Shure V15Vxmr / Jico Ersatznadel

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geza42
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 20. Okt 2009, 09:56
Tach liebe Gemeinde

Seit anfang September bietet Jico endlich einen Nachbau der Shure Ersatznadel VN5xmr für das V15Vxmr. Sogar in zwei Versionen: SAS oder micro ridge:

Jico news

Habe gleich eine SAS bestellt...voraussichtliche Lieferung in etwa 3 Wochen.

Hat jemand bereits diese Nadel gehört?
Kann sie an die Originale herankommen, oder ist sie ein merklich hörbarer Rückschritt?

Grüsse, geza42
raphael.t
Inventar
#2 erstellt: 20. Okt 2009, 15:57
Hallo Geza!

Ja, das Angebot liest sich gut und ich könnte einige Nadeln brauchen, doch weiß ich nicht, wie ich zahlen soll, da ich Kreditkarten ablehne und für Paypal zu blöd bin.

Grüße Raphael
geza42
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 20. Okt 2009, 17:09
Ciao Raphael

Sobald ich den Ersatz erhalten und montiert habe, schreibe ich hier ein paar Zeilen.

Einen Vergleich mit der Originalen wird schwierig...ist schon zu lange her.

Momentan habe ich eine Yamaha MC-7 am laufen und finde die Kombination mit meinem kleinen Micro DQX-500 und MA-707 (ohne dem variablem Massengewicht) sooo schlecht gar nicht.

Ich habe noch eine zweite V15Vxmr ohne Nadel. Wenn mich die Jico überzeugt, bestelle ich noch eine und verkaufe das System dann komplett. Ich kann für Dich gerne auch eine mitordern...alles weitere können wir per PM erledigen, wenn Du interesse hast.

Schönen Abend, Geza42
joba
Stammgast
#4 erstellt: 20. Okt 2009, 17:16
gibt im analog-forum gerade eine diskussion über die JICO nadel für v15vmr. kommt da sehr gut weg.
raphael.t
Inventar
#5 erstellt: 21. Okt 2009, 08:07
Hallo Geza!

Das wäre sehr nett!
Ich würde dir dann selbstverständlich vorher alles auf dein Konto überweisen.
In Österreich braucht man nämlich für Paypal auch eine Kreditkarte.

Übrigens, mein Shure ist ein V 15 V-Mr (nicht kompatibel mit der x-Nadel!), da bietet Jico sogar zwei Nadeln an, ein MR und ein SAS.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael


[Beitrag von raphael.t am 21. Okt 2009, 08:08 bearbeitet]
geza42
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 21. Okt 2009, 09:18
Raphael präzisierte

Übrigens, mein Shure ist ein V 15 V-Mr (nicht kompatibel mit der x-Nadel!), da bietet Jico sogar zwei Nadeln an, ein MR und ein SAS


Ich meinte

Seit anfang September bietet Jico endlich einen Nachbau der Shure Ersatznadel VN5xmr für das V15Vxmr. Sogar in zwei Versionen: SAS oder micro ridge




Jico Nummern zur Auswahl:

e007496 VN5xMR/SAS
e007495 VN5xMR/MR
e007494 VN5MR/SAS
e007493 VN5MR/MR

Die xMR ist NUR für die V15VxMR
Die MR ist für V15V, V15V-B, V15V-G, V15V-P, V15V-MR, ULTRA500, VST-V
(laut Jico)

Es scheint eine rege Anfrage bei Jico zu geben...Lieferzeiten von 3 bis 4 Wochen werden auf Anfrage kommuniziert.

Grüsse, Geza42
geza42
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 17. Nov 2009, 12:34
Die Nadel ist angekommen...hab sie aber noch nicht montiert.

Trotzdem schon ein paar Worte vorweg.

Ich bin begeistert ab der voll professionellen Abwicklung:
Vorausgesagter Liefertermin wurde auf den Tag genau eingehalten,
Anfragen via Mail wurden innert 24h beantwortet,
der Versand EMS blitzschnell.

