Vergleich und Entscheidungsfindung: ATH-M50s vs. HFI-580 vs. AH-D2000

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RobN
Inventar
#1 erstellt: 22. Jun 2012, 08:37
Wie u.a. im "heute gekauft"-Thread gewünscht, möchte ich hier ein paar (oder auch ein paar mehr) Worte zu meinem Vergleich der drei Hörer verlieren.

Vorweg: ursprünglich war ein Duell zwischen ATH-M50s und HFI-580 geplant, da ich einen nicht allzu teuren geschlossenen (zumindest etwas isolierenden) Spaßhörer als Ergänzung zu meinem Beyerdynamic DT990 Pro (noch, er soll demnächst vermutlich einem DT880 o.ä. weichen) und Philips L1 suche. Den Denon hatte ich zwar auch schon länger auf dem Schirm, habe angesichts der zeitweisen aufgerufenen Preise den momentanen Neupreis von fast 400 Euro aber als Frechheit angesehen. Zufällig hat es sich dann aber ergeben, dass ich fast zeitgleich einen zu einem sehr fairen Preis ergattern konnte, so dass also mit zwei Tagen Verzögerung noch ein dritter Kandidat das Testduo zum Trio erweitern durfte.

Neben dem Klang - gerne etwas bassbetont, nicht zu aufdringlich in den Höhen, aber auch nicht zu warm - ist mir vor allem ein langzeittauglicher Tragekomfort ganz wichtig. Da bin ich leider auch etwas empfindlich, aber dazu später mehr.

Verarbeitung/Materialien/Wertigkeit

Audio-Technica und Ultrasone haben die für viele Studiohörer typischen, in alle Richtungen dreh-, klapp und schwenkbaren Ohrmuscheln. Man kann sie auch relativ platzsparend zusammenklappen. Der Denon ist eher ein typischer Hifi-Hörer. Die Muscheln sind zwar auch beweglich, aber nur in relativ engen Grenzen zur Anpassung und auch nicht klappbar. Brauche ich aber nicht, daher ist das für mich kein Kriterium.

Optisch sind Audio-Technica und Ultrasone dann auch eher die robusten Arbeitstiere, die man auch schon mal achtlos in den Koffer werfen oder auf dem Boden herumliegen lassen kann. Von den Materialien her kann aber der Ultrasone den ersten Eindruck nicht ganz halten, da hier doch sehr viel billig wirkender Kunststoff dominiert, selbst die Größenverstellung des Bügels oder die Aufhängungen. Auch das nur mittig aufgesetzte Kopfpolster ist eher praktisch denn schön. Der Audio-Technica wirkt ein ganzes Stück robuster und massiver und auch von den Materialien her etwas hochwertiger, so bestehen etwa die sichtbaren Teile der Größenverstellung aus Metall. Um einen Nagel in die Wand zu schlagen, würde ich aber dennoch eher zum DT990 Pro greifen...

Der Denon ist in der Hinsicht ganz anders, macht trotz seiner schieren Größe einen filigranen Eindruck. Die Verarbeitung ist aber auf hohem Niveau, wie auch die verwendeten Materialien. Der gesamte Hörer wirkt sehr wertig, auch wenn er an die gediegende Verarbeitung und Materialauswahl etwa eines Philips L1 nicht heran reicht.

Was mir nicht gefällt, ist das Kabel des Denon. Es wirkt zwar sehr hochwertig, ist aber dicker als bei manch anderem Hörer der gesamte Stecker und noch dazu gewebeummantelt. Insgesamt somit sehr störrisch, was insbesondere beim Hören auf kurze Distanz schon etwas stört. Die beiden anderen haben hier dünnere und flexiblere Kabel.

Insgesamt sehe ich in dem Bereich den Denon vorne, zumindest für den stationären Einsatz als Hifi-Hörer. Unterwegs würde ich ihn nicht nutzen wollen, von der kaum vorhandenen Isolation ganz abgesehen.

Tragekomfort

(Dieses Kapitel bitte ich mit Vorsicht zu genießen. Abgesehen davon, dass es ohnehin höchst subjektiv ist, habe ich offenbar generell eine schwierige Kopf-/Ohrform. Links ist mit fast jedem Kopfhörer alles bestens, nicht so jedoch auf der rechten Seite. Hier drückt mir leider nach einer Weile so ziemlich jeder Hörer hinter/unter dem Ohr mehr oder weniger stark auf den Ansatz zwischen Hals und Kiefer, warum auch immer. Auch - oder sogar gerade - sehr weiche Polster drücken dort schnell.)

