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Phonak Audéo PFE 112

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Moosman
Stammgast
#1 erstellt: 22. Jan 2009, 18:01
So, nach längerem Hin und Her, Internetrecherchen und fleißigem Mitlesen nicht nur hier, sondern auch überall dort, wo es um Inears geht, habe ich nun die Phonak Hörer in schickem Schwarz vor mir liegen.

Gekauft habe ich sie nicht im Netz, sondern beim Hörgeräteakustiker und bezahlt habe ich die (leider nicht verhandelbare) UVP von 119 €.

Als Zuspieler verwende ich meinen EU-gecappten iPod Classic 120 mit ca. 90GB verschiedenster Musik drauf. Meine bisherigen Hörer waren die unvermeidlichen Creative EP-630.

Meine Anforderungen an neue Inears waren:
- möglichst linearer Frequenzgang ohne deutliche Abstriche in einer der drei groben Disziplinen (Bass/Mitten/Höhen)
- Fokus auf Transparenz und Genauigkeit der Wiedergabe
- guter Sitz und Komfort (wer will das nicht!?)
- hohe Empfindlichkeit für genug "headroom" für meine lautstärkemäßig nicht bearbeitete Sammlung
- gute Preisleistung bei einem Maximalbudget von so 130€

Meine musikalischen Vorlieben liegen im Bereich Rock (Alternative bis Heavy), aber auch Sprache (Hörspiele) und ansonsten Jazz, bisschen Pop und was sich an Spektrum über die Jahre noch so zusammengesammelt hat. Nich oder ganz selten kommen mir rein elektronische Musik oder "neumodischer" ( ) Rmb auf die Ohren.
Dementsprechend lag mein klanglicher Schwerpunkt allgemein auf guter Auflösung und Transparenz des Klanggeschehens mit sauberen Bässen: Ich will alle Instrumente einzeln raushören können und idealerweise genau das erleben, was als fertige Produktion verkauft wurde. Räumlichkeit im Sinne dessen, was als Stereoinformation vorliegt ist dann auch super, aber nix dahingehend Künstliches, wie bei so manchem großen KH zu hören.


Die Hörer von "außen"

Grds. möchte ich hinsichtlich Bildern (und weiteren recht hilfreichen Infos) auf diesen Test verweisen.

Mein Eindruck von den Audéos ist durchweg positiv. Die Hörer sind aus sich hochwertig anfühlendem Kunststoff und wirken in Schwarz dezent und edel.
Das Kabel ist nicht so dünn und fisselig wie bei meinen Creatives, sondern macht durch die dicke und dennoch sehr flexible Isolation einen vertrauenserweckenden Eindruck. Es verdrillt fast nicht. Der gerade Stecker ist Geschmacksache: Mich stört er nicht. Die Kabellänge ist für mich (ca. 1,80) mehr als Ok auch wenn der Player in der Gesäßtasche steckt. Die Zuleitung zu den Hörern ist symmetrisch mit einem frei verschiebbaren Spacer, der sich einwandfrei (an den wiederum nicht zu fisselig-dünnen Einzelzuleitungen) verschieben lässt und auch die Position hält.

Das Einsetzen der Phonaks ins Ohr ist zumindest für mich sehr schnell und einhändig zu bewerkstelligen: Die Gehäuse sind so geformt, dass man genau über dem Treiber/Aufsatz eine Wölbung nach innen hat, in die man den Daumen legen und den Hörer ganz leicht und passgenau in den Gehörgang schieben kann - wunderbar!
Dabei ist auch sofort zu erkennen, dass Phonak an die Kabelführung über dem Ohr gedacht hat, denn die links/rechts Markierungen liegen innen am Gehäuse. In diesem Zusammenhang hat Phonak noch ein Gimmick eingepackt: Kabelführungen aus Silikon, die einfach auf die Kabel gesteckt werden und dann zwar fest aber immer noch flexibel für eine bequeme Zugentlastung über der Ohrmuschel sorgen. Funktionieren die auch bei einem Brillenträger wie mir? Ja, einwandfrei und sehr angenehm - aber nur, wenn man nicht andauernd die Brille ab- und aufnimmt.
Kurz noch zu den Kabelgeräuschen: Da die Isolation schon mit den Silikonaufsätzen eher besser als bei den EP-630 ist, treten natürlich die Körpergeräusche stärker in den Vordergrund. Die Kabelgeräusche sind aber auch da und vor allem beim Rumlaufen auch mit den Ohrmuschelhülsen sehr deutlich: Das ist ein grds. Nachteil der Kabelführung über dem Ohr, schon klar, aber ich wollte es trotzdem geschrieben haben. Zum Joggen habe ich andere (billig-)Hörer!

Nun zum Sitz: Ich nutze die mittleren Silikonaufsätze und spüre die Phonaks bereits nach kurzer Zeit so gut wie nicht mehr. Nichts drückt, zieht o. ä.
Bei meinen (auch schwerer einzusetzenden) Creatives hatte ich oft das bekannte Gefühl, hingreifen zu müssen. Auch diese Hörer waren recht angenehm zu tragen, aber doch viel mehr Fremdkörper als die Phonaks.


Der Klang

Ok, nun sollte man wissen, dass die Audéo PFE nur zusammen mit kleinen mitgelieferten Audiofiltern betrieben werden können (ohne klingt nicht!), die man mit Hilfe des (ebenfalls mitgelieferten) Werkzeugs in den Treiberkanal einsetzt. Es gibt zwei Paar graue und zwei Paar schwarze Filter, wobei die grauen für eine Mittenbetonung und die schwarzen für die "Badewanne" sorgen... Skepsismodus an: Eigentlich wollte ich doch neutralen Klang!

