Koax Lan / Ethernet over Coax es tut sich wieder was

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werpu
Stammgast
#1 erstellt: 28. Mrz 2016, 16:24
Hallo,

Nachdem sich Ethernet over Coax als Alternative zu Powerline nicht wirklich etablieren konnte, obwohl es stabiler und technisch weniger problematisch ist tut sich wieder etwas an der Front.
Mit Moca 2.0 gibt es seit einigen Monaten zumindest übern Teich Geräte, welche die Frequenzen bis 1.5 GHz im Kabel nutzen. Real wird zumindest anscheinend endlich Full Duplex genutzt und assymmetrisch 200/800MBit netto erreicht.

Hier ein kleiner Erfahrungsbericht:
http://forums.anandtech.com/showthread.php?t=2450594

Da Moca 2.0 nicht unbedingt auf Nordamerika beschränkt ist dürfte das Zeugs auch bald bei uns erhältlich sein.
Weiters könnte sich auch im Zuge der Anlogabschaltung die derzeit in vielen europäischen Kabelnetzen vollzogen wird wieder was tun. Docsis 3.1 steht ja an und damit die Frequenzen von 0-300MHz für Kabelinternet. Das heisst wiederum dass eben diese Frequenzen in den lokalen Hausinstallationen frei werden (die werden ja beim Kabelmodem abgegriffen). Dh. theoretisch könnte man diese Frequenzen für lokales Koax Lan nutzen, zumal Docsis 3.1 theoretisch bis 10GBit/sec erlauben wird, könnte es durchaus sein dass in ein paar Jahren Coax Lan Geräte jenseits der GBit Barriere erhältlich sein werden.

Die Zukunft wird also spannend und ich würde mir wünschen dass es endlich eine gute Alternative zu den suboptimalen Powerline Adaptern im Handel gibt (EOC gibts ja aber so richtig erhältlich ist es nur im Versandhandel bzw. es kannt auch fast niemand)


[Beitrag von werpu am 28. Mrz 2016, 16:25 bearbeitet]
Luicypher
Stammgast
#2 erstellt: 31. Mrz 2016, 09:45
Moin,
spannend, danke für die Info.
Ich persönlich finde EoC sehr gut, habe ich zu Hause als p2p Lösung (von Grundig) und bin sehr zufrieden.
Bomb-proof; funktioniert einfach, keine Abbrüche, keine Störungen durch was auch immer. Bandbreite rd. 300 mbit. Ich bin sehr gut mit einer Firma verdrahtet, die sowas en gro im Hospitality verbaut, wenn IP Verdrahtung nicht vorhanden ist. Deren Techniker schwören drauf, vor allem wegen der Zuverlässigkeit.

Allerdings ist es (mir nicht ganz verständlich warum) gar nicht so ganz einfach, sowas überhaupt zu bekommen. Die Produkte existieren, minimale Konfiguration, Preis etwas höher als Powerlan.
Nur wenn man das niemanden erzählt, dann bleibt's halt ein Nischenprodukt.

Beste Grüße, Jan
werpu
Stammgast
#3 erstellt: 21. Mai 2017, 19:26
So ich entschuldige mich, dass ich diesen Thread wieder ausgrabe, es hat sich in der Tat etwas getan, zwar nicht in Europa aber in den USA. Es gibt die ersten Moca 2.0 Adapter mit Cannel Bonding, die bis zu 1.4 GBit/sec schaffen. Damit ist real also endlich etwa gbit Ethernet Geschwindigkeit über Coax möglich. Ich habe mir um meine Heiminstallation zu verbessern 2 dieser Dinger aus den USA bestellt und sollte sie morgen bekommen, danach weiss ich mehr. Ich werde dann meine Resultate posten.

Kurz zur Technik. Die Moca 2,.0 Dinger nutzen Frequenzen zwischen 1.2 und 1.6 GHz überschneiden sich also nicht mit gängigen Kabel Installationen, SATV Installationen bleiben aussen vor.

Wo es aber schwierig wird wird passende Zusatzbauteile zu bekommen. US Dosen leiten üblicherweise einen Anschluss mit voller Bandbreite weiter und externe Geräte kümmern sich um das splitting (so auch diese Boxen die das 0-1GHz Signale für den TV heraussplitten). Europäische Dosen splitten die Signale zwischen 0-60MHz Data (Bidirektional) 60-1GHZ TV Unidirektional und 1-2GHz SatzTV Unidirektional mit einer 22KHz bidirektionalen Frequenzweiche. Ich musste also eine US ähnliche Anschlussdose finden und wurde bei einem türkischen Hersteller der über Amazon verkauft fündig. Von westeuropäischen Markenherstellern gabs rein gar nichts. Als Alternative kann man auch das Kabel aus der Dose einfach herausschleifen und die Dose einfach zumachen. Das wäre die unsaubere Lösung.

Wo es weiter hakte, war einen Tiefpassfilter zu finden der 1.2-1.6GHz nach oben blockierte um ein Backbleeding der Moca Signale zu verhindern. Die US Hersteller blockieren alle durch die Bank nur bis 1.5GHz. Bei Hirschmann wurde ich schliesslich fündig, der einen Moca Blocker bis 3GHz anbietet.

Fürs erste nutze ich aber den Coax Anschluss als reines Datenkabel da durch die digitalumstellung der betroffene TV derzeit sowieso keine TV Signale empfangen kann und durch eine Amazon FireTV Box gespeist wird.

Soviel zur Technik. Also Moca Boxen habe ich folgende geplant:

https://www.amazon.c...00_s00?ie=UTF8&psc=1

Leider muss man sie importieren da niemand in Europa Moca boxen anbietet ausser Hirschmann und die sind technisch nicht auf dem Stand der Actiontec boxen.
ukle
Stammgast
#4 erstellt: 22. Mai 2017, 09:00
Bei großen Fluss aus Deutschland habe ich auch ein Angebot gefunden:
MoCa 2.0 Koax-LAN
werpu
Stammgast
#5 erstellt: 22. Mai 2017, 10:30
Den hatte ich auch im Auge, aber der kann kein channel bonding, somit kann er maximal 600mbit/sec abzüglich des protokolloverheads dürften damit 400mbit real sein. Sie entsprechen dem technischen Stand der Hirschmann Moka Boxen.


Heute am späten Nachmittag kommen meine ActionTec Adapter, ich werde dann am Abend meine Resultate posten.


[Beitrag von werpu am 22. Mai 2017, 10:33 bearbeitet]
werpu
Stammgast
#6 erstellt: 22. Mai 2017, 19:48
So ich hab die Adapter bekommen.

Der Inhalt der Packung war relativ umfangreich
2 Adapter
1 Y Weiche um das TV Signal anzukoppeln.
1 Coax Kabel
2 Stromadapter mit US Steckernorm, die können aber 0-240V, man braucht also lediglich einen Reiseadapter.
2 Netzwerkkabel.
Was leider fehlt ist der obligatorische Moca Blocker.

Kurz zur Performance:

1Gbit erreicht man nicht, unter idealbedingungen bekomme ich folgende Werte
iperf3 -p 5201 -c 10.0.1.12 -w1M
Connecting to host 10.0.1.12, port 5201
[ 4] local 10.0.1.10 port 52932 connected to 10.0.1.12 port 5201
[ ID] Interval Transfer Bandwidth
[ 4] 0.00-1.00 sec 90.5 MBytes 759 Mbits/sec
[ 4] 1.00-2.00 sec 96.5 MBytes 809 Mbits/sec
[ 4] 2.00-3.00 sec 97.5 MBytes 818 Mbits/sec
[ 4] 3.00-4.00 sec 102 MBytes 856 Mbits/sec
[ 4] 4.00-5.00 sec 98.8 MBytes 829 Mbits/sec
[ 4] 5.00-6.00 sec 102 MBytes 855 Mbits/sec
[ 4] 6.00-7.00 sec 104 MBytes 875 Mbits/sec
[ 4] 7.00-8.00 sec 106 MBytes 893 Mbits/sec
[ 4] 8.00-9.00 sec 107 MBytes 896 Mbits/sec
[ 4] 9.00-10.00 sec 107 MBytes 901 Mbits/sec
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[ ID] Interval Transfer Bandwidth
[ 4] 0.00-10.00 sec 1012 MBytes 849 Mbits/sec sender
[ 4] 0.00-10.00 sec 1012 MBytes 849 Mbits/sec receiver


Kabel - Kabel mit direkter Verbindung etwa 5 Meter.


