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dual 1234 gebraucht, schlechter klang

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Autor
Beitrag
bombos
Neuling
#1 erstellt: 09. Jan 2010, 15:53
Hallo zusammen,

Ich bin völliger neuling auf dem Gebiet der Plattenspieler und habe mir bei ebay einen dual 1234 gekauft.
Als Tonabnehmer ist das dual cds 660 installiert.

Soweit ich das verstanden habe, sollte ich ihn damit an einen "normalen" Verstärker Eingang, also nicht Phono anschließen.

Ich habe mir selbst einen Adapter Din, cinch gelötet, der, mit einem weiteren, gekauften gepaart, als cinch Kabel verwendet, am CD Player einwandfrei funktioniert.
Wenn ich nun allerdings eine Platte hören will habe ich einen furchtbaren Klang.
Viel Kratzen und Rauschen, extreme Übersteuerung in lauteren Passagen und ein Brummen.
Das Brummen kommt vielleicht daher, dass ich irgendwas mit der Erdung falsch gemacht habe, aber das übersteuern, Kratzen und Rauschen kommt vom Spieler.
Nun habe ich gehört, dass Kristallsysteme, wie das CDS 660 scheinbar eines ist einfach schlecht sind, also eventuell eine Umrüstung erforderlich ist.

Meine Frage: Wie kann ich auf möglichst günstige Weise versuchen, einen anständigen Klang aus dem Gerät zu erhalten. Muss nicht grandios sein, aber die Musik sollte hörbar sein.

Viele Grüße

bombos


[Beitrag von bombos am 09. Jan 2010, 15:54 bearbeitet]
thom53281
Stammgast
#2 erstellt: 09. Jan 2010, 17:03
Hallo bombos!

Der Klang solcher Kristallsysteme ist in der Tat nicht unbedingt besonders toll. Das "Übersteuern" wird allerdings davon kommen, dass Du das Gerät eben an einen "modernen" Verstärker angeschlossen hast:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-26-3449.html#4

Kratzer und Rauschen sind dann auch überbetont. Außerdem wird die Nadel (DN 8, nur Saphir) wohl auch nicht mehr in bestem Zustand sein und die Auflagekraft könnte zu niedrig eingestellt sein.

Du kannst das Gerät wahrscheinlich schon auf einen Magnettonabnehmer umrüsten. Allerdings kann das problematisch werden, wenn das Gerät nur einen zweipoligen Motor hat (und das weiß ich gerade leider nicht so genau), dann wird's etwas brummen (manche Tonabnehmer sind da empfindlicher bei Streumagnetfeldern, manche auch nicht).

Auf den Tonarm passen sollte wahrscheinlich das Shure M75 oder das Audio Technica AT 95 E. Dazu bräuchtest Du dann auch noch einen Vorverstärker (oder Phono-Eingang am Verstärker). Wie viel willst Du in das Gerät noch investieren?

Grüße
Thomas
bombos
Neuling
#3 erstellt: 09. Jan 2010, 18:47
vielen Dank für deine Antwort.

Das mit dem Verstärker ist interessant, würde sich ja aber auch nur durch Umbau auf MM Tonabnehmer ändern lassen.
Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass der 1234 zwar auch einen 2 pol Motor hat, aber nicht so empfindlich ist, wie der 1224, was den Einbau von Magnetsystemen angeht.
Phono Eingang wäre vorhanden.

Ich habe soeben nach Anleitung aus demForum den Tonarm ausbalanciert, hat schonmal was gebracht. Wie hoch sollte ich die Auflagekraft denn einstellen, bin jetzt von Hörproben bei 2 hängengeblieben.

Ausserdem hab ich festgestellt, dass die dn 8 ja eine Wendenadel ist, ich habe sie gedreht und das Klangergebnis wurde wieder besser. Ist es denn sehr schädlich für die Platten, wenn man die falsche Seite verwendet?

Zur Preisfrage, so ein System wie das Shure M75 oder AT95 e scheint ja so ab Mitte zwanzig euro zu haben zu sein, das wäre schon noch drin.

Vielen Dank nochmals

Gruß Bombos


[Beitrag von bombos am 09. Jan 2010, 20:04 bearbeitet]
thom53281
Stammgast
#4 erstellt: 09. Jan 2010, 20:24

bombos schrieb:
Wie hoch sollte ich die Auflagekraft denn einstellen...

