HDMI with Ethernet tatsächlich möglich?

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|Ketzer|
Stammgast
#1 erstellt: 14. Sep 2017, 07:02
Nach Spezifikation sollen über das HDMI-Kabel auch Netzwerk-Daten übertragen werden. Es soll damit möglich sein, dass ein Gerät die Verbindung zum Internet/Netzwerk übernimmt und andere, nur per HDMI angeschlossene Geräte ebenfalls aufs Netz zugreifen können. Der Fernseher kann also als per Ethernet ans Netzwerk angeschlossen sein, die Streaming-Box greift über HDMI aufs Internet zu.



Das funktioniert in meinem Gerätepark nicht, und ich finde auch keine Menüeinstellungen dazu. Hat jemand positive Erfahrungen, wo es funktioniert? Oder ist das bislang nur Theorie?
OldNo7
Inventar
#2 erstellt: 14. Sep 2017, 11:37
Fuchs#14
Inventar
#3 erstellt: 14. Sep 2017, 11:44
kurz gesagt: es geht nicht!

Alle Features von HDMI sind ein kann kein muss, es gibt glaube ich nur zwei Exoten die Ethernet over HDMI können.
Rainer_B.
Inventar
#4 erstellt: 14. Sep 2017, 14:13
T+A K8 kann es. Bringt aber nicht wirklich etwas. Die haben dem Gerät deshalb auch noch einen Netzwerkswitch eingebaut.

Rainer
|Ketzer|
Stammgast
#5 erstellt: 18. Sep 2017, 12:33
Vielen Dank. Die Idee ist gut, nur die Welt noch nicht soweit.
Passat
Moderator
#6 erstellt: 26. Sep 2017, 13:16
Naja, es ist schon eine traurige Geschichte mit dem HEC.
Seit HDMI 1.4, also 2009 möglich.
Und in den 8 Jahren bekommt es nur ein einziger Hersteller fertig, das in seine Geräte zu implementieren.
Ein Armutszeugnis für die Geräteindustrie!

Grüße
Roman
Rainer_B.
Inventar
#7 erstellt: 26. Sep 2017, 14:27
Die bauen dafür in jedes Gerät WLAN ein. Dann ist HEC überflüssig.

Rainer
Passat
Moderator
#8 erstellt: 26. Sep 2017, 14:34
Man könnte aber das ganze WLAN-Netz störungsfreier machen, wenn nur ein Gerät da herumfunkt.

WLAN in den Geräten halte ich für überflüssig.
Wer so etwas will, kann sich ja für 20,- € eine WLAN-Bridge hinter die Anlage stellen.
Da keines meiner Geräte WLAN hat, habe ich bei mir auch so gelöst:
Alle Geräte der Anlage hängen per Kabel an der WLAN-Bridge und die macht dann per WLAN die Verbindung zum Router.

Selbst wenn die Geräte WLAN hätten:
Die meisten Geräte unterstützen nur das 2,4 GHz-Band.
Mit der WLAN-Bridge kann man auf das viel störungsfreiere 5 GHz-Band ausweichen.

Im 2,4 GHz-Band stören ja nicht nur andere WLANs, sondern auch Bluetooth, Funktastaturen/Mäuse, Mikrowellenherde, etc.

Grüße
Roman


[Beitrag von Passat am 26. Sep 2017, 14:36 bearbeitet]
Mickey_Mouse
Inventar
#9 erstellt: 26. Sep 2017, 15:04
ich versuche alle "stationären" Geräte ans Kabel zu bekommen um das WLAN für die "mobilen" Geräte frei zu halten.
es ist schon nervig, wenn man das Notebook beiseite legt um einen Film zu gucken (der vom NAS im Keller kommt), das Notebook nach einer Weile ohne Bedienung meint das sei dann ja wohl jetzt ein guter Zeitpunkt für ein Backup und dann hat man nur noch Stottern im Film weil die WLAN Bandbreite nicht ausreicht.
das ist mir mehrfach vorgekommen und daher ist auch die WLAN Bridge wieder raus geflogen und der Switch hinter der Anlage im Wohnzimmer hat ein Kabel zum Haupt-Switch im Arbeitszimmer bekommen.

inzwischen ist das ein 16 Port Switch, weil der 8er (minus dem Uplink also 7 Ports drei) hinten und vorne nicht gereicht hat.