Der Schweizer Zoll war ausnahmsweise auch echt speditiv mit knapp 8 Stunden Bearbeitungszeit, dafür sauteuer:
35.00 CHF für Bearbeitungsgebühr plus
16.70 CHF für MwSt. 7.6%.
Total komme ich damit auf etwa 190.00 CHF oder ca. 130.00 EUR.

Sobald die Nadel montiert ist, melde ich mich wieder.

Grüsse, geza


[Beitrag von geza42 am 17. Nov 2009, 12:50 bearbeitet]
cptfrank
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 17. Nov 2009, 15:48
Hallo,
habe auch gerade eine VN15xMR SAS bestellt.
Bin mal gespannt.
Gruß
Frank
paffel
Stammgast
#9 erstellt: 19. Nov 2009, 14:13
moin,

ja erzählt dann mal, wie es funktioniert hat.
Ich stehe auch grad vor der Frage, Shure-Nadeleinschub oder neues System.
Weiß aber noch nicht, wie ich es mit Kauf in JPN anfangen soll.

moin
werner
geza42
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 27. Nov 2009, 17:56
So...Nadel ist montiert und justiert.

Etwa 10 Stunden habe ich nun diverse Platten angespielt.
Von Jazz/Soul über Rock/Metall bis zu Klassik war alles vertreten. Normale Pressungen und Bessere (MFSL, Audioquest, Sheffield, Reference Recording, etc.).

Ich bin absolut begeistert! Präzis und scharf bis ins Detail, verzerrungsfrei auch bei extremen Höhen und Lautstärke.

Bis zur maximalen Leistung sollte man der Nadel ja etwa 20 Stunden Einlaufzeit gewähren...und ich bin erst bei 10.
Anfänglich spielte sie etwas dünn und gezügelt.
Schon nach der ersten Stunde aber war wesentlich mehr Volumen vorhanden und steigerte sich von Stunde zu Stunde.

Wer seine Shure V15VxMR mit Originalnadel geliebt hat, wird mit der Jico meiner Meinung nach seine helle Freude haben!

Optisch mag vielleicht die Jico mit ihrem schwarzen Kunststoffbügel nicht mit der originalen mithalten...das ist aber schon alles!
Absolut präzise geht sie in den Einschub, das mikrofeine Nadelröhrchen sitzt optisch gesehen perfekt in der Mitte (was selbst Shure nicht immer geschafft hat).

Alte Mono Platten spielt die Jico absolut kanalgleich (von Ohr, mit L/R R/L Umschaltung).
Allgemein mit alten Platten wirken unerwünschte Rillengeräusche kaum störend auf meine Ohren und sind mir nur wieder während den 'stillen' Passagen aufgefallen.
Verbeulte Platten trackt die Jico mindestens gleich gut wenn nicht besser als die originale...ich habe zum Glück nur 2 und diese konnte meine Yamaha MC-7 nicht ohne Springen abspielen.
Streicher und Bläser wirkten auf mich unheimlich echt und unverfälscht.
Der Druck ist im Bassbereich noch nicht voll da...nimmt aber stetig zu, wie weiter oben schon erwähnt.

Ich kann diese Jico SAS also nur empfehlen.
Die Nachfrage ist gross, Lieferzeit ist momentan 4 Wochen. Mich würde es nicht wundern, wenn Jico den Preis bald nach oben korrigieren würde...
cptfrank
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 27. Nov 2009, 18:07
@geza42,
vielen Dank für deinen Bericht.
Bei mir läuft das System gerade mit der N97xE-Nadel ( Original Shure), aber ich habe das Gefühl, das die Originalnadel besser war.
In 3 Wochen kommt meine Jico-Nadel an, da kann ich mich ja schon drauf freuen!
Gruß
Frank
geza42
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 01. Dez 2009, 19:29
Hallo Frank

Soviel ich weiss passt die N97xE Nadel in die V15Vxmr...mechanisch. Allerdings soll die Magnet Anordnung leicht differieren.

Lass der Jico mindestens 15h Einlaufzeit...dann wirst Du begeistert sein, wetten ?

