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Endlich wieder ein klassischer Plattenspieler neu auf dem Markt T+A 1260 R

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hifi-zwerg
Stammgast
#1 erstellt: 11. Aug 2010, 13:55
Hallo!

In der aktuellen LP ist mir der T+A 1260 R über den Weg gelaufen.

Und ich bin platt, damit begegnet mir zum ersten mal seit langem wieder ein "normaler" Plattenspieler auf dem Neumarkt. Es ist ein riemengetriebener Subchassis Spieler technisch etw. in der Art der klassischen Thorens (allerdings mit 0-Automatik). Mit einem mich sehr ansprechendem Design (erinnert etwas zu sehr an die Braun Geräte um wirklich eigenständiges Design zu sein, aber trotzdem schön).

Zudem ist er mit eienem guten Tonarm (könnte ein RB300 Derivat sein), wiegt stolze 12kg und wenn er ab Werk mit TA kommt ist er mit einem 2M Bronce ausgetattet und nicht mit einem Einsteiger System (und das für einen Mehrpreis von nur 200,-€). Zudem kann er für 350,- mit einem anpassbaren Pre ausgerüstet werden.

Es gibt allerdings einen riesigen Wermutstropfen, der Grundpreis ohne TA und Pre! Stolze 2000,-.

Gruß
Zwerg
Fhtagn!
Inventar
#2 erstellt: 11. Aug 2010, 14:11
Sehr sehr teuer für das gebotene. Zu teuer könnte man auch sagen.

Da würde ich eher den Pro-Ject Xperience Classic im Paket nehmen, da ist ein 2M Bronze, ein 9cc-Evolution-Tonarm und eine Haube dabei. Der 9cc Evolution ist zudem besser als der Rega auf dem T+A. Kostet zusammen 1175€ und klingt sicher nicht schlechter.

MfG
Haakon
hifi-zwerg
Stammgast
#3 erstellt: 11. Aug 2010, 14:30
Hallo,

natürlich ist der sehr teuer, aber auch was anders als der Project (nicht klanglich, rein von der eigestzten Technik). Der Project ist doch ehr ein einfacher Brett Spieler, von denen es heute Geräte wie Sand am Meer gibt, und wenn der Tonarm der RB300 ist (ich habe keine Daten gefunden, nur vom Bild her könnte es sein) wäre das ein dynamische belasteter Tonarm. T+A geht hier vom Design und technik einen heute selten begangenen Weg.

Ob der Plattenspieler tatsächlich eine eigene Konstruktion ist oder ein aufgemotzter umgelabelter OEM in einer auf Braun getrimmten MDF Zarge ist kann ich nicht sagen, im wahrscheinlichen zweiten Fall wird meine Euphorie natürlich schnell gedämpft.

Ich bin übrigens nicht auf der Suche nach einem neuen PS.

Gruß
Zwerg
Großmogul
Stammgast
#4 erstellt: 11. Aug 2010, 14:36
Der T+A ist nicht mehr als ein weiterer langweiliger und uninspirierter Riementriebler mit dem üblichen Rega Arm auf dem Markt.
Wenn T+A wirklich innovativ gewesen wäre, hätten sie einen Direktantrieb entwickelt (bzw. nachgebaut, früher gab's ja jede Menge davon).
Das einzige "Argument" für dieses Gerät ist das zum Rest der Anlage mehr oder weinger passende Design.

Für mich ein glattes - gesehen - gelacht - gelöscht - Erlebnis.

Gruß
Großmogul
Hörbert
Moderator
#5 erstellt: 11. Aug 2010, 18:02
Hallo!

Wenn ich folgende Einlassungen zur technischen Ausstattung des Plattenspielers lese: Hochwertiger Synchronmotor, Spezial-Kautschukriemen, hochwertiger Rega-Tonarm aus Aludruckguss. Weiß ich ohne das ich das Gerät auch nur gesehen zu haben daß hier Technik von anno dunnemal mit einen Zukauf-Tonarm etwas veredelt worden ist. Das einzig innovative an dem Gerät ist wahrscheinlich die Werbung.