Real mit SMB Transfers bekomme ich 500-600MBit/sec. Besser als EOC bei dem ich 160-200Mbit hatte aber man erreicht noch nicht ganz Ethernet Geschwindigkeit.

Der Ping lag etwa bei 3ms.

Eventuell kann ich noch ein bisschen mehr herausholen wenn ich mich mit dem internen (undokumentierten) service Admin UI herumspiele (eventuell eingeschaltete Verschlüsselung ausschalten usw).

Der Adapter scheint die Frequenzen zwischen 1.2 und 1.6 GHz (Band D Extended) zu nutzen damit kommt er bestehenden KATV Systemen nicht in die Quere, was sich mit Docsis 3.1 ändern könnte.
SatTV ist ausgeschlossen, aber dem internen admin gui konnte ich entnehmen dass er sich auch auf andere Frequenzbänder unter 1GHz koppeln lässt. Ich vermute mal dass channel bonding dann aber nicht funktioniert.


[Beitrag von werpu am 22. Mai 2017, 20:41 bearbeitet]
werpu
Stammgast
#7 erstellt: 22. Mai 2017, 21:51
Ok anscheinend kann man noch mehr Geschwindigkeit rausholen bei mehr Last:

iperf3 -p 5201 -c 10.0.1.12 -w1M -P 5
Connecting to host 10.0.1.12, port 5201
[ 4] local 10.0.1.10 port 60441 connected to 10.0.1.12 port 5201
[ 6] local 10.0.1.10 port 60442 connected to 10.0.1.12 port 5201
[ 8] local 10.0.1.10 port 60443 connected to 10.0.1.12 port 5201
[ 10] local 10.0.1.10 port 60444 connected to 10.0.1.12 port 5201
[ 12] local 10.0.1.10 port 60445 connected to 10.0.1.12 port 5201
[ ID] Interval Transfer Bandwidth
[ 4] 0.00-1.00 sec 24.1 MBytes 202 Mbits/sec
[ 6] 0.00-1.00 sec 22.7 MBytes 191 Mbits/sec
[ 8] 0.00-1.00 sec 23.0 MBytes 193 Mbits/sec
[ 10] 0.00-1.00 sec 23.5 MBytes 197 Mbits/sec
[ 12] 0.00-1.00 sec 21.5 MBytes 180 Mbits/sec
[SUM] 0.00-1.00 sec 115 MBytes 963 Mbits/sec

[ 4] 7.00-8.00 sec 21.8 MBytes 183 Mbits/sec
[ 6] 7.00-8.00 sec 23.1 MBytes 194 Mbits/sec
[ 8] 7.00-8.00 sec 22.5 MBytes 189 Mbits/sec
[ 10] 7.00-8.00 sec 22.0 MBytes 185 Mbits/sec
[ 12] 7.00-8.00 sec 22.7 MBytes 191 Mbits/sec
[SUM] 7.00-8.00 sec 112 MBytes 941 Mbits/sec
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[ 4] 8.00-9.00 sec 25.7 MBytes 216 Mbits/sec
[ 6] 8.00-9.00 sec 22.6 MBytes 190 Mbits/sec
[ 8] 8.00-9.00 sec 18.4 MBytes 154 Mbits/sec
[ 10] 8.00-9.00 sec 20.5 MBytes 172 Mbits/sec
[ 12] 8.00-9.00 sec 22.5 MBytes 189 Mbits/sec
[SUM] 8.00-9.00 sec 110 MBytes 921 Mbits/sec
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[ 4] 9.00-10.00 sec 25.4 MBytes 213 Mbits/sec
[ 6] 9.00-10.00 sec 22.4 MBytes 188 Mbits/sec
[ 8] 9.00-10.00 sec 20.8 MBytes 175 Mbits/sec
[ 10] 9.00-10.00 sec 21.4 MBytes 179 Mbits/sec
[ 12] 9.00-10.00 sec 22.2 MBytes 186 Mbits/sec
[SUM] 9.00-10.00 sec 112 MBytes 941 Mbits/sec
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[ ID] Interval Transfer Bandwidth
[ 4] 0.00-10.00 sec 228 MBytes 191 Mbits/sec sender
[ 4] 0.00-10.00 sec 227 MBytes 191 Mbits/sec receiver
[ 6] 0.00-10.00 sec 227 MBytes 191 Mbits/sec sender
[ 6] 0.00-10.00 sec 227 MBytes 190 Mbits/sec receiver
[ 8] 0.00-10.00 sec 222 MBytes 186 Mbits/sec sender
[ 8] 0.00-10.00 sec 221 MBytes 185 Mbits/sec receiver
[ 10] 0.00-10.00 sec 219 MBytes 183 Mbits/sec sender
[ 10] 0.00-10.00 sec 218 MBytes 183 Mbits/sec receiver
[ 12] 0.00-10.00 sec 227 MBytes 190 Mbits/sec sender
[ 12] 0.00-10.00 sec 226 MBytes 190 Mbits/sec receiver
[SUM] 0.00-10.00 sec 1.10 GBytes 941 Mbits/sec sender
[SUM] 0.00-10.00 sec 1.09 GBytes 939 Mbits/sec receiver


Denke da ist meine Gbit Ethernet Leitung ziemlich ausgelastet.


[Beitrag von werpu am 22. Mai 2017, 22:56 bearbeitet]
werpu
Stammgast
#8 erstellt: 30. Mai 2017, 08:35
Kurzer Langzeitbericht. Ich habe den Adapter jetzt einige Zeit im Einsatz, und bis jetzt kein einziger Verbindungsabbruch. GBit Ethernet Geschwindigkeit wird im Regelfall erreicht, das Lan bzw. Wlan ist bei mir jetzt eher die Begrenzung.
werpu
Stammgast
#9 erstellt: 20. Jun 2017, 20:54
So noch ein (vielleicht) letzter Bericht: Ich nutze den Moca Adapter seit nunmehr 4-6 Wochen. Verbindung ist absolut stabil 0 Ausfälle bisher. Heute hab ich auch noch das Kabel-TV Signal wieder in den Coax Strang eingeschliffen.

Ich musste dazu einen MoCA Filter (ich wurde da bei Hirschmann fündig die den einzigen weltweit im Programm haben der zwischen 1.25GHz und 3GHz blockiert) einschleifen um zu verhindern, dass die Moca Signale ins TV Netz gelangen und einen mitgelieferten Y Verteiler nachschalten der das TV Signal mit dem Moca Signal mischt. (Die Frequenzen sind ja getrennt)

Das TV Signal wird dann abschließend direkt am Moca Adapter beim TV abgegriffen, wobei der Adapter leider am TV Ausgang nach US Art einen F-Stecker hatte. Man braucht also auch dort noch einen F-Stecker nach TV-Stecker Adapter - den ich zum Glück daheim vorrätig hatte.

Letztendlich funktioniert die Lösung aber nun ohne Einschränkungen, ich habe sowohl ein TV Signal als auch GBit Netz an derselben Coax Dose anliegen, und auch mit Docsis 3.1 sollte es wenn es mal kommt keine Probleme geben da der Filter ja alle Moca Relevanten Frequenzen blockiert.

Das wars fürs erste mit meinen Erfahrungsberichten vielleicht melde ich mich nochmal nach längerer Zeit (in einem halben Jahr oder so) um einen letzten Langzeitbericht abzugeben.
El-Carone
Neuling
#10 erstellt: 26. Jun 2017, 12:49
Hallo zusammen,

bin recht unerfahren was LAN über Coax angeht und daher froh diesen Post gefunden zu haben.
Hört sich alles sehr interessant and und könnte was für mich sein.

