Review Ziigaat x Fresh Review Arete 2

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RunWithOne
Inventar
#1 erstellt: Gestern, 15:38
Pro
+ preiswert
+ Entlüftungsbohrung für räumliche Wiedergabe
+ Bass Switch mit 2 gelungenen Abstimmungen
+ Allrounder
+ Modernes sachliches Design
+ Metallgehäuse

Contra
- selten zu viel Energie um 3 kHz

Ich habe den Ziigaat x Fresh Review Arete 2 von Linsoul Audio zur Überprüfung erhalten. Er wurde in Zusammenarbeit mit dem YouTuber Fresh Reviews entwickelt. Messungen im Netz zeigen eine Frequenzantwort, die grundsätzlich meinen Vorlieben entspricht. Ich war also gespannt, ob der IEM meinem persönlichen Geschmack entsprechen würde. Wie schlägt er sich im Vergleich mit anderen IEM?

Hier könnt ihr euch über den Arete 2 informieren.

Die Highlights des IEM laut Anbieter sind:
Evolution des ursprünglichen Arete, denn ich leider nicht gehört habe
Verbesserte Textur und Abstimmung
10mm Subwoofer mit verbesserter Magnetanordnung für tiefes Grollen sowie straffe und druckvolle Bässe
Klare leicht angehobene Mitten mit natürlichen Stimmen
Zusätzliche Brillanz und Details in den Höhen
Optimale Platzierung der Instrumente bei verbesserter Räumlichkeit

Unboxing

Der Arete 2 kommt in einer wunderschönen kleinen schwarzen Klappbox zu uns. Im Inneren dominieren erfreulicherweise recyclebare Materialien. Es ist lediglich etwas Schaumstoff zum Schutz der Gehäuse enthalten. Das Hardcase in Echtlederoptik kennen wir bereits von anderen Ziigaat IEM. Es ist funktional, geräumig und schützt den IEM sehr gut. Das schwarze geflochtene silver-plated OFC Kabel bietet einen Wechselstecker mit den gängigen Größen 3,5 und 4,4 mm. Mit dem 4,4mm Stecker kann der Arete 2 symmetrisch angetrieben werden. Am IEM Gehäuse wird der bewährte 0,78mm 2 Pin Stecker verwendet. Neben den beiden Foamtips sind jeweils 3 Paar transparenter Eartips in klar und rauchfarben beigelegt. Zwei Paar Meshfilter ergänzen den Lieferumfang.
Das Design der schwarzen Aluminiumgehäuse mit Farbapplikation zeigt eine klare Linienführung und wirkt dadurch erwachsen. Neben der farbigen Fläche, in meinem Fall cyan bzw. blau, sehen wir einen Schriftzug mit dem Namen des IEM.
Auf der Gehäuseinnenseite finden wir die Seriennummer inclusive der Links/Rechts Kennzeichnung. Unter den Konnektoren sitzt die Entlüftungsöffnung und der Bass Switch.

Technische Details

Treiber:
10mm DD 2. Generation mit Flüssigsilikonmembran für Subbass
2x Knowles 29689 für Mitten
2x Knowles 31736 für Höhen
Frequenzweiche
hochreines versilbertes OFC-Kabel

Empfindlichkeit: 104 dB
Impedanz: 24 Ω
Verzerrung: 0,04 %
Frequenzgang: 20 Hz–40 kHz

Haptik

Das Vollmetallgehäuse wird aus Aluminium gefräst. Es hat eine mittlere Größe und besitzt eine Entlüftungsöffnung auf der Gehäuseoberseite. Die Schallaustrittsöffnung des Hörers hat eine definierte Metallhülse und ist leicht angewinkelt. Damit lässt sich der IEM sehr gut in die Ohrmuschel einsetzen. Das Kabel ist im Bereich der Ohren vorgeformt. Das tiefe Schwarz der Gehäuse ist ein wirklicher Hingucker.

Die klaren transparenten Tips sind aus „klebrigen“ Silikonen und haften perfekt im Ohr. Die rauchfarbenen Tips sind glatt, flexibler und außen etwas weiter. Ich erreiche mit den rauchfarbenen Tips den besseren Seal, so dass ich diese für mein Review verwendet habe. Aufgrund der perfekten Passform konnte ich auf Tips anderer Anbieter verzichten.
Erfreulicherweise habe ich keinerlei Mikrofonie des Kabels feststellen können. Überhaupt passen das Schwarz von Gehäuse und Kabel sehr gut zusammen. Die Stecker lassen sich durch Abziehen wechseln. Die Toleranz der Steckverbindung ist eng. Damit dürfte eine sehr lange Haltbarkeit gewährleistet sein.


