Kein DIY ohne eigene Fehler, diesmal "Cobra Horn"

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MosiN
Stammgast
#1 erstellt: 04. Nov 2016, 01:45
Hallo die Runde.

Mir sind bei der Vorbereitung und beim Zusammenbau vom Cobrahorn zwei Fehler passiert. Den einen hab ich rechtzeitig entdeckt, interessiert mich aber trotzdem. Ich hab den Bausatz ja bereits letztes Jahr geordert, ursprünglich für einen guten Bekannten. Über den Sommer hab ich dann die Fräsarbeiten erledigt gehabt und wollt im Winter... Dann kam mir aber mein Garten dazwischen, da musst ich erstmal schlau werden. Dieser Sommer hat dann dem Garten gehört, eigenes Gemüse ist ein essbarer Traum. Seit letzter Woche ist der Garten winterfest, seitdem bastle ich da wieder an den Boxen rum.

erstes-horn_339796

So, das eingerahmte Ding ist eine Absorberkammer. In der vorderen Platte ist ein Loch Ø50mm, aber nicht mittig sondern 60mm aus der Mitte. Hab sie letztes Jahr mittig gefräst, bin aber vorm verleimen noch draufgekommen. Wär das schlimm gewesen?

Die gesamte Absorberkammer ist nicht 66mm sondern 74mm hinter der Schallwand. Wies sowas gibt fragt man sich dann als erstes, als zweites: Ist das schlimm und soll ich bei der zweiten Box denselben Fehler machen oder lieber doch aufs Originalmass? Bei der jetzigen vielleicht sogar aufdoppeln?
Ich mein, der Raum vor der Absorberkammer nennt sich offensichtlich Druckkammer. Da ist das Volumen nun grösser und es kommt nicht mehr der maximale Druck oder erst bei grosser Membranauslenkung, das Volumen lässt sich durch weniger Dämmmaterial reduzieren, ... Ich blick da nicht durch.

Auf jeden Fall brauch ich einen besseren Rollmeter, der den ich jetzt hab bescheisst manchmal...

Gruss david
pttltz
Stammgast
#2 erstellt: 04. Nov 2016, 22:35
Hm, die beiden Abweichungen sind dummerweise an kritischen Stellen. Ob der IHA noch korrekt funktioniert, wenn seine Öffnung nicht mittig sitzt- könnte sein. Aber die Verschiebung des IHA-Kastens ist echt blöd- Der Hornverlauf stimmt nicht mehr.
8mm weiter hinten im Verlauf, die wären nicht tragisch. Aber am Anfang?

Bevor Du dich nachher ärgerst: Noch steht lediglich ein Rohbau. Haue den IHA wieder raus, baue ihn neu, fertig.
Alles Andere führt ins Ungewisse...
MosiN
Stammgast
#3 erstellt: 04. Nov 2016, 22:36
Klar, das Ding mit der Absorberkammer ist schon eine spezielle Frage. Und eigentlich schreib ich das jetzt nur damit der Thread obenauf ist.
MosiN
Stammgast
#4 erstellt: 04. Nov 2016, 22:42
Zeitgleich!

Danke für deine Einschätzung. Nun, das Pic ist geklaut. Aber genau so weit ist die Baustelle. Den IHA bekomm ich jedenfalls nicht mehr raus ohne ziemlich viel zu zerstören. Ich könnt aufdoppeln und die Öffnung grosszügig grösser machen damit die Länge vom BR-Kanal des IHA stimmt. Oder ganz von vorne beginnen und das würd ich mir gern ersparen.
MosiN
Stammgast
#5 erstellt: 06. Nov 2016, 01:27
Nun mal ein Update von mir

Hab das Cobra-Horn mal getestet. Also alles verkabelt und soweit aufgebaut. Das Horn liegend, die noch nicht verleimte Seitenwand draufgelegt und mit Wasserkisten und anderem schwerem Zeug beschwert. Das mach ich immer so, bei meiner ersten Box war ein Fehler in der Verkabelung und der hat sich erst nach dem Verleimen offenbart. Fertig verleimt kann man sowas nicht einfach so beheben.
Jedenfalls liegt die Box am Boden und ich probier mal das. Den anderen Kanal bearbeitet die Spiralino mit der ich jetzt im WZ höre. Ich hätt fast geschrieben, dass die Spiralino lauter kann als man denkt. Laut? Jetzt weiss ich wieder wie sich laut anhört. MUSS.ES.ZU.ENDE.BRINGEN!