Offiziell dürften 45 mN (~ 4,6g) angegeben gewesen sein. Die Keramiksysteme wurden ja auch nicht umsonst "Plattenfräsen" genannt.
2g klingen vielleicht an sich schon nicht mehr schlecht, den Platten schaden aber zu kleine Auflagedrücke, da die Nadel dann unkontrolliert in der Rille herumhüpft.


bombos schrieb:
Ist es denn sehr schädlich für die Platten, wenn man die falsche Seite verwendet?

Beide Seiten sind LP-tauglich (müsste auf der Nadel auch oben stehen). Allerdings macht das das Keramiksystem nicht besser.


bombos schrieb:
Und hat sie eigentlich einen elliptischen oder runden Kopf?
(Frage wurde wegeditiert, wohl aber versehentlich)

Die DN 8 ist eine sphärische Nadel.

Übrigens, wenn Du Dir das Shure M75 zulegen möchtest, hier noch eine kleine Empfehlung, die hier schon öfters dazu gegeben wurde:
Cleorec stellt dafür relativ günstige (~14€) und (für den Preis) gute Nachbaunadeln her. Ein M75 mit abgenudelter Nadel dürftest Du auch günstig bekommen.

Grüße
Thomas
stbeer
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 09. Jan 2010, 23:12
Bombos,

das CDS660 ist nur was fuer "Phonokoffer" (mit speziell darauf angepassten Verstaerker) und i.d.R. nicht HiFi-faehig. Nicht zuletzt auch aufgrund der hohen Auflagekraft von 45mN.

Spendiere Deinem CS1234 bspw. ein ORTOFON VM White (oder das baugleiche 510MK2) fuer etwa 50,- EUR. Dieser Tonabnehmer benoetigt etwa nur ein drittel (!) der Auflagekraft (also 15mN, tastet daher auch plattenschonender ab) und ermoeglicht durchaus Zugang zu HiFi.

Ich selbst fahre auch ein 510MK2 fuer abgenudelte Platten ... dieser Tonabnehmer klingt bei korrekter Anpassung durchaus stimmig und druckvoll.

Stefan
bombos
Neuling
#6 erstellt: 12. Jan 2010, 12:16
Vielen Dank euch allen fuer die Hilfe.

Ich habe dank eurer Hilfe den Plattenspieler eingestellt und damit auch ein besseres Ergebnis erzielt, aber leider noch gar nicht befriedigend.

Ich war jetzt ein paar Tage anderweitig beschaeftigt, werde mich nun aber darum kuemmern, einen neuen Tonabnehmer zu besorgen. Entweder shure m75 oder at 95 e.

Was mir dabei noch aufgefallen ist, es gibt scheinbar irgendwie verschiedene Anschluesse (beim Shure), einmal mit hinten rausstehenden Steckern, einmal mit kabeln.
Kann ich die beide anschliessen?

Da die beiden Systeme in der selben Preiskategorie sind, wuerde es mich auch noch interessieren, was klanglich so die generelle Ausrichtung ist, wenn man das so pauschal sagen kann.

Viele Gruesse Bombos


[Beitrag von bombos am 12. Jan 2010, 12:30 bearbeitet]
germi1982
Moderator
#7 erstellt: 12. Jan 2010, 20:08
Ganz einfach warum das schlecht klingt...

Dieses System braucht eine Abschlussimpedanz von 470 kOhm die ein DIN-Anschluss liefert...

Cinch hat aber nur 100 kOhm, bis auf Phono, da sind es 47 kOhm. Die hat der DIN-Phono aber auch...nur bei Hochpegel unterscheiden die sich.

Deswegen ist der Frequenzgang verbogen und das System klingt schlecht.

Ein anderes System könnte Abhilfe schaffen, allerdings hat der 1234 einen Zweipol-Motor, das heißt in die meisten Magnetsysteme streut der ein. Das Shure M75 allerdings erweist sich wohl als relativ resistent dagegen...

Das CDS 660 ist angegeben mit 4,5g...recht hoch, aber für ein Keramiksystem schon nicht soo schlecht. Besser war das CDS 650, das konnte man zwischen 3,5 und 5,5g fahren und das war das Keramiksystem dass die geringste Auflagekraft überhaupt benötigt.

Die Systeme sind schon mal nicht so schlecht um Schellack zu hören. Die Schellacks sind härter als Vinyl (deswegen sind die auch bruchgefährdeter), und im Gegensatz zu den Systemen mit denen die vor dem Krieg traktiert wurden sind diese 4g ein laues Lüftchen...Auflagekräft von 70g und mehr waren da keine Seltenheit!


[Beitrag von germi1982 am 12. Jan 2010, 20:17 bearbeitet]
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