Kurze Fragen, eventuell kann mir das jemand von euch schnell beantworten:

Ist es möglich mehr als zwei Adapter anzuschließen für weitere Zugangspunke?
In meinem Fall einen dritten um einen zweiten Telekom-Reciever anzuschließen.

Danke schon mal.

Gruß


[Beitrag von El-Carone am 26. Jun 2017, 13:25 bearbeitet]
werpu
Stammgast
#11 erstellt: 26. Jun 2017, 23:53

El-Carone (Beitrag #10) schrieb:
Hallo zusammen,

bin recht unerfahren was LAN über Coax angeht und daher froh diesen Post gefunden zu haben.
Hört sich alles sehr interessant and und könnte was für mich sein.

Kurze Fragen, eventuell kann mir das jemand von euch schnell beantworten:

Ist es möglich mehr als zwei Adapter anzuschließen für weitere Zugangspunke?
In meinem Fall einen dritten um einen zweiten Telekom-Reciever anzuschließen.

Danke schon mal.

Gruß


Ja ist möglich, man muss aber aufpassen dass der Verteiler die Signale in alle Richtungen durchlässt und den Filter (Im Falle von MOCA) muss man dann am Zuleiter des Verteilers anbringen.
Die EOC/MOCA Geräte bauen selbständig ein Mesh Netzwerk auf.
Wooderson
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 03. Jul 2017, 13:11
Hi Werpu,

prima Sache!
Wir haben gerade ein Haus aus den 1990er gekauft. In Ermangelung von Leerrohren kann nicht einfach mal eben eine Ethernetverkabelung nachgerüstet werden, daher wäre eine EoC für uns auch eine Option.

Im ganzen Haus sind 10 (!) Dosen für Kabel-TV auf verschiedenen Räume verteilt, von denen ich gerne 2 oder 3 ins LAN holen wollen würde (EDIT: Das Kabel was ins Haus kommt (also vom Anbieter) scheint nach dem Verstärker auf 4 Stränge verteilt zu werde).
Dazu ein paar Fragen:

1. Gibt es Erfahrungswerte wieviele Adapter in einem LAN betrieben werden können?
2. Wenn man die Coax-Leistungen ausschliesslich fürs Ethernet, also nicht noch gleichzeitig für analoges TV nutzen will und auch das eingehende Kabel ins Haus absteckt, kann dann auf die MoCa-Filter verzichtet werden? Dann sollte doch keiner gestört werden, oder?
3. War die Bestellung der Actiontec-Adapter in den USA unproblematisch (Amazon? Zoll, etc)? In der EU gibt es bis heute scheinbar noch nichts vergleichbares zu kaufen.
4. Ist der Zugriff auf die (undokumentierten) service Admin UI gelungen, d.h. ist die Verschlüsselung zu deaktivieren und bringt dies was?

Dankeschön schon mal und viele Grüße :-)


[Beitrag von Wooderson am 03. Jul 2017, 15:33 bearbeitet]
werpu
Stammgast
#13 erstellt: 05. Jul 2017, 12:00
Hallo
Erfahrungswerte hab ich keine, aber da das ding eine Art Mesh Netzwerk aufbaut denke ich dass es da kein reales Limit gibt.
Wenn man die Leitung ausschliesslich für Ethernet betreibt ist kein Moca Filter notwendig.
Wichtig ist dass der Sternverteiler Signale über 1GHz zwischen den Endpunkten durchreichen kann und auch die Dosen bidirektional den Moca Frequenzbereich bedienen können.

Welche Verteiler das können weiss ich nicht.
Das Service Admin UI konnte ich erreichen, da kann man die Frequenzen umstellen und Verschlüsselung aus und einschalten.
Per Default wird nicht verschlüsselt.

Ad Bestellung, ich hab einfach bei Amazon.com direkt in den USA bestellt. Die Zollabwicklung hat Amazon selber übernommen. 0 Probleme beim Import. Die Geräte waren sehr schnell da.
Wooderson
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 05. Jul 2017, 16:21
Hallo Werpu,

danke für die Antwort :-)

Bist Du mit dem "Mesh" sicher? Die Amis schreiben:
[/quote]
kevnich2 said: ↑
It's a layer 2 bridge is all that it is, so so you need minimum of two - one connecting to your router to connect your coax and ethernet together and then additional devices wherever you need ethernet where there's only coax. So if you have three individual devices that need ethernet, you will need four devices.

so 1 to 1, I suspected that was the case, but just needed to confirm.
[quote]

https://forums.anandtech.com/threads/my-moca-2-0-actiontec-ecb6200-review-finally-a-good-alternative-to-gigabit-ethernet.2450594/#post-37753375

Zum Sternverteiler:
Ich habe irgendwie zwei Verteiler (?). Eine Box in der sich das Kabel in zwei Stränge aufsplittet, wovon ein Strang wieder in eine andere Box geht, die wiederum drei Stränge erzeugt, also in Summe vier ausgehende Kabel. Am sichersten wäre es alle Verteiler zu überbrücken und eines der vier Kabel direkt anzuschließen?

Service-Admin Ui:
Wie kommt man da rein und welche Frequenzen bringen (falls überhaupt) einen Performanceschub? Und: Ist die aktuelle Firmware drauf oder muss man die ebenfalls noch einspielen?

Benötigt man neben dem Netzteil noch einen Adapter (Buchsen USA/EU?)?

Sorry wegen der ganzen Fragen, aber bevor ich es aus den USA kommen lassen, will ich die gröbsten Unklarheiten klären :-)


[Beitrag von Wooderson am 05. Jul 2017, 16:25 bearbeitet]
werpu
Stammgast
#15 erstellt: 05. Jul 2017, 16:42
Ja klar einer der Dinger muss zum router gehen dann eines bei jedem Auslass.
Für die Stecker braucht man US->DIN Umsetzer, die mitgelieferten Netzteile sind wie heutzutage üblich von 110-240V normiert.

Ad Y und Sternverteiler da kann ich nicht weiterhelfen, da müsste man den Hersteller fragen wie die Signale
durchgeschalten werden. Die benutzten frequenzen decken sich mit den hierzulande üblichen Sat Frequenzen (1.2 - 1.6 GHz)
werpu
Stammgast
#16 erstellt: 05. Jul 2017, 16:48
Ad service ui, da findet man die Info im Netz.
Man muss den den Moca Adapter abklemmen und dann eine bestimmte Netzadresse einstellen.
Die genauen Daten hab ich nicht im Kopf man findet es aber im Netz.
Wooderson
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 05. Jul 2017, 17:28
prima, habs bestellt und werde berichten :-)
werpu
Stammgast
#18 erstellt: 07. Jul 2017, 19:25
Prima, ich hoffe Du wirst auch so zufrieden sein mit der Lösung, wie ich es bin.
Wooderson
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 04. Sep 2017, 17:24
Hallo,

ich wollte einmal von meinen Erfahrungen berichten:

Die Bestellung bei Amazon in den USA war unproblematisch, wie man es kennt. Das Angebot scheint dauerreduziert zu sein und bezieht sich auf ein Paar, ich habe 2x2 also 4 Stück gekauft. Um loslegen zu können benötigt man nur einen US > EU Steckeradapter, das Netzteil erkennt die Spannung selbst. Ich hatte zuerst einen Adapter der renommierten Firma Brennenstuhl, der aber nicht mit der Bauform des Netzteils zusammenpasste, also ist es doch ein China-Adapter über eBay geworden. Je nach vorhandener Wanddose benötigt man auch F-Stecker <> IEC Kabel Adapter oder konfektioniert sich Kabel selbst – für beide Fälle kann ich Antennenland als Einkaufsquelle empfehlen.

Hat man Strom und Koaxialstecker passend, dann ist die Installation denkbar einfach: Beides verbinden und der Rest läuft automatisch. Die Geräte benötigen ca 3-5 s um sich zu finden und signalisieren die Verbindung über ein dauerlechtendes "LAN" LED. So kann man schnell die prinzipielle Konnektivität von außen sehen, ohne auf beiden Seiten große Tests zu fahren.