Der Ultrasone hat die kleinsten Ohrmuscheln, auf den ersten Blick entsprechen sie in Form, Größe und Durchmesser fast exakt denen des Philips L1. Nur das verwendete Material wirkt billiger und die Polsterung deutlich härter.

Der Audio-Technica hat von vorne betrachtet ein ganzes Stück größere Ohrmuscheln, aber der Eindruck täuscht etwas: die eigentlichen Aussparungen für die Ohren sind nur ganz leicht größer, dafür der Rand deutlich dicker. Das verwendete Kunstleder ist etwas angenehmer als beim Ultrasone und die Polster weicher.

Die größte Mogelpackung in Bezug auf die vermutete Größe der Ohrmuscheln ist der Denon. Auf Fotos wirkte er auf mich immer recht klein, ist er aber nicht: von aussen betrachtet sind die Ohrmuscheln rund und nahezu riesig, etwa vergleichbar mit DT990 und den anderen großen Beyerdynamics. Der Schreck folgte dann aber beim Umdrehen: inmitten des riesigen Polsters nur ein scheinbar winziger ovaler Ausschnitt - wie sollen da meine Ohren reinpassen? Der Eindruck täuscht aber, die Aussparung ist noch deutlich größer als beim Audio-Technica. Dazu sind die Polster wirklich weich und vor allem hinten sehr dick (schräg zulaufend, nach vorne dünner werdend).

Da ich wohl recht große Ohren habe, sind Audio-Technica und vor allem Ultrasone so gerade eben ohrumschließend bzw. sitzen zum Teil ein wenig an den Ohrläppchen auf.

Beim aufsetzen fällt sofort auf, dass der Ultrasone auch den größten Anpressdruck hat. Nach ein paar Stunden des Tragens geht es inzwischen, aber der spontane Eindruck beim ersten Aufsetzen: Schraubzwinge! Das Kopfpolster ist ebenso wie die Ohrpolster recht hart, insgesamt ist der Tragekomfort gerade so in Ordnung. Bei kleineren Köpfen/Ohren könnte das aber schon deutlich besser aussehen.

Der Audio-Technica hat zwar ebenfalls einen für Pro-Hörer wohl typischen recht hohen Anpressdruck, aber spürbar weniger als der Ultrasone. Die Ohr- und Kopfpolster sind auch etwas weicher. Allerdings habe ich leider rechts immer ein wenig das unangenehme Gefühl, dass mein Ohr irgendwo leicht am Treiber anliegt. Die anderen beiden sind an der Stelle tiefer.

Nebenbei: den Pro-Modellen von Beyerdynamic wird immer ein hoher Anpressdruck nachgesagt, das habe ich bei meinem DT990 Pro allerdings noch nie so empfunden. Hier habe ich nun die Bestätigung: der Ultrasone hat gefühlt etwa den doppelten Anpressdruck, der Beyer rutscht sogar fast schon locker auf dem Kopf umher.

Der erste Eindruck beim Aufsetzen des Denon: oh, ein Plüschkissen! Gut, etwas übertrieben vielleicht. Aber da ich beim ersten Mal direkt vom Ultrasone gewechselt habe, ging es mir tatsächlich in etwa so. Anpressdruck ist kaum vorhanden, wodurch er aber andererseits auch recht locker sitzt. Die Polster sind wie gesagt dick und weich und mit großen Aussparungen, der Tragekomfort könnte also eigentlich kaum besser sein. Ja, eigentlich - wenn Denon nicht leider vergessen hätte, dem Kopfbügel ein nennenswertes Polster zu spendieren. Unter einem Kunstlederstreifen ertastet man eine vielleicht einen halben Zentimeter dünne Schaumstoffschicht. Dazu kommen noch zwei Nähte, die quer über die gesamte Unterseite verlaufen. Zusammen mit dem relativ hohen Gewicht und niedrigen Anpressdruck nicht wirklich schön. Immerhin sind die Ohrmuscheln aber so angebracht, dass der Bügel zwangsweise sehr weit vorne in Richtung Stirn wandert, somit liegt er wenigstens nicht oben mittig auf, wo ich ganz besonders druckempfindlich bin.

