Hilfe für die Lautstärke-Selbstkontrolle eines Sängers

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anymouse
Inventar
#1 erstellt: 04. Okt 2007, 19:14
Hallo Leute, ich schon wieder.

Bei meiner kleinen Hobbyband habe ich das Problem, dass ein (recht unerfahrener) Säger Probleme hat, Stimm-Lautstärke und Mikrofonentfernung zu koordinieren: Sprich: entweder ist er zu laut oder zu leise, und ständig nachregeln ist auch nicht soo schön.

Wie kann man ihm am besten helfen?

Klar, Monitor.

Wie macht man das jetzt möglichst gut? Ist da ein Fußmonitor für ihn ganz allein am besten, oder besser Kopfhörer, damit er sich selber schreien hört?

Vielen Dank, Euer anymouse.
djpartyteam
Inventar
#2 erstellt: 04. Okt 2007, 19:46
Monitor ist toll und Kompressor verbessert richtig eingestellt deutlich das Gesangsbild
zucker
Moderator
#3 erstellt: 04. Okt 2007, 21:31
Hallo anymouse,

ein Monitor ist das A und O, sonst kann sich kein Mensch mit der Sache vertraut machen, außer er hat eine enorme Erfahrung und die kommt vom Monitor.
Auf den Monitor sollte kein Kompressor verbraten werden - dann lernt der Täter nämlich den Umgang mit dem Mic nicht.

Der Komp. kommt in den Kanlzug des Mixers, damit die Unterschiede auf der PA nicht all zu groß werden. Beim Einsatz ist dennoch Vorsicht geboten - die Stimme verliert sonst an Dynamik.

Um den Monitor ohne Komp anzufahren, gleichzeitig aber den Komp für die PA gebrauchen zu können, werden pro voc Mic 2 Kanalzüge benötigt. Zum einen kann man einen Y Splitter vor beide Züge setzen, zum anderen über den Direct Out den 2. Kanal anfahren oder, wenn kein Direct Out vorhanden, über eine Insertbrücke (gebrückter Stereoklinkenstecker) das Signal am 1. Zug (Monitor) am Insert abgreifen und in den Line Eingang des 2. Zuges (PA) einspeisen.

Vorteil bei allen 3 Maßnahmen:
Monitorweg kann über AUXinsert oder AUXnachsatz ohne Eingriff in die Front mittels EQ entzerrt, das Feedback unterdrückt werden.
Die Front kann unabhängig vom Monitor über die Klangregelung des Mixers bereinigt werden, auch Komp, EQ usw. im Insert des 2. Zuges beeinflussen den Monitor nicht.
anymouse
Inventar
#4 erstellt: 05. Okt 2007, 01:54

djpartyteam schrieb:
Monitor ist toll



zucker schrieb:
ein Monitor ist das A und O, sonst kann sich kein Mensch mit der Sache vertraut machen, außer er hat eine enorme Erfahrung und die kommt vom Monitor.


Ja klar Monitor, aber wie kann man es ihn am besten verständlich machen?! Geht halt um Proben und Erfahrung machen, damit es beim Gig besser wird...


djpartyteam schrieb:
Kompressor verbessert richtig eingestellt deutlich das Gesangsbild


Nee, den (im Moment bei den Proben) gerade nicht!


zucker schrieb:
Um den Monitor ohne Komp anzufahren, gleichzeitig aber den Komp für die PA gebrauchen zu können, werden pro voc Mic 2 Kanalzüge benötigt. ...


Werde ich mal probieren.

--

Wollte eigentlich eher in Richtung Erziehung -- Halsband mit Leine zum Von-Mikro-Wegziehen wollte ich mir noch für später aufheben.
Fish_1
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 05. Okt 2007, 09:23

zucker schrieb:
ein Monitor ist das A und O, sonst kann sich kein Mensch mit der Sache vertraut machen, außer er hat eine enorme Erfahrung und die kommt vom Monitor.


Ja klar Monitor, aber wie kann man es ihn am besten verständlich machen?! Geht halt um Proben und Erfahrung machen, damit es beim Gig besser wird...


Grundsätzlich bei den Proben einem Monitor verwenden. Er wird den Dreh dann schon rausbekommen.
Allso wenn ich mit Band Probe (Schlagzeug, bass, E-Gitarre, Klavier) und meine Stimme wird nicht verstärkt, dann werde ich griedelig weil ich mir die Seele aus dem Leib schreien muss.
Alternativ geht auch ein Monitoring über einen Kopfhörer. Ich verwende hierzu gerne einen "drummerkopfhörer" da er wie eine "Mickey Mouse" den Pegel von ausen abschirmt.

gruss

Fish
Elevat0r
Stammgast
#6 erstellt: 07. Okt 2007, 13:27

zucker schrieb:

Um den Monitor ohne Komp anzufahren, gleichzeitig aber den Komp für die PA gebrauchen zu können, werden pro voc Mic 2 Kanalzüge benötigt. Zum einen kann man einen Y Splitter vor beide Züge setzen, zum anderen über den Direct Out den 2. Kanal anfahren oder, wenn kein Direct Out vorhanden, über eine Insertbrücke (gebrückter Stereoklinkenstecker) das Signal am 1. Zug (Monitor) am Insert abgreifen und in den Line Eingang des 2. Zuges (PA) einspeisen.