Ich habe dann auch stichprobenartig alle Anschlüsse bei mir mit den Geräten probiert. Das funktioniert auch prinzipiell, d.h. bestimmte Anschlüsse und zwei Geräte. Geschwindigkeitsmessungen habe ich nicht gemacht, aber die Treiber weisen GBit-LAN am Interface aus. Der Teufel steck aber etwas im Detail und ist abhängig von der vorhandenen Verkabelung und Gesamtinfrastruktur.

Wie schon vormals beschrieben, ist unserem Haus kein Standardfall, weil wir auf drei Etagen mehrere Dosen gespeist von vier Kabel ab Hausanschluss haben. Dazu muss sich sagen, dass ich mich mit Kabel-TV Technik nicht auskenne, d.h. das ganze Zusammenspiel der Verteiler, Abzweiger, Verstärker und Dosenarten, die ja alle als System aufeinander abgestimmt sind. So kommt es das bestimmte Dosen und Verbindungen funktionieren, andere aber nicht, nur dann nicht, wenn ich mit 3 oder 4 Adaptern ein Netz bilde. Dann ist es so, dass die Verbindung steht, aber alle 5-10s für 1-3 Sekunden abbricht (Auch an der LAN LED erkennbar). Betreibe ich nur 2 Adapter an bestimmten Dosen läuft es stabil und fehlerfrei.

Nun habe ich den Tipp von Werpu aufgegriffen, Verteiler zu nutzen, die >1000 MHz durchleiten und Rückkanal-fähig sind. Hier ist meine Wahl auf den bekannten Hersteller Axing gefallen(4-Fach Verteiler BVE 4-01P), allerdings ohne Erfolg. Dieser Verteiler leitet bis 1218 MHz, was möglicherweise nicht ausreicht. Eine weitere Möglichkeit wäre ein für SAT angedachter Verteiler, der bis 2400 MHz durchleitet, wie beispielsweise ein Kathrein EBC 14. Oder aber es liegt an den Dosen, die ebenfalls entsprechend hochfrequent funktionieren müssen. Da vorher ein Verstärker vorhanden war (der nur bis 600 MHz verstärkt), kann bei der Leistungslänge auch ein breitbandiger Vertärker sinnvoll sein, z.B. Axing SVS 1-00 .

Ich kann insofern für das Produkt an sich eine Empfehlung geben, aber muss auch dazu Raten die eigene Verkabelung/Infrastruktur vorher zu checken, ggfs einen Fachmann dazu zu holen.
werpu
Stammgast
#20 erstellt: 04. Sep 2017, 17:39
Ja das Zeug nutzt etwa einen Frequenzbereich von 1200-1600Mhz. im Rückkanal,
da wirds relativ schwierig mit dem Equipment, es muss auf jeden Fall in diesem Bereich Rückkanalfähig sein, ich würde mal die Sat Dose am Antennenausgang probieren.
Ansonsten mit Sat Verteilern arbeiten, aber keine Garantie, dass es geht.

Im Zweifelsfall würde ich hier wirklich einen Fachmann zu Rate ziehen.


[Beitrag von werpu am 04. Sep 2017, 17:43 bearbeitet]
Wooderson
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 05. Sep 2017, 22:47
Ich habe mich heute von Axing Mitarbeitern beraten lassen und erfahren, dass die meisten Verstärker nicht rückkanalfähig sind, so auch nicht der von mir vormals erwähnte SVS 1-00. Man hat mir nun aber mit dem SVS 2-05 eine Alternative genannt, die die aber extern mit Strom versorgt werden muss (z.b. mit dem TZU 110-01 DC-Einspeiseset). Darüberhinaus habe ich die Kathrein EXI 30 Dosen bestellt, die vom Hersteller selbst für EoC/Modem genutzt werden. Ich hoffe diese Konfiguration löst die Probleme.

(Nach meinem Verständnis nutzen EoC/MoCA 5-65 MHz für den Rückkanal, zumindest sind da bei den Leistungskomponenten die üblichen Durchlassfrequenzen)
werpu
Stammgast
#22 erstellt: 05. Sep 2017, 22:54
Nein.. Moca nutzt nicht den 0-65MHz Kanal für den Rückkanal. Nur EOC tut das und schafft entsprechend auch um einiges weniger Bandbreite.

Moca nutzt 1.2 - 1.6GHz für beide Richtungen. Die Sogenannten Moca Filter filtern ja auch allesamt im Hochband um ein Backbleedingt der Moca Signale zu verhindern.

Dh die verbauten komponenten sollten allesamt auch im Hochband Rückkanal fähig sein.

Ad Dosen, da würde ich einfachste Endpunktdosen nehmen und das Fernsehsignal vom Moca moden herausführen (das splittet die Tiefpass und Hochpass frequenzen intern)
Ich hab einfach diese hier genommen, als Enddose:

https://www.amazon.d...05_s00?ie=UTF8&psc=1

Die schleift im Prinzip nur das Koax Kabel raus und zwar ganz ohne Frequenzsplitting, von dort gehe ich in den Moca Adapter und vom Moca Adapter in den TV und zum router. Die Bauform entspricht dem was in den USA üblich ist.

Auf der Genseite also beim Kabelanschluss wird das Signal mit einem Y Adapter der den Moca Modems beigelegen ist zusammen gemischt.


Eventuell gehen auch normale Dosen mit Sat Anschluss, das müsste man probieren, wobei man vmtl den Sat Anschluss missbrauchen müsste, weil der für die hohen Frequenzen zuständig ist (auf denen auch Moca liegt)

Ad Kathrein EXI 30, die könnte in der Tat am Sat Anschluss funktionieren, ich kann jetzt adhoc nicht sehen ob sie auch hochfrequent Rückkanal fähig ist, ich würde da die Dose ja schon bestellt ist es einfach mal drauf ankommen lassen. Poste mal Deine Ergebnisse. Wäre toll wenn es da eine Alternative mit 3 fach Anschluss gibt.


[Beitrag von werpu am 05. Sep 2017, 23:15 bearbeitet]
Wooderson
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 06. Sep 2017, 10:40

werpu (Beitrag #22) schrieb:
Nein.. Moca nutzt nicht den 0-65MHz Kanal für den Rückkanal. Nur EOC tut das und schafft entsprechend auch um einiges weniger Bandbreite.

Moca nutzt 1.2 - 1.6GHz für beide Richtungen. Die Sogenannten Moca Filter filtern ja auch allesamt im Hochband um ein Backbleedingt der Moca Signale zu verhindern.

Dh die verbauten komponenten sollten allesamt auch im Hochband Rückkanal fähig sein.


Vorbehaltlich meiner kommenden Experimente, bin ich momentan geneigt MoCA für unsere Breitengrade nicht zu empfehlen. Das hat den Grund, weil die meisten Coax-Kabelnetze in Bestandsimmobilien für derart hohe Frequenzen nicht ausgelegt, die MoCA aber für die Mehrleistung in Sachen Bandbreite vorraussetzt. 20 Jahre Infrastruktur verkraftet 600 oder 800, neuere 1000 oder 1200 MHz (circa Angaben). Den Aufwand die gesamte Signalkette über 1000 MHz fit zu bekommen, erlebe ich ja gerade, das umfasst alle Dosen, Stecker, Verteiler, Abzweiger und Verstärker. Mir ist beispielsweise kein Verstärker bekannt der einen derart hochfrequenten Rückkanal hat, was zur Konsequenz hat, das man entweder unverstärkt (= ggfs zu geringer Pegel) arbeitet oder auf die Bandbreitenvorteile von MoCA verzichtet

Daher sind für die meisten Bestandsimmobilien eher Lösungen auf Homeplug- bzw. IEEE-1901 Basis sinnvoller, wie beispielsweise Kathreins K-LAN. Damit ist man bei brutto ca 600 MBit, also rund Faktor 2 weniger als MoCA 2.0 mit channel-bonding. Dafür werden nur Frequenzen von 2-68 MHz genutzt was auch in den ältesten Verkabelungen gut darstellbar ist, ohne die ganze Signalkette modernisieren zu müssen. Eine andere Option sind nach G.hn arbeitende Wandler, wie beispielsweise ein ALLNET ALL-GHN102-Coax, der aber wieder 2-100 MHz nutzt, was im Rückkanal mit einigen Verstärker Probleme verursachen kann.

