Probleme mit Grundig V5000

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Scharrlatan
Stammgast
#1 erstellt: 26. Jan 2005, 22:44
Ich habe mehrere Probleme mit meinem V5000.

Zum einen, wenn ich den Verstärker ausschalte, gehen zwar die Endstufen aus, aber die Lichter brennen weiterhin und wenn ich etw. an den Kopfhörerausgang anschließe höre ich weiterhin etw. (also aus dem z.B. Kopfhörer)

Das zweite Problem ist, dass manchmal die linke Seite vom LS-Paar 1 und 2 ausfällt bzw. nur LS-Paar 1 die linke Seite ausfällt. Das geht manchmal weg, wenn ich den Verstärker ausschalte oder auf eine relativ hohe Lautstärke drehe, wobei letzteres nur etw. bringt, wenn viel Bass in der Musik ist. Manchmal funktioniert auch keines von beiden und ich muss solange herumprobieren, bis es funktioniert.

Wie kann ich das beheben?
Ich hab den Originalen Schaltplan des Verstärkers hier.


Vielleicht kann mir ja jemand helfen.

spz. Scharrlatan
Zweck0r
Moderator
#2 erstellt: 26. Jan 2005, 23:48
Hi,

das zweite Problem ist einfach zu lösen: Lautsprecherrelais reinigen. Ich mache das mit Streifen feinen Schmirgelpapiers (z.B. Körnung 800). Kontakt 60 geht auch, das sollte man aber auf einen Lappen oder Löschpapier sprühen und dann damit über die Kontakte wischen, damit nichts ins Relais läuft. Danach mit Kontakt WL auswaschen. WL ätzt nicht, das kann ruhig danebenlaufen. Mit einem Papiertaschentuch aufsaugen macht aber auch Sinn.

Die Ursache für das Schalterproblem lässt sich nicht direkt beheben, zumindest habe ich noch keinen Weg gefunden. Durch irgendeine chemische Veränderung bilden sich Kriechströme im Schalter. Ich habe so einen Schalter irgendwann mal geöffnet, alles pingelig mit Kontakt WL ausgewischt und wieder zusammengebaut. Der Kriechstrom war danach zuerst völlig verschwunden, aber nach einem Monat wieder da

Aber jetzt das gute: man kann die Schaltung beim V 5000 so modifizieren, dass der Schalter niederohmiger belastet wird und die Kriechströme nicht mehr ins Gewicht fallen. Dabei muss man aber etwas tricksen, damit ein angeschlossener Tuner mit Fernschaltfunktion noch funktioniert und nicht zu stark belastet wird.

Funzen könnte z.B. ein Widerstand mit 8,2 k zwischen Basis und Emitter von T 901. Der senkt den Lastwiderstand auf ca. 55 k und erhöht außerdem die Ansprechspannung des Schaltverstärkers von weniger als 1 V auf 5 V. Das sollte reichen, um den Kriechstrom zu erschlagen, aber nachmessen würde ich trotzdem.

Bei dem Pegelton-Schalter eines SXV 6000, der dasselbe Problem hat, geht das leider nicht so einfach. Da streut die Betriebsspannung des Oszillators in einen Tonkanal

Man könnte höchstens den Schalter niederohmig belasten und für die eigentlichen Schaltfunktionen Relais einsetzen, aber den Pegeltongenerator brauche ich sowieso nie. Will heißen: Drahtbrücken tuns auch

Man könnte auch versuchen, die Kriechstromstrecke mit hohen Strömen zu "braten" oder das Platinenmaterial an der Stelle herausdremeln, aber ohne die genaue chemische Ursache zu kennen, wären das reine Versuchsballons und der Effekt hat sich ja schon einmal (s.o.) als Zeitbombe erwiesen

Grüße,

Zweck
Scharrlatan
Stammgast
#3 erstellt: 26. Jan 2005, 23:55

Zweck0r schrieb:
Hi,

das zweite Problem ist einfach zu lösen: Lautsprecherrelais reinigen. Ich mache das mit Streifen feinen Schmirgelpapiers (z.B. Körnung 800). Kontakt 60 geht auch, das sollte man aber auf einen Lappen oder Löschpapier sprühen und dann damit über die Kontakte wischen, damit nichts ins Relais läuft. Danach mit Kontakt WL auswaschen. WL ätzt nicht, das kann ruhig danebenlaufen. Mit einem Papiertaschentuch aufsaugen macht aber auch Sinn.

Die Ursache für das Schalterproblem lässt sich nicht direkt beheben, zumindest habe ich noch keinen Weg gefunden. Durch irgendeine chemische Veränderung bilden sich Kriechströme im Schalter. Ich habe so einen Schalter irgendwann mal geöffnet, alles pingelig mit Kontakt WL ausgewischt und wieder zusammengebaut. Der Kriechstrom war danach zuerst völlig verschwunden, aber nach einem Monat wieder da

Aber jetzt das gute: man kann die Schaltung beim V 5000 so modifizieren, dass der Schalter niederohmiger belastet wird und die Kriechströme nicht mehr ins Gewicht fallen. Dabei muss man aber etwas tricksen, damit ein angeschlossener Tuner mit Fernschaltfunktion noch funktioniert und nicht zu stark belastet wird.

Funzen könnte z.B. ein Widerstand mit 8,2 k zwischen Basis und Emitter von T 901. Der senkt den Lastwiderstand auf ca. 55 k und erhöht außerdem die Ansprechspannung des Schaltverstärkers von weniger als 1 V auf 5 V. Das sollte reichen, um den Kriechstrom zu erschlagen, aber nachmessen würde ich trotzdem.