Die maßliche Abweichung vom IHA: Hab die Box ohne Seitenwand fertiggestellt. Chassis rein und mal grob geschätzt. Also die 8mm die der IHA weiter hinten ist passen so schon. Das Chassis hab ich versenkt eingefräst und der Magnet hätt so auch gar nicht Platz bei den Originalmassen.Ich bau das jetzt einfach mal so.
Kyumps
Inventar
#6 erstellt: 06. Nov 2016, 12:31
Zumindest der IHA wird funktionieren. Es ist ja nur eine bassreflexbox deren Abstimmung von Volumen und reflexrohrlänge ( wandstärke ) abhängt.
pttltz
Stammgast
#7 erstellt: 06. Nov 2016, 12:56
Gerade die Vorkammer, bzw. deren Maße, ist schon ziemlich wichtig.
Weil sich das Chassis nicht einfräsen lässt, ohne mit dem IHA zu kollidieren, haben wir auch unsere Cobras mit aufgedoppelten Schallwänden versehen.

Na ja, Du hast ja eine Entscheidung getroffen. Musst Du jetzt mit leben. Hoffentlich nagt ab jetzt nicht immer ein gewisser Zweifel...

Ich bin übrigens weniger zimperlich bei ungewollten Planänderungen. Ich habe es verpfuscht, ich biege es auch wieder hin.
Mit einem Stechbeitel ist so ein IHA schnell wieder desintegriert, und den Rest macht dann ein "spaltfüllender pastöser" Montagekleber. Sieht nachher ja eh keiner mehr.
Kyumps
Inventar
#8 erstellt: 06. Nov 2016, 14:35

pttltz (Beitrag #7) schrieb:
Gerade die Vorkammer, bzw. deren Maße, ist schon ziemlich wichtig.

Für das Horn ja, für den resonatur glaube ich weniger
MosiN
Stammgast
#9 erstellt: 06. Nov 2016, 16:01
[quote="pttltz (Beitrag #7)"
Weil sich das Chassis nicht einfräsen lässt, ohne mit dem IHA zu kollidieren, haben wir auch unsere Cobras mit aufgedoppelten Schallwänden versehen.

Na ja, Du hast ja eine Entscheidung getroffen. Musst Du jetzt mit leben. Hoffentlich nagt ab jetzt nicht immer ein gewisser Zweifel...

[/quote]

Hab mir gerade den ganzen Artikel in der HH nochmal durchgelesen. Auch den Sonderteil "Werkstattpraxis". BT erwähnt zweimal das Einfräsen und dass sich das Abstrahlverhalten geringfügig verbessert. Auch, dass die Weiche danach noch passt. Von der Kollision mit dem IHA steht da nichts. Das wär aber schon wichtig gewesen.

Die Entscheidung war einfach. Den IHA raus und auf die richtige Position geht nicht weil die Schallwand ja bereits fertig ist, also Versenkung für beide Chassis und lackiert. Obendrein hab ich mir für die Piezoplastiktröte zwei Schablonen basteln müssen die ich aber nicht mehr habe. Wenn man sich den Aufwand nicht nochmal geben will bleiben da nicht viel Optionen. Und der Soundcheck hat mir ja gezeigt, dass es sich für mich gut anhört. Zweifel gibts nicht, geht ja eh nicht anders. Ausserdem ist das sowieso nicht die letzte Box die ich bau.
MosiN
Stammgast
#10 erstellt: 08. Nov 2016, 20:37
Fehler hin, Fehler her, momentan stinkt mir so ein Teil die Bude voll. Unterm Plastik ist dann der Fuss, der will auch noch geölt werden. Das Plastik ist nur weil ich befürcht, dass Leim auf geölter Oberfläche nicht hält. Und drunter der Fuss ist weil ich die Kabel aussen an der Box gelegt hab, ich wollt die Polklemmen nämlich unbedingt in Bodennähe. Aussen verlegt auf den Boden stellen hieße aber ohne Fuss, dass die Kabel geknickt werden. Und ja, der Eingang zum Schlafzimmer soll nicht Teil vom Bild sein. Geölt hab ich mit Hartöl der Firma "GLUTOCLEAN", die Füsse bekommen aber einen extra Auftrag mit Osmo Hartwachsöl, vermutlich matt.