Also, "idiotensicher" im Sinne von nix an der Infrastruktur ändern ist nur Homeplug/K-LAN, das sollte jedem klar sein.
werpu
Stammgast
#24 erstellt: 06. Sep 2017, 11:11
Ja da gebe ich Dir durchaus recht, wenn die Verkabelung komplexer wird und der Rückkanal durch einen oder mehrere Verstärker bzw Sternverteiler muss, wird es schwierig.
Ich hatte das Problem zum Glück nicht, da ich nur einen Strang auf Moca schalten musste und deshalb den Moca Adapter nach dem Verstärker/Sternverteiler einklemmen konnte.

Das Dosenproblem bekommt man relativ simpel in Griff, beim Verstärkerproblem wirds schon schwieriger.

Es muss aber durchaus bei uns Verstärker und Verteiler geben die das können, da Krankenhausinstallationen z.B. durchaus auch auf Moca zurückgreifen. Ich bin z.b. Was Moca Sperrfilter angeht z.b. bei Hirschmann fündig geworden (witzigerweise der einzige Sperrfilter weltweit der den breiteren Bonding Frequenzbereich sperren konnte) die auch eigene non bonded Moca Adapter hersstellen, vielleicht hat Hirmschann Moca Frequenzfähige Verstärker im Programm. Ich würde mich da auf jeden Fall schlau machen.

Ad EOC, ja das ist in der Tat Problemloser, real erreicht man halt nur einen Teil der Geschwindigkeit die man mit Moca erreicht und dass dann auch nur halb duplex. Ich hatte mit EOC bei manchen Dingen massivste Probleme, so hat das NVidia Shield Spielestreaming ausgehakt weil die Konsole die Leitungsgeschwindigkeit wegen des EOC Adapters falsch interpetiert hat.

Ansonsten lief es aber relativ stabil, wenn auch um einiges langsamer als Moca.

Aber selbst bei EOC kommt man um einen Dosentausch meist nicht herum, da viele der handelsüblichen Dosen den 65MHz Frequenzbereich wegfiltern und wenn man Pech hat hat man einen uraltverstärker der den Rückkanal auch noch wegfiltert (sowas gibts manchmal).


[Beitrag von werpu am 06. Sep 2017, 11:15 bearbeitet]
fondo
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 11. Sep 2017, 15:04
Ein sehr interessantes Thema, vielen Dank dafür.
Ich wusste gar nicht, dass Netzwerk auch über Koax möglich ist.

Wir haben eine lediglich 7 Jahre junge Wohnung (Erstbezug nach Neubau).
Die Verkabelungen müssten daher mehr oder weniger auf der Höhe der heutigen Technik sein.

In jedem Raum haben wir eine 3er TV-Dose.
Was meint Ihr, lohnt sich dieses EoC für uns auch oder würde ein PowerLan auch eine gute Figur machen (da ja auch die Stromleitungen relativ neu sind).
Oder ist trotzdem EoC über dieses MoCa 2.0 mit Bounding vorzuziehen (wegen Stabilität und Geschwindigkeit)?

In Deutschland habe ich mal auf die schnelle dieses MoCa 2.0 Set gefunden.

Müsste ich dazu noch dieses erwähnte Y-Adapter (scheint keins beigelegt zu sein) + einen MoCa 2.0 Hochfrequenzblocker kaufen?

Danke für Eure Ratschläge.
werpu
Stammgast
#26 erstellt: 11. Sep 2017, 15:52
Hallo erstmal, ob Moca bei Dir geht oder nicht hängt vmtl auch von der Verkabelung zusammen und auf wieviele Stränge Ethernet geschaltet werden soll.

Dieses Set kenne ich nicht, kann dazu also nicht viel sagen ob es Bonding und damit das volle gbit beherrscht. Laut Specs ja, aber der Frequenzbereich schaut mir eher nach "unbonded" aus.

Korrektur: habs gerade in den Kommentaren gesehen er ist "bonded" seit kurzem. Es gab ein Software Update.

Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst würde ich eher zu EOC raten, das ist bei unseren Hausinstallationen vermutlich verträglicher als Moca, da ja bei Moca das Hochfrequenz Verstärkerproblem gegeben ist.

Ich hab mich übrigens ein bischen schlau gemacht, in den USA verkaufen sie Verstärker mit einem eigenen Moca Rückkanal. Es gibt also was, aber halt einfach nicht in Europa wo sich das Moca System nicht durchgesetzt hat.

Weitere Ergänzung: Auf der Amazon Seite hat jemand zu diesem Verteiler geraten, der anscheinend Rückkanalfähig ist:

https://www.amazon.d...chlass/dp/B01F97YVIK

Wäre einen Versuch wert, den mal einzusetzen in Verbindung mit Moca.

Generell ist Moca besser, weil es mehr Datendurchsatz hat und gefühlt hab ich mit Moca absolut 0 Probleme, wo ich mit EOC teilweise Probleme hatte.
Das Problem ist halt, dass EOC für europäische Installationen wegen des standardisierten 65MHz Rückkanals bei uns weniger Integrationsprobleme hat.

Von Powerlan würde ich generell eher abraten, es mag eventuell funktionieren, das ist ein Glücksspiel, aber dann rennt es manchmal instabil weil Verbraucher Spannungsspitzen reinjagen und zuletzt wird die Wohnung zum Funkturm im TV Frequenzbereich, was auch nicht jeder will auch wenn das Gefunkte verschlüsselt ist.


[Beitrag von werpu am 11. Sep 2017, 16:30 bearbeitet]
sealpin
Inventar
#27 erstellt: 11. Sep 2017, 16:34
wahrscheinlich eine doofe/simple Frage:

Wenn ich das verlegte Koaxkabel zwischen Verteilerschrank und einem Raum im OG ausschließlich für EoC/Moca nutzen will (kein SAT Anschluss und kein Kabelanschluss ist am Koaxkabel angeschlossen), dann kann ich doch einfach zwei Moca Adapter nutzen, eines im Verteilerschrank (dort hängt auch mein LAN Switch) und einen am anderen Ende im Raum im 1 OG, oder?

Meine Powerlan Installation ist (warum auch immer) nicht Verbindungsstabil...

ciao
sealpin
Wooderson
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 11. Sep 2017, 21:24
ja, so einen Fall habe ich bei mir auch, nur eben mit Verstärker und Verteilern da zwischen (und dadurch die geschilderten Probleme).
Wooderson
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 11. Sep 2017, 21:29

werpu (Beitrag #26) schrieb:

Ich hab mich übrigens ein bischen schlau gemacht, in den USA verkaufen sie Verstärker mit einem eigenen Moca Rückkanal. Es gibt also was, aber halt einfach nicht in Europa wo sich das Moca System nicht durchgesetzt hat.


Ich glaube das sind bypass-Kanäle, also unverstärkt, bin mir aber nicht sicher.
fondo
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 12. Sep 2017, 12:24

werpu (Beitrag #26) schrieb:

Weitere Ergänzung: Auf der Amazon Seite hat jemand zu diesem Verteiler geraten, der anscheinend Rückkanalfähig ist:

https://www.amazon.d...chlass/dp/B01F97YVIK

Wäre einen Versuch wert, den mal einzusetzen in Verbindung mit Moca.


Ich nutze allerdings kein SAT über die Dose, Kabelanschluss allerdings an der Dose (und bisweilen nur an der Dose), wo die Netzwerkdaten ankommen sollen, schon. Die Dose hat ja neben Radio-Anschluss und TV-Anschluss auch einen F-Stecker-Anschluss (für Unitymedia-Boxen).

Benötigt man dann trotzdem den Verteiler oder könnte ich das Moca 2 - System nicht auch einfach an diesen F-Stecker-Anschluss anschließen?


werpu (Beitrag #26) schrieb:

Ich hab mich übrigens ein bischen schlau gemacht, in den USA verkaufen sie Verstärker mit einem eigenen Moca Rückkanal.