Grüsse, Geza
laminin
Inventar
#13 erstellt: 31. Aug 2020, 18:36
Ich hole diesen alten Thread einmal hoch, da ich gegenwaertig eine Ersatznadel fuer meinen Shure V15Vxmr betrieben an einem Revox B791 suche. Bislang bin ich auf der zweiten Original Shure Nadel, aber nicht bereit US$ >600 von gegebenfalls zweifelhaften Verkaeufern zu investieren.

Bleiben dann wohl als Esatz der besseren Sorte die JICO SAS Nadeln. Davon gibt es inzwischen mindesten drei, welche sich im Material des Nadeltraegers zu unterscheiden scheinen. In Preislich aufsteigender Reihenfolge:
- Bor
- Saphir
- Rubin
Angesichts des Materials nehme ich eine ansteigende Compliance an.

1) Gibt es noch andere Unterschiede? JICO haelt sich mit Zahlenangaben wohl sehr zurueck.
2) Denkt ihr das der 60% Preisaufschlag fuer die Rubinnadel durch den Klang gerechtfertigt erscheint?
3) Hat jemand eigene Erfahrungen im Vergleich dieser drei Nadeln?
4) Oder gibt es noch andere (gute) Alternativen? (Damit meine ich Nadel-, nicht Systemersatz).
Marsilio
Inventar
#14 erstellt: 01. Sep 2020, 13:38
Gute Frage...

Ich denke, auch angesichts meiner Erfahrungen mit SAS-Nadeln von Jico (alle mit dem Bor-Nadelträger), dass man es auf einem Revox-Plattenspieler mit der Bor-SAS versuchen kann. Aber ohne Gewähr; mein B795 läuft mit einem Ortofon-System, daher kann ich das nicht verifizieren.

Eine Möglichkeit wäre, dass Du bei Jico (www.jico-stylus.com) direkt anfragst, zuerst schreibst, dass die SAS-Nadel in Europa einen sehr guten Ruf haben (Japaner mögen Komplimente) und dann Deine Situation schilderst - also dass Du einen sehr leichten Revox-Tonarm hast und Du Dich für eine SAS-Nadel interessierst und Du gerne die Compliance-Werte erfahren würdest bzw. welche Nadel (Bor, Saphir, Rubin oder allenfalls normale Alu) sie Dir empfehlen würden.

Eine andere Möglichkeit wäre einer der hiesigen Retipper (TechneAudio, Franz-Josef Schulte etc.) anfragen würdest, ob sie die Nadel unter den von Dir gewünschten Bedingungen für einen Revox-Plattenspieler retippen könnten.

LG
Manuel
.JC.
Inventar
#15 erstellt: 01. Sep 2020, 18:50
Hi,


laminin (Beitrag #13) schrieb:

2) Denkt ihr das der 60% Preisaufschlag fuer die Rubinnadel durch den Klang gerechtfertigt erscheint?


glaube ich nicht.
laminin
Inventar
#16 erstellt: 02. Sep 2020, 20:27
Danke fuer die Hinweise.
Ich hatte probiert JICO zu kontaktieren, aber eine Weile funktionierte das nicht.
Jetzt hat das Kontaktfomular doch mein "send" akzeptiert.
Wenn ich eine Antwort erhalte, werde ich sie sinngemaess hier angeben.

Aber auch weitere Meinungen sind willkommen.
Eigentlich bin ich etwas ueberrascht, dass dieses Forum nicht allzuviel Infos bzgl. des V15Vxmr's hat (ich habe ziemlich ausfuehrlich gesucht). Es war ja einst, als ich es gekauft hatte, nicht soooo teuer, wenn man es mit anderen der hier viel geliebten TAs vergleicht.
laminin
Inventar
#17 erstellt: 03. Sep 2020, 12:36
Nach 7h 50min habe ich von JICO eine 250 Woerter lange Antwort auf meine 130 Worte lange Anfrage erhalten: ich werte das als extrem schnell und ausfuehrlich.