Bei dem Pegelton-Schalter eines SXV 6000, der dasselbe Problem hat, geht das leider nicht so einfach. Da streut die Betriebsspannung des Oszillators in einen Tonkanal

Man könnte höchstens den Schalter niederohmig belasten und für die eigentlichen Schaltfunktionen Relais einsetzen, aber den Pegeltongenerator brauche ich sowieso nie. Will heißen: Drahtbrücken tuns auch

Man könnte auch versuchen, die Kriechstromstrecke mit hohen Strömen zu "braten" oder das Platinenmaterial an der Stelle herausdremeln, aber ohne die genaue chemische Ursache zu kennen, wären das reine Versuchsballons und der Effekt hat sich ja schon einmal (s.o.) als Zeitbombe erwiesen

Grüße,

Zweck



hehe, jetzt haste mich verwirrt mit den letzten sätzen

also, für problem nummer eins haste ne lösung, Lautsprecherrelais abschmirgeln


problem nummer 2 könnteste also nicht beheben.



ich sags gleich so, ich hatte das ding noch nicht auf ...
muss ich mir morgen mal ansehen. immoment versteh ich nur bahnhof ..
Zweck0r
Moderator
#4 erstellt: 27. Jan 2005, 00:18
Das Einschalten beim V 5000 ist fernbedienbar, der Netzschalter schaltet nicht direkt die Netzspannung, sondern ein Relais, das ebendies tut. Das Relais wird über einen Transistorverstärker angesteuert, der schon bei unnötig niedrigen Spannungen anspricht, das Relais schaltet schon bei winzigen Kriechströmen im Schalter.

Mit dem 8,2 k-Widerstand am Schalttransistor T 901 (siehe oben und im Schaltplan) kann man die Last am Schalter erhöhen und gleichzeitig die Ansprechschwelle des Schaltverstärkers. Das sollte reichen, damit der Schalter wieder funktioniert.

Reicht das nicht, könnte man auch noch mehr machen, das wäre aber mit mehr Bastelei verbunden.

T 901 sitzt übrigens hinten auf der Platine mit den drei Relais. Da kommt man deutlich besser ran als an das Gewusel hinter der Frontplatte.

Grüße,

Zweck
Scharrlatan
Stammgast
#5 erstellt: 27. Jan 2005, 00:46

Zweck0r schrieb:
Das Einschalten beim V 5000 ist fernbedienbar, der Netzschalter schaltet nicht direkt die Netzspannung, sondern ein Relais, das ebendies tut. Das Relais wird über einen Transistorverstärker angesteuert, der schon bei unnötig niedrigen Spannungen anspricht, das Relais schaltet schon bei winzigen Kriechströmen im Schalter.

Mit dem 8,2 k-Widerstand am Schalttransistor T 901 (siehe oben und im Schaltplan) kann man die Last am Schalter erhöhen und gleichzeitig die Ansprechschwelle des Schaltverstärkers. Das sollte reichen, damit der Schalter wieder funktioniert.

Reicht das nicht, könnte man auch noch mehr machen, das wäre aber mit mehr Bastelei verbunden.

T 901 sitzt übrigens hinten auf der Platine mit den drei Relais. Da kommt man deutlich besser ran als an das Gewusel hinter der Frontplatte.

Grüße,

Zweck



was soll ich unter fernbedienbar verstehen?

gibts für denen ne fernbedienung?

das andere werd ich mal heute mittag nachsehen gehen
Zweck0r
Moderator
#6 erstellt: 27. Jan 2005, 02:27
Eine Fernbedienung nicht, aber einige Grundig-Tuner können den V 5000 automatisch mit einschalten. Die Schaltuhr am T 5000 bekommt dadurch erst Sinn. Man braucht dazu nur ein spezielles DIN-Kabel mit zusätzlichem Mittelpin.

Grüße,

Zweck
Scharrlatan
Stammgast
#7 erstellt: 27. Jan 2005, 14:35

Zweck0r schrieb:
Eine Fernbedienung nicht, aber einige Grundig-Tuner können den V 5000 automatisch mit einschalten. Die Schaltuhr am T 5000 bekommt dadurch erst Sinn. Man braucht dazu nur ein spezielles DIN-Kabel mit zusätzlichem Mittelpin.

Grüße,

Zweck


aso... den hab ich auch noch hier ^^

mal ausprobieren ...
Dualist
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 31. Jan 2005, 19:41
Hallo zusammen!

Das zweite Problem ist, dass manchmal die linke Seite vom LS-Paar 1 und 2 ausfällt bzw. nur LS-Paar 1 die linke Seite ausfällt. Das geht manchmal weg, wenn ich den Verstärker ausschalte oder auf eine relativ hohe Lautstärke drehe, wobei letzteres nur etw. bringt, wenn viel Bass in der Musik ist. Manchmal funktioniert auch keines von beiden und ich muss solange herumprobieren, bis es funktioniert.


Exakt dieses Problem hatte ich - ebenfalls den linken Kanal betreffend - bei meinem Saba MI 215. Bei mir lag es an der Einschaltverzögerung: Hier wird nach dem Einschalten der Kontakt für beide Kanäle über kleine Blattfedern hergestellt. Die Kontaktplättchen auf den Federn habe ich nach Zwecks Anleitung mit feinen Schmirgelpapierstreifen gereinigt und anschließend mit Kontaktspray (T 6) behandelt. Dadurch wurde nicht nur das Problem behoben, auch der Klang ist jetzt sehr viel besser.

@ Zweck


das zweite Problem ist einfach zu lösen: Lautsprecherrelais reinigen.


Ja, ich erinnere mich. Das hattes du schon mal in einem anderen Thread geschrieben. Deine dortige Anleitung hat mir bei der Reinigung der Einschaltverzögerung sehr weitergeholfen. Kontaktspray allein hatte bei mir keine Wirkung, erst die Reinigung mit Schmirgelpapier brachte den gewünschten Effekt.

Was ich dich aber immer mal fragen wollte ist, was bzw. wo die Lautsprecherrelais überhaupt sind? Handelt es sich dabei um das rot-braune Kästchen, dass ich oben als "Einschaltverzögerung" bezeichnet habe? Oder anders gefragt: Habe ich die Lautsprecherrelais bereits gereinigt (ohne es zu wissen)?

Vielen Dank übrigens für die Bereitstellung des Manuals.

Grüße,
Dualist
Dualist
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 31. Jan 2005, 20:12

Dualist schrieb:
Oder anders gefragt: Habe ich die Lautsprecherrelais bereits gereinigt (ohne es zu wissen)?