Also mal eine Vorschau von mir: Ziemlich staubig ists aber wenn man am Balkon schleift ohne die Türe zu schliessen wirds halt so.

DSC_0002


Hier hab ich mit der ausgeborgten Lamellofräse auf dem falschen Brett.... Lamellofräse zurückgegeben

DSC_0003

Anfangs dachte ich an eine Plakette zum Kaschieren, aber irgendwie. Was es nun genau wird weiss ich noch nicht.

Was mir auf den Pics auffällt, in echt ists ja nicht ganz so grob. Die Schnittkante saugt das Hartöl auf wie nix. Und bleibt einen Tick heller. Paar Tage aushärten lassen und nachölen oder sich damit abfinden? Lackierte Schnittflächen stellen bei MDF ja auch ein Problem dar, meins ist schwarz durchgefärbte MDF

Gruss david
pttltz
Stammgast
#11 erstellt: 11. Nov 2016, 14:18
Die Schnittkanten werden sich wohl immer mehr oder weniger stark abzeichnen. Um nicht wochenlang Hartöl draufkippen zu müssen, kannst Du zwischendurch mal ein Öl mit Wachsanteil, möglichst vom selben Hersteller, nehmen. Durch einen Wachsanteil bekommst Du einen gewissen "Sperreffekt".
MosiN
Stammgast
#12 erstellt: 11. Nov 2016, 21:15
Danke. Hab mich diesbezüglich schon dusselig gesucht im www. Meine jetzige Herangehensweise ist diesselbe wie dein Vorschlag, nur dass ich die Sperrschicht mit Leinölfirnis erreichen will. Wenns nicht klappt versuche ich noch Hartwachsöl von Osmo in seidenmatt. Das Leinöl muss halt lange trocknen, momentan rieche ich es noch mit der Nase unmittelbar über der Fläche.

Was ich aber gefunden oder besser herausgefunden hab. Man sieht es sogar ein bisschen auf dem zweiten Bild, obere Stirnseite der Schallwand. Dort hat das Schleifpapier bereits Material abgetragen und je feiner die Fläche geschliffen ist desto besser passt der Farbton zur übrigen Fläche. Oben wäre das sogar eine Möglichkeit aber seitlich der Schallwand geht das nicht weil man früher oder später mal in den Lack schleift.
Was aber geht ist, dass man die Schnittkanten bereits vor dem verleimen möglichst glatt schleift. Werd ich bei der zweiten Box dann auch so machen.

Den Unterschied sieht man auf dem Bild noch deutlicher. Wie gesagt ists in echt nicht ganz so grob aber doch auffallend störend, habe für das Bild extra direkt bestrahlt. Die Leimfuge sollte man erkennen können. Nach aussen hin ist es keine klare Linie sondern je nachdem wo das feinere Schleifleinen bereits gegriffen hat. Zum Teil klar abgegrenzt, zum Teil verlaufend.

DSC_0006

Melde mich wenns was neues gibt.

Gruss david
pttltz
Stammgast
#13 erstellt: 12. Nov 2016, 12:28
Die "Leinölfirnisse" der Hersteller unterscheiden sich z.T. sehr deutlich in der Rezeptur.
Es besteht bei dem gegebenen Untergrund die Gefahr, daß es sehr spät- oder auch nie- trocknet.
MosiN
Stammgast
#14 erstellt: 17. Nov 2016, 12:57
Habe Herrn Timmermanns angeschrieben und auf die Problematik mit der Absorberkammer bei eingefrästem Chassis aufmerksam gemacht. Laut seiner Aussage kommt es zu keinen klanglichen Auswirkungen wenn man sie um 6mm nach hinten versetzt.


