nad 140 Reperatur

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Vertikal
Neuling
#1 erstellt: 24. Aug 2008, 16:27
Hi,

ich habe einen alten NAD 140 an dem ich wirklich sehr hänge.

an ihn angeschlossen sind 4 boxen, 2 plattenspieler und computer (natürlich über nen mishpult.

leider kommt es nun des öfteren zu einem wackelkontakt in genau einer box. dieser wackelkontakt äußert sich in einem leisen kratzen. alle anderen boxen funktionieren einwandfrei 2 links, 1 rechts. die 2. box von rechts macht was sie will.

Das problem lässt sich kurzzeitig beheben, indem ich entweder die musik ganz laut mache, dann geht das kratzen nämlich komischerweiße weg und ich höre wieder die musik klar, oder durch ein einmaliges rütteln am verstärker.

Die frage ist nun: woran liegt das problem?

Ich habe leider absolut keine ahnung von dieser art von technik, möchte aber gerne etwas lernen und hoffentlich das problem lösen, sprich: selber reparieren, mit euer hilfe.


Vielen Dank


ps: hier ist ein link zu dem gerät mit allen daten

http://www.hifi-studio.de/hifi-klassiker/nad.htm
oldiefan1
Inventar
#2 erstellt: 24. Aug 2008, 19:36
Tuner 600 Spray kaufen.

Gerät vom Netz nehmen, öffnen.
In die Öffnungen, innen, des Lautstärke-Potis und des Balance-potis und des Lautsprecher Schalters und der Tape Schalter sprühen, dabei viele male bewegen, bzw. schalten,

Hat das Gerät Lautsprecher-Relais? Dann diese vorsichtig öffnen und einen mit Tuner 600 benetzten Papierstreifen durch die Relaiskontakte ziehen..

Alles gut abtrocknen lassen bevor wieder eingeschaltet wird.

Damit sollte sich das Problem beheben lassen.

Gruss,
Reinhard
Rillenohr
Inventar
#3 erstellt: 24. Aug 2008, 20:34
Würde auch auf das Relais tippen, falls vorhanden. Wenn aber jemand "keine Ahnung" von der Technik hat, bringt der Vorschlag, die Relaiskontakte zu überholen, vermutlich nichts.
Zumal das Öffnen des Relais meistens nicht ganz einfach ist.
Besser ist ohnehin ein neues. Die Dinger kosten um 10 EUR.

Aber lieber Finger weg, wenn man keine Erfahrungen mit dem Lötkolben hat.
bukongahelas
Inventar
#4 erstellt: 25. Aug 2008, 16:59
Ich löte die Relais aus, dann lassen sich die Rastnasen der Deckel mit flachen Uhrmacherschraubendrehern leichter ausrasten und die Gehäusekappe (Einbaustellung markieren!) abziehen. Dann der Papierstreifen, man kann auch KONTAKT61 nehmen (nicht KONTAKT60 !). Danach die Kontakte mit Lupe auf Verschmorungen/Brandstellen untersuchen. In diesem Fall MUSS das Relais ersetzt werden.
Man kann die Kontaktzungen auch etwas in Richtung "geschlossen" biegen, es sind ja max Spannungen kleiner 100 Volt, da reicht theoretisch 1/10mm zur Isolation.(Faustregel: Pro 1mm Luftstrecke isoliert man 1000 Volt). Ich stelle die Schliesserkontakte auf ca 0.5mm ein, wenn das Relais stromlos nicht angezogen ist.
Dadurch werden die Kontakte bei aktivem Relais stärker zusammengedrückt=stabilerer Kontakt.
bukongahelas
ruesselschorf
Inventar
#5 erstellt: 25. Aug 2008, 18:23

bukongahelas schrieb:
Man kann die Kontaktzungen auch etwas in Richtung "geschlossen" biegen, es sind ja max Spannungen kleiner 100 Volt, da reicht theoretisch 1/10mm zur Isolation.(Faustregel: Pro 1mm Luftstrecke isoliert man 1000 Volt). Ich stelle die Schliesserkontakte auf ca 0.5mm ein, wenn das Relais stromlos nicht angezogen ist.
Dadurch werden die Kontakte bei aktivem Relais stärker zusammengedrückt=stabilerer Kontakt.
bukongahelas