Benötigt man also auch zusätzlich einen Verstärker oder warum hast Du das erwähnt?
Ich dachte, mit dem Set, den ich verlinkt habe (oder Du in Deinem Beitrag weiter oben aus den USA verlinkt hast) und einem eventuellen Y-Adapter + einem Moca 2 - Blocker hätte man alles Notwendige?
Wofür dient dann noch der Verstärker? Um sicher zu gehen, dass sowohl am TV das Fernsehbild ankommt, als auch am Netzwerkgerät die Daten ankommen?


[Beitrag von fondo am 12. Sep 2017, 12:26 bearbeitet]
werpu
Stammgast
#31 erstellt: 12. Sep 2017, 13:56
Hallo, also ich fürchte mit einer Normalen 3er Daten Dose wird nur EOC gehen, der dritte Anschluss ist der Datenanschluss und der lässt vmtl nur Rückkanal bis 65MHz zu.

Was eventuell geht ist eine reine Sat 3er Dose sofern sie einen Rückkanal im oberen Frequenzbereich zulässt. Ich werde das bei gelegenheit mal mit einer Dose vom Baumarkt testen sobald ich wieder hinkomme.

Ad Verstärker, das war eher generell gemeint, es gibt oft Installationen wo man 2-3 Verstärker bzw. auch Sternverteiler hat. Wie gesagt ich hatte die Verstärkerproblematik nicht da ich das Signal direkt nach dem Sternverteiler in den Strang eingeschliffen habe

Also

Kabel->Hausverstärker->Sternverteiler-> Moca Adapter -> Leitung zur Dose -> Dose -> Moca Adapter -> TV Signal und Ethernet Anschluss -> Geräte


[Beitrag von werpu am 12. Sep 2017, 14:00 bearbeitet]
fondo
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 12. Sep 2017, 14:12
Hallo werpu,

vielen Dank für die Erklärungen. Damit wird so einiges klarer für mich.

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wo der Sternverteiler sein müsste. Muss ich mal danach suchen (ist eine Mietwohnung).
Jedenfalls wurde in jedem der fünf Zimmern eine Kabel-Multimediadose direkt beim Bau des Hauses eingbaut. Ist übrigens mit den TAE-Dosen für den Telefonanschluss genauso.

Auch vielen Dank für die Infos bzgl. der Dose. Zur Not könnte ich auch zwei neue kaufen und die gegen die jetzigen Dosen tauschen, wo ich die Anschlüsse betreiben möchte. Im Schlafzimmer ist der Router an der TAE-Dose angeschlossen (habe damals extra in das Schlafzimmer schalten lassen, da mein Rechner hier steht). Daneben ist auch die Kabel-Multimedia-Dose von Unitymedia. Diesen würde ich dann tauschen.

Im Wohnzimmer soll dann die Empfangsseite sein, damit ich da einen WLAN-Accespoint anschließen kann, um endlich überall in der Wohnung starkes WLAN zu haben - vor allem im Wohnzimmer (für die mobilen Geräte).

Den Fernseher und meinen AppleTV werde ich darüber hinaus direkt mit Kabel an das MOCA-Netzwerk anschließen. Dazu werde ich einen Switch an den MOCA-Adapter anschließen, wo dann die Geräte dran kommen.

Das ist der Plan und ich hoffe, das klappt alles mit dem MOCA 2.0-Netzwek.

Eine Frage nebenbei: Was passiert, wenn hierzulande DOCSIS 3.1 kommt? Werden dann die Kanäle in die Frequenzen eingespielt, welches das MOCA 2.0 mit Bonding nutzt? Dann kann man ja wieder das mühselig aufgebaute MOCA-Netz vergessen, um fernsehen zu können bzw. keine Störungen entstehen zu lassen, oder


[Beitrag von fondo am 12. Sep 2017, 14:14 bearbeitet]
werpu
Stammgast
#33 erstellt: 12. Sep 2017, 14:19
Ok ad Dose, da würde ich eine 4 Fach Dose probieren
radio, tv, data und sat... allerdings weiss ich nicht welche Dosen am Markt am Sat Anschluss Rückkanalfähig sind.
Das Kabelmodem sollte dann an den Data Anschluss kommen, der Moca Adapter an Sat etc..

Moca und Docsis 3.1 kooperieren, aber man sollte sowieso vor die ganze Moca Installation einen sogenannten Moca filter schalten, der blockiert dann die Frequenzen > 1.2 GHz in beide Richtungen, dann kann sicher nichts passieren, es kommen dann weder Moca Signale in das Kabelnetz noch können eventuelle hochfrequente Signale von aussen das Moca Signal stören. Dann ist Moca und Docsis absolut kein Thema mehr auch wenn Docsis theoretisch das obere Band nutzt.

Von Hirschmann gibt es einen sehr guten Moca Filter.

Wenns Moca sein sollte, dann würde ich empfehlen erstmal die Adapter bei Amazon zu bestellen und sollte es nicht hinreichend funktionieren die zurückgehen lassen und es mit EOC versuchen.
Es gibt halt sehr viele Variable in einer Hausinstallation die verhindern oder zulassen ob eine Moca oder EOC Installation geht.

Ein Problem mit Docsis 3.1 ist halt dass Du vmtl sowieso die Dosen austauschen müssen wirst, da Docsis 3.1 ganz andere Frequenzen für den Rückkanal nutzt (ich glaube bis 200MHz). dh. wenn das Internet Signal im Wohnzimmer Rückgeschliffen wird in das Koax Kabel dann wirst Du Dosen brauchen, die es vmtl derzeit noch gar nicht gibt und ein Moca Filter ist dann auch nicht möglich, dann musst Du Dich drauf verlassen dass die Moca Adapter und Docsis Adapter wirklich kooperieren, was laut Papier ja der Fall sein soll (wie es in der Praxis aussieht weiss man heute noch nicht)

Eventuell sollte man sich dann überlegen das Internet möglichst nahe am Sternverteiler einzuschleifen und dann das Netz über Moca an allen Punkten abzugreifen (also 3 Basiseinheiten).
Das würde einige Probleme umgehen.

Bei EOC hast Du ähnliche Probleme, da die heutigen Kabelmodems das 65MHz Band ebenfalls für den Rückkanal nutzen, dh. da könnte sich beim Wiedereinschleifen des Signals der Rückkanal des EOC Modems mit dem Kabelmodem "beissen". Auch hier wäre ein Abgreifen des Internet Signals beim Sternverteiler besser weil man dann eben bevor man das EOC Signal einschleift das Kabelmodem signal ausfiltern kann.


[Beitrag von werpu am 12. Sep 2017, 14:30 bearbeitet]
fondo
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 12. Sep 2017, 14:43
Nein, ein Kabelmodem habe ich derzeit nicht (zum Glück, da sonst das Vorhaben mit dem MOCA-Netz wohl schwieriger werden würde).
Daher würde mich die Dose, welche Du weiter oben verlinkt hattest, vollkommen genügen (im Wohnzimmer dann halt mit einem Verteiler/Adapter, wo dann das Kabel für das Kabelfernsehen angeschlossen wird).

DOCSIS 3.1 habe ich also nur wegen dem TV-Bild angesprochen, da ich vermutet hatte, dass die Fernsehsignale der Kanäle dann ebenfalls in den Frequenzen gesendet werden, den MOCA 2.0 nutzt (meine, dass ich das irgendwo mal so gelesen zu haben).

Dieser Sternverteiler, der kann doch sinnvollerweise nur in der Wohnung irgendwo sein, oder?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass er unten im Keller neben dem HÜP ist, sonst müsste mann ja von dort unten bis in alle Wohnungen mehrerer Kabeln ziehen, um in allen Zimmern jeder Wohnung Kabel-Multimediadosen anbringen zu können. Ist ja nicht der Sinn der Sache.

Juckt mir gerade voll in den Fingern, bin grad aber nicht zu Hause, um nachsehen zu können, wo in der Wohnung dieser Sternverteiler sein könnte, allerdings ist mir dieser bislang nirgends in der Wohnung aufgefallen.

Die Idee, mal bei Amazon (Deutschland, welche ich verlinkt habe) zu bestellen, um zu testen, ist sehr gut.
Ich glaube, so mache ich das mal und hoffentlich muss ich nicht auf EOC "zurückfallen". Hätte schon gerne die 1GBit.

