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Totalschaden oder Herausforderung ?!

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ukw
Inventar
#1 erstellt: 02. Mai 2006, 02:06
Schon wieder einer dieser unnützen Subwoofer Threads... - kommt darauf an wie man's sieht.

Folgende Situation:

Gegeben: 18" Chassis vom "roten Riesen" mit folgenden TSP's (Herstellerangaben ;)):
RDC 6,2 Ohm // RFS 109 Ohm
QTS 0,41
QES 0,46
QMS 4,15
CMS 0,07
SD 1255 cm²
MMS 167,4 g
VAS 155 Liter
Fs = 45 Hz
RMS 12,1
X-Max linear +/- 8 mm
Sensitivity 99,5 dB 2,83 V @ 1m
und natürlich 1000 WATT !!!

Gesucht: Maximallösung an Schalldruck und Soundqualität für diese Chassis (Partymucke aus der Konserve).
Subwoofer für den Hobby DJ mit sehr knappen Budget. Gehäuse / Konstruktionsprinzip ist egal.

Eure Vorschläge dazu?

Um eines gleich vorweg zu nehmen: Die TSP's scheinen gewürfelt.
Ich habe folgendes gemesen und errechnet:

Hier ein paar Bilder zum Chassis:



Die Chassis sind optisch sehr sauber und ordentlich verarbeitet. Denke ich da z.B. an die fetten Schmelzkleber-Warzen der Obertonchassis und deren verschmierten Sicken...
AAAAber: Die Membran ist sehr schlabberig (absolut kein Vergleich zu amtlichen PA Chassis) und die gemmessene Polplattendicke beträgt exakt 7,5 mm
(+ schwarze Farbe vielleicht 8 mm Kennt jemand ferromegnetische Farbe ;))




Die Sensitivity liegt wahrscheinlich bei 96 dB (habe ich noch nicht exakt gemessen) aber keinesfalls lauter als "amtliche" Chassis, die mit 98 dB angegeben sind...

Ich erkläre mich bereit, die guten Vorschläge zu bauen und zu vermessen. Sieger wird max SPL bei "vertretbarem" Sound.
In punkto Soundqualität müßt Ihr meinem Urteil vertrauen oder selbst vorbeikommen und vergleichend hören.
Es ist eine Aufgabenstellung ohne wirklich großen Nutzen, ich sehe die "sportliche" Seite der Aufgabe. Da ich zwei Chassis am Start habe, kann ein direkter Hörvergleich stattfinden (A/B Umschaltung)
Amping ist kein Thema, 1,3 kW/8 Ohm pro Chassis stelle ich zur Verfügung - um beim "Hobby DJ" zu bleiben, werde ich das Amping auf 500 Watt RMS begrenzen (lasse Euch aber 3 dB Crestfaktor)- was
damit nicht rausgeholt wird, reißt stärkeres Amping eh nicht mehr raus... (und die Chassis überleben diesen Wettbewerb)

Also nochmal, gefordert ist:
- Max Output
- Kleines Packmaß
- knackiger Bass (Gehäuseprinzip ist egal) bis etwa 200 Hz - darüber sollen kleine 10/1 Tops spielen, eventuell auch 12/1.
Kleine Veranstaltungen (50-200 Leute) in geschlossenen Räumen, Chart & Partymucke aus der Konserve,
alles was im Hobby DJ Sektor anfällt oder Kellerdisco im Jugendraum des Gemeindezentrums.
Maximal 4 Kisten spielen im Stack.

Ich würde mich über rege Beteiligung freuen, es muss aber kein "Wettbewerb" sein - wenn ihr keine Lust dazu habt, ist's zwar a bisserl schad, jedenfalls soll es Spaß machen hier zu knobeln.
Ich habe auch eine Idee am Start, die ich aber nur in dem Fall verrate, daß dieser Thread hier nächste Woche immer noch verstaubt in den unendlichen Tiefen des Servers liegt.
ukw
Inventar
#2 erstellt: 03. Mai 2006, 01:28
Ich hab's geahnt Es geht mal nicht darum einen Hollywood Impact Besitzer in die Pfanne zu hauen und keiner ist da.
Ihr seid verdächtig ruhig. So habe ich mir das nicht vorgestellt - es muss schon etwas Butter bei die Fische.