Ich halte diesen Tip für etwas gefährlich für die LS.
Im Falle eines kapitalen Endstufen-Infarkts soll das Relais die halbe Endstufen-Betriebsspannung sicher abschalten. Das sind zwar 'nur' 50-80Volt Gleichspannung ABER, es bildet sich ein Stromkreis vom Netzteil über den defekten (kurzgeschossenen) Endstufentransistor, sowie die Induktivitäten der Bass-schwingspule sowie der Bassdrossel in der LS-Weiche. Ein Elektro-Schweissgerät ist nichts anderes - es entsteht also ein prima Schweissfunke an den Relaiskontakten. Ist der Kontaktabstand zu gering, könnten die Kontakte verschweissen - das Bass-chassis wäre schrottreif
Dedizierte LS-Schutzrelais haben deshalb einen größeren Kontaktabstand. Meistens schafft es so ein Relais den LS zu retten. (Das Relais ist aber danach zerstört)
Anmerkung, fast alle LS- Relais in HiFi Geräten sind sowieso unterdimensioniert, bzw falsch am Platze, sollen sie doch hohe Ströme 10-20A als auch winzigste Ströme im 0,000A Bereich sicher übertragen. Ein Relais das dauernd hohe Ströme schaltet hat einen gewissen Selbstreinigungs-effekt. Bei den meist geringen Strömen beim Hören mit Zimmerlautstärke entfällt dieser Effekt - einzelne Kanäle fallen aus - man dreht die Lautstärke auf - der RelaisKontakt 'bricht' wieder durch - das Gerät spielt wieder. Am nächsten Tag geht dieses Spiel dann weiter. Oft wird der eigentlich unschuldige Volume Regler dafür verantwortlich gemacht und erst mal mit 'Kontaktspray' oder schlimmeren traktiert.
NEIN - erst mal das Relais erneuern - es ist ein Verschleißteil raus damit!

Gruß, Helmut
kaefer03
Inventar
#6 erstellt: 28. Aug 2008, 10:28

ruesselschorf schrieb:

bukongahelas schrieb:
Man kann die Kontaktzungen auch etwas in Richtung "geschlossen" biegen, es sind ja max Spannungen kleiner 100 Volt, da reicht theoretisch 1/10mm zur Isolation.(Faustregel: Pro 1mm Luftstrecke isoliert man 1000 Volt). Ich stelle die Schliesserkontakte auf ca 0.5mm ein, wenn das Relais stromlos nicht angezogen ist.
Dadurch werden die Kontakte bei aktivem Relais stärker zusammengedrückt=stabilerer Kontakt.
bukongahelas


Ich halte diesen Tip für etwas gefährlich für die LS.
Im Falle eines kapitalen Endstufen-Infarkts soll das Relais die halbe Endstufen-Betriebsspannung sicher abschalten. Das sind zwar 'nur' 50-80Volt Gleichspannung ABER, es bildet sich ein Stromkreis vom Netzteil über den defekten (kurzgeschossenen) Endstufentransistor, sowie die Induktivitäten der Bass-schwingspule sowie der Bassdrossel in der LS-Weiche. Ein Elektro-Schweissgerät ist nichts anderes - es entsteht also ein prima Schweissfunke an den Relaiskontakten. Ist der Kontaktabstand zu gering, könnten die Kontakte verschweissen - das Bass-chassis wäre schrottreif
Dedizierte LS-Schutzrelais haben deshalb einen größeren Kontaktabstand. Meistens schafft es so ein Relais den LS zu retten. (Das Relais ist aber danach zerstört)
Anmerkung, fast alle LS- Relais in HiFi Geräten sind sowieso unterdimensioniert, bzw falsch am Platze, sollen sie doch hohe Ströme 10-20A als auch winzigste Ströme im 0,000A Bereich sicher übertragen. Ein Relais das dauernd hohe Ströme schaltet hat einen gewissen Selbstreinigungs-effekt. Bei den meist geringen Strömen beim Hören mit Zimmerlautstärke entfällt dieser Effekt - einzelne Kanäle fallen aus - man dreht die Lautstärke auf - der RelaisKontakt 'bricht' wieder durch - das Gerät spielt wieder. Am nächsten Tag geht dieses Spiel dann weiter. Oft wird der eigentlich unschuldige Volume Regler dafür verantwortlich gemacht und erst mal mit 'Kontaktspray' oder schlimmeren traktiert.
NEIN - erst mal das Relais erneuern - es ist ein Verschleißteil raus damit!