Übrigens ein guter Artikel zu der Thematik:
MoCa: Praxistest
werpu
Stammgast
#35 erstellt: 12. Sep 2017, 14:54
Also derzeit werden keine TV Signale über 1GHz gesendet, Docsis 3.1 nutzt die freigewordenen Analogfrequenzen und kann in der Endausbaustufe alle Frequenzen bis 2GHz nutzen (10/1GBit)

Der TV Empfang ändert sich mit der Docsis 3.1 Umstellung nicht.
Ad Sternverteiler, üblicherweise gibt es irgendwo im Stockwerksbereich oder meist im Wohnungsbereich einen Verteiler der die Signale aufsplittet.
werpu
Stammgast
#36 erstellt: 12. Sep 2017, 19:13
Was die Enddosen angeht bin ich jetzt etwas schlauer.

Ich hab testweise beim nächsten Obi 2 Anschlussdosen gekauft, eine Datendose und eine Sat Dose.
Beide scheinen mit meinen Moca Adaptern zu gehen, ich habe testweise beide angeschlossen und sie scheinen zu funktionieren. Genauere Messungen hab ich nur an der Datendose gemacht.
Ich bin mir nicht sicher ob die Dosen nicht absolut baugleich sind, die Datendose kostet halt 8 Euro mehr.
Beim Schnelltest über ein angeschlossenes Wlan konnte ich keine Geschwindigkeitsunterschiede erkennen.

Es ist aber zu beachten, in beiden Fällen handelt es sich um sogenannte Durchgangsdosen, dh. man sollte einen Endwiderstand am Ausgang einklemmen (siehe Fotostrecke - kleiner Stift) um sie zu einer Enddose zu machen, sonst kann es zu Signalreflektionen und Störungen im Coax Netz kommen.

Anbei eine Fotostrecke mit den entsprechenden Dosen, Endwiederständen Geschwindigkeits und TV Signal Test.
Ich habe das TV Signal jetzt wieder am TV Ausgang abgegriffen, da die Dose ein Frequenzsplitting < 1GHZ , > 1GHz betreibt. Das Moca Signal liegt sauber am Datenausgang und ich habe volle Geschwindigkeit. Das TV Signal liegt am TV Ausgang.

Ich habe weiters auch noch Bilder zu meiner Moca Installation dazugefügt, man möge das fehlende Kabelmanagement verzeihen.


Hier die Fotostrecke:
https://photos.app.goo.gl/k3dmv9Pflt35beVR2 Die Bilder sind entsprechend kommentiert.


[Beitrag von werpu am 12. Sep 2017, 19:42 bearbeitet]
werpu
Stammgast
#37 erstellt: 13. Sep 2017, 07:41

fondo (Beitrag #32) schrieb:
Hallo werpu,


Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wo der Sternverteiler sein müsste. Muss ich mal danach suchen (ist eine Mietwohnung).
Jedenfalls wurde in jedem der fünf Zimmern eine Kabel-Multimediadose direkt beim Bau des Hauses eingbaut. Ist übrigens mit den TAE-Dosen für den Telefonanschluss genauso.



Mir ist im Zuge meiner gestrigen Tests noch etwas eingefallen.
Es gibt noch eine 2. Möglichkeit wie die Kabel verlegt sein könnten. Mit sogenannten Durchgangsdosen. Also kein Sternverteiler in der Wohnung und dann separate Stränge in jedes Zimmer, sondern das Koax wird als langes Band zwischen den Räumen durchgeschliffen und jede Dose bildet genau einen Ausgang. Am Ende dieses Strangs ist dann eine sogenannte Enddose die eben den oben erwähnten Endwiderstand hat um Signalreflexionen zu vermeiden. Solche Installationen sind in Wohnungen nicht ganz unüblich da man nur mit 2-3 Dosen und kleinen Strecken zu tun hat, die Signaldämpfung pro Dose sind dann nicht so schlimm und die Verlegungsart ist billig, weil man nur ein Rohr setzen muss.

Was heisst das für die EOC/Moca Installation.
Nicht viel ausser dass man irgendwo den Moca Filter setzen sollte wo der Moca Bereich endet. Den Filter kann man sich auch vorläufig für die erste Zeit sparen, da es unwahrscheinlich ist dass in der näheren Umgebung irgendein Moca Gerät vorhanden ist und die Signale sowieso irgendwo an einem Verstärker geblockt werden. Da Moca ja ausserhalb des CaTV Bereichs signale sendet, gibts derzeit noch keine Überschneidungen.
Im Falle eine Strangverlegung ist vmtl einfach nur die Dose zu tauschen wenn überhaupt. Eine Moca fähige Dose hab ich ja gestern bereits gepostet, vmtl reichen aber die meisten Dosen die einen separaten Sat Auslass haben (wie auch die eine, die ich gestern testweise mal dran hatte)

Bei EOC sollte man einen Filter setzen nachdem das Internet Signal von einem eventuell vorhanden Kabelmodem abgegriffen und ins Cat Netz überführt wird und bevor der EOC "Kreislauf" beginnt". Hier ist der Filter aber vmtl Pflicht, da EOC und Kabelmodems ähnliche Frequenzbereiche für den Rückkanal nutzen. Filter für die EOC (0-65MHz) Frequenzen sind bei uns aber handelsüblich. Für EOC reichen Dosen mit einfachem Data Anschluss der hat den 65MHz Frequenzbereich nach oben durchlässt.


[Beitrag von werpu am 13. Sep 2017, 07:44 bearbeitet]
fondo
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 13. Sep 2017, 12:25
Tausend Dank für die Erläuterungen und auch die sehr sehr hilfreiche Bilderstrecke. Echt klasse!

Jetzt, wo Du das sagst, geht auch bei mir ein Licht an. Natürlich, es wird von Dose zu Dose weitergeschliffen.
Damals vor 7 Jahren, als wir eingezogen sind, hatte ich einen Unitymedia-Kabelinternet - Anschluss beauftragt und der Techniker hatte das gesagt.
Das hatte ich schon längst wieder vergessen. Daher auch kein Sternverteiler in der Wohnung.
Das erleichtert, hatte schon an meinen Wahrnehumgsfähigkeiten und Sehvermögen fast gezweifelt

Jetzt ist die Frage: Wie erkenne ich, ob es sich an einer Dose um eine Enddose handelt? Wahrscheinlich daran, dass kein Kabel wieder von der Dose weiterführt? Oder gibt es da irgendein Filter, welches abweichend von den Durchgangsdosen leicht zu erkennen ist?
Sorry für die total laienhafte Frage, aber was sowas angeht, bin ich nicht so bewandert.

Die (3er) Datendose scheint also auch zu funken? Somit bräuchte ich - zumindest für's Erste - keine neuen Dosen zu kaufen, wenn ich das richtig verstehe.
Ich habe vom Aussehen her genau die (rechte, da Datenanschluss) Dose auf dem 3. Bild.
Oder meinst Du, auch da wird es Unterschiede zwischen den vom Baumarkt erhältlichen und den vom Kabelnetzbetreiber installierten Dosen geben, was die Filterung der Signale und Daten angeht? Müsste ich sonst einfach mal ausprobieren, doch ich hoffe, die sind alle gleich. Ich möchte nämlich ungern an den Dosen des Netzbetreibers rumschrauben.

Edit: Die Dose wird vermutlich doch getauscht werden müssen. Die Datenanschlüssen haben andere (niedrigere) Frequenzen. Ich hatte gehofft, dass sie - um absolut zukunkftstauglich zu sein, trotz der 65MHz - Nutzung bereits jetzt viel höhere Frequenzen durchlassen. Bei Amazon konnte ich aber Dosen mit höchsten um die 1000MHz Frequenz an den Datenanschlüssen finden.

Ich bräuchte dann wohl sowas hier?: https://www.amazon.d...PRVQVS2MQMWGWCE&th=1


[Beitrag von fondo am 13. Sep 2017, 13:19 bearbeitet]
werpu
Stammgast
#39 erstellt: 13. Sep 2017, 13:18
Enddose erkennt man an 2 Dingen
a) Es wird kein Kabel weitergeschliffen
b) Die Dose hat an dem Auslass wo kein Kabel weggeht einen Endwiderstand gesetzt.

b) Natürlich nur wenn der Elektriker nicht gepfuscht hat.