Es gibt auch noch die in der Praxis oft verwendete Möglichkeit, die Vocals auf eine Gruppe zu legen und diese Gruppe dann per Gruppeninsert mit einem Compressoer zu verbinden, auf diese Art und Weise kommt das Signal auf dem Mnitor auch "pur" raus und man hat den Vorteil, dass man bei mehreren Sängern nicht auch gleich eine ganze Batterie Compis verbraten muss...
Zusammenfassend muss man auf jeden Fall sagen, dass man nicht den selben Compressor, den man auch auf der Front hat, einfach so mit auf dem Monitor benutzen sollte: Erhöhte Rückkopplungsgefahr!
zucker
Moderator
#7 erstellt: 07. Okt 2007, 13:44
Hallo Kevin,

ich verwende gern pro voc Zug im Insert einen EQ (möglichst PEQ) mit nachgesetztem Komp (manchmal auch noch ein Gate vor dem Komp). Das bringt ungemeine Vorteile beim justieren und "drücken" der Stimme. Klar, bei 2 x voc + Moni gehen dann nach obiger Methode 4 Kanäle drauf.
Bei Backvoc gehts sicher auch mit Gruppeninsert aber für 2 Frontstimmen ist das nicht ganz so chic, m.M. nach.
Elevat0r
Stammgast
#8 erstellt: 07. Okt 2007, 18:21
Diese Möglichkeit ist natürlich die bessere Variante, aber meist funktioniert's auch sehr gut mit 2 Compis auf 2 Subgruppen, eine für Front, eine für Backingvocals...

Mach ich eigentlich meistens so bei standard Rock'n Roll Geschichten, das langt meistens auch.
Ist eben etwas stressfreier und materialmäßig etwas weniger intensiv. Aber wenn man den Kram sowieso mit dabei hat, dann kann ich dir da voll zustimmen!
jogi59
Inventar
#9 erstellt: 07. Okt 2007, 18:48

anymouse schrieb:
entweder ist er zu laut oder zu leise, und ständig nachregeln ist auch nicht soo schön.

Nicht nachregeln!!

anymouse schrieb:
Klar, Monitor.

Nein, keinen Extra-Monitor!!

anymouse schrieb:
Wie kann man ihm am besten helfen?

Ihr habt kein technisches Problem, sondern euer Sänger muß singen lernen. Das heist, keinen Extramonitor, keinen Kompressor oder irgendwelche anderen Soundverbesserer, sondern die PA, Gesangsanlage einmal so einstellen, daß er, wenn er normal singt gut zu hören ist.
Und dann üben, üben, üben...
Fish_1
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 07. Okt 2007, 19:05

Ihr habt kein technisches Problem, sondern euer Sänger muß singen lernen. Das heist, keinen Extramonitor, keinen Kompressor oder irgendwelche anderen Soundverbesserer, sondern die PA, Gesangsanlage einmal so einstellen, daß er, wenn er normal singt gut zu hören ist.
Und dann üben, üben, üben...


Meine Worte! Ich habe auch viel Leergeld bezahlt. Darum auch ja keinen Kompressor auf den Monitor. Euer Sänger muss Lernen auf sich zu hören und das Mikrofon alls sein Instrument zu gebrauchen.
Ich mag als erfahrener Sänger übrigens auch kein Kompressor auf dem Monitor. Es irritiert mich ungemein meine Stimme immer (fast) gleichlaut zu hören.

gruss

Fish
anymouse
Inventar
#11 erstellt: 08. Okt 2007, 16:11

jogi59 schrieb:

anymouse schrieb:
Wie kann man ihm am besten helfen?

Ihr habt kein technisches Problem, sondern euer Sänger muß singen lernen.


Genau darum geht es (vielleicht habe ich mich da schlecht ausgedrückt).

Nur wie kriegt er die beste Rückmeldung, wenn neben ihm mehrere Guitarrenamps kreischen und die Schießbude rattert (mal etwas salopp ausgedrückt)?

Dass er im Moment keinen Kompressor auf den Monitor kriegt, ist eh klar.
Fish_1
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 08. Okt 2007, 16:51
Manchmal ist weniger mehr.

Versucht doch mal die Proberaumlautstärke etwas zu reduzieren. Ach Schlagzeuger können leise spielen .

Ansonsten kannst Du es mal mit einem Monitoring über einen geschlossenen Kopfhörer versuchen.

gruss

Fish
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