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TA: Abschlussimpedanz = Lastwiderstand

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Autor
Beitrag
Marlowe_
Inventar
#1 erstellt: 23. Jan 2011, 11:38
Hallo allerseits.

Als elektrotechnischer Blindgänger muss ich hier mal eine Frage stellen.

An meiner Vorstufe kann ich verschiedene Abschlussimpedanzen einstellen, um eine Anpassung an den TA vorzunehmen. Bei den techn. Daten meines TA finde ich allerdings keinen entsprechenden Wert. Aber es ist der Lastwidertand angegeben (47kOhm).
Ist mit diesen Bezeichnungen das Gleiche gemeint oder sind das zwei Paar Schuhe?
No_Fun
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 23. Jan 2011, 11:50
hab mal was vom Fachmann mitgebracht:

Prioritäten Impedanzanpassung :

a) Für MC´s = Ohmsche Anpassung auf Basis des internen Spulen(ruhe)widerstandes (Mikrospulen mit ca. 5 - 30, selten bis 50 Ohm).

Der angepasste induktive Eingangs- bzw. Lastwiderstand beträgt i.d.R. das mehrfache (mehr = besser) dieses Wertes, üblich ist soweit mir bekannt das 5 bis 10-fache !?

Die PreAMP-Hersteller verweisen wegen der Vielfalt der Systeme aber auch gerne auf den "Hörtest" (Rauschen)... wollen sich halt keine Schuld an Klangeinbußen geben lassen... die Empfehlung von TRIGON kenne ich nicht, in der BDA ist keine Angabe dazu.

Einstellbereich sind beim Vanguard 16 mögliche Kombinationen = 47 Ohm bis 837 Ohm...
dazu 5,6,7,8 "Off" = 47 KOhm für den Anschluß eines MM-Systems !

b) Für MM´s = Ohmsche Anpassung uninteressant, Kapazitätsanpassung wichtig !

Die großen Rundum-Spulenpakete liegen natürlich bei ´nem deutlich höheren internen Widerstand von ca. 1000 Ohm also 1 KOhm, hier gilt generell ein Wert von 47 KOhm für den Eingangs- bzw. Lastwiderstand (manchmal auch Abschlußwiderstand genannt) als Quasi-Standard.

Wichtig für MM-Systeme ist die Gesamtkapazität einschl. Berücksichtigung der Kabelwerte richtig abzustimmen... wobei sich hier bei Austausch der manchmal etwas "popelig" wirkenden Originalkabel eine echte Falle verbirgt !

Eine bestimmte Mindestkapazität ist erforderlich, weil die großen Spulen des MM-Systems zusammen mit den anderen Komponenten regelrechte "Eigenschwingungen" produzieren können, woraus dann Verzerrungen im Hochtonbereich mit dem berühmten "nervenden" Klangbild mit zu scharfen geZischsten S-Lauten entstehen.

Zu hohe Gesamtkapazität (ORTOFON empfiehlt < 500 pF) ergibt dagegen das ebenfalls sehr bekannte "muffige" Klangbild... dumpf, verhangen, schwammig... wie auch immer

Ersten Effekt kenne ich von meinem getunten REGA RB-300 mit Incognito-Verkabelung und einem mit Silberkabel nachgerüstetem TP63 Wechselarm... der zweite Effekt ist nach meinen Erfahrungen der wahrscheinlichere, mir aber bisher nur zusammen mit Kabelwechseln bzw. an einem THORENS TD-850 mit Cinch-Anschlüssen und ´nem falschen Kabel begegnet... "exotische" Gerätekombinationen sollen gelegentlich wohl extremere Fehlanpassungen liefern

c) Sonderfall High-Output MC = WAT NU

Das X1-MC z.B. ist ja nunmal "prinzipiell" ein MC !
Keine Mikro- sondern schon echte Mini-Spulen mit deutlich höherem internen Spulen(Ruhe)Widerstand von...
Internal impedance, DC resistance = 80 Ohm...
im Verhältnis zu ORTOFON Low-Output MC´s also den ca. 20-fachen Wert.

Andererseits liefert es eine ca. 10-fache Ausgangsspannung und damit ungefähr die ½ eines MM...

Konsequenz... ein High-Output MC KANN IMMER nach übereinstimmender Angabe aller Systemhersteller genau wie ein MM behandelt werden, ist halt wegen des ½ mV-Wertes nur deutlich leiser.

