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Justierung eines Plattenspielers

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JägerdesverlorenenSound...
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 01. Jan 2011, 17:50
Werte Gemeinde,

erstmal ein herzliches Hallo an das gesamte Forum und bei dieser Gelegenheit: Happy New Year!

Nun, ich als Neuling sowie Analog-Einsteiger hoffe auf eure freundliche Mithilfe und Unterstützung bei meiner Suche nach Antworten auf ein paar Fragen, die sich mir stellen.

Vermutlich hätte ich mir keinen Plattenspieler mehr angeschafft, wenn die Record-Labels ihren Job richtig machen würden. Aber die ein oder andere schrottige Verarbeitung eines Outputs auf CD, verschlampte Masterbänder, hin und wieder eine Verschlimmbesserung durch Remastering etc., etc., haben mich als Musikliebhaber fast zu diesem Schritt gezwungen.

So, nach diesem kleinen Entree zu den technischen Daten: Ich besitze seit vielen Jahren einen "Pioneer-Verstärker A-656", der Vinyl-Player ist ein (und jetzt werden einige von euch das Gesicht verziehen) "Omnitronic DD-2550". Dieses Gerät habe ich mir angeschafft, weil es mir einfach als die beste Variante für mich und meine Möglichkeiten erschien.

Bei der Justierung ergaben sich aber schon die ersten Fragen. Ich hoffe sie sind nicht allzu blöde, aber ich denke richtig blöd ist nur der, der nicht fragt.

Bei der Anbringung des Tonarmgegengewichts war folgendes Problem: Es hat gibt eine Skala und beim Tonarm hat es eine Kerbe. Also ich bringe die Null der Skala in Übereinstimmung mit der Kerbe und drehe das Gewicht rein. Ich tariere den Tonarm aus. Aber er braucht noch mehr Gewicht, da er weg vom Plattenteller zieht, als ich auf eine Platte setzen will. Die Skala habe ich bei null schon wieder überschritten und zeigt 0,7 an. Heißt das jetzt im Klartext, daß der Tonarm sage und schreibe 4,7 gr. benötigt und sich so durch die Rille fräßt? Oder ist die Skala fürn A...? Also ich verstehs jedenfalls nicht.

Kommen wir zum Antiskating. Lt. Bedienungsanleitung habe ich es eingestellt auf die - wie es heißt: "Auflagekraft des mitgelieferten Systems" - nämlich 2,5 gr. Muß ich hier, wenn meine Rechnung stimmt, hier auch korrigieren auf den Wert 4,7?

Mein Verstärker hat hinten bei dem Cinch-Steckern für den Phono-Eingang einen Knopf. In der Gebrauchsanweisung, die ich tatsächlich noch finden konnte, heißt er "GND" und ist also die Erdungsklemme für den Plattenspieler. Hm, so weit so gut. Aber was um Himmels Willen ist denn das? - Tut mir sorry, aber technisch bin ich wirklich nicht sehr beschlagen. Ich habe einfach das mitgelieferte Cinchkabel an meinen Verstärker angeschlossen.

Dann habe ich eine erste Hörprobe gemacht und dabei den Lauf beobachtet. Festgestellt habe ich, daß die Scheibe nicht "rund läuft", der Tonarm also in einer "Auf- und Abbewegung" korrigiert, um natürlich nicht den Kontakt zum Vinyl zu verlieren. Überspitzt: ähnlich einem Auto, das durch Schlaglöcher fährt. Ist das normal oder hatte ich eine sehr romantische Vorstellung von einem überaus "gradlinigen" Lauf des Tonarms über einer Schallplatte, die schwer auf dem Teller liegt?

Last but not Least: statt der erwarteten Gummiunterlage habe ich eine Filzunterlage mitgeliefert bekommen. Wo liegen hier die Vor- bzw. Nachteile?

Jetzt mach ich aber mal schluß. Das wären so die ersten Fragen, die mich bewegen und ich hoffe der ein- oder andere Profi hilft mir hier weiter.

Yours truly, der
Jägerdesverlorenensounds
Bepone
Inventar
#2 erstellt: 01. Jan 2011, 18:58
Hallo Jäger (ich bin so frei und kürze das einmal ab),

willkommen im Forum!


Nun, eines Vorweg, ich lege dir die Suchfunktion des Forums ans Herz - mit deren Hilfe hättest du (natürlich mit einigen Mühen) schon viele Antworten auf deine Fragen gefunden.

Nichtsdestotrotz fasse ich in Kurzform zusammen.


- Einstellen des Tonarmes: Durch Drehen des Gegengewichtes wird der Tonarm samt Tonabnehmer genau waagerecht in Schwebe gebracht.
Jetzt hälst du das Gegengewicht fest und drehst den Auflagekraft-Skalenring auf Null (in Überdeckung mit der Kerbe am Tonarm bringen). Das Gegengewicht dabei NICHT mit verdrehen.
Nun das Gegengewicht in Richtung Tonarmlager drehen, auf den korrekten Auflagekraft-Wert. Der Skalenring dreht sich automatisch mit.
Antiskating (sofern vorhanden) auf den gleichen Wert stellen, fertig.


- GND: Das ist der Massenanschluss. Solange dein Plattenspieler nicht brummt, brauchst du den nicht. Ansonsten müsstest du dort ein Massekabel zw. Verstärker und Plattenspieler anklemmen.

- Auf-Abbewegung: Keine Platte ist absolut plan. Ist also normal. Solange der Tonabnehmer nicht aus der Rille hüpft, ist alles i.O.

- Filzunterlage: Das ist das billigste, das man mitliefern kann.
Nachteile: Sammelt Staub auf, bleibt an der statisch geladenen Platte kleben.
Vorteile: Keine bekannt (außer, dass sie billig ist).
Kannst du aber sicher erstmal gut verwenden.



Hoffe, dass ich alles erwischt habe?


Gruß
Benjamin
raphael.t
Inventar
#3 erstellt: 01. Jan 2011, 19:00
Hallo!

Dass ein Tonarm bei eingestelltem Antiskating nach außen zieht beim Absenken, ist normal.
Bitte ohne Antiskating den Arm nochmals in die Nullschwebe bringen, dann erneut die Auflagekraft --- 2,5 schreibst du --- einstellen und entsprechend das Antiskating.

Hat dein Dreher keinen Massenanschluss?
Nicht alle haben das, wenn es nicht brummt, ist´s auch gut.
Meist wird da der Masseanschluss über die Abschirmung eines Kanals vorgenommen.

Die Diskussion, ob Filz oder Gummi, halte ich für müßig.
Nimm das, was dir besser gefällt.

Oh ja, verwellte Platten besorgen der Nadel und dem Tonarm Achterbahnfahrt.
Ideal ist das nicht, da bei jeder Berg-und Talbewegung sich die Werte der Abtastung ändern, und extrem verwellte Platten
sollte man ohnehin im Schrank lassen.

Grüße Raphael
JägerdesverlorenenSound...
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 04. Jan 2011, 23:15
Erstmal Dankeschön für eure Antworten!

Hm, also er brummt nicht. Also werd ich auch den Masseanschluß nicht brauchen.

Das mit dem Tonarm-Gegengewicht hab ich jetzt kapiert. War etwas mißverständlich in der Anweisung.

Was die Platte angeht mit der ich eine Hörprobe gestartet habe: also verwellt ist die absolut nicht. Hm, weiß jetzt also net was normal ist. Es ist halt so ein gewisses Maß an Bewegung im Tonarm. Aber das wird wohl normal sein.

Best Regards
J.
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