*grübel*
ukw
Inventar
#3 erstellt: 03. Mai 2006, 23:11
Dieser Thread wurde bisher 22 mal aufgerufen
schubidubap
Moderator
#4 erstellt: 04. Mai 2006, 09:26
und hier ist er *tadaaaaa* der Schubidubap

ich würde dir gerne helfen aber das problem ist das die TSP... nunja... per ... gemessen wurden

hast du die möglcihkeit das ncohmal zu machen?

greetz Malte
schubidubap
Moderator
#5 erstellt: 04. Mai 2006, 09:27
oooooooooooops du warst schneller

ich hätte doch alles durchlesen sollen

also ab damit in WINISD und simulieren
ukw
Inventar
#6 erstellt: 04. Mai 2006, 10:33
Thumbs up für Schubidubap
schubidubap
Moderator
#7 erstellt: 04. Mai 2006, 11:39
danke danke

ich musste nur grade feststellen das muddern mich nicht als Admin angemeldet hat und ich deswegen kein winisd installieren kann...

egal da muddern Lehrerin ist kann kann ich ja heute nachmittag simulieren

greetz Malte
'Bass'
Inventar
#8 erstellt: 06. Mai 2006, 18:33
Also laut Hersteller TSP würd ich einen 6th order Bp bauen: http://zeinerling.dyndns.org/kevin/PA.jpg

Bei dem von mir errechneten Wirkungsgrad von 96,7db hat man gute 101db @1W.
Allerdings sollten die Tops dann schon bei 120-150Hz einsetzen.
ukw
Inventar
#9 erstellt: 07. Mai 2006, 17:37
Malte?
schubidubap
Moderator
#10 erstellt: 07. Mai 2006, 17:41
hier ist einer
sry bin noch nicht zum simulieren gekommen. fahre aber in 20 minuten nach NL los und da hab ich endlich alle zeit der welt (und meinen eigenen rechner )
schubidubap
Moderator
#11 erstellt: 07. Mai 2006, 21:37
ich habe das ding grade mal in die Simu gehauen. wenn die TSP stimmen ist das ding für BR nicht zu gebrauchen (Vorrausgesetzt ich habe mich nicht vertippt...)

dann würde ich auch zu einem Bandpass greifen
ukw
Inventar
#12 erstellt: 07. Mai 2006, 22:04
Gut! scheint so etwas wie Herdentrieb zu sein.
und wie unterscheidet sich Dein BP vom BP von 'Bass'
aus Posting 8 ?
schubidubap
Moderator
#13 erstellt: 07. Mai 2006, 23:20
îcxh habe keinen BP simuliert weil WINISD Pro immer fehler in der BP simu hat.

greetz Malte
Ezeqiel
Inventar
#14 erstellt: 12. Mai 2006, 16:57
Naja, Bassreflex ginge schön tief, aber es kämen etwa 600 Liter umbauten Raumes dabei zustande . . .

Bandpass wird auch nicht gerade klein. Geschlossene Kammer mit 155 Litern und Bassreflexkammer mit 110 Litern mit fb = 65 Hz ergäbe einen Übertragungsbereich (-3dB) von 39 bis 111 Hz mit einem Wirkungsgrad von 95 dB/1W/1m im Halbraum.

Bei 300 Watt ist xmax erreicht. Im Halbraum entspricht das so etwa 118 dB.

Gruss,
Ezeqiel


[Beitrag von Ezeqiel am 12. Mai 2006, 17:14 bearbeitet]
DER_BASTLER
Inventar
#15 erstellt: 12. Mai 2006, 17:15
So, leider fällt ein Horn raus, zumindest ist dabei noch nichts brauchbares rausgekommen. Der EPB(Bandbreitenprodukt) ist mit 60 aber auch nicht soo Hornfreundlich.
Was bis jetzt ganz jut schien:
Bandpass, 160L rückkammer, Vorkammer 30L mit riesiegem 1500cm² Port mit 10cm Länge. geht nicht sehr tief, aber bis 200hz .
Hab ich jetzt den Nachwuchspreis gewonnen ?
mfg Bastler

edit: insgesamt 205L.
Edit2: ich ziehe meinen Vorschlag zurück; zu wellig, zu wenig wirkungsgrad.
Aber morgen knobel ich was neues aus


[Beitrag von DER_BASTLER am 12. Mai 2006, 17:27 bearbeitet]
derboxenmann
Inventar
#16 erstellt: 12. Mai 2006, 17:34
Ich hab ihn mal in ein Bandpass 6th Ordnung eingestellt...

40Hz gehts los, bricht allerdings bei 150Hz auch wieder zusammen...
Die verzögerungen halten sich in Grenzen!
Nachteil: Gehäuse ist 150+50L groß

Da wir schon bei 200L angekommen sind...
bandpass 4. Ordnung geht nicht besser...

