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Zarge für Dual bauen

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mikhita
Stammgast
#1 erstellt: 27. Sep 2010, 21:56
Hallo,
ich möchte mir eine Zarge für meinen Dual 1229 bauen. Dazu habe ich einige Fragen und bitte um Meinungen/ Erfahrungen.
Sollte die Zarge eher stark gedämpft sein (MDF) oder leichter und "langfasrig" (Fichten holz)?
Schwer oder leicht?
Momentan denke ich an einen Rahmen aus Holz (z.B. aus Küchen Arbeitsplatte) und einer Grundplatte aus Schiefer.
Dann stellt sich die Frage ob es besser ist die 4 Federn des Chassis an die Grundplatte zu koppeln oder an die Zarge und diese wiederum von der Grundplatte entkoppelt (Gummifüsse oder Trittschallplatte). Die Möglichkeit ohne Federn, bzw. mit Gummi als Ersatz möchte ich dann auf jeden Fall testen.

danke für Anregungen!
...ich hoffe hier ist man etwas offener für Modifikationen alter Dual Spieler als verständlicherweise im Dual Forum ;-)

Grüße,
Mikhita
dobro
Inventar
#2 erstellt: 28. Sep 2010, 05:10
Hallo Mikhita,

ich habe zwar noch nie Zargen für Plattenspieler gebaut, ich würde aber mal sehen, was die anderen Anbieter von Reibrädlern gemacht haben, z.B. Garrad, Braun, Lenco. Ist auch die Frage, ob die Federn deines 1229er überhaupt noch o.k. sind und du ggf. das Subchassis beruhigst und quasi ein Masselaufwerk aus dem 1229er machst. Ich würde ggf. auch einmal im Analog-Forum nachfragen. Dort werden hin und wieder Selbstbauprojekte vorgestellt.

Gruß
Peter
Rillenohr
Inventar
#3 erstellt: 28. Sep 2010, 07:32
Von Holz als Material ist, denke ich, generell abzuraten. Holz arbeitet ziemlich stark. Man müsste getrocknetes, ausgelagertes Holz etwa wie im Instrumentenbau verwenden. Das kommt sicher nicht billig.
MDF oder MPX dürften geeigneter sein. Soll es nach Holz aussehen, kann man entsprechend furnieren.
Was die Lagerung des Chassis angeht, würde ich vom Original nicht so sehr abweichen. Der Konstrukteur wählt die Federn ja nicht willkürlich aus.
Sicher soll eine Zarge schwer und stabil sein, aber man sollte dies auch nicht überbewerten. Was soll den da immer gedämpft werden? Trittschall, ok, aber wer hopst beim Musikhören ständig um den Plattenspieler herum? Dieses Dämpfungsgerede ist doch größtenteils Marketinggeschwätz der Zubehörindustrie. Hochwertige Plattenspieler sind m.M. im Originalzustand völlig ausreichend dimensioniert.
Großmogul
Stammgast
#4 erstellt: 28. Sep 2010, 09:49
Ich habe auch einen 1229, braune, höhenverstellbare Zarge mit dem Ralleystreifen. Der Holzrahmen hängt leider etwas (Höhenverstellung) nach rechs unten.
Ich würde mich bei einer neuen an die alte halten, allerdings ein wenig breiter und die paar mm, die drin sind flacher. Da begrenzt aber der fette Motor die Gestaltungsfreiheit. Material MDF oder Multiplex, Furnier und/oder Lack weiss ich noch nicht.
Ob die Federn der Platine ausgeleiert sind, kann man einfach feststellen, in dem man genau hinschaut. Bei mir ist das nicht der Fall und ich glaube auch nicht, dass sowas oft vorkommt. Die Entwickler wussten damals, was sie taten und die Stabilität bleibt über Jahrzehnte erhalten. Ist halt kein LP12, den man nach jedem Gewitter neu einstellen muss .

Gruß
Großmogul
Wuhduh
Inventar
#5 erstellt: 01. Okt 2010, 21:02
Die Wirkung der vorhandenen Federn kann z. B. durch das Einfügen vom Schaum-, Vlies-, Watte- oder Baumwollstückchen beeinflußt werden.

Gfs. müssen die Federn sehr vorsichtig ausgebaut werden, sonst werden sie gedehnt. Ich glaube, eingeklebt sind sie sowieso. Weiß ich nicht genau. Sowas demontiere ich nicht.

Evtl. die alte Zarge weiterverwenden und darumherum weitere Schichten des Wunschmaterials aufkleben oder verschrauben ?

MfG,
Erik
Australis
Stammgast
#6 erstellt: 01. Okt 2010, 23:35
Vom Material her würde ich auch sagen, daß furniertes MDF 1. Wahl ist. Wobei eine Zarge komplett aus Schiefer zumindest optisch auch seinen Reiz hätte- würde aber optisch mMn eher zu einem Chassis aus den 80ern oder 90ern passen...