MFG Günther
-Vintage-Fan-
Inventar
#6 erstellt: 11. Aug 2010, 18:06
Jep !!
Auf den haben wir doch alle gewartet
monsterbox
Stammgast
#7 erstellt: 11. Aug 2010, 22:35
Wie oft hat man´s gelesen:

"Heutzutage würde solch ein Plattenspieler XXXX Euro kosten..."

Eh - Voila!

Gruß - Detlef


[Beitrag von monsterbox am 11. Aug 2010, 22:41 bearbeitet]
killnoizer
Inventar
#8 erstellt: 12. Aug 2010, 08:58
...noch ein "Brett" , nur eben mit Kiste .

Aus der Beschreibung : der Riemen muß für die 2 Geschwindigkeiten nicht mehr von Hand umgelegt werden , ( oh wie innovativ ! ) .

Da kauf ich doch lieber noch eine Handvoll alte DD's für den gleichen Preis


[Beitrag von killnoizer am 12. Aug 2010, 09:01 bearbeitet]
Käfermicha
Stammgast
#9 erstellt: 12. Aug 2010, 14:44

killnoizer schrieb:
der Riemen muß für die 2 Geschwindigkeiten nicht mehr von Hand umgelegt werden


Wahnsinn! Damit kann er ja schon soviel wie mein Pioneer PL-12D von 1974 :D!
DOSORDIE
Inventar
#10 erstellt: 12. Aug 2010, 15:34
Das sind ja mal zeitlos schöne Geräte. Preise finde ich nirgends.

Gabs von T+A auch mal ein Tapedeck, das zu diesen Komponenten passen würde?

LG, Tobi
Fhtagn!
Inventar
#11 erstellt: 12. Aug 2010, 16:00
Ja, die Atelier Serie
mgki
Inventar
#12 erstellt: 12. Aug 2010, 18:15
Für mich einer der häßlichsten Plattenspieler und dazu noch ein absoluter Wucherpreis.
Das Ding kauft doch höchstens jemand,der eine komplette Anlage der R-Serie hat und einen optisch passenden Plattenspieler sucht.
Plattenhörer
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 12. Aug 2010, 18:29
Was für ein greußliches Teil
Fhtagn!
Inventar
#14 erstellt: 12. Aug 2010, 18:40
Naja, hässlich ist der ja nun nicht. Besser als ein Acryl oder MDF Brett.
a.j.h.
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 13. Aug 2010, 06:38
Nö,

find ich auch nicht hässlich, das Gerät.

Aber wie Günther es schon gesagt hat: Standardbauteile aus dem Zubehör, dafür in eine soliden Umverpackung gesteckt. Die MDF-Trägerplatte im Inneren erfüllt auch ihren Sinn und die DSP-Steuerung (laut Hersteller) ist doch auch was (für heutige Verhältnisse!). Damit lässt sich ein perfekter Sinus für den Motor bilden. Wenn sie es denn so gemacht haben.

Ab 2000,- ist man dabei, als Zubehör gibt's 'ne Haube (Aufpreis!) und einen internen Phonopre oder einen Mitlaufbesen oder Messingpuck. Mit dem richtigen Abnehmer ist man da schnell an der 3000,-Euro-Grenze.
Dafür bekommt man anderswo auch nicht mehr, siehe "Thorens".

So sind die Zeiten, Plattenspieler sind Nischenprodukte und dementsprechend teuer.
Von "technischer Innovation" zu sprechen, wäre aber schlicht eine Frechheit.

Trotzdem ein ansprechendes Produkt (wenn man/ich den Kaufpreis ausblendet).