Klang

Selten war ich so gespannt auf einen IEM. Zum ersten macht der Hersteller einige Versprechungen. Zweitens fällt mir sofort die Frequenzantwort ins Auge. Die Basslinie verspricht aufgrund ihres langen, aber linearen, Abfalls eine gewisse Musikalität. Der Bereich um 3kHz liegt leicht unter dem Maximum des Subbass. Im weiteren Verlauf weißt die Frequenzantwort zwei Deeps bei 7 und 9 kHz auf. Die 7kHz Senke kommt mir in jedem Fall entgegen. Nach der 2. Senke meldet sich der Arete 2 mit drei Peaks im Bereich Air zurück. Bringen diese Peaks in Verbindung mit der Entlüftungsöffnung den versprochen luftigen Effekt oder ist die Energie damit zu hoch?

Ist der Bass Switch sinnvoll nutzbar oder sollte er wirklich nur beim Gaming zugeschaltet werden? Ich erinnere mich an andere IEM, die zwar mehrere Abstimmungen besitzen, aber keine war wirklich gelungen.
Der neue Basstreiber hat mir bereits bei den ersten Klängen ausgezeichnet gefallen. Sowohl mit und ohne Aktivierung der zusätzlichen Bassenergie macht er einen ausgezeichneten Job. Der Abstand zu BA ist nur noch sehr klein. Ich mag BA Bass auf Grund seiner präzisen Impulse sehr gern hören. Ein DD vermittelt im Allgemeinen mehr Punch, was ich mich ebenfalls begeisterten kann. Oft ist dies leider mit einem gewissen Einbluten in die oberen Mitten verbunden. Erfreulicherweise bleibt der DD des Arte 2 ist absolut straff. Der DD spielt sauber und wuchtig. Auch das versprochene Grollen im Keller kann man sehr gut hören, wenn es denn ist der Musik steckt.
Ob der Bass Schalter aktiviert wird oder nicht, ist tatsächlich eine Frage des persönlichen Geschmacks und der gehörten Musik. In jedem Fall ist die zusätzliche Energie wohldosiert und daher eine wirkliche Option und nicht nur ein Marketing-Gag. Eingeschaltet werden naturgemäß Präsenzregion und Höhen ein wenig maskiert, aber der Spaßfaktor steigt. Jetzt wechselt der Arete 2 zu einer absolut langzeittauglichen Signatur. Ich kann mich damit quer durch die Jahrzehnte meiner Musikbibliothek hören, ohne den EQ zu verwenden.
Natürlich ist der Klang im Offmodus nochmals ein Stück klarer. Separation und Luftigkeit werden nochmals beeindruckender. Ist die Musik weniger gut produziert, können die angesprochen Peaks bei 3kHz und im Bereich Air bei hohen Lautstärken subtil zu hoch sein.

Die unteren Mitten sind im Vergleich zu anderen IEM nicht unbedingt warm abgestimmt. Dies gilt insbesondere bei Switch off. Trotzdem bieten sie die versprochene Leistung. Sie klingen angenehm luftig und Stimmen stehen mit ihrem natürlichen Klang vor der Musik. Angenehm luftig heißt jedoch nicht analytisch scharf. Im Gegenteil sie bieten einen annehmen körperlichen Sound, welcher nicht zu dick aufträgt.
Gerade Musik von Gitarrenvirtuosen wie Yngwie Malmsteen, Carlos Santana oder Sophie Lloyd, um nur einige zu nennen, macht auf dem Arte 2 unheimlich süchtig. Freunde von EDM oder Gaming werden sicher den zugeschalteten Bass bevorzugen.
Die Mitten ermüden das Ohr zu keiner Zeit, sofern man der Musik nicht mit ohrschädigenden Lautstärken lauscht. Gitarrenriffs haben einen mitreißenden Sound, bei dem man die Anschläge der Musiker stets gut verfolgen kann. Hier und in den Höhen entscheidet sich oft Spielart eines IEM bzw. HP. Ich kann es hier schon mal vorwegnehmen, der Arete 2 schafft einen perfekten Spagat zwischen Musikalität und Analytik.