Als Füße würde ich einfach welche von einem alten Verstärker abschrauben. Ich glaube ich hab hier sogar noch einen Satz vom Pioneer A-656 MK II rumliegen. Die könnte ich Dir zukommen lassen, wenn ich sie finde...
Bepone
Inventar
#7 erstellt: 02. Okt 2010, 07:11
Hallo,


Wuhduh schrieb:

Gfs. müssen die Federn sehr vorsichtig ausgebaut werden, sonst werden sie gedehnt. Ich glaube, eingeklebt sind sie sowieso. Weiß ich nicht genau. Sowas demontiere ich nicht.




Die Federn sind recht stramm und ein Überdehnen nur mit allerhand Kraftaufwand möglich (wer versucht hat, beim Dual "gesetzte" Federn wieder in den Ursprungszustand zu dehnen, weiß das).

Sie sind mit Kunststofftöpfen lediglich in die Blechplatine gesteckt und können relativ einfach demontiert werden.



Gruß
Benjamin
mikhita
Stammgast
#8 erstellt: 02. Okt 2010, 09:42
Hallo,
danke für die Antworten!
IMAG0162IMAG0160IMAG0164
so sieht es nun aus.IMAG0161
auf einem bild sieht man einen meiner versuche. auf 4 gläsern als beispiel. das klingt richtig schlecht. dagegen hatte ich während des zargens bau das chassis auf 4 kurzen fichten leisten unter den ferdern stehen, diese auf geräte füssen. das klang richtig gut, sehr lenbendig und offen in den mitten, allerdings anfällig für trittschall und vibrationen.
als ich das laufwerk in die neue zarge gestellt habe, war ich erst etwas entäuscht, klang nicht mehr so lebendig. aber nach einer weile sind die vorteile klar, der bass ist viel besser, da kommen töne die ich mit diesem plattenspieler (original zarge) vorher nicht hören konnte und alles klingt neutraler, aufgeräumter.
die zarge ist aus birken multiplex, die seitenteile mit mdf mittellage. innen gibt es nur 4 träger für die federn.

soviel erstmal,
grüße!
mikhita
Bepone
Inventar
#9 erstellt: 02. Okt 2010, 10:02
Hallo,

das sieht gut aus, finde ich. Schön gemacht.

Kannst du zeigen, wie genau du das mit den Federn gemacht hast?


Ob das wirklich klanglich soviel bringt.... naja wenn du's hörst, ist ja alles gut



Gruß
Benjamin
mikhita
Stammgast
#10 erstellt: 02. Okt 2010, 10:41
die federn stehen einfach auf vierkanthölzern, die in die ecken der zarge eingeleimt sind.
ich denke der klang ist so stark durch das was an "störungen" zum chassis vordringt beeinflusst.bestimmte frequenzen werden angeregt oder nicht.letztlich hört man die fehler, und wenns zum chassis verstärker boxen... zufällig passt klingts gut.
so stell ich mir das vor.
wie unterschiedlich nun z.B eine durch gewicht beruhigte zarge
aus holz im vergleich zu einer aus schiefer klingt, keine ahnung.

spannend finde ich eine zargen zu bauen, bei der die störungen über eine leichte konstruktion aus holzleisten vom chassis weggeleitet werden. mal sehen, ich denke mir da gerade was aus.


[Beitrag von mikhita am 02. Okt 2010, 10:43 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#11 erstellt: 02. Okt 2010, 12:17

mikhita schrieb:
die federn stehen einfach auf vierkanthölzern, die in die ecken der zarge eingeleimt sind.


Kann man machen, dann muss man aber immer drauf achten, dass das Chassis nach dem Einsetzen nirgendwo am umgebenden Holz schleift. Stelle ich mir dann auch etwas rutschgefährdet vor.

Ist jedenfalls der einfachste Ansatz.



Gruß
Benjamin
mikhita
Stammgast
#12 erstellt: 02. Okt 2010, 13:26
durch das eigengewicht überhaupt kein problem. da rutscht nichts.
Australis
Stammgast
#13 erstellt: 02. Okt 2010, 14:50
Super Arbeit! Passt optisch perfekt zum Chassis und wenn Du klanglich zufrieden bist würde ich sagen: Klassenziel erreicht
mikhita
Stammgast
#14 erstellt: 02. Okt 2010, 15:06
danke.
die zarge ist noch nicht behandelt,mir gefällt das helle holz gut.
mal sehen, klarlack oder wachs.
Australis
Stammgast
#15 erstellt: 02. Okt 2010, 15:26
Naja, Klarlack kannst Du im Zweifelsfall wieder runterschleifen... Wachs zieht in's Holz ein...

Wobei ich dann keinen normalen Klarlack nehmen würde sondern Parkettlack- der ist robuster.
Allerdings kommt halt durch's behandeln die narürliche Maserung vom Holz besser zum Vorschein und dadurch wird das ein kleinen Tick dunkler wirken, egal ob mit Lack oder Wachs...
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