Wie viele Vintage-Dreher ich mir für den Kurs kaufen würde...?
Käfermicha
Stammgast
#16 erstellt: 13. Aug 2010, 07:51
Spekulation hin oder her, auf was für einem Niveau eines Vintage-Drehers dürfte dieser Spieler eigentlich sein? Welchem Pioneer oder Dual aus den 70ern/80ern dürfte der evtl. entsprechen?
MikeDo
Inventar
#17 erstellt: 13. Aug 2010, 08:14
Naja, wenn ich mir die Kiste aus Herford angucke, will T&A dennoch nie etwas mit Braun gemeinsam gehabt haben.
Der eingebaute Pre wäre für MM & MC für schlappe 350 Euro Aufpreis zu haben. Halte ich aber für albern, zumal man sich somit zwangsläufig einschränkt. Einen externen Pre kann man somit vergessen, wenn man mal einen TA hat und experimentieren möchte.
Der Arm muss wohl ein OEM Gedöns von Rega sein. Eine Komposition aus RB251 und RB301.
Na, wem es gefällt - bitteschön! Mein Ding wäre das nicht, obgleich er sicherlich nicht schlecht klingen muss.
Fhtagn!
Inventar
#18 erstellt: 13. Aug 2010, 08:19
Die Laufwerksdaten sind schon sehr gut, da gibts nichts zu meckern:
Gleichlaufschwankung: +/- 0,02 %
Rumpelgeräuschabstand: 82 dB
Plattenteller: 3,8 kg Druckguss/Aluminium-Aufbau

Mit einem besseren Tonarm zum gleichen Preis ein attraktives Angebot, nur mit dem Rega Arm eindeutig zu teuer.
In Kombination mit z.B. einem Roksan Tabriz oder dem Pro-Ject 9CC Evolution wäre das schon was anderes.

Gruß
Haakon
-Vintage-Fan-
Inventar
#19 erstellt: 13. Aug 2010, 08:55

a.j.h. schrieb:

Wie viele Vintage-Dreher ich mir für den Kurs kaufen würde...? :D


Ich sag nur : Denon DP 59 L
cptfrank
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 13. Aug 2010, 12:19
Meine Meinung:
Ein solides schoenes Geraet, eben passend zum Firmendesign.
Wenn man sieht, was heute einfachste Rega oder Thorens Player kosten, ist der Preis zwar hoch, aber angemessen.
Es war schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben.
Fuer mich waere er trotzdem nichts, ich stehe mehr auf vintage Playern.
Gruss
Frank
-Vintage-Fan-
Inventar
#21 erstellt: 13. Aug 2010, 12:24

cptfrank schrieb:
Meine Meinung:

Es war schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben.



Bei T+A ists`s aber anders :

Es war schon immer etwas besonderes,einen teuren Geschmack zu haben!

Da steht oft das Preis-Leistungsverhältnis nicht passend zusammen !
Großmogul
Stammgast
#22 erstellt: 13. Aug 2010, 12:35

-Vintage-Fan- schrieb:
...
Da steht oft das Preis-Leistungsverhältnis nicht passend zusammen !
:prost



Das stimmt bei Plattenspielern im Ganzen nicht mehr heutzutage. Man werfe mal einen Blick auf die aktuelle Thorens Palette. Ich persönlich bezweifele deutlich, dass ein aktuellen Modell "besser" ist als ein altes.
Dabei setze ich TD 350 zu TD 2001/3001, TD 160 neu zu TD 160 alt (mit der besten Ausbaustufe ab Werk) und TD 550 zu TD 126 MkIII.

Gruß
Großmogul
-Vintage-Fan-
Inventar
#23 erstellt: 13. Aug 2010, 12:40

Großmogul schrieb:

-Vintage-Fan- schrieb:
...
Da steht oft das Preis-Leistungsverhältnis nicht passend zusammen !
:prost



Das stimmt bei Plattenspielern im Ganzen nicht mehr heutzutage. Man werfe mal einen Blick auf die aktuelle Thorens Palette. Ich persönlich bezweifele deutlich, dass ein aktuellen Modell "besser" ist als ein altes.
Dabei setze ich TD 350 zu TD 2001/3001, TD 160 neu zu TD 160 alt (mit der besten Ausbaustufe ab Werk) und TD 550 zu TD 126 MkIII.

Gruß
Großmogul


Meinte nur und ausschliesslich T+A !
Bitte genau lesen !!Danke
Großmogul
Stammgast
#24 erstellt: 13. Aug 2010, 12:43

-Vintage-Fan- schrieb:


Meinte nur und ausschliesslich T+A !
Bitte genau lesen !!Danke
:prost


Hatte ich schon verstanden...und ich meinte Plattenspieler allgemein.
Großmogul
Stammgast
#25 erstellt: 13. Aug 2010, 12:53
Nee, Thorens ist eben nicht im geringsten eine Ausnahme. Die ernstzunehmenden Dreher sind meiner Ansicht nach weit überteuert. Daher meine Gegenüberstellung weiter oben.
Die Technologie ist lange bekannt, um nicht zu sagen, 40 Jahre alt und wie man ein Tellerlager macht, wissen auch ein paar Leute... Dann ein zugekaufter (Rega-)Arm. Wie einfallslos.
Ein TP 16 bzw. TP 90 hätte auch gepasst.

