-Klinke. Vielleicht wäre der in geeigneter Kombi für mein Ohr auch besonders "musikalisch"? Allerdings ist der vom Tragekomfort -- zumindest neu -- ziemlich unerträglich und drückt einem den Schädel zusammen.

Unterm Strich können wohl EMU 0404 USB und auch der MS1 beide als Produkte mit besonders gutem Preis/Leistungsverhältnis angesehen werden und ich bin mit der jetztigen Lösung schon ziemlich zufrieden und freue mich daran.

Den K701 schicke ich wahrscheinlich (hatte ich testweise für 2 Wochen vom Versandhandel) zurück, da er mir ohne stimmigen KHV noch nicht ganz die ideale Lösung scheint; bin aber noch ein wenig am Wanken, da er mir, wie auch der selige K500, doch auf der anderen Seite sehr gut gefällt.

Mittel- und längerfristig möchte ich gerne mal die beiden Sennis, verschieden KHV und die großen Grados in Ruhe hören. Sieht so aus, als müsste ich nächstes Jahr zum großen Meet kommen :-)

So, dann überlasse ich mal Thomas und Burkhard das Kommentar-Feld und freue mich auch über eure zahlreichen Kommentare und möglicherweise Vorschläge :-)

Peter


[Beitrag von rpnfan am 09. Dez 2007, 19:58 bearbeitet]
Thomas31246
Stammgast
#2 erstellt: 09. Dez 2007, 12:47
Hi Peter, erstmal vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht, der Dir sehr gut gelungen ist. Ich werde heute abend nach dem Weihnachtsmarktbesuch meine persönlichen Eindrücke auch schildern. Ich fand es schon erstaunlich, daß wir drei trotz recht unterschiedlichen Musikgeschmacks in vielen Punkten doch den gleichen Eindruck gewonnen hatten. Bis nachher, Thomas
m00hk00h
Inventar
#3 erstellt: 09. Dez 2007, 13:44
Wer hat meine Antwort gelöscht?!

Hatte heute Nacht schon mal geantwortet (als erster), aber das ist jetz weg. Warum auch immer.

Was ich schrieb, war in etwa:
Danke für den geilen Bericht, ich stimme in vielen Punkten absolut überein. Dazukommt, dass es keinen Punkt gibt, denich nicht wenigstens nachvollziehen kann. Komplett anderer Meinung bin ich im Grunde nirgends.

m00h
rpnfan
Inventar
#4 erstellt: 09. Dez 2007, 20:02
Hi Ben,


m00hk00h schrieb:
Wer hat meine Antwort gelöscht?!

Hatte heute Nacht schon mal geantwortet (als erster), aber das ist jetz weg. Warum auch immer.
m00h


Oh, sehr schade dass das Posting weg ist. Hab' mich schon ein wenig gewundert, ob keiner irgendeine Anmerkung hat, was er ähnlich oder ganz anders sieht oder besser gesagt hört -- oder auch Ideen für KH (bzw. KH/KHV-Kombis), die man unbedingt beim nächsten Mal hören sollte.

Gruß
Peter
stage_bottle
Inventar
#5 erstellt: 09. Dez 2007, 20:27
Sehr schöner Bericht, Peter! Wäre gerne dabei gewesen!!! Naja dann halt beim nächsten Mal!!!

Ich weiss schon warum ich meinen Ultrasone HFI 650 verkauft habe
Thomas31246
Stammgast
#6 erstellt: 09. Dez 2007, 20:46
Hallo zusammen. Ich war ja nun gestern auch beim Mini-Meet dabei und möchte noch kurz einige von meinen Eindrücken schildern.

Erstmal ein herzliches Dankeschön an Peter, daß er das Meeting als Gastgeber ermöglicht hat und sich so viel Mühe gegeben hat. Ich habe mich sehr wohl gefühlt.