Graue Filter
Ich werfe nun also was Rockiges an, Thin Lizzys 'Jailbreak' z. B.: Knackige Gitarren im Introriff, straffer Bass, dann Phil Lynotts prägnante Stimme sehr harmonisch und nicht zu sehr mittenmäßig im Vordergrund - aber was ist mit den Hi Hats und den Becken? Die sind reichlich unnatürlich hervorgehoben... also nächster Song (Soundgarden, irgendwas von der 'Superunknown', recht dichte Mitten) und wieder das komische Schlagzeug! Die Bässe sind fein und sauber und die Höhen passen eigentlich auch, aber irgendwie mögen die "Grauen" keine Drums. Bei Jazz isses fast noch deutlicher mit dem wilden Beseneinsatz und die eigentlich toll produzierte 'Things To Make And Do' von Moloko läuft auch unrund - auch wieder am heftigsten beim (elektronischen oder echten) Schlagzeug! Roisin Murphys Stimme war auch nicht, wie man bei einer Mittenbetonung vielleicht erwartet hätte, präsenter oder "plastischer", sondern schön eingegliedert und wie sich's gehört - nur halt dieser blöde Schlagzeugklang.
So, nun hatte ich schon etwas Bammel vor dem Effekt der schwarzen Filter

Schwarze Filter
Gut, grau raus, schwarz rein: Ging schon mal recht einfach und nicht zu fummelig.
'Jailbreak' geht los und gleich fällt der etwas dickere Bass auf, der aber wirklich nur etwas dicker im Sinne von akzentuierter und alles andere als "bumsig" (EP-630 & Co.!!) ist. Schlagzeug: fein, So isses richtig - puhh! Die Höhen sind ebenfalls in Ordnung, also keine Schärfe und kein übertriebenes Zischeln, sondern unauffällig von der relativen Präsenz her. Bei Soundgarden bleibt das Bild bestehen, wobei ich bei dieser Produktion ganz froh um den geringfügig präsenteren Bass bin, da die tiefergestimmten Gitarren profitieren. Moloko klingt nun so, wie ich es kenne: Kraftvoll und klar.

Der Unterschied zwischen den beiden Filtern drückt sich für mich dahingehend aus, dass die grauen einen Tick spritziger klingen und eine Frequenzbetonung erzeugen, die ich höchstens in Verbindung mit Sprache, also Podcasts, Hörbüchern usw. verstehen kann, wo sie ein gewisses Plus (nicht viel) an Klarheit rausholen. Bei Musik machen sie für meinen Geschmack keinen Sinn.
Die schwarzen haben dagegen viel weniger Badewanne als befürchtet: Der Klang ist rund mit einer kleinen Bassbetonung, die aber nicht dessen Qualität beeinflusst. Der Rest macht auf mich einen ziemlich neutralen Eindruck.

Bei der Beurteilung der Klangqualität ist also zu beachten, dass ich die schwarzen Filter verwende.
Was mir sofort aufgefallen ist, ist die Auflösung der Audéos, die einen wirklich alles hören lässt: Wollte man schon immer mal wissen, was die Musiker vor und nach dem Take so verzapft haben bzw. ob die Fußmaschine des Drummers quietscht (nicht nur die von John Bonham), welcher Gitarrenamp zum Einsatz kommt, ob zu stark komprimierte Drum- oder andere Samples verwendet wurden oder woraus genau der dichteste Klangteppich zusammengefädelt ist - voilà! Wahrscheinlich machen das viel teurere Hörer noch besser, aber dafür, dass hier nur ein Treiber vorhanden ist, bin ich stark beeindruckt.
Man muss bedenken, dass es sich hier nicht um Monitorhörer handelt, die auf genau solche Frequenzen getrimmt sind, sondern um tonal imho sehr ausgewogene Consumerprodukte, die dich aber eben auch die Feinheiten hören lassen, was du nicht oder nur bedingt mit den (für ihren Preis aber okayen) Creative EP-630 u. ä. kannst!
Die Bässe sind da, genau und so tief, wie sie produziert wurden - nicht (viel, s. o.) mehr und auch nicht weniger.

Alles in allem sind hier keine Effekthascher am Werk, sondern eher "Abbilder", die es sehr gut schaffen, das Klangmaterial ohne große klangliche Interferenz weiterzugeben. Die Räumlichkeit "beeindruckt" so wenig wie der Rest des Geschehens: Alles ist da, aber es springt einem nichts sofort ins Auge, was einem nicht sofort ins Auge springen sollte...


Sonstiges

Zum Schluss habe ich noch die Empfindlichkeit der Phonaks bzw. den Betrieb mit dem gecappten iPod: Die Creatives sind empfindlicher - schon deutlich, aber nicht zu sehr.
Ich und mein Hörvermögen kommen gut klar mit den Phonaks, wobei ich manchmal schon ziemlich nahe an der Maximallautstärke des Players bin. Für manchen könnte das zu wenig sein.
Unterwegs auf der Straße usw. profitiert man von der starken und wohl auch frequenzgünstigen Isolation der Hörer, da man schon in Verbindung mit den Silikonaufsätzen keine verfälschte Wiedergabe und vor allem keinen sehr starken Bassabfall hat. Nur bewegen sollte man sich nicht zu wild (s. o.). Die Außenwelt bleibt im übrigen vollständig von meinem Musikgeschmack verschont.

Zur Preisleistung kann ich im Prinzip gar nicht viel sagen, da ich kein großer Inear-Kenner bin. Ich weiß nur, dass sie ausgewogener klingen als ein Paar Griffins (dumpfer Klangbrei), die UE sf 3 (der Bass) und die UM 1 (der Rest) und insgesamt mit ihrer Aulösung Unaufgeregtheit im positiven Sinne auftrumpfen können. Ich vermute mal, dass der Preis so in Ordnung geht oder vielleicht soger etwas auf der "guten Seite" ist - gerade wenn man auch noch Ausstattung, Verarbeitung und Komfort miteinrechnet.

Sind die 100€ Aufpreis zum EP-630 gerechtfertigt?
Schwer zu sagen: Wer einfach nur Musik in der Bahn oder auf dem Weg dorthin o. ä. von seinem Walkmanhandy hören will, nicht unbedingt auf so Sachen wie klangliche Ausgewogenheit großen Wert legt und seine Hörer gerne mal unbedacht in die Jackentasche/Rucksack/sonstwohin knüllt, wahrscheinlich nein. Wer sich aber durch diesen sch***langen Text gequält hat und auch sonst mit Interesse den Markt beobachtet, der ist vielleicht schon angefixt...

Danke für's Lesen.
da_kNuRpS
Inventar
#2 erstellt: 01. Feb 2009, 16:47
Endlich mal ein ausführlicher Bericht über die Phonakteile. Vielen Dank dafür.
Hast du Vergleiche was die Bassquantität anbelangt zu sagen wir mal Shure Se110 und Ultimate Ears Super.Fi 3?
Tob8i
Inventar
#3 erstellt: 01. Feb 2009, 19:25
Ich habe bisher nur die grauen Filter drin. Die schwarzen habe ich noch nicht ausprobiert. Mit den grauen ist er ziemlich neutral mit etwas zurückgenommenen Höhen. Etwas wärmerer und dumpferer Klang. Hört man sich aber schnell rein.