Ad Datendose, das hängt davon ab welche Frequenzen der Datenanschluss durchlässt.
Die Dose die ich gestern getestet habe ging, aber manche Datendose lassen nur den unteren Frequenzbereich also 0-65MHz als Rückkanal am Datenanschluss durch.

Probier einfach mal eine Dose mit Sat Anschluss oder eben die von mir gezeigte Obi Datendose. (Ein Obi Baumarkt wird vmtl sowieso in der Nähe sein)

Die verlinkte Axing Buchse könnte gehen wenn sie das Signal in beide Richtungen durchlässt am Sat Anschluss, da wird wohl nichts anderes helfen als ein bischen auszuprobieren.


[Beitrag von werpu am 13. Sep 2017, 13:21 bearbeitet]
fondo
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 13. Sep 2017, 13:25
So mache ich das. Ich fahre bei OBI vorbei und schau mal, was ich so finde.

Den Datenanschluss möchte ich allerdings beibehalten für den Fall, dass später doch noch wieder Kabelinternet gebucht wird. Dann muss ich nicht nochmal eine neue Dose kaufen und installieren. Somit muss es eine 4er Dose sein.

Vielen Dank für den Hinweis mit "beide Richtungen am SAT-Anschluss".
Zur Not wird es dieser hier: https://www.amazon.d...WGB6RY36ATKH6Y0R28PD
Der scheint definitiv optimal geeignet zu sein, auch wenn etwas teuer.
werpu
Stammgast
#41 erstellt: 13. Sep 2017, 14:05
Testen kann man es ja, im Falle des nicht funktionierens lässt man die Dose halt bei Amazon zurückgehen.
|Ketzer|
Ist häufiger hier
#42 erstellt: 14. Sep 2017, 08:52
Am DATA-Anschluss kann immer der Frequenzbereich 5 bis 1006 MHz abgegriffen werden, also Internet/EOC und TV (Kabelfernsehen oder DVB-T). Es gibt auch Dosen mit 2 Data-Ports (mittlerweile Standard bei Unitymedia Kabelanschlüssen), so dass man mehr Optionen hat. Man kann also auch einen Fernseher an der DATA-Buchse betreiben. Es kann jedoch Störungen durch Datenverkehr geben. An der TV-Buchse wird der Rückkanal-Bereich ausgefiltert, dies ist die saubere Lösung.

Die Axing SSD 5-15 ist eine Spezial-Durchgangsdose und blockiert den Rückkanalbereich im nachfolgenden Netz. Damit werden ebenfalls Störungen durchs Netzwerk unterdrückt. EOC funktioniert dann aber nicht mehr zwischen Anschlüssen vor dieser Dose und nach dieser Dose!

Die universellste Lösung ist bei Satempfang daher die BSD 960-10N als Durchgangsdose amazon.de mit Anschlüssen für DATA, SAT, TV und Radio. Oder als Stichdose BSD 960-00N bei Sat-Multischalter-Installation. Die Axing Dosen sind für die großen Kabelnetze getetest und z.B. von Vodafone zugelassen. Eine Baumarkt/Obi-Dose würde ich nicht empfehlen.
werpu
Stammgast
#43 erstellt: 14. Sep 2017, 11:17
Danke für die Aufklärung.



Eine Baumarkt/Obi-Dose würde ich nicht empfehlen.


Das Problem ist, dass Moca einen Rückkanal zwischen 1.2 und 1.6 GHz benötigt sofern das TV Signal als CaTV Signal vorliegt. Es sendet in dem Fall auf den Sat Signal Frequenzen (bei Sat TV schaltet es auf den unteren Bereich < 1GHz um)

Damit muss der Sat Anschluss Rückkanal fähig sein und genau diese Frequenzen Bidirektional durchlassen. Das dürfte auch der Grund sein warum die Obi Dose am Sat Anschluss problemlos funktionierte, die dürfte die Frequenzen vmtl um Kosten zu sparen einfach gar nicht sperren, was zwar normal nicht ideal ist, aber im Fall von Moca durchaus erwünscht.

Die Frage ist ob die von Dir empfohle Axing Dose das Sat Signal in alle Richtungen Bidirektional durchlässt.


[Beitrag von werpu am 14. Sep 2017, 11:21 bearbeitet]
Wooderson
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 14. Sep 2017, 18:02

|Ketzer| (Beitrag #42) schrieb:


Die universellste Lösung ist bei Satempfang daher die BSD 960-10N als Durchgangsdose mit Anschlüssen für DATA, SAT, TV und Radio. Oder als Stichdose BSD 960-00N bei Sat-Multischalter-Installation..


Ich bin mir auch unsicher ob die genannten Axing-Dosen funktionieren.
Wenn man das Coax-Netz nur für Daten nutzt (mein Fall) braucht man im Grunde nur einen SAT Ausgang der bis 2Ghz geht und nix filtert, insbesondere nichts im Rückkanal.
|Ketzer|
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 18. Sep 2017, 14:58
Wenn man kein Sat braucht, reicht eine Hyperbreitbanddose. Diese hat keinen Filter und lässt von 5-2150 MHz alles durch.
werpu
Stammgast
#46 erstellt: 18. Sep 2017, 21:17

|Ketzer| (Beitrag #45) schrieb:
Wenn man kein Sat braucht, reicht eine Hyperbreitbanddose. Diese hat keinen Filter und lässt von 5-2150 MHz alles durch.

Danke für den Tip diesen Dosentyp kannte ich noch nicht. Schaut aber für Moca ideal aus.
Ein weiterer Tip. die Moca Adapter haben üblicherweise einen TV signal Splitter eingebaut sodass man das TV Signal direkt am Moca Adapter abgreifen kann. Dh. man braucht nicht unbedingt eine Dose mit einem separaten dritten Ausgang.


[Beitrag von werpu am 18. Sep 2017, 21:19 bearbeitet]
Wooderson
Ist häufiger hier
#47 erstellt: 19. Sep 2017, 17:29

|Ketzer| (Beitrag #45) schrieb:
Wenn man kein Sat braucht, reicht eine Hyperbreitbanddose. Diese hat keinen Filter und lässt von 5-2150 MHz alles durch.


Meine schriftliche Kontaktaufnahme mit dem technischen Support von Axing auf die expliziete Nachfrage, ob denn die SAT-Buchse der besagten Hyperbreitbanddose BSD21-xx in diesem hohen Frequenzband Rückkanal-tauglich ist, wurde folgendermaßen beantwortet:


Der Rückkanal ist von 5-65 MHz.
Die Dose ist Rückkanaltauglich.


Das lese ich so, dass eben doch gefiltert wird, bis auf das schmale Band 5-65 Mhz und somit nicht geeignet für MoCA ist.


[Beitrag von Wooderson am 19. Sep 2017, 17:31 bearbeitet]
|Ketzer|
Ist häufiger hier
#48 erstellt: 20. Sep 2017, 11:50
Es hat vermutlich noch niemand wirklich getestet.Die Hersteller testen nur sehr sorgfältig die Spezifikationen der Kabelnetzbetreiber. Moca ist in Europa aber unüblich. Stand der Technik im Kabelnetz ist ein Rückkanalbereich von 5 bis 65 MHz, in ferner Zukunft 5 bis 204 MHz.
werpu
Stammgast
#49 erstellt: 20. Sep 2017, 12:13

|Ketzer| (Beitrag #48) schrieb:
Es hat vermutlich noch niemand wirklich getestet.Die Hersteller testen nur sehr sorgfältig die Spezifikationen der Kabelnetzbetreiber. Moca ist in Europa aber unüblich. Stand der Technik im Kabelnetz ist ein Rückkanalbereich von 5 bis 65 MHz, in ferner Zukunft 5 bis 204 MHz.


So fern ist die Zukunft nicht mehr, peilen wir mal 2018 an bei den meisten Kablern...
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