Quelle:
(zitiert aus einer Antwort von Dualese an anderer Stelle)

ich hoffe. es hilft!


[Beitrag von No_Fun am 23. Jan 2011, 11:51 bearbeitet]
Marlowe_
Inventar
#3 erstellt: 23. Jan 2011, 12:12

No_Fun schrieb:

ich hoffe. es hilft!


Ehrlich? Kein Stück
germi1982
Moderator
#4 erstellt: 23. Jan 2011, 14:29
Welches System ist da dran? Bei Moving Magnet, Moving Iron und High Output-Moving Coil wird immer 47 kOhm eingestellt...

Nur bei Low Output-Moving Coil wird der empfohlene Abschluss eingestellt.

Und der Lastwiderstand entspricht der Impedanz. Impedanz ist der Widerstand bei Wechselspannung. Dieser Wert ist abhängig von der Frequenz der angelegten Wechselspannung.

Manche Hersteller schreiben eben "Lastwiderstand" andere schreiben "Lastimpedanz" und andere einfach von "Abschlusswiderstand". Damit ist aber immer das gleiche gemeint.


[Beitrag von germi1982 am 23. Jan 2011, 16:02 bearbeitet]
richi44
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 23. Jan 2011, 15:57
Bei den Aussagen von No Fun muss ich noch etwas korrigieren:
Aus der Spule des Systems und der Lastkapazität bildet sich ein Schwingkreis. Ist diese Kapazität viel zu gross, kommt es tatsächlich zu einem Höhenverlust, weil die abgestimmte Resonanz bei z.B. 5kHz liegt. Diese 5kHz werden stark betont und plärren somit. Die höheren Frequenzen aber werden unterdrückt.
Ist die Kapazität aber zu klein, so ist die Resonanz auf vielleicht 30kHz abgeglichen und dann wirkt sie nicht mehr im Hörbereich. Das bedeutet, dass die Ausgleichswirkung dieser Resonanz fehlt und dass es somit wiederum dumpf klingt, aber ohne eine hörbare Anhebung. Der dumpfe, mussfige Klang ist also oft die Folge der zu geringen Kapazität.
Kap
Hier mal eine Grafik. Es ist ersichtlich, dass mit der richtigen Kapazität die Wiedergabe am linearsten ist, bei zu grosser eine Mittenbetonung stattfindet und bei zu kleiner ein Höhenmangel.
Mehrheitlich findet man aber zu grosse Kapazitäten vor und es gibt tatsächlich Systeme, welche eine eher kleine Kapazität fordern. Weiter gibt es Verstärkerschaltungen, welche Probleme machen, sobald man die Kapazität verringern will. Hier das richtige Mass zu finden ist oft nicht einfach.
Marlowe_
Inventar
#6 erstellt: 23. Jan 2011, 16:02
Es ist ein AT 120E dran. Dessen Lastwiderstand beträgt 47kOhm. Das ist auch einer der für MM-Systeme an der Vorstufe einstellbaren Werte der Abschlussimpedanz. Es sind dort aber auch andere Werte für MM einstellbar (weiss im Moment nicht mehr welche, Vorstufe ist zur Reparatur).

Meine Frage war, ob Abschlussimedanz und Lastwiderstand synonyme Begriffe sind.... scheint ja so zu sein.


[Beitrag von Marlowe_ am 23. Jan 2011, 16:02 bearbeitet]
germi1982
Moderator
#7 erstellt: 23. Jan 2011, 16:04
Der andere Wert dürfte die Abschlusskapazität in Piko-Farad (pF) sein.
Marlowe_
Inventar
#8 erstellt: 23. Jan 2011, 16:14
Ok. Offenbar ist das ganze doch komplexer.
Die BDA gibt dazu leider nichts weiter her und ich finde auch keine Bilder, auf denen der entsprechende Schalter der P-200 gut genug zu erkennen wäre.
Bleibt mir nichts weiter übrig, als zu warten, bis das Teil wieder bei mir ist. Naja, vorher muss ich ja auch nichts einstellen ..... und dann sehe ich weiter.

Bis hierher erst einmal Danke.
No_Fun
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 23. Jan 2011, 16:43
Handelt es sich um einen ATOLL P200?

so hättest Du 2 Mäuseklavire! Je eins pro Kanal.