Wir waren uns alle drei einig, daß der Ultrasone PROline 650 der große Verlierer war. Ich habe den Kopfhörer ca. 5 oder 6 Wochen und konnte vom ersten Moment nichts damit anfangen. Die hochgelobte Räumlichkeit beherrscht der DT 770 als ebenfalls geschlossener Kopfhörer viel besser, die Bässe sind selbst mir zu prominent und viele Details verschluckt er einfach. Ich habe den Kopfhörer ca. 30 Stunden genutzt und kann mich damit nicht anfreunden.

Es hat mich dann auch nicht überrascht, daß Peter und Burkhard das genauso empfunden haben.

Ich war auch beeindruckt einen Kopfhörer wie den AKG 1000 einmal zu hören, die Möglichkeit bietet sich ja nicht allzu oft. Mir hat die Abstimmung sehr gut gefallen, ich hätte stundenlang damit Musik hören können, wenn er ein wenig bequemer zu tragen wäre.

Positiv überrascht hat mich der AKG 701. Nicht das ich vorher noch nicht wußte, daß das ein guter Kopfhörer ist. Ich war überrascht, daß er Stimmen sehr voll herüberbringen kann. Das hat mir beim DT 880 ein wenig gefehlt. Die Räumlichkeit fand ich auch klasse. Da ich überwiegend geschlossene Kopfhörer nutze(n) muß, da ich seit der Geburt unseres Kindes kein Musikzimmer mehr habe und ich mir auch nur max. einen offenen zulegen würde wäre der weiße Riese ein echter Kandidat. Ich hätte mir den noch dünner vorgestellt. Ich finde er paßt auch durchaus zum Cantate. Er klingt dann doch ein bißchen wärmer, was mir zumindest gut gefallen hat.

Peter hat ja alles sehr ausführlich und sehr gut beschrieben. Ich sehe das eigentlich weitestgehend genauso.

Es war ein richtig netter und kurzweiliger Nachmittag mit vielen neuen Eindrücken...

Viele Grüße, Thomas
Nickchen66
Inventar
#7 erstellt: 09. Dez 2007, 22:05
Ja, ist schon 'ne tolle Sache, solche Minimeets. Wer weiß, möglicherweise hätte ich es ohne solche Meets schon lange drangegeben und würde dann auf meinem gegenwärtigen Gear sitzenbleiben, bis der Tod durch Darmträgheit eintritt.

Euer Thread hat indes ein "Problem": Jeder, der das durchliest, nickt, freut sich und alles ist Harmonie (so wie in der Schweiz). Also auch meine Zustimmung (fast) auf der ganzen Linie.

Der K1000 wär' ja für mich persönlich nichts, ich würde einen W5K oder CD3K jederzeit vorziehen. Sicher einmalig und technisch ungewöhnlich, aber einfach "not my cup of tea". Anerkenneswert wie (sagen wir mal) ein gut gemachter Tatort-Krimi, aber für mich halt falsches "Genre". Entweder ich höre über KH oder über Boxen/Nahfeldmonitore, aber nicht so'n Kuddelmuddel wie der K1000. Hinzu kommt natürlich noch, daß er nur bei "gepflegter Altherrenmusik" so richtig glänzt und außerhalb dieses Gebiets IMO nur Dienst nach Vorschrift schiebt.
Matzio
Inventar
#8 erstellt: 09. Dez 2007, 22:55
Stimmt, sobald die Treiber nur leicht weggeklappt werden, geht der Bass ganz flöten. Zumindest für "moderne" Musik ein schlechter Kompromiss, das muss man abwägen. Mit einem BAP-1000 trotzdem ein Traum, den (außer viell. aktuell die Headzone für 2200 Euro) kein anderer KH erfüllt. Für diejenigen, die gar keine LS haben, sich aber unter normalen KH auf Dauer unwohl fühlen, wäre er, auch wegen der "luftigen" Tragweise (die Schienen mit den kleinen Lederpads lassen sich rausziehen, nur zur Info ;)) eine Alternative.

Matzio
Peer
Inventar
#9 erstellt: 09. Dez 2007, 23:16
Na wenn ihr schon so nach Kritik lechzt...