Gruß, Helmut


hat der marantz nineteen ein relais?
ruesselschorf
Inventar
#7 erstellt: 28. Aug 2008, 13:47
[quote="kaefer03
hat der marantz nineteen ein relais?[/quote]

Ja, 2Stück, eines pro Kanal.

Helmut
kaefer03
Inventar
#8 erstellt: 28. Aug 2008, 14:08
[quote="ruesselschorf"][quote="kaefer03
hat der marantz nineteen ein relais?[/quote]

Ja, 2Stück, eines pro Kanal.

Helmut[/quote]

das problem mit dem LS-poti habe ich auch.

ich höre aber beim einschalten keine relais.
ruesselschorf
Inventar
#9 erstellt: 28. Aug 2008, 15:58
...beim 19 ist manches etwas anders, die relais schalten nicht, sind aber da! Jeweils links und rechts oben auf den Endstufenplatinen.
Die Kontakte sind durch schwarzen Karton geschützt, Karton entfernen, Kontakte vorsichtig reinigen, ich benetze dazu einen etwas rauhen Papierstreifen mit Kontakt 60 getränkt und ziehe ihn so 20 mal durch die geschlossenen Kontakte bei AUSGESCHALTENEN Receiver, da beim 19er das LS Signal durch den RUHE Kontakt fliest

Gruß, Helmut


[Beitrag von ruesselschorf am 28. Aug 2008, 16:05 bearbeitet]
kaefer03
Inventar
#10 erstellt: 28. Aug 2008, 17:25
danke,

sobald ich zeit habe werde ich es testen!!!!

grüße andreas
kaefer03
Inventar
#11 erstellt: 18. Jan 2009, 22:32

ruesselschorf schrieb:
...beim 19 ist manches etwas anders, die relais schalten nicht, sind aber da! Jeweils links und rechts oben auf den Endstufenplatinen.
Die Kontakte sind durch schwarzen Karton geschützt, Karton entfernen, Kontakte vorsichtig reinigen, ich benetze dazu einen etwas rauhen Papierstreifen mit Kontakt 60 getränkt und ziehe ihn so 20 mal durch die geschlossenen Kontakte bei AUSGESCHALTENEN Receiver, da beim 19er das LS Signal durch den RUHE Kontakt fliest

Gruß, Helmut


Das müßte ja das Realis sein.

Koschuh
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 18. Jan 2009, 22:35
Antwort zur Basisfrage:

Ich denke es handelt sich um einen schlechten Kontakt bei den Lötstellen. Aus Erfahrung muss ich sagen, das Relais zu tauschen hat bei solchen Fällen nur selten geholfen.
kaefer03
Inventar
#13 erstellt: 05. Apr 2009, 13:49

kaefer03 schrieb:

ruesselschorf schrieb:
...beim 19 ist manches etwas anders, die relais schalten nicht, sind aber da! Jeweils links und rechts oben auf den Endstufenplatinen.
Die Kontakte sind durch schwarzen Karton geschützt, Karton entfernen, Kontakte vorsichtig reinigen, ich benetze dazu einen etwas rauhen Papierstreifen mit Kontakt 60 getränkt und ziehe ihn so 20 mal durch die geschlossenen Kontakte bei AUSGESCHALTENEN Receiver, da beim 19er das LS Signal durch den RUHE Kontakt fliest

Gruß, Helmut


Das müßte ja das Realis sein.




Die beiden Relais sind "gereinigt", der Pegel bleibt konstant .

Die anderen Mängel versuche ich gerade zu beheben.


[Beitrag von kaefer03 am 05. Apr 2009, 13:50 bearbeitet]
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