Bratzelflex scheint mit 230L schon ganz gut zu funktionieren... 33Hz Tuningfrequenz und gut isses ...
Bei der Gehäusegröße lässt sich mit Sonofil gut was abstimmen.

Geschlossen ist abe rmit 220L auch ohne probleme möglich... -3dB bei 42Hz ist doch iO für ne Beschallungsanlage
mit viel Sonofil lässt sich das Gehäuse sehr viel kleiner gestalten
schubidubap
Moderator
#17 erstellt: 12. Mai 2006, 18:17
ich würde in dem Fall den BP vorziehen.

klanglich wird das eh nix aber BP drückt wenigstens gut

greetz Malte
Meister_Gü
Stammgast
#18 erstellt: 12. Mai 2006, 19:06
Falls Interesse besteht, hätte ich ein FL Horn für dich.

Halsfläche 800qm
Mundfläche 100*100cm
Rückkammer 80 Liter
Hornlänge 2,5 Meter

Ist sicher nicht das kleinste Gehäuse, aber sicher eine der lautest möglichen Varianten. Spielen tut das ganze von 40 Hz aufwärts bis über 200 Hz relativ gerade.

AJHorn simuliert einen Maximal pegel von 130 dB im Halbraum.

Das ganze ist aber mit Vorsicht zu genießen, ich habe die Hersteller TSP verwendet.

Mit dem falten bitte selber beschäftigen, Konturliste kann ich im Fall des Falles schicken.
schubidubap
Moderator
#19 erstellt: 12. Mai 2006, 19:34
qts = 0,46...

mehr sag ich nicht
derboxenmann
Inventar
#20 erstellt: 12. Mai 2006, 19:35
Nicht immer ist ein Lautspreche rmit nem Qts>0,3 gänzlich horn ungeeignet
Es gibt ausnahmen... vielleicht ja hier

Der UKW hat ja schnell ein Horn gezimmert... sollte schnell zu messen sein, obs taug oder net
schubidubap
Moderator
#21 erstellt: 12. Mai 2006, 21:19
da gebe ich dir recht ( QTS>2,5 ) ist nicht imemr ein zeichen.
was aber 100% ig wichtig ist ist eine 100mm schwingspule.

bei einem Horn schwingt das chassi super wenig. dadurch große wärmeentwicklung. und durch die schwingung der Membran kühlt das ganze runter.

(meine hörner kriegen chassis mit 5" schwingspule ;))

greetz Malte
ukw
Inventar
#22 erstellt: 12. Mai 2006, 21:52
Jetzt kommt Schwung in die Sache... 200 Liter sind kein Problem. Das ist eine Kiste mit 65 x 65 x 65 cm Außenmaß und würde somit den Anforderungen entsprechen.
Mit den "Hersteller" ( besser Händler ) TSP's lässt sich alles gut simulieren.
Darum hat er sie ja auch angegeben.
Das böse Erwachen kommt, wenn nach dem Selbstbau der "Mega Punch" ausbleibt . Sowas wird dann im Auktionshaus entsorgt.

240 Liter Closed Box wird in jedem Fall gebaut = als "Normal Null" Referenz.


Meister_Gü schrieb:
Falls Interesse besteht, hätte ich ein FL Horn für dich.

Halsfläche 800qm
Mundfläche 100*100cm
Rückkammer 80 Liter
Hornlänge 2,5 Meter

Ist sicher nicht das kleinste Gehäuse, aber sicher eine der lautest möglichen Varianten. Spielen tut das ganze von 40 Hz aufwärts bis über 200 Hz relativ gerade.

AJHorn simuliert einen Maximal pegel von 130 dB im Halbraum.

Das ganze ist aber mit Vorsicht zu genießen, ich habe die Hersteller TSP verwendet.

Mit dem falten bitte selber beschäftigen, Konturliste kann ich im Fall des Falles schicken.


Es ist fraglich ob dieses Chassis in der Lage ist, so ein Horn in der Länge zu laden - Obwohl: wenn ich nochmal genau hinschaue steht da was von 800 qm Halsfläche

Du meinst sicher cm²

Frage ist, wann steigt das Chassis aus bei dieser Hornladung, und wie bekommst Du das in halbwegs transportierbare Größe (Packmaß)
Man kann ein Lautsprechergehäuse ja mit kleinem Maß Transprotieren und vor Ort ist es dann eben größer ...
dD1210
Stammgast
#23 erstellt: 13. Mai 2006, 02:15
Hallo Uwe,

interessante Sache das.