Fuer mich ist sie ueberraschend:
1) Die drei angesprochenen Nadeln (e007496 Boron, e086051 Sapphire, e087005 Ruby) haben die gleiche Compliance.
2) Die Compliance wird angegeben als: "L=11.3 V=8.5"
3) Bor cantilever wird aufgrund des Feedbacks von Kunden als "delicate sound", gut insbesondere fuer klassische Musik gewertet.
4) Saphir wird ein "sharp sound" zugeschrieben; der Klang ist klarer, und von Freunden des Gesangs ("vocals") bevorzugt.
5) Rubin wird ein "tiefer sound" zugeschrieben; viele Kunden haben die Illusion einer Live Darstellung beizuwohnen.
6) Fuer meinen (sehr) leichten Revox Tonarm wird die billigste Variante (Bor) empfohlen!
7) Das English ist fehlerfrei und elegant; die Autorin hat einen Japanische Vor- und Nachnamen (nix da mit Jenglish).

Also ich bin ueber diesen Kundenservice begeistert: Nadel direkt bei JICO bestellt.

Nun meine Frage an diejenigen, die sich mit Zahlen auskennen:

- Ich kenne eigentlich nur die "dynamische Compliance". Wie sind die "Lateralen"/"Vertikal" Compliance Werte (ich gehe davon aus, dass sie in x10^-6 cm/dyn angegeben sind) zu bewerten? Mir scheinen sie relativ niedrig.
- Kann man diese in die mir bekannte "dynamische Compliance" umrechnen?
- Sind jemandem die Shure VN5xMR L und R Werte bekannt?
Marsilio
Inventar
#18 erstellt: 03. Sep 2020, 14:06
Danke für die Infos. Deine Frage kann ich leider so auch nicht beantworten.

Jico hat einen ausgezeichneten Ruf, mich erstaunt die rasche Antwort daher nicht. In der Tat habe ich bei Direktbestellungen dort auch schon gute Erfahrungen gemacht: Als ich eine SAS-Nadel für mein V15V (ohne "x") wollte, bekam ich postwendend die Antwort, dass sie gerade keine vorrätig hätten, für mich aber eine anfertigen würden. Das würde etwa fünf Wochen dauern. Nach vier Wochen kam das Mail, dass die Nadel auf die Reise gegangen sei.

Noch eine Bemerkung zum Shure V15VxMR: Das kleine "x" verrät, dass es sich hier um die leicht abgespeckte letzte Ausführung des V15-Systems handelt. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde bei der Polkernummantelung und bei der Verpackung (!) gespart,aber nach wie vor war der TA mit der edlen Microridge-Nadel mit dem Berrylium-Nadelträger bestückt. Das machte das System günstiger - aber nicht viel schlechter als V15V MR. Für den Preis eine runde Sache.

LG
Manuel
Albus
Inventar
#19 erstellt: 04. Sep 2020, 10:46
Tag,

zu den von JICO genannten Werten der Nadelnachgiebigkeit: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist der Bezug 100 Hz wie auf den gängigen Messplatten von JVC, DENON, B&K gegeben. Die mehr-weniger gehörige Umschätzung in Größen der dynamischen Nachgiebigkeit in der Tiefenresonanzregion <25 Hz mit dem Faktor 1,5-2,0 ergibt dann Werte auf annähernd zu erwartender Höhe.
Die Angaben zu den höheren Exemplaren der V15-Serie liegen nominell bei 20 µm/mN für dynamisch vertikal. Meine eigenen Bestimmungen kommen allerdings heraus bei 15 µm/mN vertikal und 20 µm/mN horizontal. Damit einher geht der regelmäßig etwas höher als nominell niedrig zu wählende Wert der Auflagekraft (statt "optimal 1,25 g" - besser 1,5 g).