Pro-Ject ist tatsächlich eine Ausnahme. Da steht eine professionelle Fertigung mit einem Marktingkonzept, das sich seit Gründung selber beweist. Die wollten von Anfang an groß werden und haben sich so am Markt verhalten. Und jetzt gibt's was für jeden Geschmack und Geldbeutel. Und sie verdienen Geld damit, obwohl die Geräte nicht besonders teuer sind.

Bei T+A sehe ich die Dreher als Ergänzung zum normalen Programm, ein "me too" ohne Herzblut und weiteres Engagement. Schwerpunkt ist Elektronik. Daher werden sich nur ein paar hartgesottene T+A-Fans das Ding hinstellen.
-Vintage-Fan-
Inventar
#26 erstellt: 13. Aug 2010, 13:09
ähmm...selber nicht richtig gelesen


Rest mit Pro-ject stimmt aber!für mich ein toller Hersteller !
Hatte mal den RPM 1.3 Genie und was der für einen klasse Klang hat,wage mal zu behaupten dass er genauso gut wie der T+A ist
und das für unter 300 Euronen komplett spielbereit mit System !!!


[Beitrag von -Vintage-Fan- am 13. Aug 2010, 13:24 bearbeitet]
Großmogul
Stammgast
#27 erstellt: 13. Aug 2010, 13:17

-Vintage-Fan- schrieb:
ähmm...selber nicht richtig gelesen


Rest mit Pro-ject stimmt aber!für mich ein toller Hersteller !
Hatte mal den RPM 1.3 Genie und was der für einen klasse Klang hat,wage mal zu behaupten dass er genauso gut wie der T+A ist 8)



Das AT33PTG in meinem Avatar hängt in einem Pro-Ject 9 im 2.9 classic.
Hörbert
Moderator
#28 erstellt: 13. Aug 2010, 14:16
Hallo!

@Käfermicha


..auf was für einem Niveau eines Vintage-Drehers dürfte dieser Spieler eigentlich sein?...


Etwa eines der Englischen Pattenspielers-Laufwerke der späten 80ger Jahre von Ariston (Ariston RD 40) oder Dunlop (Systemdek II) gegebenenfalls einen Heybrook (Heybrook TT2) oder sonst einem der üblichen Verdächtigen mit Riemchenantrieb und Syncronmotor den man auch mit dem Rega-Tonarm bekommen konnte.

Im wesentlichen machen bei richiger Aufstellung eines Plattenspielers (Schutz vor Trittschall und sonstigen äusserlichen Störfaktoren) System und Tonarm die Musik und nicht die Zarge mit Motor und Teller. Wenn doch ist die Konstruktion wirklich keine Empfehlung wert.

MFG Günther
PRW
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 13. Aug 2010, 21:13

a.j.h. schrieb:
Ab 2000,- ist man dabei, als Zubehör gibt's 'ne Haube (Aufpreis!)


Haube (Aufpreis!)

Peter
DOSORDIE
Inventar
#30 erstellt: 14. Aug 2010, 16:09
Genau das denk ich mir auch immer... Mein Fisher MT 890 ist komplett aus Plastik, der Teller ist ziemlich leicht, der Rest ist aus Pressspan, aber er klingt gut, weil es ein Tangentialer ist und das System ok... Die Leute wundern sich immer, aber mein Technics SL Q2 mit Grado System klingt nicht so gut, er ist aber korrekt justiert, viele Platten klingen auf dem Tangentialtonarm vor allem in der Innenrille einfach besser, während sie auf dem Technics schon zerren oder undeutlich klingen, dabei ist der Technics eindeutig der schwerere und hochwertiger verarbeitete Plattenspieler. Der Fisher hat dann noch so Spielereien wie Titelprogrammierung und Steuerung über die Fernbedienung, aber dieser Sensor der die Titel erkennt funktioniert nicht mehr richtig...