Mein Vorschlag:
-> hyperbolisches Horn
-> Nettovolumen: 260l
-> Ah: 1300cm²
-> Am: 2500cm²
-> Hornlänge: 1,2m
-> Rückkammervolumen: 60l



Der Frequenzgang ist für Boden-/Wandaufstellung.

Wie ich finde, sieht der ganz ordentlich aus für die Größe, aber mein Gefühl sagt mir, dass ich da ziemlichen Mist fabriziert habe ...

Was sagst du als Hornexperte dazu?

MfG David


EDIT: Das Horn ist natürlich Frontloaded. Eh klar, da ja HornResp.


[Beitrag von dD1210 am 13. Mai 2006, 02:16 bearbeitet]
Meister_Gü
Stammgast
#24 erstellt: 13. Mai 2006, 10:58
Upps, natürlich meine ich qcm!!!
Was ich noch vergessen habe, es ist ein Exponentialhorn und was das AJHorn ausspuckt: http://esnips.com/do...7e19b8642c/Horn.jpg. Ich hoffe das funktioniert jetzt auch.

Wegen der Größe, das ist eine gute Frage. VIelleicht kann man es ja so ähnlich falten wie das Bett Horn? Nur halt das Ganze ca. 1m hoch machen...
ukw
Inventar
#25 erstellt: 13. Mai 2006, 11:08
@ Meister_Gü: der Link tut nicht

@ dD1210: Das sieht gut aus. Stell doch mal die Eingabeparameter Seite ein. Dann können wir's nachvollziehen.
Du hast 1,0 x Pi simuliert?
Meister_Gü
Stammgast
#26 erstellt: 13. Mai 2006, 11:23
ukw
Inventar
#27 erstellt: 13. Mai 2006, 12:47
@ Meister_Gü: der Link tut jetzt. Was mich wundert ist, das Du das Horn bis 1 K arbeiten lässt. Wie hoch ist der x-Max bei 44 Hz 132 dB ?
Hornlänge 2,5 Meter, Rückkammer 80 Liter, Mund 1 qm² wie groß wird dieses Horn in einer Kiste sein wenn man es optimal faltet?
Meister_Gü
Stammgast
#28 erstellt: 13. Mai 2006, 12:55
Daraus werde ich nicht ganz schlau: http://i66.photobucket.com/albums/h252/Gi001/Hub.jpg

Kommt mir ein bissi gar wenig vor.

Volumen mit Rückkammer ca. 990 Liter...


[Beitrag von Meister_Gü am 13. Mai 2006, 12:58 bearbeitet]
DER_BASTLER
Inventar
#29 erstellt: 13. Mai 2006, 13:12
Wenn die Mebramen wirklich so schwabbelig sind wie beschrieben wäre zu befürchten das die bei so einem "richtigem" großen Horn reißen/einreißen.
Es bleibt also kompliziert
Meister_Gü
Stammgast
#30 erstellt: 13. Mai 2006, 13:28
Wie wäre es mit 200 Liter BR? Port 300qcm und 30 cm lang.

Schaut dann so aus: http://i66.photobucket.com/albums/h252/Gi001/BR.jpg
DER_BASTLER
Inventar
#31 erstellt: 13. Mai 2006, 13:58
Geht ja gut tief, und auch der spl ist ok.
Esrstaunt mich das die Simu für 200L Br so gut aussieht.

Alles unter 30hz muss aber der Subsonic Filterabgreifen, sonst ist schnell mal x max erreicht.
dD1210
Stammgast
#32 erstellt: 13. Mai 2006, 14:04
Hallo Uwe,

ja, ich hab mit 1 Pi simuliert.

Die Eingabeseite:




Le hattest du zwar nicht angegeben, aber die Abweichungen sind minimal (und auch erst weit über 200Hz).

Hier der Vergleich zwischen Le von 0,1mH und 2mH (grau und schwarz):




MfG David
ukw
Inventar
#33 erstellt: 13. Mai 2006, 14:17
Die Membranhübe sind bei 1 Watt ermittelt. Eventuell kannst Du Dein AJ dahingehend umstellen, daß es mit den für Max SPL simulierten Voltangaben den x-max rechnet - dann sieht man ob der max SPL überhaupt mechanisch erreichbar ist...