Ich empfinde eure Aussage zum DT880 als von meiner Erfahrung abweichend. Ich höre ihn viel näher zum K701, als es aus diesem Bericht hervorgeht. Um genau zu sein, würde ich nicht schwören, ihn in einem Blindtest vom beyerdynamic unterscheiden zu können.

Den iGrado sehe ich schlechter. Er konnte mich kaum überzeugen weil er den Sound des SR60 mit viel Bass reproduziert. Für unterwegs eventuell ein nettes Gimmick, mehr aber auch nicht.

Als eine Katastrophe schätze ich den K26P von AKG ein. Ein paar mal angehört, verleihe ich ihm das Prädikat: Schlechtester AKG Dumpfer Bass, keine Bühne, keine Details.
m00hk00h
Inventar
#10 erstellt: 09. Dez 2007, 23:22

Peer schrieb:
Na wenn ihr schon so nach Kritik lechzt...

Ich empfinde eure Aussage zum DT880 als von meiner Erfahrung abweichend. Ich höre ihn viel näher zum K701, als es aus diesem Bericht hervorgeht. Um genau zu sein, würde ich nicht schwören, ihn in einem Blindtest vom beyerdynamic unterscheiden zu können.

Den iGrado sehe ich schlechter. Er konnte mich kaum überzeugen weil er den Sound des SR60 mit viel Bass reproduziert. Für unterwegs eventuell ein nettes Gimmick, mehr aber auch nicht.

Als eine Katastrophe schätze ich den K26P von AKG ein. Ein paar mal angehört, verleihe ich ihm das Prädikat: Schlechtester AKG Dumpfer Bass, keine Bühne, keine Details.


Das wären allerdings auch meine Kritikpunkjte, wobei man den iGrado durchaus hören kann und der K26 von einem Studienkollegen nicht so schlecht war, wie ich ihn in Erinnerung hatte...

Bleibt noch das mit dem DT880...nun gut, der K701 ist 120 Stunden eingespielt gewesen. Vielleicht sieht es später anders aus.

m00h
lorenz4510
Inventar
#11 erstellt: 09. Dez 2007, 23:52

stage_bottle schrieb:
Sehr schöner Bericht, Peter! Wäre gerne dabei gewesen!!! Naja dann halt beim nächsten Mal!!!

Ich weiss schon warum ich meinen Ultrasone HFI 650 verkauft habe :D



und ich mir nen 780er gekauft hab.
cosmopragma
Inventar
#12 erstellt: 10. Dez 2007, 03:50

rpnfan schrieb:
Sieht so aus, als müsste ich nächstes Jahr zum großen Meet kommen :-)
Zum Gewinnen von Erfahrung sind mini meets weit besser geeignet als die grossen Meets.
Ein grosses Meet ist dazu geeignet, Leute kennenzulernen und man sieht auch eine unglaubliche Menge Gerätschaften, aber die Menge überstiege die Aufnahmefähigkeit selbst unter idealen Bedingungen.Das macht aber nichts denn bei dem Hintergundlärm lernt man sowieso fast nichts.

Der K1000 ist für mich selbst übrigens der mit Abstand bequemste aller KH.Am Anfang hatte ich auch sogar schlimme Probleme mit den Schläfenpads, aber nach Gewöhnung stören sie mich gar nicht mehr.Der KH ist leicht und luftig.

Die einfacheren Ultrasonemodelle fand ich auch grauenhaft, sogar noch schlimmer als hier geschildert aufgrund der merkwürdig metallischen Höhen.Den 650er habe ich aber noch gar nicht gehört, vielleicht ist der da erträglicher.Im Gegenzug funktioniert die spezielle Räumlichkeit der Teile bei mir aber sehr gut.
Der Edition 9 hingegen ist schon ein interessanter KH, der aber auch wie hier für das preisgünstigere Modell bemängelt für meinen Geschmack zu viel Bass bringt.Die müssen einen Basshead in der Entwicklungsabteilung haben.
e.lurch
Inventar
#13 erstellt: 10. Dez 2007, 07:51
Hallo Peter,