Ja, habe ich. ;-)
Passat
Moderator
#10 erstellt: 31. Jan 2005, 20:13
Ja, das, was du als Einschaltverzögerung bezeichnest, sind die Lautsprecherrelais.

Die Lautsprecherrelais werden von der Einschaltverzögerung gesteuert.

Grüsse
Roman
Scharrlatan
Stammgast
#11 erstellt: 23. Feb 2005, 15:27
So, jetzt hab ich ein neues Problem mit meinem 2ten V5000

Also, wenn ich den anschalte, passiert nix.... Normalerweise knacken die nach einer kurzen zeit, soweit ich weiß schalten sich dann die endstufen an. genau das macht der verstärker nichtmehr. kommt kein ton aus den boxen, kein rauschen, knacken, knistern einfach gar nix. hat jemand ne lösung oder is da was kaputt. funktionierte ganz plötzlich nichtmehr, nachdem ich ihn ausgeschaltet habe.
hf500
Moderator
#12 erstellt: 23. Feb 2005, 21:52
Moin,
entweder fehlt eine Betriebsspannung oder eine Endstufe ist defekt.
Die einschaltverzoegerung hat naemlich auch die aufgabe, bei fehlerhaften
Endstufen die Lautsprecher abzuschalten.
Ich nehme an, Du hat die Lautsprecher auch mit den Wahlschaltern auf der front eingeschaltet?
Die wirken naemlich auch auf die Relais.

73
Peter
Scharrlatan
Stammgast
#13 erstellt: 23. Feb 2005, 22:05

hf500 schrieb:
Moin,
entweder fehlt eine Betriebsspannung oder eine Endstufe ist defekt.
Die einschaltverzoegerung hat naemlich auch die aufgabe, bei fehlerhaften
Endstufen die Lautsprecher abzuschalten.
Ich nehme an, Du hat die Lautsprecher auch mit den Wahlschaltern auf der front eingeschaltet?
Die wirken naemlich auch auf die Relais.

73
Peter


klaro, betriebsspannung is da, lautsprecherpaar is auch angeschaltet ich hab schon einige grundigverstärker ^^

kann einfach so von heute auf morgen eine endstufe kaputt gehen?
Zweck0r
Moderator
#14 erstellt: 23. Feb 2005, 22:32
Hi,


kann einfach so von heute auf morgen eine endstufe kaputt gehen?


Sie kann Das gleiche ist meinem Bruder auch passiert mit seinem V 5000. Ohne ersichtlichen Grund war die Endstufe hinüber. Praktischerweise läuft sie aber auch mit EINEM Paar Transistoren, ich habe einfach den defekten (Kurzschluss) und sein Gegenstück rausgeworfen. Bei hohen Belastungen oder kritischen Lautsprechern kann das aber schiefgehen.

Die Transistoren sind dummerweise von Grundig selektierte BD 745/746. Wonach sie selektiert sind, steht aber nicht im Schaltplan. Man kann also nur auf gut Glück irgendwelche einbauen und hoffen, dass es richtig funktioniert. Den Ruhestrom muss man sowieso bei jeder Änderung neu einstellen.

Eine meiner A5000 funktioniert übrigens schon lange gut mit stinknormalen BD 249 C/250 C. Ob sie allerdings noch die von Grundig vorgesehene Klirrarmut und Stabilität erreicht, kann ich mangels Klirrfaktormesser nicht feststellen.

Grüße,

Zweck


[Beitrag von Zweck0r am 23. Feb 2005, 22:34 bearbeitet]
Scharrlatan
Stammgast
#15 erstellt: 23. Feb 2005, 22:49

Zweck0r schrieb:
Hi,


kann einfach so von heute auf morgen eine endstufe kaputt gehen?


Sie kann Das gleiche ist meinem Bruder auch passiert mit seinem V 5000. Ohne ersichtlichen Grund war die Endstufe hinüber. Praktischerweise läuft sie aber auch mit EINEM Paar Transistoren, ich habe einfach den defekten (Kurzschluss) und sein Gegenstück rausgeworfen. Bei hohen Belastungen oder kritischen Lautsprechern kann das aber schiefgehen.

Die Transistoren sind dummerweise von Grundig selektierte BD 745/746. Wonach sie selektiert sind, steht aber nicht im Schaltplan. Man kann also nur auf gut Glück irgendwelche einbauen und hoffen, dass es richtig funktioniert. Den Ruhestrom muss man sowieso bei jeder Änderung neu einstellen.

Eine meiner A5000 funktioniert übrigens schon lange gut mit stinknormalen BD 249 C/250 C. Ob sie allerdings noch die von Grundig vorgesehene Klirrarmut und Stabilität erreicht, kann ich mangels Klirrfaktormesser nicht feststellen.

Grüße,

Zweck


mhhh, hab den schaltplan etc. hier. wollte eigentlich morgen den verstärker nem freund geben, der das ganze zeugs besorgen kann. bekommt man diese kondensator niergends mehr?
Zweck0r
Moderator
#16 erstellt: 23. Feb 2005, 22:53
Diese selektierten Transistoren konnte man nur direkt bei Grundig bestellen. Heutzutage wohl aussichtslos

Grüße,

Zweck
DrNice
Inventar
#17 erstellt: 23. Feb 2005, 23:15
Moin!

Bei www.forum-grundig-heiler.de läuft gerade eine entsprechende Aktion. Ansonsten: Versuch macht kluch.

Denn der V/A 5000 ist wirklich ein exzellentes Gerät. An defekten Transistoren sollte es echt nich scheitern - das wäre zu schade.
gal2504
Stammgast
#18 erstellt: 31. Okt 2005, 07:56
oldiefan1
Stammgast
#19 erstellt: 03. Dez 2006, 15:34
Ich komme nochmal zurück zum Problem mit dem Ausschalten / Netzschalter beim V 5000.