Im Endeffekt ist es aber doch ganz einfach... der Billigste Plattenspieler kann gut klingen, wenn er einen ordentlichen Gleichlauf hat und einen Geräuschabstand der über dem der Platte liegt. Auch das Material des Tonarms spielt keine Rolle, wenn er ordentlich ausbalanciert ist und mit der Resonanzfrequenz des Systems harmoniert. Ausgeschlossen sind natürlich Plattenfräsen mit Kristallsystem und diese modernen Plastik Supermarkt USB Stick Plattenspieler. Und das System muss natürlich den Frequenzgang RIAA gerecht ausgeben, da brauch ich keine 2000 Euro für nen Plattenspieler nur weil die Firma nen guten Namen hat...

Trotzdem sehr schöne schlichte Geräte, schade, dass ich Geld nicht Scheiße.

LG, Tobi
Plattenhörer
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 15. Aug 2010, 16:58

DOSORDIE schrieb:
schade, dass ich Geld nicht Scheiße.

LG, Tobi


Ja und wenn ich Geld auf diesem Wege beschaffen könnte, würde ich es nicht für einen einfallslosen Brettspieler, der nichtmal ne Haube hat, nach Herford überweisen. Ich würde mir nen schönen alten 320, 520 oder 2001 von Thorens kaufen(mit Haube), ein System für 500€ drunterschrauben und für den Rest Unmengen von Platten kaufen. Meine unmaßgebliche Meinung
Großmogul
Stammgast
#32 erstellt: 15. Aug 2010, 19:37

Plattenhörer schrieb:
.... Ich würde mir nen schönen alten 320, 520 oder 2001 von Thorens kaufen(mit Haube), ein System für 500€ drunterschrauben und für den Rest Unmengen von Platten kaufen. Meine unmaßgebliche Meinung :)


Ganz zu schweigen von einem Garrard 401 oder großen japanischen DD ... diese ganze Riemenkisten sind nur einfallslos.
Stefanvde
Inventar
#33 erstellt: 15. Aug 2010, 20:52
Das von T+A angebotene System konnte ich leider noch nicht hören,aber an meinem großen Technics habe ich "nur" das 2MBlue und das ist schon klasse.Design des T+A ist modern und optisch paßt es gut zu heutigen Geräten.Preise sind eh immer relativ,wenn der Klang gefällt.
DOSORDIE
Inventar
#34 erstellt: 15. Aug 2010, 21:55
Naja... modern... eher zeitlos, man sollte bedenken dass das Design auf die Atelier Serie von Braun aus den 80ern zurück zu führen ist. Bis auf die blaue Beleuchtung ist es sozusagen identisch dazu. Ist also nix neues.

Ich finds trotzdem wunderschön. Wie gesagt wenn ich Kohle hätte würde ich mir so ne Anlage kaufen. Schade, dass es keinen passenden Tangentialplattenspieler gibt.

LG, Tobi
Stefanvde
Inventar
#35 erstellt: 16. Aug 2010, 07:36
Ja,gibt es heute überhaupt noch einen aktuellen Tangential PS?Die Teile waren echt schön und teilweise sehr Komfortabel.Besitze selber noch einen alten Technics,mit Titeldirektwahl,Programmierfunktion,da fehlt nnu noch das er selber die LP wednen könnte.
DOSORDIE
Inventar
#36 erstellt: 16. Aug 2010, 07:50
Es gab Tangentialplattenspieler mit Both Side Play von Sharp und Sanyo glaub ich auch, da ist vorne ein Display dran und die haben ne Lade wie ein CD Player, die Dinger haben dann 2 Tonarme. Wie sie klingen weiß ich nicht, wurde von den echten HiFi Enthusiasten aber nie anerkannt, deshalb gabs die auch nur in 39 cm, sieht aber eigentlich ganz ordentlich aus. Kann man sich auch im Wegavision Archiv angucken.