super Bericht , habe ich mit viel Interesse gelesen.
Einige Anmerkungen von mir hinsichtlich idealer KH. Ich gebe Dir sicherlich recht, dass es nicht den idealen KH für alle Musikrichtungen gibt. Und ich kann verstehen, dass man mehrere KH´s besitzt oder besitzen sollte, um auf verschiedene Musikrichtungen reagieren zu können.
So weit die Theorie.
Für mich gilt allerdings folgendes. Ein KH muss tragbar sein. Ich selbst habe den Sennheiser HD650 und den AKG K701 wieder verkauft, weil ich diese KH`s nicht tragen konnte ( HD650 flog spätestens nach 20-30min vom Kopf. Aber auch der K701 schaffte es nicht viel länger).
Ich muss cosmo beipflichten, der sagt, dass der K1000 für ihn mit Abstand der bequemste KH ist. Mit dem K1000 kann ich stundenlang hören. Er ist von daher schon der ideale KH.
Vom Tragekomfort der 2beste KH ist übrigens der Koss 75, den bekommt man für ganze 20 Euro.
Klanglich gesehen, birgt übrigens der K1000 soviel Potential, da können HD650 oder K701 m.E nicht mithalten. OK, ich bin bekennender K1000 Fan.

@Burkhardt: Wenn Du mal die Gelegenheit haben solltest den „Prozessor“ AKG Audiosphere BAP1000 mit Deinem K1000 zu hören, dann nutze die Gelegenheit. Diese Erfahrung wird vielleicht Euros kosten, aber klanglich wird der K1000 damit nochmals aufgewertet.
Gruß,Helmut
rille2
Inventar
#14 erstellt: 10. Dez 2007, 08:37

e.lurch schrieb:
Für mich gilt allerdings folgendes. Ein KH muss tragbar sein. Ich selbst habe den Sennheiser HD650 und den AKG K701 wieder verkauft, weil ich diese KH`s nicht tragen konnte ( HD650 flog spätestens nach 20-30min vom Kopf. Aber auch der K701 schaffte es nicht viel länger).


Beim K701 ging es mir ähnlich, der Verstellbereich war zu klein und das Kopfband hat gedrückt. Der HD650 ist für mich aber sehr bequem, wenn der anfängliche Anpressdruck etwas nachgelassen hat. ich habe mir einen gebrauchten gekauft, der sitzt wirklich superbequem auf dem Kopf.


Mal noch eine andere Frage: Welche Version des DT880 hattet ihr? Die aktuelle Pro-Version wie hier?

Thomas31246
Stammgast
#15 erstellt: 10. Dez 2007, 09:04
Hallo Rille, genau den hatten wir, die pro-Version.
rille2
Inventar
#16 erstellt: 10. Dez 2007, 09:16

Thomas31246 schrieb:
Hallo Rille, genau den hatten wir, die pro-Version.


Wundert mich nur, dass ihr alle drei nicht so angetan von ihm wart Klanglich sollen die normale und die Pro-Version ja gleich sein, oder doch nicht?

Der normale hat übrigens einen angenehmen Anpressdruck und ist sehr bequem zu tragen.
m00hk00h
Inventar
#17 erstellt: 10. Dez 2007, 11:28

rille2 schrieb:

Thomas31246 schrieb:
Hallo Rille, genau den hatten wir, die pro-Version.


Wundert mich nur, dass ihr alle drei nicht so angetan von ihm wart Klanglich sollen die normale und die Pro-Version ja gleich sein, oder doch nicht?


Doch, doch.

m00h
rpnfan
Inventar
#18 erstellt: 12. Dez 2007, 22:52

Matzio schrieb:
[K1000](die Schienen mit den kleinen Lederpads lassen sich rausziehen, nur zur Info ;))
Matzio


Die waren meine ich ausgezogen, oder doch nur auf einer Seite? Das würde dann den ziemlich unbequemen Sitz erklären. Jetzt nicht zu viele Argumente für den K1000 bringen, sonst werd' ich schwach und begeb' mich auf die Suche nach einem ;-)


Peer schrieb:
Na wenn ihr schon so nach Kritik lechzt...