Dieses Problem könnte eine ganz simple und sehr einfach zu behebende Ursache haben, nämlich einen defekten (kurzgeschlossenen?) blauen Tantalelko C907 (4,7 Mikrofarad/35V), der hinten am Gerät auf der Netzteileingangsplatine sitzt.

Ich schlage vor, diesen Elko einfach gegen einen "normalen" ELKO (4,7uF/35V) auszutauschen, bevor Ihr andere komplizierte Reparatur versuche macht (Schalter ausbauen und reinigen, Hilfswiderstände einbauen, usw.), die eher fragwürdig sind.

Es ist bekannt, dass Tantalelkos die Neigung haben, bei Ausfall einen Kurzschluss zu machen. Der besagte C907 steht immer unter Last und bei dem Alter des Gerätes wäre ein Ausfall nicht ungewöhnlich, was sich in dem beschriebenen Ausschaltproblem äussern kann. Ich habe bei diesem Verstärker, aus heiterem Himmel schon einen anderen Tantalelko im Klangregelnetzwerk im laufenden Betrieb mit einem "plopp" in den Lautsprechern verscheiden hören. Im Netzteilbereich und in der Schaltelektronik hört man natürlich nichts - es würde nur einfach die Schaltfunktion nicht mehr richtig funktionieren.

Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Grund im Ausfall eines der anderen (robusten) Bauteile oder dem "Kriechstrom" im Schalter liegt.

Hier ist der Link zum Schaltplanauszug des betreffenden Bereichs um den C907:

http://img347.imageshack.us/img347/6992/v5000switchkz2.jpg

Um Rückmeldung von Betroffenen, die den Tipp probieren wollen, würde ich mich freuen.

Gruss,
Reinhard
oldiefan1
Stammgast
#20 erstellt: 07. Jan 2007, 03:47
...und bevor ich es vergesse:

Bei der Gelegenheit gerade den roten Selengleichrichter auf der Hilfsnetzteilplatine durch einen kleinen Si-Brücken-Gleichrichter ersetzen. Geeignet z.B. B40C800DIP. Der B und der C Wert dürfen auch grösser sein, brauchen es aber nicht. Passt genau und hält nun "for ever".

Diese alten Selengleichrichter haben nämlich auch die Eigenschaft bald auszufallen. Und ohne die Hilfsspannung ist kein Ausschalten möglich.

Reinhard
Max_Grundig_;-)
Neuling
#21 erstellt: 10. Apr 2007, 14:41

oldiefan1 schrieb:
...und bevor ich es vergesse:

Bei der Gelegenheit gerade den roten Selengleichrichter auf der Hilfsnetzteilplatine durch einen kleinen Si-Brücken-Gleichrichter ersetzen. Geeignet z.B. B40C800DIP. Der B und der C Wert dürfen auch grösser sein, brauchen es aber nicht. Passt genau und hält nun "for ever".

Diese alten Selengleichrichter haben nämlich auch die Eigenschaft bald auszufallen. Und ohne die Hilfsspannung ist kein Ausschalten möglich.

Reinhard


Hallo Reinhard!

Du scheinst für meinen 'Fall' wohl der richtige Ansprechpartner zu sein: Bei meinem Grundig Tuner T 5000 ist jetzt über Ostern auch etwas sprichwörtlich 'abgeraucht' Kann das auch ein solcher (jetzt ausgebrannter) Selengleichrichter sein? Auf jeden Fall ließ sich nach der Rauchbildung keine Senderfrequenz (LED-Digitalanzeige) mehr verändern, geschweige Sender einstellen Nach meinen ersten Suchen bei Ebay und entsprechenden Hifi-Foren habe ich den Eindruck, dass dieser Fehler bei dem T 5000 reihenweise vorkommt. Ist dieser wenn, mit einigermaßen angemessenem Aufwand wieder zu beheben? Sprich: Ersatz des alten durchgebrannten Gleichrichters gegen eine neue "for ever"-Variante?? Mir ist schon daran gelegen, den guten alten T 5000 weiter zu betreiben und nicht etwa wegen solch einer 'Kleinigkeit' auszumustern. Zum Nachschauen geöffnet habe ich das Gerät bisher noch nicht. Kann man den verschmorten Gleichrichter (oder was es sonst ggf. war) optisch gut ausmachen oder sieht man den Bauteilen dies eher nicht an? Vielen Dank im voraus für eine weiterhelfende Antwort!

Gruß
Michael
hf500
Moderator
#22 erstellt: 10. Apr 2007, 18:58
Moin,
ja, such mal nach Selengleichrichtern.
Und auch das restliche Netzteil ueberpruefen,
kalte Loetstellen koennen sich auch eingefunden haben.

Selengleichrichter fallen oft optisch deutlich aus ;-)
Wenn es flachgleichrichter mit in Reihe liegenden anschluessen sind,
achte auf die Anschlussreihenfolge. auch dafuer gibt es passende Siliziumbruecken.
Zwischen beide Wechselspannungsanschluesse und von einem nach Masse kommen 0,1µF Kondensatoren.
Sie sollen verhindern, dass HF in den Gleichrichter eindringt. Se-Glr. haben damit kein Problem,
weil selbst eine hohe Kapazitaet.

73
Peter
Scharrlatan
Stammgast
#23 erstellt: 10. Apr 2007, 19:31
hab den verstärker nun 2 jahren (wow, wusste nich das es scho so lang is) beim kumpel, der daran herumbastelt

ich hab ka, wie der vorangekommen is XD

muss mich ma erkundigen gehen lol

edit: wie ich grad gesehen hab, is das nen anderer thread von mir. der hier is von meinem ersten V5000 der immernoch glücklich is und ich jetzt eigentlich keine probleme mehr hab. sauber gemacht etc. xD

oben mit dem zeug meinte ich nen anderen V5000 mit (wohl) defekter endstufe


[Beitrag von Scharrlatan am 10. Apr 2007, 19:34 bearbeitet]
oldiefan1
Stammgast
#24 erstellt: 11. Apr 2007, 02:09
Hallo Michael,

im T 5000 sind die Selengleichrichter die roten Klötzchen rund um den Trafo. Es sind glaube ich drei. Die lassen sich durch Si-Brückengleichrichter in Rundform ersetzen. Man muss nur die Beine der runden Si-Gleichrichter so biegen, dass die Anschlüsse richtig hinkommen, sich aber natürlich nicht berühren - also die Wechselspannung an die beiden Wechselspannungs anschlüsse und + an +, der andere ist dann -.