BR Simu sieht wirklich gut aus. Die Auswirkung auf den Klang kann man dann im Wasserfall Diagramm mal unter die Lupe nehmen. Oder besser noch: Im Hörvergleich beurteilen.
Meister_Gü
Stammgast
#34 erstellt: 13. Mai 2006, 14:33
Im Horn schafft das Chassis mit dem linear Hub den simulierten Max. Pegel. Im BR ist im Halbraum bei ca. 115 dB Schluss. Um dort den simulierten Maximalpegel zu erreichen, bräuchtest du in jede Richtung doppelt so viel linearen Hub.

Wobei ich mir nicht sicher bin, ob der simulierte Hub in nur eine Richtung gezählt wird, oder ob es der Gesamthub wäre. Im zweiten Fall könntest du immer den Max. simulierten Pegel spielen. Normalerweise simuliert das AJ nämlich einen Einbruch im Max. Pegel, wenn der Hub nicht reichen sollte. Jetzt bin ich ein wenig ratlos. Werde einmal das Handbuch ausgraben...


[Beitrag von Meister_Gü am 13. Mai 2006, 15:12 bearbeitet]
ukw
Inventar
#35 erstellt: 13. Mai 2006, 15:17
@ dD1210: Sieht gut aus, aber Pack mal etwas Schaumstoff in die Rückkammer (FR 2,0 und TAL 6,0 )

@ Meiter_Gü: Bei Hornresp. ist die Membranauslenkung in eine Richtung angegeben, so wie es die seriösen Chassis Hersteller auch tun.
Es macht nur Sinn sich im Bereich des Linearen Antriebs zu bewegen. Power Kompression ist übrigens bei Hornresp. nicht berücksichtigt.
dD1210
Stammgast
#36 erstellt: 13. Mai 2006, 15:19
Hallo Uwe,

durch die Bedämpfung ändert sich bei mir praktisch gar nichts.

Maximaler Pegel wären bei Xmax von 8mm bei knapp unter 130dB bei etwas unter 300W:






Mit einem Subsonic bei 40Hz wären es vielleicht leicht über 130dB. Alles bei 1 Pi, also Boden-/Wandaufstellung.

MfG David
Meister_Gü
Stammgast
#37 erstellt: 13. Mai 2006, 15:20
Wenn ich das richtig verstehe, kannst du mit dem simulierten Max. Pegel rechnen. Im Handbuch steht:

SPLmax (linearer Maximalschalldruck in dB):
Dieser Frequenzgang gibt den Schalldruck an, den der Lautsprechermaximal erzeugen könnte. Die Höhe des Maximalschalldrucks ist begrenzt durch den Effektivwert von Xmax und durch die elektrische Belastbarkeit des Treibers.


Also vergiss da mit den den 115 dB besser wieder, ich glaube nicht, dass das stimmt...
ukw
Inventar
#38 erstellt: 13. Mai 2006, 16:06

dD1210 schrieb:
Hallo Uwe,

durch die Bedämpfung ändert sich bei mir praktisch gar nichts.



Das stimmt, SPL und Frequenzgang bleiben identisch - aber jetzt schaut es glatter aus bei Phase Response usw.
Du kannst jetzt nämlich die Option "Chamber Resonances" not masked aktivieren und bekommst keinen Schreck!

LRC auf 20 bringt eine Nuance Verbesserung im oberen FQ Bereich.

Schieb das mal durch die Simu (60 x 60 x 60 cm !!)
dD1210
Stammgast
#39 erstellt: 13. Mai 2006, 20:54
Cool, jetzt weiß ich, wie man die Resonanzen wegbekommt.

Habe wirklich aus Schreck "masked" aktiviert.


Dein Vorschlag sieht wirklich sehr gut aus und ist sehr kompakt, aber es gibt keinen Tiefbass. Ab 70Hz gehts steil bergab.
Außerdem: Ich weiß zwar, dass du beim Bauen sehr geschickt bist, aber kannst du ein Traktrixhorn bauen?



Mein Vorschlag:
Expohorn, Ah=800cm², Am=3000cm², l=120cm, Nettovolumen 255l:






Ist gut 1-2dB lauter als das Hypohorn und belastbarer, da weniger Auslenkung. Ein Paar davon dürfte beim MaxSPL mit Subsonic bei 40Hz bei Eckaufstellung an die 140dB rankommen (vorrausgesetzt der Treiber macht das mit ).