Die Möglichkeiten:

Eingangsimpedanz
(Schalter 1) = 47k Ohm oder 100KOhm
Eingangskapazität
(Schalter 2) = 100Pf oder keine

Arbeitsweise MM/MC mit Schater 3 u. 4

Stellung----3----4
MM std. = Off Off
MC High = On Off
MC Low = On On

und


richi44 schrieb:
Bei den Aussagen von No Fun muss ich noch etwas korrigieren:


Sorry, iss nicht meine! Ist die geklaute Aussage von Dualese gewesen!

siehe:

No_Fun schrieb:
Quelle:
(zitiert aus einer Antwort von Dualese an anderer Stelle)

ich hoffe. es hilft!


[Beitrag von No_Fun am 23. Jan 2011, 16:48 bearbeitet]
Marlowe_
Inventar
#10 erstellt: 23. Jan 2011, 16:48
Nein, es handelt sich um eine Onkyo P-200 von 1985/86;)
No_Fun
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 23. Jan 2011, 16:50
Dann soory for all of my written bullshit

reden wir von dieser hier?


[Beitrag von No_Fun am 23. Jan 2011, 16:58 bearbeitet]
vinylrules
Stammgast
#12 erstellt: 23. Jan 2011, 16:52
Ich nehme an, dass es sich bei der P-200 um einen alten Vorverstärker von Onkyo handelt? Es ist durchaus möglich, dass der verschiedene Eingangsimpedanzen für MM-Systeme hatte. Bloß weil es die Norm mit 47k gibt muss man ja nicht jedes System so abschließen. Das Audio Technica 20sla fordert für cd4 explizit 100K, auch Systeme wie Grado sind dafür mal konzipuiert worden. Gern gibt es auch 13-15k für die Anhänger von Deccas und anderen Systemen, die mehr Dämpfung benötigen. Hieran fühlen sich dann auch MC-H-O am wohlsten.

Und ja, die schaltbare Impedanz am Verstärker entspricht dann dem Abschlusswiderstand.

Gruß

Matthias
No_Fun
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 23. Jan 2011, 17:09
sollte es sich um den in der Abbildung gezeigten P200 von Onkyo handeln, so sagt die BDA auf Seite 5 über den Regler (15 der Abbildung)u.a.:

Phono MC 130uV/100/300 Ohm
kann also bei MovingCoil Systemen zwischen 100 u. 300 Ohm Eingangsimpedanz umgeschaltet werden. (auf der Frontplatte per select!)

sonst noch High MC 2,5 mV/100 Ohm
bei Hohem MC Abtaster Ausgangspegel

Phono MM 2,5mV/47/100kOhm
kann also bei Moving Magnet Systemen zwischen 47Kohm u. 100 KOhm Eingangsimpedanz umgeschaltet werden. (auf der Frontplatte per select!)

Somit also beim AT20SLA die Einstellung 100KOhm!


[Beitrag von No_Fun am 23. Jan 2011, 17:16 bearbeitet]
Marlowe_
Inventar
#14 erstellt: 23. Jan 2011, 18:12
Ja, es handelt sich um die oben abgebildete alte Onkyo Vorstufe.
Woher hast Du die BDA? Ich habe auch eine, in der das nicht steht

P.s.:
Ich habe ein AT 120 E. Da sind dann wohl 47kOhm der Wert der Wahl.
No_Fun
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 23. Jan 2011, 20:35
Hallo Dirk,

Doch,doch, das steht auch in Deiner BDA!

Ich habe das geschriebene nur interpretiert!

Die BDA ist von hier:Onkyo Anleitung
und

Ja, 47K ist richtig!
The manufacturer say:Recommended Load Impedance: 47,000 ohms

Gruß


PS: Man muss nicht alles wissen, man muss nur wissen wo alles steht! - Google


[Beitrag von No_Fun am 23. Jan 2011, 20:42 bearbeitet]
Marlowe_
Inventar
#16 erstellt: 23. Jan 2011, 20:55

No_Fun schrieb:

Ich habe das geschriebene nur interpretiert!
.......

PS: Man muss nicht alles wissen, man muss nur wissen wo alles steht! - Google :D


Zu der Interpretation war ich allerdings nicht in der Lage. Heissen Dank dafür.

Aber deshalb hat es mir nur bedingt genutzt, die BDA genau da zu finden, wo Du sie her hast. Googlen klappt also bei mir schon
Suche:
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