Was noch häufig vorkommt ist ein Ausfall eines der grossen Elektrolytkondensatoren im Netzteil nach all den Jahren - nicht selten mit Kurzschluss. Die gelben Frako- oder ROE-"Becher" sind besonders anfällig. Ich empfehle, die gleich mit zu tauschen.


Viel Glück - schönes Gerät der T 5000!

Reinhard
Max_Grundig_;-)
Neuling
#25 erstellt: 18. Apr 2007, 18:25

oldiefan1 schrieb:
Hallo Michael,

im T 5000 sind die Selengleichrichter die roten Klötzchen rund um den Trafo. Es sind glaube ich drei. Die lassen sich durch Si-Brückengleichrichter in Rundform ersetzen...

...Was noch häufig vorkommt ist ein Ausfall eines der grossen Elektrolytkondensatoren im Netzteil nach all den Jahren - nicht selten mit Kurzschluss...

Viel Glück - schönes Gerät der T 5000!

Reinhard


Hallo Reinhard und Peter!

Vielen Dank für die bisherigen Tipps zu den ggf. abgängigen Gleichrichtern und Elkos!

Es gibt ansonsten einen (zumindest) Zwischenstand zu meinem Grundig T 5000:
Nach Öffnen des Gerätes habe ich schnell die rot leuchtenden Gleichrichterklötzchen und vergleichsweise großen Kondensatoren gefunden, die recht eindeutig zum Bereich des Netzteiles gehören. Aus diesem örtlichen Bereich war seinerzeit pünktlich zu Ostern auch der leichte Rauch aufgestiegen. Allerdings ist keiner der roten Gleichrichter äußerlich verschmort Den Kondensatoren kann man ja einen Kurzschluß äußerlich leider auch nicht ansehen,oder? Anders wie bei den Gleichrichtern und Elkos konnte man aber sehr wohl nachvollziehen, woher hingegen der Rauch gestammt haben mußte. Und zwar hat sich eine (radial-)federbelastete Drahtbrücke nach entstandener Hitze entlötet. D.h., wenn diese Drahtbrücke erhitzt wird, wird das Lötzinn weich und der auf Vorspannung stehende Radialfederdraht öffnet sich (vergleichbar) wie eine Schranke und unterbricht auf diese Weise dauerhaft einen bestimmten Stromkreis am Ausgang des Netzteiles. Habe auch ein Foto von dieser aufgesprungenen Drahtbrücke, weiß aber noch nicht so recht, wie hier im Forum Bilder eingestellt werden. Mit Imageshack habe ich noch nicht gearbeitet oder dort etwas hochgeladen.
Bei dem Rundfunktechniker, bei dem ich den Tuner letzten Freitag abgegeben habe, äußerte, dass diese spezielle Drahtbrücke vermutlich eine Überlast-/Übertemperaturschalter-Funktion für den Bereich Netzteil zur Aufgabe hat. Auch im Schaltplan ließ sich diese Einrichtung ausmachen, allerdings noch nicht auf Anhieb der letztendliche Grund für die gewesene Überlast bzw Übertemperatur ersehen. Ggf. ein (zugehöriger) Elko-Kurzschluß? Hoffe, dass jetzt gerade fleißig der Fehler an dem Netzteil gesucht und hoffentlich als weitestgehende Bagatelle ausfindig gemacht wird. Bin schon gespannt...
Hat einer von Euch schonmal von einer solchen wärmeempfindlichen Federdrahtbrücke gehört? Und wenn ja, für welche (Sicherheits-)Funktionen?

Gruß
Michael
Bertl100
Inventar
#26 erstellt: 18. Apr 2007, 18:40
schöner spaß!
hab heute einen T5000 bekommen. aus der bucht defekt gesteigert.

er ist nicht ganz tot - die uhr läßt sich stellen, aber einschalten läßt er sich nicht.

und innen drin sind bei zwei der sicherungshalter die federlaschen gebrochen.
UND: der auflötwiderstand hat ausgelöst.

hab noch nicht weiter nach ursachen gesucht, hab ihn ja erst seit ca. 2 stunden :-)
aber sehr aufwendig aufgebaut! gefällt mir!

solche auflötwiderstände wurden früher häufiger verbaut in netzteilen von hifi und fernsehern.
sie wirken wie eine reversible sicherung.
werden sie zu heiß, weil zu viel strom fließt, schmilzt das zinn und der stromfluß wird unterbrochen.
im T5000 ist sie offensichtlich (laut platinenbeschriftung) für die 32V-spannung zuständig. dies ist wohl die abstimmspannung.

leider hab ich keinen schaltplan. hast du einen schaltplan, max grundig?

Gruß
Bernhard
Max_Grundig_;-)
Neuling
#27 erstellt: 18. Apr 2007, 19:24

Bertl100 schrieb:
Schöner Spaß!

hab heute einen T 5000 bekommen. aus der bucht defekt gesteigert.

er ist nicht ganz tot - die uhr läßt sich stellen, aber einschalten läßt er sich nicht.

und innen drin sind bei zwei der sicherungshalter die federlaschen gebrochen.
UND: der auflötwiderstand hat ausgelöst.

hab noch nicht weiter nach ursachen gesucht, hab ihn ja erst seit ca. 2 stunden :-)
aber sehr aufwendig aufgebaut! gefällt mir!

solche auflötwiderstände wurden früher häufiger verbaut in netzteilen von hifi und fernsehern.
sie wirken wie eine reversible sicherung.
werden sie zu heiß, weil zu viel strom fließt, schmilzt das zinn und der stromfluß wird unterbrochen.
im T 5000 ist sie offensichtlich (laut platinenbeschriftung) für die 32V-spannung zuständig. dies ist wohl die abstimmspannung.

leider hab ich keinen schaltplan. hast du einen schaltplan, max grundig?