Funktioniert die Titelwahl bei deinem Technics noch? Ich fänds cool, wenn das bei meinem noch gehen würde. Wie gesagt, seitdem ich nen Tangentialspieler hab klingen meine Platten durchweg besser. Mit billigerem System und billigerem Chassis... Naja aber das wird jetzt Off Topic, wir können ja mal einen Tangential Thread aufmachen.

LG, Tobi
hifi-zwerg
Stammgast
#37 erstellt: 16. Aug 2010, 07:55
Hallo!


Ja,gibt es heute überhaupt noch einen aktuellen Tangential PS


Ja, gibt es, allerdings nicht mit motorisch bewegtem Arm sondern freilaufend, d. h. der Vorschub kommt wie beim Dreharm über die Nadelkraft. Dies erfordert eine sehr leichtgängige Lagerung (z. B. mit Druckluftpolster) und führt zu häßlichen und abstrus teuren Konstruktionen (siehe z. B. den Clearaudio TT3 oder Simon Yorke Aeroarm.

Gruß
Zwerg
Fhtagn!
Inventar
#38 erstellt: 16. Aug 2010, 08:20
Moin,

die Clearaudio TT Arme sind nicht häßlich, sondern funktional und sehr hochwertig, so ziemlich das beste was es im Tangentialarm-Bereich jemals gegeben hat. Durch die passive Auslegung entfällt die anfällige und ungenaue Motorsteuerung, es wird der Ideallinie für die Abtastung verdammt nahe gekommen. Die Preise sind sehr hoch, aber hier bekommt man ausnahmsweise auch mal etwas für sein Geld.

Ich bin mittlerweile komplett auf DD umgestiegen, nur im Wohnzimmer steht aus Designgründen ein Braun PS-450, der übrigens weitaus durchdachter gestaltet ist als die schlechte Braun Kopie von T+A. Überhaupt ist T+A selten dreist bei ihrer Abkupferei der Atelier Geräte.
hifi-zwerg
Stammgast
#39 erstellt: 16. Aug 2010, 09:00
Hallo,

@Haakon


die Clearaudio TT Arme sind nicht häßlich,(...)


ist ja Geschmackssache, hätte ich vorsichtiger formulieren können, mich stört bei den meisten Konstruktionen diese loker in der Luft hängenden Kabel. Dies ist aber bei Statemnt TT1 gut und anders gelöst, den würde ich durchaus auch als gelungen betrachten (ich muß allerdings zugestehen, daß ich alle die Arme nur von Fotos kenne).


(...)sondern funktional und sehr hochwertig, so ziemlich das beste was es im Tangentialarm-Bereich jemals gegeben hat.


Das will ich nicht in Abrede stellen. Mit der rein mechanische Konstruktion gehen allerdings die Bedinungsvorteile, die die 80er Jahre Motor gesteuerten Tangentialtonarme hatten, verloren.

Was Leistung und gegenwert angeht, gibt es neben den technischen auch andere Aspekte (Design, Materialeinsatz egal ob sinnvoll oder nicht, Immagefaktor). Die Clearaudio Tangentialarme decken zudem preislich ehr den oberen bis obersten Sektor ab (2.500 bis über 15.000,- für einen Tonarm).

Zu Braun und T+A, muß ich sagen, daß, nachdem ich mir noch einige Bilder angesehen habe, ich meine Formulierung "erinnert etwas zu sehr an die Braun Geräte um wirklich eigenständiges Design zu sein" wohl ehr ein Euphemismus sind, Deine "Abkupferei" triffts wohl ehr.

Gruß
Zwerg
Stefanvde
Inventar
#40 erstellt: 16. Aug 2010, 09:17
Das Gehäuse des T+A ist jedenfalls schlicht,paßt damit gut in moderne Systeme.Und der Gleichlauf ist auch ok,nicht verwunderlich bei der Masse des Tellers,heute sind ja eher so Plasteteile mit USB vorzufinden. Bei nem PS braucht es eben Masse oder DD,aber ein gutes schweres Masselaufwerk muß nicht schlechter sein wenn es handwerklich gut gestrickt ist.
Das angebotene Ortofon wird gut sein,dafür sind sie ja bekannt,bleibt halt der Preis aber der relativiert sich wenn man die Nutzungsdauer einrechnet.Mein Ältester PS müßte irgendwo aus den 80ern sein (Technics SL-J300R)? Wenn man das dazurechnet ist der Preis pro Jahr vernachlässigbar beim T+A. Der Klang ist wichtig,das Laufwerk und der Tonarm sollten sehr alt werden können,Nadeln sind eben immer Verschleißartikel,allerdings austauschbar,was bei CDP nicht so ist,da Laser oft nichtmehr zu bekommen sind.Ein 2000 Euro CDP kann alsoi nach wenigen Jahren schon irreparabel sein,ein PS einen sehr lange begleiten.
Lassal
Stammgast
#41 erstellt: 17. Aug 2010, 14:08