Der Präsenzbereich ist aufgrund einer kleinen Spitze um 5kHz akzentuiert und energetisch, aber nicht aggressiv. Ganz im Gegenteil, der Präsenzbereich ist ein toller Gegenpart zum federnden DD Bass. Dadurch spielt der IEM nicht aufdringlich bzw. überpräsent. Frauenstimmen klingen frisch, ohne zu zischen. Der Gesang, auch männlicher, steht leicht vor der Musik und trägt zur ausgewogenen Abstimmung bei.
Ist die Musik, für meine Ohren, schlecht produziert, habe ich probeweise den kleinen Präsenzpeak per EQ entschärft. Optional kann bei 8kHz ca. 1db bei Q=2 angehoben werden, wenn es nach der 5kHz-Korrektur etwas frischer klingen darf. Trotzdem bleibt, durch die nur leichten Korrekturen, der Charakter des IEM erhalten. Der Sound wird jedoch nochmals ausgeglichener.

Auch die Höhen machen in punkto Musikalität keine Ausnahme. Niemals klingen die Musik scharf oder zischend. Der IEM tönt stets angenehm und entspannt. Trotzdem können wir viele Effekte und Details der Musik genießen. Genießen im wahrsten Sinne des Wortes, da man eben nicht wie des Öfteren aufgrund zu starker Höhenenergie leiser drehen muss. Die Höhen fügen sich damit gut zum mitreißend klingenden Bass und den Mitten ein. Der „Fußfaktorwippfaktor“ ist da immer ein Parameter, der mir signalisiert, ob der Hörer meinen Vorstellungen entspricht und das ist hier absolut gegeben.

Die Bühne liegt erfreulicherweise über dem Klassendurchschnitt und verblüfft mich immer wieder. Dafür sind u.a. die Entlüftungsöffnungen verantwortlich, die den IEM luftig aufspielen lassen. Die Bühne ist in der Ausdehnung breiter als tiefer. Der Odyssey 2 ist zwar sehr detailliert, aber kein Analytiker im eigentlichen Sinn. Aufgrund der leicht warmen Abstimmung ist der Hintergrund nicht so schwarz wie bei anderen IEM, welche im Umkehrschluss zur analytischen Spielweise neigen. Instrumente und Stimmen können gut im Raum lokalisiert werden. Immer wieder spielt der Arete 2 bei konzentriertem Hören Details ins Ohr, die bisweilen verborgen geblieben sind. Trotzdem bleibt die Präsentation erfreulich unaufdringlich, da der Arete 2 auf Effekte haschende Peaks verzichtet. Keyboardpassagen sind schwebende Klangteppiche. Überhaupt ist die Dynamik des IEM hervorragend und macht immer Lust auf den nächsten Titel.

Im Outdooreinsatz, zugespielt per BT über meinen A&K XB10, macht der Arete 2 auch aufgrund seiner hervorragenden passiven Isolierung eine ausgezeichnete Figur.
Den XB10 verwende ich gern, da ich auf die zusätzliche Verkabelung eines Dongles gern verzichte und der A&K eine saubere Wiedergabe besitzt. Details bleiben auch hier erhalten und man kann die Musik in allen Facetten genießen.

Der Arete 2 skaliert mit der Qualität der Quellen. Letztlich bleibt ein Unterschied zwischen Zuspiel über Kabel oder Air erhalten. Aber auch kabelgebunden ergeben sich Unterschiede. Je nachdem, ob der Hörer eher die musikalische oder analytische Seite der Musik genießen möchte, gibt es qualitative Unterschiede zwischen einfachen, normalen und High Endkomponenten. Letztere entlocken dem Arete 2 ein sauberes Signal.

Die Hörvergleiche habe ich wie üblich mit meinem Astell&Kern SP 2000T (OP-Modus) gemacht. Da mich Kabel und Tips des Arete 2 überzeugt haben, habe ich den IEM beim Vergleich mit dem Originalequipment gehört. Tips rolle ich grundsätzlich gern, schon um eine optimale Abdichtung zu erreichen. Für die Vergleiche in diesem Review habe ich aufgrund der perfekten Passform für alle IEM die Tips des Arete 2 verwendet. Bei Kabeln bin ich deutlich zurückhaltender und setze in der Regel auf Originalkabel. Statt teurer Upgradekabel bin ich ein Freund des (parametrischen) EQ. Alle IEM wurden bis auf eine Ausnahme mit ihren Originalkabeln gehört.

