Grundig V 30 - defekt !

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ice1704
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 23. Mrz 2005, 14:30
Hallo liebe HiFi-Klassiker Gemeinde,

leider ist mein Grundig-Verstärker V 30 defekt.
Vielleicht erinnert sich noch jemand an die Grundig Midi-Serie in den 80er Jahren. Darunter verstand man die Geräte V20, T20, CF20, V30, R30, T30, CF30 und ganz selten CF40.

Bei meinem V30 ist die Bedienungseinheit für die Auswahl der Tonquelle (Tuner, Tape, Phono, CD) ausgefallen. Es läßt sich daher keine Quelle mehr über die Tipptasten wählen und der Verstärker bleibt daher stumm. Diese Bedienungseinheit ist wie erwähnt mit Tipptasten ausgeführt, also nicht mit mechanischen Schaltern wie bei anderen Grundig Verstärkern dieser Zeit üblich. Ebenso ist die LED-Kette für die Ausgangsleistung ausgefallen. Nur über den Monitor-Eingang mit mechanischem Schalter kann noch einwandfrei Musik gehört werden. Die LED-Kette bleibt dabei aber trotzdem ohne Funktion.
Ich denke der Fehler liegt am IC LC 7815, das für die Auswahl der Tonquellen verantwortlich ist, bin mir aber dabei nicht so sicher. Ist der Fehler bei diesem Gerät bekannt ? Hat jemand vielleicht einen Tip oder einen Schaltplan des Gerätes ?

Gruß Lutz
richi44
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 24. Mrz 2005, 13:49
LC7815 hört sich so nach Spannungsstabi an. Ist das ein Ding, das nach Leistungstransistor aussieht (TO220)? Oder ist es ein ganz normaler "Kleisignaltransistor" vom Aussehen her?
Meines Wissens hat Grundig damals hauptsächlich mit einer Spannung von 20V seine Verstärkerschaltungen betrieben. Das könnte auf den Stabi deuten, denn dieser war folglich nur für etwas im Einsatz (Umschaltung, Anzeige), das nicht direkt etwas mit der Verstärkerschaltung zu tun hatte.
Wenn ich also richtig liege, müsste das Ding einmal eine Spannung von 20 bis 30V haben, ein Bein an Masse liegen und eine Spannung von 15V herauskommen.
Bei den "Kleinsignaldingern" muss man wissen, dass diese sehr oft ausgefallen sind, schon fast ohne Last. Die Grossen hingegen sind zäh. Da müsste schon ein Kurzschluss vorliegen.
ice1704
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 25. Mrz 2005, 19:32
Hallo richi44,

vielen Dank für deine nette Antwort. Nun der LC 7815 ist ein IC mit 28 Beinchen, ein analoger 4x2poliger Schalter,. leider kein Spannungsstabi. Allerdings hast Du vollkommen Recht, die Anzeigeeinheit wird mit 15 V über ein Spannungsstabi IC 7815 versorgt. Das habe ich ausgetausch-ohne Erfolg. Das IC LC 7815 habe ich auch ausgetauscht -ohne Erfolg, Gerät funktioniert immer noch nicht ! Diverse Transistoren BC 550 und BC 348 habe ich ausgetauscht, vorallem in der Spannungsversorgung - ohne Erfolg. Nun habe ich schon fast alle in Frage kommenden Halbleiter ausgetausch und weiß nun nicht mehr weiter !
Habe ich was übersehen ? Mit Sicherheit ! Aber was ? Ohne Schaltplan ist eine Fehlersuche fast unmöglich !

Gruß Lutz
hf500
Moderator
#4 erstellt: 25. Mrz 2005, 19:50
Moin,
da kann Signalverfolgung helfen.
Steuersignale vom Bedienteil und die NF.

