Tidal hört sich nicht besser an als apple music

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pifi
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 09. Feb 2019, 15:43
Hallo,

Ich bin ein wenig irritiert. Normalerweise Habenichts Apple Music. Jetzt teste ich gerade TIDAL HiFi. Leider kann ich nicht wirklich einen Unterschied hören. Meine Anlage: Yamaha RN803d und Monitor Audio Gold 300.

Bin ich alleine mit dieser Erfahrung oder mache ich irgendetwas verkehrt?

Viele Grüße Christian
Rollei
Moderator
#2 erstellt: 10. Feb 2019, 18:25
Hallo TE - das ist hier im Bereich streaming immer wieder ein Thema.

Kann man bei entsprechend hohen Bitraten einen signifikanten Unterschied hören, oder nicht.

Da streiten sich hier leider immer wieder die gelehrten.

Vielleicht geht man das Thema, mehr an, wer hat mehr Musik für den eigenen Musikgeschmack zu bieten und was bin ich bereit zu bezahlen.

greetings

Rollei
schanzes
Neuling
#3 erstellt: 11. Feb 2019, 00:29
Servus,

ich habe mich derzeit viel damit beschäftigt weil ich neue Lautsprecher habe (Sonus Faber Cremona M) und das Bestmögliche herauskitzeln wollte.
Zuerst habe Spotify per Stream über den Yamaha R-N500 (Vor-vorgänger von deinem Receiver) als Quelle verglichen mit Tidal per Teufel Connector2. Das war eine eindeutige Sache -> Spotify klang um Welten besser. Es lag aber nicht am Streamingdienst sondern am Teufel-Connector2. Habe dann Spotify über den Connector2 eingespielt und das Ergebnis war genauso schlecht - > dieses Teil hat in einer vernünftigen HiFi-Anlage also nichts verloren. Leider kann mein Yamaha noch kein Tidal abspielen ...

Habe mir danach einen Node 2i von Blusound geleistet und jetzt dreht sich die Sache um:
Von vier Personen haben ALLE Tidal als eindeutig bessere Qualität beschrieben obwohl ich denen nicht zeigte welche Quelle sie gerade hören - beides abgespielt verdeckt über den Blusound. Ich finde selber auch, dass da ein deutlich hörbarer Unterschied da ist!
Unsere Testtitel waren:
- Time (Hans Zimmer) -> sehr eindeutig finde ich!
- A Deathless Song (Parkway Drive)
- The Hanging Tree (The Hanging Tree)

Spotify über den Yamaha vs. Spotify über Blusound habe ich noch nicht gestestet, das würde aber ausschließen, dass es am Yamaha liegt - vielleicht mach ich das noch aus Interesse...
Zumindest klingt der Yamaha viel besser als der Connector2 - soviel steht fest.

Am PC habe ich es übrigens nicht geschafft die zwei Streamingdienste über die jeweilige App von einander zu unterscheiden (mit ca. 10 Jahren alten AKG-Kopfhörern). Hier aufpassen: Tidal ist lauter und klingt somit gefühlt besser - das muss man einpegeln.

Ich bekomme diese Woche einen NAD C388 - bin wirklich gespannt ob das nochmal eine Verbesserung bringt weil ich ja grundsätzlich nicht an Verstärkerklang glaube, ich aber das Gefühl habe dem Yamaha geht bei sehr lautem Hören die Luft in den Bässen aus.
Der Yamaha wandert jedenfalls ins Wohnzimmer wo ich den sowieso beim TV brauche.

Viel Spaß noch beim Testen!
Gruß Joh.
Rollei
Moderator
#4 erstellt: 11. Feb 2019, 08:38
@ Schanzes

ich hatte versucht zu vermeiden, das ganze über die Seite der Materialschlacht anzugehen.

Sicher gibt es da eine Menge Möglichkeiten.

Ich verwende bei mir einen entsprechenden LINN Streamer und kann das ganze direkt vergleichen. Gehe ich direkt über die App von Spotify in den Player hört es sich echt flach und sehr bescheiden an. Gehe ich den Umweg über die LINN eigene App, dort wird dann das Signal im LINN von 320 kb/s auf 1,4 mbit hochgesampelt, also normale Flac / CD Qualität, hört es sich sehr ordentlich an. Da braucht man dann wirklich nicht mehr irgendeine CD aus dem Regal nehmen. Wobei dieses das gleiche wäre im direkten Vergleich CD / Streamer. Aber wir kommen vom Thema ab. Ansonsten glaube ich, dass Du bei deinen Boxen noch einiges an Luft im Verstärkungsbereich hast oder halt auch im Steamer Bereich.

greets

Rollei
Erwin_Pupanski
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 12. Feb 2019, 16:43
Ich habe kürzlich auch einen Blindtest Spotify Premium vx. Tidal Hife gemacht.
Ergebnis: Ich lag nahezu 50/50 daneben.
Mit anderen Worten: Ich konnte keinen Unterschied hören.