Ich empfinde eure Aussage zum DT880 als von meiner Erfahrung abweichend. Ich höre ihn viel näher zum K701, als es aus diesem Bericht hervorgeht. Um genau zu sein, würde ich nicht schwören, ihn in einem Blindtest vom beyerdynamic unterscheiden zu können.

Den iGrado sehe ich schlechter. Er konnte mich kaum überzeugen weil er den Sound des SR60 mit viel Bass reproduziert. Für unterwegs eventuell ein nettes Gimmick, mehr aber auch nicht.

Als eine Katastrophe schätze ich den K26P von AKG ein. Ein paar mal angehört, verleihe ich ihm das Prädikat: Schlechtester AKG Dumpfer Bass, keine Bühne, keine Details.


Na ja, vielleicht kam das falsch rüber. Wir fanden den DT880 nicht schlecht, aber uns gefiel der K701 doch deutlich besser. Auseinanderhalten (vom Tragekomfort abgesehen) würde ich die KH aber sicher schnell. Ich persönlich finde den Unterschied schon sehr deutlich.

Den iGrado und K26P haben wir auch nicht als "echte" KH mitprobiert, sondern nur mal kurz angetestet. Ich finde auch, dass das eine _ganz_ andere Klasse ist. Aber für unterwegs und zu dem Preis finde ich beide für ihren Einsatzzweck o.k. Kann mir vorstellen, dass der iGrado nach Einspielen und mit gelochten Pads auch noch 'n Tick luftiger wird.


e.lurch schrieb:
Ein KH muss tragbar sein. Ich selbst habe den Sennheiser HD650 und den AKG K701 wieder verkauft, weil ich diese KH`s nicht tragen konnte ( HD650 flog spätestens nach 20-30min vom Kopf. Aber auch der K701 schaffte es nicht viel länger).
Ich muss cosmo beipflichten, der sagt, dass der K1000 für ihn mit Abstand der bequemste KH ist. Mit dem K1000 kann ich stundenlang hören. Er ist von daher schon der ideale KH.
Klanglich gesehen, birgt übrigens der K1000 soviel Potential, da können HD650 oder K701 m.E nicht mithalten. OK, ich bin bekennender K1000 Fan.


Ich hab' die Sennis auch wegen dem Trage"komfort" nicht näher für mich betrachtet, da ich auch der Meinung bin, dass der beste Klang nichts nutzt, wenn man nach einer Weile Kopfschmerzen und heiße Ohren bekommt. Komischerweise finden einige HD650-Fans, dass die Senns die bequemesten KH sind!? Vielleicht nach Zurechtbiegen des Bügels (geht das überhaupt, der ist doch Plaste, oder?) oder nach längerer Gewöhnung?

Ich persönlich finde den K701 übrigens eher bequemer als den DT880. Allerdings müsste man das Kopfband gegen ein glattes tauschen! Hat das jemand schonmal gemacht oder machen lassen? Hab' vor einiger Zeit gehört, dass AKG auf Anfrage das Band ersetzt. Auf meine Anfrage nach Preis und welches Kopfband sie dann verbauen würden warte ich aber seit 'ner Woche auf Antwort.... Wegen eines Ersatzteils für einen anderen KH hab' ich übrigens davor auch 'ewig' auf Antwort gewartet und erst nach erneutem nachhaken eine Antwort bekommen. Hat man bei AKG wohl nicht nötig auf Kundenanfragen zu reagieren? So einen schwerfälligen Service würden wir bei uns in der Firma nicht leisten!

Ich denke auch, dass der K1000 über dem K701 spielt, aber müsste noch mehr Zeit in Ruhe haben, um da sicher zu sein und die Unterschiede besser beschreiben zu können.