Bei längerem Tragen entwickeln leider sowohl der Audio-Technica als auch (wenn auch weniger) der Denon den angesprochenen Druck auf die Stelle unterhalb des Ohres. Beim Ultrasone merke ich das interesssanterweise nicht so sehr, trotz des hohen Anpressdruckes. Ich vermute, dass die recht harten Polster genau an dieser Stelle nicht so sehr anliegen wie weichere. Vielleicht lenkt aber auch zusätzlich der allgemeine Druck auf den Kopf von dieser speziellen Stelle ab...

Insgesamt sehe ich aber auch hier den Denon vorne. Dass kein Hörer bei mir auf Dauer perfekt sitzt, ist wohl leider einfach so.

Klang allgemein:

Der Audio-Technica hat überraschenderweise die zurückhaltendsten Höhen und klingt im direkten Vergleich mit den beiden anderen sogar minimal belegt und schlechter auflösend. Dafür wird er aber auch nie lästig und Sibilanten zischeln nur selten. Die Mitten sind recht stark zurückgenommen. Leider bekommt der Klang manchmal einen ganz leicht hohlen Touch ("quäkig" wäre zu extrem ausgedrückt, so schlimm ist es nicht). Der Bass ist deutlich angehoben, hat aber Punch und kräftigen Kickbass. Auch der Tiefbass ist betont, erst unterhalb von ca. 40 Hz fällt er dann ab.

Der Ultrasone klingt obenrum ein ganzes Stück frischer als der Audio-Technica, ohne dabei aber zu aggressiv zu wirken. Auch bei ihm sind Sibilanten nicht über alle Maßen betont und zischeln nicht extrem. Die Mitten sind zwar ähnlich zurückgesetzt, allerdings scheint er eine Anhebung zu haben, die Stimmen satter und voller klingen lässt, wodurch er trotz der Höhenanhebung telweise sogar fast schon leicht warm klingt. Der Bass ist dem Audio-Technica nicht ganz unähnlich, aber vor allem im oberen Bereich teils noch deutlich mehr angehoben und ist ähnlich knackig und gut konturiert. Dafür geht ihm ganz unten etwas schneller die Puste aus.

Der Denon liegt von den Höhen her in etwa auf einem Level mit dem Ultrasone, neigt minimal weniger zu zischelnden Sibilanten. Allerdings fehlt ihm eine zusätzliche Anhebung und die Mitten sind relativ abgesenkt. Dadurch klingt er ziemlich hell und kühl. Kühler als die anderen beiden, aber auch als der DT990 Pro oder etwa ein TripleFi 10. Lediglich mein Phonak (mit grauen Filtern) klingt noch etwas kühler und neigt auch mehr zum zischeln. Lästig wird er zwar nie, aber gerade Stimmen können teilweise schon etwas dünn daher kommen. Im Gegensatz zu den beiden anderen hält er sich dann auch im gesamten Oberbass vornehm zurück und hat einen ausgeglicheneren Bassbereich, der erst zum Tiefbass hin langsam ansteigt. Der Kickbass ist dadurch deutlich weniger ausgeprägt, dafür kommt der Tief(st)bass richtig zur Geltung und fällt auch bis deutlich unterhalb von 30 Hz kaum ab.

Bühne:

Auch wenn ich mich noch ein wenig als Bühnenlegastheniker bezeichne, habe ich hier einmal genauer hingehört und mit entsprechenden Aufnahmen intensiv verglichen. Ganz klar: der Audio-Technica hat die kleinste Bühne und geringste Räumlichkeit, alles sehr intim. Dadurch stört aber auch der abgesenkte Mittenbereich weniger, Stimmen wirken sogar trotz der abgesenkten Mitten, wohl auch durch den kleinen Raum, trotzdem recht präsent. Die Ortung ist trotz der kleinen Bühne ordentlich.

Der Ultrasone hat für einen echten geschlossenen Hörer eine riesengroße Bühne, S-Logic scheint bei mir also durchaus zu funktionieren. Auch die Ortung ist sehr präzise. Man hat teilweise fast das Gefühl, einen offenen Hörer auf dem Kopf zu haben - Kompliment.