Aber ich muss dazu sagen: Ich habe per APTX-Bluetooth von Handy auf Verstärker gestreamt. Wie ich jetzt erfahren habe, kann APTX technisch gar nicht das halten, was FLAC verspricht. Also APTX war der Flaschenhals
pifi
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 13. Feb 2019, 16:31
@Schanzes: Ich werde die von dir genannten Titel ebenfalls testen.
@Erwin: Ich streame über mein iphone. AM aus der app "music", Tidal aus der Yamaha-App. Kann das damit zusammenhängen?
@Rollei: Die Monitor sind geliehen. Jetzt habe ich meine Elac FS247 wieder. Hier ist das Ergebnis ähnlich. Kein Unterschied Tidal und am. Allerdings hatte ich tatsächlich den Eindruck, dass der Verstärker die Monitor nicht ausreichend befeuert.

Viele Grüße Christian
schanzes
Neuling
#7 erstellt: 13. Feb 2019, 17:23
@pifi: du streamst aber nicht über Bluetooth mit deinen iPhone sondern steuerst nur den Receiver, oder? Per Bluetooth würde ich mir jetzt mal nicht die Qualität erwarten die es benötigt um diese Nuancen heraus zu hören, aber ich hab es auch noch nicht versucht.
der abspieler sollte ja fairerweise der gleiche sein, da gibt es doch große Unterschiede die ich ganz sicher feststellen konnte.

seit gestern konnte ich meine LS am NAD C388 testen. Bis mittlere Lautstärke bzw. wenn musikalisch "wenig los" ist, war erwartungsgemäß kein Unterschied festzustellen.
Bei höheren Pegel und bei Passagen in denen sehr viel los ist (Titel: Insomnium - The Primeval Dark) merkt man aber recht deutlich, dass sich da gerade im Bassbereich mehr Druck aufrecht halten lässt. Hatte das erste mal ein "Basswummern" im Hörraum, konnte es aber durch mehr Wandabstand wieder wegbringen.

soviel zum Nebenschauplatz Verstärker, aber eigentlich geht's ja um den Streamingdienst... sorry
pifi
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 14. Feb 2019, 09:22
Ich streame nicht über Bluetooth, sondern über wlan. Macht es einen Unterschied, wenn ich Tidal bzw. Apple Music über einen Mac und dann per Lan an den Yamaha sende?

Viele Grüße Christian
Dadof3
Moderator
#9 erstellt: 14. Feb 2019, 15:03
Was ihr bei euren Vergleichen stets beachten solltet:

Ihr MÜSST mit einem Pegelmessgerät die Pegel unterschiedlicher Quellen exakt ausgleichen!

Das geht nicht nach Gehör. In wissenschaftlichen Tests hat sich erwiesen, dass bei geringen Lautstärkeunterschieden zwischen 0,2 und 1 dB die lautere Quelle meist nicht als lauter, sondern als dynamischer, besser auflösend usw. identifiziert wird, und die leisere als matter, schwammiger usw.

Außerdem ist zumindest bei Spotify zu beachten, dass die Lautstärkenormalisierung ausgeschaltet werden muss. Sonst kommt es hier je nach Lied zu einer Anhebung oder Absenkung der Lautstärke.

Dann darauf achten, ob ihr wirklich dieselben Aufnahmen hört. Manchmal hat der eine Anbieter die Original-CD, der andere den Remaster oder eine japanische Abmischung oder was auch immer. Leider kann man das nicht immer erkennen, welche Aufnahme da gerade gespielt wird.

Und nicht zuletzt: Wenn ihr meint, Unterschiede zu hören, immer im Blindtest überprüfen! Wir lassen uns viel zu sehr von dem beeinflussen, was wir glauben hören zu müssen oder zu können.
FarmerG_
Stammgast
#10 erstellt: 09. Mai 2019, 13:05

Dadof3 (Beitrag #9) schrieb:

Dann darauf achten, ob ihr wirklich dieselben Aufnahmen hört. Manchmal hat der eine Anbieter die Original-CD, der andere den Remaster oder eine japanische Abmischung oder was auch immer. Leider kann man das nicht immer erkennen, welche Aufnahme da gerade gespielt wird.


Die Streaming-Anbieter bekommen schon von den Verlagen passend "normalisierte" und "dynamikkomprimierte" Master zur Datenablage - und zwar nach den exakten Vorgaben der jeweiligen Streaminganbieter.

Von daher ist die Diskussion über die Bandbreite des "Streaming-Weges" über 192kb/s zur Klangbeeinflussung unerheblich - die maßgebliche Klang- und Qualitätsbeeinflussung bestimmt der Streaminganbieter über die Normalisierungs- und Dynamikvorgaben beim "Einkauf" der Master.
Und hier sind besonders negativ Amazon- und Apple-Music auffällig.
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