Ich muss jetzt doch mal schauen, ob ich den HD650 mal hören kann. Vielleicht hat Christian (stage_bottle) dochmal Zeit und nochmal Lust auf ein Treffen?

Da ich wohl doch bei einem High-End-KH auch einen KHV "brauchen" werde, um den wirklich voll genießen zu können bin ich jetzt auch da ein wenig am Schauen. Klanglich überlege ich auch, ob ein Arietta viel anders als der Cantate klingt oder die Unterschiede eher marginal sind? Jan meinte ich müsse mal den Opera hören, aber das sollte ich wegen der Haushaltskasse wohl besser nicht machen ;-) Als relativ günstiger KHV käme evtl. auch der KHV-3A in Frage. Ohne das dicke aufwändige Netzteil, vermute ich, dass der KHV schon im Bereich von 200 oder 250 Euro zu haben sein könnte? Hat den schonmal jemand gehört oder sich die bestückte Platine gegönnt und fertig aufgebaut?

@Christian et al.
Ich hab' im Forum gelesen, dass Du auch den K701 mal im Blick hattest. Warum hast Du dich damals für den HD650 entschieden _und_ dann auch noch den DT880 verkauft? Braucht man doch (fast) nur einen KH? _Das_ wäre ja etwas. Wobei ich den Cantate als KHV schon etwas teuer finde. Dann ist man mit der Kombi bei ca. 700 Euro! Ist doch ein ordentlicher Batzen Geld. Bis 250 für den KH und nochmal 250 oder maximal 300 Euro für den KHV könnte ich noch mit mir selbst ausmachen. Das ist auch schon sehr viel Geld, aber darüber wird es mir dann eigentlich schon zuviel. Da müsste der Klang mich dermaßen überzeugen, dass ich von einer "Lebensanschaffung" ausgehe und da bin ich mittlererweile vorsichtiger oder soll man sagen realistischer, nachdem meine analoge SLR-Ausrüstung nix mehr wert ist und man kaum noch Diafilme bekommt und auch meine Soundkarte, die für immer (Creamware TripleDat, falls die jemand kennt) halten sollte, nun schon lange nicht mehr in einem aktuellen Rechner zu betreiben ist, obwohl die Leistung selbst heute noch gar nicht so schlecht wäre! Du kannst ja dich ja mal per PM melden, ob/wann du evtl. noch an einem Meet interessiert bist. Evtl. geht's ja auch mal ebenso kurzfristig, wie es bisher kurzfristig nicht geklappt hatte ;-)

Viele Grüße
Peter


[Beitrag von rpnfan am 12. Dez 2007, 23:08 bearbeitet]
rille2
Inventar
#19 erstellt: 13. Dez 2007, 10:06

rpnfan schrieb:
Komischerweise finden einige HD650-Fans, dass die Senns die bequemesten KH sind!? Vielleicht nach Zurechtbiegen des Bügels (geht das überhaupt, der ist doch Plaste, oder?) oder nach längerer Gewöhnung?


Er ist auch sehr bequem, wenn der anfängliche hohe Anpressdruck nachgelassen hat Der Teil des Bügels, den man herausziehen kann, ist aus Metall.
stage_bottle
Inventar
#20 erstellt: 13. Dez 2007, 21:23
Hallo Peter,

ich antworte hier mal, da meine Beweggründe vielleicht auch für andere interessant sind

Den AKG hatte ich am Anfang im Auge, da er ja von der Auflösung etwas besser ist. Mich hat dann aber eine etwas "seelenlose" Musiksezierung (IMHO) vom Kauf abgehalten. Ich hatte mir den Cantate gekauft, und kurz darauf hat Jan Meier seinen Kopfhörerausverkauf gestartet.

Ich fand den Senni zu dem Zeitpunkt gerade interessant und habe zugeschlagen Beim direkten Hörvergleich hatte der Sennheiser für mich das natürlichere Klangbild ohne wie ich vermutet hatte, dass Details verschluckt werden (er betont sie nur nicht so wie der Beyer).