Der Denon nimmt eine Sonderstellung ein, denn richtig geschlossen ist er ja eigentlich nicht. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Bühne, die noch größer ist als die des Ultrasone und sich kaum hinter dem DT990 Pro zu verstecken braucht. Dafür klingt alles immer etwas weiter entfernt.

Klangeindrücke im Vergleich:

In dem ursprünglichen Duell Audio-Technica vs. Ultrasone stellte sich relativ schnell heraus, dass mir insgesamt der Ultrasone mehr zusagt. Die große Bühne macht einfach Spaß, Stimmen wirken präsenter. Nur im Bassbereich punktet der Audio-Technica mit dem einerseits noch etwas knackigeren (Kick-)Bass, der trotzdem andererseits nicht ganz so vordergründig im Oberbass mitspielt.

Damit wäre ich auch schon bei meinem klanglichen Hauptkritikpunkt am Ultrasone: obwohl ich eigentlich ein Freund kräftiger und punchiger Bässe bin, ist es mir in einigen Fällen einfach zuviel des Guten. Der Bass ist zwar sehr konturiert und knackig und dröhnt nicht. Aber er ist einfach immer präsent, auch dort, wo er eigentlich in dieser Menge nicht sein sollte. Leider gehen dadurch auch gerne einige Feinheiten verloren. Wenn es etwa Variationen im Tiefbass gibt, gehen diese teilweise einfach im allgemeinen mächtigen Bassgewitter unter. Und in den ganz tiefen Lagen, die in meiner bevorzugten Musik durchaus gerne und oft vorkommen, kommt er nicht mehr mit.

Der Denon bietet die beste Bühne und Auflösung und den insgesamt zurückhaltendsten Bass. Bei der Abstimmung fühlte ich mich, speziell bei elektronischer Musik mit richtig tiefen Bässen, sofort an meinen TripleFi 10 erinnert. Dieser zurückhaltende Oberbass, verbunden mit dem Extra-Kick von gaaanz weit unten ergibt einen ähnlichen Effekt, wie er mich seinerzeit schon am TF10 so fasziniert hat. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass er vor allem bei älteren Rock- oder Metal-Songs mit ohnehin schon zurückhaltenden Bässen und/oder angehobenen Höhen schnell etwas sehr dünn und saftlos klingen kann.

Der Audio-Technica bietet von allem etwas: guten Kickbass, nicht so vordergründig wie der Ultrasone. Mir fehlt es allerdings etwas an Auflösung sowie ähnlich wie beim Ultrasone an den ganz tiefsten Tiefbässen und er klingt manchmal etwas topfig im Vergleich. Insgesamt aber ein guter Allrounder, der nirgendwo wirklich versagt.

Einige Liedbeispiele:

Editors - Papillon (Album "In This Light And On This Evening")
Der Song beginnt mit einem treibenden Beat mit kräftigem Kickbass. Der Gesang enthält sofort zu Anfang sehr viele s-Laute, die aufgrund der Aufnahme auch noch ganz schnell zur unangenehem Schärfe und zum Zischeln neigen.

Der erste Song aus meiner Liste, bei dem der Bass des Ultrasone mich spontan genervt hat. Er ist viel zu kräftig und betont, der Gesang geht fast unter. Dafür bleiben die fiesen Zischelgeräusche im Rahmen, sind dennoch aber etwas stärker als bei den beiden anderen. Der Denon klingt hier am zurückhaltendsten im Bass, könnte vielleicht noch einen kleinen Tick mehr Kickbass vertragen. Der Audio-Technica passt eigentlich ganz gut, Sibilanten liegen in etwa auf Augenhöhe mit dem Denon.

Richard Strauss - Also sprach Zarathustra (Orgelversion vom Ultrasone-Demo-Album "Trust Your Ears)
Orgelmusik klingt natürlich generell brachial und beeindruckend mit dem Ultrasone. Aber auch bei diesem Orgelstück spielt der Bass von Anfang an immer betont im Vordergrund mit, die variationen in den tieftsten Tönen fallen oft kaum auf. Kurz vor dem Ende etwa gibt es eine Stelle, an der die Orgel noch einmal abgrundtief grummelnd in ganz tiefe Register steigt. Der Ultrasone macht die ganze Zeit mächtig Spektakel, wodurch diese Stelle weitestgehend wirkungslos verpufft. Der Denon meistert dieses Stück aber am besten, klingt zurückhaltend, wo es gefragt ist, und packt bei den ganz tiefen Tönen richtig zu. Auch wenn ich eigentlich kein Klassikhörer bin: ich liebe es, wenn die tiefsten Töne einer Orgel abgrundtief grummelnd aus dem Nichts zu kommen scheinen. Dieses Gefühl kann der Denon am besten vermitteln. Der M50s kann sich hier nicht so richtig in Szene setzen.