[Beitrag von MosiN am 17. Nov 2016, 13:00 bearbeitet]
pttltz
Stammgast
#15 erstellt: 17. Nov 2016, 15:50
Wie jetzt?
Das Chassis 6mm näher an der Kammer kann ich mir vorstellen. Aber die gesamte Absorberkammer um 6mm nach hinten versetzen- das kann so nicht ohne Auswirkungen bleiben.
MosiN
Stammgast
#16 erstellt: 18. Nov 2016, 00:50
Nun, bei mir ist der IHA um 8mm nach hinten versetzt. Geht nicht anders da ich das Chassis eingefräst habe. Aus dem Grund hab ich auch diesen Thread eröffnet. Dann hab ich mir gedacht, schreib den Entwickler an. Als Antwort hab ich folgendes bekommen:


Die Absorberkammer um 6 mm nach hinten zu versetzen bleibt klanglich
ohne Auswirkung - keine Einwände also! Ihre Anregung nehmen wir gerne
in unsere Korrekturliste auf. Vielen Dank dafür!


Warum in seiner Antwort von 6mm die Rede ist obwohl es sich um 8mm handelt weiss ich nicht. Es mag sein, dass sich das, wie du vermutest, irgendwie auswirkt aber der Entwickler gibt grünes Licht. Vielleicht hängt es ja auch damit zusammen, dass nicht der IHA alleine sondern auch das Chassis um jene Millimeter wandert?
pttltz
Stammgast
#17 erstellt: 18. Nov 2016, 01:18
Wer den Bauplan hat, kann ja spaßeshalber mal nachrechnen:
Um wieviel Prozent wird der Querschnitt der Line beim ersten Teiler kleiner, wenn man den Absorberkasten um 8mm nach hinten versetzt?
MosiN
Stammgast
#18 erstellt: 18. Nov 2016, 02:04
Ich hab zwar den Bauplan aber wie man das ausrechnet ist für mich Raketentechnik. Der Querschnitt verändert sich, das ist ja der Sinn dahinter. Wo also den Bezugspunkt setzen? Wo ist "beim ersten Teiler"?
Und was kann man mit dem Ergebnis anfangen?

Wenns einer wirklich rechnet: Bitte einmal mit den 6mm von Timmermanns und einmal mit den 8mm bei meinen. Vielleicht mach ichs aber auch selber, sollte es einfacher sein als ichs mir vorstelle.
MosiN
Stammgast
#19 erstellt: 02. Dez 2016, 22:59
Die zweite Box ist spielfertig. Finish, also bündigfräsen der Kanten, schleifen und eine Woche lang ölen fehlt noch. Der Fuss muss auch noch angeklebt werden. Aber ich konnts halt nicht erwarten.

Also in Stereo gehört vermiss ich da (fast) nichts. Bass kann sie, laut kann sie auch. Richtig laut. Das Dreckige, Agressive, Anspringende will sich bei mir heut allerdings nicht einstellen. Liegt vielleicht an mir....

Hab so ein Schallpegelmessgerät. Da kann man von A auf C umschalten. Was sind die Unterschiede oder besser gesagt, welche Messung ist für mich relevant. Will einfach wissen welchen Pegel die in meiner Bude fahren könnten. Könnten, weil ich ja auch noch Nachbarn hab
pttltz
Stammgast
#20 erstellt: 03. Dez 2016, 13:03
Du musst die Bässe einspielen. Bzw. sich einspielen lassen. Bei einem Horn dauert so etwas aber lange.
MosiN
Stammgast
#21 erstellt: 13. Dez 2016, 01:57
Danke für den Tip. So wie die spielen passts eigentlich schon, wenn sie über die Zeit besser werden solls mir recht sein.

Was mir nicht so gefällt ist, dass ich mich mit den Dingern täglich durch meine Musik höre statt die zweite fertigzumachen. So sehen sie aktuell aus. Hinten übrigens die Spiralino, der Umstieg ist gewaltig. Da ich nicht umziehen will muss ich lernen mit dem Pegelsteller maßvoll umzugehen.

DSC_0012


[Beitrag von MosiN am 13. Dez 2016, 02:01 bearbeitet]
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