Zur Zeit bin ich auch am Überlegen ob ich nicht auch noch den Grado abstossen sollte, da zur Zeit eigentlich nur der Sennheiser gehört wird. Naja, irgendwie ist das langweilig... Wahrscheinlich muss ich mir nen anderen Fullsize-KH noch zulegen oder ich arbeite mich mal die Inear-Schiene nach oben Drecks Upgrade-Sucht

@Peter: Dieses Jahr wirds eng. Es sei denn du möchtest unter der Woche mal ins schöne Hannover kommen Wie siehts Anfang nächsten Jahres bei dir aus?
rpnfan
Inventar
#21 erstellt: 13. Dez 2007, 23:04
Hi Christian und Mitleser :-)

stage_bottle schrieb:

Den AKG hatte ich am Anfang im Auge, da er ja von der Auflösung etwas besser ist. Mich hat dann aber eine etwas "seelenlose" Musiksezierung (IMHO) vom Kauf abgehalten. Beim direkten Hörvergleich hatte der Sennheiser für mich das natürlichere Klangbild ohne wie ich vermutet hatte, dass Details verschluckt werden (er betont sie nur nicht so wie der Beyer).

hab' eben den AKG für den Rückversand fertig gemacht. Ist schon ein sehr guter KH, aber kann mich unterm Strich, zumindest ohne einen KHV der Cantate-Klasse, noch nicht vollends überzeugen. Der Klang ist sehr neutral, aber fast schon zu analytisch. Der Spaß an der Musik kommt bei zu vielen Stücken nicht so richtig auf, bei den exzellenten Aufnahmen schon! Der MS1 deckt aber die Details im Vergleich deutlich stärker zu. Werde also sicher noch einen besseren KH als den MS1 suchen, aber so ist es der AKG nicht für mich. Mich ärgert auch das Knubbel-Polster und das Nichtreagieren von AKG auf Anfragen. Nicht zuletzt sollte bei einem solchen KH, bei dem das Einspielen so große Unterschiede bewirkt wenigstens ein Hinweis im Handbuch stehen... Finde es unprofessionell, wenn solche wichtigen Details gar nicht erwähnt werden.

Werde mal die Tage schauen, ob ich nochmal den HD600 in Ruhe hören kann. Die Pros und Contras HD600/HD650 sind ja nochmal ein Thema für sich. Wenn mich die Sennis auch nicht wirklich ganz überzeugen können (auch gerade vom Tragekomfort), so bleib' ich einfach beim MS1 allein. Der MS1 ist nicht perfekt, aber schon sehr ordentlich und hat mich 'nur' 80 Euro gekostet... Ich bin bereit einen nennenswerten Betrag (max. gut 500 Euro für KH zusammen mit KHV) auszugeben, aber da muss auch der Klang schon recht nahe an meinen Idealvorstellungen liegen. Den K701 hätte ich ohne KHV behalten, wenn er 100 bis 150 Euro kosten würde. Tja, die Amazon-Aktion hab' ich verpasst ;-)

Ich muss gestehen, wenn Du nur das Problem hast, dass der HD650 am Cantate alles super abdeckt und du eigentlich keinen anderen KH mehr brauchst, so wäre das für mich schon sehr nah am "Idealkopfhörer" ;-) Schade, dass der Cantate relativ teuer ist. Gebraucht wird's den (noch) ziemlich schwer geben.

Viele Grüße
Peter
Musikaddicted
Inventar
#22 erstellt: 14. Dez 2007, 15:24

rpnfan schrieb:
Ist schon ein sehr guter KH, aber kann mich unterm Strich, zumindest ohne einen KHV der Cantate-Klasse, noch nicht vollends überzeugen.

