Kalles Aurum Hornreflex [Bautagebuch]

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l'horn
Stammgast
#1 erstellt: 15. Dez 2018, 01:48
Vor gut zwei Jahren bin ich auf folgenden Thread im Klang und Ton Forum gestoßen. Der User Kalle hat dort die Innereien der Klang und Ton Aurum in ein Onken-artiges Hornreflexgehäuse verpflanzt. Die Idee hat mich seither nicht losgelassen. Ich habe das Ganze mal wieder in Google Sketchup modelliert:

Aurum_Hornreflex

Das muss ich nachbauen
Apalone
Inventar
#2 erstellt: 15. Dez 2018, 10:27
Fein.

Dann meld dich nochmal, wenn du Näheres hast.
l'horn
Stammgast
#3 erstellt: 15. Dez 2018, 16:16
Ein bisschen angefangen habe ich schon. Ich hab mir für die Fertigung der Schallführungen mit der Oberfräse zunächst wieder eine Schablone gebaut:

IMG_4342

5 Schallführungen sollen in jede Seitenwand

IMG_4347

Und nach ein bisschen Vorarbeit mit Stichsäge und Forstnerbohrer lässt sich das Ganze mit Bündigfräser und angespaxter Schablone recht wiederholgenau anfertigen

IMG_4350
l'horn
Stammgast
#4 erstellt: 20. Dez 2018, 12:02
Nach (!) dem Zusammenleimen der Seitenteile mit Deckeln, Böden und Rückwänden ist mir aufgefallen, dass ich bei Kalles Zeichnung die 285mm Linie und den damit verringerten Querschnitt der Hornkehle übersehen habe

Also habe ich alles auseinandergesägt und die Seitenteile nochmal neu gefertigt (diesmal mit Loch- und Kreissäge)

IMG_4475

Anhand des zusammengeleimten Innenlebens kann man schonmal die Abmessungen erahnen

IMG_4481


[Beitrag von l'horn am 20. Dez 2018, 12:04 bearbeitet]
Mechwerkandi
Inventar
#5 erstellt: 20. Dez 2018, 13:01
Interessantes Projekt.
Wobei ich den "Horn"-Einfluss auf die Tieftonwiedergabe aufgrund der Abmessungen dieses Hybriden für eher gering halte.
Es gibt ja auch andernorts BR Konstrukte mit nicht konstantem Kanalquerschnitt.
Wäre wirklich mal eine messtechnische Untersuchung wert.
l'horn
Stammgast
#6 erstellt: 20. Dez 2018, 20:11
Das Prinzip nennt sich Hornkehle. Im Gegensatz zu Bassreflexgehäusen mit konstantem Querschnitt kommt es nicht nur zu einer Grundresonanz, sondern zu mehreren Resonanzen. Das zu Messen, wäre eine Möglichkeit zur Validierung des Aufbaus
Apalone
Inventar
#7 erstellt: 21. Dez 2018, 00:39

l'horn (Beitrag #6) schrieb:
....Das zu Messen, wäre eine Möglichkeit zur Validierung des Aufbaus.....


Sehr richtig.

Wobei so richtig aussagefähig eben ein Vergleich mit konventionellem BR wäre.
Mechwerkandi
Inventar
#8 erstellt: 21. Dez 2018, 10:19

l'horn (Beitrag #6) schrieb:

Das Prinzip nennt sich Hornkehle.

So ganz teile ich die Ansichten des Konstrukteurs hinsichtlich der Wirksamkeit seines Produktes nicht.
Sicherlich ist unbestritten, das der Entwurf eine Menge an Resonanzen erzeugt, die auch hörbar zum Klangeindruck beitragen.
Konkret geht es hier um die Ankoppelung des Resonators an die Umgebungsluft, und da geht die Geschichte einen eigenen Weg.
Eine einfache Impedanzmessung wäre in der Sache schon ausreichend.
l'horn
Stammgast
#9 erstellt: 22. Dez 2018, 01:45
Vielleicht war die Quelle etwas ungeschickt gewählt.
Das Prinzip Hornkehle oder Hornreflex ist nicht neu oder unbekannt.
Es wurde von Hobby Hifi (Wildcard), Klang&Ton (Freedom), Udo Wohlgemuth (Axis Hornreflex) u.a. in Bauvorschlägen aufgearbeitet. Hobby Hifi hat in 06/2008 etwas zur Berechnung geschrieben.
Mechwerkandi
Inventar
#10 erstellt: 22. Dez 2018, 15:05

l'horn (Beitrag #9) schrieb:

Vielleicht war die Quelle etwas ungeschickt gewählt.

Finde ich gar nicht. Der "punktlose" Text liest sich ein bisschen wie aus einer Patentschrift zitiert.
Es gibt, wie völlig richtig bemerkt, eine ganze Reihe von Ansätzen, die so ein ähnliches Konzept verfolgen.
Teilweise schon vor vielen Jahren, auch in der kommerziellen Lautsprechertechnik.
Ich finde das wirklich interessant, mir fehlt aber im Moment noch ein bisschen das Verständnis dafür.

Der Aufbau ist ja, in Relation zu einem üblichen BR System, relativ aufwändig. Ich würde im Moment hier so ein einzelnes Tunnelelement als eine Art Kurzhorn mit linearer Öffnungsfunktion betrachten, wenn man so will.
Für eine greifbare physikalische Transformation ist das aber eigentlich zu kurz. Außerdem bildet der Spalt einen Volumenstrom (Pegel-) abhängigen Fließwiderstand.

Was macht das Ding da? Mir will sich das Prinzip noch nicht recht erschließen.
l'horn
Stammgast
#11 erstellt: 31. Dez 2018, 10:30
Zwischenzeitlich habe ich die Innenwände eingeleimt:

IMG_4523

Außerdem habe ich die Schallwände für den Waveguide und den BG20 gefräst:

IMG_4528

Ein Probeliegen lässt erahnen, wie die Lautsprecher später aussehen werden...

IMG_4537

...zunächst werde ich jedoch die Kanäle streichen, um schließlich die Außenwände verleimen zu können.
l'horn
Stammgast
#12 erstellt: 13. Jan 2019, 15:23
Und wieder einen Schritt weiter. Nachdem ich die Aussenwände an den Innenseiten gestrichen hatte habe ich sie mit den Gehäusen verleimt

IMG_4544

Nach dem Abnehmen der Zwingen musste ich leider vorstellen, dass Holzleim und der Anstrich mit Hartwachsöl nicht wirklich kontaktfreudig sind Also habe ich Kisten wieder zerlegt, die Leimreste abgeschliffen und die Außenwände mit 2K-Kleber und Gewichten verklebt. Anschließend habe ich die Kanten schonmal mit Bündig-und Abrundfräser vorbehandelt:

IMG_4582

Ein weiteres Probeliegen der Schallwände zeigt, dass zumimdest alles noch passt...

IMG_4590
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