Im Vergleich zum SE110 sollten die Höhen doch stärker sein und die Bühne ist größer, weshalb er nicht so dumpf klingt. Habe allerdings den SE110 schon lange nicht mehr und konnte deshalb nicht direkt vergleichen.
Moosman
Stammgast
#4 erstellt: 05. Feb 2009, 19:49

Tobias8888 schrieb:
Ich habe bisher nur die grauen Filter drin. Die schwarzen habe ich noch nicht ausprobiert.


Hattest du nicht diesen merkwürdigen Klang im Hi Hat Frequenzbereich, den ich beschrieben habe? Entweder ich habe komische Ohren oder...


Zu der Frage mit den Vergleichmöglichkeiten habe ich wirklich nur meine Creatives daliegen, also nicht wirklich was auf ähnlicher Augenhöhe.
Tob8i
Inventar
#5 erstellt: 05. Feb 2009, 19:57
Ne, die Hi Hats sind sogar eher etwas zurückhaltzend, weil die Höhen eben etwas weniger sind.
Moosman
Stammgast
#6 erstellt: 05. Feb 2009, 23:51
Es könnte auch am verwendeten Player liegen... sieh' dir mal auf dem von mir verlinkten Test das herstellerseitige Bild vom Frequenzverlauf der Audiofilter an: Da taucht bei den grauen im Bereich der oberen und obersten Mitten ein Doppelhöcker auf, den ich für das von mir beschriebene Phänomen verantwortlich mache. Auch die Höhen sind bei den grauen dort etwas mehr.
da_kNuRpS
Inventar
#7 erstellt: 05. Feb 2009, 23:55
Gibt es die beiden Höcker nicht auch bei zahlreichen anderen IE-Modellen zum Beispiel bei den von Ultimate Ears gehts in dem Bereich ziemlich rauf und runter. Trotzdem ist der Höhenklang einwandfrei.
Moosman
Stammgast
#8 erstellt: 06. Feb 2009, 00:13
Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass es bei allen anderen Modellen auch die verschiedensten "Höcker" gibt, doch passt es halt in dem Fall genau zu dem von mir Gehörten: Meine Vermutung ist halt, dass Phonak als Hörgerätespezialist die grauen Filter mehr für den speziellen Bereich der Sprachwiedergabe abgestimmt hat und weniger auf möglichst homogene Musikwiedergabe.
HevDev
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 23. Aug 2009, 01:14
Wirklich fantastische Inears. Ich kann dem OP nur beipflichten. Ich höre meine Musik ganz neu. Diese Inears sind extrem ausgewogen und lassen einen gleichzeitig alle Details wahrnehmen, wie sie mir meine DT880 z.B. nicht liefern. Das weiß ich zu schätzen. Die DT880 klingen dafür voller, aber bei weitem eben nicht so präzise, und als neugieriger Zuhörer weiß ich eben diese Präzision und volle Detailwiedergabe zu schätzen. Ich fürchte (bzw. freue mich vielmehr mehr darüber), dass ich meine ganzen Alben die nächsten Wochen mit iAudioU7 und den Phonaks neu entdecken darf.
Einfach große Klasse und sofortige Kaufempfehlung an alle (zumindest das Probehören sollte man nicht verpasst haben).

Es sei an dieser Stelle abe rnoch einmal gesagt, dass sich mein Eindruck auf die schwarzen Audiofilter bezieht, denn wie OP schon geschrieben hat, empfinde ich die grauen als zu dünn für meine Musikrichtung (vornehmlich Metal, aber ich höre so ziemlich alle Musikstile, sofern es nur gute Musik von talentierten Künstlern ist). Wie meine Name schon erahnen lässt, bin ich etwa ein großer Fan von Devin "Hevy Devy" Townsend, und sein neues Album Ki ist mit diesen Hörern ein wirklich fast schon neuartiges Erlebnis, weil nun so viele Details zum Vorschein kommen durch die Ausgewogenheit dieser Hörer, die mit den DT880 etwa komplett untergegangen sind. Diese Details machen die Musik aber so viel besser, dass ich die Phonaks hier eindeutig gegenüber den DT880 präferiere. Das hätte ich vor dem Kauf sicher nicht für möglich gehalten, dass 120eur Inears so etwas vermögen.


[Beitrag von HevDev am 23. Aug 2009, 01:15 bearbeitet]
trinytus
Inventar
#10 erstellt: 24. Aug 2009, 07:44
Whao

Die Phonaks scheinen ja richtig toll zu sein. Mich interessiert aber wie das mit dem Bass gemeint war, der besser als bei den SF3 sein soll. Den Bass der SF3 kann ich ja mit EQ nach oben schrauben und schon habe ich einen für mich (mittlerweile) ausreichenden Bass.

Ist der Phonak nur im Bass besser oder vom Gesamtpaket?
Gruß


[Beitrag von trinytus am 24. Aug 2009, 07:50 bearbeitet]
fibretec
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 05. Nov 2009, 09:13
Vielen Dank für diesen schönen uns ausführlichen Bericht.
petitrouge
Inventar
#12 erstellt: 13. Nov 2009, 11:21
So ich möchte hier mal meine Eindrücke über den besagten In-Ear wiedergeben.
Bei alledem sei wie immer gesagt es sind meine Eindrücke und Empfindungen die ich hier wiedergebe in Abhängigkeit natürlich von meinen Hörgewohnheiten und eigenen Empfindungen. :cool:

Nachdem bearman seine Phonak Audéo PFE 112 hier angeboten hatte und ich derzeit am überlegen war ob ich für meinen Norwegen-Tripp mir nicht noch einen Satz bessere In-Ears zulege, begann die Suche nach Info's.

Bei allem suchen im Internet insbesondere diesem Review :http://www.anythingb...-earphone-review.php und den darauf folgenden Aussagen und Bemerkungen bin ich immer neugieriger geworden.

Weiterhin hatte mich der Test von Moosman sehr angesprochen, auch wenn dieser den schwarzen Filtern den Vorzug gegeben hat am Ende.

Die Verarbeitung und Qualität:
Finde ich beides sehr gut! (Es sei angemerkt das ich selber noch nicht soviel Erfahrung bei In-Ears besitze, wie manch anderer)
Das einsigste was mir ggf noch fehlen würde bei der Ausstattung wäre ein Adapter von Mini auf grosse Klinke gewesen.
Genial finde ich die Vorgeformten Clipps um die Kabel hinter dem Ohr ruzmzuführen!

Tragekomfort versus meiner JBL 220: Sehr sehr angenehm kann ich nur sagen, sie lassen sich ohne Probleme einsetzen und fügen sich genau an die Stelle wo sie hingehören sollen. Keinerlei drücken oder unangenehmes Empfinden, was bei den JBL's dann doch ab einer gewissen Zeit auftritt, ganz abgesehen davon das diese hier und da nicht so sauber sitzen wie die Phonaks! :music:

Klang:
Na ja, da sind die unterschiedlichen Hörgewohnheiten die hier zutage treten und dann ja noch das was man an Musik so hört und was man an sich für Hörgewohnheiten hat.