Das Kabel des Ziigaat x Hangout Audio Odyssey 2 ist ein wenig flexibler. Bei Steckern und Hardcase gibt es keine Unterschiede. Beide IEM verfügen über eine etwa gleich große Gehäuseentlüftung für verbesserte Räumlichkeit.
Um beide IEM besser vergleichen zu können, war der Bass Switch des Arte 2 off. Damit haben beide IEM etwa die gleiche Separation. Der Arete 2 klingt trotzdem etwas wärmer und ausgewogener. Auch wenn der Abfall vom Tiefbass ausgehend bei beiden IEM gleich ist, besitzt der Arete 2 bis zu den unteren Mitten etwas mehr Pegel. In den Höhen hat er durchgängig weniger Energie. Ab 10kHz steigt sein Pegel über den des Odyssey 2, was ihm die größere Bühne beschert. Die Mitten sind wechselseitig leicht differenziert abgestimmt. Am Ende klingt der Arete2 etwas wärmer und harmonischer. Der Odyssey 2 kann etwas anstrengender sein, wenn man zu laut hört. Mit zugeschaltetem Extrabass wird der Arte 2 deutlich wärmer und verliert dabei etwas an Trennung. Auch kann der Bass bei unsauberen Produktionen, z.B. Battle Beast - Battle Beast, etwas schwammig werden und bis in die die unteren Mitten reichen. Mein Favorit ist hier, nicht nur wegen des Bass Switch, sondern vor allem wegen der ausgewogeneren Abstimmung der Arete 2.

Kiwi Ears hat dem Septett ebenfalls eine Metallgehäuse mit integriertem Schallaustritt und definiertem Sitz für die Eartips spendiert. Aufgrund der schmaleren Düsen musste ich andere Tips für den Vergleich verwenden. In diesem Fall habe ich für perfekten Seal die orangen dunklen Tipps von Penon verwendet. Der Septett besitzt eine eher V- förmige Abstimmung ohne Deeps in Präsenzregion oder Höhen. Der Tiefbass des Septett ist kräftiger als der des Arete 2, was den Septett ebenfalls sehr druckvoll spielen lässt. Basslinien lassen sich dabei perfekt verfolgen. Der DD spielt den Bass sauber und trocken. Im Präsenzbereich bis in den Übergang zu den Höhen besteht ein großer Unterschied zwischen beiden IEM. Der Septett liegt hier energetisch deutlich über dem Pegel des Arete 2. Das klingt bei sehr gut, auch etwas fetter, gemasterter Tracks enorm gut. Details und Gitarrenriffs werden mitreißend und dynamisch gespielt. Auch Luftigkeit und Bühne sind besser als bei Arete 2. Aber oft werden Vorteile mit Nachteilen an anderer Stelle erkauft. So auch hier. Bei hellen oder schlechter gemasterten Alben ist die Energie einfach zu viel und das Ohr des Hörers kann strapaziert werden. Hier stellt der Arete 2 die absolut sichere Wahl dar. Er nervt zumindest mit zugeschaltet Extrabass praktisch nie. Aber auch ohne die extra Kick im Bass bleibt er aufgrund seiner Abstimmung etwas entspannter.

Penon ruft für den Serial etwas den gleichen Preis auf. Der Serial ist allerdings kein Hybrid IEM. Optisch ist er mit seinen Intarsien auf der Back Plate ein wirklicher Hingucker. Penon hat dem Serial ebenfalls stabile Metalldüsen für den Schallaustritt spendiert. Er besitzt ein geschlossenes 3 DD Setup ohne Entlüftungsbohrung. Beide IEM sind relativ ähnlich abgestimmt. Der Bass des Arete 2 ist minimal energetischer. Zwischen 100Hz und 1kHz gibt es keine Unterschiede zu hören. Der Serial besitzt bei 1,5kHz etwas und bei 4kHz deutlich mehr Energie. Bei 6 und 10 kHz weißt er die stärkeren Deeps auf.
Der Arete 2 macht auf Grund seiner Abstimmung mehr Druck im Frequenzkeller, um dann in Präsenz und Höhen weicher zu agieren. Der Serial stellt somit einige Details stärker heraus. Das muss, je nach Aufnahme, nicht immer ein Vorteil sein. Sein Bass ist hörbar weicher.

