Grundig V5000 kleinere Probleme

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DeKaiser
Neuling
#1 erstellt: 02. Sep 2013, 15:53
Hallo zusammen,

mein Grundig V5000 lief dem Alter entsprechend, hatte aber die üblichen Probleme der kratzenden Potis und Aussetzer des linken Kanals. Ich habe also die Schalter und Potis gereinigt und sicherheitshalber die Elkos der NF-Modul-Platte sowie sämtliche Tantalelkos, sowie den Gleichrichter auf der LS-Buchsenplatine getauscht.

Zusätzlich wollte ich die NF-Platine nachlöten, aber wusste nicht was mit nachlöten genau gemeint ist. Sollte ich jeweils das alte Lötzinn entfernen und die Bauteile wieder neu einlöten oder reicht es, die Lötstelle komplett zu erhitzen und ein bisschen neues Zinn hinzuzugeben?

Das Gerät läuft auf jeden Fall wieder, der linke Kanal setzt allerdings immer wieder aus. Wackeln am roten Flachbandkabel zwischen Schalter- zur Reglerplatte beiseitigt den Fehler, daher denke ich, dass der Stecker zur Reglerplatte der Übeltäter ist. Im ausgebauten Zustand hatten alle Adern kontakt, daher kann ich nicht sagen welche, es sollten aber die Adern 9 bis 11 sein, oder? Ich würde daher einfach diese drei Adern oder das ganze Kabel tauschen. Wie bekomme ich die alten Adern aus dem Stecker ohne alles zu zerstören? Habt ihr sonst noch Tips zur Reparatur dieses Flachbandkabels?

Beim geöffneten Gerät ist mir dann noch aufgefallen, dass die Widerstände R375 und R377 der NF-Eingangsplatte schon bei Zimemrlautstärke ~100°C heiß werden. Ist das normal, oder liegt irgendwo in der Gegend ein anderer Defekt vor? Sie sind ordentlich dick und recht weit von der Platte entfernt montiert, aber 100°C sind schon arg.

Außerdem Brummen die Lautsprecher unabhängig vom Eingang und der belegung des Eingangs leicht. Beim Drehen des Lautstärkepotis nimmt es zu. Das ist beim Musikhören nicht störend, im Ruhigen Zimmer hört man es aber schon. Der Verstärker und die Quelle (PC mit älterer M-Audio Soundkarte) sind an der gleichen Steckdosenleiste angeschlossen.

Ich wäre für jede Hilfe dankbar

lg Simon


[Beitrag von DeKaiser am 02. Sep 2013, 15:54 bearbeitet]
hf500
Moderator
#2 erstellt: 02. Sep 2013, 22:22

DeKaiser (Beitrag #1) schrieb:

Zusätzlich wollte ich die NF-Platine nachlöten, aber wusste nicht was mit nachlöten genau gemeint ist. Sollte ich jeweils das alte Lötzinn entfernen und die Bauteile wieder neu einlöten oder reicht es, die Lötstelle komplett zu erhitzen und ein bisschen neues Zinn hinzuzugeben?
lg Simon


Moin,
warm machen und neues Zinn zugeben reicht in der Regel. In hartnaeckigen Faellen muss man tatsaechlioch ausloeten und neu einloeten, das ist eher selten.
Bei den doppelseitig kaschierten Platinen von Grundig mit Vorsicht arbeiten, sie sind empfindlich.

73
Peter
DeKaiser
Neuling
#3 erstellt: 02. Sep 2013, 22:41
Hey Peter,

gut, dann hab' ich es richtig gemacht Kann es sein, dass die 2 mal vier Dioden einiges an Wärme schlucken? Ich hab mich an einerm Beinchen versucht, das Zinn aber auch mit einem Weller Eisen nicht ordentlich geschmolzen bekommen. Ich hab dann aufgegeben und drauf gehofft, dass diese nicht allzu oft Probleme bereiten...

Ich habe gerade bei dem Versuch, die defekte Ader zu finden, ein bisschen rumgemessen und festgestellt, dass der schirmende? große Blechkäfig der NF-Eingangsplatte ungefähr 20 mV Potential gegenüber dem Gehäuse bzw. der Masse hat. Ist das gewollt? Kann das Brummen der LS durch die Potentialdifferenz herrühren? Der Draht zwischen Eingangsbuchsen und Kühlblech ist laut Multimeter korrekt angelötet. Ob die Schraube zwischen Eingangsbuchsen und seitlicher Gehäusewand die Richtige ist weiß ich nicht genau. Als nicht mehr so viele übrig waren, war es die Einzige, die gepasst hat, aber ich glaube da war mal ne andere drin...

lg Simon
DeKaiser
Neuling
#4 erstellt: 09. Sep 2013, 19:18
Kleines Update:

Der Wackelkontakt ist repariert. Es war wohl die Buchse und nicht das Kabel. Neu anlöten hat den Fehler beseitigt.

Die heißen Widerstände und das Brummen sind natürlich noch da. Falls wer einen Tipp hat, immer her damit

lg Simon
oldiefan1
Inventar
#5 erstellt: 20. Sep 2013, 04:57
Hallo Simon,

die Lastwiderstände werden so heiss, ist normal. An ihnen muss doch eine grosse Spannung verbraten werden.

Brummen darf der V 5000 nicht. Da hast Du irgendwo noch einen Fehler. Brummt er auch, wenn Du alle Quellgeräte abgestöpselt hast?

Gruss,
Reinhard
hifibastler2
Stammgast
#6 erstellt: 21. Sep 2013, 14:41
Hallo zusammen,

bei Brummen ist meine erste Frage: frequenzmäßig Netzbrummen?
Dann sind wohl Siebelkos die Ursache.
Weiter brummen völlig intakte Geräte manchmal mit vorgeschaltener Glühbirne, wenn die Spannungsregler nicht mehr voll die Restwelligkeit kappen können.

Gruß
Thomas
hackmac_No_1
Stammgast
#7 erstellt: 22. Sep 2013, 11:39
Moin,

Du schreibst das beide Gerät an der selben Leiste hängen, da könnte auch der Hund gebraben liegen.
Einfach mal trennen.
Auch die Länge des Anschlußkabels (ich nehme an Chinch) hat einen Einfluss.
Hatte das auch mal mit ner 5m langen Chinchstrippe.
Schließlich ist noch die Frage, welche Eingänge der V5000 hat, Chinch oder Din.
Falls DIN, hast Du einen Adapter in Verwendung?
Da könnte auch noch was im argen sein.

Grüße mac
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