Freundlich
Albus
laminin
Inventar
#20 erstellt: 06. Sep 2020, 23:48
Vielen Dank, Albus. Das gibt mir schon einen Anhaltspunkt: damit scheint die Compliance der hier angesprochenen Jico Nadeln in etwa der gleichen Groessenordnung wie die der originalen, aber schwer/teuer erhaeltlichen Shure Nadeln zu liegen. Da meine (letzte) Originalnadel noch nicht ganz "abgefahren" ist, werden ich den Klang mit der Jico (Rubin) Nadel vergleichen, sobald ich sie erhalten habe, und die Auflagekraft einwenig erhoehen.
Burkie
Inventar
#21 erstellt: 07. Sep 2020, 00:13
Hallo,

vom Klang her bin ich auch begeistert von den Jico-SAS-Nadeln, allerdings für ganz anderen Tonabnehmer, und dann auch von Thakker gekauft.
Ich denken, alles in allem mit Zoll und Mehrwertsteuer, kommt es beim Thakker ungefähr genauso teuer wie der private Direktimport.

Dafür habe ich aber einen hiesigen Ansprechpartner, und auch auch ein rühriger Händler aus unseren Landen macht dabei seinen Schnitt.


Jico-SAS auf Bor ist allerdings klanglich wirklich schön.
Bei einer guten Neupressung sind die Laufgeräusche so gering, dass man lange Zeit denkt, es sei eine CD.

Die SAS-Nadel ist so fein geschliffen, dass sie praktisch alle Feinheiten und Höhen ohne hörbare Verzerrungen aus der Rille kitzelt.

Der einzige "Nachteil" ist die geringe Auflagekraft, sodass die Nadel bei schlechten Platten mitunter mal springt. Für solche Platten nimmt man ein Ortofon-DJ-Concorde mit elliptischer Nadel....



Grüße
laminin
Inventar
#22 erstellt: 07. Sep 2020, 12:48

... Laufgeräusche so gering, dass man lange Zeit denkt, es sei eine CD

Deshalb hoehre ich auch zu ca. 95% CDs. Aber es gibt noch einige LPs in meiner Sammlung, die ich ab und zu noch gerne hoehre (zum Teil Nostalgie), aber entweder nicht als CD erhaeltlich sind oder ich mich nicht dazu entschlossen habe sie als CD zu kaufen.

... alles in allem mit Zoll und Mehrwertsteuer, kommt es beim Thakker ungefähr genauso teuer wie der private Direktimport

In meinem Falle Euro 292 von JICO incl Versand, MWSt und Zoll; Thakker Euro 394. Fuer die Euro 100 (35%) Preisdifferenz kann ich mir schon einige CDs (oder anderes) kaufen.

... sodass die Nadel bei schlechten Platten mitunter mal springt. Für solche Platten nimmt man ein Ortofon-DJ-Concorde

Solche Platten sind bei mir aussortiert auf dem Muell gelanded; auch hat mein Revox ein sehr gutes Tracking Verhalten. Die Ortofon-DJ-Concorde passt nicht in my Shure V15Vxmr (ich bin also nicht "man").

Werde mal hoehren, wie ich mit der JICO Nadel auskomme, wenn ich sie habe.
laminin
Inventar
#23 erstellt: 29. Sep 2020, 00:16
Kurze Rueckmeldung:

Ueber die letzten zwei Wochenenden habe ich mit der JICO VN5xMR HG SAS/R Nadel ein wenig (ca. 15 LPs) herumgespielt. Das heisst, nachdem ich zunaechst ~5 LPs mit der neuen Nadel einfach durchgespielt habe (im Sinne von: "einspielen"; moechte nicht behaupten, dass ich da einen Unterschied gehoehrt haette), habe ich danach auf die alte original Shure Nadel zurueckgegriffen, eine Platte gehoehrt, und danach die gleiche mit der JICO. In beiden Faellen parallel mit "gleicher" CD (Kritik bzgl anderes Mastering siehe oben) verglichen.

Mein gegenwaertiger Eindruck:
Auch wenn die Unterschiede gering sind, hoehrt sich die JICO Nadel "voller" an, etwa so als waeren etwas mehr Bass und Treble vorhanden. Bzgl Aufloesung hoehre ich keinen Unterschied. Ich kann mit beiden Nadeln leben, aber irgendwie scheint mir die Shure (duerfte so an die 500-700 LPs abgespielt haben) im Vergleich zur CD neutraler zu klingen.