73
Peter
ice1704
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 02. Apr 2005, 07:48
Hallo Peter !

Danke für deinen Tip ! Ich habe wirklich viele Stunden investiert, das Signal verfolgt und einen lumpigen Widerstand gefunden, der plötzlich keinen "Durchgang" mehr hatte. Nach Farbcode sollte er nur 68 Ohm groß sein, war aber nach Messung über 1000 K groß ! Das lumpige Teil ausgetauscht und schon lief der Verstärker wieder wie am ersten Tag ! Dem Widerstand sah man nichts an, d.h. nicht verschmort, geschwärzt oder ähnliches. Ich dachte immer, ein Widerstand wäre das letzte was kaputt gehen könnte. Kleine Ursache - große Wirkung ! Nochmals vielen Dank auch an richi44, für seinen Rat !

Gruß Lutz


[Beitrag von ice1704 am 02. Apr 2005, 21:57 bearbeitet]
hf500
Moderator
#6 erstellt: 02. Apr 2005, 21:08
Moin,
das kommt schon mal vor, dass Widerstaende hochohmig werden. Besonders, wenn sie als Vorwiderstand zusammen mit einer Z-Diode
oder aehnlichem verhaeltnismaessig hoch belastet werden. In dem Fall die naechst hoehere Belastbarkeit waehlen.
Wenn der Widerstand mit Abstand auf langen Beinen auf der Platine stand, dann war es bei Grundig oft ein Sicherungswiderstand.
Man kann es riskieren, einen normalen Widerstand zu nehmen, aber der Abstand sollte bleiben.

73
Peter


[Beitrag von hf500 am 02. Apr 2005, 21:09 bearbeitet]
ice1704
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 02. Apr 2005, 21:55
Hallo Peter !

Ja, das stimmt genau ! Der defekte Widerstand stand "auf langen Beinen". Habe mich selbst darüber gewundert. Ich habe ihn ersetzt gegen einen normalen Widerstand, den ich noch auf Lager hatte, ausgetauscht. Diesen habe ich dann auch "mit langen Beinen" wieder auf die Platine gelötet.
Der Widerstand war ein Vorwiderstand zum Spannungsregler IC 7815 ! Das IC versorgt die Anzeigeplatine mit konstant 15 Volt. Was bedeutet in diesem Zusammenhang "Sicherheitswiderstand" ?
Soll ich den von mir eingelöteten Widerstand ersetzten gegen einen höher belastbareren ?

Gruß Lutz
hf500
Moderator
#8 erstellt: 02. Apr 2005, 22:22
Moin,
Sicherheitswiderstand (Sicherungswiderstand) bedeutet:
Es ist ein Widerstand mit definiertem Abschaltverhalten bei Ueberlastung.
Ausserdem wird bei Grundig ein Widerstand mit langen Beinen oft als "nicht brennbar"
vorgeschrieben.
Nicht brennbar sind in aller Regel die Metalloxidwiderstaende.

Wenn der von Dir gewaehlte Widerstand die Belastung aushaelt, lass ihn so.
Er wird bei Ueberlastung vielleicht ein wenig stinken, aber kaum Schaden anrichten,
zumal er Abstand zur Platine hat.
Bei groesseerem Sicherhaeitsbeduerfnis kann man dem Widerstand (dann verstaerkt)
eine Feinsicherung vorschalten. Deren Wert laesst sich aus dem Spannungsabfall ueber
den 68 Ohm errechnen.


73
Peter
Martin_Roth
Neuling
#9 erstellt: 28. Jun 2005, 07:30
Hallo Lutz und Peter

Ich möchte noch Danken für die obige Diskussion, denn ich hatte das gleiche Problem mit meinem Grundig V 30. Bei mir war nicht Widerstand R 486 defekt sondern R 488. Er wahr hochohmig (~ 114k Ohm). Habe ihn durch einen gewöhnlichen Kohleschichtwiderstand (22 Ohm) ersetzt. Der Verstärker läuft jetzt schon einen guten Monat lang ohne Probleme.
Also, nochmals vielen Dank für die Anregung. Scheint also wirklich eine Schwachstelle des Grundig V 30 zu sein.

Gruss Martin
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