Gehört und verglichen habe ich mit meiner Reference CD:
Dire Straits-Sideshow
Jennifer Warnes -Way down deep
Eva Cassidy-Fields of gold
Jocelin B. Smith-When I need you
Metallica-Nothing else matters
Nils Lofgren-Keith don't go
Pink Floyd-The Wall
Sarah Mc Lachlan-Angel

Weiterhin habe ich ein wenig den Bass gefordert mit folgendem:
Bassmo Bill-Eth.Mo-Thing
Empire Brass Quintet-Spiritual Dance
Robbie Dupree-Walking on Water

Ergebniss dieser Hörsession:
Tiefbass wird absolut sauber reproduziert
der Bass selber kommt Knochentrocken
die Mitten sind absolut Lebensecht
die Höhen haben eine deutliche Transparenz und sind sehr angenehm

Räumlichkeit:
Bin ja diesbezüglich etwas verwöhnt durch meine Breitbänder, doch ich muss sagen das ich die Abbildung für diese In-Ears wirklich Phänomenal empfinde.
Töne/Instrumente stehen da wo sie aufgenommen wurden und das sehr akkurat und nicht irgendwie verschwommen.

Tja alles in allem für mich ein absolut neutral und stimmig aufspielender In-Ear der auch ohne weiteres eine Dynamik an Tag legen kann die ich eigentlich nicht so erwartet habe.

(Während der Erstellung diese Textes lief die ganze Zeit Grace Jones Hurricane......ein Genuss! :music: )


Gehört wurde sowohl über meine stationäre Anlage, wo der Funk LPA2 dann am Ende war, als auch über das Lapptop mit 24/96 Ausgabe an meinen MiniDac und danach zu dem SR-71.
Als Vergleich dienten: AKG 701 und 271 (der JBL wurde nur noch im Bezug auf den Tragekomfort herangezogen)

Zu den Facts -> Für den Preis ist das bis dato für mich einer der genialsten in-Ears die ich je gehört habe und vom Empfinden her spielt er sich sehr gut an dem 271'er vorbei und erreicht fast 701'er Niveau.
Ich weiss der Vergleich hinkt, da dies eine ganz andere Sparte ist, doch der JBL geht sang und klanglos neben diesem unter....... :aha:
Deswegen mussten diese beiden herhalten.
Der 271 baut natürlich einen ganz anderen Bass auf, besonders nach dem Mod und somit kommt das natürlich nochmal ganz anders rüber.
Deswegen ordne ich den Phonak allemal näher in Richtung 701 von der Klangwiedergabe ein.

So genug geschrieben jetzt wird weiter gehört und vielen Dank auf diesem Wege nochmals an bearman!


Grüsse Jens
bearmann
Inventar
#13 erstellt: 14. Nov 2009, 15:38

petitrouge schrieb:
So genug geschrieben jetzt wird weiter gehört und vielen Dank auf diesem Wege nochmals an bearman!


Immer wieder gerne.
Die Aussage mit Bass & Tiefbass solltest du aber nochmals überdenken, bzw. etwas Zeit ins Land gehen lassen, bis das "New Toy Syndrom" etwas abgenommen hat. Bässe sind nämlich nicht gerade die Stärke der Phonaks - gut kicken können sie, aber "untenrum" definitiv nicht allzu präsent.

Mich hat das aber auch nie gestört... gerade bei Singer/Songwriter fand ich die Stimmen immer ausgezeichnet.

Viel Spaß noch mit den Kleinen.

Gruß.
bearmann
petitrouge
Inventar
#14 erstellt: 14. Nov 2009, 21:27
Jepp nach einiger Zeit....isser nicht so Präsent wie am Anfang.
Doch da ich ja sowieso eher besagte Singer/Songwriter in der Mehrheit damit höre kommt der absolut gut in die Richtung meines 701 und ist damit erstmal die Ergänzung in der mobilen Ecke...bis die nächste Aufstockung dann kommt.



Grüsse Jens
petitrouge
Inventar
#15 erstellt: 17. Nov 2009, 01:53
Noch mal ein kleiner Nachsatz mittlerweile:

Habe jetzt verschiedene Hörversuche mit Flanges gemacht und bin wieder am Ende auf die originalen kleinen zurückgekommen passen einfach am besten und vom Klanglichen für meine Gehörgänge somit auch das beste, ganz abgesehen vom Sitz.

So nach einigem hin und her habe ich mich nun auch dazu entschlossen die schwarzen Filter einzusetzen.
Muss Mosmann absolut recht geben in seiner Schilderung was den Bass angeht er gewinnt einfach an Kontur und somit ein absoluter gewinn was den Klang angeht!
Getestet habe ich dies mit Yello der neuen Touch und die Stimme und Bässe kommen dann auch so wie ich dies von Yello kenne und gewohnt bin Tief, konturiert und klar.

Bei alledem würde ich nach wie vor den Phonak als einen recht neutral (imho ) aufspielenden In-Ear bezeichen.



Grüsse Jens
frieMo
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 29. Nov 2009, 10:49
Hallo ich habe die gleichen InEars (auch in Schwarz)

Ich bin begeistert!!

Ich habe die bei Fielmann gekauft.
Nach einer Woche waren sie da!
Und der Knüller, bei Fielmann kosten die Ohrstöpsel nur 107,10Euro.

Ich weiß zwar nicht ob das in ganz Deutschland so ist aber ich würde es stark annehmen.

Also alle die sich diese grandiosen Ohrstöpsel kaufen wollen geht doch einfach zu Fielmann (Ohrstöpsel ... Fielmann)

Gruß Mo
FRAC
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 13. Dez 2009, 23:14
Mal 'ne Frage - wie oft muss man bei den Dingern die Filter wechseln? Irgendwo hab ich was von alle 4-6 Wochen gelesen - das würde langfristig richtg teuer!

Gruß

FRAC
frieMo
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 15. Dez 2009, 20:37
Hallo!
FRAC schrieb:
Mal 'ne Frage - wie oft muss man bei den Dingern die Filter wechseln? Irgendwo hab ich was von alle 4-6 Wochen gelesen - das würde langfristig richtg teuer!

Gruß

FRAC


Ich habe die Ohrstöpsel seit ca. 1,5 Monaten und seit dem Kauf immer die Schwarzen Filter in Gebrauch.
Auf der Website stand etwas von 4-6 Wochen und das dass "Sieb" immer sichtbar sein muss!