MfG David
not0815
Inventar
#40 erstellt: 13. Mai 2006, 21:04
Hi UKW,

zunächst sind die von dir genannten TSP in sich, also im Verhältnis zueinander, nicht folgerichtig.
fo müßte bei korrekter Masse und korrekter Aufhängsnachgiebigkeit niedriger liegen oder bei korrekter fo müßte die Masse und/oder die Aufhängungsnachgiebigkeit größer sein. Mit einer Änderung der Nachgiebigkeit würde sich dann auch das Vas ändern. Auf Basis der von Dir genannten TSP und bei auf ca. 167L vergrößertes Vas (somit wären die TSP dann stimmig) ergebe sich jedoch nur ein Wirkungsgrad von ca.97/W/m und von 98dB/2.83V/m unter der Annahme das Re 6,2 Ohm aufweist.
Eine gute stimmige Konstruktion setzt jedoch exakte TSP voraus. Also TSP selbst ausmessen!

Bei einer vertretbaren Gehäusegröße bei Verwendung dieses Chassis als Sub kommt m.E. nur eine aktive Bassreflexkonstruktion in Frage. Unter Zugrundelegung der TSP mit angenommenen Korrektur des Vas auf ca. 167 l ergäbe sich etwas folgendes:

Nettovolumen 150l
BR Abstimmung 45 Hz
aktiver Korrekturfilter: 12-dB-Hochpassfilter 45Hz Qf 1.5 (am besten einstellbar -3dB bis +8 dB)
Die Basskorrektur über einen Hochpassfilter hat zudem den netten Nebenefekt einen sehr wirksamen Subsonicfilter.
Gesamtgefrequenz -3dB ~ 40 Hz
Max. Pegel (wenn Xmax= 8mm) ca. 105dB/m/45Hz und >110dB/m/>60Hz
Details siehe WinBoxSimu-Datei hier

Ein Beispielsschaltbild für eine einfache einstellbare Subwoofer-Filter-Basskorrektur-Schaltung ist auf meiner Web-Site zu finden (wenn der Server wieder läuft!).
http://people.freenet.de/not0815/Div/AktivSubSp.pdf

Chassis-Modifikation:
Zwar ist die Druckbelastung auf die Membrane bei BR-Boxen nicht so groß wie bei Hornkonstruktionen aber dennoch könnte eine zu weiche Membrane gerade bei hohen Pegel schwierig werden. Da Du das Chassis aber definitiv nur bis ca. 200 Hz einsetzen willst, böte sich die Möglichkeit die Membransteifigkeit durch eine Behandlung der Papiermembrane zu erhöhen. Hierzu nur die Membrane ohne den Sickenrande mit Arcyllack zu behandeln. Den Lack mit einem Pinsel kreisförmig gleichmäßig auf die Membrane streichen. Am einfachsten geht dies, wenn man das Chassis hierzu auf eine drehbare Unterlage stellt (z.B. alten Platten). Lack durchtrocknen lassen. Diesen Vorgang zwei- bis dreimal wiederholen. Die Membrane wird durch das "lackieren" sehr viel steifer werden. Da dass Chassis nur im Bereich bis ca. 200 Hz eingesetzt werden soll, spielen die am oberen Übertragungsfrequenzgang in der Regel (manchmal auch extrem) auftretenden Resonanzen keine Rollen. Durch die leichte Masseerhöhung senkt sich aber fo etwas und dementsprechend sinkt auch der Wrikungsgrad ein wenig. Diese Änderungen sind bei großen Chassis in der Regel aber kleiner als die Serienstreuung der TSP.


Gruß
Sven


[Beitrag von not0815 am 13. Mai 2006, 21:11 bearbeitet]
dD1210
Stammgast
#41 erstellt: 13. Mai 2006, 21:46
Hallo Sven,

Uwe hat doch schon die TSP gemessen, siehe hier:

http://img379.imageshack.us/my.php?image=rsp718vorluf8dg.jpg

Damit ist deine Konstruktion leider hinfällig.

MfG David
ukw
Inventar
#42 erstellt: 13. Mai 2006, 21:55
Danke David

@ all: Hier nochmal das wichtigste in Kurzform:


ukw schrieb:


Ich habe folgendes gemesen und errechnet:

AAAAber: Die Membran ist sehr schlabberig (absolut kein Vergleich zu amtlichen PA Chassis) und die gemmessene Polplattendicke beträgt exakt 7,5 mm
(+ schwarze Farbe vielleicht 8 mm Kennt jemand ferromegnetische Farbe ;))

Die Sensitivity liegt wahrscheinlich bei 96 dB (habe ich noch nicht exakt gemessen) aber keinesfalls lauter als "amtliche" Chassis, die mit 98 dB angegeben sind...