Johnny Cash - Hurt (Album "The Man Comes Around")
Eher spärlich instrumentriert, erst zum Ende hin von etwas Bass begleitet. Auch hier drängt sich beim Ultrasone der Bass ungebührlich in den Vordergrund, zerstört dadurch fast schon die Atmosphäre und droht, die brüchige Stimme zu übertönen. Auch der Audio-Technica gibt etwas mehr Gas im Kickbass, als zu dem ruhigen Stück eigentlich passt. Der Denon übt sich wieder einmal in Zurückhaltung, was hier sehr gut passt.

Natürlich habe ich die Hörer noch mit sehr vielen anderen Songs verschiedener Genres getestet. Die alle hier nun im Detail auseinander zu nehmen, würde aber den angedachten Rahmen doch etwas sprengen. Eigentlich wollte ich mich kurz fassen, aber das hat wohl ohnehin schon nicht so ganz geklappt...

Fazit:

Alle Kandidaten haben ihre Stärken und Schwächen, den perfekten Hörer habe ich auch jetzt noch nicht gefunden. Mein Idealhörer wäre wohl eine Kombination aus allem: Tragekomfort des Denon (plus besseres Kopfband), Tiefbass des Denon plus Kickbass des Audio-Technica und Stimmen des Ultrasone.

Letztendlich habe ich mich für den Denon entschieden, der in der Gesamtheit einfach die meisten positiven Punkte für mich vereint. Zwar gehört er zu den Hörern, in die ich mich immer erst ein paar Minuten "einhören" muss, direkt nach dem Aufsetzen klingt er erst einmal unspektakulär und manchmal fast zu hell. Dafür gefällt er mir aber bei einem Großteil meiner derzeit meistgehörten Musik auf die Dauer einfach am besten. Der Ultrasone dagegen klingt sofort mitreissend und spektakulär, was aber andererseits auch schnell ermüdend oder sogar nervend sein kann. Der Audio-Technica macht eigentlich nichts wirklich schlecht, kann aber andererseits auch in keiner Hinsicht die beiden anderen so richtig übertrumpfen.

Rein aus klanglicher Sicht wäre mir die Entscheidung wahrscheinlich trotzdem noch schwerer gefallen, zumal ich ja ursprünglich einen reinen Spaßhörer gesucht habe. Da aber eben auch der Tragekomfort eine wichtige Rolle spielt, passt es so wohl vorerst am besten. Für ältere Rock-Aufnahmen etc., die mit dem Denon vielleicht zu dünn klingen, muss dann eben einer meiner anderen Hörer herhalten.

Schlecht ist jedenfalls keiner der Hörer und alle drei machen mit der richtigen Musik Spaß. Wer einen wirklich geschlossenen Hörer braucht, macht auch mit M50s oder HFI-580 nichts falsch.

Für mich persönlich habe ich aus diesem Vergleich ansonsten noch mitgenommen, dass ich offenbar doch weniger auf starke Bässe und zurückhaltende Höhen stehe, als ich bisher dachte. Zumindest im Moment.
BLND
Stammgast
#2 erstellt: 22. Jun 2012, 09:08
Schöner Bericht, danke dir!

Hatte schon selber die 3 genannten KH und kann deine Eindrücke teilen, bei mir wäre es auch der D2000 geworden. Letztendlich hatte ich dann den D2000 doch wieder verkauft, weil mich die hohen Zischlaute (S-Laute) ziemlich gestört haben, vorallem bei höhren Pegeln!

mfG
AtratusNex
Stammgast
#3 erstellt: 22. Jun 2012, 10:19
Danke, schön gemacht&gut zu lesen.....

RobN schrieb:
momentanen Neupreis von fast 400 Euro aber als Frechheit angesehen. .


