Onkyo TA 2570 Überholung

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-marvin-
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 23. Jul 2013, 21:48
Hallo,
ich bin derzeit dabei, mein Onkyo TA 2570, das ich vor ein paar Monaten defekt gekauft habe, zu überholen.Prinzipiell funktioniert das Deck, jedoch kommt ein lautes Rasseln aus dem Deck, sobald die Aufnahme oder Wiedergabe gestartet wird. Der Bandtransport findet dabei nicht statt und nach ca. 3 Sekunden schaltet das Deck die Funktion automatisch ab. Ich habe vermutet, dass der Capstanriemen hinüber ist. Heute habe ich das Deck komplett zerlegt und schonmal sämtliche Gehäuseteile gereinigt. Eben habe ich mir dann das Laufwerk selber vorgenommen und zu meinem Entsetzen festgestellt, dass der ehemalige Capstanriemen ein weicher, geschmolzener und klebriger Gummiball auf dem Lager des Capstanmotors ist:(
Ich habe versucht, es mit Isopropanol so gut wie es geht zu entfernen, leider geht es aber nicht komplett weg. Würde das so reichen (siehe Foto) oder muss ich härtere Maßnahmen ergreifen, wenn ich einen neuen Riemen aufziehen möchte ? Wo wir schon beim Hauptproblem wären: Wo kriege ich einen passenden Capstanriemen her ? Den e-bucht-Angeboten traue ich leider nicht, da ich schon in 2 von 2 Fällen einen nicht genau passenden Riemen bekommen habe. Achso, da ich das Deck nun schon komplett zerlegt habe, gibt es vielleicht noch irgendwelche Dinge, die ich eurer Erfahrung nach warten könnte ? Die kratzenden Potis und staubigen Platinen werde ich diese Woche noch reinigen, Andruckrollen und Tonwellen habe ich bereits heute mit Isopropanol gereinigt.
Gruß Marvin

Capstanmotor mit dem alten Riemen:
ta_2760_riemenmatsch (2)
ta_2760_riemenmatsch
Capstanmotor nach der Reinigung
ta_2760_capstanmotor
ta_2760_laufwerk_vorne
shabbel
Inventar
#2 erstellt: 24. Jul 2013, 06:16
Die Riemenrückstände bekommst Du mit aceton-haltigem Nagellackentferner herunter. Bei DM gibt es "Ebelin" in blauer Flasche für ein paar Cent. Nachher nochmal mit Isopropanol hinterher.
Was ideal funktioniert, ist Terpentinersatz bei 5 Minuten Einwirkzeit. Hier ist es aber schwierig, die öligen Rückstände wieder weg zu bekommen.
-marvin-
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 24. Jul 2013, 10:22
Danke, dass mit dem Nagellackentferner werde ich nachher mal probieren.
Habe mich nun doch entschlossen, den Riemen in der e-Bucht zu bestellen. Was mich aber verwundert: Teilweise werden dort Sets mit zwei Riemen, teilweise mit nur einem Riemen angeboten. Ich vermute mal, dass der zweite Riemen für das Zählwerk ist. Sollte man den auch wechseln oder tut der originale noch die nächsten 10 Jahre seinen Dienst ?
-marvin-
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 24. Jul 2013, 15:32
So, dass mit dem Nagellackentferner hat super geklappt
Sorry für die Bildqualität, bin nicht gerade so ein guter Fotograf
ta_2760_capstanmtor_sauber

Habe jetzt doch das Set mit den zwei Riemen bestellt, sicher ist sicher...
So langsam wächst das Deck wieder zusammen, die Platinen sind schon blitzeblank und die Potis kommen jetzt noch dran. Beim Laufwerk werde ich wohl noch den Hubmotor instand setzen, habe das schon mal mit Hilfe eines Beitrags in Gardis Onkyo Forum - was es aber leider nicht mehr gibt - bei meinem TA 2760 gemacht. Nun habe ich aber leider kein Plan mehr, was man da machen musste. Kann mir da vielleicht jemand weiterhelfen ?
DaBastla
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 12. Aug 2013, 11:44
Dein letztes Posting ist ja schon ein wenig her, aber weswegen willst Du am Hubmotor etwas instandsetzen?
Motor läuft garnicht, nur manchmal wegen Totstelle am Motor oder Motor zu langsam/zu schnell?
Welche Meßmittel hast Du und kennst Du Dich ein wenig mit denen aus? Um den Motor mal unabhängig vom Recorder zu betreiben, hast Du vielleicht auch ein Labornetzteil zur Verfügung?
Schreib' mal was, vielleich kann man helfen.