N.B.: Bislang habe ich von FEDEX noch keine Zoll/Mehrwertsteuer Rechnung erhalten, aber das hat bei anderen Japan Einfuhren auch manchmal einige Wochen gedauert.
vinylrules
Inventar
#24 erstellt: 29. Sep 2020, 13:08

Sogar in zwei Versionen: SAS oder micro ridge:

Jico news


Der Link geht auf die japanische Seite. Gibt es die Meldung auch woanders? Was sollen denn MR-Nadeln bei Jico kosten?
Nunja32
Stammgast
#25 erstellt: 29. Sep 2020, 14:30
@laminin:

Danke für den Bericht - sehr interessant.

Mal noch kurz nachgefragt: Warum hattest du letztlich doch die Rubin-Variante und nicht die von Jico empfohlene Bor-Version genommen?

@vinylrules:

Der Beitrag war ja von 2009. Ich denke, mittlerweile wird klar davon ausgegangen, dass "Jico SAS" = "MR" (von Namiki)


[Beitrag von Nunja32 am 29. Sep 2020, 14:32 bearbeitet]
vinylrules
Inventar
#26 erstellt: 29. Sep 2020, 14:58

Der Beitrag war ja von 2009. Ich denke, mittlerweile wird klar davon ausgegangen, dass "Jico SAS" = "MR" (von Namiki)

Ups, da habe ich gar nicht drauf geachtet. Ja, denke auch, dass es da keinen Unterschied gibt. Wobei es ja noch den ominösen Ogura-Schliff gibt....
mkoerner
Stammgast
#27 erstellt: 30. Sep 2020, 11:05

laminin (Beitrag #23) schrieb:
Mein gegenwaertiger Eindruck:
Auch wenn die Unterschiede gering sind, hoehrt sich die JICO Nadel "voller" an, etwa so als waeren etwas mehr Bass und Treble vorhanden. Bzgl Aufloesung hoehre ich keinen Unterschied. Ich kann mit beiden Nadeln leben, aber irgendwie scheint mir die Shure (duerfte so an die 500-700 LPs abgespielt haben) im Vergleich zur CD neutraler zu klingen.


Das verwundert mich etwas. Ich hab mehrere V15VxMR mit Originalnadel und auch schon an mehreren Drehern und Phonos gehört. Wenn wir wirklich über das Vx und nicht das V reden kann ich deine Ausführungen nicht bestätigen. Das Vx ist relativ dunkel abgestimmt und sollte eigentlich immer dunkler als ein DAC/CD Player mit geradem Frequenzgang klingen. Die Höhen sind bei den Vx etwas zurückgenommen. Das steckt schon im Generatordesign.

Generell ist deshalb auch die SAS/B Nadel in den Höhen zurückgenommen, aber aufgrund der Eigenresonanz des Borstabs irgendwo >10Khz fällt das nicht so extrem aus und der höhere Klirr durch die Reonanz führt zu einem etwas druckvolleren aber leicht unsaubereren Klangbild.

Edit, verpasst, wir reden über die Rubinnadel. Die habe ich nur fürs V. Die ist beim V sauberer als die Borversion und kommt ganz nah an die VSTV Nadel ran, die aber noch etwas bessere Transienten hat. Beim Vx sollte die eigentlich auch etwas dunkler als CD aber ggf etwas lebendiger klingen, aber tatsächlich bei den Transienten mit der Originalnadel mithalten können was die Borversion knapp nicht schafft.

Edit2: wenn wir schon dabei sind: Ich hab damals als es das noch gab sowohl die Jico MR als auch die SAS Version fürs Vx gekauft. Bei beiden Varianten ist optisch und akustisch keinerlei Unterschied festzustellen (wäre vielleicht unter einem hochauflösenden Mikroskop bei der Nadelspitze anders). Es gibt einen älteren Beitrag von mir in dem ich über klangliche unterschiede referiere. Das würde ich nach einigen Jahren Nutzung beider Nadeln relativieren / zurückziehen. Die Unterschiede sind im rahmen der "Messgenauigkeit" ;-).