Ich erkläre mich bereit, die guten Vorschläge zu bauen und zu vermessen. Sieger wird max SPL bei "vertretbarem" Sound.
In punkto Soundqualität müßt Ihr meinem Urteil vertrauen oder selbst vorbeikommen und vergleichend hören.
Es ist eine Aufgabenstellung ohne wirklich großen Nutzen, ich sehe die "sportliche" Seite der Aufgabe. Da ich zwei Chassis am Start habe, kann ein direkter Hörvergleich stattfinden (A/B Umschaltung)
Amping ist kein Thema, 1,3 kW/8 Ohm pro Chassis stelle ich zur Verfügung - um beim "Hobby DJ" zu bleiben, werde ich das Amping auf 500 Watt RMS begrenzen (lasse Euch aber 3 dB Crestfaktor)- was
damit nicht rausgeholt wird, reißt stärkeres Amping eh nicht mehr raus... (und die Chassis überleben diesen Wettbewerb)

Also nochmal, gefordert ist:
- Max Output
- Kleines Packmaß
- knackiger Bass (Gehäuseprinzip ist egal) bis etwa 200 Hz - darüber sollen kleine 10/1 Tops spielen, eventuell auch 12/1.
Kleine Veranstaltungen (50-200 Leute) in geschlossenen Räumen, Chart & Partymucke aus der Konserve,
alles was im Hobby DJ Sektor anfällt oder Kellerdisco im Jugendraum des Gemeindezentrums.
Maximal 4 Kisten spielen im Stack.
not0815
Inventar
#43 erstellt: 13. Mai 2006, 22:07

dD1210 schrieb:
Hallo Sven,

Uwe hat doch schon die TSP gemessen, siehe hier:

http://img379.imageshack.us/my.php?image=rsp718vorluf8dg.jpg

...

MfG David


Umso besser: Auch mit diesen TSP lässt sich eine aktivgefilterte BR-Box 6.Ordnung konstruieren.

Nettovolumen ca. 200l
BR Abstimmung ca. 35 Hz
aktiver Korrekturfilter: 12-dB-Hochpassfilter 35Hz Qf 1.5 (am besten einstellbar -3dB bis +8 dB)
Die Basskorrektur über einen Hochpassfilter hat zudem den netten Nebeneffekt eines sehr wirksamen Subsonicfilter.
Gesamtgrenzfrequenz -3dB ~ 35 Hz
Max. Pegel (wenn Xmax= 8mm) ca. 102dB/m/~35Hz , 105dB/m/~45Hz und >110dB/m/>60Hz

Schönes Wochenende
Sven
ukw
Inventar
#44 erstellt: 13. Mai 2006, 22:30
@ David: Ja, bei meinem Konstrukt fehlt der Tiefbass.
Wenn man jedoch mehrere zusammenstellt und etwas am EQ dreht ...

die X-max Reserve würde das zulassen


Gibt es noch eine andere Möglichkeit dem Horn etwas mehr Tiefgang zu entlocken ??

aber kannst du ein Traktrixhorn bauen?

Keine Hornkontur ist schwierig. Mit den Daten aus Hornresp. kann das jeder bauen. Daten auf einer Platte austragen, Punkte verbinden, an der Linie aussägen und verleimen - oder CNC programmieren und verleimen.

@not0815: OK, Dein BR wird gebaut, wenn Du noch Portfläche, Portlänge und Positionen der Portflächen benennst.
Meister_Gü
Stammgast
#45 erstellt: 13. Mai 2006, 22:54
So, habe jetzt die Simulationen mit den gemessenen TSP simuliert. Ich bekomme da keine schöne BR Abstimmung mehr zusammen. Allerdings funktioniert das Horn jetzt schöner, und eine TL wäre jetzt auch möglich, auch wenn sie vom Max. Pegel nicht gut ist, ist es dafür der Tiefgang.

Line: http://i66.photobucket.com/albums/h252/Gi001/Line.jpg

Länge 1,8 m
Abstand Line Anfang-Treiber: 30 cm
Halsfläche 7000 qcm
Mundfläche 1000 qcm

In der Simulation ist keine Bedämpfung, keine Vorkammer und keine Absorberkammer nötig.
Eigentlich reichen auch doch die 120 dB oder?
Abgesehen davon fände ich es sehr interessant, wie so etwas funktioniert.

Das Horn bleibt gleich, schaut jetzt so aus: http://i66.photobucket.com/albums/h252/Gi001/Horn2.jpg

Auch wenn ich noch immer weiß, das der Treiber eine eigentlich zu hohe Qts hat.


