Dual CV 1460 linker Kanal defekt - reparaturfähig?

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outis
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 15. Nov 2006, 22:53
Hallo,

die Wiederbelebung war leider von kurzer Dauer - seit heute ist das gute alte Stück halbseitig gelähmt: Der linke Kanal ist tot. Kein Sound, kein Ausschlag des Pegelanzeigers (Box ist ok, spielt an anderer Anlage).

Frage: Was könnte da los sein? Sind bei dem Teil etwa zwei Sicherungen im Spiel?
outis
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 16. Nov 2006, 00:32
Kiste geöffnet - siehe da: zwei Sicherungen, eine durch. Ist eine F3 15A. In meiner Bastelkiste liegt noch ein T3 15A. Frage des Laien: Kann ich die auch verwenden? Möchte das Verstärkerchen ungern unnötig ärgern...
chilman
Inventar
#3 erstellt: 16. Nov 2006, 00:38
soweit ich weiss heisst T träge und F flink...
und so wie ich das verstanden habe, ist im original eine F15A verbaut und du willst die T15A einbauen, richtig?
davon würd ich eher abraten, bei 15A braucht die T15A schon ne ganze weile um durchzubrennen und in der zeit ist es vielleicht schon zu spät für die transistoren, zumal ja eine sicherung nicht einfach mal so rausfliegt, sondern wahrscheinlöich ein vll. auch nur trvialer defekt vorliegt.
ich würde lieber warten und mir eine bzw. gleich mehrere F15A kaufen, kosten ja nicht die welt bzw. weniger als kaputte transis...
vll. liegt kein defekt vor, dann würde die T15A nicht schaden, wenn doch würd ichs nicht drauf ankommen lassen...
outis
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 16. Nov 2006, 13:11
So, neue Sicherung(en) besorgt - er läuft wieder. Übrigens hat mir der Verkäufer die T-Variante gegeben mit dem Hinweis "kein Problem". Nun denn - ist wie in der Politik: bei mangelndem Sachverstand kann man einem alles verkaufen.
hf500
Moderator
#5 erstellt: 16. Nov 2006, 20:30
Moin,
wenn da jemand sagt, fuer F kann man auch T-Sicherungen nehmen, dann ist das mutig.

Murphy's Gesetz in dieser Hinsicht lautet naemlich:
"Ein Transistor wird die ihm vorgeschaltete Sicherung schuetzen, indem er zuerst durchbrennt."

Wenn die Sicherung direkt die Endstufen zu schuetzen hat, dann kann eine traege Sicherung zu langsam sein,
um vor den Endtransistoren abzubrennen. Wenn man keine flinken Sicherungen bekommen kann, dann ist der naechst
oder uebernaechst schwaechrere traege Sicherungswert besser als Notloesung. Also in diesem Fall 2 oder 2,5A.

Besser, die fackeln wegen leichter Unterdimensionierung womoeglich oefter ab, als die Endstufe.
Traege Sicherungen sind kurzzeitig hoch ueberlastbar, darum findet man sie dort, wo grosse Einschaltstroeme zu erwarten sind.

73
Peter
Monsterle
Inventar
#6 erstellt: 17. Nov 2006, 14:29

chilman schrieb:
soweit ich weiss heisst T träge und F flink...
und so wie ich das verstanden habe, ist im original eine F15A verbaut und du willst die T15A einbauen, richtig?


Nein, leider nicht richtig. Es geht hier um eine flinke Feinsicherung mit einem Nennstrom von 3,15A (nicht 15A!), die ersetzt werden soll. Peter (hf500) hat hier völlig recht.

Die trägen Sicherung (T 3 15) würde ich nicht einbauen. T, M oder F gibt die Auslösecharakteristik an, also wie lange eine Sicherung braucht, um bei einem bestimmten Vielfachen des Nennstroms auszulösen. Beispiele für die Kennlinien gibt es z.B. bei den Herstellen Littlefuse, Wickmann oder Pudenz. Die träge Sicherung würde im Ernstfall zu spät auslösen. Und dann kann der Schaden bereits wesentlich größer sein, als wenn korrekterweise eine flinke Sicherung ausgelöst hätte.

Die Endstufe vom CV1460 kenne ich im Detail zwar nicht, aber meist sind die Endstufen im Versorgungszweig mit solchen Feinsicherungen abgesichert. Und zwar für jede Endstufe getrennt und separat für (+) und (-) Versorgungsspannung. Als erstes würde ich sowohl die Endtransistoren als auch die Treiber ausbauen und überprüfen.

Gruß Monsterle


[Beitrag von Monsterle am 17. Nov 2006, 14:36 bearbeitet]
chilman
Inventar
#7 erstellt: 17. Nov 2006, 19:42
naja okay, im prinzip hab ich ja das gleiche gesagt, nur eben die zahlen verwechselt, hatte die drei iregdnwie übersehen...
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