hifi-zwerg schrieb:


Und ich bin platt, damit begegnet mir zum ersten mal seit langem wieder ein "normaler" Plattenspieler auf dem Neumarkt.


Was ist mit dem Clearaudio Concept?
hifi-zwerg
Stammgast
#42 erstellt: 18. Aug 2010, 07:45
Hallo,

der Tonarm des Concepts ist alles andere als "normal", es ist eine art Einpunktlagerung, mit dem Problem, daß das Antiskating wahrscheinlich über verdrillen des Kabels einzustellen ist, die BA hüllt sich da in Schweigen, Zitat aus der BA:


Wenn Sie trotzdem das Antiskating verändern wollen, wenden Sie sich bitte an Ihren
Händler.


Es ging mir in meinen OP nicht so sehr darum, hier einen tollen innovativen PS vorzustellen, sondern lediglich darum, daß es hier einen "ganz normalen" PS mit Motorsteuerung Umschaltung von 33 auf 45 mit Knopf (und nicht über Rienmenumlegung wie beim Pro-Ject Xperience Classic), einen voll einstellbaren und justierbaren Tonarm und Auslieferung nicht mit einem Alibi System. Solche PS sind in den letzten Jahren nicht oder selten auf den Markt gekommen, auch bei Project ist z. B. die Motorsteuerung eine (im vergeich zu den PS Preisen) eine teure Option.

Nicht normal ist der Preis, den ich auch als dreist empfinde und daß die Haube eine Option ist.

Gruß
Zwerg
PRW
Hat sich gelöscht
#43 erstellt: 18. Aug 2010, 08:57
Man kann ja mal versuchen Autos zu verkaufen, Option auf Motor

Peter
amor_y_rabia
Stammgast
#44 erstellt: 18. Aug 2010, 09:19

auch bei Project ist z. B. die Motorsteuerung eine (im vergeich zu den PS Preisen) eine teure Option


das finde ich aber nicht, im Verhältnis zu anderen Netzteiloptionen in der HiFibrnache finde ich die Speedboxen eigentlich ganz OK. Schau dir Regas und Linns Netzteilalternativen an, DAS ist teuer, finde ich.
Fhtagn!
Inventar
#45 erstellt: 18. Aug 2010, 10:10
Lächerlich ist doch, dass die Geschwindigkeitsumschaltung überhaupt eine Option ist. Sowas sollte immer dabei sein.
DOSORDIE
Inventar
#46 erstellt: 18. Aug 2010, 10:11
Ja, aber es kann doch nich angehen, dass eine Geschwindigkeitsumstellung die früher ganz selbstverständlich war Aufpreis kostet. Aber schon klar, das hat ja übelst Einfluss auf den Klang, genauso wie Voll und Halbautomatik... Wenn ich bei meinem Technics alles rausreisse bis auf den Arm und den Motor hab ich auch das Gefühl, dass das Klangbild gleich viel viel besser ist, wenn ich dann noch 250 Euro für Kabel und nochmal 500 für nen Netzfilter ausgebe, dann klingts nochmal 10 mal besser... Alles klar... Die, die sowas in die Welt setzen und die die es dann auch noch glauben haben alle einen ganz großen Knall... Für 350 Mark hat man früher schon einen brauchbaren Vollautomaten bekommen, jetzt kostet der billigste Pro-Ject der ja ach so toll NUR auf Klang ausgelegt ist 250 Euro und wenn ich 2000 Euro ausgebe krieg ich wieder nur nen Riemenantrieb? Da kann ich ja wohl einen DD erwarten, oder? Ach nee, dann is der Klang ja schlechter. Harhar. Ich lach mich tot. Wenn der Motor keine hörbaren Geräusche erzeugt und nicht ins System streut, noch dazu einen guten Gleichlaufwert hat was soll das denn dann am Klang ändern? Das beeinflussen doch allein System und Tonarm und der Tonarm auch nur indirekt (Höhenverstellung, Lager, Antiskating, Resonanzfrequenz etc.)...