Kann ich nur unterschreiben. Erst mit einem recht hochwertigen KHV hab ich den 701 schätzen gelernt. Ich bin allerdings über die Amazon-Aktion dran gekommen
Thomas31246
Stammgast
#23 erstellt: 15. Dez 2007, 00:36
Hallo, heute ist mein DT 770 600 Ohm aus der Manufaktur von Beyerdynamic angekommen. Ich denke mal, daß ich in Kürze meine erstes Review meines neuen VS. ATH AT 900 ltd. vs. BD 32 Ohm vs. 600 Ohm schreiben werde.

Ich möchte dann auch meine Eindrücke gegenüber gegenüber zwei von den drei offenen schildern. Ich denken mal Mitte nächster Woche bin ich soweit.

Der ATH 900 ltd. ist erst auf dem Weg zu mir, er soll dann der KH für die schmutzigen Sachen wie AC/DC oder Status Quo werden, der DT 770 aus der Manufaktur klingt erstmal ausgewgogener als viele denken und soll für die "feingeistigen Sachen" ala Jean Michel Jarre und Mike Oldfiled herhalten.

Ich habe ein wenig den Eindruck, daß der DT 770 Edition 2005 oft unterschätzt wird. Es würde mich einfach nur freuen wenn ich den ein oder anderen Mitleser zum Probe hören ermutigen kann. DT 770 und HIFI schlißen sich nicht gebenseitig aus.

Gute geschlossene sind dünn gesät...
Thomas31246
Stammgast
#24 erstellt: 15. Dez 2007, 00:40
In der zweiten Zeile wollte ich natürlich schreiben, zwei dr 3 großen offen..., sorry, ein paar Sekunden zu spät bemerkt...
McMusic
Inventar
#25 erstellt: 15. Dez 2007, 09:18

Thomas31246 schrieb:
der DT 770 aus der Manufaktur klingt erstmal ausgewgogener als viele denken und soll für die "feingeistigen Sachen" ala Jean Michel Jarre und Mike Oldfiled herhalten.

Ich habe ein wenig den Eindruck, daß der DT 770 Edition 2005 oft unterschätzt wird. Es würde mich einfach nur freuen wenn ich den ein oder anderen Mitleser zum Probe hören ermutigen kann. DT 770 und HIFI schlißen sich nicht gebenseitig aus.


Ich hatte ihn (DT770 32 Ohm) und er ist wirklich so schlimm, wie hier immer geschrieben wird.
Das wird einem zumeist sehr deutlich, wenn man gute KH zum Vergleich hat, was bei Dir ja nicht der Fall ist.

Sorry, soll kein Angriff sein, nur eine Darstellung aus meiner Sicht.


[Beitrag von McMusic am 15. Dez 2007, 09:19 bearbeitet]
Nickchen66
Inventar
#26 erstellt: 15. Dez 2007, 10:26
Ich hatte den alten 770er mit 250 Ohm. Sehr räumlich und einigermaßen detailliert, insgesamt ziemlich beeindruckend. Nachdem mir aber mal Besseres vorgeführt wurde, fühlte ich mich (zu Recht) damit wie in einem tiefergelegten Kleinwagen mit Hosenträgergurten.

Ist 'ne Menge, was er einem vorenthält, in erster Linie Mitten und Kickbass, und der berühmte DT770 Tief(st)ton ist so dermaßen laaaahm....
lorenz4510
Inventar
#27 erstellt: 16. Dez 2007, 20:02

Nickchen66 schrieb:
Ich hatte den alten 770er mit 250 Ohm. Sehr räumlich und einigermaßen detailliert, insgesamt ziemlich beeindruckend. Nachdem mir aber mal Besseres vorgeführt wurde, fühlte ich mich (zu Recht) damit wie in einem tiefergelegten Kleinwagen mit Hosenträgergurten.

Ist 'ne Menge, was er einem vorenthält, in erster Linie Mitten und Kickbass, und der berühmte DT770 Tief(st)ton ist so dermaßen laaaahm....


darum gibts ja ultrasone. :D(das ist übrigends der den keiner mag ausser meiner wenigkeit.)


[Beitrag von lorenz4510 am 16. Dez 2007, 20:03 bearbeitet]
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