[Beitrag von Meister_Gü am 13. Mai 2006, 22:57 bearbeitet]
A._Tetzlaff
Inventar
#46 erstellt: 13. Mai 2006, 23:17
ich bitte um die Impedanzwerte bei 1 und 10 kHz - ich will auch mitmachen..........
ukw
Inventar
#47 erstellt: 13. Mai 2006, 23:32

Meister_Gü schrieb:
So, habe jetzt die Simulationen mit den gemessenen TSP simuliert. Ich bekomme da keine schöne BR Abstimmung mehr zusammen. Allerdings funktioniert das Horn jetzt schöner, und eine TL wäre jetzt auch möglich, auch wenn sie vom Max. Pegel nicht gut ist, ist es dafür der Tiefgang.

Line: http://i66.photobucket.com/albums/h252/Gi001/Line.jpg

Länge 1,8 m
Abstand Line Anfang-Treiber: 30 cm
Halsfläche 7000 qcm
Mundfläche 1000 qcm

In der Simulation ist keine Bedämpfung, keine Vorkammer und keine Absorberkammer nötig.
Eigentlich reichen auch doch die 120 dB oder?
Abgesehen davon fände ich es sehr interessant, wie so etwas funktioniert.

Darum kümmern wir uns später, aber ich schätze, daß max SPL nicht so berauschend ist - und Tiefgang mit der leichten Pappe wird schwerlich ausreichend sein. Man kann die Pappe beschichten ( => wird dann schwer aber max SPL wird weiter sinken. )

Meister_Gü schrieb:

Das Horn bleibt gleich, schaut jetzt so aus: http://i66.photobucket.com/albums/h252/Gi001/Horn2.jpg

Auch wenn ich noch immer weiß, das der Treiber eine eigentlich zu hohe Qts hat.

Das Horn hat mehr Nutzbass bekommen (60-90 Hz) - wie schaut es mit der Größe der Kiste aus?
dD1210
Stammgast
#48 erstellt: 13. Mai 2006, 23:46
Mein alter Expohornvorschlag mit netto 255l bleibt bestehen, hier nun aber noch eine kleine Version, ähnlich dem Traktrixhorn auf kleine Größe (...) optimiert (140l netto):






Viel weniger ist ohne große Abstriche im Bass nicht drin, aber für ein Horn doch schon seeehr klein.

Aktiv entzerren würde ich bei PA nicht wirklich, denn dadurch verringert sich MaxSPL teils extrem für ~10Hz mehr Tiefgang. Zudem entzerrt man bei einem Horn ab dort, wo die Hornladung nicht mehr gegeben ist ---> doppelt schlecht.

MfG David


EDIT:
@A.Tetzlaff:

Aus dem anderen Post von UglyUdo:


Bei angenommenen 1.5mH komme ich auf simulierte

Z1k = 11.44 Ohm
Z10k= 94.50 Ohm


[Beitrag von dD1210 am 14. Mai 2006, 00:02 bearbeitet]
ukw
Inventar
#49 erstellt: 14. Mai 2006, 00:45

Aktiv entzerren würde ich bei PA nicht wirklich, denn dadurch verringert sich MaxSPL teils extrem für ~10Hz mehr Tiefgang. Zudem entzerrt man bei einem Horn ab dort, wo die Hornladung nicht mehr gegeben ist ---> doppelt schlecht.


Warum verringert sich max SPL bei aktiver Entzerrung "erheblich"


Ich habe Dein neuen Entwurf (mit Vorkammer ) simuliert


Dafür, dass es ein großer Kasten ist, geht er keinesfalls besser als ... ich habe da eine Simu... 70 x 70 x 65 cm

... die Mundfläche könnte größer werden
A._Tetzlaff
Inventar
#50 erstellt: 14. Mai 2006, 00:45

dD1210 schrieb:

@A.Tetzlaff:

Aus dem anderen Post von UglyUdo:


Bei angenommenen 1.5mH komme ich auf simulierte

Z1k = 11.44 Ohm
Z10k= 94.50 Ohm

Zu ungenau - das war geschätzt, nicht gemessen. Selbst wenn 1,5mH hinkämen, meist wird bei 1kHz gemessen, das lässt längst keine Rückschlüsse auf die Impedanz bei 10kHz zu.
ukw
Inventar
#51 erstellt: 14. Mai 2006, 00:49
die 10 kHz sind nicht wirklich interessant für diese Aufgabe - oder?

Der Sub soll bis 200 Hz funktionieren
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