Ich weiß nicht wie die das genau meinen, aber mein Sieb ist immernoch tadellos sauber!

Ich würde einfach wechseln, wenns verdreckt ist, was ja hin und wieder passieren kann.

Gruß Mo


[Beitrag von frieMo am 15. Dez 2009, 20:41 bearbeitet]
FRAC
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 16. Dez 2009, 23:58
Noch ein revEAR Kunde - von deren Webseite hab ich jedenfalls die 4-6 Wochen, woanders habe ich das nicht gefunden.

Mit dem "Sieb" meinen die wohl den eigentlich Filter, also der Teil, wo die Schallwellen durch müssen. Wenn im Plastikring davor Dreck und Schmalz hängt sind die Dinger wohl hin, sauber machen scheint nicht zu gehen.

Mal schauen wann sich überhaupt Dreck in meinen Stöpseln findet, und ob ich das nicht mit guter Pflege der Silikonstöpsel lange hinauszögern kann.

FRAC
Moosman
Stammgast
#20 erstellt: 09. Jan 2010, 21:58
Oh, bin seit löngerem mal wieder hier im Forum unterwegs und registriere mit Freude das positive Feedback auf die Phonaks
ere
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 09. Jan 2010, 23:17
Ich bevorzuge die grauen Filter.
Ich kann Moosmans Beurteilung nachvollziehen, wenn ich auf meinem iPod nano mit 3/4 bis fast voller Lautstärke höre. Im Bereich bis etwa 2/3 Lautstärke sind mir die schwarzen Filter subjektiv etwas zu dumpf.
Im Unterschied zu Moosman läuft oft klassische Musik und mein Gehör ist vielleicht auch nicht mehr das, was es einmal mit 20 war .

Ursprünglich habe ich einfach Hörer gesucht, die nicht bei jeder Bewegung oder im Liegen aus dem Ohr fallen.

Über längere Zeit wirkt Musik mit den Audéo ausgewogen und wenig ermüdend. Mein Sennheiser-Kopfhörer HD600 gibt aber doch noch mehr Volumen her.
Ist der Vergleich mit einem guten Kopfhörer eigentlich erlaubt?


[Beitrag von ere am 10. Jan 2010, 18:11 bearbeitet]
ere
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 14. Mrz 2010, 09:08
Ich habe einen unheimlichen Verschleiss an Filtern. Nach wenigen Wochen sind die Filter jeweils verstopft. Das merkt man daran, dass der Ton immer leiser wird oder die Lautstärke einseitig massiv geringer ist. Eine Verschmutzung ist nicht sichtbar. Die Silikon-Ohrstücke sind regelmässig gepflegt.

Nun habe ich heute die alten, verstopften Filter für 10 Minuten in herkömmlichen Alkohol 70 % aus der Hausapotheke eingelegt. Das hat für's Erste geholfen.

Ersatzfilter kosten hierzulande CHF 2.50/Stück (€ 1.85)!
fibretec
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 14. Mrz 2010, 21:46
Haha, danke für diesen Kommentar
Dachte nämlich, dass es ziemlich komisch sei, dass die Musik andauernd leiser wurde oder schlechter rauskam. Dass es die Filter waren, konnte ich mir schon zusammenreimen- aber dass sie derart rapide verschmutzen erstaunt mich schon. Schade.
Wilke
Inventar
#24 erstellt: 16. Apr 2010, 10:56
würdet Ihr diese Inears weiterhin empfehlen trotz Filterverschleiß?
bearmann
Inventar
#25 erstellt: 16. Apr 2010, 11:19
Würde die gerade wegen der auswechselbaren Filter immer noch empfehlen. Diese setzen sich im Laufe der Zeit nämlich bei allen IEMs zu und bei den Phonaks kannst du die Filter eben austauschen. Wäre für mich ein eindeutiger Pluspunkt.

Gruß.
bearmann
petitrouge
Inventar
#26 erstellt: 16. Apr 2010, 12:44
Habe bis dato den kauf der Phonaks nicht bereut!
Komme gerade von einem 2 Stündigen Rennradtraining mit den Phonaks und Sansa Clip+ zurück.
Total angenehmer Tragekomfort und Klang nach wie vor für mich genial in dieser Preisklasse.



Grüsse Jens
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 16. Apr 2010, 13:37

petitrouge schrieb:
Habe bis dato den kauf der Phonaks nicht bereut!
Komme gerade von einem 2 Stündigen Rennradtraining mit den Phonaks und Sansa Clip+ zurück.
Total angenehmer Tragekomfort und Klang nach wie vor für mich genial in dieser Preisklasse.



Grüsse Jens


Hallo,

ich hab' die Dinger auch. Die haben dafür, daß es Single Balanced Armature Drivers sind, einen excellenten, runden Klang und eine super Auflösung, und ein stimmiges Gesamtbild. Ich würde sie zusammen mit den Shure SE310 als die besten erhältlichen Single-BA's listen.

Es sind jedoch BA's mit nur einem Treiber (der für das gesamte Frequenzspektrum zuständig ist), und dementsprechend sind dem Frequenzspektrum Grenzen gesetzt. Ich habe einen 20-Band-Equalizer, und auf den untersten und obersten Regler sprechen sie überhaupt nicht mehr an. Dies macht sich auch, wenn man es weiß, im Klangbild bemerkbar. Im Vergleich zu Dual-BA-Drivers fehlen gerade in den Höhen etwas die Glanzpunkte.

Für den Preis der Phonaks bekommt man schon Einsteiger-InEars aus der Dual-BA-Klasse (zwei getrennte Armaturen; einen für Bässe und einen für Höhen). Da fallen mir spontan z.B. die q-JAYS ein. Das sind InEars mit Dual-BA-Treibern, und kosten sogar ca. 10 Euro weniger als die Phonaks. Deren erweiterter Frequenzgang ist hörbar und auch deutlich mess- und damit nachvollziehbar. (Im Test mit meinem Equalizer sprechen die auch auf die äußersten Regler noch an.)

Viele Grüße,
Markus


[Beitrag von Bad_Robot am 16. Apr 2010, 13:40 bearbeitet]
Wilke
Inventar
#28 erstellt: 16. Apr 2010, 13:59
haben diese auch so viele Beigaben wie Siliconaufsätze, foamies, filter etc.?
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 16. Apr 2010, 14:01

Wilke schrieb:
haben diese auch so viele Beigaben wie Siliconaufsätze, foamies, filter etc.?