My 2c

Mike


[Beitrag von mkoerner am 30. Sep 2020, 11:29 bearbeitet]
laminin
Inventar
#28 erstellt: 30. Sep 2020, 11:57
@mkoerner:

Da kann ich dir nur zustimmen: Mein Vergleich (ja, Vxmr) bezieht sich ausschliesslich auf den Unterschied der Shure vs JICO Nadel. Im Vergleich zur CD sind beide "dunkler" abgestimmt, und ich habe wohl (ist einige Jahre her) 2-3 Wochenenden damit verbracht, eine "optimale" Kapazitaetsanpassung durchzufuehren , da nach dem Wechsel auf das Vxmr es zunaechst richtig dumpf geklungen hat (Danke an JayK a.k.a. Jonny und Udo vom Analog Forum, die mir Schritt-fuer-Schritt dabei geholfen haben).

Werde versuchen, deinen aelteren Beitrag ueber die von dir geposteten Unterschiede auszugraben.

@Nunja32:

Warum hattest du letztlich doch die Rubin-Variante und nicht die von Jico empfohlene Bor-Version genommen?

War so einwenig wie Muenze werfen .... Die Beschreibung der nettern Dame von JICO, dass die Rubinversion einen mehr "live-like" Eindruck beschert, brachte die Waage auf die Rubinseite in der Erwartung einwenig mehr "pep" in die LPs zu bringen. Ich kann keinen Vergleich zwischen der Bor und Rubin Nadel angeben, da ich erstere nicht habe. Fuer die naechsten 5-10 Jahre bin ich damit wohl ausgesorgt (ausser ich breche die Nadel ab ....).
Nunja32
Stammgast
#29 erstellt: 30. Sep 2020, 21:31

laminin (Beitrag #28) schrieb:
@Nunja32:

Warum hattest du letztlich doch die Rubin-Variante und nicht die von Jico empfohlene Bor-Version genommen?

War so einwenig wie Muenze werfen...


Kann ich mir gut vorstellen . Ich habe auch schon mehrere Versionen gehört, konnte aber (in Blindtests) nie wirklich nen Unterschied ausmachen. Kenne viele, die das genauso sehen, aber auch einige, die Unterschiede beschwören.
So oder so: Mit den SAS-Einschüben sowie mit dem Shure macht man nichts falsch . Wobei ich schon finde, dass die Shures (die ich bisher gehört habe) mit den SAS-Einschüben sehr neutral aufspielen. So wirklich was mit "dunkler abgestimmt" kann ich da nicht mehr wirklich ausmachen (meine damit aber auch nicht den Vergleich mit "der" CD).
mkoerner
Stammgast
#30 erstellt: 01. Okt 2020, 08:59
Ich habe Bor und Rubin für 205MK4 und VSTV.

In beiden Fällen klingt die Rubin Version minimal sauberer, etwas weniger druckvoll, aber trotzdem schneller. In beiden Fällen ist für mich die Rubin-Version näher an "HiFi" im Wortsinne.

Es sind aber wirklich nur Nuancen. Mit der iPhono 2 z.b. ist es nicht möglich diese hörbar zu machen, die EAR und die Trigon Advance schaffens, mit der iPhono 3 wirds noch etwas deutlicher erkennbar.

Vom P/L Verhältniss her ist man aber mit Bor mehr als gut bedient.

Mike
Nunja32
Stammgast
#31 erstellt: 01. Okt 2020, 14:18
@mkoerner:

Vielen Dank für deine Ausführungen - finde ich sehr spannend.

Ich konnte, wie gesagt, mir in Blindtests höchstens Unterschiede "einreden", hätte sie aber niemals 100%ig sicher dem einen oder dem anderen Einschub zuordnen können.

Daher hatte die Rubin-Version in der Praxis für mich keinen Mehrwert - ich will aber nicht verneinen, dass Unterschiede im Klang vorhanden/vernehmbar sein können.
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