Der Penon Turbo ist ein 6BA IEM, der über umfangreiche Tuningmöglichkeiten verfügt. Er verfügt über 4 Switches, von den der Turbo-Bass-Switch separat vor den restlichen Switches (Bass, Mitten, Höhen) sitzt. Den Bass Switch verwende ich nie, der der Bass damit sehr aufgebläht wird. Meine bevorzugte Einstellung ist 0-100. Ich setzte also nur den Bass-Switch. Der Turbo aufgrund seines Vollkunststoffgehäuses ohne separate Schallausgänge einfacher gebaut. Trotzdem lassen sich die Eartipps sehr gut montieren.
Währende der Arete 2 bis auf 2 Deeps bei 7 und 9kHz sehr gut dem Bad Guy Target, welches ich ebenfalls sehr mag, folgt, geht der Turbo einen anderen Weg. Nach den unteren Mitten gibt eines eine ausgeprägte Senke, wohl um den kräftigen Bass nicht in die Mittel bluten zu lassen. In der Präsenzregion und in den mittleren Höhen hat Penon dem Turbo mehr Energie mitgegeben. Ebenso fehlen ihm die angesprochenen Deeps.
Grundsätzlich trennt der Turbo besser. Der Bass ist straffer und grollt aufgrund der BA etwas weniger. Die Senke in den Mitten, verbunden mit der angesprochenen zusätzlichen Energie lässt ihn frischer, aber nicht zu analytisch, klingen. Sollte es Aufnahme bedingt in den Höhen zu energetisch werden, hilft der EQ mit einer Absenkung bei 6 oder 7kHz.
Für den doppelten Preis spielt der Turbo also mit etwas besserer Trennung, aber identischer Bühne. Müsste ich mich zwischen beiden IEM entscheiden, würde ich mich heute für den Ziigaat x Fresh Reviews entscheiden. Der Dynamikerbass ist hier ebenfalls straff und bringt das bessere Bassgrollen mit. Er ist musikalischer und in den Höhen etwas weicher abgestimmt. Anders ausgedrückt spielt der Arete 2 eher analog relaxt und der Turbo digital korrekt. Aber eben manchmal eben ein wenig zu hart. Ein Favorit ist aufgrund des Preisunterschiedes schwieriger zu benennen. Der Arete 2 bietet das musikalischere Gesamtpaket mit größer Bühne. Der Turbo ist technisch etwas weiter vorn. Zusätzlich bietet er mehr Tunigmöglichkeiten, von den jedoch nicht alle sinnvoll sind (Turbo Bass Switch). Seine Höhenenergie kann ihn manchmal anstrengend machen.

Der ISN Audio EST80 der einzige IEM mit EST Treibern im Vergleich. Seinen EST verdankt der ISN eine noch größere Bühne. Diese ist aufgrund seiner besseren Separation etwas zweidimensionaler als beim Arete 2. Den Bass spielt der ISN straffer. Auch ist der IEM weniger warm abgestimmt. Die Mitten und der Präsenzbereich klingen sauber und etwas weniger füllig. Der EST80 ist ab den Höhen weniger sicher abgestimmt. Gerade bei 6-8kHz besitzt er mehr Energie und trägt damit zu einer weniger warmen Abstimmung bei. Auch wenn der EST80 für sich betrachtet immer noch auf der warmen Seite der Musik spielt, ist der Unterschied zwischen beiden IEM gut hörbar. Aufgrund seines höheren Preises belastet er die Hobbykasse deutlich höher. Der preiswerte Arete 2 bleibt eine gute Wahl, auch wenn der deutlich teurer EST80 das technisch bessere Paket besitzt.

Zum Abschluss noch ein kurzer Vergleich mit meiner Referenz, dem Thieaudio V16 Divinity. Wie immer höre ich hier mit dem Thieaudio EST Kabel Natürlich ist der V16 der teuerste IEM im Vergleich. Aber er macht Namen alle Ehre. Der Subbass ist deutlich weniger energetisch, aber absolut knackig. Der Bass hat ebenfalls einen kräftigen Punch, der jedoch weniger plastisch klingt. BA klingen im Bass einfach anders als DD.
Die Differenz im Bass wird mit zunehmender Frequenz immer geringer. Ab dem Mittelbass haben beide IEM etwa den gleichen Pegel. Trotzdem ist der V16 weniger warm. Der Bass grollt naturgemäß weniger organisch. Der Hörer betont den Bereich um 3kHz stärker. Seine Trennung ist über das gesamte Frequenzband deutlich besser. Seine 16 Treiber pro Gehäuse legen den Grundstein für ein größere und voluminösere Bühne. Beim V16 ist die Räumlichkeit insgesamt deutlich verbessert. Die Bühne ist hier kugelförmig.

Fazit

Der Arete 2 lässt dem HiFi Freund mit seinen beiden Bass Einstellungen die Wahl. Off klingt er knackiger, aber immer noch ausgewogen. Er bleibt dabei mit besserer Trennung noch leicht warm und muss sich auch vor deutlich teureren IEM nicht verstecken. Mit zugeschalteter Extraportion Bass klingt er musikalischer und etwas analoger. Dafür erfreut er das Ohr mit seinem hervorragenden Bassgrollen. BEide Einstellungen bieten damit beste Voraussetzungen für stundenlangen Musikgenuss.

Nochmals vielen Dank anLinsoul Audio, dass ich diesen großartigen (Budget) IEM hören durfte. Ich kann ihn, auch wegen des gelungenen Bass Switch, uneingeschränkt empfehlen.
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