Es sind genauso viele Silikonaufsätze und Foamies dabei, und auch allerlei Adapter und Kabelverlängerungen, aber keine wechselbaren Filter.

Der Preis für die Phonak ist durchaus gerechtfertigt. Ich wollte auch nur eine Alternative aufzeigen, wie man für etwas weniger Geld etwas besseren Klang (aber zugegeben etwas weniger Zubehör - diese netten "Stützen" für's Kabel, damit man das Kabel über die Ohren führen kann, finde ich nett - das gibt's bei den q-JAYS auch nicht) bekommt.

Viele Grüße,
Markus


[Beitrag von Bad_Robot am 16. Apr 2010, 14:02 bearbeitet]
Class_B
Hat sich gelöscht
#30 erstellt: 19. Apr 2010, 08:59
Ich bin mit den Phonak auch sehr zufrieden.
Es sind die ersten Inears die bei mir bequem sitzen und den Klang empfinde ich als sehr ausgewogen.
Ich verwende die Foamies und die grauen Filter.


[Beitrag von Class_B am 19. Apr 2010, 09:00 bearbeitet]
Wilke
Inventar
#31 erstellt: 19. Apr 2010, 09:03
Danke class B. In die Versuchung, die realsound in ears zu kaufen seid Ihr noch nicht gekommen?
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#32 erstellt: 19. Apr 2010, 09:19

Wilke schrieb:
Danke class B. In die Versuchung, die realsound in ears zu kaufen seid Ihr noch nicht gekommen?


Hallo,

doch, ich. Ich hab' sie. Die "realsound dynamics" Version. Das ist die etwas bessere, zwei-Wege Variante. Hat mich 472 Euro gekostet.

Die klingen jetzt nicht schlecht. Sind weitestgehend neutral abgestimmt, relativ hell, und ich höre auch eine leichte Mittenbetonung heraus.

Auflösungsmäßig her kommen sie jedoch nicht an die High-End Zwei-Wege-Hörer mit universalen Gehäusen (z.B. Shure SE420) heran. Im direkten Vergleich klingen die realsound dynamics leicht "blechern" in den Mitten. (Das fällt einem aber wirklich nur auf, wenn man den direkten Vergleich hat.)

Für das Geld würde ich persönlich lieber zu einem sehr guten Drei-Wege-Universal, wie z.B. dem Westone UM3x, greifen. Der sitzt auch nicht wesentlich schlechter im Ohr, kostet nochmal 100 Euro weniger, und klangmäßig steckt der Westone den realsounds locker in die Tasche.

Und die "großen" Drei-Wege-Customs, wie z.B. JHAudio JH13 oder Ultimate Ears UE11Pro (die beiden besitze ich ebenfalls) trennen Welten von den realsounds.

Mein persönliches Fazit aus dieser Sache ist: wenn es schon unbedingt Customs sein sollen, dann würde ich noch etwas länger sparen und gleich bei der 800+ Euro Klasse einsteigen. Ansonsten steht man klangmäßig deutlich schlechter da als mit Universals aus der 200 Euro Klasse.

Die Dame bei meinem Hörgeräteakkustiker, wo ich die realsounds bestellt habe, besitzt die realsounds selber privat. Beim Erstellen der Abdrücke hatte ich mal die Universal-Tester von JHAudio dabei, damit sie mal kurz 'reinhört. Da hat sie nur "WOW" gesagt....

Viele Grüße,
Markus


[Beitrag von Bad_Robot am 19. Apr 2010, 09:27 bearbeitet]
Wilke
Inventar
#33 erstellt: 19. Apr 2010, 09:31
Danke Markus,
ich bin in-ears anfänger. hatte mal sennheiser 300, die fand
ich nicht so toll, man hörte jedes Kabelgeräusch beim gehen.
In der Bahn dichteten sie ganz gut ab. aber leider habe ich kleine Ohren und nach 10 minuten taten sie mir weh.
Deswegen wollte ich eigentlich die realsound ein treiber mir zulegen. Aber vielleicht werden es auch die phonak´? kannst du mir als inear user einen tip geben. für mich ist es wichtig ,dass sie gut sitzen. gruß wilke
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 19. Apr 2010, 09:52

Wilke schrieb:
Danke Markus,
ich bin in-ears anfänger. hatte mal sennheiser 300, die fand
ich nicht so toll, man hörte jedes Kabelgeräusch beim gehen.
In der Bahn dichteten sie ganz gut ab. aber leider habe ich kleine Ohren und nach 10 minuten taten sie mir weh.
Deswegen wollte ich eigentlich die realsound ein treiber mir zulegen. Aber vielleicht werden es auch die phonak´? kannst du mir als inear user einen tip geben. für mich ist es wichtig ,dass sie gut sitzen. gruß wilke


Hallo,

Customs machen dann Sinn, wenn man eine wie auch immer geartete spezielle Ohranatomie hat und einem Universals absolut nicht passen. Den passenden Sitz erkauft man sich dann aber (zumindest in dieser Preisklasse) mit wesentlichen Einschränkungen im Klang.

Ich besitze mittlerweile weit über 30 InEars. Allerdings habe ich auch "Allerweltsohren", und mit hat bisher noch jeder InEar gepaßt.

Aus der "Unter-500-Euro-Customs-Klasse" habe ich neben dem realsound dynamics noch einen weiteren, noch etwas günstigeren Custom (hat knapp 400 Euro gekostet). Dessen Klang empfinde ich aber so dermaßen unterirdisch, daß ich die Hörer bereits zwei mal zum Hersteller zurückgeschickt hatte, mit der Bitte um technische Überprüfung. Ich hatte gedacht (gehofft), daß ein technischer Defekt vorliegt. Dem war aber nicht so - die klingen wirklich so (schlecht).

Den Sennheiser CX300 habe ich ebenfalls. Deren relativ steifes und dickes Kabel begünstigt in der Tat Kabelgeräusche (man kann sich halt damit behelfen, daß man das Kabel an der Kleidung irgendwie befestigt, oder unterhalb der Oberbekleidung entlang führt, damit es sich beim Gehen nicht zu sehr bewegt).

Das Kabel der realsound ist weitestgehend identisch mit dem der CX300. Die Kabelgeräusche treten bei den realsound daher ganz genau so auf wie bei den CX300.

Die Herstellung von den Customs-Gehäusen ist halt sehr aufwändig und daher teuer. Bei einem Preis von 400 Euro muß daher an allem anderen Kompromisse gemacht werden - Kabel, Klang, verbaute Technik, etc.