wenn ich ehrlich bin, dann ärgert es mich, dass die Hersteller das nicht vorantreiben oder zumindest bestehende Standards einsetzen.
es wäre doch viel einfacher, wenn alle per HDMI verbundenen Geräte sich einen Ethernet Anschluss teilen würden wie sich das auch der TE gedacht hat. Oder wenn die Harmony Hubs einen Ethernet Port hätten über den sie gleich per PoE mit Strom versorgt werden könnten, gilt genauso für den JB-Media Light-Manager und solche Sachen.
ähnlich ist es mit simpel Technik wie Wake on Lan. Mein IOMega NAS hat 2010 mit 4x2TB knapp 1000€ gekostet und verballert im Standby knappe 30W. Das Teil ist NICHT WoL fähig und es gibt auch sonst keine Möglichkeit es "remote" einzuschalten. Bei sowas fasse ich mir doch an Kopf.

alles keine Raketentechnik, aber im Consumer Markt nicht oder nur schwer zu bekommen...
Rainer_B.
Inventar
#10 erstellt: 26. Sep 2017, 15:46
Bei mir hängt ein Switch hinter der Anlage. Da sind alle Geräte angeschlossen. WLAN hatte ich bis zur Fritzbox 7580 nur über meinen Sonos Connect laufen, da der alte Draytek zwar ein guter Router war, aber das WLAN Teil einen Hau weg hatte. Ansonsten setze ich auf Ethernetkabel.

Rainer
jonath
Stammgast
#11 erstellt: 28. Sep 2017, 06:33

Mickey_Mouse (Beitrag #9) schrieb:

ähnlich ist es mit simpel Technik wie Wake on Lan. Mein IOMega NAS hat 2010 mit 4x2TB knapp 1000€ gekostet und verballert im Standby knappe 30W. Das Teil ist NICHT WoL fähig und es gibt auch sonst keine Möglichkeit es "remote" einzuschalten. Bei sowas fasse ich mir doch an Kopf.


ESP8266/ESP32 mit Optokoppler an den Power Button, irgendeine Dauerspannung wird das NAS intern schon haben welche man für die Versorgung abgreifen könnte. Traurig ist das ganze natürlich trotzdem, vor allem bei dem Preis (wobei man bei 4*2TB Platten über einen Neukauf von 6-8TB Platten mitsamt neuem NAS nachdenken könnte)...

Das Ärgerliche an der Geschichte mit Ethernet über HDMI ist das, dass man dadurch perfekt den Switch hinter dem Fernseher den die meisten aufgrund der Vielzahl der Geräte benötigen dürften (AV Receiver, Fire TV, ggf. Konsole, Fernseher) vermeiden könnte, überall wird von Umweltschutz (gerade diese Fraktion ist doch die, die immer von Elektrosmog schwer körperlich verletzt wird) gesprochen, aber in der Realität setzt es keiner um...


[Beitrag von jonath am 28. Sep 2017, 06:36 bearbeitet]
|Ketzer|
Stammgast
#12 erstellt: 28. Sep 2017, 06:59
Genau. Wenn Ethernet über HDMI nicht läuft, wäre zumindest ein integrierter Ethernet Switch im TV sinnvoll.

Plan B wäre ein Ethernet-Switch mit niedriger Stromaufnahme und 5 V Betriebsspannung. Könnte man vom USB-Anschluss des Fernsehers speisen. Kosten ca.10 €. Es wird damit nur langsam irre im Heimnetz, dies wäre das 26. Netzwerkgerät. Da muss ich bald auf IPv6 umsteigen.
Passat
Moderator
#13 erstellt: 28. Sep 2017, 07:48
Naja, auf IPv6 muß man im Privatbereich sicher nicht umsteigen.
Es gibt 3 private IPv4 Adressräume:
- 192.168.0.0/16
- 172.16.0.0/12
- 10.0.0.0/8

Der private Adressraum 192.168.0.0/16 bietet 256 Netze mit 256 möglichen Netzwerkadressen.

Wem das nicht ausreicht, wechselt auf den Adressraum 172.16.0.0/12.
Der bietet 16 Netze mit jeweils 65.536 Adressen.
Spätestens damit sollte man als Privatperson auskommen.

Und dann gibt es noch den Adressraum 10.0.0.0/8.
Der bietet 1 Netz mit 16.777.216 Adressen.

Und das reicht dann selbst für große Firmen aus.

Was HEC angeht:
Es gab früher diverse AVRs, die einen 4-fach Ethernetswitch eingebaut hatten.
Beispielsweise der Sony STR-DA5800ES oder der Denon AVR-4520.

Grüße
Roman


[Beitrag von Passat am 28. Sep 2017, 07:50 bearbeitet]
|Ketzer|
Stammgast
#14 erstellt: 28. Sep 2017, 11:43
Lieber Roman, IPv6 war ein Scherz.
Fuchs#14
Inventar
#15 erstellt: 28. Sep 2017, 11:47
Damit macht man keine Scherze !!!
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