Revox B285 - Elkos tauschen?

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andreaspw
Stammgast
#1 erstellt: 01. Mrz 2013, 13:35
Hi,

mein alter Revox tut noch fast täglich seinen Dienst in gemäßigter Lautstärke. Alles funktioniert wunderbar.

Nun dürfte das Gerät mittlerweise so knapp 30 Jahre auf dem Buckel haben. Ich überlege, ob die alten Elkos getauscht werden sollten, prophylaktisch, oder ist das Unsinn und man sollte erst reparieren, wenn etwas defekt ist?

Grüße
Andreas
naka01
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 01. Mrz 2013, 13:53
Don’t never touch a running system!!

gruß naka
AnthonyP
Inventar
#3 erstellt: 01. Mrz 2013, 14:44
Hallo Andreas,

grundsätzlich gebe ich naka recht, aber eine Wartung eines ca. 30 Jahre alten Gerätes kann nicht schaden, wenn man es bedacht tut. Denn wenn man wartet, bis etwas kaputt ist, dann ist meisten richtig was kaputt und E-Teile oft schwer zu erhalten.

Daher kann eine Überprüfung von strapazierten (heißen werdenden) Lötstellen und der Tausch von beanspruchten oder grundsätzlich auffälligen Elkos sicher nicht schaden. Habe mir vor Kurzem einen L-410 vorgenommen und habe nicht schlecht gestaunt, wieviele miese Lötstellen zu finden waren, insbesondere an Transistoren.
Auch die Reinigung von Kontakten vermeiden klanglichen Verdruss. In welchem Umfang eine Revision stattfindet, muss jeder selbst für sich entscheiden. Klanglich ist durch eine Wartung sicherlich einiges rauszuholen

Gruß
Jo
andreaspw
Stammgast
#4 erstellt: 01. Mrz 2013, 14:53
Hallo Jo,

Teile bekommt für den Revox relativ leicht, es gibt sogar Reparaturkits. Genau wie Du schreibst, habe ich Angst davor, dass irgendein Elko einen kapitalen Schaden verursacht. Sollte man das Löten vorher üben, oder kann das jeder, der mit etwas Vorsicht an die Sache ran geht? Ich habe praktisch keine Löterfahrung und will mir das Gerät natürlich nicht ruinieren.

Grüße
Andreas
Grundi69
Inventar
#5 erstellt: 01. Mrz 2013, 15:16

andreaspw (Beitrag #4) schrieb:
Sollte man das Löten vorher üben, oder kann das jeder, der mit etwas Vorsicht an die Sache ran geht? Ich habe praktisch keine Löterfahrung und will mir das Gerät natürlich nicht ruinieren.

Hallo!

Ich meine, man sollte da schon Übung haben und in der Lage sein, sowohl die alten Elkos sauber auszulöten (Entlötpumpe) als auch vernünftige Lötstellen zu produzieren. Besser also erstmal an einem alten, wertlosem Gerät probieren.

Dieser Link könnte evtl. ganz nützlich sein, dann weißt du in etwa, was auf dich zukommt.

Grüße
Groomy


[Beitrag von Grundi69 am 01. Mrz 2013, 15:25 bearbeitet]
andreaspw
Stammgast
#6 erstellt: 01. Mrz 2013, 16:17
Danke, für den Link. Ich denke, so aus dem Stand heraus wird das nichts, da muss ich wirklich erst mal üben.
Grüße
Andreas
hf500
Moderator
#7 erstellt: 01. Mrz 2013, 21:06
Moin,
ich habe genug Geraete, die sind weit aelter als nur 30 Jahre und haben zum groessten Teil immer noch ihre Elkos. Getauscht wurden nur die, die auffaellig waren. In der Regel entsteht kein Schaden, kritisch sind nur solche Kondensatoren, die fuer die Stabilitaet der Endverstaerker sorgen.
Was man machen kann: Im Netz suchen, ob es typische Problemstellen gibt. Die sollte man reparieren.

73
Peter
naka01
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 01. Mrz 2013, 23:23
Hallo andreaspw,

noch mal, don’t never touch a running system!! Gerade bei so einem schönen Teil. Die Gefahr, dass ein Nichtfachmann hier mehr kaputt macht, als das der Klang wieder besser werden sollte, ist sehr sehr hoch. Zu mal, es funktioniert doch alles wunderbar, wie du selber schreibst. Also, es besteht überhaupt kein Handlungsbedarf!!!!

Hole dir ein Schrottteil aus der Bucht, lerne löten und das defekte Teil wieder zum leben zu erwecken. Wenn Du dann erste Erfolge verzeichnen kannst und du dir dann zutraust ohne Hilfe ein paar Kondensatoren in deinem Revox zu tauschen, Schalter zu reinigen usw. ,kannst du immer noch entscheiden, ja oder nein!!! Aber einfach aufschrauben und jetzt wechseln wir mal?????????????????? Macht überhaupt keinen Sinn!

Gruß naka
Grundi69
Inventar
#9 erstellt: 01. Mrz 2013, 23:53
Hallo!

Na ja, ein paar Problemstellen waren in dem von mir genannten Link schon zu erkennen: Einer der großen Siebelkos war wohl nicht mehr so 'gesund', 2 von den berüchtigten Rifa-Knallfröschen waren schon rissig und die Treiber-Transistoren freuten sich auch über kleine Kühlkörper.

Aber - wie schon gesagt - der Receiver ist definitv kein Anfängerprojekt zum löten lernen!

Grüße
Groomy
naka01
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 02. Mrz 2013, 00:49
Hallo Groomy.

wollte deine Kompetenz natürlich in keiner Weise anzweifeln. Natürlich hinterlassen Geräte in diesem Alter Spuren, ganz klar. Auch würde man das eine oder andere Bauteil finden, was man fürs „gute Gewissen“ austauschen würde. Würde ich auch machen! Aber wie gesagt, ein Revox ist kein Anfängerprojekt, einfach zu schade, dafür gibt es genug Schrott aus dem Internet.

Schönes WE naka
Grundi69
Inventar
#11 erstellt: 02. Mrz 2013, 09:55
Hallo naka!

Keine Angst - das habe ich auch gar nicht so aufgefasst, sondern ich bezog mich in #9 eher auf Peters Aussage:

Was man machen kann: Im Netz suchen, ob es typische Problemstellen gibt. Die sollte man reparieren.

Gruß
Groomy


[Beitrag von Grundi69 am 02. Mrz 2013, 09:59 bearbeitet]
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