Ich würde dir mal Hörer von Westone empfehlen. Deren verzwirltes Kabel dämpft Kabelgeräusche wie bei keinem anderen Hersteller (die 1000+ Euro Customs, auch von anderen Herstellern wie JHAudio oder Ultimate Ears verwenden das gleiche Kabel). Außerdem, erfahrungsgemäß haben Leute mit den Westone-Hörern die wenigsten Sitzprobleme (das sind unter den Universals die Hörer, die am besten sitzen).

Ich würde dir daher z.B. mal die "Westone 1" empfehlen. Klanglich dürften sie auf gleicher Höhe mit den Phonaks sein. Ich sage absichtlich "dürften", da ich die Westone 1 selbst noch nicht gehört habe. (Von Westone besitze ich nur die teureren Modelle, ab dem UM2 aufwärts.)


Viele Grüße,
Markus


[Beitrag von Bad_Robot am 19. Apr 2010, 09:59 bearbeitet]
Kharne
Inventar
#35 erstellt: 19. Apr 2010, 10:48
Der Westone 1 liegt auf einem Level mit den Ue SF3, Shure Se110 und Westone Um1.
Imho viel zu teuer und ich hatte ziemliche Probleme einen ordentlichen Seal zu kriegen, da sie auf der Rückseite flach sind und nicht wie die Um3x bauchig.
Ich würde eher der Phonak, oder wenns günstiger sein soll die SE110 empfehlen.

Gruß
Kharne
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 19. Apr 2010, 10:58

Kharne schrieb:
... ich hatte ziemliche Probleme einen ordentlichen Seal zu kriegen, da sie auf der Rückseite flach sind und nicht wie die Um3x bauchig.


Hallo,

ah, das ist mal eine interessante Information. Ich hatte angenommen, das Gehäuse sei identisch zu dem des Westone 3.

(Auch zwischen Westone 3 und Westone UM3x gibt's vom Gehäuse her einen Unterschied, btw.: das Schallaustrittsröhrchen beim UM3x hat einen etwas anderen Winkel als das des W3. Das führt bei mir dazu, daß ich beim W3 andere Aufsätze nehmen muß als beim Um3x.)

Viele Grüße,
Markus
Wilke
Inventar
#37 erstellt: 19. Apr 2010, 12:13
Ich danke Euch, dann wirds wohl ein phonak.

Wie sieht es eigentlich mit den inears über 500 euros aus,
verschmutzen dort nicht die Filter irgendwann?

Sie sind doch nicht wechselbar, oder? gruß wilke
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#38 erstellt: 19. Apr 2010, 12:21

Wilke schrieb:
Ich danke Euch, dann wirds wohl ein phonak.

Wie sieht es eigentlich mit den inears über 500 euros aus,
verschmutzen dort nicht die Filter irgendwann?

Sie sind doch nicht wechselbar, oder? gruß wilke


Bei den realsound sind die Filter ebenfalls wechselbar. Bei anderen (auch Westone) nicht. Das würde ich jetzt aber nicht überbewerten. Die Filter sitzen bei denen nämlich so tief im Schallröhrchen drin, daß der Schmutz (Ohrenschmalz, Schweiß) normalerweise gar nicht erst an den Filter kommt. Einfach regelmäßig das äußere Ende des Schallröhrchens mit den mitgelieferten Reinigungsmitteln (so eine kleine, dünne Metallschlaufe) reinigen, dann ist alles gut.

So verwende ich z.B. schon seit Ewigkeiten ein Paar Westone 3 für meinen täglichen Ausdauersport (joggen). Dieses Paar Westone 3 hat jetzt mittlerweile annähernd 500 Stunden Benutzung während Joggens hinter sich, und an den Filtern ist nix dran.

Bei den Systemen mit wechselbaren Filtern liegen die Filter gezwungenermaßen so weit außen (damit man sie wechseln kann), so daß sie naturgemäß mit der Zeit vollsiffen.

Viele Grüße,
Markus


[Beitrag von Bad_Robot am 19. Apr 2010, 12:21 bearbeitet]
~Schnörkel
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 09. Jul 2010, 14:30
Ja, bevor man die Filter auswechselt, kann man sie mit der Cerumenangel reinigen. Außerdem bekommt man das Sieb wieder restlos sauber indem man es mit einem nicht zu harten Borstenpinsel und einem Tropfen Isopropanol behandelt. Nur nicht zu stark schrubben, sonst wird das Gewebe beschädigt. Und Sieb natürlich vorher rausholen! Beim Akustiker gibts übrigens auch klang-neutrale Filter in rot und blau
Tranci
Stammgast
#40 erstellt: 16. Jul 2010, 13:33
Hy habe die Phonak audeo 012 Perfekt bass version , nun bin ich irgendwie gar nich zufrieden da vom" Perfekt bass "gar nichts zu hören ist da waren meine Senheiser cx300 besser.

Höhen und Mittelbereich ist sehr gut nur der Bass ist irgendwie zu dezent vertreten.

Habe Grüne Filter drinne waren aber auch keine anderen dabei.

Wenn ich die M Gummistöpsel nehme schmerzt es beim entfehrnen sehr im ohr eine art unterdruck kann das mein Ohr schädigen?
asspirin
Stammgast
#41 erstellt: 16. Jul 2010, 15:53

Tranci schrieb:
Hy habe die Phonak audeo 012 Perfekt bass version , nun bin ich irgendwie gar nich zufrieden da vom" Perfekt bass "gar nichts zu hören ist da waren meine Senheiser cx300 besser.


Der CX300 hat auch einen wirklich stark angehobenen Bass. Hast dich wohl daran gewöhnt. Man gewöhnt sich das aber auch schnell wieder ab.




Wenn ich die M Gummistöpsel nehme schmerzt es beim entfehrnen sehr im ohr eine art unterdruck kann das mein Ohr schädigen?


Ja. Wenns nen Unterdruck gibt, versteht es sich eigentlich von selbst, dass man die Hörer nicht trotzdem volle Kanne rauszieht. Beweg die Dinger ein bisschen im Ohr, sodass Luft reinkann. Und nimm andere Aufsätze, bzw. experimentiere mit den Größen.
Tranci
Stammgast
#42 erstellt: 16. Jul 2010, 17:02
Würde so einen bass aber gerne auch haben bei den audeo teilen, bringt da nen anderer filter nichts? Der Bass ist natürlich viel Präziser bei den Audeo . Könnte nur etwas mehr hervorkommen...


[Beitrag von Tranci am 16. Jul 2010, 17:11 bearbeitet]
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#43 erstellt: 16. Jul 2010, 17:10

Tranci schrieb:
Würde so einen bass aber gerne auch haben bei den audeo teilen, bringt da nen anderer filter nichts?wofür steht der grüne filter ist das schon der bass`filter?