Gruß
Bernhard



Hallo Bernhard!

Aber klar! In Form der Grundig Service-Anleitung
http://cgi.ebay.de/G...eZWD1VQQcmdZViewItem
Habe ich jetzt aber meinem Rundfunktechniker für die Dauer der (hoffentlich erfolgreichen) Reparatur zur Verfügung gestellt.
Hast Du den/Deinen 'neuen' Tuner bewußt defekt ersteigert (silbern/braun)? Wie ich feststelle, mit dem identischen Fehler wie bei mir
Mein ebenfalls vorhandener Ersatzteilspender hat den gleichen Fehler mit dem ausgelösten sogen. "Auflötwiderstand". Aha, so heißt dieses Ding also...
Scheint ein echter Schwachpunkt bei diesem Tuner zu sein. Was wird wohl der Auslöser dafür sein? Doch ggf. Elko-Kurzschluß?
Einschalten läßt sich Dein Tuner nicht? Drehschalter nach rechts und dann die UKW-Taste(nicht Standby) betätigen. Dann müßte eigentlich die Frequenzanzeige aufleuchten, die sich aber leider nicht verändern läßt. Wenn nicht, haben Deine gebrochenen Federlaschen der Sicherungsalter evtl. damit zu tun!?
Ebenfalls noch viel Spaß und Erfolg bei der Fehlersuche!

Gruß
Michael
Bertl100
Inventar
#28 erstellt: 18. Apr 2007, 20:01
hallo max,

ja, hab ihn absichtlich defekt ersteigert!
hab freude dran, billiger zu steigern und danach selber (hoffentlich erfolgreich) zu reparieren.
hab fast meine ganzen grundig silberling defekt gesteigert.
der T5000 ist auch in silber.

hier noch schnell der aktuelle stand:
hab die gebrochenenen sicherungshalter vorübergehend versuchsweise geflickt und den auflötwiderstand zugelötet.

gerät läuft jetzt. auflötwiderstand spricht nicht wieder an.
möglicherweise tat er das, weil eine andere versorungsspannung (wegen dem sicherungshalter) fehlte.
frequenz läßt sich in allen wellenbereichen einstellen, MW und LW haben empfang.
UKW aber nicht. abstimmungspannung reagiert aber richtig.
vermutlich noch was am ZF teil.

werd aber erst wieder freitag zum weitersuchen kommen.

Gruß
Bernhard
oldiefan1
Stammgast
#29 erstellt: 22. Apr 2007, 21:51
Kinners,

in 9 von 10 Fällen ist es entweder einer der SELENGLEICHRICHTER oder einer der beiden grossen Elkos. Die sitzen in der Nähe vom Kühlkörper des Spannungsstabilisators. Dadurch werden sie wärmer als ihnen gut tut. Insbesondere die alten Roederstein (ROE) und Frako Typen mochten das nicht und quittieren meist mit Kurzschluss.

Halt Erfahrungswerte!

Bei mir waren es bei drei Grundig Tunern aus dieser Zeit die Elkos, die Kurzschluss hatten.

Grüsse,
Reinhard

PS: "Das Häufige" kommt auch meist vor.
Bertl100
Inventar
#30 erstellt: 23. Apr 2007, 14:21
Hallo oldiefan,

so, UKW spielt auch wieder. eine von den lötstellen zum HF-frontend war abgerissen.

die selengleichrichter und die großen netzteilelkos scheinen bei mir (ausnahmsweise) noch zu gehen. allerdings wird der große glr (für die 15V versorgung) verdammt heiß .... ob das normal ist?

aber so richtig ok ist das gerät noch nicht.
die feldstärke anzeige bei UKW scheint mir eher zu wenig anzuzeigen. würde mich aber erst mal nicht stören. aber das tunoscope arbeitet auch erst ordnungsgemäß, wenn mehr als drei LEDs der feldstärkeanzeige leuchten. bei geringeren pegeln ist zwar (akustisch) einwandfreier empfang, aber keine reaktion am tunoscope. kenne das gerät nicht so gut. aber normal ist das nicht, oder doch?
bei meinem T7500 ist es zumindest anders.

Gruß
Bernhard
oldiefan1
Stammgast
#31 erstellt: 26. Apr 2007, 20:17
Hallo Bernhard,

es ist normal, dass die roten Gleichrichter heiss werden.

Die Tunoscope-Anzeige reagiert etwa so wie beim T 7500. Wenn nicht, müsste neu abgeglichen werden. Für die Tunoscope Anzeige FM gibt es glaube ich auch noch ein Poti.

Hast Du nur eine Drahtantenne dran, genauso wie bei Deinem 7500?

Gruss,
Reinhard
Bertl100
Inventar
#32 erstellt: 27. Apr 2007, 06:57
danke für die info, oldiefan.
dann lass ich die selen-glr erst mal drin.

ich hab das manual ja schon bestellt, hoffe, dass es heute oder morgen kommt.
dann schau ich mir den abgleich von dem pfad zum tunoscope mal genauer an. halt dich aufm laufenden!

ich hab zum einen mit der selben drahtantenne probiert, zum anderen aber auch sender von der dachantenne, die schwach reingehen (ORF z.b.) verglichen.

Gruß
Bernhard
hf500
Moderator
#33 erstellt: 27. Apr 2007, 17:41
Moin,
tausch den Gleichrichter trotzdem, wo Du das Geraet offen hast.
Durch die Waermeentwicklung altert der Se-Glr ziemlich stark und faellt gerne aus.
Denk an die HF-Stoerschutzkondensatoren. (man kann auch 100nF Chipkondensatoren zwischen
die Gleichrichteranschluesse loeten.)