Das hatte ich neulich schon bei nem Kumpel, wo wir nen Plattenabend gemacht haben, jedesmal wenn ich Maxis oder Singles auflegen wollte musste ich den Teller abnehmen und dann den Riemen umlegen... nee echt nicht.

ja genau PRW... Ich kauf mir jetzt ein High End Auto, das ist ganz leise, weil Motoren erzeugen doch eh nur nervigen Krach, und zu viel Mechanik und Elektronik verfälschen doch total das High Endige Fahrgefühl...

LG, Tobi
Fhtagn!
Inventar
#47 erstellt: 18. Aug 2010, 10:19
Ich habe hier gerade einen alten Sanyo DD aus der Plus-Serie in arbeit.

Leider ein Plastikbomber, aber: Null Geräuschentwicklung, Totenstille. Gleichlauf ist auch jenseits von Gut und Böse, irgendwas mit 0,000x. Vollautomat, natürlich.

Ich war beim Auspacken etwas enttäuscht vom vielen Plastik, dachte das wäre alles Metall .
Beim Testlauf vor der Überarbeitung war ich aber überrascht, wie gut der klingt, null Einfluss vom Antrieb, sauberste Abtastung, ganz großes Kino. Da wird nun nur noch die Presspan-Bodenplatte durch eine aus Massivholz ersetzt und fertig ist ein Dreher, der die heutigen HighEnten in die Tasche steckt. Ansehen tut man ihm das nicht.
Mir muss keiner was von "Riemenantieb ist besser" erzählen, alles Stuss.

Und der ist nun 33 Jahre alt.

Gruß
Haakon
amor_y_rabia
Stammgast
#48 erstellt: 18. Aug 2010, 11:05
Naja, es gibt sicher viel Für und Wider zwischen den Antriebskonzepten, aber die Preise sind doch nicht wirklich hoch: Ein Dual Vollautomat mit Direktantreib wirklich nicht toller Qualität kostete vor 20 Jahren etwa 400 DM. Das dürfte inflationsbereinigt etwa dem Preis für einen ProJect der einfachen Serie von heute entsprechen. Ich finde den Projekt Brettspieler besser als den Dual, wenigstens von der Verarbeitung. Was den Komfort angeht: Mich stört es nicht, dass da ein wenig Aufwand bei der Umstellung ist. Hab aber auch zu 99,9% LPs.

Und Kabelkauf und Mehrausgabe machen MICH nicht glücklich. Aber meinen Michell Focus One hier stehen zu sehen schon!!!

Gruß

S
-Vintage-Fan-
Inventar
#49 erstellt: 18. Aug 2010, 11:28

amor_y_rabia schrieb:
Aber meinen Michell Focus One hier stehen zu sehen schon!!!

Gruß

S


Traumdreher
amor_y_rabia
Stammgast
#50 erstellt: 18. Aug 2010, 16:45

Traumdreher


Danke Vintage und ebenfalls

Übrigens hat der seine besondere Lösung für die Umlegung des Riemens zwischen den beiden Geschwindigkeiten mittels einer gefederten Führung des Riemens vor dem Pulley. Quasi fast Vollautomat! UNd viel schöner gemacht als die Führung des Riemens bei Dual. Ich benutze es aber nicht, auch um den Riemen zu schonen.

Beste Grüße,

Stefan
bulletlavolta
Stammgast
#51 erstellt: 18. Aug 2010, 17:35

amor_y_rabia schrieb:
Was den Komfort angeht: Mich stört es nicht, dass da ein wenig Aufwand bei der Umstellung ist. Hab aber auch zu 99,9% LPs.


Ich habe einige LPs, die mit 45RPM laufen. Mich würde das extrem stören.
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