Wo hast du denn die Perfect Bass Dinger her? Gibt's die schon? Werden die schon ausgeliefert?

Zu deiner Frage: Ja, die grünen Filter sind schon die mit dem meisten Bass. Ich würde die gerne selbst mal ausprobieren und mit CX300 vergleichen.

Viele Grüße,
Markus
Tranci
Stammgast
#44 erstellt: 16. Jul 2010, 17:18
Hab sie aus der Schweiz günstig bekommen. Wenn ich die S-stöpsel nehme schließen die Höhrer nich richtig mit M gehts nur schmerzt ein wenig. Aber die umgebungsfilterung ist mal richtig gut, höre gar nix mehr.

vom Sound : Höhen sehr gut, Mittelton auch gut , Bass Präzise aber für meinen geschmack zu wenig, dafür das sie so tief gehen sollen hätte es ruhig etwas angehoben sein können . Vielleicht liegt es auch nur am Player.
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#45 erstellt: 16. Jul 2010, 17:25

Tranci schrieb:

vom Sound : Höhen sehr gut, Mittelton auch gut , Bass Präzise aber für meinen geschmack zu wenig, dafür das sie so tief gehen sollen hätte es ruhig etwas angehoben sein können . Vielleicht liegt es auch nur am Player.


Was für einen Player hast du denn?

Viele Grüße,
Markus
Tranci
Stammgast
#46 erstellt: 16. Jul 2010, 20:00
Höre mit dem handy (wave8500) habe nun festgestellt das es sehr viel daran liegt wie man sie im Ohr hat , hab nun die L versucht und der Bass ist genau so wie ich Ihn haben wollte.
Timar
Ist häufiger hier
#47 erstellt: 17. Jul 2010, 11:47
Mir hat ebenfalls der Postbote heute Morgen die Audéo 012 vorbei gebracht...

ich muss sagen, das sind meine ersten In-Ears deren Klang ich ganz und gar ohne den Einsatz eines Equalizers genießen kann. Die Auflösung der Phonak ist sehr gut, was wohl an dem ausgewogenen Frequenzgang im Hochtonbereich liegen dürfte. Für meinen Geschmack steht der Bass allerdings beinahe noch ein wenig zu stark im Vordergrund - zwar überdeckt er nicht die Mitten, aber er scheint mir ein klein wenig überbetont. Ich muss aber dazu sagen, dass ich eher auf neutrale Studiokopfhörer wie den DT880 stehe und schon bei meinen Klipsch X1 den Bass um 10db heruntergeregelt habe. Und der ist noch zurückhaltender als die Sennheiser... wahrscheinlich wären die schwarzen oder grauen Filter passender für mich.

Zum Vergleich habe ich mir auch den UE 700 bestellt, der aber noch nicht angekommen ist. Wenn ich beide gehört habe, werde ich mal einen ausführlichen Vergleich anstellen.


Tranci schrieb:
Höre mit dem handy (wave8500) habe nun festgestellt das es sehr viel daran liegt wie man sie im Ohr hat , hab nun die L versucht und der Bass ist genau so wie ich Ihn haben wollte.

Das ist generell bei In-Ears so. Der Bass verflüchtigt sich als erstes, wenn sie nicht richtig sitzen.


[Beitrag von Timar am 17. Jul 2010, 11:49 bearbeitet]
Tranci
Stammgast
#48 erstellt: 17. Jul 2010, 16:45
Lohnen sich die Schaumstoff Ohrpads? Kostet immerhin 1 paar 17 eus


[Beitrag von Tranci am 17. Jul 2010, 16:46 bearbeitet]
ere
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 31. Jul 2010, 21:52
Wilke, am 16.4.2010:
Würdet Ihr diese Inears weiterhin empfehlen trotz Filterverschleiß?

Ich bin gerade wieder einmal dabei, ein paar verstopfte Filter in Alkohol zu baden, inzwischen schon fast eine Routinearbeit.

Klang und Sitz der Hörer gefallen mir immer noch. Der Mist ist halt, dass ich in die Ferien (D: Urlaub) die "Ersatzteilkiste" mitnehmen muss.
Im Prinzip verwende ich zwei Paar Filter, ein Paar gereinigt im Ersatzteilbehälter und ein Paar eingesetzt im Ohrhörer.

Ich ertappe mich immer häufiger dabei, im Elektronikgeschäft ins Ohrhörerregal zu schielen...
Class_B
Hat sich gelöscht
#50 erstellt: 01. Aug 2010, 05:21
Was macht ihr denn mit den Teilen,dass die so schnell verschmutzen?
Ich benutze nach einem halben Jahr immer noch das erste Paar
Timar
Ist häufiger hier
#51 erstellt: 02. Aug 2010, 07:54
Jeder hat andere Ohren, bei jedem fällt eine andere Menge Ohrwachs an. Ich habe jedenfalls bislang keine Probleme mit einer Verschmutzung der Filter - das Ohrwachs dringt bei mir einfach nicht weit genug vor, um die Filter zu verstopfen.

@ere: eigentlich sollten dann gerade die Phonak vorteilhaft für Dich sein - Filter haben ausnahmslos alle In-Ears, die auf BA-Technologie setzen. Nur sind die Phonak und Etymotic Modelle meines Wissens die einzigen, bei denen sich die Filter leicht austauschen und reinigen lassen. Bei den Ultimate Ears z.B. sind die Filter nicht auswechselbar.

Nochmal zu dem Thema Single-BA versus Dual-BA. Ich habe den Eindruck, dass viele in diesem Forum, ganz nach dem Motto "mehr ist besser" automatisch annehmen, ein Ohrhörer mit zwei Treibern sei einem mit einem Treiber überlegen. Ich hatte nun die Gelegenheit die Phonak ausführlich gegen die Ultimate Ears 700 (die laut diversen Testberichten etwas besser als die q-Jays sein sollen) zu testen und muss sagen, dass sich die Ultimate Ears in fast jeder Hinsicht* gegen die Phonak geschlagen geben müssen. Die Technik entwickelt sich eben weiter und offenbar verwendet Phonak einen Treiber, der zumindest bestimmten Dual-BA-System überlegen ist.

*der UE hat tatsächlich die etwas besser Extension im Hochfrequenzbereich - aber was nützt das, wenn dieser dann aussieht wie ein Alpenprofil und 90% aller über 30-jährigen ohnehin nur bis maximal 17khz hören können (wo die Phonak aufhören)?


[Beitrag von Timar am 02. Aug 2010, 08:08 bearbeitet]
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