73
Peter
Bertl100
Inventar
#34 erstellt: 28. Apr 2007, 13:22
ok. werd zumindest den einen besonders heißen (der größte) wechseln. die beiden kleineren bleiben vergleichsweise kühl.

die schaltung mit den 100nF kondensatoren am gleichrichter hab ich schon hier im forum gelesen. kenn das natürlich auch.
aber wo schon mal der experte da ist:
was bewirken sie ganz genau?
gelesen hab ich, dass - wenn sie nicht drin sind - es auf AM zu netzbrumm auf den sendern kommen kann, weil sich verschiedene hochfrequenzen in den dioden mischen an deren gekrümmter kennlinie. es wird dann quasi die doppelte netzfrequenz auf die HF aufmoduliert.

ist das die richtige erklärung?


Gruß
Bernhard
hf500
Moderator
#35 erstellt: 28. Apr 2007, 14:02
Moin,
ja, in etwa stimmt die Erklaerung.
Die HF von stark einfallenden LMK Sendern gelangt in den Gleichrichter, wird mit der Netzwechselspannung moduliert und
wieder abgestrahlt, um das "eigene" Geraet oder eins in der Naehe zu stoeren.
Die Erscheinung nennt man "Abstimmbaren Brumm", man erkennt sie daran, dass der Brumm umso staerker ist, je staerker der Sender ist.
Abhilfe ist manchmal schwierig, oft reicht eine Verblockung des Gleichrichters, in einem anderen Fall hatte ich erst Ruhe, nachdem ich -in-
das Geraet ein Netzfilter eingebaut hatte. Ein Netzfilter in der Steckdose war wirkungslos.
(bei einem Cassettendeck war bislang jede Massnahme wirkungslos, einschliesslich zweigliedrigen Netzfilter im Geraet :-/
Hochfrequenz geht seltsame Wege ;-)

Der abstimmbare Brumm taucht in der Regel bei Roehren- oder Siliziumgleichrichtern auf, Selengleichrichter haben eine so grosse Eigenkapazitaet,
dass sie Hochfrequenz selbst kurzschliessen.

73
Peter
Bertl100
Inventar
#36 erstellt: 05. Mai 2007, 11:46

Aber klar! In Form der Grundig Service-Anleitung
http://cgi.ebay.de/G...eZWD1VQQcmdZViewItem


... hatte da auch kürzlich das T5000 SM gekauft.
kurz nach meiner bezahlung wurde wohl der verkäufer von ebay ausgeschlossen - warum auch immer. und meldet sich natürlich nicht mehr, geschweige denn dass er das manual geschickt hätte.
schöner spaß.

fazit: man sollte nie dem schaltungsdienst lange untreu werden :-)

Gruß
Bernhard
Bertl100
Inventar
#37 erstellt: 15. Mai 2007, 20:33

Die Tunoscope-Anzeige reagiert etwa so wie beim T 7500. Wenn nicht, müsste neu abgeglichen werden.


so. endlich hatte ich zeit, mich um den tuner zu kümmern.
tatsächlich. der abgleich des FM-HF-teils ist total daneben.
habs erst mal grob nachgestellt.
für einen korrekten abgleich muß ich erst noch das wachs richtig wegmachen, damit ich mit dem abgleich besteck rankomme.

schon komisch, dass alles so verstimmt ist.
oder ist das normal nach 27 jahren? oder kommt das von z.b. zu feuchter lagerung?

Gruß
Bernhard
hf500
Moderator
#38 erstellt: 16. Mai 2007, 20:06
Moin,
ein totaler Fehlabgleich ist eher selten. Das ist mir auch bei weit aelteren Geraeten selten begegnet.
Bei sehr feuchter Lagerung waere ein Verlust des Abgleiches denkbar, aber dann sollte man auch deutliche Veraenderungen
an Bauteilen und der Platine des Mischteils sehen koennen.

73
Peter
Bertl100
Inventar
#39 erstellt: 17. Mai 2007, 11:22

Bei sehr feuchter Lagerung waere ein Verlust des Abgleiches denkbar, aber dann sollte man auch deutliche Veraenderungen
an Bauteilen und der Platine des Mischteils sehen koennen.

auffällige veränderungen kann ich am mischteil nicht erkennen. wohl aber oxid-ansätze an der silbernen frontplatte (wie flugrost), und eine rostige stelle am bodenblech.

also ist es so wie du sagst: gerät war wohl sehr feucht gestanden.

Gruß
Bernhard
Bertl100
Inventar
#40 erstellt: 17. Mai 2007, 15:07
es ist vollbracht. FM-HF-Teil neu abgeglichen.

zum vergleich: vorher leuchteten bei bayern 1 vom wendelstein (93.7 MHz) 4 Leuchtdioden der feldstärkeanzeige, jetzt leuchten 8 1/2!

Gruß aus München

Bernhard


[Beitrag von Bertl100 am 17. Mai 2007, 15:10 bearbeitet]
oldiefan1
Stammgast
#41 erstellt: 17. Mai 2007, 16:20
Glückwunsch Bernhard!

Ist ein super Tuner! Hat sich sicher gelohnt!

Gruss,
Reinhard
Bertl100
Inventar
#42 erstellt: 18. Mai 2007, 12:47
hallo reinhard,

ja, ist wirklcih ein top gerät.
mich fasziniert daran (neben empfang und klang) auch der ganze schnick-schnack. da haben sie damals 1980 ganz schön in die trickkiste gegriffen!

Gruß
Bernhard
Max_Grundig_;-)
Neuling
#43 erstellt: 18. Mai 2007, 16:16

oldiefan1 schrieb:
...im T 5000 sind die Selengleichrichter die roten Klötzchen rund um den Trafo. Es sind glaube ich drei. Die lassen sich durch Si-Brückengleichrichter in Rundform ersetzen...

...Was noch häufig vorkommt ist ein Ausfall eines der grossen Elektrolytkondensatoren im Netzteil nach all den Jahren - nicht selten mit Kurzschluss...

Viel Glück - schönes Gerät der T 5000!
Reinhard


Hallo Reinhard und Bernhard!