Für 222 Euro gefunden ....hier

Gruß
Atratus
shaft8
Inventar
#4 erstellt: 22. Jun 2012, 11:10
Tragekomfort kann unter Umständen DEN Unterschied ausmachen.
Der Denon liegt ja quasi nur auf dem Kopf, daher ist er von den dreien der bequemste Hörer.
Der M50 ist für mich eine Quetsche - er isoliert zwar gut, hat aber nicht die Frische des Denon.

Ich hätte mich deiner Wahl angeschlossen.
Ach ja, von 200 Euro ausgehend - mehr darf er (von der technischen Leistung her) auf keinen Fall kosten.


[Beitrag von shaft8 am 22. Jun 2012, 11:13 bearbeitet]
jazz678
Stammgast
#5 erstellt: 22. Jun 2012, 14:50
Was ist das für eine Aussage?
"mehr darf er (von der technischen Leistung her) auf keinen Fall kosten"
Angebot und Nachfrage bestimmen neben dem Wechselkurs und anderen Faktoren den Preis.
RobN
Inventar
#6 erstellt: 22. Jun 2012, 16:58
Etwas mehr darf er schon kosten, finde ich. 250 Euro etwa sind doch nicht schlecht. Ich habe ihn jedenfalls - gebraucht, aber ohne jegliche Gebrauchsspuren - für 136 Euro bekommen, das fand ich schon wirklich günstig.


shaft8 schrieb:
Der M50 ist für mich eine Quetsche

Geht so. Ausser, dass mein Ohr anstößt, finde ich ihn wie gesagt nicht ganz schlimm. Die richtige Kopfquetsche ist dann der Ultrasone.


oldidi schrieb:
Letztendlich hatte ich dann den D2000 doch wieder verkauft, weil mich die hohen Zischlaute (S-Laute) ziemlich gestört haben, vorallem bei höhren Pegeln!

Das geht bis jetzt noch - mal schauen. Beim Test mit höheren Pegeln ist mir das natürlich auch aufgefallen, aber ungefähr auf einem Level mit den anderen. Und so richtig laut höre ich ohnehin eher selten.
shaft8
Inventar
#7 erstellt: 22. Jun 2012, 17:06

Was ist das für eine Aussage?
Angebot und Nachfrage bestimmen neben dem Wechselkurs und anderen Faktoren den Preis.


Im Vergleich zur Konkurrenz (200 Euro Klasse) wäre er mir eben nur genannten Preis wert.
Die Denons lösen eben nicht weltmeisterlich auf.
Sie begeistern anders.
RobN
Inventar
#8 erstellt: 22. Jun 2012, 20:56
Ich denke auch, mit einem DT880 oder K701 etwa wird er sich in der Hinsicht wohl nicht messen können. Aber dafür hat er halt andere Qualitäten.
jazz678
Stammgast
#9 erstellt: 22. Jun 2012, 23:41
Nach vielen Jahren der Bügel-KH Abstinenz habe ich mit dem 2000 er wieder angefangen.
Ja, seine Bassfülle hatte mich sehr angetan und auch seine Verarbeitung plus Tragekomfort.

Der 5000 legte noch einen drauf und ist erst recht sehr schön anzusehen.

Es ist wie eine Sucht....ein T1 musste her, aber wo da der gewohnte Bass? Doch lieber den Denon?

Jetzt begeistert mich der HD 800, auf einmal nervte der aufgeblähte Tieftonwiedergabe des D 5000.

Wo führt das noch hin......
Tweety3187
Stammgast
#10 erstellt: 22. Jun 2012, 23:44
einfach alles für alle Fälle behalten
jazz678
Stammgast
#11 erstellt: 22. Jun 2012, 23:53
Hab doch nur zwei Ohren, einen Hörer für drinnen und einen sehr guten plus einen mittelmässigen auf den man nicht so aufpassen muß für draußen. Das muß reichen, hab schon drei Fahrräder die viel Platz wegnehmen.
BLND
Stammgast
#12 erstellt: 23. Jun 2012, 06:48
Fahrräder verkaufen, schafft Platz und du hast noch mehr Geld für Kopfhörer!
Diffusfeldentzerrter
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 23. Jun 2012, 17:13
Hallo.

Danke für den von mir gewünschten Vergleichstest, RobN!

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