Gruß DaBastla
-marvin-
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 12. Aug 2013, 11:55
Hallo,
prinzipiell funktioniert alles einwandfrei, das Deck ist auch schon wieder zusammengebaut und tut seinen Dienst
Nunja, das mit dem Hubmotor scheint wohl ein typisches Leiden der Decks zu sein, also dachte ich mir, ich könnte das (nur zur Sicherheit) noch machen, bevor es wie damals bei meinem TA 2760 plötzlich eintritt. Habe ich aber sein gelassen, da ich nicht wusste, wie es geht und es nicht zwingend notwendig war.
Ein Labornetzteil oder eine Konstantstromquelle besitze ich leider nicht. Einfaches Messgerät für Spannung, Stromstärke sowie Widerstand sowie Lötkenntnisse sind aber vorhanden, falls man damit weiterkommen sollte...
Gruß Marvin
DaBastla
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 12. Aug 2013, 12:19
Boah, das ging aber fix mit der Antwort.
Na, dann ist ja alles gut.

Nee, einfach nur vorbeugend würde ich mit dem Motor auch nix machen, wäre mir zu riskant. Es sei denn, ich hätte konkreten Verdacht, wie ungewöhnliche Laufgeräusche oder ähnlich.

Ich fragte deshalb nach Labornetzteil, weil ich damit vor einigen Jahren einem meiner Nakamichis den Hubmotor mit Totstelle wieder gängig gemacht habe:

Da diese Motoren im Normalbetrieb relativ langsam laufen und sie immer wieder in etwa der geichen Stellung zum Stehen kommen, respektive von der gleichen Stellung aus wieder anlaufen müssen, kommt es gern auf dem Kollektor zum Totstellen.

Der Motor hatte keine Öffnungen für Spray-Schweinereien wie Kontakt 60/61 und hätte für eine Kollektor-Kontaktfederreinigung zerlegt und dafür das Schneckenrad abgezogen, die Mu-Metallabschirmung abgewickelt und das Motor-Rückenschild entfernt werden müssen - dabei riskiert man aber ein Verbiegen der Kontaktfedern - wenn nicht beim Auseinanderbau, dann spätestens beim Zusammenbau.

Ich habe für einen ersten Versuch nur den Motor ausgebaut und am Labornetzteil kurzzeitig mit ordenlicher Spannungsstößen mit Überdrehzahl betrieben, in lockerer Folge vorwärts sowie rückwärts. Kollektor und Kontaktfedern haben sich wunderbar freigelaufen.
Vermutlich verschleissen dabei Kollektor und Federn ... aber ehe er gar nicht mehr läuft. Und das Ding tut's noch heute.

Na dann viel Freude an Deinem Deck!

Gruß aus Mainz,

DaBastla
raphael.t
Inventar
#8 erstellt: 01. Dez 2014, 09:27
Hallo Leute!

Ich versuche derzeit das Onkyo-Deck TA 2570 eines Freundes wieder in Gang zu bringen. Es reagierte auf gar nichts und gab die Kassette nicht frei. Ursache dafür war der Hubmotor, den habe ich wieder beweglich gemacht und damit erreicht, dass Eject wieder ging und auch der schnelle Vorlauf. Nach Erneuerung des Schwungmasse-Riemens funktioniert auch Play wieder.
Was nicht geht: der schnelle Rücklauf, da rattert das Deck bloß. Über die Ursache sinniere ich schon einen halben Tag, da bin ich auf diesen Thread gestoßen. Im vierten Bild sieht man das ausgebaute Laufwerk von vorn links mit einem weiteren Riemen.
Frage: Hat der vielleicht etwas mit meinem Rücklauf-Problem zu tun?

Ich habe daher den Riemen von vorne ausgebaut (Kassettenschacht-Plastik nach oben ziehen und dünnes schwarzes Deckblech mit zwei Schräubchen lösen), er hielt die Form nicht und konnte keine Kräfte übertragen. Aber welche Kräfte? Ohne diesen Gummi gehen nämlich alle Laufwerksfunktionen, auch der schnelle Rücklauf ohne Probleme.
Wofür ist dann der Riemen zuständig?
Hier ein Bild, der Riemen wäre zwischen erstem und zweitem Zahnrad von links.


Fürs Zählwerk kann der Riemen nicht sein, das ist nämlich elektronisch.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael


[Beitrag von raphael.t am 01. Dez 2014, 10:03 bearbeitet]
raphael.t
Inventar
#9 erstellt: 01. Dez 2014, 14:55
Hallo Leute!

Keine Ahnung, was der Riemen da soll, aber ich habe dem Deck einen Haushaltsgummi spendiert.
Diesen Riemen kann man in fünf Minuten von vorne tauschen, ohne dass man das Laufwerk herausnehmnen muss. Jetzt funktioniert wieder alles wie es soll und darüber bin ich froh.

Grüße Raphael
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