Zu meinem Grundig T 5000 mit dem ausgelösten Auflötwiderstand (vergleiche Beitrag vom 18.04. 20.25Uhr) und der dadurch unwirksamen Frequenzwahl:

Der Tuner läuft seit 2 Wochen wieder alles bestens...
Mein Grundig-Fachmann hat, so wie es aussieht, zwei verschiedene Bauteile erneuert:
Einen ca. 5mm großen tropfenförmig runden Kondensator sowie einen ähnlich großen Transistor. Beide Altteile habe ich zurück erhalten.
Leider weiß ich nicht direkt, an welcher Stelle/Schaltkreis diese beiden Bauteile ausgetauscht wurden, da ich den Techniker nach der Reparatur noch nicht persönlich interviewen konnte.
Sonstige Gleichrichter oder größere Elkos waren in diesem Fall und entgegen der Regel wohl (noch?) nicht betroffen.
Daumen drücken das der Tuner jetzt erstmal eine ganze Weile zuverlässig hält...

Gruß
Michael
Bertl100
Inventar
#44 erstellt: 18. Mai 2007, 19:21

Der Tuner läuft seit 2 Wochen wieder alles bestens...

gratulation, michael!
wie gesagt, bei mir waren es zwei abgefaulte sicherungshalter, ein paar lötstellen und verstimmter UKW-HF-abgleich! also auch nicht gemäß der regel :-)

aber wär ja langweilig, wenn immer genau das gleich kaputt wäre :-)

dir auch viel spaß mit dem tuner!
ich bin begeistert!

Gruß
Bernhard
allesgrundig
Neuling
#45 erstellt: 24. Okt 2007, 20:06
Hallo, einen schönen guten Abend und beste Grüße ans Forum von einen Neuling .

Obwohl der Beitrag zum V5000 schon etwas älter ist meine Frage, was dem 5000er das Eigenleben im Relais wirkungsvoll abgewöhnen kann.
Mein Schätzchen schaltet sich gerne selber an. Sich selbst ausschalten kann er bisher noch nicht .
Hat jemand schon den Widerstand 8,2k am Transistor ausprobiert. Der Tausch des Tantalelkos und des Gleichrichters hat bei mir leider nicht geholfen .

Besten Dank aus dem Bergischen Land für hoffentlich helfende Antworten.
Jörg
oldiefan1
Stammgast
#46 erstellt: 25. Okt 2008, 14:20

allesgrundig schrieb:
Hallo, einen schönen guten Abend und beste Grüße ans Forum von einen Neuling .

Obwohl der Beitrag zum V5000 schon etwas älter ist meine Frage, was dem 5000er das Eigenleben im Relais wirkungsvoll abgewöhnen kann.
Mein Schätzchen schaltet sich gerne selber an. Sich selbst ausschalten kann er bisher noch nicht .
Hat jemand schon den Widerstand 8,2k am Transistor ausprobiert. Der Tausch des Tantalelkos und des Gleichrichters hat bei mir leider nicht geholfen .

Besten Dank aus dem Bergischen Land für hoffentlich helfende Antworten.
Jörg


Hallo Jörg,
willkommen im Forum!

Was Du als erstes probieren solltest und was in den meisten Fällen den Fehler behebt: Den Netzschalter und die Anschlüsse des Flachbandkabels, das zu diesem führt von den schmierigen,öligen Rückständen befreien, die einen Kriechstrom verursachen.

1. Netzstecker ziehen!
2. Gehäusedeckel nach oben abnehmen, dafür die vier seitlichen Schrauben lösen, die Schraube, die mittig unten an der Rückwand sitzt und eine Schraube mittig an den Eingangsbuchsen (nicht die dort ebenfalls sitzende Masseschraube).
3. Das Gerät seitlich hochkant auf ein altes Handtuch stellen, so dass sich der Netzschalter und der Trafo "unten" befinden (also von vorn gesehen auf die linke Seite stellen). Aufpassen, dass es nicht umfallen kann!
4. Mit dem im Elektronikhandel erhältlichen KONTAKT WL Spray (das ist Isopropylalkohol, also ein polares Reinigungsmittel) über das dem Spray beigefügte dünne Röhrchen im Geräteinneren in das Loch im Netzschalter auf der Platine sprühen, dabei den Schalter mehrfach bewegen. austretendes WL läuft in das Handtuch oder wird mit einem Papiertaschentuch vorsichtig aufgenommen.
5. Nach 15 Minuten wiederholen, diesmal aber mit dem Spray TUNER 600 (ebenfalls von der Fa. KONTAKT Chemie, auch im Elektronikhandel gängiges Mittel). TUNER 600 ist ein unpolarer leicht flüchtiger Kohlenwasserstoff.

6. Gerät wieder normal aufstellen.

7. Diese Kur mit den beiden Sprays in der angegeben Reihenfolge nun anwenden auf

a) die Eingangsstelle des Flachbandkabels, das vom hinteren linken Hilfsnetzteil kommt und in der Nähe des Netzschalters vorne angeschlossen ist (dort darf nachher nichts mehr ölig/schmierig aussehen

b) die Steckbuchse dieses breiten Flachbandkabels auf dem hinteren Hilfsnetzteil. Dafür den Stecker abziehen und auch diesen am Ende entsprechend reinigen.

8. Offen so alles einen halben Tag (!) trocknen lassen.

9. Die Kabelenden, der Stecker, der Anschluss des Flachbandkabels vorne, die Steckerbuchse auf dem Hilfsnetzteil hinten und der Schalter (innen) dürfen nicht mehr schmierig/ölig sein und müssen nach der längeren Trockenzeit absolut trocken und geruchfrei sein, bevor der hintere Stecker wieder eingesteckt, die Haube wieder montiert und das Gerät in Betrieb genommen wird.

Der Fehler wird so in den allermeisten Fällen beseitigt (Kriechstromproblem im Netzschalter, bzw. an den Kabelanschlüssen). Die Kombination der beiden Sprays, damit sowohl polare, wie auch unpolare Verschmutzungen beseitigt werden.

Netzschalter nicht mehr danach mit irgendwelchen Kontaktsprays behandeln!

Herzlichen Gruss und viel Erfolg!

Reinhard


[Beitrag von oldiefan1 am 25. Okt 2008, 14:24 bearbeitet]
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